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entgegen den sozialdemokratischen Forderungen immer noch an ber hierfür notwendigen Apparatur für die Uebermachung fehlt. Das mannigfachen Einflüssen ausgesetzte Wirtschafts ministerium hat sich bisher als unzulänglich auf diesem Gebiet er­wiesen. Als ein Beispiel dafür, wie grotest diese Dinge laufen ohne eine ständige Ueberwachungsinstanz, sei der Fall der 3ement| preise erwähnt. Die 3ementpreise waren lange Zeit start über­höht. Als dann im Herbst 1930 auch die Zementfartelle im Reichs­wirtschaftsrat untersucht wurden, wurde festgestellt, daß die über­höhten Listenpreise praktisch bedeutungslos geworden seien, weil in zwischen eine billigere Kampfmarte, der sogenannte Pionierzement", den Markt beherrschte. Der Reichswirt­schaftsrat stellte daraufhin fest, daß im Augenblick von einer Preis­überhöhung auf Grund dieser Kämpfe am Markt nicht gesprochen werden könnte. Er forderte aber trotzdem wie auf anderen Ge= bieten so auch hier die Beseitigung der überhöhten Listenpreise.

Das Reichswirtschaftsministerium hat nicht einmal diese Forde­rung durchgesetzt. Inzwischen aber t die Kampfmarfe Pionierzement" aus dem Markte wieder verschwunden, und überhöhte Listenpreise sind wieder durchaus effettiv

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44 Stunden und einem auf 96 Pfennig gedrüdten Durchschnitts­ffundenlohn stellt sich der Bruttolohn des Schwerarbeiters in den Eisenbetrieben auf 43 Mart. Unter Einrechnung der Abzüge verbleiben dem Eisenarbeiter pro Woche höchstens 36 Mart in der Lohntüte. Und dann wollen die Unternehmer an diesen Hungerlöhnen noch abbauen, wozu durch Krisenrücklagen fünstlich hochgeschraubte Verlustziffern dienen sollen.

Der befagte Attonär stellte in der Generalversammlung ber| der Leiffung von 1913/14. Bei einer Wochenarbeitszeit von Bubiag den Antrag, die Direttorengehälter, auf 24 000 m. im Jahr herunter zu sehen. Dazu sollten dann noch 10 000 m. Tantiemen gewährt werden. Der Aktionär hatte schon im vorigen Jahr den Antrag gestellt. Damals wurde ihm aber gesagt, dieser Antrag wäre zu spät eingereicht. Andernfalls wäre man gern bereit gewesen usw. usw. Dieses Mal hat der Aktionär seinen An­trag rechtzeitig gestellt. Die Verwaltung hat ihn aber nicht auf die Tagesordnung gefeßt. Begründet wurde das, unter dem Lächeln der hochbezahlten Direktoren, damit, daß er eine zu ge­ringe Unterstützung gefunden habe. So mußte sich dieser Aktionär damit begnügen, seinen Antrag unter Vermischtes" vor zubringen. Zum mindesten hat er die Genugtuung, ihn vorgebracht zu haben. Wo bleibt die Lohnsentung der Reichsregie

rung für die Direktoren?

Echte Verluste bei Hoesch?

geworden, ohne daß dagegen etwas geschieht! Der Fall zeigt Der dritte Mantanabschluß.- Aufschlußreiche Lohnziffern. deutlich, wie menig mit gelegentlichen Untersuchungen zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden kann und wie not­wendig die Einführung einer ständigen Monopolton trolle, wie sie die Sozialdemokratie seit langem beantragt hat, ist. Man verschone uns mit Gerede, mit Bersprechungen, deren an­geblich zu erwartendes Ergebnis womöglich zur Begründung für neue Lohnfenfungsaffionen herangezogen wird.

Der Druck auf monopolistisch überhöhte Preise und der Druck auf finanzielle Bereinigung, der von den Banken ausgehen müßte und zu dem die Banken ihrerseits durch den Bankenkommissar angehalten werden müßten, fönnen dazu dienen, den Prozeß der Sanierung, den Prozeß der

Abschreibung des falsch investierten im Srisensturm zer­ftörten Kapitals

zu beschleunigen. Dieser Prozeß der Kapitalabwertung, der indi­vidualisierten Abbuchung auch von Außenständen, die als verloren zu betrachten sind, ist aber notwendig, um auch auf der Seite der Kapitaltoften diejenigen Anpassungen durchzusetzen, die notwendig find, um der Wiederbelebung der Wirtschaft den Weg zu bahnen. Wir wissen, daß der Spielraum der Krisenbekämpfung im Rahmen der nationalen Wirtschaftspolitik leider ein sehr begrenzter ift. Wir wissen, daß gerade in der gegenwärtigen Lage Deutsch­ lands die Regelung der großen schwebenden außenpoli­tischen Berhandlungen über Kreditverlängerung und Repa­rationen entscheidende Wichtigkeit für die Möglichkeiten der Krijen­überwindung haben. Aber trotzdem gibt es große Möglichkeiten einer nühlichen inneren wirtschaftspolitischen Aktivität zur Ueber­windung der Krisenerscheinungen und damit zur Minderung der Urbeitslosigkeit. Von diesen Möglichkeiten muß Gebrauch gemacht werden. Aber gleichzeitig muß der falsche Weg des staatlich organi­fierten Cohndrucks endlich verlassen werden. Denn diefer Weg, der einzige, der bisher beschritten worden ist, hat sich bereits als Irrtum erwiesen. Jm Irrtum beharren...

Gehälter der Direktoren.

Braunfohlenindustrie.

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Unter den Bubiag- Aftionären befindet sich ein Mann, der nicht begreifen kann, daß z. B. der Generaldirektor der Bubiag, Büren , ein Gehalt von 200 000 m. pro Jahr bezieht, obwohl die kaufmännische Tätigkeit im Braunkohlenvertrieb beim ostelbischen Braunkohlensyndikat liegt, wo die maßgebenden Direk­toren noch einmal mit 120 000 m. pro Jahr bezahlt werden. Der Vertrieb der Braunkohle ist also doppelt mit diesen phantastischen Direktorengehältern belastet, weshalb man sich nicht wundern fann, daß die Briketts immer noch so teuer sind.

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Starfer Schuherport.

Von Januar bis Oftober 22,4 Millionen Ausfuhrüberschuß 35 751 Baar zusammengeschrumpft und liegt um 8,5 Proz. unter Die Einfuhr von Lederschuhmert ist im Oktober bis auf den Ziffern des Vormonats und um 33 Proz. unter den Einfuhr­ziffern des Oktober 1930. Dagegen hat sich der Erport mit 350 662 Paar gut gehalten, denn er liegt nur um 5 Proz. niedriger als der Export im September und noch um 6,5 Proz. höher als in dem gleichen Monat des Borjahres.

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Der Wert der Schuheinfuhr betrug im Berichtsmonat 427 000 Der Mart, der Exportwert dagegen 2,87 Millionen Mart. Erportüberschuß stellte sich dementsprechend auf 2,44 Mil­Bon Januar bis Oktober d. I. lionen Marf und 338 521 Paar. stand einer Schuheinfuhr im Werte von 5,68 Millionen Mart ein Exportwert von rund 28 Millionen Mart gegenüber. In den ab­gelaufenen zehn Monaten wurde ein Ausfuhrüberschuß von 22,4 Millionen Mark erzielt.

Die deutsche Walzwerksproduffion betrug im Oktober arbeits­täglich 15 523 Tonnen gegen 16 983 Tonnen im September und 23 111 Tonnen im Oktober vorigen Jahres.

funft", die jetzt dem Rheinisch- Westfälischen Elektrizitätswerk gehört, Braunkohlendividende. Die Braunfohlenindustrie A.-M. Zu verteilt für 1930/31 fechs Prozent Dividende gegen sieben Prozent im Vorjahr. Für das jetzt laufende Jahr erwartet die Berwaltung eine gleiche Dividende.

Die Montanbilanzen für das Krisenjahr 1930/31 sind uneinheit fertige Investions- und Dividendenpolitik licher denn je. Die Konzerne, die durch eine ausgesprochen leicht wie Gutehoff nungshütte und Stahlverein von der Krise am schwersten betroffen sind, versuchen aus Prestigegründen, die tat sächlichen Berluste durch Bilanzretouschen zu verschleiern was auch auf legalem Wege durchaus möglich ist andere Unternehmen luste aus. die in Wirklichkeit gar nicht vorhanden sind. wieder weisen aus sozial- und lohnpolitischen Gründen hohe Ber Köln- Neu Essen. Zu diesen letzteren Unternehmen gehört der Konzern Hoesch, Das erstmalig als Betriebseinheit ab schließende Unternehmen weist einen Verlust von 5,8 Mil­lionen gegenüber einem Reingewinn von 8,52 Millionen im Vorjahr aus. Wie ist dieser Verlust errechnet? Die Abschreibungen find mit 10,75 gegen 12,43 Millionen Mark fast so hoch mie im Vorjahr, obwohl im Berichtsjahr nur 5,59 gegen 18,42 Millionen Mart neue Anlagen im Vorjahr hinzukamen. Die Neuanlagen, die der Hoesch- Konzern in den letzten beiden Jahren errichtet hat, find also fast auf Seller und Pfennig abgeschrieben. Außerdem hat die Verwaltung neben anderen Abschreibungen aber 2,10 Millionen für eine Krisenrüdlage abgesetzt: so daß sich 5,8 millionen ergibt. Der Verlust wird aus den offenen bei einem Rohgewinn von 7,5 Millionen Mark ein Verlust von Berluftabschluß beim Gußffahlwerk Döhlen. Die Sächsische Reserven gedeckt. Also auf der einen Seite wird die Krisen- Gußstahlwerke Döhlen 2.- G.- Dresden , deren Stillegung sperre um 2,1 Millionen aufgefüllt, und auf der anderen Seite feinerzeit nur mit Hilfe des Sächsischen Staates und der Kommune nimmt man 5,8 Millionen aus den übrigen Reserven zur Deckung Freital verhindert wurde, legt jetzt ihren Geschäftsbericht für 1930/31 Die im vergangenen Jahr vorgenommene Zusammenlegung des Verlustes". Das heißt, der tatsächliche Berlust bei Hoesch würde des Kapitals hat einen Buch gewinn von 6,6 Millionen er sich demnach höchstens auf 3,7 Millionen belaufen. Es ist aber stets geben, der zur Deckung des legtjährigen Verlustes und für Sonder­wirkungsvoll, in Zeiten zwischen Lohnverhandlungen mit imposanten abschreibungen in einer Gesamthöhe von 5,4 Millionen verwendet Berlustzahlen operieren zu tönnen. wird. Der Rest von 1,9 Millionen wird mit Hilfe der reſtlichen Buchgewinne aus der Sanierung ab gededt. Die Bilanz ist troj der Sanierung nach wie vor sehr angespannt.

Der Gesamtumfaß der Konzerne hat sich im Berichtsjahr 19,7 Proz., die Koksproduktion um 30,7 Proz. und die Hütten­ven 222,3 auf 151 Millionen verringert. Kohlenförderung ging um produktion um 28 Proz. zurück. Die Belegschaft wurde von 31 405 auf 25 774 Mann abgebaut. Im Bericht heißt es, daß die Kohlen­betriebe trotz des schlechten Absages noch einen fleinen Gewinn ab­warfen. Dies wird verständlich, wenn man die Rationalisierungs­wirkungen einrechnet. So hat jeder Untertagearbeiter im Jahres durchschnitt 400,6 Tonnen Kohle gefördert, d. h. ie Mann und Schicht 1335 Kilo. Diese Leistungssteigerung hat aber weder den 6prozentigen Lohnabbau verhindert noch die Unternehmer­forderungen eines 12prozentigen Lohnabbaues unter den Tisch fallen lassen.

Sehr aufschlußreich sind auch die Zahlen, die sich über die Löhne der Eisenarbeiter errechnen lassen. Die Rohstahlerzeugung je ver­fahrene Arbeitsstunde ist mit 57,3 kilo gegen 1929/30 faft unver­ändert und liegt um 54 Proz. über 1925 und um 65 Proz. über

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Gegen die Schutzollwelle. In einem Bericht über die Sizung feines Außenhandelsausschusses bemerkt der Deutsche In dustrie- und Handelstag, daß unbeschadet der grund­säglichen Linie der deutschen Handelspolitik mit großem Ernst die Forderung erhoben werde, daß die deutsche Handelspolitik Ab­fondern das Geeignete zur Abwendung und Gegenwehr tut." Weiter sperrungen des Auslandes nicht ohne weiteres himnimmt, Schwierigkeiten gelenft, die aus der Devisenbewirtschaftung zahlreicher wurde auch die Aufmerksamkeit der zuständigen Stellen auf die Länder der Einbringung deutscher Ausfuhrerlöse erwachse.

Golddiskontbank stellt von Pfund Sterling auf Reichsmart um. Der Reichsbankpräsident hat zum 21. Dezember 1931 die Aftionäre der Golddiskontbanf zu einer außerordentlichen General­Umstellung des bisher auf Pfund Sterling lautenden Grundfapitals periammlung eingeladen, in der eine Sagungsänderung zur auf die deutsche Reichswährung beschlossen werden soll.

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