Nazis gegen Rechtspflege.
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Freisler als ihr Beschüher.
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Die Schlägereien und Tumulte haben außer der Roheit des Borgangs noch eine ungünstige Wirkung: sie löschen die Erinnerung an das aus, was vorangegangen ist. Ohne die Saal
Was bringt der Reichsetat?
Einiges aus dem Haushaltsplan des Reiches
Während schon vor einigen Tagen amtlich mitgeteilt worden ist,| 380 000 auf 247 000 Mart herabgesetzt worden sind. Schließlich schlacht im Landtag würden wahrscheinlich die ungeheuren Ausfälle daß nunmehr der gesamte Reichsetat für 1932 vom Kabinett verab- vermindern sich die Reichszuschüsse zu den Renten der Invalidender Nationalsozialisten Freisler und Kube gegen die Rechts= pflege weit lebhaftere Beachtung gefunden haben. Sie müssen aber schiedet worden sei, hat der Reichsrat noch immer nicht alle Etats versicherung und die Steigerungsbeträge der Invalidenversicherung Eine abschließende Darmit aller Klarheit festgehalten werden, weil ja die Nationalsozialisten erhalten. Es fehlen die Etats des Reichsarbeitsmini- um 12,8 auf 394,4 Millionen Mark. gegen das„ System" den Vorwurf erheben, die Justiz auf illegalem fteriums, der Allgemeinen Finanzverwaltung und der stellung kann aber erst nach seiner endgültigen Verabschiedung Wege zu beeinflussen. Kriegslasten, die auch noch gar nicht endgültig vom Kabinett durch das Reichskabinett erfolgen. Die Freisler und Kube haben nun bewiesen, was die verabschiedet sind, weil ihre Gestaltung in wesentlichen Teilen von Der Etat des Reichswirtschaftsministeriums Nationalsozialisten unter einer„ unbeeinflußten“ Justiz verstehen. den Beschlüssen des Kabinetts zur Frage der Arbeitsbeschaffung ist mit 12,5 Millionen Mark um rund 400 000 Mark niedriger, als Der Abgeordnete Kube, der bereits im vergangenen Landtag von abhängt. Die Gesamtzahlen beider Etats dürften allerdings im vergangenen Jahre. Dabei betragen aber die gesamten Eineiner„ Berlumpung der preußischen Richter“ gesprochen hat, erklärte feststehen. Aber es ist noch nicht sicher, ob bestimmte Ausgaben für sparungen im Etat des Wirtschaftsministeriums rund 1 Million, jekt als„ Führer der stärksten Fraktion"( was er stets mit ge die Arbeitsbeschaffung den kommunen zur freien Verfügung über- und außerdem sind noch Einnahmeerhöhungen von ungefähr 60 000 schwollenem Stolz hervorhebt), daß 90 Proz. aller preußischen Staatsanwälte wegen bewußter Rechtsbeugung auf die Anklagebank lassen werden, oder ob sie im Etat des Reichsarbeitsministeriums Mark zu verzeichnen. Daß der Gesamtetat des Wirtschaftsministe= riums nur um etwas über ein Drittel der Einsparungen geringer gehören", und zwar einzig und allein aus dem Grunde, weil sie zur Berausgabung durch den Reichsarbeitsminister kommen. Staatsanwälte finden, die gegen nationalsozialistische Totschläger, Der Ansatz für die Krisenfürsorge im Etat des Reichs- ist, hängt damit zusammen, daß im Etat für 1932 einige neue AusLandfriedensbrecher, Rohheitstäter und Berleumder die gebüh- arbeitsministeriums wird sich voraussichtlich zwischen 850 und 880 gabeanfäge enthalten find. Für die Förderung der Leipziger Messe werden 500 000 Mark gefordert. Bekanntlich hat der renden Strafanträge stellen. Wenn Kube, der sich ja heute Millionen Mark halten. Ueber die Gestaltung des Etats des Reichs: Reichstag die Bezuschussung der Leipziger Messe in den letzten nicht mehr darauf hinausreden kann, daß er ein beliebiger Irgend- arbeitsministeriums lassen sich aber heute auch einige andere An- Jahren stets abgelehnt. In diesem Jahr wird die Anforderung mer sei, gegen diese Staatsanwälte Anklage wegen eines mit gaben machen. Die Ausgaben für Wohnungs- und Sied von Mitteln damit begründet, daß ohne Reichszuschüsse die LeipZuchthaus bedrohten Verbrechens verlangt, so ist das ein Ein- lungswesen sind um 1,6 Millionen Mart höher als im verziger Messe übermäßig eingeschränkt werden und in einzelnen schüchterungsversuch gegen die Juffiz, dem nichts ähnliches aus der gangenen Jahr. Sie belaufen sich jetzt auf rund 14 Millionen. Teilen ausfallen müsse. Bei der Einstellung des Reichsrats ist Vergangenheit an die Seite gestellt werden kann. Der größere Teil der Erhöhung kommt dem Siedlungswesen es nicht unwahrscheinlich, daß der Ausgabeanfaz für die Leipziger zugute. Die Beträge des Kapitels
Freisler, selber Rechtsanwalt und Volljurist, verlangte feinerseits, daß der Landtag ohne jede Sachkenntnis, nur auf ein von Freisler verlesenes Telegramm(!) hin, zwischen den Anträgen des Staatsanwalts und der Urteilsfällung des Schwurgerichts in die Hückeswagener Mordsache eingreifen solle. Ohne auch nur mit einem Wort den Sachverhalt darzutun, erklärte dieser ,, Rechtsvertreter" mit schreiender Pathetik, daß soeben der Staatsanwalt Zuchtshausstrafen von 7 bis 9 Jahren gegen gänzlich unfchuldige" Nationalsozialisten beantragt habe, die nur in Not mehr" gehandelt hätten. Auf diese Angaben hin, die bereits 24 Stunden später durch das Gerichtsurteil glatt widerlegt waren, follte der Landtag eine Demonstration gegen den Wuppertaler Staatsanwalt unternehmen, die natürlich nur den Zwed haben fonnte, eine entsprechende Pression auf das Gericht auszuüben.
Man begreift den Aufschrei der Kölnischen Volkszeitung": Ein schöner Anfang der nationalsozialistischen Justiz reform! Die Justistverwaltung liegt feit 1919 in den Händen zentrümlicher Minister Es wird immerhin eine delikate Frage für das Zentrum sein, ob es die Rechtspflege an diese Beschüßer" ausliefern und gleichzeitig sich dafür prügeln lassen will, daß es bisher mit bemüht gewesen ist, die Unabhängigkeit der Rechtspflege zu wahren.
Spiel im Schloß.
Kleiber und Fridericus Reg.
Im Rahmen der von der Stadt veranstalteten Berliner Kunstwoche 1932"( über die noch zu sprechen sein wird) gibt es vier sogenannte„ Schloßmusiken"; die zwei ersten von der Staatsopernfapelle ausgeführt, von Erich Kleiber dirigiert. Das Ganze ist für Leute; die für Talmiromantit schwärmen, hübsch anzusehen und anzuhören: Fackeltragende Studenten säumen den Schlüterhof des Stadtschlosses, wie in alter Zeit flingen Plaßsche Posaunenchöre; dann wird alte Musit gespielt, große und fleine Meister, starke und schwache Stüde ein wenig wild durcheinander und ohne allzu vieles Stilgefühl das ja im Grunde der ganzen Sache mangelt. Was in Salzburg , Rothenburg , Würzburg sich dem Stadtbild organisch einfügt, was am Wiener Ballhausplay immer noch sinnvoll ist, das ist nicht ohne weiteres nach Berlin zu übertragen.
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Der geistige Schutzpatron der Veranstaltung scheint übrigens jener König Friedrich zu sein, den alle diejenigen den Großen nennen, denen die Zeiten der Vergangenheit ein Buch mit sieben Siegeln sind. Eine Sinfonie, ein Flötenkonzert dieses Friedrich am Anfang, zum Schluß dann( man traut seinen Ohren faum) nach Abwicklung des Programms von Kleiber als bereitwillige Zugabe jedesmal gespendet: der Fridericus- Rey- Marsch mit Bauten und Trompeten das ist doch etwas zuviel des Guten. Das ist nicht mehr romantische Vergangenheit, das ist der Herren eigner Geist", den sie den Geist der Zeiten heißen, das ist Politit und Provokation, Propaganda für das Dritte Reich mit den Mitteln des absolutistischen Jahrhunderts, die von den Parteifreunden Kleibers wohl verstanden und mit brausendem Beifall quittiert wurde. Soweit Erich Kleibers Spiel im Schloß". Es wird nicht ohne Nachspiel bleiben das er nicht dirigieren wird.
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Otto Bruder:„ Das Erbe". Uraufführung im Alten Theater Leipzig. Otto Bruder ist aus der Laienspielbewegung hervorgegangen, auch das im Alten Theater zu Leipzig mit einem Achtungserfolge uraufgeführte„ mythische Spiel“:„ Das Erbe" ist ursprünglich für Laienspieler gedacht. Auf Husung, dem ohne Männer verfallenden Hof, wartet die Herrin auf die Heimkehr ihres Sohnes aus dem Kriege. In einer Erinnerungsnacht gibt sie zwei um Obdach bittenden Fremden den Hof zum Erbe. Der eine ist ein Bauernsohn ohne Gut, der andere ein Proletarier ohne Heimat. Der Bauer will allein herrschen und verachtet den Arbeiter; der Arbeiter will das Gut mit allen Brüdern der Landstraße und der Fabriken teilen. Die Warnung, daß Zwietracht den Untergang der Heimat bedeute, nützt nichts, der Bauer ersticht den Arbeiter, die Herrin zündet den Hof an und alle verbrennen.
Otto Bruder hat eine starke Neigung zu der Art Boltheit". die man Nationalkommunismus zu nennen pflegt. An seinem Versöhnungswillen kann man faum zweifeln. Sein Bauer ist unsympathischer als sein Arbeiter. Daß diefer später schnapsberauscht reden muß, senkt das Niveau des Stückes, wie denn überhaupt die edle Absicht, zur Eintracht zwischen Arbeitern und Bauern zu mahnen. an sprachlichen Unzulänglichkeiten scheitert. Die Nachahmung vieler Vorbilder hat Bruder in einen frampfigen Ton hineingetrieben, und die Ueberbelastung mit Symbolen, biblischen, sozialen, rassischen, mythischen und hygienischen, bewirkt zuletzt den Eindruck ergebnisloser Konfusion. So ergibt sich auch im Literarischen bei einem ehrlichen sympathischen Autor das typische Bild der völkischen Bewegung: mit großen Borten mit großen Worten behangener
Dilettantismus.
H. W.
Eine Haydn- Gedächtnisausstellung. Fürst Esterhazy hat sich entfchloffen, aus feinen Handn- Reliquien in seinem Schloß in Eisen stadt , der Landeshauptstadt des Burgenlandes, eine Haydn - Ge dächtnisausstellung zu veranstalten. Die Eröffnung wird am 1. Juni stattfinden und einen Teil der Feierlichkeiten bilden, die aus Anlaß der Ueberführung der Gebeine Haydns in das neuerrichtete Mausoleum in Eisenstadt vorbereitet werden.
Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge
Messe dem Kabinettsvorschlag gegenüber sogar noch erhöht wird. Ferner enthält der Etat des Reichswirtschaftsministeriums eine Mehrausgabe von 280 000 Mark für das Reichsturatorium für Wirtschaftlichkeit und Neuausgaben von 44 000 Mark zur Erhaltung der Betriebseinrichtungen auf der Wenzeslausgrube, sowie 24 000 Mark für die Kosten des neuen Ausschusses für die Auslandsschulden.
Der Zuschußbedarf des Reichsfinanzministeriums
Der Dispo
find aus den oben angegebenen Gründen noch unsicher. Für die wertschaffende Erwerbslosenfürsorge stehen wegen des Ueberganges ihrer Aufgaben auf die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten nur noch rund 2 Millionen Mark zur Verfügung, das find fast 29 Millionen Mark weniger als im vergangenen Jahr. Der Zuschuß an die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung für die Durchführung der Krisenfürsorge ist mit rund 40 Millionen Mart angefeßt. Dafür, daß im Steinkohlenbergbau ist mit 244 Millionen Mart um 29,5 Millionen niedriger als im die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gestrichen worden sind, Jahre 1931. Alle Einsparungen find bei den fortlaufenden Ausgaben gemacht worden. Allein im Etat der Landesfinanzämter die Versicherung aber weiter läuft, werden an die Reichsanstalt werden 38 Millionen gespart, die allerdings fast ausschließlich auf 8 Millionen Mark zufäßlich gezahlt. Weggefallen ist ein Ansatz von 2 Millionen für Entschädigungen an gewerbsmäßige der Verminderung der Beamtenbesoldung beruhen. Stellenvermittler für Aufgabe ihres Gewerbes, meil fich fitionsfonds des Reichspräsidenten in Höhe von 1,5 Millionen ist herausgestellt hat, daß in fast allen Fällen die Stellenvermittler nicht gekürzt worden. Dagegen sind die Gewinne des Reichs aus die Zahlung einer dauernden Altersrente einer einmaligen Kapital- Wirtschaftsbeteiligungen um 2,9 Millionen Mark nieabfindung vorgezogen haben. Für die Rentenzahlung reichen aber driger als im vergangenen Jahr angesetzt. An die Deutsche die Reste aus den vergangenen Jahren noch aus. Bei den Fonds, Werte Kiel A.-G. soll im Jahre 1932 eine Beihilfe von die der allgemeinen Wohlfahrtspflege dienen, sind hier 1750 000 Mart gegen 2 000 000 Mark im vergangenen Jahre geZum Erwerb junger Aktien der großen Dachebenfalls Abstriche vorgenommen worden. Sie betragen bei der zahlt werden. Kleinrentnerhilfe 7 Millionen Mart. Es werden jetzt noch gesellschaft des Reichs für seine Wirtschaftsbetriebe, der Biag, 28 Millionen Mark vom Reich für Kleinrentnerfürsorge ausge- werden 1932 4,3 Millionen mehr benötigt als im Vorjahre. Die geben. Die Zuschüsse an Empfänger von Wertspensionen Ausgaben der Reichsfinanzverwaltung für Bauten betragen im werden um 50 000 Mart auf 3 450 000 Mark herabgesetzt. Jahre 1932 2,2 Millionen, nur eine Kleinigkeit meniger als 1931. Auch hier macht sich der allgemeine Rückgang der Bautätigkeit start Ausgaben zur Förderung von Einrichtungen der bemerkbar, denn noch im Jahre 1930 maren rund 6 Millionen für diese Zwecke im Etat angesetzt.
Fürsorge für Erwerbsbeschränkte usw.
Die
sind von 1 425 000 Mart auf 1 Million herabgesetzt worden. Die Ausgaben für Anstalten und Einrichtungen der privaten Wohlfahrtspflege bleiben jedoch mit 1,8 Millionen auf der Höhe des Vorjahres. Bemerkenswert ist noch ein Abstrich an den Anfäßen zur Untersuchung der Gesundheitsverhältnisse der Arbeit nehmer und zur Erhaltung der Versuchsgrubengesellschaft, die von
Ein Blick ins Unerforschte.
Vortrag Prof. Bavinks.
Der Etat der Reichskanzlei beträgt für 1932 1,3 Millionen, 211 000 Mart weniger als im Jahre 1931. Der Reprä sentations und der Dispositionsfonds des Reichs= fanzlers sind um zusammen 19 000 Mart, die Ausgaben für die Aufklärungsarbeit der Reichszentrale für Heimat. dienst um 20 000 Mart gefürzt worden.
Staat und Volksbühne. Nationalsozialistische Luftstöße.
,, Der Angriff" richtete in seiner Ausgabe vom 25. Mat d. J. Auf Einladung der Gesellschaft für wissenschaftliche Philosophie" sprach der Bielefelder Naturphilosoph gegen den preußischen Finanzminister Angriffe wegen Maßnahmen, Prof. Bavint, der als Herausgeber der Zeitschrift„ Unsere Welt" die die Zahlungsverpflichtungen des preußischen Staates gegenüber und als Verfasser des Standardwerkes„ Ergebnisse und Probleme der Volksbühne aus dem Abfindungsvertrag zwischen dieser Orga= der Naturwissenschaften" weiten Kreiſen bekannt ist, über ein wahrnisation und dem preußischen Staat aus Anlaß der Schließung der haft philosophisches Problem: wie lassen sich die heute noch so völlig Oper am Plaz der Republik betreffen. getrennt scheinenden Gebiete der Physik, Biologie und Psychologie unter einen Hut bringen, die eigentlich alle die gleichen Probleme behandeln und engstens zusammengehören?
Was zunächst die Welt der Materie und die der Lebensvorgänge, Physik und Biologie also angeht, so seien alle bisherigen Versuche, den Zusammenhang dieser beiden Welten begreiflich zu machen, daran gescheitert, daß es uns an einer übergreifenden Begriffsbildung fehlt, die erst geschaffen werden muß. Vielleicht sei die Zeit nicht mehr fern, wo es eine Mathematik geben werde, die an Stelle des Begriffs der Größe den der Form oder der Gestalt setzt. Mit diesem Gestalts- oder Formbegriff werde man dann imstande sein, das wirklich zu leisten, was die Philosophen zu allen Zeiten erstrebt haben: nämlich Materie und Leben als Einheit zu begreifen.
Nicht weniger Zukunftsmusik ist der Lösungsversuch des LeibSeele- Problems, des philosophischen Lieblingsproblems aller Zeiten. Leicht gemacht haben es sich die Positivsten, die das Problem einfach geleugnet haben, alle anderen Richtungen aber haben sich seit je vergeblich bemüht, den Zusammenhang zwischen Körper und Seele, Physischem und Psychischen aufzudecken und landeten immer wieder bei frassem Materialismus oder offnungslosem Dualismus. Beim heutigen Stand der Physik aber, so meint Prof. Bavink, brauchen wir dieses Problem nicht so hoffnungslos anzusehen. Früher war es wohl so, daß die Welt der materiellen Atome, die Substanz also und das Seelische sich fremd gegenüberstanden. Was hat aber die neuere Physik von dem alten Substanzbegriff überhaupt noch übrig gelassen?
Grundgedanke der modernen Physik ist: Die Welt besteht aus Wirkungsquanten. Ihre Gesamtheit füllt Raum und Zeit gleichzeitig GUS. Es gibt nur Substanz und Vorgänge in einem. Kann man sich nun nicht begnügen, statt von einem substanziellen Etwas" zu sprechen, aus dem die Welt besteht, letzte Anordnungen oder Formen zu sagen? Dann haben die Physiker vielleicht nichts mehr dagegen, wenn die Biologen behaupten: dieses Etwas sei seelischer Natur.
Der Referent war sich klar, daß er mit den vorgetragenen Ideen einen Schritt ins Unerforschliche gewagt hat, daß die Forschung die übergreifende Begriffsbildung, die er fühn vorausgesetzt hat, erst in vorsichtiger Forscherarbeit schaffen muß. Aber soll es dem Philosophen, so fragt er mit Recht, nicht gestattet sein, eine schon eingeschlagene Richtung, schneller zu Ende zu denken, als die Forschung dies permag, soll er nicht Anreger und Wegweiser sein Dr. L. H. dürfen?
Englische Goldene medaille für den Film„ Kameradschaft". Die Goldene Medaille der englischen Fakultät der Schönen Künste ist dem deutschen Film Kameradschaft" als dem„ bemerkenswertesten Film des Jahres 1931" zugesprochen worden.
Wie der Amtliche Preußische Pressedienst feststellt, übergeht ,, Der Angriff" dabei die Tatsache, daß der vom Landtag genehmigte Vertrag die Staatsregierung ermächtigt, eine erste Abfindungsrate von 450 000 m. bereits am 1. April 1932 zu zahlen. Von dieser Ermächtigung hat die Staatsregierung Gebrauch gemacht, weil sie dadurch wesentliche Vorteile für den Staat erzielte. Die Volksbühne hat sich nämlich daraufhin damit einverstanden erflärt, die ihr zustehende Abfindungssumme um 100 000 m. zu vermindern und ihr Mitbenutzungsrecht an der Linden- Oper um mehrere Jahre zu kürzen. Ueberdies hat die Volksbühne sich damit einverstanden erklärt, daß die nach dem Vertrag am 1. April 1932 und 1933 fälligen Zahlungen um je ein Jahr hinausgeschoben werden. Weiterhin ist die Zahlung der zweiten Abfindungsrate davon abhängig gemacht worden, daß die Voltsbühne am 1. April 1933 noch besteht und bis dahin ihren Verpflichtungen nachgekommen ist. Die Auszahlung des Betrages von 450 000 m. am 1. April 1932 ist daher lediglich eine Ausführung des Vertrages vom 11. Dezember 1930, die im Interesse des Staates lag. Weber handelte es sich um den Abschluß eines neuen Vertrages noch war handelte es sich um den Abschluß eines neuen Vertrages noch war die Genehmigung des Preußischen Landtags oder gar eine Notverordnung erforderlich, wie„ Der Angriff" meint.
Ebenso haltlos wie die Vorwürfe wegen der Vereinbarung mit der Volksbühne sind die Ausführungen des„, Angriff" über die Mitwirkung der Deutschen Landmannbant. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Volksbühne und der Landmannbank beruhen auf rein bankmäßiger Grundlage. Sie sind unabhängig von der Leitung der Landmannbank, da sie bereits vor dem Amtsantritt des in dem Artikel des ,, Angriff" genannten neuen Direktors der Landmannbank eingeleitet worden waren.
Kinder spielen und fingen in der Volksbühne. Sonntagvormittag 11 Uhr findet in der Boltsbühne ein Konzert der Kinderhöre der welt. lichen Schulen und des Berliner Boltschors statt zur Unterstüßung bedürftiger Kinder. Dargeboten werden Bewegungsspiele und Lehrstücke für Kinder und Erwachsene. Der Kinderchor des Berliner Volkschors wiederholt Paul Dessaus ,, Tadel der Unzuverlässigkeit" und ,, Das Eisenbahnspiel", und Baul offers, Matrosenspiel". Die Bewegungsregie führt wiederum Otto 3immermann, die musikalische Leitung hat Walter Hänel. Den zweiten Teil des Programms bestreiten die Kinder der weltlichen Schulen mit ,, Welle ABC", Musik von Allan Gray. Karten beim Deutschen Arbeiter- Sängerbund, Wallstr. 58( Jannowitz 5596 und 2 Mr.
0767) au 60 Pf. und 1 M. und an der Tageskaffe zum Preis von 1 und
Jm Saalgeschoß des Kaiser- Friedrich- Museums ist ein spanisches Kabinett eingerichtet worden, das vor allem mittelalterliche Werke der 1918 dem Museum geschenkten Sammlung James Simon enthält. Den Mittelpunkt bilden zwei prachtvoll erhaltene, bemalte Grabsteine des 14. Jahrhunderts.
Im Verein für Volkskunde spricht heute, 7 Uhr, Dorotheenstr. 7, 2 Tr., Hans Rezlaff über Deutsche Voltstrachten und brauche im Filme nach eigenen Aufnahmen.