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Das Brot als Silvesterulf.

Abseits von Heere der Arbeitslosen, Kurzarbeiter und Ge fündigten wird sich die laute und( wenn auch nur frampfhaft) ver­gnügte Welt jener auftun, die feiern" müssen.

Dies Feiern geht natürlich in den seit altersher als äußerst stimmungs- und humorvoll" beliebten Formen vor sich. Man hantiert dabei, sich zum eigenen Spaß und den anderen zum 2erger, die doch hereingelegt werden follen, mit all jenen Artikelchen, die ingeniöse Köpfe als fogenannte Silvesterscherze auf den ein träglichen Marft einer sich silvesterlich vergnügenden und an­ulkenden Welt geworfen haben. Allerlei zählt zu diesen mehr oder minder geistvollen Scherzen. Brof zum Beispiel auch und Brötchen. Brotlaibe gibt es da und Schrippen, die sind einfach nur zum Spaß da, so als Silvesterulf

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Hunderttausende von Müttern wiffen an mandjen Tagen tat sächlich nicht, woher um Gotteswillen sie für die hungrigen Mäuler ihrer Kinder den letzten fehlenden Sechser für ein halbes Brot oder die Tüte Schrippen auftreiben sollen und da gibt es fogar ,, lebende Brötchen, aus echtem Teig, mit eingebautem lhrwerf. Große Schreckwirkung durch Toben bei jeder Berührung. Ein ganz gelungener Scherz." Bitte sehr, ein ganz gelungener Scherz:

Das tägliche Brot, für Millionen so rar heute wie nur irgend was, hier in den vergnügten Bezirken einer silvesterlich animierten Welt dreht man es sich nach dem Souper in alkoholisierter Runde, reichlich gesättigt von Karpfen blau, Rehrücken und Silvesterbombe, nur aus if an, so ohne Nahrungsforgen wie man ist. In folcher Stimmung findet man dann sicherlich auch den Pfannkuchen, der piept, das Splittergebäck aus Gummi und Kefs und Käse aus Seife als ebenso gelungene Scherze.

Auch die berühmten Uittonjitüren, die Waffeln aus Gummi, die Schokolade mit Pfefferfüllung und Pralinen mit Holzeinlage werden die nom lebenden Brötchen begeisterten Gemüter bestimmt ebenfalls als sehr finnvolle Requisiten des Silvesterrummels zu schäzen wiffen, um fo mehr vielleicht, da ungezählte Bolfsgenossen feit Jahren schon den Begriff Konfitüren nur noch dem Namen nad)

fennen.

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Was sind dagegen die springenden Kaffeelöffel, die knallenden Streichholzschachteln, die Bligwatte und das Riesenportemonnaie mit Schlagfeder, was sind dagegen die Schnarchzigarren und Feuerwerkszigaretten, die blutigen Pappnafen und Porzellangebisse, die schreienden Bierteller und der schwimmende Zucker, Knicklöffel, Bierschwaben und singende Würfelbecher? doch wirklich nur harmlose Scherzchen... ohne jenen fatalen Beigefchmad, wie ihn das Ulfbrot in dieser unserer Notzeit, in der Millionen buchstäblich nichts zu beißen und zu brechen haben, in nur einigermaßen nachdenklichen Menschen erweden muß.

Nichts,

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Menschen werden verbittert...

Wir sind schon reichlich lästige Krante geworden, mit unserem jahrelangen Siechtum und der daraus resultierenden Rente", meint der Kriegsbeschädigte B., der vom glorreichen Dienst fürs Vaterland eine vollständig gelähmte Gesichtshälfte, ein schweres Ohren- und ein noch schwereres Mervenleiden nach Hause brachte. Trogdem er in ständiger Behandlung von drei Fachärzten steht und seine Be­schädigung auf 80 Broz. festgesezt murde, muß er ständig zur Nach untersuchung, die letzte war in August, in diesen Tagen wurde eine neuerliche Untersuchung vorgenommen. Der Swed dieser neuerlichen ärztlichen Feststellungen soll ja nach Möglichkeit eine Herabfegung der prozentualen Beschädigungsziffer und der daraus folgernden Rententürzung sein; man kann die Erbitterung eines Menschen, deffen Leiden feinerlei Besserung verspricht, begreifen, wenn er immer wieder an all das Schreckliche und Traurige erinnert wird, noch dazu in einer Form, die auf ihn verlegend wirken muß. ,, Na, Mensch. Sie sind ja groß und start und' nen dicken Bauch ham se ooch gefriegt", so lautet die Begrüßungsformel des Nervenarztes, der ihn unterfuchen soll; mer hellhörig ist, weiß auch, was solche Worte

Die Aufbauschule ruft!

Befähigte Proletarierkinder ans Werk- Was es zu lernen gibt

Anfang März 1932 finden wieder Prüfungen von Schülern und Schülerinnen statt, die zu Offern 1932 zur Aufnahme in das Köllnische Gymnasium ( Gymnaflum und Realgymnajium), Inselstraße 2/5( verbunden mit der Kaempf- Oberrealjajule), in die Aufbauschule a in Leffing- Gymnasium( Deutfche Oberschule), Pantstraße 18, und in die Aufbauschule Fried­ richshain ( Deutsche Oberschule für Mädchen), Frankfurter Allee 37, in Vorschlag gebracht werden. In Frage kommen be­fähigte Schüler und Schülerinnen der zweiten Klasse der Volfs­fchulen. Die Meldungen find an den Reffor der Volksschule zu richten.

Der Lehrgang des Köllnischen Gymnasium ( Gym­nafiale Abteilung) beginnt mit Latein in Untertertia, Französisch in Obertertia, Griechisch in Unterjekunda( von O II an auch Englisch und Hebräisch).

Die realgymnasiale Abteilung hat einen gemeinsamen Unterbau mit der Kaempf- Schule, die Sprachenfolge ist: Englisch . Französisch. Ab Intersekunda beginnt auf der realgymnasialen Abteilung Latein . Die Kaempf- Schule jetzt sich als Oberrealschule fort und hat als eigentümliches Fach Handelstunde und auf der Oberstufe Bolkswirtschaftslehre. Alle Zweige führen in 6 Jahren zur Reise­prüfung und berechtigen zum atademischen Studium.

verbundene

Die mit dem Lessing- Gymnasium Deutsche Oberrealschule" in Aufbauform beginnt in U III mit Englisch als erste Fremdsprache. Nach zwei Jahren tritt in U II Latein als zweite verbindliche Fremdsprache hinzu. Die charafte ristischen Fächer find Deutsch , Geschichte, Erdkunde, Englisch . Die Die ziele in Mathematik und Naturwissenschaften stehen denen der Oberrealschule nahe. Die Deutsche Oberschule in Aufbauform" führt in 3 Jahren zur Obersekundareife, in 6 Jahren zur Reife prüfung. Diese berechtigt zum akademischen Studium.

Deutsch . Geschichte, Erdfunde, Englisch . In Mathematit und Naturwissenschaften stehen die Ziele denen der Oberrealschule nahe. Die Schülerinnen verbringen im Laufe des Jahres 8-10 Bochen in der Waldschule Schloß Schöneiche, wo sie Anleitung zu ländlicher Hauswirtschaft, somie Gelegenheit zu ausgedehnten naturwissen­fchaftlichen Studien im Part, Gärten und Gewächshäusern finden. In 3 Jahren wird die Reife für O II erreicht, die dem Reife­zeugnis des Lyzeums entspricht und dessen Berechtigungen verleiht; in 6 Jahren führt die Schule zur Reifeprüfung und damit zu allen Berufen, für die das Abiturium Voraussetzung ist( z. B. alle Lehrberufe), wie zu jedem akademischen Studium.

Die Aufbauflaffen der Bolksschulen. Zu Beginn des Schuljahres 1932 werden wieder befähigte und bildungsmillige Schüler und Schülerinnen in die Aufbau­lassen an den nachstehend genannten 20 Volksschulen auf­genommen: 179., ev., Albrechtstraße 20; 199., ev., Levegomftr. 26; 231., ev., Bochumer Straße 8; 244., S.- Sch., Bankstraße 20/22; 182., ev., Demminer Straße 27; 39., fath., Müllerstraße 158/159; 209., ev., Dunderstraße 65/66; 248., en., Wehlauer Straße 8; 258., ev., Edertstraße 16; 52., ev., Fruchtstraße 38; 76., en., Mus­fauer Straße 53; 60., ev., Bergmannstraße 60/61; 2., ev., Spandau , Moltfestraße 38; 8., ev., Wilmersdorf , Pfalzburger Straße 23; 8., ev., Mariendorf , Ringstraße 104; 12., ev., Oberschöneweide , Keplerstraße 8; 23., cv., Lichtenberg . Leopoldstraße 14/16; 34., S.- Sch., Lichtenberg Scharnweberstraße 19; 5., ev., Bankow, Wollantstraße 131; 1., ev., Reinickendorf , Lindauer Straße 1.

Die Schüler und Schülerinnen der Aufbauklassen erhalten nach dreijährigem erfolgreichen Bejuch das Zeugnis der mittleren Reife und damit die entsprechenden Berechtigungen beim Uebergang in Die Aufbauschule Friedrichshain für Mädchen das Wirtschaftsleben oder zum Eintritt in weiterführende Schulen. beginnt mit Englisch in U III: nach 2 Jahren Latein oder Fran-| Die Anträge der Erziehungsberechtigten sind möglichst umgehend zösisch als zweite Fremdsprache. Charakteristische Fächer find an den Rektor der bisherigen oder der neuen Schuie zu richien.

bedeuten, um so mehr, wenn dieser zynischen Redensart eine mehr als oberflächliche Untersuchung folgt. Au diese bedauernswerten Menschen, die ihre Haut zu Martte trugen und dadurch für ihr ganzes Leben förperlich und seelisch schweren Schaden erlitten, haben mohl ein Recht darauf, mit mehr Menschlichkeit und nicht als lästige Almosenempfänger behandelt zu werden.

Raubüberfall in Köpenick .

Sechzigjährige Rentnerin zu Boden geschlagen.

Ein gemeiner Ueberfall wurde gestern abend auf die 60 Jayce alte Witwe Auguste Schüßler aus der Deulstraße in Oberschöne weide verübt. In den Anlagen in unmittelbarer Nähe des Bahn­hofs Köpenid fielen drei junge Burschen über die alte Frau her, schlugen auf sie ein und fließen sie über das Rajengitter, so daß fie zu Fall lam. Diesen Augenblid beguhlen die Wegelagerer, um der Frau die Handtasche zu entreißen, in der sich die Rente in Höhe von 53 m. befand. Mit der Beute flüchteten die Täler auf einem Motorrad. In die Bollefiliale in der Jülicher Str. 24 im Norden Berlins drangen gestern abend zwei Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren ein und erzwangen vom Filialleiter mit vorgehaltenen Pistolen die Herausgabe der Ladenkasse. 40 Mark fielen den Räubern in die Hände. Beiden gelang es, trotz der sofort aufge­nommenen Verfolgung zu entfommen.

Das Weihnachtsgeschäft

Billige Bedarfsartikel gut umgesetzt Für Spielwaren kein Geld

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der Käufer erschwinglich sind und daher gekauft werden.

Dem Weihnachtsmann hat in diesem Jahre weder der Käufer| artifel am Martie befinden, die noch für den großen Durchschnitt nach der Verkäufer viel Bertrauen entgegengebracht. Gebrauchs artifel wie Iegtilien und Schuhe waren in diesem Jahre die Hauptgeschenkartikel, denn der Weihnachtsmann, der felbst immer so warm angezogen ist, hat diesmal seine großen und kleinen Kinder in erster Linie mit Kleidung versorgt. Das fagen, heißt gleichzeitig aussprechen, daß das diesjährige Weihnachtsgeschäft in der Haupt­fache ein Nachholen der sonst meist viel früher getätigten Be darfstäufe mar.

Unter diefeni Gesichtspunkt ist es verständlich, daß die meisten Firmen der Bekleidungsbranche das abgelaufene Weihnachtsgeschäft als zufriedenstellend bezeichneten. Natürlich waren die Umfäße zahlemmäßig nicht demjenigen des Vorjahres angepaßt, aber es wurden doch leider, Anzüge. Mäntel und dergleichen gut gekauft. Dabei bevorzugte man vorwiegend billigere Sachen, da es nur noch wenige Käufer gibt, die vom Gehaltsabbau nicht betroffen sind und vollwertige Kleidungsstücke faufen können. Dabei find in vielen dieser Artikel bereits die Friedenspreise erreicht. In den angeschlossenen Branchen, Handschuhe, Strümpfe, Taschen tücher und Wäsche, wurde ebenfalls gut gefauft, doch wurde hier meist nur der nackte Bedarf gedeckt.

Auch die Frauen haben sich dem kleineren Geldbeutel in ihren Wünschen anpassen müssen. So haben bekannte Spezialgeschäfte, die besonders Damenfachen führen, nur in billigen Waren ein quantitativ gutes Geschäft gemacht, während in Lugusartikeln der Umfa recht gering mar. Den Bogel hat wieder die Schuh­branche abgeschossen. Mengenmäßig mar hier der Absatz sogar teilweise größer als im Borjahre, während er wertmäßig natürlich zurückblieb. Selbst in den Arbeitergegenden war hier das Geschäft ftellenmeije recht gut.

M

Bei den Tab afwaren blieb das Geschäft ebenfalls hinter früheren Jahren zurück. Billige Preislagen und fleine Badungen in einfacher Ausführung wurden verlangt. Die bekannten Indianer 3igarren, deren Konkurrenz für die übrige Branche mohl so ziemlich verpufft zu sein scheint, haben doch das Breisniveau beeinflußt, und das hat das Geschäft nun wieder angeregt. Süßwaren in jeder Form haben auch über einen recht erheblichen Umfaßrüdgang zu flagen, trotzdem hier die Preise im Laufe des Jahres ebenfalls gesenkt worden sind. Da das Haupt­geschäft hierin sich in der allerlegten Tagen abzuspielen pflegt, und jeder Käufer mengenmäßig geringfügig einkaufte, ist es verständlich, daß der aufgewandte Apparat in feinem rechten Verhältnis zu dem erzielten Nugen stand.

Die größte Einbuße am Wert des Umfages haben wohi Spielmaren zu verzeichnen gehabt, nach übereinstimmenden Aeußerungen der Geschäftsinhaber etwa 40 Pro3. Ein bevorzugter Artikel mar der Schienenzepp, der mit Uhrwert schon zu einem bescheidenen Preise, aber auch mit elektrischem Antries zu haben war. Technisches und elektrisches Spielzeug stand über haupt im Vordergrund, soweit es eine gewisse Breisgrenze nicht überschritt. Das Puppengeschäft mar merklich kleiner, und den Käufen nach scheint die Mädchenwelt heute mehr auf Sport( Roller und dergleichen) eingestellt zu fein als auf Puppen.

Das Weihnachtsgeschäft am Büchermarkt mar nicht so gut mie sonst, Bücher, find Martenartikel und fallen daher unter die mie sonst, Bücher, find Martenartifel und fallen daher unter die Notverordnung. Während sonst immer bis zum Weihnachtsfeste die Umjäge gestiegen sind, hat diesmal das Bublifum Zurückhaltung geibt und wartet offenbar auf die am 1. Januar geplante Breis: ermäßigung. Es wurden in der Hauptsache billige Bücher, vor allem auch in Jugendschriften getauft.

Jugendtragödie.

Hintergründe der Verzweiflungsfat in Dahlem .

In den frühen Morgenstunden hatte sich gestern, wie berichtet, eine Liebestragödie in Dahlem abgespielt. Der 20 Jahre alte Kurt 2. aus Friedenau hatte auf seine Braut im Erlbusch in Dahlem einen Schuß abgegeben und sich dann der Polizei gestellt. Wie sich jetzt herausstellt, hat der junge Mann die Tat aus Liebesfum= mer begangen.

2. hatte sich längere Zeit mit dem Mädchen, einer 17 Jahre alten Hausangestellten Gertrud S., ein Verhältnis, gegen das sein Water Einwendungen erhob. Der junge Mann war seit längerer Zeit ohne Arbeit. Das Mädchen, das bis November tätig war, verlor ebenfalls feine Stellung. Der Vater machte seinem Sohne Vorwürfe und verbot ihm jete Zusammenkunft mit dem Mäd­chen. Daraufhin äußerte er, daß er sich töten würde. Er ging in die Wohnung des Mädchens, holte es von dort ab und suchte mit Als er dann einen Moment hinallsging, las das Mädchen die Briefe ihm eine Konditorei in Steglit out. Hier fchrieb er einige Brisse. durch. Es waren Abschiedsbriefe, in denen der junge Mann seinen Selbstmord mitteilte. Die beiden jungen Leufe gingen noch einmal in die Wohnung des Mädchens, wo dieses gleichfalls Abschiedsbriefe schrieb. Aus diesen geht hervor, daß das Mädchen mit der Abficht ihres Freundes einverstanden war. Gegen morgen fuhren sie dann nach Dahlem hinaus, wo der junge Mann auf seine Braut den Schuß abgab. Er glaubte, fie getötet zu haben. Es fehlte ihm aber der Mut, um sich dann selbst zu erschießen. Er stellte sich der Polizei. Das Mädchen war nicht lebensgefährlich verletzt und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

Pfund Brot 45 Pfennig. Berbilligtes Bäderbrot erst ab 2. Januar 1932. Der 3 med verband der Bädermeister Groß- Berlins , der rund 4000 Klein und Mittelbetriebe des Bäderhandwerks um­faßt, die einen wesentlichen Teil des Berliner Brotbedarfs herstellen, beschäftigte sich am Dienstagnachmittag, wie bereits angekündigt, m einer Sigung im Germaniahaus mit der Frage, wann die dem Breisfommissar zugesagte Brotverbilligung in Kraft treten foll. Man beschloß, den Berliner Brotpreis i den Ladenböckereien ab 2. Januar 1932 pon 50 auf 45 Pfennig für das 1250- Gramm­Brot herabzusehen. Eine frühere Brotpreisverbilligung murde wegen der erst ab 1. Januar 1932 sich auswirkenden Erleichterungen aus der vierten Notverordnung nicht für möglich erachtet.

Vierköpfige Familie im Schlafe verbrannt. Amsterdam , 29. Dezember.

In Tilburg ist in der verflossenen Nacht das Café Roelen Roelen sowie seine Frau und die beiden Kinder famen in den durch einen Brand größtenteils zerstört morden. Der Eigentümer munden in hoffnungslojem Zustande im Krankenhaus aufgenommen. Flammen unt. Ein Dienstmädchen wurde mit schmeren Brand Die Flammen hatten jo schnell um sich gegriffen, daß es der Feuer­mehr unmöglich gewesen mar, den im Schlafe von dem Brande überraschten Einwohnern Hilfe zu bringen.

Lügenmeldung über das Reichsbanner.

Ein rechtsstehendes Berliner Organ, zu deisen Hauptaufgaben die Berleumdung des Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold gehört, brachte in einer seiner letzten Ausgaben eine Melbung, monach vier Jungstahlheimer der Ortsgruppe Oberschöneweide non zwanzig Reichsbannerleyten überfallen worden sein jollien. Ein Stahlhelm mann fall fdymerperlegt ins Krantenhaus eingeliefert worden sein.­Wie unsere Radforschungen ergeben haben, ist diese Meldung frei erfunden. Weder ist der Bolizei non einem Susammenstoß in Oberschönemeide etmas befannt geworden, noch ist bei den Stran morden. Es handelt sich hier also um einen neuen Versuch des Blättchens es ist dies die Deutsche Zeitung", Schugiruppe der Republik zu diffamieren. die

Die Warenhäuser hatten mie immer einen recht guten Besuch, dagegen find die Lofungen bedeutend geringer als im Bor jahre ausgefallen, und es wurden fast mur Gegenstände in billigeren Preislagen getauft. Man hatte viele Artikel erheblich heruntergefeßt, um dem Käufer Anreiz zu geben, trogdem wurden mit gerechnet wurde, ist der einschlägige Handel mit dem Weihnachts. tenhärfern ein sawernerlegter Jungstahlhelmmann eingeliefert

viele Sachen, die nur der Verschönerung des Lebens dienen, taum gefragt. Daß in der Geschenkartikelbranche bei manchen Firmen recht gute Umfage erzielt wurden, spricht dafür, daß diese Firmen es verstanden haben, sich beizeiten auf die augenblidlichen Berhält niffe einzustellen. Diese Häuser profitierten zum Teil auch davon; daß sich heute fo viele fleine, dabei aber doch praktische Geschente

Bet Radioartikeln hat sich gegenüber dem Vorjahre ein merimäßiger lanfagrüdgang von eina 30 Broz gezeigt. Da hier.

geschäft nicht unzufrieden gewesen. Funkindustrie und Funkhande! hatten bekanntlich, ohne dazu durch die letzte Rotverordnung ver pflichtet zu sein, die Verkaufspreise um 10 Broz. gesenkt, doch soll fich auch diese Preisherabjegung für den Abjaß nicht sonderlich aus gewirtt haben.

Unschön mirten rotes Gesicht und rote Sanbe C probates Mittel: Creme Leodor. Berjuchen Sie es mit einer Tube zu 60 Pt.