Bundeskanzler dem Bundespräsidenten Miklas berichtete. Der Bundespräsident dürfte das Kabinett Buresch mit der vorläufigen Fortführung der Geschäfte betrauen und mit den Parteiführern über die Bildung der neuen Regierung verhandeln. Der Verfassungsausschuß, der über die Auflösungsanträge zu beschließen hat, wird verschoben.
Die Christlichsozialen befürchten auf Grund der Wahlen Dom 24. April schwere Verluste auch bei einer Neumahl des Bundesparlaments; es soll nun ein Heimwehrmann in die Regierung aufgenommen werden, damit die Heimwehrfraktion mit den Christlichsozialen die Auflösungsanträge- darunter ihren eigenen! niederstimmt.
Der Gründer und Präsident des Hansabundes.
Im Alter von 79 Jahren starb gestern nacht Justizrat Jatob Rießer, der auf vielen Gebieten des öffentlichen Lebens in den legten Jahrzehnten eine große Rolle gespielt hat.
Rießer trat schon als junger Rechtsanwalt in den Vorstand der Bank für Handel und Industrie, der späteren Darmstädter Bant, ein. Nach achtzehnjähriger Tätigkeit gab er feinen Direttorposten in der Darmstädter Bank auf und erhielt einen
wissenschaftlichen Lehrstuhl an der Universität Berlin. Doch blieb er bis dicht vor seinem Tode mit der Darmstädter Bank auf das engste verbunden. Lange Jahre war er der Präsident des Aufsichtsrates dieser Bank und mußte als solcher noch jenen schwarzen Tag erleben, an dem die Danatbant ihre Schalter schloß. 1900 gründete Rießer den Zentralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes und im Jahre 1909 den Hansabund.
Dem Zentralvorstand der Nationalliberalen Partei gehörte er bereits seit dem Jahre 1903 an, ließ sich aber erst im Jahre 1920 als Kandidat der Volkspartei in den Reichstag wählen. Von 1921 bis 1928 war er sodann Vizepräsident des Deutschen Reichstages.
Rentenhauffe hält an.
Durchweg stärkere Kurserhöhungen.
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Trog des gestrigen Feiertages und des bevorstehenden Wochenendes war die heutige Börse außerordentlich fest. Die Hauffee auf dem Rentenmarkt setzte sich fort.
Pfandbriefe konnten ihren Kurs um 1 Prozent und teilweise sogar bis zu 2 Prozent verbessern. Reichsschuldbuchforderungen stiegen bis auf 54 gegen 52 Prozent. Weiter sehr fest lagen Vorzugsaktien der Reichsbahn, die 76 Prozent erreichten. Auch Komunalanleihen, sowie Kommunalschuldverschreibungen waren sehr begehrt.
Auch der Aktienmarkt wies eine freundliche Tendenz auf, menn sich auch hier das Geschäft in engen Grenzen hielt. Bemerkensmert fräftig war der Markt der Elektropapiere, wo Elektrische Licht und Kraft bis auf 70% gegen 68 Proz. stiegen und Siemens 106% gegen 105 erreichte. Auch Rheinisch- Westfälische Elektrizitätsmerte waren zu 60% gefragt. Auf dem Montanaktienmarkt konnten Harpener Bergbau 2 Proz. im Kurse gewinnen und erhöhten sich damit auf 38%. Leicht befestigt waren auch Vereinigte Stahlwerke mit 16 gegen 157.
Der Gedanke der bedingten Kriegsdienstverweigerung.
Die Zeitschrift des Stahlhelm sezt ihre Polemik gegen die nationalsozialistischen Kriegsdienstverweigerer fort. Nach einigen Borbemerkungen über den Pazifismus schreibt sie: Daneben aber sehen wir Gruppen, die aus innenpolitischen Gesichtspunkten für die bedingte Kriegsdienst vermeigerung eintreten. Sie erkennen die Wehrhaftigkeit grundjäglich an, machen aber ihre Teilnahme an der Landesverteidigung von ihrer Einstellung zur Staatsführung abhängig. Es ist zuzugeben, daß die Erfahrungen der Freikorps - und Grenz schutzfämpfer aus der Nachkriegszeit diese Einstellung mit einem Schein des Rechts versehen. Die Soldaten dieser Zeit halsen durch ihren Einsatz einem Staat, den sie ablehnten, in den Sattel, und unter Führung dieses Staates ging vieles verloren, was die Kämpfer unter blutigen Opfern errangen. Trotz dieser bitteren Erfahrungen aber muß auch der Gedanke der bedingten Kriegsdienst verweigerung unsere schärffte 2b= lehnung finden.
auch auf der geftigen Tagu
Aehnliches erklärte auch auf der gestrigen Tagung des Stahlhelm in Magdeburg der Oberstleutnant Duesterberg. Die Nazipresse fährt fort, alle Behauptungen über ihre Unzuverlässigkeit im Punkte der Landesverteidigung unter der Ueberschrift ,, Marristische Lügen" zu rubrizieren. Offenbar sind die Herrschaften vom Stahlhelm auch schon ,, marristische Lügner".
Deutschnationale Korruption. Das Urteil im Kieler Zentralbankprozeß.
Kiel , 6. Mai. Im Prozeß gegen die Direktoren Thode und Janssen von der zusammengebrochenen 3entralbant für Grundbesitz, Handwerk und handel wurden wegen fortgesezten gemeinschaftlichen Betruges und Untreue, Urfundenfälschung, Bergehen gegen das Depotgesetz und Bilanzverschleierung Thode zu zwei Jahren Gefängnis und 500 Mart Geldstrafe, Janssen zu zwei Jahren neun Monaten Gefängnis und 1500 Mart Geldstrafe verurteilt. In der Urteilsbegründung erklärte der Vorsitzende, daß die Angeklagten durch ihre unverantwortliche Handlungsweise nicht nur
die Existenz vieler kleiner Leute vernichtet, sondern auch das Vertrauen weiter Kreise zum Bankwesen
untergraben hätten.
Aufsichtsratsvorsitzender der Kieler Zentralbank war der deutschnationale Landtagsabgeordnete Howe. lleber seine Persönlichkeit liest man in dem jüngst erschienen Buche ,, Justiz dämmerung" von Eife von Reptom( Boltsfunfverlag) folgendes:
,, Herr Home ist ein besonders rühriges Mitglied der deutsch nationalen Landtagsfrattion. Er ist der Massen fabrikant der deutschnationalen leinen An= fragen, die sich fittlich über die margistische" Breußenregierung und ihre Beamten entrüsten. Herr Home fabriziert nicht nur derlei Anfragen am laufenden Bande, er verziert sie auch mit besonders knalligen Ueberschriften, so daß sie gleich für den Abdrud in der rechtsradikalen Hezpresse geeignet sind." Ueber die Rolle, die der Korruptionsbekämpfer" home beim Zusammenbruch seiner Bank gespielt hat. liest man ebendort:
In der Sizung des Hauptausschusses vom 16. Januar 1932 wurde von sozialdemokratischer Seite dem Vertreter des Staats
Konsumvereine in der Krise
Ostdeutsche Verbandstagung
In Berlin tagte am Mittwoch und Donnerstag der 68. Verbands tag der oftdeutschen Konsumvereine E. V. unter Langes Borsig. In diesem Verbande find 81 Konsumgenossenschaften der Provinzen Brandenburg , Grenzmart, Pommern , Ost- und Westpreußen mit 374 5000 Mitgliedern zusammengeschlossen. Die Ausführungen aller Redner waren getragen von dem Willen, die Schwierigkeiten der Wirtschaftskrise durch ernste und aufopfernde Arbeit zu meistern.
Vom preußischen Handelsminister und vom Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg waren Begrüßungsschreiben eingegangen. Als Vertreter des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine betonte Hugo Bäst lein Hamburg, daß die Konsumgenossenschaften auch in der Krise das Banner der Selbsthilfe hochhalten.
enojien.
Die Verbundenheit von Gewerkschaften und Konsumgenoffenschaften
rückte der Gewerkschaftsvertreter Vollmershaus in den Vordergrund. Für die Konsumgenossenschaft Berlin sprach der Vorsitzende Böhm.
Frenzel Berlin referierte über die Umgestaltung der Steuern durch die Vierte Notverordnung. Die Erhöhung der Umsatz steuer wurde als die größte ungerechtigkeit gegen die Arbeiterschaft gekennzeichnet, zumal die Konsumgenossenschaften ja immer noch ½ Prozent Umsatzsteuer mehr zu zahlen haben als die tonfurrierenden Betriebe.
=
Bäst lein Hamburg sprach über die Geldkraft der Konjum genossenschaften." Die Mißwirtschaft des kapitalistischen Systems und die Kapitalfehlleitungen der Wirtschaftsführer hätten die schlimmste je erlebte Krise verursacht.
Durch die Massenarbeitslosigkeit und die systematische Drosselung der Kauffraft der breiten Maffen sind auch die Konsumgenoffenschaften schwer getroffen.
Nach Ausbruch der Vertrauenstrife haben die Konsumgenossenschaften in sechs Monaten ein Biertel der Spargelder, fast 100 Millione 1 Mart, ohne fremde Hilfe zurückgezahlt. Das ist eine Leistung ohne Beispiel. Aber da schließlich die Konsumgenossen fchaften auch nur ein Glied im deutschen Wirtschaftsleben sind, kamen
路
in der letzten Zeit einzelne Konsumgenossenschaften in Bedrängnis. Getreu ihrem Grundsay, sich aus eigener Kraft zu helfen, haben die Konsumvereine eine Notgemeinschaft" gegründet, die 13 Mil lionen Mark zur Unterſtügung notleidender Konsumgenossenschaften aufgebracht hat.
Da das Reich Milliardenbeträge zur Sanierung aller möglichen Wirtschaftszweige, zur Unterstützung der Handwerkergenossenschaften einen verlorenen Zuschuß von 20 Millionen Mark ausgegeben hat, könnten die Konsumvereine eine gleiche Behandlung verlangen.
Gie fordern für etwa 2 Prozent der Konjumgenossenschaften einen verlorenen Zuschuß in Höhe der in den letzten Jahren gezahlten Sonderumfagsteuer.
Die vorgeschlagenen Grundsäge über die Stärkung der eigenen Betriebsmittel und über die Verwendung der Spareinlagen, die zu einem besonders hohen Prozentsaz flüssig zu halten find, wurden einstimmig angenommen.
Ueber die Entwicklung des Verbandes im Jahre 1931 sprach ausführlich der Verbandssekretär Hildebrand: Die Zahl der Mitglieder ist bis zum 30. Juni 1931 auf 374 500 gestiegen, aber infolge der Preissenkung und der geschwächten Kaufkraft der Mitglieder der Gesamtumfag von 136,7 auf 128,7 Millionen Mart, um 6 Prozent gesunken. Der durchschnittliche Warenbezug der Mitglieder ging von 368 auf 341 Mark zurück. Leistungsfähigkeit und Stabilität der Genossenschaften fammen darin zum Ausdrud, daß in einem Jahre, in dem die übrige Wirtschaft Rieſenverluſte ausweist, die Konsumgenossen 2,8 Prozent vom Umsatz an die Mitglieder zurückvergüten fonnten. Die Spareinlagen find im Jahre 1931 von 71,3 auf 53,3 Millionen Mark zurückgegangen. Das ernste Bestreben der Konsumgenossenschaften, die eigenen Mittel zu stärken, zeigt sich darin, daß im Jahre 1931 die eigenen Mittel von 8,1 auf 10,2 Millionen Mart gestiegen find. Gegenüber allen unjachlichen Angriffen stellte Hildebrand fest, daß alle Schwierigkeiten der Konsumgenossenschaften mit einem Schlage befeitigt wären, wenn endlich eine großzügige Arbeitsbeschaffung durchgeführt
Die Kontrolle der Bürokratenmacht
Abschluß der parlamentarischen Rechnungsprüfung.
Die Beamten des Reichsverkehrsminifteriums zeigten sich im Haushaltsausschuß völlig unorientiert, was den entsprechenden Eindruck machte.
Der Haushaltsausschuß des Deutschen Reichstages erledigte in| triebszelle bilden konnte, sondern, daß diese auch der Kern einer sechsten Sigung den Bericht, den ihm sein Rechnungsunter eines nationalsozialistischen Fliegertorps wurde. ausschuß zur Haushaltsrechnung 1930 vorgelegt hatte. Dabei ergaben sich noch außerordentlich wichtige Erörterungen, im besonderen über die Rechnungsprüfung bei der Reichsbahn. Hier hat das Reichsfinanzministerium im Einvernehmen mit dem Präsidenten des Rechnungshofes den Rechnungshof seit einem Jahre ausgeschaltet und an seine Stelle allein den Präsidenten gestellt. Er prüft gemeinsam mit dem Direktor der Reichstreuhandgesellschaft im Auftrage der Reichsregierung die Bilanz der Reichsbahn, obwohl sie beide gleichzeitig für die Reichsbahn bei der Bilanzaufstellung als Sachverständige tätig sind.
Diese Feststellungen des Rechnungsunterausschusses führten dazu, daß sowohl die Deutschnationalen wie das Zentrum nach dem Borschlag des Berichterstatters, Abg. Heinig, fich dahin einigten, daß über diese Frage demnächst im Haushaltsausschuß an der Hand der Unterlagen eine eingehende Erörterung der ganzen Angelegenheit erfolgt. Dabei wird überdies auch die Stellung der Reichsbank zum Rechnungshof mit erörtert werden.
Beim
Haushalt des des Verkehrsministeriums wurde bei den Ausgaben für die Deutsche Lufthansa durch den Abg. Keil( Soz.) eingehend erörtert, wie es möglich sei, daß in der Deutschen Lufthansa sich nicht nur eine nationalsozialistische Be
ministeriums die Frage gestellt, ob die sonst von Herrn Home so sehr bekämpfte öffentliche hand auch hier mit Stügungskrediten eingreifen solle. Herr Howe antwortete ganz entrüstet, irgendein Verschulden des Vorstandes und Aufsichtsrates der genannten Bant jei nicht zu verzeichnen. Es feien nur vorübergehende Schwierigkeiten entstanden.... Die Einleger würden jedenfalls ein Geld verlieren.(!!!) Allerdings sei versucht worden, von der Preußenkasse einen kredit von 200 000 Mark zu bekommen."
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So Herr Howe am 16. Januar. Seine Ausführungen, die gelinde gejagt eine grobe Irreführung des Ausschusses waren, werden durch das jeßt ergangene Gefängnisurteil gegen die Direktoren hinlänglich beleuchtet. Sehr interessant ist, wie man dicht vor dem Zusammenbruch noch den preußischen Staat hinein. ziehen wollte!
Kaffenraub in Tankstelle.
Autobanditen überfallen den Wächter.
In der Nacht zum Donnerstag spielte sich im Westen Berlins , in der Heilbronner Straße, ein schwerer Ueberfall ab, bei dem drei bisher noch unbekannte Räuber aus der Tankstelle der Weftunion- Garagen" im Hause Nr. 19 die kasse raubten. Die Burschen erbeuteten etwa 45 Mark.
Gegen 2.40 Uhr hielt vor dem Platz der Tankstelle eine Tage, der drei junge Männer im Alter von etwa 20 Jahren entstiegen. Sie eilten fofort in den Aufenthaltsraum des Wächters, eines 66 Jahre alten Karl Mittta. Der alte Mann hatte während der Nachtſtunden gleichzeitig die Ausgabe von Benzin und Del vorzu see gekommen waren, hielten jetzt dem Erschreckten Pistolen por nehmen. Die Burschen, die von der Georg- Wilhelm- Straße in Halenund zwangen ihn, mit erhobenen Händen an die Wand zu treten. Aus einem Schrank zogen sie eine hölzerne Kassette hervor, fonnten aber die Registratur nicht öffnen. Kurzerhand padten sie nun die ganze Kassette und verschwanden damit. Che der Ueberfallene Hilfe herbeiholen konnte, waren die drei Räuber schon im Auto und brausten ab. Es handelt sich dabei sicherlich um eine Tage, die sie noch in der Nacht gestohlen hatten.
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Bei Abschluß der Beratungen erklärte der Vorsitzende des Haus haltsausschusses, Abg. Heimann( Soz.), zusammenfassend und eindringlich die Bedeutung der Arbeit des Rechnungsunterausschusses. Die Worte des Vorsitzenden wurden durch den Beifall des Haushaltsausschusses unterstrichen.
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Heimann wies darauf hin, daß in der Zeit der Notverordmungen der Ministerialbürokratie eine außerordentliche Macht zugewachsen sei. Zugleich habe es sich wieder nicht erreichen lassen, daß der neue Haushaltsplan durch den Haushaltsausschuß in voller Ruhe beraten werden könne. Deswegen sei die Arbeit des Rechnungsunterausschusses von ganz besonderer Bedeutung. Er habe wesentliche Vorarbeit für die Haushaltsberatung geleistet und eine ganze Reihe von grundfäßlichen Fragen geklärt.
Der Haushaltsausschuß vertagte sich. Er wird nach Abschluß der Plenarberatungen seinerseits mit der Beratung des Haushalts planes 1932 beginnen.
wollten sie einsteigen, zogen aber plöglich Pistolen und zwangen den Chauffeur, den Wagen zu verlassen. Sie forder ten kein Geld von ihm, sondern fuhren sofort mit dem Wagen in Richtung Neukölln ab. In den frühen Morgenstunden wurde dieser Wagen vor dem Hause Friedrich- Franz- Straße in Tempelhof ge funden. Dort befindet sich das 201. Polizeirevier.
Bombenanschlag in Aegypten . Der Regierung zugedacht- Arbeiter getötet. Kairo , 6. Mai.
Als ein Zug, in dem der Ministerpräsident, der Verkehrs- und der Unterrichtsminister, der Vizepräsi= dent der Kammer und andere angesehene Persönlichkeiten saßen, heute vormittag durch Jamkah in der Provinz Girga fuhr, explodierte eine Bombe. Zwei Streckenwächte'r wurden getötet und drei andere schwer verletzt.
Räuber in Polizeimaske.
Ein Falschmünzertrid- Dabei 600 Mark erbeutet. Ein dreister Gaunerstreich wurde von einem Mann verübt, der
sich bei einem Bäckermeister in der Detmolder Straße in Wilmersdorf als„ kriminalkommissar Werner" ausgab. Der verkappte Räuber beschlagnahmte bei dem Meister 600 Mart, da es sich angeblich um Falschgeid handeln sollte!
Die Bäckerei sollte gerade kurz nach 7 Uhr geschlossen werden, als ein Mann in mittleren Jahren das Geschäft betrat und den
Inhaber zu sprechen verlangte. Als dieser kam, legitimierte sich der Mann mit einem Ausweis als„ Kriminalkommissar Werner" und bedeutete dem Bädermeister, daß er ihn ganz vertraulich sprechen müsse. Es seien nämlich in letzter Zeit Anzeigen eingelaufen, aus denen hervorgehe, daß der Bäcker Falschgeld ausgebe. Der Meister bolte sein ganzes Bargeld in Höhe von 600 Mart herbei. Der ,, Kriminalkommissar" nahm einige Scheine in die Hand, hob sie gegen das Licht und betrachtete fie forgfältig mit zusammen und bedeutete dem Bäckermeister, daß er leider das Geld beschlagnahmen müsse. Er könne hier im Moment nicht feststellen, welche Scheine echt und welche sals seien. Er stellte also dem völlig überraschten Bäckermeister eine Quittung aus, nahm die 600 Mart an jich und verschwand.
Kurz vor 1 Uhr in der Nacht ereignete sich ein neuer llebergefniffenen Augen. Schließlich zuckte der Kommissar" die Schulter fall auf einen Tagihauffeur, bei dem es die Täter wie in lezter Zeit so häufig nur auf den Wagen abgesehen zu haben schienen. Der Chauffeur Hermann, der die Kraftag- Tage 1A 10 358 fährt, wurde in Tempelhof vor dem Hause Oberland straße 27 von zwei Männern angenommen. Sie taten so, als