Aufschneiderei dieser Presse kennt und andererseits in Be- Ein höchst sonderbares Wahlgesetz besteht im Arbeiter wie unser Staat trop alles praktischen Christen­tracht zieht, was häufig alles bei solchen Haussuchungen be- Großherzogthum Weimar. Vielleicht in keinem anderen thums". Der Bundeskongreß hat dort vor kurzem die schlagnahmt wird, dann weiß man, wie wenig auf solche Lande werden solche Minoritätswahlen vollzogen. Eine sogenannte Briefträgerbill angenommen. Sie verordnet, Nachrichten zu geben ist. Verhaftungen sollen auch dort Handvoll Wähler vollzieht die Wahl. Daran ist, wie daß acht Stunden ein Tagwerk für Briefträger sein nicht vorgekommen sein.-Nach Allem dem scheint es, gesagt, das Wahlgesetz schuld, welches die Wähler in soll und daß sie dabei denselben Lohn bekommen sollen, als ob Massenprozesse vorbereitet werden, um bei der 4 Klassen theilt, nämlich in die ehemaligen Reichsritter- den sie jetzt für längere Arbeitszeit erhalten. nächsten Reichstagswahl nicht nur 9, sondern etwa 90 schaftlichen, in die der Grundbesitzer mit mindestens 3000 M. Führer" und Redner im Loche zu haben. Man wird jährlicher Rente, in die der anderen Höchstbesteuerten mit gut thun, diesen Umstand recht bald ins Auge zu fassen, mindestens 3000 M. Einkommen und die übrigen Wähler, damit dadurch keine Verwirrung eintritt. welche wieder nicht direkt, sondern durch Wahlmänner wählen.

In Belgien beginnt demnächst die Wahlzeit. Das Die Leiter des Sozialdemokrat" hätten nicht ihre eigene Organ der Sozialisten, der Peuple " in Brüssel erscheint Konvenienz zu Rathe gezogen, wie der Bundesrath be- zur energischeren Förderung der Arbeitersache binnen kurzem hauptet, sondern sie hätten sich ausdrücklich zu größerer in vergrößertem Format. Sorgfalt und zur Vermeidung grob anstößiger Wendungen

" rde am

Der Reichstagsabgeordnete Grillenberge 19. April in Nürnberg von der Anklage freigesprod.n, nach dem Verbot das bekannte Manifest des sozialdemokratischen Zentral­wahl- Komitees verbreitet zu haben. Der Maurer Wilschke in Berlin wurde bekanntlich am Die ausgewiesenen Züricher Genossen haben 18. März von der Polizei lange Stunden in Gewahrsam behalten. in einem Flugblatt eine Erklärung an alle Freunde der Wie dem Buchdrucker- Unterstüßungsvereine sind von Auf seine Beschwerde ist ihm jezt der Bescheid zu Theil geworden, Schweiz gerichtet, worin sie im Interesse der Sache konsta- Seite der Behörde jetzt auch dem Verbande deutscher daß die Sistirung durchaus gerechtfertigt war und daß die be= tiren, daß ihre Ausweisung wegen Meinungsäußerung Hutmacher ähnliche Zumuthungen betreffs Statutengench- theiligten Beamten sich durchaus ihren dienſtlichen Verschriften ent­verhalten haben." durch die Presse erfolgt sei. Nicht eine einzige Handlung migung, Vorstandsangelegenheiten 2c. gemacht worden. Wir In Crefeld wurde auch Herr Carl Wesch mit Haus­hätte ihnen nachgewiesen werden können, die einen Verstoß hoffen, daß die deutschen Hutmacher etwas mehr Rückgrat suchungen bedacht. Am 3. d. M., Morgens 7 Uhr, wurden sämmt­gegen das gemeine Recht enthalte, weder Vorbereitung, zeigen und es auf das Aeußerste ankommen lassen werden. liche Wohn-, Geschäfts- und Schlafräume durchsucht, ſelbſt alle noch Aufforderung, noch auch nur Ermunterung zu gewalt­Rücksichten auf die frank darniederliegende Frau wurden beiseite thätigen beziehungsweise hochverrätherischen Unternehmungen. gelassen. Ein Poſtbuch mit dem Verzeichniß der Nachnahme­sendungen, eine Reihe Postquittungen wurden mitgenommen. 18. April wiederholte man das Verfahren, diesmal Abends, aber auch hier war außer einem St. Gallener Protokoll und einigen " Sozialdemokraten" nichts zu beschlagnahmen. Gegen den Sozialdemokraten Zuber, Berlin , Fehrbel­verpflichtet, den prinzipiellen Standpunkt aber gewahrt. Die irische Nationalliga hat am Sonntag den linerstr. 38, war gestern, Freitag, Termin angefest auf Grund des § 19 des Sozialistengesetzes und des§ 49 des Strafgesetzbuches. Jedes politische Blatt sei ein Kampforgan", ein jedes Beweis geliefert, daß sie die Leidenschaften ihrer Anhänger ueber das Resultat ist uns zur Stunde noch nichts bekannt. führe eine mehr oder minder aufreizende Sprache, doch vollständig im Zaum zu halten vermag, falls nicht seitens Die Anklage stammt von einer Haussuchung her, die am 18. De­sei jeder Streit darüber überflüssig, da der Schlag von der Regierung, der Polizei oder des Militärs eine Heraus- zember v. I. stattfand und bei der sechs Eremplare des Sozial­Berlin ausgehe und die Antwort sei auf die Enthüllungen forderung erfolgt. In den Grafschaften Cork und West- bemokrat gefunden wurden. Als Z. die Vorladung erhalten hatte, tam sonderbarer Weise ein Schußmann zu ihm, der ihn endlos über das schmachvolle Treiben des Lockspißelwesens.-meath waren von der Liga große Volksversammlungen an- ausfrug: ob er die Kosten des Prozesses zahlen werde, ob er über­Wir tragen übrigens zu unseren Bemerkungen in der gekündigt worden, die von der Regierung diesmal nicht haupt bezahlen wolle, ob in Raten, in Raten von welcher Höhe, ob legten Nummer berichtigend nach, daß keiner der vier verboten wurden. Die Versammlungen, in denen die Ab- bie Frau mitarbeite, ob er Vermögen habe, für wen er seine Waaren Genossen aus Deutschland ausgewiesen ist. Bernstein geordneten O'Brien und Dillon Reden hielten, sind ohne Pantoffeln) liefere. Zu solchen Fragen hat natürlich niemand ein befand sich bereits vor dem Erlaß des Sozialistengefeßes Ruheſtörungen in bester Ordnung verlaufen. Polizei und Recht und es iſt ganz richtig, wenn von vornherein von den Be­troffenen die Antwort verweigert wird, in der Schweiz , und Motteler hatte Leipzig verlassen, Truppen waren zwar in großer Stärke am Plaze, behellig­bevor es mit dem Belagerungszustande beglückt wurde. ten aber die Kundgebungen nicht. In mehreren Volksversammlungen haben Schweizer Meyer. Ist Scheidungsgrund. Natürlich müssen Sie Attest Arbeiter und Bürger bereits die schärfste Mißbilligung des Die manchesterliche" Regierung der Vereinigten und alles haben. Sie müssen einen Rechtsanwalt haben und thun bundesräthlichen Vorgehens ausgesprochen. Staaten thut zuweilen mehr für ihre Beamten und daher am besten, die nähereu Erkundigungen einzuziehen.

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1. Die Lohnbewegung der Tischler in den verschiedenen Städten Deutschlands und wie verhalten sich die Berliner Tischler dazu. Referent Wilhelm Schmidt. 2. Bericht der Kommission über ihre bisherige Thätigkeit.

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Sonnabend, d. 28. April, Abends 82 Uhr, in Jordan's Salon, Neue- Grünstr. 28,

Ordentl. General- Versammlung

Tagesordnung:

1. Quartalsbericht des Vorstandes und der Kommissionen. 2. Ersazwahl des Vorstandes und der Arbeitsvermittelungs- Kommission. 3. Vereins­angelegenheiten. 4. Fragekasten. Das Quittunge­buch legitimirt. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen.

Der Vorstand.

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Der vom Fachverein de. Tischler begründete Arbeitsnachweis befindet sich Alte Jakobstr. 38 im Restaurant Schumann. Die Arbeitsvermitte= lung geschieht für Meister und Gesellen( auch Nichtmitglieder des Vereins) unentgeltlich. Die Adressenausgabe erfolgt an Wochentagen von 8 bis 10 1hr Abends, Sonntags von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Da sich die vier Kassirer der Ortskrankenkasse der Tischler und Pianofortearbeiter Berlins " verpflichtet haben,

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Sonntag, d. 29. April, Vormittags 11 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10, 2 Tr. Tagesordnung:

1. Unsere diesjährigen Affordpreise und wie stellen sich die Arbeitgeber hierzu.

2. Jnnere Vereinsangelegenheiten.

3. Verschiedenes und Fragekasten.

Bau-, Maurer- und Zimmermeister, sowie Gäste durch Mitglieder eingeführt, erhalten Zutritt. Der Vorstand.

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sich ihrerseits jeder Adressenausgabe zu enthalten, seit 1. April Reichenbergerstraße 124 befindet. ersuchen wir, nur den obengenannten Ar­beitsnachweis zu benutzen. Der Vorstand.

und verw. Berufsgenossen.

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Versammlung

am Mittwoch, d. 2. Mai, Abends 82 Uhr, bei Lammers, Kommandantenstr. 71-72. Tagesordnung:

1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten.

Um zahlreichen Besuch bittet

Der Vorstand.

Fachverein der Posamentirer und Berufsgenossen. Versammlung.

Montag, den 30. April, Abends 8% Uhr, im Königstadt Kasino , Holzmarktstr. 72. Tagesordnung:

Vortrag des Herrn Dr. Huber: ,, Aites und Neues aus der Naturgeschichte". Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Der Vorstand.

Fachverein der Rohrleger. Versammlung

am Sonntag, den 29. April, Vormittags 10 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakob Straße 75.

Tagesordnung:

1. Vortrag. Welche Vortheile bietet uns der Großbetrieb

2. Ergänzungswahl des Vorstandes.

3. Verschiedenes, Fragekasten und Aufnahme neuer Mitglieder.

NB. Das Stiftungsfest, verbunden mit Familiens kränzchen, findet Sonnabend, den 5. Mai cr., Abends 8 Uhr, im obigen Lokal statt. Gönner und Freunde des Vereins find willkommen. Billets sind in der Versammlung zu haben. Der Vorstand.

Gotthold Apelt, Reichenbergerstr. 124 part. Verantwortlicher Redakteur: Max Schippel , Berlin.- Druck und Berlag: F. Posekel, Berlin 8. O., Dranienstraße 25.

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