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Grubenunglück bei Getsenkirchen Fünf Tote in einem herabstürzenden Körderkorb

Dortmund , 14. Mai. Auf der Zeche Dorstfeld der Gelsenkirchener Berg- Werks A..G. ereignete sich am heutigen Sonnabend, gegen K Uhr früh, ein schweres Förderkorbunglück. Aus un- bekannter Ursache rist plötzlich bei der Einfahrt der Bergleute in die Grube das Förderseil» so daß beide Förderkörbe in die Tiefe sausten. Soweit bisher bekannt ist, beträgt die Zahl der Toten fünf. Weiter wird gemeldet: Der westliche Korb der Förde- rung des Schachtes III der Zeche Dorstfeld wurde dadurch seillos� daß die großen Muttern, die das Zwischengeschirr mit dem Förderkorb verbinden, sich auf bisher ungeklärte Weise lösten. Beide Körbe der niedergehende wie der hochgehende fielen in den Schachtsumpf der 800-Meter-Sohle. In dem aus- gehenden Korb befanden sich fünf Bergleute, davon vier verheiratete. Der Korb wurde in dem Augenblick seillos, als er bereits in die Hängebank eingefahren und zum Stillstand gekommen war. Das in Frage kommende Zwischengeschirr wurde erst am gestrigen Freitag terminmäßig von den zuständigen Sochver- ständigen der Seilprüfungsstelle Bochum geprüft und in Ordnung befunden. Die aus dem Schacht befindliche zweite Förderung ist in Ordnung. Die zuständigen Bergrevierbeamten weilen bereits am Schachtstandort der 8l10-Meter-Sohle. Aus Dortmund werden uns noch folgende Einzelheiten ge° meldet: Die fünf auf der Zeche Dorstfeld mit den beiden Förder- körben abgestürzten Bergleute befinden sich noch im Schacht. An ihrer Bergung wird gearbeitet. Da sich das Unglück in dem Augenblick ereignete, als der Förderkorb die h ö ch st e Stell« de? Förderung, also das Schachtgebäude über Tage erreicht hatte, saufte oer Korb mit so großer Wucht in die 8l>tZ-Meter'Sohle, daß von

den im Korb befindlichen Bergleuten wohl keiner mit dem Leben davonkommen dürfte. Auch die Auffangvorrichtung für Sellrisse oder sonstige unvorschriftsmäßig schnelle Fahrt konnie bei der ungeheuren Wucht des viele Tonnen schweren Korbes nicht in Funktion treten. Bei dem Unglück war der Horb dadurch haltlos geworden, daß das stählerne Verbindungsstück, mit dem das viele hundert Meter lange und schwere Stahlseil am Förderkorb besestigl war, brach, woraus das Seil den hall verlor und vom Seilrad in den Schacht abrutschte. Da auf der Zeche Dorstfeld noch eine zwei!« Förderung besteht. können die verunglückten Bergleute nach ihrer Befreiung aus dem zusammengeschlagenen Korb ans Tageslicht befördert werden Bor der Zeche halten sich mehrere hundert Bergleute und die Angehörigen der Verunglückten auf. Fast genau vor sieben Jahren, am 16. Mai 192S, ereignete sich auf dem Nebenschacht 5 des Unglücksschachtes ein großes Gruben- unglück. Damals zählte man 44 Tote und zahlreiche Verletzte, die durch Explosion eines Puosrmagazins im Schacht verunglückt waren. Auch damals fiel das Ungück in die Zeit vor den Pfingsttagen, so daß auch das zwei Wochen später stattfindende Pfingstfest von den Schatten des Unglücks umdüftert wurde 'Seinerzeit wurden auch Bergleute des Schachtes 3. auf dem sich der heutige Seilriß ereignete, von dem Unglück in Mitleidenschaft ge- zogen. Die Namen der Verunglückten. Zn dem aufgehenden korb befanden sich de? Pumpenwärter Malter Grunewald und die Elektriker Wilhelm Meise. Frih P o t t h o f f und Paul Vockermanu, sämtlich verheiratel: in dem niedergehenden korb war der ledige Grubenschlosser Friedrich Melle r.

Kahl gestorben. Geheimrat Profestor Dr. Wilhelm kahl ist heule mittag gegen 1 Uhr im Alter von SZ Zahren gestorben. * Mit Wilhelm Ka h l, dem greifen Reichstagsabgeordneten der Volkspartei und berühmten deutschen Rechtslehrer, ist ein seltener Mann hingegangen. Kahl war ein wirklicher Hüter des Rechts. Sein unerschütterliches Rechtsgefühl zwang ihn in zahlreichen Fällen, von denen die wenigsten bekannt geworden sind, sich für Opfer der Justiz einzusetzen. Dabei war ihm die Parteistellung seines jeweiligen Schützlings völlig gleichgültig. Sein Leben widerspiegelt die Entwicklung des noch in feudalen Fesseln liegenden Deutschland zum Kaiserreich und zur Republik. Sein Vater war Patrimonialrichter eines süddeutschen reich-- unmittelbaren Fürsten. Der Sohn wohnte 1871 im Spiegelsaal zu Versailles als 22jähriger Kriegsfreiwilliger, Führer eines Detache- ments bayerischer Jäger, der Krönung des Königs von Preußen zum deutschen Kaiser bei. Das blieb bis ins hohe Alter hinein ein bestimmendes Ereignis seines Lebens. Die unwürdige Behandlung, die Wilhelm II. ihm zuteil werden ließ, weil er im Lippeschen Thronsolgestreit seiner Ueberzeugung gemäß für das Recht des Biesterfelders eingetreten war, konnte ihn in seiner monarchistischen Ueberzeugung nicht wankend machen. Diese politische Einstellung

hotte zur Folge, daß die Revolution ihn schwer traf. Der nahezu Siebzigjährige, dem niemals bis dahin ein parlamentarisches Mandat übertragen worden war, nahm die Wahl in die National- Versammlung an und führte in Weimar und später in Berlin scharfe Kämpfe gegen die Demokratie. Aber er erlebte seinen Tag von Damaskus . In stets wachsendem Maße ging ihm das Verständnis für die unvergänglichen Werte der demokra- tischen Weltanschauung auf und er machte aus dem Wechsel seiner Anschauungen keinen hehl. So gehörte er zu den seltenen Menschen, die mit den zunehmenden Jahren radikaler werden, soweit bei diesem abgeklärten Manne von Radikalismus die Rede sein kann. Wie bezeichnend ist es, daß er in seinen letzten Lebensjahren aus einem Anhänger zum Gegner der Todesstrafe geworden ist! Für die Politik des Herrn D i n g e l d e y, dessen Anwartschaft aus die Nachfolge Bennigsens und Miguels Kahl sicherlich nicht anerkannt hat, hatte er kein Verständnis, und der Aufstieg dieses Manne» würde ihn bestimmt veranlaßt habsn, aus der parlamentarischen Arena auszuscheiden, wenn er es sich nicht zur Aufgabe gemacht hätte, die Verabschiedung des neuen Strafgesetzbuches bis zum letzten Atemzuge zu fördern. Was der über Achtzigjährige als Vorsitzender des dafür zuständigen Reichstagsausschusses geleistet hat, war staunenerregend. Unermüd- lich berief er Sitzung auf Sitzung ein, die er mit souveräner Sach- künde leitete. Um den übrigen Ausschußmitgliedern Arbeit zu ersparen, übernahm er selbst die Berichterstattung über den besonder» schwierigen allgemeinen Teil des Gesetzentwurfs. Der Mann, der egoistische Wünsche nicht kannte, wollte das große Reformwerk vollenden helfen. Das Schicksal hat ihm hier die Erfüllung versagt. Unter seinen ungezählten Schülern Kahl war seit 1879 Professor der Rechte gewesen, seit 1895 an der Berliner Universität, unter seinen Kollegen ohne Unterschied der Weltanschauung und der Partei wird die Nachricht von dem Hinscheiden des fast Drei- undachtzigjährigen tiefe Trauer wecken. Denn Wilhelm Kahl , wo immer er stand und wie immer man zu ihm stand, war ein wahrer Mensch und ein ganzer Mann. Zum Teilrücktritt Groeners. Was man in Bayern dazu sagt. Zum Rücktritt des Reichswchrministers bemerkt dieBayerische Volkspartei-Korrespondenz" unter anderem, es fei begreiflich und verständlich, daß der Reichskanzler in diesem Augenblick und untcrden Umständen, unter denen sich der Rücktritt Groeners vom Reichswehrministerium vollzog, keine Neigung habe, die Frage entscheidend zu prüfen, ob sich denn Groener als Innenminister bc- währt habe und als der geeignete Mann für diesen s ch w i e r i- gen Posten angesehen werden könne. Selbst wenn man der Mei- nung sei, daß sich Minister Groener in der letzten Zeit nicht völlig den an ihn herangetretenen Situationen gewachsen gezeigt habe, so könne ein Wechsel im Innenministerium in diesem Zeitpunkt leicht zu Schlußfolgerungen Anlaß geben, die dem moralischen Ansehen und der Autorität des gesamten Kabinetts abträglich wäre. Man könnte dann zu leicht von einem Erfolg jener unkontrol­lierbaren Mlnierarbelt gegen den Reichskanzler sprechen. die in der etwas gespannten Atmosphäre der Unzufrieden- '-eit sich nach dem SA.-Verbot auch über die NSDAP , hinaus ge- schaffen worden sei. So geteilter Auffassung man über manche Einzelheiten der Methoden der Verbotspolitik auch sein könne, so verheerend für das Ansehen der Regierung möchte es werden, ««nn sie von ihrer grundsätzlichen Haltung in dieser Frage abgehe. Durch das Verbleiben Groeners auf dem Posten des Reichsinnen- minister?, als der er ja das SA.-Verbot ressortmäßig zu verant- worten hat. werde klar zum Ausdruck gebracht, daß der Wechsel im Reichswehrministerium ohne Einfluß auf die politische Haltung de» Reichskabinetts fein werde.

Kausifchläge für König Alfons. Zwischenfall in Marseille . Paris , 14. Mai. (Eigenbericht.) Ein spamscher Arbeiter versetzte dem Exkönig Alfons, der am Freitag von einer Mittelmeerreise nach Marseille zurück- kehrte, bei der Landung mehrer« Faustschläg», ohne ihn jedoch zu verletzen. Der Arbeiter wurde festgenommen.

Eisenbahner bei Hoover. 25 jähriges Weltfchuldcnmoratorium und Arbeitslosen- Unterstützung gefordert. Washington . 14. Mai.(Eigenbericht.) Die Eisenbahnergewertschasten haben nach einem Empfang bei hoover eine bedeutsame gemeinsame Er­klärung veröffentlicht. Sie machen darin die Kriegs- fchuldenzahlungen für die Weltdepression verantwortlich und fordern ein 25jShriges Schuldenmoratorlum zur Ueberwindung der Weltkrise und zur Belebung des internationalen Wirtschaftslebens. Präsident hoover wurde bei dem Empfang der vor- sitzenden der führenden Eisenbahnergewerkschaften mit schärfstem Rachdruck darauf aufmersam gemacht, daß die Schaffung einer regulären Arbeitslosenunterstützung eine dringende Rotwendigkeit sei, falls nicht sofort ein weUrelchende» Krisenpro. gramm zur Durchführung komme. Auch die Einsehung einer fünf. köpfigen außerordentlichen vundeshandelskommission, bestehend au» zwei Arbeitgebern, einem Arbeitnehmer, einem Farmer und einem Bundesvertreter, zum Zweck von Wirtschaftsverhandlungen mit den Weltmächten wurde von den Arbeiterführern vorgeschlagen. Dem Schritt der Eisenbahnergewerkschaften kommt, da hoover kurz vorher das demokratische Rotstandsprogramm abgelehnt hatte. besondere Bedeutung zu. Die Eisenbahnsührer lehnten dem Präsi. denten gegenüber jede Verantwortung für«inen ordnung». gemäßen Bahnbetrieb ab. wenn nicht endlich zur Be- kämpfung der Krise durchgreifende Maßnahmen erfolgten.

Pläne um die Arbeitslosenversorgung. Eine amtliche Erklärung. ImPolitisch-Gewerkschastlichen Zeitungsdienst", der den christ- lichen Gewerkschaften nahesteht, wird ein Bericht veröffentlicht, der sich mit den Maßnahmen befaßt, welche die Regierung auf dem Gebiete der A r b e i t s l o s e n u n t e r st ü tz u n g und der Invalidenversicherung angeblich treffen will. Dem gegenüber wird amtlich festgestellt, daß das Kabinett bislang eine endgültige Entscheidung nicht getroffen hat. Völlig falsch und irreführend sind die Kombinationen des Be- richtes über Vorschläge des übrigens nicht zuständigen Reichsfinanzministeriums.

Lebrun begnadigt Die erste Amtshandlung des neuen Präsidenten Paris . 14. Mal.(Elgenberlchl.) Die erste Amtshandlung de» neuen Präsidenten der Republik ist die Begnadigung eines Mörders gewesen. der am Morgen noch dem Attentat gegen Doumer hingerichtet werden sollte. Doumer hotte die Begnadigung bereits ab- gelehnt. Die Hinrichtung wurde dann auf Antrag des Verteidigers aufgeschoben, da der Präsident da» Begnadigungsrecht nicht bis zur letzten Minute ausüben konnte. Blum über dieKonzeniration". Umgruppierung in der Mitte. Paris , 14. Mai. (Eigenbericht.) L ö o n Blum beschäftigt sich imPopulaire" in seinem Artikel über die Regierungsbildung mit der Möglichkeit einer Konzen- trationsregierung. Er erklärt, eine Konzentration, d. h. ein Zusammengehen zwischen Siegern und Besiegten habe etwas Re- voltierendes und Demoralisierende» an sich und verurteile die Regierung zur Stagnation und Ohnmacht Man dürfe sich nicht ein- bilden, daß eine Konzentration, die ohne die Sozialistische Partei gemacht werde, mit Hilfe einiger Sozialisten zustande komme. Wohl seien Gerüchte im Umlauf, wonach verschiedene sozialistische Abgeordnete berett seien, die Partei zu verlassen, um einer Kom- bination nach dem Muster des Kabinetts Waldeck-Rousieau(in dem ein Sozialist Millerand ohne Genehmigung der Partei ver- treten war) beizutreten, allein die Leute, die dies« Gerüchte aus- streuten, wüßten nicht, was die Partei fei. Eine Konzentratton werde ohne die Unterstützmrg auch nur eines Sozialisten gemocht werden müssen. Die Einigkeit der Partei werde ihr« Stärke bleiben. Wenn es eine Partei gebe, für deren Einigkeit die Konzentration Gefahren mit sich bringe, fo sei da» n i ch t die Sozialistische Partei.

(Sondern die Radikale Partei, was Blum damit andeuten will. Red. d.V.") In der Kammer ist die Bildung von zwei neuen Frak- t i o n e n beschlossen worden. Der linke Flügel der früheren Radikalen Linken", dessen Vertreter meist gegen Laoal und Tardieu gestimmt haben, beschloß die Bildung einer neuen Fraktion mit dem NamenRepublikanisch-radikale Gruppe" Sie will in engem Kontakt mit den Radikalen bleiben. Ihr Führer ist der Vertraute Briands, der Abgeordnete D a n i e l o u. Die Mittelgruppe der Radikalen Linken, die stets für Laval und Tardieu stimmte, will mit einigen Unabhängigen und der Gruppe Franklin-Bouillon eine Fraktion bilden, die den NamenFraktion der unabhängigen und radikalen Linken" tragen und die Bildung einer Konzen- trationsregierung begünstigen soll.

Schönes pfingstwetter! Berlin heute die heißeste Stadt in Mitteleuropa . Was sich selbst die größten Optimisten wohl kaum träumen ließen, ist Tatsache geworden: Seit Freitagnacht hat sich die Wetter - läge in Witteleuropa derart günstig verbessert, daß mit Wahrschein- lichkeit für beide Pfingstfeiertage schönes und sehr warmes Wetter prophezeit werden kann. Zur Zeit wird gerade Berlin von einer Wärmewelle überflutet, die heute miUgg bereits eine Temperatur von annähernd 30 Grad Wärme brachte. In den Nachmittagsstunden stieg das Thermometer unter der Einwirkung der Sonne noch unaufhaltsam weiter. Mit 39 Grad ist Berlin heute mittag die heißeste Stadt in ganz Mitteleuropa . Wie wir vom Amtlichen Wetterdienst auf Anfrage erfahren, hat sich die Hochdrucklage über Mitteleuropa was am Freitag noch nicht ganz sicher war gehalten und die Temperaturen sind allerorts erheblich gestiegen. Nur im Nordwesten des Reichs ist es eine Kleinigkeit kühler und verschiedentlich sind Gewitterregen niedergegangen. Dieser etwas kühlere Luftkörper strebt zur Zeit unserem Gebiet zu. Daraus sind sedoch keinerlei Befürchtungen zu ziehen, denn gleichzeitig ist ein kräftiger Luftdruckanstieg zu ver- zeichnen, der nur Gutes verheißt. Dadurch wird besonders ein« weitere Festigung der herrschenden Hochdrucklage hervorgerufen. Etwa» kühlere Temperaturen als das gesamte Reich mit Ausnahm« des Nordwestens hat noch Ostpreußen zu verzeichnen, dort ist es aber gleichfalls heiter und auch für dieses Gebiet ist für die Feier- tage schönes Pfingstwetter zu erwarten. Der Wetterdienst saht die Prognosen für das Pfingstfest folgendermaßen zusammen: 1. Feierlag: schönes Wetter, zeitweise haufenwolkenbilbung. geringe Gewitterneigung, etwas kühler als am Pfingftsonnabend. Maximum zwischen 25 und 27 Grad Wärme. I. Feiertag: dasselbe Wetter wie am Pfingstsonntag, allerdings verstärkte Gewitterneigung!

Benzinexplosion in der Wohnung. Eine Krau schwer verletzt. 3m Hause Bayreuther Straße 45 in Charlottenburg er- eiguete sich heute mittag eine folgenschwere Benzinexplosion, bei der die Wohnungsinhaberin schwere Brandwunden erlitt. Gegen!�12 Uhr war die 39 Jahre alte Frau Marie R o h l« d e r in der Badestube mit dem Reinigenvon Kleidern beschäftigt. wozu sie Benzin verwandte. Offenbar durch die Flamme des brennenden Gasofens wurden die Benzindämpfe, die sich in dem Raum entwickelt hatten, entzündet Es erfolgte eine heftige Explosion. Frau R. wurde von einer Stichflamme getroffen und schwer verletzt. Mit erheblichen Brandwunden am ganzen Körper wurde die Verunglückte ins Krankenhaus gebracht.

BOA. rechtsradikal? Elbinger Tagung im Zeichen der Nazis. Elbing , 14. Mai. (Eigenbericht.) Unter starker Beteiligung aus allen Tellen Deutschlands begann in Elbing am Freitag die große Pfingsttagung des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Demonstrativ bemühen sich die reaktionären bürgerlichen Kreise der Stadt, mtt deutsch - nationalen und hakenkreuzsahnen den Überpartei- lichen Charakter der Tagung zu zerstören Am Frettag zogen wiloe Haufen lärmender Nazis durch die Innenstadt und brach- ten damit einen grellen Mißklang in die Tagung. Kein Wunder, wenn vorläufig die Anteilnahme der Arbeiterlevölkerung an den Veranstaltungen de» VDA. außerordentlich gering ist.