Einzelbild herunterladen
 

Der Kampf um den Kunden

24 000 Stände haben Berlins Wochenmärkte

Der Vorwärts" mies schon vor einigen Mo­naten auf die eigenartige Tatsache hin, daß in der gegenwärtigen Zeit sinkender Kaufkraft fort­gesezt neue Märkte in Berlin entstehen. Tausende von Männern und Frauen, die als Käufer mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt wurden, versuchen durch den Beginn eines Handels ihre sonst nur spärlichen Einkünfte zu erhöhen. Jetzt

veröffentlichen zu dem gleichen Thema die Ber liner Wirtschaftsberichte"( 2. Dezemberheft 1932)

eine Erhebung des Statiſtiſchen Amts der Stadt

Berlin , und zwar über die Entwicklung unserer Wochenmärkte. Die Ergebnisse dieser Unter­suchung können nur bedenklich stimmen. Anfäng­lich wurde wohl die Eröffnung neuer Wochen­märkte noch allenfalls durch das Entstehen zahl= reicher Neubaublocks in den Außenbezirken gerecht­fertigt, später aber, beim ununterbrochenen An­schwellen der Erwerbslosenziffern, mußte die Zu­nahme allein der privaten Wochen= märkte von 46 im Jahre 1926 auf 89 im Jahre 1931 zu unerwünschten Konsequenzen führen. So schreiben beispielsweise auch die ,, Berliner Wirtschaftsberichte" auf Seite 211:

Zu viel Märkte

,, Die starte Zunahme der privaten Märkte stand offenbar nicht in allen Fällen im richtigen Ver­hältnis zum wirklichen Bedarf, denn eine Reihe von neu eröffneten Märkten erwies sich bald als nicht lebensfähig. Verhängnisvoll wurde für fie oft eine ungünstige Lage, abseits vom Verkehr, 3. B. am Ende einer Sackgasse, in der Nähe von unbebautem Gelände oder in einer Gegend mit vielen guten Ladengeschäften, verschiedentlich auch unmittelbar neben einem gut eingeführten öffent­lichen Markt. Es ist daher nicht verwunderlich, daß gut eingerichtete Privatmärkte wieder ge= schlossen werden mußten und bei vielen, heute noch bestehenden, nur wenig besetzte Stellen zu finden sind. Von den seit dem Jahre 1926 neu errichteten 57 privaten Märkten find 14 bis zum Ende des Jahres 1931 wieder geschlossen worden. Trotzdem find auch im letzten Jahre wieder sechs neue Privatmärkte eingerichtet worden, und zwar in den Bezirken Schöneberg , Steglitz , Tempelhof und Köpenick je 1 und im Bezirk Pankow 2."

Man muß nämlich berücksichtigen, daß Ende 1931 neben den bestehen gebliebenen 89 privaten Märkten noch 60 öffentliche( städtische) Märkte existieren, insgesamt also 149 solcher Waren­häuser unter freiem Himmel" Diese öffentlichen,

Politische

"

Funktionärinnen- Konferenz

Montag, den 16. Januar, 19% Uhr, in den Sophiensälen, Sophienstraße. Tagesordnung: 1. ,, Unsere Aufgaben im neuen Kampfjahr". Referentin Genossin Käthe Kern. 2. Aufstellung der Vorschläge für die Delegierten der Frauen zum Reichsparteitag. Zutritt zu dieser Kon­ferenz haben: 1. Die Mitglieder des Be­zirksvorstandes; 2. die beiden Vertrete­rinnen der Frauen im Kreis- bzw. Abtei­lungsvorstand; 3. die weiblichen Mit­glieder der Abteilungs- bzw. Kreisvor­stände( darunter sind zu verstehen die weiblichen Kassierer, Schriftführer, Ver­treter der SAJ. und die weiblichen Bei­sitzer im Kreisvorstand); 4. die weiblichen Bezirks- und Stadtverordneten, Land- und Reichstagsabgeordneten. Die Funktionä­rinnen haben am Saaleingang als Ausweis das Mitgliedsbuch und die Funktionär­karte vorzuzeigen.- Die Türkontrolle hat der 1. Kreis- Mitte. Saalöffnung 19 Uhr. Das Frauensekretariat.

von der Stadt bewirtschafteten Märkte sind übri­gens die weitaus größeren, so hat der Markt am Maybachufer in Neukölln allein 750 Stände, dann folgt als zweitgrößter der öffentliche Markt am Borhagener Play in Lichtenberg mit 540 Ständen und erst der drittgrößte Markt Berlins ( am Humannplatz im Bezirk Prenzlauer Berg ) mit rund 500 Ständen ist ein Privatmarkt. Ins= gesamt tönnen auf den 149 Märkten Berlins

Die ,, fröhliche Ausreißerin"

Eine von Zehntausend

-

Zeitungsnotiz: In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag ist die Frau E. K. fpurlos ver schwunden. Die junge Frau war in fröhlicher Stimmung in einem Lokal, das sie plöglich ver­ließ und in das sie nicht wieder zurückkehrte. Auch in die Wohnung tam sie nicht zurück. Erst nach zwei Tagen ist die Frau, äußerlich völlig wohl­behalten, in ihre Wohnung zurückgekommen. Was ist in der Frau vorgegangen?

In ihrer kleinen blizsauberen Küche im nörd­lichsten Berlin empfängt sie den Besucher und erzählt, indem sie tapfer die aufsteigenden Tränen niederkämpft: Ich kann das Elend einfach nicht mehr ertragen." Der Mann ist jahrelang arbeitslos, zwei Kinder sind da, die essen wollen, sie selbst ist schwerleidend an Körper und Seele. Schon einmal sind ihr die Nerven durchgegangen, da hat man sie eine Zeit­lang gut aufgepäppelt, dann ging es wieder. Und jetzt ist sie wieder so weit. ,, Gut und kräftig effen", verordnet der Arzt, er verschreibt ihr auch ein Attest für Milch und Butter; aber leider führt er diese Sache nicht in seinem Medizin­schrank...

Auch die Kinder sind blaß und elend, auch für sie gibt's teine Nahrungsausbesserung und das Schächtelchen Arsentabletten, das der Doktor spendet, wird vielleicht das allzu wenige Blut ein bißchen ausbessern, aber Kraft und gute Entwick­lung kommt davon auch nicht. 18 Mart pro Woche für 4 Menschen, was ist das schon? Davon geht ein gut Teil für Miete meg, davon sollen Kohlen getauft werden, denn die paar Frei­fohlen reichen nicht her und nicht hin, davon soll gegessen und gekleidet sein.

-

Wenn der Wohlfahrtsprüfer in den leeren Kleiderschrank sieht und die Kinder ihre taputten Stiefelchen hochrecken, dann hat er jedes­mal ein bedauerndes, verstehendes Kopfschütteln, macht getreulich seinen Bericht und es kommt wieder nichts dabei heraus. Die franke Frau läuft im dünnen Sommermäntelchen, ab und zu borgt sie sich von einer Verwandten ein wärmendes Kleidungsstück. Dann zieht sie unter dem Küchen­tisch den Waschtopf hervor und zeigt: Das ist das einzige warme Höschen von der Kleinen

ein total zerstopftes, verschliffenes Zeug- und wenn das in der Wäsche ist, muß sie mit einem ganz dünnen Unterzeug laufen."

Mittag ist's, aber auf dem Kochherd ist's öd und leer. Wann wird denn bei Ihnen eigentlich gegessen? Essen, zu Mittag? Nee, das haben wir uns längst abgewöhnt. Abends, wenn die Kinder aus dem Hort heimkommen, dann gibt's für jeden eine Stulle, oder eine dünne Suppe, Schluß Mahlzeit. Immer nur Margarine­stullen. Bater, jammert öfter mein Junge, fannste denn nich mal Schmalz oder Leberwurst kaufen?"

Wo ist hier der Ausweg?

,, Sehen Sie sich doch die Frau an, mit ihren 72 Pfund, ist denn das ein Wunder, wenn die einfach streift?" sagt der Mann. Dann schleppt er einen schweren Stoß Akten hervor. Seine Korrespondenz mit der Wohlfahrt. Immer wieder Anträge auf Sonderunterstügung, auf Nahrungszulage, auf Kleider und auf Schuhsohlen, dann wieder Beschwerden, weil man abgelehnt hatte. So vollzieht sich das Leben dieser Menschen. Die Ermittierung ist auch schon bei ihnen zu Gaste gewesen, dann hat man sich bei Gericht auf kleine Raten geeinigt, aber auch die können wieder nicht aufgebracht werden. Zweimal war schon der Hauswirt oben und hat energisch auf seinem Schein bestanden. Wenn er ein drittes Mal ver­gebens tommt, was wird dann?

Das ist also das Milieu der fröhlichen Ausreißerin!"

Trebbin ohne Ruhe

Nazis verursachen Schlägerei

Aus Trebbin wird uns geschrieben:

In Trebbin haben die Provokationen der Nationalsozialisten wieder zu Zusammen­stößen geführt. Nachdem bereits in der Sil­vesternacht unformierte Nationalsozialisten Ueber­fälle auf Kommunisten ausgeführt hatten, kam es Freitagabend im Anschluß an eine kommunistische Zusammenkunft zu einer ernsten Schlägerei zwischen Kommunisten und Nazis, in deren Ver­lauf scharf geschossen wurde. Ein völlig unbeteiligter junger Parteigenosse erhielt dabei einen Beckenschuß. Die polizeilichen Ermittlungen darüber, von welcher Seite geschossen wurde, find noch nicht abgeschlossen.

Später überfielen die Nationalsozialisten einen Sportler, der vorübergehende Parteifreunde mit dem Ruf Freiheit" begrüßt hatte. Sonntag nachmittag zog ein Trupp von etwa 20 uni­formierten S.- Leuten unter Mitführung von einigen Atrappen leichter Maschinengewehre nach dem kommunistischen Verkehrslofal, wo sie sich ge= waltsam Einlaß verschafften.

Bankgrafen müssen büßen Gefängnis für die Cliquenleute Das Landgericht I verurteilte die 5 Mit­glieder des Wandervereins Pant grafen"( übrigens nicht zu verwechseln mit der befannten trinkfrohen Pantgrafenschaft), die am 18. März dieses Jahres über den feindlichen Wan

24 000 Stände besetzt werden. Zu diesen festen Ständen kommen dann noch rund 2000 sogenannte Tagesstände DON Händlern mit Krawatten, Wäscheknöpfen, Schnürsenkeln, Glaskitt, Feuer­

Der Parlamentarismus widerspreche allerdings dem ganzen Wesen der Generäle. Der einzige wahre ernsthafte Gegner des Krieges sei der Sozialismus aus der Schule des Karl Marr. Gefährlich hin­gegen sei die Heucheleides Bürgertums; bei ihm dürfe die Friedensidee nicht so weit gehen, daß sie die Abwehrorganisation des eigenen Heeres beleuchte.

zeugen und ähnlichen Gegenständen. Die Bezirte In wenig Worten

mit den meisten Ständen sind Charlottenburg ( 2451 Stände) und Neukölln( 2359 Stände), hier blüht also das Marktleben, während andererseits im Bezirk Mitte nicht mehr ein einziger Markttag abgehalten wird.

Womit wird gehandelt?

Womit wird nun eigentlich auf dem Wochen­markt gehandelt? Auch diese Frage hat das Statistische Amt sehr eingehend untersucht und folgendes festgestellt: 5354 Stände handelten mit Obst, Gemüse und Kartoffeln. Das lehrt auch der Augenschein. Aber dichtauf folgen plötzlich 4549 Stände mit Textil- und Schuhwaren und in einigem Abstand folgen dann erst an dritter Stelle die 3601 Stände mit Fleisch und Wurst. Den vierten Platz haben sich die Fisch= händler erobert 1583 Stände), und erwähnens­wert wären noch die 1336 Butter, Eier= und Käsehändler. Hernach geht es rapide abwärts bis zu den Händlern mit Gesundheitstee, Knoblauchsaft und Singvögeln. Auch die Wirt­schaftsberichte" unterstreichen die Tatsache, daß sich der Textilhandel den zweiten Platz auf den Ber­ liner Märkten erobern konnte. Die meisten Markt­tage werden übrigens am Sonnabend abgehalten, nämlich 108, dann folgt der Dienstag mit 60 und jetzt erst der Freitag mit 58 Markttagen. Während auf den öffentlichen Märkten die Standgebühr pro Markttag und Quadratmeter 10 Pfennige beträgt, hält den Rekord mit der Standgebühr ein privater Markt in Wilmersdorf ; hier schwankt das täg­liche Standgeld zwischen 90 Pf. und 1,20 Mark je laufenden Meter!

Ein fleiner Teil der Markthändler ist gleichzeitig Erzeuger. Meist sind es Gärtner , die ihre Waren selbst vertreiben und mitunter dazu noch die Waren verwandter Betriebe aus ihrem Dorf. Aber nur selten kommt ein Bauer oder ein Gärtner über 50 Kilometer meit zum Markt nach Berlin gefahren.

derverein ,, Roter Panther" hergefallen waren, wobei einer von den Roten Banthern" durch Messerstiche tödlich verlegt wurde, zu folgenden Strafen: den Angeklagten B. und den 17jährigen 3. wegen Körperverlegung mit Todeserfolg, in Tate einheit mit Raushandel zu 3 Jahren bzw. 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis, den Vorsitzenden des Wandervereins Pantgrafen", den Angeklagten W., zu 1 Jahr Gefängnis und die Angeklagten D. und 5. zu 3 bzw. 6 Mo­naten Gefängnis wegen gefährlicher gemeinschaft­licher Körperverlegung in Tateinheit mit Rauf­handel. Der 17jährige J. erhielt auf einen Teil der Strafe Bewährungsfrist.

"

Das Gericht wird durch die teilweise hohen Gefängnisstrafen wohl haben sagen wollen, daß die blutigen Kampfesmethoden der Cliquen unter teinen Umständen geduldet werden können, und daß hier Abschreckung not tue. Die Verhandlung gestattete manchen interessanten Einblick in das Treiben der Cliquen, auf das übrigens der ,, Vor­wärts" in den letzten Jahren wiederholt ein­gegangen ist; sie führte aber auch das Cliquen­wesen als soziales Problem vor Augen. Diese Jungen in den Cliquen sind zu einem großen Teil dieselben arbeitslosen, durchaus nicht arbeits­scheuen Burschen, deren trostlose Häuslichkeit sie auf die Straße jagt und die in der eigenartigen Organisation großstädtischer Jugend einen inneren Halt suchen und manchmal auch finden. Kein Zufall, daß das Cliquenwesen erst in den letzten vier Jahren der ungeheuren Erwerbslosigkeit eine so große Ausdehnung erhalten hat.

Auf einem Sonderabend der Deutschen Liga für Menschenrechte sprach der Schriftsteller Wilhelm Herzog über die Generäle der Republik . Wer da gemeint hatte, etwas über die Generäle der deutschen Republik zu hören, der sah sich ent­täuscht. Herr Herzog sprach über die Generäle der französischen Republik zur Zeit der Dreyfus= Affäre und meinte unschuldig und gewissermaßen beiläufig, es sei den Hörern anheimgestellt, Parallelen zu ziehen und Vergleiche mit unserer Zeit anzustellen. Im ganzen genommen war der Vortrag eine psychologisch gut fundierte Soziologie und Charakterologie jener Schicht höchst­tommandierender Offiziere, die aus der Zeit des Absolutismus und des Feudalismus in unsere Zeit fremd hineinragen und dem Volf als die mit un­fontrollierbaren Vollmachten ausgerüsteten Boll­strecker des Willens, des Kapitals erscheinen. Da= bei betonte Herzog, daß die Generäle so wie fie handeln, aus Ueberzeugung handeln und gar nicht anders handeln fönnen. Es sei auch voll­kommen falsch, die Generäle als unfähige Trottel und Gewaltmenschen hinzustellen. Es komme des halb nicht so sehr auf die Generäle an, sondern auf das System, das sie an ihren Stellen lasse, so bald eine bessere und schärfere parlamentarische Kontrolle der Generäle eintrete, seien sie an paffungsfähig. Auch in Rußland diene heute eine Anzahl alter zaristischer Offiziere den Sowjets.

Der Reichsaußenminister empfing am Montag den französischen Botschafter François- Poncet , der ihm den Dank der französischen Regie­rung für die Rettungsaktion des deutschen Schiffes Ruhr " und für das Beileid der deut­ schen Regierung übermittelte.

In dem Kesselraum der Atlantique" sind am Montag noch zwei völlig verkohle Leichen gefunden worden. Die Identifizierung der Toten ist unmöglich.

Unter starter Beteiligung fand gestern nachmit tag um 3 Uhr auf dem Gemeindekirchhof Rei nickendorf in der Humboldtstraße die Trauerfeier und Beisetzung der Näherin Frau Künstler statt, die in der Silvesternacht von dem am Sonn­abend festgenommenen Nazisturmführer Baum= gart erschossen worden Am heutigen Dienstag um 3 Uhr erfolgt auf dem Friedhof in Lichtenrade die Beisezung des Jungkommu nisten Hermann, der in der Silvesternacht von Nationalsozialisten erstochen worden ist.

*

war.

In der Familiengruft auf Gut Groß Beh= nig wurde am Montag der Ende voriger Woche verstorbene Mitinhaber der Firma Borsig , Ernst von Borsig , beigesetzt. Im Trauergefolge be= merkte man 1. a. Reichswehrminister a. D. Groener und Oberbürgermeister Dr. Sahm. Ober­Schlesische Bergleute trugen den Sarg in die Gruft.

In ihrer Wohnung im Hause Stralsunder Straße 48 im Norden Berlins wurde gestern nachmittag die 77 Jahre alte Rentenempfängerin Dorothee Hanspe im Bett mit Gas vergiftet tot aufgefunden. Die alte Frau ist einem Unfall zum Opfer gefallen.

*

Der Landeskriminalpolizei ist es im Kreise Ertelenz gelungen, eine Falschmünzer­bande zu stellen und hinter Schloß und Riegel zu bringen.

Wie wird das Wetter?

In Berlin : Nach klarer, falter Nacht am Tage etwas nebelig, wechselnd bewölkt und etwas milder, aber kälter als am vergangenen Tage. In Deutschland : In ganz Deutschland etwas fühleres, heiteres bis wechselnd bewölktes Wetter, nur stellenweise in den Gebirgen einzelne Schnee­schauer, nachlassende nordwestliche Winde, in Ost­ preußen zunächst noch stärker bewölkt mit leichten Regen- und Schneeschauern, dann aufheiternd.

Oeffentlicher Vortrag der Landwirtschaftlichen Hochschule Mittwoch, den 11. Januar, Invaliden­Straße 42, Hörsaal 10, Quergebäude, pünktlich 8 Uhr abends. Prof. Freckmann: Deutschlands Moore ". Eintritt und Kleiderablage frei.

Nicht wahllos kaufen!

Je bewegter die Zeiten, um so wichtiger ist es, auf Qualität" bedacht zu sein, denn nur Quali­tätsware ist wirklich zuverlässig und haltbar. Es joll durchaus nicht gesagt sein, daß Qualitätsschuhe immer auch teurer zu sein pflegen. Im Gegenteil- bei Leiser, dem größten und leistungsfähigsten Schuhhaus Berlins , erhalten Sie jetzt im Inventur­verkauf gute, reguläre Leifer- Qualitätsschuhe schon fast für den Preis einer Besohlung. Etwa 100 000 Modell- und Restpaare hat Leiser während des Inventurverkaufs bis 75 Pro3. herabgesetzt, kein Wunder, daß die Leiser- Filialen täglich geradezu ,, gestürmt" werden so groß ist der Andrang! Für die legten fünf Tage des Inventurverkaufs sind die Preise für Restpaare nochmals herab­gesetzt worden.

-

Siedlung durch Selbsthilfe. Vor einiger Zeit hatte sich eine Anzahl von Gleichgesinnten zur Selbsthilfe Organisation der Schre= bergärten Siedler, furz SDSS. genannt, zusammengeschlossen, um durch Erwerb geeigneten Landes jedem Mitgliede auf billigste Weise ein Eigenheim von mindestens 62 Quadratmeter um­bauter Wohnfläche und je nach Stärke der Familie ½ bis 1 Morgen gutes Gartenland zu beschaffen. Jetzt liegen bereits die Bebauungspläne eines bei Oranienburg erworbenen Gutes Oranienhof vor, das die SOSS . mit rund 350 Morgen an ihre Mitglieder zum Selbstkostenpreise unter Ab­lehnung jeglichen Profits aufteilt. Das Land wird an die einzelnen Erwerber als Eigentum auf­gelaffen, bleibt also nicht Eigentum der Organi sation, so daß jeder Erwerber tatsächlich auch eigener Herr auf eigenem Grund und Boden wird. Auch im neuen Jahr wird es der Hausfrau vornehmste Sorge fein, den Shrigen selbst bei einfachster Rüchenführung ftets ein fättigendes und schmackhaftes Essen vorzulegen. Hierbei unterstützen die Hausfrau in erster Linie die er­probten Maggi- Erzeugnisse. Maggis Würze gibt Suppen, Soßen, Gemüsen, Salaten, Fisch- und Fleischspeisen schon durch ganz wenige Tropfen Wohlgeschmack, mit Maggis Suppenwürfeln( mehr als 30 verschiedene Sorten) bereitet man schnell fräftige und befömmliche Suppen. Maggis Fleischbrühwürfel geben ohne Mühe feinste Fleischbrühe zu Roch- und Trintzweden. Wer Maggis Produkte verwendet, spart und tocht doch gut.