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Demokratie in Gefahr geraten, und auf dem Weg zum Sozialismus wären wir schon un­endlich viel weiter.

Man spricht von einer Novemberrevo­lution, aber die Ereignisse des 9. November nur ein einzelner Aft in einem revolutionären Entwicklungs­prozeß, der nun schon seit Jahrzehnten die Welt erschüttert. Dieser revolutionäre Entwicklungsprozeß ist ohne Spaltungen und ohne Rückschläge nicht denkbar, beide müssen auf Zeit als etwas Unvermeidliches hinge­nommen werden. Aber vor dem Sieg steht die Einigkeit, und vor der Einigkeit steht die allgemeine Erkenntnis, daß eine de mo= fratische Staatsverfassung die unentbehrliche Voraussetzung für das Wer­den einer sozialistischen Wirtschafts­und Gesellschaftsordnung ist. In den Versammlungen singen die Arbeiter Sozialdemokraten und Kommunisten, daß uns kein Gott, kein Kaiser und kein Tribun retten kann, und daß wir, um uns aus unserm Elend zu erlösen, das Notwendige selbst tun müssen. Die Demokratie ist es, die dem Proletariat den Weg zur Selbstbe­freiung öffnet. Welchen Grund hätten denn die Herren von heute und vorgestern, ihren Klassenkampf von oben gegen die Demo­fratie zu führen, wenn nicht die Demokratie eine Eroberung des Klassenkampfes von unten wäre!?

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Ihr wollt den Sieg des Sozialismus, so schützt die Republik , verteidigt die Demo­fratie, und ihr werdet siegend beenden, was der 9. November 1918 begonnen hat!

Wer brach den Streit?

Nazis und Kommunisten beschuldigen sich gegenseitig

Die großartige Aktion der sogenannten ,, zentralen Streitleitung" im Berliner Ver­fehrsstreit hat als elende Schmieren­tomödie geendet. Zunächst waren Natio­nalsozialisten und Kommunisten vollkommen einig, indem sie alle Schuld auf die Sozial­demokratie abluden. Dann aber gerieten sie einander in die Haare, und jetzt schimpfen sie sich gegenseitig Streitbrecher. So erläßt die jogenannte Nationalsozialistische Betriebs­organisation eine Erklärung, in der es heißt:

Am 5. Streiftage, am Montag, dem 7. No­vember, schickten auch die Kommunisten durch ihre RGO.- Funktionäre unter allerlei Vor­wänden ihre Anhänger in die Betriebe und stellten dadurch den noch Kämpfenden den Erfolg in Frage. Am Montagabend versammelten die Kom­munisten durch ihre RGO. noch den Rest ihrer Anhänger und erklärten unter allerlei lendenlahmen Ausreden den Streif für beendet. Sie gingen sogar so weit, ihren Anhängern vorzufügen, daß

die Nationalsozialisten bereits den Streik ab­gebrochen

hätten. Die RGO. fönne darum den Streif nicht mehr weiter führen. Die RGO. verbreitete auch Flugblätter, in welchen sie zum sofortigen Ab= bruch des Streits aufforderten.

Somit ging der Rest der Kommunisten am Dienstag früh in die Betriebe. Der Montag war der Tag, an dem sich die Fronten restlos flärten. Die Freigewerkschaftlichen und SPD. vertagten zuerst, die

KPD . und RGO. folgten brav hinterher. Sie verließen die Front der um ihre Rechte fämp­fenden Arbeiterschaft! Der Abschluß der Reichstagswahl bedeutete für die Marristen gleichzeitig den Austritt aus der Arbeiter- Kampf­front!

Die Nationalsozialisten hielten das Banner des Kampfes bis zum Dienstag mittag hoch und nur unter der Feststellung der Tatsache, daß die Füh­rung der RGO. und der Freien Gewerkschaften die Arbeiterfront verraten hatten, den ehrlich ge­meinten Wirtschaftskampf der Arbeiterschaft ſa= botierten, veranlaßte die Nationalsozialisten auch ihrerseits, den nunmehr aussichtslos gewordenen Kampf abzubrechen.

BVG.er! Euer Kampf wäre von Erfolg ge= frönt gewesen, wenn nicht, die einheitliche Front der Schaffenden

durch sozialdemokratische und kommunistische Funktionäre erdolcht

worden wäre!

Hier ist der untrüglichste Beweis dafür ge­liefert, daß die Nationalsozialisten die Freunde, dagegen die Margisten die Feinde des arbeitenden Volkes sind. Die Arbeit­nehmerschaft Berlins soll an diesem Erlebnis lernen, und in Zukunft unter nationalsozialistischer Führung den schärfsten Kampf gegen diese margi­stischen Verräter führen.

Wie aus diesem Aufruf selbst hervorgeht, geben die Kommunisten den Nazis den Vor­wurf des Streifbruchs zurück. So versichert die Welt am Abend", die Nazis hätten zur Zermürbung der Sreiffront ihr Möglichstes getan und fie feien am Montag als erste in die Betriebe gelaufen!

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Heines macht Aufruhr

Eigener Bericht des Vorwärts"

Breslau , 8. November.

Der Naziterror in Schweidnih, der schon in der vergangenen Woche zu einem bru­talen Ueberfall hemmungsloser Hakenkreuzler auf einen friedlich seines Weges gehenden Reichs­bannermann führte, dauert fort. Insbeson­dere vor dem Landgerichtsgebäude, wo seit Diens­tagvormittag wieder das Sondergericht gegen den Gruppenführer der schlesischen SA. und seine Trabanten verhandelt, reißen die von den Hitler­Jünglingen wohl zu Ehren des Fememörders Heines mit viel Geschrei veranstalteten Krawalle nicht mehr ab. Die Polizei, die häufig vom Gummifnüppel Gebrauch machen muß, ist gegen­über diesem Treiben anscheinend völlig machllos. Auch in der Stadt streichen größere und kleinere Trupps von SA. - Leuten herum. Sie belästigen Passanten und fallen über politische Gegner her. Mehrere hundert ortsfremde Braunhofen sind gegenwärtig wieder in Schweidnih zusammen­gezogen.

Uebel tut sich besonders der in Schlesien satt­sam bekannte Naziführer Kubissa hervor. Dieser Bursche, der im Jahre 1930 wegen Beteiligung an der Sprengung einer sozialdemokratischen Ver­sammlung in einen Prozeß verwickelt war, zieht mit einer Gruppe auswärtiger SA -Leute durch die Straßen und macht seine Kumpane auf Reichsbannerleute und Kommunisten aufmerksam. Die Folge diejes terroristischen Vorgehens ist eine Kette von Zufanımenstößen. Die von Kubissa ge= führten Nazibanditen stürzen sich mit Totschlägern, Gummiknüppeln und anderen Mordwerkzeugen auf ihre Opfer. Am Dienstagmittag wurde auf dem Ring der 32jährige Zähler des Elektrizitäts­werkes Macheiske, der zur Eisernen Front ge= hört, von einer solchen Horde angefallen. Ma­cheiske erhielt mehrere tiefe Messerstiche und mußte in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus übergeführt werden Die feigen Messerhelden konnten unerkannt entkommen.

Dauernde SA. - Revolten in Schlesien

Das Auftreten der Nazis in Schweidnitz macht den Eindruck einer wohlvorbereiteten Aktion. Das Hauptquartier der nach Schweidnih für die Dauer des Prozesses verlegten SA. - Rollkommandos ist, wie in früheren Jahren, die als Nazihochburg bekannte Braufommune. Dort ist seit Dienstag früh auch eine Hakenkreuz- Sanitätskolonne statio= niert. Außerdem patrouillieren Nazifanitäter in der Stadt umher Daraus kann man schließen, daß die SA.- Führer nicht nur mit Zusammen­stößen rechnen, sondern sie planmäßig fördern.

Wie die Ortspolizeibehörde mitteilt, wurden in Schweidnitz seit Beginn des Reichenbacher Spreng­stoffprozesses insgesamt 25 Nazis festgenommen. Drei wurden dem Gerichtsgefängnis zugeführt. Vier der Festgenommenen werden sich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, die übrigen wegen Verstoßes gegen polizeiliche Anordnungen zu verantworten haben. Gegen den Gruppen­führer Heines wurde von der Polizei wegen Aufruhr und Beleidigung bei der Staatsanwalt­schaft Anzeige erstattet. Ferner geht aus dem Bericht der Polizei hervor, daß während der Dauer der Unruhen in Schweidnitz bisher drei Reichsbannerleute, zwei Kommunisten, ein Natio­nalsozialist und ein Polizeibeamter mißhandelt und verlegt wurden. Gegen die Schuldigen wurde ein Verfahren eingeleitet.

Die Unruhen in Schweidnih setzten sich auch am Dienstagnachmittag fort. Laut Mitteilung der Schweidniher Polizeiverwaltung schleuderte einer der auf dem Platz vor dem Gerichtsgebäude lärmenden SA. - Leute einen Pfund schweren Ziegelffein in den Unter­kunftsraum der Polizeibereitschaft im Gerichtsgebäude. Der Anprall des Steines war so heftig, daß der Fensterrahmen herausge­schlagen wurde und ins Zimmer fiel. Dabei wurde ein Polizeibeamter, der am Fenster gesessen hatte, erheblich verletzt; er trug eine 5 Zentimeter tiefe Kopfwunde davon. Im Laufe des Dienstag wur­

Buchthausantrag in Schweidnih

Nazizeugen wegen Begünstigung unvereidigt

Eigener Bericht des Vormärts"

Schweidnih, 8. November. Nach dreitägiger Pause wurde am Dienstagvor­mittag vor dem Schweidniger Sondergericht die Verhandlung im Reichenbacher Attentatsprozeß wieder aufgenommen.

In Fortsetzung der Zeugenvernehmung wurde zunächst Frau Pastor Fuchs verhört. Die Zeugin gab an, daß sie sich an die fraglichen Vorgänge nicht mehr erinnern könne. Der Zeuge Haupt­mann Müller äußerte, daß er den SA.- Mann Polomsti unter dem Namen Schmidt nur zur Er­holung" zu sich genommen habe. Von wem Schmidt zu ihm geschickt worden sei, wisse er nicht. Es sei bei ihm üblich, Gäste freundlich zu bewirten und zu verpflegen. Dabei ist nur merkwürdig, daß Müller diese Gastfreundschaft" ausgerechnet bei Polomski- Schmidt zuerst in Anwendung gebracht und ihn sieben Wochen beherbergt hat.

Bon der Staatsanwaltschaft wurde die Frage aufgeworfen, welche Bewandtnis es mit dem für den flüchtigen SA.- Mann Polomsti alias Schmidt ausgestellten Grenzübertrittsschein nach der Tschechoslowakei gehabt habe. Frau Müller habe nämlich bei dem Reichenforster Amtsvor­steher, der den Schein ausstellte, Schmidt als ihren Neffen ausgegeben. Vom Vor­fizenden deshalb befragt, bestritt Frau Müller, daß die Behauptung des Staatsanwalts den Tatsachen entspreche.

Sämtliche am Dienstag vernommenen Zeugen wurden nicht vereidigt, da bei allen drin=

GA. verboten Aber nur im Saargebiet

Saarbrücken , 8. November.

Die Regierungskommission des Saargebiets hat beschlossen, sämtliche militärähnlichen Organisatio­nen der NSDAP. , insbesondere die Sturm= abteilungen( SA .), die Schutzstaffeln( SS .) und sonstige Einrichtungen, einschließlich der " SA.- Beobachter, SA - Reſerven", Motorſtürme des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps , der nationalsozialistischen Sanitätskorps, der Führer­schulen, der SA. - Kasernen und der Zeugmeisterei mit sofortiger Wirkung aufzulösen.

Zur Begründung wird von der Regie­rungsfommission mitgeteilt:

,, In der Nacht zum 2. November wurde in der Stadt Saarbrücken ein Flugblatt verbreitet, das einen Wahlaufruf für die Nationalsozialisten ent

gender Verdacht der Begünstigung besteht.

Der Angeklagte Heines erging sich wieder in Beschuldigungen gegen den Kriminalkommissar Jackenkroll. Dieser habe sich bei der Vernehmung der Frau Müller Uebergriffe zuschulden kommen laffen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Rebitzki­Breslau, bat, von einer Erörterung des angeblich nicht einwandfreien Verhaltens des Kommissars abzusehen, da gegen Jackenkroll bereits ein Ver­fahren eingeleitet(??) worden sei.

Das Gericht lehnte alle Anträge ab, auch den, der die Ladung des Amtsvorstehers von Reichen­forst zur Vernehmung über den Grenzschein für Polonski- Schmidt fordert.

Nach Schluß der Beweisaufnahme wurden heute die Strafanträge gestellt. Der Staatsanwalt erklärte, daß er lange geprüft habe, ob gegen die Angeklagten Polomski, Wagner und Wolter nicht die Todesstrafe zu beantragen sei. Er habe

den neun Personen feffgenommen. Sie werden fich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Körperverlehung, Waffenmißbrauch, täflichen An­griffs auf Polizeibeamte sowie wegen Beleidigung einzelner Polizeibeamter vor Gericht zu verant­worten haben. Nach der Festnahme stürmté ein Nazitrupp schreiend und tobend hinter dem Po­lizeifraftwagen, auf dem die Verhafteten wegge­bracht wurden, her. Ein kommunisten­führer, den die Nazis auf der Straße dauernd verfolgt hatten, mußte in Schuhhaft ge­nommen werden.

Die Schuld an den Dienstag- Zusammenstöhen trägt nach Auffassung der Polizeibehörde nicht die politische Leifung der NSDAP., sondern die verantwortliche Führung der SA. , d. h. also wieder einmal Heines! Da mit deffen Berurteilung gerechnet werden dürfte, stehen für morgen nach Berkündung des Urteils weitere Aus­schreitungen bevor.

Unter dem Verdacht der Teilnahme an dem Ueberfall auf den Reichsbanner­mann Schadschal am Freitagabend verhaftete die Polizei am Dienstagmittag auf dem Ring einen Nationalsozialisten, an deffen Hosen Blutspuren zu sehen waren. Der Nazi­führer Kubissa versuchte den Festge­nommenen zu befreien. Die Polizei fah fich deshalb gezwungen, gegen den unverschämten Hakenkreuzler mit dem Gummifnüppel einzu­schreifen. Kubissa brach bewußtlos 31­sammen und wurde von seinen Leuten nach der in der Braufommune eingerichteten Naziver­bandsstation abtransportiert.

Gegen Abend trat endlich wieder Ruhe ein. Alle ortsfremden Nazis wurden von der Polizei, soweit sie ihrer habhaft werden fonnte, aus Schweidnih abgeschoben. Gegen 20 Uhr waren die Straßen von den Hakenkreuz­frafeelern gesäubert.

Der

Rövers Rückzug

Er setzt den Bürgermeister wieder ein Eigener Bericht des Vorwärts" Oldenburg , 8 November. deutsch nationale Bürger meister von Eutin , Dr. Stoffregen, der dieser Tage von dem Naziregierungspräsi­denten in Eutin mit Gewalt seines Amtes ent­hoben wurde, ist von dem oldenburgischen Nazi­ministerium am Dienstag wieder eingeset worden.

Stoffregen hatte der Nazi- Regierung ein Ulti­matum gestellt und mit der Beschwerde an den Reichsinnenminister gedroht. Diese Drohung hat die Nazihelden und Naziminister zu dem Rückzug veranlaßt. In der Nacht zum Dienstag erhielt der Naziregierungspräsident den telegraphischen Be­fehl, die Forderung des Bürgermeisters von Eutin zu erfüllen. Inzwischen hat Stoffregen gegen den Naziregierungspräsidenten in Eutin Strafantrag megen Freiheitsberaubung und Nötigung gestellt.

dieſe Frage verneinen müffen und beantragte da Nationale Wegelagerer

her wegen versuchten Mordes: gegen Po­lomiti 5 Jahre 6 Monate Zuchthaus , gegen Wolter 6 Jahre Zuchthaus und außerdem wegen Verstoßes gegen das Waffen­gesetz noch 3 Monate Zuchthaus, zusammengezogen zu einer Gesamtstrafe von 6 Jahren 1 Tag Zucht­haus. Alle drei Angeklagten sollen außerdem zu 5 Jahren Ehrverlust verurteilt werden. Gegen die übrigen Angeklagten wurden folgende Strafen be­antragt: SA. - Gruppenführer Feme - Heines 10 Monate Gefängnis, Stabführer Hayn 9 Monate, SA.- Führer Stab und Rauscher je 6 Monate Gefängnis. Die Untersuchungs­haft solle den Angeklagten angerechnet werden.

hielt, zugleich auch die Bevölkerung gegen die Polizeiorgane aufzumiegeln suchte. Das Flugblatt entspricht auch nicht den Vorschriften des Presse­gesetzes. Um den Verfasser zu ermitteln, fand am 3. November in Ausführung eines Beschlusses der Regierungskommission des Saargebiets in den Ge­schäftsräumen der NSDAP . eine Durchsuchung statt. Bei der Durchsuchung wurden unwiderleg­liche Beweise dafür gefunden, daß gewisse Orga­nisationen der NSDAP . im Saargebiet eine Tä­tigkeit entfalten, die in flagrantem Widerspruch zu den Bestimmungen der Verordnung vom 12. Sep­tember 1928 steht."

Der Parteiausschuß der Sozialdemokratischen Partei tritt am Donnerstag in Berlin zusammen, um über die politische Lage zu beraten, wie sie durch das Ergebnis der Reichstagswahlen vom 6. November geschaffen ist.

Nazis schlagen eine Frau nieder Eigener Bericht des Vorwärts"

Darmstadt , 8. November.

In Ober- Ramstadt bei Darmstadt wurde die Frau eines Reichsbannermannes von einem Trupp Nazis durch Hiebe auf den Kopf niederge­schlagen, so daß sie eine Gehirnerschütterung davontrug. Als ihr Ehemann sie aufheben wollte, erhielt er einen Stich in den Rüden. Der SA. ­Sturmtruppführer Göbel, der als Täter fest­genommen wurde. gebärdete sich derart, daß ihm Handschellen angelegt werden mußten.

In einem anderen Odenwald - Ort wurde ein Reichsbannerauto mit Steinen beworfen. Sechs Nationalsozialisten wurden als Täter fest­

genommen.

In Köln- Mülheim überfielen etwa zehn uni­formierte Hitler Leute, die mit einem Personenkraftwagen angefahren famen, einen in Opposition stehenden Nationalsozialisten. Das Nazi- Ueberfallkommando war mit schweren Knüppeln und anderen Mordinstrumenten aus­gerüstet. Der Ueberfallene und sein Begleiter wurden schwer mißhandelt. Zwei Polizeibeamte retteten sie. Die Täter konnten mit ihrem Auto entkommen.

Der Preußische Landtag wird nach den Ver= einbarungen zwischen Zentrum und Nationalsozialisten nicht vor dem 22. No­vember zusammentreten. Man erwartet, daß bis dahin sowohl über die politische Gestaltung der Dinge im Reich als auch in Preußen eine ge= wiffe Klärung erzielt werden kann. Entsprechende Schritte sind zu diesem Zweck bereits eingeleitet. Das Ziel ist vor allem die Beseitigung Papens .