Kontrolle der Preise!
Nachahmenswertes Beispiel.
Die freien Gewerkschaften Sachsens wenden sich in einem Aufruf an die Arbeiter, Angestellten und Beamten, die Preise zu kontrollieren. Ueberall in Deutschland sollten die Lohn- und Gehaltsempfänger mit gleichem Nachdruck die Preiskontrolle durchführen. In dem sächsischen Aufruf heißt es u. a.:
,, Die Gewerkschaften haben sich mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln gegen den unvernünftigen Abbau gewehrt, und sie werden jetzt erst recht ihre ganze Kraft einsehen, um ein weiteres Absinken der Lebenshaltung der Arbeiter, Angestellten und Beamten zu verhindern. Zwar laffen die gegenwärtige Gesamtlage der Wirtschaft und die durch die Notverordnung geschaffenen rechtlichen Bindungen einen Kampf um die Lohn- und Gehaltshöhe im allgemeinen als aussichtslos erscheinen.
Die Gewerkschaften werden sich aber den veränderten Kampfbedingungen anzupassen wissen und um so entschiedener die Kaufkraft der Löhne durch Druck auf die Preise verteidigen.
Zwar sieht die Notverordnung auch Maßnahmen zur Breis senkung vor. Aber die Arbeiter, Angestellten und Beamten können sich ebensowenig auf die automatische Wirkung dieser indirefien Maßnahmen und auf die lonale Durchführung derselben durch die Verkäufer wie auf den Preiskommissar verlassen.
Deswegen haben die Gewerkschaften von sich aus Einrichtungen zur Kontrolle der Preisbewegung getroffen. Sie sind gewillt, mit allen erfolgversprechen
den Mitteln da einzugreifen, wo die Preisentwick lung nicht der Senkung der Löhne, Gehälter und sonstigen Selbstkosten entspricht.
Wo es im Interesse der Arbeitnehmer nötig ist, werden die Gewerkfchaften auch vor Bontottmaßnahmen nicht zurückschreden.
Die Kontrolle der Preise, wie überhaupt der Kampf um den Realiohn von der Preisseite her, erfordert noch mehr als der Lohn tampf die tatkräftige Mitwirkung der als Verbraucher in Frage tommenden Massen. Durch die Ortsausschüsse der Spizenorgani sationen( ADGB. , AFA, ADB.) und die Verwaltungsstellen der Gewerkschaften werden durch Funktionäre noch nähere Weisungen für die im einzelnen durchzuführenden Maßnahmen erhalten wir rufen aber schon jetzt die Gesamtheit der Gewerkschaftsmitglieder auf, alle zweckdienlichen Wahrnehmungen an ihre Verwaltungsstellen zu berichten und von sich aus bei allen Einfäufen auf einen dem Lohn- und Gehaltsabbau entsprechenden Preisabbau hinzuwirfen.
Darüber hinaus gilt es zu rüsten zu neuen schweren Rämpfen. Nach dem Ablauf der jetzt durchgeführten 3wangsregelung der Löhne und Gehälter ist mit einer starten Einschränkung der staatlichen Einwirkung auf lohnpolitischem Gebiete zu rechnen. Wenn aber der staatliche Schutz eingeschränft wird, muß die gewertschaftliche Selbsthilfe in verstärktem Maße angewandt werden. Deshalb gilt es, die Kampfkraft und Geschloffenheit der gewerkschaftlichen Organisationen zu stärken und den letzten Mann im Betrieb und Büro für die Idee der gewerk schaftlichen Selbsthilfe zu gewinnen."
15 Mark Wocheneinkommen!
Dafür sollen Eisenbahner ihren Dienst leisten
Die Reichsbahn - Hauptverwaltung hat die Kürzung des Lohnes der Reichsbahnarbeiter ab 1. Januar in vollem Umfang nach den Bestimmungen der Notverordnung angeordnet, ohne von den durch die gleiche Notverordnung gebotenen Möglichkeiten zur Bermeidung von Härten Gebrauch zu machen. Die Lohnabbauanordnung der Reichsbahn- Gesellschaft ist erfolgt, obwohl die vertragschließenden Organisationen der Hauptverwaltung eingehend ihre großen Bedenken gegen eine schematische Anwendung der Abbaubestimmungen der Notverordnung für den Reichsbahnbetrieb vorgetragen hatten. Die führenden Eisenbahnerorganisationen haben jetzt durch eine Eingabe die Reichsregierung, vor allem den Reichskanzler und den Reichsarbeitsminister, auf das Lohnabbauunrecht bei der Reichsbahn aufmerksam gemacht. Der Inhalt der Eingabe besagt im wesentlichen folgendes:
Mit der Anordnung der 10prozentigen Lohnfürzung durch die Reichsbahn- Berwaltung merden für die Lohngruppen I, II und Ili bis auf wenige Ausnahmen in den einzelnen Wirtschaftsgebieten die Stundenlöhne bis zu 3 Pfennig unter den Grundlohn vom 10. Januar 1927 gesenkt. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß der Lohn vom 10. Januar 1927 bereits am 1. Juli 1926 in Kraft ge treten war. Die Gewerkschaften wollten ab 1. Januar 1927 eine Lohnerhöhung erwirken. Diese wurde jedoch dadurch vereitelt, daß die Reichsbahn- Verwaltung sich bereit erklärte, den Arbeitern im Reichsbahnbetrieb im Dezember 1926 eine einmalige Bergütung von 38, 34 und 30 Mart auszuhändigen. Würde man diesen Betrag auf die Arbeitsstunde umlegen, so ergäbe sich ab 1. Januar für das laufende Jahr eine Lohnerhöhung von mindestens 1 Pfennig pro Stunde.
Am
Jm Januar 1927 gehörte noch zu dem Lohn der Eisenbahnarbeiter ein Frauenzuschlag von 3 Pfennig pro Arbeitsstunde. Dieser Zuschlag fiel mit dem 1. April 1931 fort. 10. Januar 1927 stellte er noch einen Lohnbestandteil dar. Der Kinderzuschlag wurde bis zum 31. März 1931 für den lohnberechtigten Tag gezahlt. Von diesem Zeitpunkt ab wird der Kinderzuschlag für die lohnberechtigte Stunde gezahlt, wodurch für rund 50 Prozent der Eisenbahnarbeiter eine Lohnminderung von 0,3 Pfennig pro Stunde eintritt.
Einigung bei der BVG.
Urabstimmung in den Gas- und Wasserwerken. Die Obleute der freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter der Berliner Städtischen Gas- und Wasserwerke und der BVG. nahmen gestern nachmittag zu der neuen Situation Stellung, die durch das Angebot der Direttionen der Werke und der BBG. in der Aussprache am Dienstag im Rathaus mit den Gewertschaftsvertretern entstanden ist.
Genosse Sch a um setzte den Obleuten die materiellen Auswirkungen dieses Kompromißvorschlages auseinander, der gestern bereits im Vorwärts" wiedergegeben wurde. Bei den Gas- und Wafferwerfen ist der Abzug von insgesamt 4 Pfennig pro Stunde, den die Direktionen auf Grund der sogenannten Angleichungsbestimmungen der Zweiten und Dritten Notverordnung vornehmen wollten, um die Hälfte reduziert worden. Bei der BVG. soll der bereits angeordnete Abbau der Berheiratetenzulage von 2 Pfennig pro Stunde wieder rüdgängig gemacht werden. Bei der BVG. soll weiter etwa für die Hälfte der Belegschaft auf Grund der Angleichungsbestimmungen der früheren Notver ordmungen ein Abzug von 1 Pfennig pro Stunde erfolgen, bei den Fahrkartenverfäuferinnen um 2 Pfennig und bei einem allerdings geringen Teil von ihnen um 3 Pfennig. Im Auftrage aller Tarifgewerkschaften stellte Genosse Schaum den Obleuten die Entscheidung über diesen Kompromißvorschlag anheim.
Nach längerer Aussprache faßten die Obleute den Beschluß, die Belegschaften der Gas- und Wasserwerke in einer Urabstim= mung, die ab Donnerstagnachmittag bis Sonnabend früh durchgeführt werden soll, selbst über den Vorschlag entscheiden zu lassen. Das Abstimmungsergebnis muß bis Sonnabendmittag 12 Uhr der Ortsverwaltung des Gesamtverbandes übermittelt sein. Die Funktionäre der BBG. haben dem Vorschlag am Dienstag zugestimmt. Die Gewerkschaften werden den Direktionen der Gas- und Wafferwerte und auch der BVG. gegenüber ihre endgültige Stellungnahme zu dem Konpromißvorschlag bekanntgeben, sobald das Ergebnis der Urabstimmung in den Gas- und Waffer werfen vorliegt. An der Urabstimmung in den Werten follen fich
Für rund 50 Prozent der Eisenbahnarbeiter ist gegenüber dem 10. Januar 1927 die Arbeitszeit von 54 auf 48 Stunden in der Woche ohne Lohnausgleich gefürzt worden. Das bedeutet, gemessen an den Grundlöhnen, eine unsichtbare, aber des halb nicht minder drückende Lohnkürzung von rund 12 Proz Für die gleichen Arbeiter find fast ununterbrochen seit Februar 1930 pro Monat 3 und 4 Feierschichten vereinbart, bzw. angeordnet gewesen. Auch diese Maßnahme bedeutet eine Lohnfürzung von rund 12 Prozent.
Wir möchten hierzu bemerken, daß diese Spizenlöhne erreicht merden nach zmei bis fünfjähriger Dienstzeit. Im übrigen gibt es wohl gewisse Funktionszulagen beim Verkehrspersonal, aber weder Afford noch Leistungszuschläge, die sonst in Privatbetrieben üblich find.
Weltrevolution in Siemensstadt .
Es war nichts zu machen".
Die Rote Fahne" berichtet, daß am Montag in den SiemensBetrieben, und zwar im Kabel, Elmo- und Schaltwerf Betriebsdemonstrationen während der Arbeitszeit erfolgt seien. Demgegenüber wurde festgestellt, daß wohl im Kabelwerk die revolutionären Betriebsräte die Köpfe zusammensteckten, aber viel zu vorsichtig waren, irgendeine Aktion innerhalb des Betriebes vor
zunehmen.
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Im Elmowerf versuchte der vor einigen Tagen in aller Deffentlichkeit wegen seiner passiven Haltung gerügte 3ellen obmann die Metallgießerei zum Streit aufzufordern. Er fand aber nur ungläubige und erstaunte Gesichter. Ein Arbeitskollege erklärte ihm: Mach nicht denselben Kohl mie dein Borgänger ( der Reichstagsabgeordnete Kohlmann), denn sonst fiefste dir den Betrieb von draußen an!" Mit hochrotem Kopf zog der Parolenträger ab.
Im Schaltwerk fand sich fein Mensch, der der Parole folgte, in der Garderobe zusammenzukommen. Selbst die revolutionären" Arbeiterräte, die Führer", blieben hübsch auf ihrem Arbeitsplatz. In der Eisengießerei bei Siemens versuchte das einzige rote Arbeiterratsmitglied die Belegschaft während der Frühstückspauſe getreu den Anweisungen feiner Partei zum Maffenstreit aufzu= putschen. Die Belegschaft mar aber weit vernünftiger als dieser rote Streitapoſtel es sich gedacht hatte. Man zeigte ihm die falte Schulter. Daraufhin berief er nach Feierabend eine Massenversammlung seiner Kollegen ein. Zu dieser„ Massenversammlung" aber tam nicht ein einziger Arbeiter. Das„ rote" Arbeiterratsmitglied ließ sich dann einen Krankenschein ausstellen. Es ist ihm zu glauben, daß er bei seiner Aftion frant geworden ist, obschon ihm niemand etwas getan hat.
,, Das Land ohne Arbeitslosigkeit."
Die Propagandisten Sowjetrußlands behaupten, daß es ,, das Land ohne Arbeitslosigkeit" sei. Da die Arbeitslosigkeit das Hauptübel der übrigen Welt ist, muß den gläubigen Hörern folcher Bot schaft Rußland als ein wahres Paradies erscheinen. Wir wollen gar nicht die zahlreichen Berichte von Arbeitern, die dem russischen Paradies entflohen find, zitieren. Es genügt, auf ,, amtliche" Quellen zurückzugreifen.
Im Trud" vom 11. Oftober 1930 wurde eine Verordnung abgedruckt, in der mitgeteilt wurde, daß die Zahlung von 2rbeitslosenunterstügung in Zukunft unterbleiben würde. Die Arbeitsämter hätten alles zu tun, um den Arbeitslosen Arbeit zu verschaffen. Die Arbeitslosen müssen nicht nur die Im Reichsbahnbetrieb find rund 360 000 Arbeiter beschäftigt. Arbeit in ihrem Fache annehmen, sondern auch solche, die eine beDie Hälfte dieser Arbeiter ist von den angeführten Wirkungen besondere Qualifikation nicht voraussege. Außer Krankheit, die troffen. Wenn nun schon die Arbeiter, die weder eine Arbeitszeit- durch einen Krankenschein bestätigt werden muß, dürfe es keinen verkürzung erhalten haben, noch Feierschichten in Kauf nehmen Grund zur Arbeitsverweigerung geben. müssen, durch den Lohnabbau nach der Notverordnung mit ihrem Lohn unter den Stand vom 10. Januar 1927 sinten, so wird die niedrige Lohnlage der übrigen Arbeiter noch unerträglicher.
Die Mehrzahl der Eisenbahnarbeiter hat durch die Not
verordnungstürzung ab 1. Januar 1932 noch ein bedeutend niedrigeres Cintommen als im November 1924. regierung gerichteten Eingabe an Hand genauer Ziffern einen unDie Eisenbahnergewertschaften bringen hierfür in ihrer an die Reichsanfechtbaren Beweis. Dazu kommt nun aber noch, daß angesichts der erhöhten Steuerleistungen und der erhöhten Leistungen an Sozialbeiträgen das Einkommen der Reichsbahn arbeiter fich gegenüber 1924 noch weiter bedenklich ermäßigt.
Eine beträchtliche Anzahl von Eisenbahnarbeitern dürfte mit ihrem Lohneinkommen fast auf die Unterstüßungssäge der Erwerbslofen, wie sie im Durchschnitt gezahlt werden, heruntersinken. In vielen Fällen kommt ein Nettolohn von rund 15 Mark heraus!
Die Eisenbahnergewertschaften betonen in ihrer Eingabe an die Regierung, daß die Reichsregierung unmöglich solche Auswirtung ihrer Notverordnung gewollt habe; denn der Eisenbahn arbeiter habe doch schließlich einen schweren, gefährlichen und verantwortlichen Dienst. Darf man Arbeiter, von deren Treue und Gewissenhaftigkeit die Sicherheit des Verkehrs ab hängt, dem Hunger und der Verzweiflung ausliefern?
alle Beschäftigten ohne Rücksicht auf ihre Organisationszugehörig teit beteiligen.
Aus der Obleutekonferenz verdient hervorgehoben zu werden die Haltung der kommunistischen Betriebsobleute, die von den übrigen Obleuten wegen der Aufforderung der Roten Fahne" zur Nichtbeteiligung an einer Urabstimmung um ihre Stellungnahme zu dieser Aufforderung befragt wurden. Erfreulich war, daß sie von ihrem offiziellen Parteiorgan abrückten. Die tommunistischen Obleute erklärten, daß die Aufforderung der ,, Roten Fahne" zur Nichtbeteiligung an einer llrabstimmung ,, eine Sache für fich" fei. Sie fügten hinzu, daß sie sich mit allen Kräften dafür einsetzen werden, daß auch der letzte Mann der Belegschaft an der Urabstimmung teilnimmt.
Dach Nachrichtenamt der Stadt Berlin teilt uns mit:
Wie hoch sind die Löhne?
,, Bereits durch die dritte Notverordnung ist die Angleichung an die Säße der Reichsarbeiterlöhne bestimmt worden. Diese Angleichung, die eine weitere Lohn= fenfung von 10 bis 12 Pro 3. ergeben würde, erfolgte bis: her nicht, um außerordentliche Härten zu vermeiden.
Die Kürzung vom 1. Januar 1932 bringt die Angleichung an die Säge der städtischen Arbeiter und ergibt neben der Senfung um etwa 10 Broz. den Abzug von 1 Pfennig für den Stundenlohn bei dem Verkehrspersonal( Fahrer und Schaffner).
Die Spigen löhne ab 1. Januar 1932 ohne Frauenund Kinderzulage betragen beim Verkehrspersonal: Straßenbahn- und U- Bahn- Schaffner fomie Zugabfertiger 99 Pf., Dinibusschaffner 101,5 Pfennige, Straßenbahn- und U- BahnFahrer 110 Pfennige und Omnibusfahrer 118,5 Pfennige. Beim technischen Personal für den Handwerker 106 Pfennige, den angelernten Arbeiter 95 Pfennige, den ungelernten Arbeiter 90 Pfennige. Die Fahrkartenausgeberin 79 Pfennige und Arbeiterinnen 69 Pfennige für die Stunde.
Neben der Dienstkleidung, die frei geliefert wird, hat das BVG. Personal freie Fahrt für alle drei Verkehrsmittel. Die Gesellschaft zahlt außerdem für die Ruhegelbfaffe 7 Proz. von dem zur Ruhegeldtaffe veranlagten Einkommen.“
Das ist in flares Deutsch übertragen die Arbeitsdienst Pflicht. Der Arbeiter ist der Willkür des Sowjetapparates auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. In einer Broschüre, die vom Bund der Freunde der Sowjetunion herausgegeben eine Arbeitslosigkeit von erheblichem Umfange wurde, wird aber flipp und flar gesagt, daß auch in Rußland bestehe. Die Zahl der Arbeitslojen bewege sich in den legten Jahren
der Gründe, die zur Arbeitslosigkeit in Sowjetrußland und in den um 1 Millionen herum. Es wird da auf den Unterschied anderen Ländern führten, hingewiesen. In den fapitalistischen Ländern ist die Rationalisierung schuld. Gleichzeitig wird auch Betriebseinschränkung und Verlängerung der Arbeitszeit angegeben. In Rußland fämen dagegen die Arbeitslosen nicht aus den Fabrifen, sondern aus dem Kleinbürgertum, in erster Linie vom Lande. Das ist gehüpft wie gesprungen. Auch Deutschland war einmal Agrarland und hatte einen ungeheuren Bedarf an industriellen Arbeitskräften. Wenn Rußland seine wirtschaftliche Strukturänderung vollzogen haben wird, wird das Problem der Arbeitsbeschaffung für die rasch zunehmende Bevölkerung ganz anders als heute in den Vordergrund treten. Und ob Rußland dann in der Lage ist, den entscheidenden Schritt vom Staatskapitalismus Stalinscher Färbung zum Sozialismus zu machen, das bleibt abzuwarten.
Die Bergarbeiter- Internationale teilt mit, daß die fürzlich verbreitete Meldung über die Einberufung eines europäischen Bergarbeiterfongresses unrichtig ist. Ob im Jahre 1932 ein ordent licher internationaler Bergarbeiterfongreß abgehalten wird, unterliegt der Beschlußfaffung des Internationalen Bergarbeiterkomitees, das om 8. Januar in Genf zusammentritt. Diese Beratung dient hauptsächlich der Vorbereitung der vom Völkerbund für den 11. Januar einberufenen Kohlen SachverständigenKonferenz, zu der außer Regierungs- und Unternehmervertretern auch Arbeitervertreter geladen sind.
Freie Gewerkschafts- Jugend Berlin
Heute, Donnerstag, 191 Uhr, tagen die Gruppen: Südosten: Jugendheim Reichenberger Str. 66. Heimbesprechung. Rüdblid auf 1931. Tempelhof : Jugendheim, Lyzeum Germaniaftr. 4-6. Der Zugang er. folgt durch den Eingang Gößstraße, auf der hinteren Seite der Schule. Heim besprechung. Moabit : Jugendheim Lehrter Str. 18-19. Fünfjahresplan. Staalen: Jugendheim der 17. Volksschule, Gartenstadt, Kirchplah. Endhalte. stelle Autobus 31. Heimbesprechung. Schönhauser Zor: Jugendheim Tied straße 18. Heimbesprechung. Frankfurter Allee : Jugendheim Tilfiter Str. 4. Berlin , wie es weint und lacht. Landsberger Plag: Jugendheim Diestel menerftr. 5. Gewerkschaften in der Arise. Lichtenberg : Jugendheim DoffeRen- Lichten straße 22. Theo Maret liest aus: Aus der Art geschlagen". berg: Jugendheim Gunterstr. 44. Mit Buch und Schallplatte um die Welt. besprechung. Oftende: Jugendheim Rarlshorst, Trestowallee( Kant- Schule). Heim. seimbesprechung, Liederabend. Gesundbrunnen : Jugendheim Rote Schule, Gotenburger Str. 2. Schöneweibe: Jugendheim Laufener Str. 2 ( rotes Simmer). Bunter Abend. Röpenid: Jugendheim Grünauer Str. 5 Jugendgruppe des Dent. ( Nähe Bahnhof Spindlersfeld). Heimbesprechung. schen Textilarbeiterverbandes: Sigungsfaal Engelufer, Aufgang B, 3 Trp. Dis. futierabend über politische Fragen. Jugendgruppe des Deutschen Metell. arbeiterverbandes: Jugendheim Linienftr. 83-85. Renferenz der Jugendver. trauensleute. Jugendgruppe des Deutschen Bekleidungsarbeiterverbandes: Jugendheim Sebastianstr. 37-38. Eine Arbeitsgerichtssigung.
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Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten Heute, Donnerstag, finden folgende Veranstaltungen statt: Bantow Niederschönhausen: Jugendheim Görschstr. 14( großes Zimmer). Das Brogramm wird auf dem Heimabend bekanntgegeben. Nerden: Jugendheim Lorgingstr. 19. Ausspracheabend: Grundfragen des Sozialismus. Leiter: Dr. Lewiniti. Often: Jugendheim der Schule Litauer Str . 18. 1931-1932, Rückblick und Ausblid. Treptow : Jugendheim Elsenstr. 3( Gartenhaus). Bortrag: Frig Reuter ein Heimatdichter. Referent: Rachow. Schöneberg : Wir besuchen die Bersammlung des Werbebezirks Schöneberg. Die Freie Angestelltenbank e. G. m. b. S. tagt heute von 20 bis 22 Uhr im Ber bandshaus.
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Berantwortlich file Bolitif: Bictor Schiff: Wirtschaft: G. Klingeläufer: Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton : Dr. John Schitowski: Lotales und Sonstiges: Kriz Karstädt ; Anzeigen: Th. Glace; fämtlich in Berlin . Berlag: Bormärts- Berlaa 6. m b. S.. Berlin . Drud: Vorwärts- Buchdruderet und Berlagsanftalt Vaul Singer u. Co. Bertin E. CS. Cinden trake S. Hierzu 2 Beilagen.