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Ropfe gehauen. Der Beuge Schuhmann Schitora ver 1stimmung übergeben werden sollte. Der Berein surfrohen Raffees gaben zu Beanstandungen feinen Anlaß. Die ges weigerte sein Zeugniß darüber, ob er den Angeklagten beim unentgeltlichen Erziehung schulentlassener brannten glafirten Raffeeforten waren theils mit Karamels, theils Transport auf der Treppe mißhandelt habe. Der Staatsanwalt Mädchen weihte die neue Stätte feines Wirtens ein u. f. w." mit Zucker künstlich beschwert. Wiehrere Proben erwiesen sich als beantragte die Verwerfung der Berufung. Er meinte, daß der Wie wir hören, soll zu diesem Verein ein Seitenstück ge- Mischungen von glafirtem und unglafirtem Kaffee. Unter den Schuhmann ein Recht hatte, den Angeklagten zu schlagen, um gründet werden. Einige einfichtsvolle Dienstmädchen wollen sich unglafirten wurden Kaffeesorten entdeckt, welche mit Paraffin ihn zur Besinnung zurückzurufen. Er würde einen Beamten, nämlich zur unentgeltlichen Erziehung junger Mädchen", ehr geölt und beschwert waren, andere enthielten bis zu 6 v. H. der angegriffen wird und dann nicht zuschlägt, eine feige Memme" würdiger Matronen" und" eleganter Hausfrauen" aus dem Abfall oder Kaffeebruch, Kaffeefurrogate 10( 6). Unter dem nennen müssen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Heine, fritisirte das Stande der Herrschaften" organisiren. Sie erhoffen von ihrem Namen Kaffeeschrot wurden Mischungen von gröblich gekleinerten bedenkliche Verhalten der Schuhleute und forderte eine Um- ernsthaften und mühevollen Streben die wohlthätigfte Einwirkung Bichorien und Rübenwurzeln feilgehalten. Mehl 10( 1). Weizen­wandlung der hohen Gefängnißstrafe, die in keiner Weise gerecht- auf die Dummheit und den beleidigenden Wohlthätigkeitsnagel mehl war wiederum mit Mehlmilben und Milbenkoth verun­fertigt sei, in eine geringe Geldstrafe, wenn der Gerichtshof nicht der Herrschaften". überhaupt die Freisprechung des Angeklagten für angezeigt halten sollte. Der Gerichtshof hob das vorige Urtheil auf und sprach den Angeklagten wegen des Widerstandes und des groben Unfugs frei, verurtheilte ihn aber wegen öffentlicher Be­leidigung und Straßenpolizei- Kontravention zu 35 M. Geld­strafe. Die Kosten der ersten und zweiten Instanz wurden zur Hälfte der Staatstaffe auferlegt.

Es tennzeichnet die Jämmerlichkeit des unentwegten Bürger­thums, daß noch kein einziger Berliner   Landtags: Abgeordneter den Muth hatte, die Mißhandlungen, die hie und da an Berliner  Bürgern durch Polizeibeamte vollzogen wurden, im Abgeordneten hause zur Sprache zu bringen. Vielleicht unternimmt der Ma­giftrat geeignete Schritte, um seine steuerzahlenden Bürger vor folchen Szenen zu schützen.

Lokales.

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reinigt. Milchrevisionen wurden in 899 Geschäften vor­Das Pistolenduell vom verfloffenen Sonnabend, bei der milch und 52 Liter Magermilch wurden vernichtet. Geheime genommen, wovon 45 zu Beanstandungen führten. 16 Liter Halb­ein töniglich preußischer Offizier bekanntlich hat ins Gras beißen Antäufe wurden in 50 Geschäften bewirkt. Pfeffergurten 11( 4). müssen, giebt der Presse immer noch Anlaß zu allerhand Klage Die beanstandeten Proben enthielten Kupfer in Form von gejammer. Wir greifer aus den verschiedenen Notizen eine Grünspan. Der Gehalt an Kupferoxyd schwankte zwischen 0,005 Meldung des Berl. Tgbl." heraus, in der folgende Meuigkeit und 0,01. Provence  - Del 15( 0). Denaturirter Spiritus, welcher mitgetheilt wird: nicht unter 80 Gewichtsprozent Alkoholgehalt in den Verkehr Das jüngste Piftofenduell, dem der Artillerie- Offizier Lühring gebracht werden darf, war bei 15 Proben 7 Mal zu arm an zum Opfer fiel, ist ausgefochten worden, nachdem erst am Tage Altohol. Rum, Kognat, überhaupt Spirituosen als Genußmittel vorher beim Mittagstisch der Wortwechsel stattgefunden hatte, find nicht zur Untersuchung gelangt. Safran 10( 0). Schmalz der zur Forderung führte. Daraus geht hervor, daß der Ehrenrath 20( 0). Gelterwasser 20( 10). Die sogenannte Quelle Fürsten­von dem Duell entweder überhaupt nicht in Kenntniß gesetzt worden brunn erwies sich als ein mit Zusäßen von tohlensaurem Natron ift oder teine Beit gehabt hat, in Pirksamkeit zu treten. Das steht im und Kochsalz, sowie mit Kohlensäure imprägnirtes Quellwaffer; Widerspruch mit dem Erlaß Kaiser Wilhelms I. ser die der neue Karlsbader Mühlenbrunnen als die Auflösung eines Thätigkeit des Ehrenraths bei Duellen. Der Reichsbote" weist willkürlichen Gemisches von Altalisalzen, Chloriden, Carbonaten darauf hin, daß attive Offiziere es tros der vorschrift mäßigen und Sulfaten von Kalium und Natrium. Drei andere Proben Weifung dazu meist für unanständig" halten, mit den fünstlichen Mineralwassers waren durch Ammoniak verunreinigt. Folgende Lokale stehen der Arbeiterschaft in Treptow   Duellforderungen an den Ehrenrath heranzutreten, und daß Thee 10( 1). Eine Probe Imperialthee erwies sich als unrein. zur Verfügung: iertberg, Neue Krug Allee; Dito's diefer daher in der Mehrzahl der Fälle teinerlei Restaurant Zum Karpfenteich"; Part Restaurant, ausgleichende Einwirkungen ausübt. Sollen doch Vom Bierverzapfen. Nachdem das Kammergericht einen Inhaber Jacob, An der Verbindungsbahn; 8ornow, Neue felbft Fälle vorkommen, daß Offiziere fich trotz eines ab- Reftaurateur, der wegen Benutzung eines sog. Stocherapparats beim Krug- Allee; Schulmeistrat, Neue Krug- Allee. Sämmtliche lehnenden Entscheides des Ehrenrathes nicht abhalten laffen, Bierausschaut angeklagt war, freigesprochen hat, da der Stocher­anderen Lokale sind für die Arbeiterschaft nicht zu haben. Die ein Duell auszufechten. Und sie tönnen dies, da selbst eine apparat nicht unter die Bestimmungen der angeführten Para­Genossen werden ersucht, sich danach zu richten. folche offene Gehorsamsverlegung bei dem falschen Geiste, der graphen falle, hat das Polizeipräsidium den Magistrat ersucht, betreffs des Duells zur Beit gepflegt wird, nur einer gering- einem Busaße zu dem beregten§ 7 seine Zustimmung auss Achtung, Grünan! Am 20. d. M. sollte Fräulein Baader fügigen und darum leicht in Rauf genommenen Ahndung zusprechen, welcher dem Uebelstande abhelfen solle. Der Zufak in Grünau einen Vortrag halten. Zu diesem Zweck war das unterliegt." lautet dahin: daß wenn der Bierausschant mittels eines Lokal von R. Jante, Friedrich str. 3a in Aussicht ge- Das wirft ja auf die Cafeßesliebe dieser Herrschaften Stochers erfolgt, welcher über dem Spundaussat verlängert ist, nommen worden, welches bis dahin der Arbeiterschaft zur Ver- einige uns recht willkommene Schlaglichter, aber im Grunde so soll das Stechrohr mit einer Borrichtung versehen werden, fügung stand. Um selben Tage aber erklärte der Wirth, daß er ist es doch eigentlich schnuppe, ob man es etwas mehr oder welche eine Abstellung des Bieres zuläßt, so daß während des fein Lokal nicht mehr zu Arbeiterversammlungen hergebe; die etwas weniger eilig damit hat, sich gegenseitig den Geraus zu Bierausschanks der über dem Spundauffah befindliche Theil des Bersammlung fonnte baher nicht stattfinden. Die Arbeiterschaft machen. Solche Kleinigkeiten beeinträchtigen nicht im geringsten Schrohres in bezug auf seinen inneren Zustand geprüft werden wird sich diesem Fall gegenüber entsprechend rcrhalten. unser inniges Behagen an dem erschütternden Wiß, daß gerade kann." Das Magistratskollegium hat beschlossen, dem Ersuchen Die Parteigenoffen von Nigdorf werden darauf auf. diejenigen die beften Nägel zum Sarge der heutigen Weltordnung des Polizeipräsidiums zuzustimmen. mertfam gemacht, daß die Abonnementslisten für die Partei- liefern, welche im Grunde doch als Beschüßer dieser Ordnung Der von den Stadtverordneten getroffenen Veränderung fpedition bei folgenden Genossen ausliegen: Barthel, Hermann- betrachtet werden. an dem Entwurfe zum Vertrage zwischen den Staats- und den play 8, Restaurant; Klein, Kaiser Friedrichstr. 236, Restaurant; Dreißig Kirchen will die jetzt tagende Berliner   Stadt- städtischen Behörden wegen Angliederung des Instituts für Regerau, Hermannstr. 50, Zigarrengeschäft; Thomas, Bergstr. 162, fynode noch bauen lassen. Wofür? Für duellirende Offiziere Infektionstrantheiten( Koch'sches Justitut) hat das Restaurant; Unger, Bergstr. 40, Materialgeschäft; Herrmann, etwa, nachdem mit gutem Grund so oft schon darüber gejammert Magistratskollegium zugestimmt und ist hiervon der Minister so­Kirchhofftr. 1, Bigarrengeschäft; Krüger, Prinz Handjernstr. 58, worden ist, daß das gemeine Bolt der Kirche entfremdet bleibt und fort in Kenntniß gesetzt worden.- Materialgeschäft; ebenfalls beim Genossen G. Ostermann, Jäger- die Gotteshäuser" schlecht besucht sind? Welche sehr materiellen straße 70, v. 2 Tr. Es ist Pflicht eines jeden Genoffen, recht- Interessen es übrigens sind, die die Armen in feltenen Fällen zeitig zu beftellen, damit teine Störung eintritt. Ferner machen der Kirche wieder zuführen, das hat der Freiherr v. Mirbach in wir auf die reichhaltige Literatur aufmerksam, die hauptsächlich einer jüngst abgehaltenen Sitzung des berühmten Evangelisch den Gewerkschaften bei Anschaffung von Bibliotheken zu Stirchlichen Hilfsvereins ausgeplaudert. Der fromme Oberhof­empfehlen ist. meister der Kaiserin sagte: An die Kirche und die Predigt gehen diese Leute meist ungern und mit Mißtrauen heran; wenn ihnen aber bei Noth und Krankheit die dienende Liebe und Hilfe freiwillig und hingebend die Hand reicht, dann fühlen sie

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der Volks- 3tg." zufolge die Massenversendung von Postkarten Wie fich die Detailreisenden zu helfen wiffen, beweist mit bezahlter Rückantwort und den vorgedruckten Worten: Ich ersuche Sie, mich mit Forer Rollektion zu besuchen," an die Rundschaft. Die mit solchen Ginladungen" versehenen Reifenden werden auch nach Infrafttreten der Gewerbenovelle ungehindert weiter" Detail" reifen können.

Zur Waldenburger Fleifchlieferung. In der Zeitung, Das Bolt" lesen wir: Nach einer Mittheilung der Central Fleischer Beitung" im Mai und nach dem" Berichte über Karl Schneidt theilt in seiner ,, Kritit" mit, daß er mit dem eine in demselben Monate abgehaltene Versammlung des Vereins an sich wieder etwas von der ihnen unbekannt gewordenen christ- 1. Juli aus dem Berlage und der Redaktion dieser Zeitschrift Berliner Großschlächtermeister" sollte der Major im Kaiserlichen Nächstenliebe und dann lassen sich auch wieder Biele für ausscheide. Er will zum Oktober eine neue Wochenschrift Franz- Garde Grenadier- Regiment Nr. 2, v. Waldow," regel das Evangelium und die Kirche gewinnen." Aber nur solange gründen. mäßig von seinem Rittergute bei Woldenberg   in der Neumart sie der Kirche zu bedürfen vermeinen, hätte der fromme Mann Ueber 400 Preise sind von der Weltausstellung in Chicago  ausgeschlachtete Hammel an die Menage Rommiffion des enfügen sollen. jetzt den an der Deutschen   Unterrichtsausstellung betheiligten Regiments gefandt und dafür zwei Pfennige über den Markt­Au den Bestrebungen der in der städtischen Berwaltung Anstalten, Gelehrten, Firmen 2c. zugegangen; fie bestehen aus preis erhalten haben, ohne daß das Fleisch, wie es diätarisch beschäftigten Bureau Hilfsarbeiter, etatsmäßig an- Medaille und Diplom. Borschrift ift. in Berlin   einer Untersuchung unterworfen geftellt und in bezug auf Gehalt und Pension dem vorhandenen worden sei." Der Verein Berliner Großschlächter" beschloß Bureau- und Raffenpersonal gleichgestellt zu werden, wird von hat, wie das Blatt mittheilt, eine Anklage erhalten, weil er Der bisherige Verleger des ,, Sozialist" Gustav Dießner darauf, der Staatsanwaltschaft Anzeige zu erstatten. Der sozial einem Berichterstatter mitgetheilt, daß diesem Anfinnen schon durch einen Abschnitt des Ardinghello" die Sittlichkeit verlegt demokratische Vorwärts" und das Nordhäuser Boltsblatt" um deshalb nicht entsprochen werden könne, weil der größere haben soll. brachten dieselben Mittheilungen mit einigen Be Theil der zur Zeit beschäftigten Bureau- Hilfsarbeiter nicht ein­mertungen dazu. Nun ist in der Bentral Fleischer mal die für einen städtischen Beamten unbedingt erforderliche Sigerlaubniß für Dienstmänner. In der Sommerhite Beitung" u. f. w. vom 20. d. M. folgende vom Kommando des Schulbildung besitzt und daß andererseits der hierin genügende müffen unsere Dienstmänner jahraus jahrein an den verkehr­Kaiser Franz- Garde- Grenadier- Regiments Nr. 2 geforderte Be- Theil derselben eine sehr geringe Vorbildung für den Burcau- reichsten Straßenecken und Pläßen stehend auf Kunden warten. richtigung veröffentlicht: Berlin  , 13. Juni 1896. Das unter dienst mitgebracht, auch vor seinem Eintritt meist längst die zu- Im gemüthlichen Wien   wird auch der Dienstmann   menschlicher zeichnete Kommando ersucht auf grund des Preßgesetzes um Auf- lässige Altersgrenze überschritten, ja häufig sogar ein schon so behandelt. Dort hat er eine einfache leichte Holzbank, auf der nahme nachstehender Berichtigung: Die in dem Artikel Die hohes Lebensalter erreicht hat, daß seine Leistungsfähigkeit kaum zwei auch drei Mann sigend warten können, bis sie von Auftrags Woldenberger Fleischlieferung" in Nr. 82 der Bentral- Fleischer noch in betracht kommen tann." Die Ungehörigkeiten in der Be- gebern gerufen werden. Abends wird die Sitzbank dem nächsten Beitung" vom 18. April 1896 gegen den Major v. Waldow aus- handlung der städtischen Burean- Hilfsarbeiter sind bekanntlich in Bortier, mit dem man befreundet ist, zur Aufbewahrung über­gesprochenen Beschuldigungen sind in allen Punkten nnzutreffend. der vorgeftrigen Stadtverordnetenstzung von unserem Parteigenossen geben. Auch hier in Berlin   giebt es an verkehrsreichen Stellen Kommando des Kaiser Franz- Garde Grenadier Regiments Singer ins rechte Licht gerückt worden. Nr. 2. Frhr. v. Buddenbrock, Oberst und Regiments Rom  todte Winkel, in denen der sigende Dienstmann   ebenso wenig stört wie der stehende. Es täme also nur darauf an, daß unsere mandeur." Ferner sei bemerkt, daß Major v. Waldow, der menunterftügung uzulänglich." Für einen 35jährigen Berliner   Dienstmänner mit Hilfe der üblichen Polizei- Erlaubniß, übrigens niemals ein Rittergut befeffen hat, gegen den Bor- Schneider, der durch andauernde Krankheit nach Erschöpfung der denn ohne diese wird es ja nicht abgehen, sich dieselbe Bequem­wärts" und das" Nordhäuser Boltsblatt" Strafantrag ge- Krantentaffe dem Asyl nahegerückt" ist, wird in einem Aufruf lichkeit schafften, wie ihre Wiener   Kollegen, damit sie nach des stellt hat." ( Inserat in der Volkszeitung") um Hilfe gebeten, da die Armen- Tages Last und Size nicht mehr so übermüdet sind wie heute Bu diefer Mittheilung ist zu bemerken, daß der Borwärts" unterstützung unzulänglich" sei. Gegen solche Zweifel an der und hauptsächlich nicht so viel Geld zum Schnapsbudiker trageu gleich allen übrigen Berliner   Zeitungen fich jedes Rom  - Möglichkeit, bei den in Berlin   üblichen Almosensäßen zu be- brauchen, nur um auszuruhen!-- mentars zu dieser der Bentral Fleischer Zeitung" unter stehen, pflegen die Organe der städtischen Armenverwaltung scharf Quellenangabe entnommenen Meldung enthalten bat. au protestiren. Diesmal geht aber der Zweifel aus von dem Der Roßschlächter Weise, Manteuffelstraße 13, hat sich Daß der uns unbekannte Herr von Waldow fich Herrn Bezirksvorsteher Schlinke, Wienerstraße 36, an den das bekanntlich gegen die von der Allg. Fleischer- 3tg." erhobenen nur fozialdemokratische Blätter zu seinen Strafanträgen erbetene Geld zu senden ist, und Armendeputirter Rieß, Liegniger schweren Vorwürfe durch eine" Berichtigung" zu rechtfertigen aussucht, ist ja in feiner Weise verwunderlich; ganz anders steht ftraße 18, der zu näherer Auskunft bereit ist. Vielleicht hätte gesucht. Gegenüber dieser Berichtigung hält die Allg. Fleischer­es aber hierbei mit dem Anfehen der heutigen Strafrechtspflege. es fich empfohlen, gleich in dem Aufruf mitzutheilen, Beitung" ihre Behauptungen aufrecht. Weise theilt mit, daß er Bu berichtigen ist übrigens ferner, daß die totiz nicht Mitte Mai, wie viel Unterstützung in dem vorliegenden Falle gezahlt wird. Die Aug. Fleischer- 3tg." verklagen wolle. fondern bereits Anfang April in der Bentral- Fleischer- Beitung" Das Armengeld beträgt meist zwischen 6 und 18 Mi. pro Monat, gestanden hat. Es sind mithin volle zwei Monate ver- selten darunter oder darüber, vereinzelt unter 3 und über 30 M., Ein Ueberfall durch Wegelagerer hat den 22jährigen floffen, bevor das Regimentskommando fich veranlaßt gefehen im Durchschnitt wenig mehr als 13 M. Es ist tlar, daß selbst Albert van der Schmidt, einen Sohn des Müzenfabrikanten hat, eine Meldung dieses Blattes auf grund des Preßgefezes bei dem Höchstbetrage kein Mensch ohne Zuverdienst oder Zu- van der Schmidt aus der Weberstr. 40c, das Leben gekostet. Am richtig zu stellen. In einer Ende April erschienenen Nummer schuß von anderer Seite bestehen fann. Einen fleinen Beitrag 12. d. M. fuhr der junge Mann mit einigen Bekannten in einer schrieb die Bentral- Fleischer- Zeitung" noch in Erwiderung zur Beurtheilung der Frage, ob die üblichen Almosensäge als Droschke nach Rummelsburg   zu einer Regelpartie.. Ms die einer Berichtigung des Herrn v. Waldow, in der er mittheilte, ausreichend gelten können, liefert auch der neueste Droschte, in der im ganzen sechs Personen faßen, auf Rummels­daß er kein Fleisch an die Menagekommission gesandt habe, fie Bericht( für 1894/95) über die Verwaltung der städtischen burger Gelände ein Gehölz erreicht hatte, stiegen drei Insassen aus halte daran feft, daß ein Herr v. Waldow der Absender des Siechenanstalten und bes Friedrich Wilhelms Hospitals. und gingen am Waldesfaum entlang zu Fuß weiter. Dort lagen drei hier ununtersucht eingeführten Fleisches sei, wenn der Herr Darin wird zur Begründung der geringen Höhe der Männer in Hemdsärmeln, die mit ihren sonnenverbrannten Gefichtern Rittmeister der Reserve mit dem Absender nicht identisch Ausgaben für die Beföftigung gefagt:" Der Saß von den Eindruck richtiger Wegelagerer machten. Als die drei jungen fet, um so beffer für ihn; die Angelegenheit selbst werde dadurch 48,65 Pf. pro Kopf erscheint nicht allzu niedrig für eine Armen- Leute, ohne sich um sie zu kümmern, an ihnen vorübergingen, in teiner Weise verändert. In der Berichtigung des anstalt, wenn man erwägt, daß wir für alle Konsumartikel infolge rief ihnen einer der Strolche zu:" Nanu, was ist denn los?" Regimentskommandos ist bekanntlich von einem Major des massenhaften Einkaufs Engrospreise zahlen, und wenn man Der Mensch sprang sofort auf, zog ein Messer und stach, ohne v. Waldow die Rede, während die" Bentral- Fleischer- Zeitung" andererseits in betracht zieht, daß dieser Kostenaufwand von daß auch nur der geringste Streit vorauf gegangen wäre, ohne von einem Rittmeister dieses Namens spricht. Die Lösung 48,65 Pf. d. i. 14,595 M. monatlich, der hier allein auf die weiteres auf sie ein. van der Schmidt erhielt einen Stich in dieser Widersprüche muß natürlich die Gerichtsverhandlung gegen Betöftigung verwendet wird, ungefähr einem Almofen der Armen- einen Oberarm, einer feiner Begleiter wurde am Unterarm, uns bringen. direktion entspricht, welches zur Bestreitung aller Lebens. weniger schwer getroffen. Nach dieser Heldenthat er bedürfnisse( Beköstigung und Wohnung, Bekleidung, Wäsche u. f. w.) griffen die Wegelagerer alle drei die Flucht und waren dienen soll." bald in dem Gehölz verschwunden. Das alles spielte sich so rasch ab, daß niemand daran dachte, die Strolche zu verfolgen. Die

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Wie der Sozialist" mittheilt, verläßt 2 a dislaus Gumplowicz  , der Sohn des bekannten Professors in Graz, am 8. Juli das Gefängniß, wo er wegen einer Rede, die er im Ein Verzweiflungsschrei. In der Boff. 3tg." lesen wir: Gesellschaft gab nun die Partie auf und fuhr nach Berlin   zurück. Januar 1894 in einer Arbeitslosen Versammlung gehalten hat," Noch einmal mögen die Arbeitgeber gemahnt sein, das Wahl- van der Schmidt ließ sich die Wunde, die auch nicht sehr ge= 22 Jahre hat schmachten müssen. Am 10. Juli wird bekanntlich recht für die Wahlen der Beijizer zum Gewerbegericht ausfährlich zu sein schien, verbinden und man glaubte, daß damit Frau Agnes Reinhold aus dem Zuchthause zurückkehren. zuüben, da dieses sonst sehr leicht ganz von Sozialdemokraten genug gethan fet. Bald aber wurde es mit dem Arme schlimmer; Die Arbeiterschaft wird dafür sorgen, daß dieses Heldenweib besetzt werden könnte. Das Wahlrecht geht verloren, wenn die der Arm lief blau an und am Donnerstag Abend war Schmidi vorab wenigstens von materieller Noth befreit bleibe. Anmeldung nicht bis zum 29. d. M. besorgt ist." troh ärztlicher Behandlung eine Leiche. Bon dem Messerstecher

Ein neuer Damensport. Im Berl. Tagbl." lefen wir: Nahrungsmittelkontrolle. Ueber das Ergebnis der vom fehlt noch jede Spur. In dem freundlichen Gartenort Marienfelde   hatte sich am Polizeipräsidium in Berlin   im Monat Mai d. J. vorgenommenen Eine aufregende Szene ereignete fich Donnerstag Nach Donnerstag Nachmittag ein auserwähltes Damenpublikum ein Ueberwachung von Nahrungsmitteln werden folgende Mittheilungen mittag im Sigungsfaale der zweiten Straftammer des Land­Rendezvous gegeben. Ein Damenpublikum, das unverkennbar gemacht, wobei die hinter den einzelnen Nahrungsmitteln stehenden gerichts I. Gegen 4 Uhr sollte gegen eine aus 5 Köpfen be­den Charakter von Berlin   W. trug. Da waren elegante Biffern die Zahl der untersuchten Proben und die in Slammern stehende Einbrecherbande verhandelt werden. Kostüme, denen man es nahezu ansab, wie viel Sorge und beigefügten Ziffern die Zahl der Beanstandungen angiebt: gehörte auch einer der gefährlichsten Verbrecher Berlins  , der Zu derselben liebevolles Eingehen in alle Details Trägerin wie Konfektionär Bier 25( 4). Einige Proben von Malzextrakt- Gefundheitsbier Schloffer Karl Dohrmann, ein Mann, der kürzlich zu zwölf auf ihre Zusammenstellung verwendet hatten, neben solchen von erwiesen sich als mit Glycerin verfälscht, andere als fünstlich Jahren Buchthaus verurtheilt wurde und jetzt noch eine erhebliche gesuchter Einfachheit, deren gediegener Werth mit irgend aromatifirt. Eine Probe Weizenbier war zu 10 v. S. gewässert, Bufabftrafe zu erwarten hatte. Es tam darauf an, die An­einem kleinen, aber um fo to ft bareren Schmuckstück in diskretem Büchsentonserven 10( 0). Butterrevisionen wurden in 389 Geschäften geklagten streng getrennt zu halten, damit sie keine Gelegenheit Ginklang stand. Junge Mädchen standen neben ehrwür vorgenommen, wovon 25 zu Beanstandungen führten. Geheime An- hatten, sich gegenseitig durch Zuflüstern oder Zeichen zu verständigen. digen Matronen und eleganten Hausfrauen; sie alle täufe von Butter wurden in 50 Geschäften bewirkt, von denen 1 aur Da fünf Bellen auf dem Wandelgang des Gerichtsgebäudes nicht hatten einmüthig ihr oft recht refpettables Scherflein beigetragen Beanstandung Anlaß gab. Rakao 5( 0), Schokolade 5( 0), Bichorien vorhanden sind, so hatte der Gerichtsdiener den Dohrmann schon zu Bau und Einrichtung des Hauses, welches heute feiner Be- 10( 0), Bitronenöl 5( 0), Honig 10( 0), Kaffee 25( 8). Die Proben in den Saal geführt, als die vorhergehende Sache noch ver­