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Die Löhne von Müller bis Papen Demokratie ist Brot Diktatur ist Not

Die zweieinhalb Jahre seit dem Sturz der letzten parlamentarischen Regie- rung unter dem Sozialdemokraten Hermann Müller sind für die werttätige Be- völkerung eine furchtbare Leidensperiode gewor- den: durch reaktionäre Wirtschaftspolitik verschärfte Massenarbeitslosigkeit, fortgesetzter Lohn-, Gehalts- und Unterstlltzungsabbau, damit immer elendere Lebenslage der Massen und immer erneute Ver- schärfung der Krise. Kine demokratische, vom Volksvertrauen ge­tragene und soziale Regierung halte aktiv die Krise bekämpft und niemals einen so furchtbaren und verhängnisvollen Kurs gegen die Massen zugelassen. Ms auf den Schultern der Nazis die soziale Re- aktion hochgekommen und die Kontrolle des Par- laments ausgeschaltet war, brach die antisoziale Sintflut los. Die Entwicklung wird blitzartig durch folgende Zahlen beleuchtet: Beim Sturz der Hermann-Müller -Regierung im Frühjahr 193(1, als die Wirtschaftskrise schon schwer auf Deutschland lastete, waren immerhin noch rund 17 Millionen Arbeitnehmer in Arbeit, heute sind es weniger als 13 Mil- l i o n e n. Im Jahre 1929 betrug das Arbeits- einkommen rund 43 Milliarden Mark, für das Jahr 1932 schätzt man es nur noch auf 27 Mil- liarden Mark. Im April 1939 betrug der durch- schnittliche Stundenlohn eines Facharbeiters noch 1,93 M., bis zum August dieses Jahres wurde allein der T a r i f l o h n für den männlichen Facharbeiter auf 81 Pf. herabgedrückt. Für die schnittliche Stundenlohn eines Facharbeiters schnittliche Tariflohn damals 63, heute 33 Pf. Um mehr a l s 2 9 P r o z. hat die Aera der Sozialreaktion die Tariflöhne herabgedrückt. Dazu kommt der stille Lohnabbau durch Herab- setzung der Akkordverdienste und durch Zulagen- abbau, was weitere 19 Pro z Lohnabbau bedeutete. Dazu die in erster Reihe den Massen auferlegte Erhöhung der Verbrauchssteuern, Ein- führung der Bürgersteuer, der Krisenlohnsteuer. Auch für die noch einigermaßen befchäsliglen Arbeiter hat sich ein erschreckender Einkom­mensrückgang ergeben. Auch dafür nur ei» einziges B e i f p i e l aus der Effektivlohnstatistik des Statistischen Reichsamt«? ein qualifizierter Facharbeiter in de? Schuhindustrie erarbeitete vor zwei- ein halb Jahren bei durchschnittlich 42stü:r- diger'Arbeitszeit einen Rettowochenlohn von etwa 43 Mark, heute erhält er bei 49stündiger Ar- beitszeit nach allen Abzügen nur noch etwa 39 Mark netto ausgezahlt. Aber das Gros der angelernten und ungelernten männlichen Arbeiter und erst recht der weiblichen Arbeitskräfte ist durch die soziale Reaktion, die sich nur dank der bewußten Hilfsstellung durch die Nazis und der unbewußten der Kommunisten so austoben konnte, »och viel tiefer in seinem Arbeitseinkommen herabgedrückt worden. Heute geht fast die Hälfte der Arbeiterschaft mit Löhnen nach Hause, die weniger als 29 Mark wöchentlich betragen. Die folgende Lohneinkom- mensstatiftik der Invalidenversicherung spricht Bände. Es erreichten danach ein Lohneinkommen pro Woche im 1. Halbj. 1939 1. Halbj. 1932 in Prozenten der gesamten Arbeitnehmerschaft mehr als 36 Mark. 36 29 24 bis 36 Mark.. 17 19 bis 24 Mark... 47 61 3m ersten Halbjahr 1930 hatten fast zwei Fünftel der versicherten Arbeiterschaft noch

Mieter an clie Front Volkswohl geht vor Eigennutz" Der Bund Deutscher Mietervertreter E. V., Sitz Dresden , hat jetzt in einer Denkschrift zu den u n- haltbaren Zuständen im Wohnungswesen Stellung genommen. Unter der DeviseVolkswohl geht vor Eigen- »utz" weist die Denkschrift nach, daß das Ankurbe- lungsprogramm der Reichsregierung mit der 2lus- lassung der Wohnungswirtschaft eine bedenk- liche Lücke aufweist. Gefordert wird für die Ankurbelungspolitik Wohnungsbau und Siedlung auf weite Sicht, wobei nachdrücklich auf die Bodeu- tung der Hauszinssteuer hingewiesen wird, die als Ausgleich für die Jnslationsgewinne des Hausbesiges bei einer gerechteren Neuregelung beizubehalten ist. Diese lebenswichtige Steuer droht durch die ständigen Konzessionen an den Zeter und Mord schreienden Hausbesitz gänz- lich zu verschwinden. Der Bund wendet sich ferner gegen die Subventionen der Reichsregierung für Instandsetzung des Althausbesiges und weist nach, daß der Hausbesig jährlich in der Miete 1 Milliarde für Instandsetzungs- kosten erhalte. Die Regierung müsse daher den V e r w e n d u n g s z w a n g für den Teil der Miete bestimmen, der seinem wirtschaftlichen Zweck nach nur für Jnstandsetzungsarbeiten vorgesehen ist. Heute müssen noch Hunderttausende in elenden Löchern kampieren. Auch für die Massen der Mieter kann es nur heißen: Weg mit der Reaktion am 6. November.

Ivochenlöhne, die über 36 Mark hinausgingen. 3m ersten Halbjahr 1932 war es nur noch ein Fünftel, und heute sind es noch weniger. Zwei Drittel der Arbeitnehmer gehen heute mit wochenverdiensten unter 24 Mark nach Hause. So sehr hat Demokratie noch Brot bedeutet: so sehr bedeutet die Ausschaltung der Demokratie Rot. Vor drei Jahren revoltierte die rheinisch- westfälische Eisenindustrie gegen den von dem damaligen Reichsarbeitsminister Wisse!! oerbind- lich erklärten Schiedsspruch für Nord-West, in- dem sie 399 999 Arbeiter aussperrte und das ganze Ruhrgebiet lahmlegte. Die Regierung Hermann Müller machte damals diesen ersten Anschlag gegen das Tarifrecht dadurch zu- nichte, daß sie dem ausgesperrten Arbeiterheer die Arbeitslosenunterstützung zubilligte. Heute, nach der Lahmlegung der demokratischen Kontrolle, konnte eine Baronsregierung den Gewerwkschaften durch eine Notverordnung die Friedens- pflicht gegenüber den unerhörten neuen Lohn- anschlügen der Papen-Notoerordnung auferlegen. Die kämpfende Arbeiterschaft weiß, wer ihr in der Nachkriegszeit besser« Arbeitsbedingungen und erträglichere Löhne erkämpft hat: die Gewerk- schaften und die Sozialdemokratie. Sie konnten es unter den Garantien der Demokratie und der parlamentarischen Kontrolle. Auf dem Rücken der Nazis, mit ihrer Hilfe, wurden diese Garantien unwirksam gemacht. Die Kommunisten haben die sozialen Errungenschaften" bespöttelt und haben die, die sie aufgebaut und verteidigt haben, als Sozialfaschisten " begeifert. Sie haben sich mit-

Zehn Zahre Oer Bezirksausschuß des ADGB . Auf dem Gewerkschaftskongreß in Leipzig im Jahre 1922 wurde beschlossen, Bezirks- a u s s ch ü s s e zu errichten, deren Wirkungskreise nicht mit den veralteten politischen Grenzen der Länder und Provinzen, sondern mit dem größeren Bereich der schon damals im Entwurf bestimmten (aber immer noch nicht durchgeführten) B e- zirkswirtschastsräte übereinstimmen sollten. Als erster Bezirk schritt neben Düsseldorf die Gruppe Berlin-Brandenburg zur Durch- führung der Leipziger Beschlüsse. Die umfang- reichen organisatorischen Vorbereitungen wurden so stark gefördert, daß schon am 1. November 1922 die praktische Arbeit des neuen Bezirksausschusses für Berlin-Brandenburg beginnen konnte. Die Leitung übernahm Carl Vollmerhaus, der bis dahin in der Berliner Gewerkschaftskommission tätig war und heute noch Sekretär des Bezirkes ist. Die Entwicklung brachte es mit sich, daß die Provinz Grenzmark Posen-Westpreu- ß e n im Jahre 1928 dem Bezirksausschuh Berlin- Brandenburg angegliedert wurde. Zwischen 1922 und heute liegen in schroffem Wechsel die Jahre der Inflation, des Aufstiegs, der politischen Reaktion und der Weltwirtschasts- krife, die den riesigen kapitalistischen Organismus immer mehr zersetzt und unterhöhlt und die Aus- Wirkungen dieser Anarchie auf die breiten Massen des Volkes abzuwälzen bestrebt ist. Die Aufgaben der Gewerkschaften wurden immer größer und schwieriger: aber sie paßten ihre Wirkungsfelder mit bewundernswerter Zielsicher- heit dem örtlich und beruflich stark verschiedenen und sprunghaft veränderten Gesicht des Arbeits- Markts an. Den Bezirksausschüssen ist die Zusammen- fassung aller Ortsausschüsse zu ein- heitlichem Handeln zur Ausgabe gestellt. Dazu kommt die Pflicht, für die Ausbreitung und für die fortschrittliche Entwicklung der Gewerkschafts- bewegung an allen Orten des Bezirks zu wirken. Neben der Wahrung und Förderung des Betriebs- rätegedankens und der Einrichtung von allge- ineinen Schulungskurzen und Vortragsabenden ist die Beratung der Ortsausschüsse in allen gewerk- schaftlichen Fragen und die Ueberwachung über Geschäftsführung in den Dienftkreis der Bezirks- ausschllsfe eingeschlossen. In reger und guter Zu- sammenarbeit mit den Gauleitungen der einzelnen Gewerkschaften werden die speziellen Interessen der Mitgliedergruppen gefördert. In Tausende und aber Tausende von Einzel- aktionen gliedert sich so die lebendige Verbindung zwischen der Organisation und dem einzelnen Mit- glied. Die Protokolle aus zehn Iahren Kampf und Arbeit des Bezirksausschusses Berlin- Brandenburg, Grenzmark Posen-Westpreußen ist eine Fundgrube an wertvollem Material.

Der Amweg In unserer Abendausgabe vom 22. Oktober veröffentlichten wir eine Notiz über den Streik der Schaber bei der Firma Fritz Werner, Marienfelde . Einige der Schaber, durchweg revolutionäre Unorganisierte", Anhänger der KPD . und ihrer Unterabteilungen für gewerk-

schuldig gemacht am Elend der Massen. Sozial- demokratie und Gewerkschaften haben allein tagtäglich in dem der Arbeiterklasse von oben aufgezwungenen Klassenkampf in der vordersten Reihe gestanden. Sie werden Deutschland die Freiheit und den Massen mehr Brot und besseres Brot wiedererkämpfen. Wer Augen hat zum Sehen und Ohren zum Hären, der kämpft mit der Sozialdemokratie und gegen die politische und soziale Reaktion: der kämpft und wirbt für Liste 2.

Im heiligen Reich Da werden die Schornsteine rauchen UnserFröhlicher Volkswirt", der unsere Leser zuletzt mit Machiavellis Auffassung über die deutsche Autarkie bekannt gemacht hat, ist aus Italien wieder zurück und schreibt aus München folgenden Brief: M ein letzter italienischer Ein- druck: eine wundervolle Zirkusvorstellung. Das Publikum hat gejubelt. Der größte Erfolg fiel einem Künstler zu, der aus einem leeren Kasten an alle Anwesenden Geschenke oerteilte. Die scheinbar kostbaren Sachen erwiesen sich dann als Seifenblasen und platzten zur allgemeinen Begeisterung des Publikums. Mein er st er Eindruck in Deutsch -

schaftliche Spaltung, überbrachten uns eine Be- richtigung. Danach habe der indirekte Lohnabbau nicht 19, sondern fast 39 bis 69 Pf. die Stunde betragen. Stimmt. Trotzdem haben die Schaber, weil in der größeren Mehrheit entwederrevolutionär" oder unorganisiert, zunächst sich damit ab- gefunden. Weiter sagen die Schaber, sie hätten ja ver- handelt, indem sie an das Arbeitsgericht appellier- ten. Stimmt. Sie vergessen nur hinzuzufügen. daß ihnen das Arbeitsgericht erwiderte:Nach- dem ihr zu den niedrigeren Löhnen gearbeitet habt, sind wir unzuständig. Wendet euch an den Verband." Da lag aber der Hase im Pfeffer. Der einzige der berichtigenden Schaber, der über eine gewisse Erfahrung zu verfügen schien, rühmte sich uns gegenüber geradezu, sein Vcrbandsbuch seinerzeit zerrissen zu haben. Kein Ar- beitsgericht und keine REO. können den Verband ersetzen. Dann rühmen die Berichtiger die Unorganisier- ten als dieteilweise aktivsten". Da kann man nur mit den Achseln zucken. Schließlich protestieren sie gegen dieVerleum- dung", weil wir gesagt haben, dieseRevolutio- nären" arbeiteten jetzt mit Streikbrechern zusammen. Wer als Streikbrecher bezeichnet wer- den kann, liegt im Wort selbst: Wer während eines Streiks arbeitet, um den Streik zu brechen. Gibt es etwa solche Schaber bei Werner, Marien- felde, nicht?

l a n d: die Rede des Reichskanzlers vor den Handwerksmeistern, der ich in einem Münchener Restaurant zuhörte. Die Rede hat mir ganz aus- gezeichnet gefallen. Ich konnte bloß nicht recht verstehen, warum die Handwerksmeister, denen so viel versprochen wurde, an manchen Stellen merkwürdig unruhig wurden. Ein Italiener, den ich unterwegs kennengelernt habe und der mit mir zusammen die Rede an- hörte, amüsierte sich köstlich. Als es besonders stürmisch wurde und der Reichskanzler sozusagen zum Schweigen gebracht war, rief mein Italiener: Jetzt fliegen gewiß faule Eier und Tomate n." Ich mußte meinen Freund be­lehren und ihn darauf aufmerksam machen, daß in Deutschland jetzt die Autarkie eingeführt wird. Wenn aber Deutschland seinen ganzen Bedarf aus eigener Kraft decken soll, darf man nicht solche wertvollen Gegenstände, wie faule Eier und Tomaten, auf die bei den Italienern übliche Weise verschwenden. Und die Deutschen sind diszipliniert genug, um das nicht zu machen. Wirklich ärgerlich waren aber die Bemerkun- gen, die ein unsympathischer Mensch(sicher ein Marxist) machte:Wissen Sie", sagte er,daß Herr von Papen seine nächste Rede bei den Schornsteinfegern halten wird? Und wissen Sie, was er sagen wird? Er wird ver- sichern, daß die Reichsregierung dafür sorgen wird, daß alle Schornsteinfeger immer genug zu fegen haben werden. Schön werden die Schorn- steine im heiligen Reiche rauchen!" Freiheit! Euer fröhlicher Volkswirt.

Riesige Kohlenlager in Sibirien . Nach einer amtlichen Sowjetmeldung wurden in Ostsibirien im Buria-Flußgebiet Kohlenvorkommen van 39 Mil- liarden Tonnen entdeckt, deren Ausbeutung in Angriff genommen werden soll.

Vom Arbeitsdienst Behandlung heimStahlhelm". 24 junge Leute traten am 19. Oktober in das Arbeitslager der DNVP. Stahlhelm " in Debran, Kreis Carlan, ein. Sie waren von 9 Uhr früh unterwegs und hatten nichts gegessen. Als sie abends ankamen, bekamen sie, in Zeitungspapier eingewickelt, Brot, Schmalz und Käse. Sic mußten sich mit ihrer Kleidung aus den Strohsack legen. Schlafdecke gab's nicht. Ein Tagesraum fehlt, so daß auch das Essen aus dem Strohsack verzehrt werden muß. Für 48 Mann sind drei Waschschüsseln da. Nachdem schon drei Mann nach vier Tagen wieder fortgegangen waren, entschlossen sich elf Mann, am 23. Oktober das Lager zu verlassen. Damit soll gegen den freiwilligen Arbeitsdienst an sich nichts gesagt sein. Den arbeitslosen Jugend- lichen, die auf unserer Seite stehen, muß jedoch geraten werden, bevor sie in ein ausge- sprachen gegnerisches Arbeitslager gehen, sich bei ihren Funktionären zu erkundigen.

Hierzu 2 Beilagen

Skrontoottlid) für Potitil: Rudolf BrendemllhI: Wirtschaft: G. K l i n g e l h ö f e r; Eewerlschaftsbewegung: I. Steiner: Feuilleton : Herbert Lepere: Lolales und Sonstiges: Fritz Karstadt: Anzeigen: Otto Hengst: sämtlich in Berlin. / Verlag: Vorwärts-Verlag <S. m.b.H., Berlin . Druck: Borwärts-Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer u. So., Berlin SW. 68, Lindenstr. 3.

Hinter der Fassade der KPD . Wie man Arbeiter ins Unglück reitet

In derRoten Fahne" vom Sonntag heißt es: BVG.-Arbeiter, stimmt für Streik! Die Sabotage der Gesamtverbandsbürokratie muß durchbrochen werden! Wählt einheitliche Kampfleitungen!" Was steckt hinter dieser Fassade? Vor etwa vierzehn Tagen lasen wir ähnliche Parolen in der kommunistischenHamburger Volkszeitung " anläßlich des Streiks der Ham- burger Verkehrsarbeiter. In einem Bericht der RGO.-Zellenleitung der Hamburger Hochbahn und Straßenbahn über diesen Streik heißt es jedoch wörtlich: Die ganze Macht der reformistischen Büro- kratie in den Betrieben stützte sich auf den fest hinter ihr stehenden Vertrauens- männerkörper. Wir bleiben auf dem loten Punkt stehen, wenn es uns nicht gelingt, einen gleichen Ver- trauensmännerkörper auszubauen." Der angebliche Kampf der Hamburger REO. stand also von Anfang an auf einem toten Punkt. Weiter heißt es: Wir protestieren gegen den Bericht der HVZ.", in dem erklärt wird, daß die Gewerk- schaften gegen den Streik seien. Dieser Bericht hat uns nur geschadet: denn er entsprach nicht den Tatsachen. Die Gesamtver- bändler haben uns gesagt, Seht, wie die Kommunisten bewußt lügen und hetzen." Das Aufziehen einer besonderen Streikleitung

und besonderer Streikposten hat zu einer Isolierung der REO. von der Be- legschaft geführt. Die Selbstherrlich- k e i t und eigenmächtige Handlungs- weise der führenden Genossen hat die Organi- sationsarbeit der Zelle stark behindert. Die Bezirksleitung hat ein vollkommen falsches Bild von unserer Position im Betriebe bekommen. Die während des Streiks gemachten Neuaufnahmen für die NGO. sind bedeutungslos. Bei der Straßen- bahn ist unsere Position äußer st Mangel- Haft. Dort haben wir kaum zwanzig Ge- nassen. Der Genosse Oldenburg hat dort voll- kommen versagt. Er wird abberufen und nicht wieder als Kandidat zur Bürger- fchaftswahl aufgestellt werden. Wir haben während des Streiks jegliche Verbindung mit der Bezirksleitung und den Stadtteilen verloren. Die Unterstützung unserer schwachen Position war gleich null. Den Vertreter der Bezirksleitung, Wichmann, müssen wir wegen Unfähigkeit ab- lehne n." Sie wie in Hamburg , steht es in Berlin bei der BVG. Nicht anders sieht es aus überall da, wo die KPD . die Arbeiter zu Streiks aufruft, um sie ins Unglück zu reiten. Unfähigkeit, gepaart mit Selbstherrlichkeit und einem großen Lügenmaul. Ist die Niederlage da, dann sind dieVerbands- bürokraten" schuld>nd dieverräterischen SPD. - Bonzen". Wer den politischen Hochstaplern und Abenteurern der KPD. vertraut, der ist verkauft und verraten.