- Wie die amtliche Statistische Monatsschrift" mittheilt, werden allgemein mit Entlassung bestraft, und da die Arbeiter| nach Greifswald , als Erlös nahm er 7 Mark heim. Es ist vor­wurden in den vier Jahren 1886 1889 in Desterreich bei ihrer gedrückten Lage nicht fort können, müssen sie aus- gekommen, daß das Wall Heringe mit einundeinhalb Pfennig 42 756 Realitäten zwangsweise versteigert. Bei 23,8 pCt. harren, weil Entlassung soviel wie Existenzlosigkeit für sie bedeutet. bezahlt ist, fünf bis zehn Pfennig ist nun seit Wochen Durch­überstieg der exekutive Kaufschillig nicht den Betrag von- Passende Stellung für einen Lehrer. In dem schnittspreis. Und selbst zu diesen Preisen ist die Waare kaum 200 Gulden, bei 41 pet. stieg er bis 1000 Gulden, bet 32,2 pCt. Sereisblatt für den Kreis Anklam( Preußen) findet sich wörtlich noch abzusetzen. Vor einigen Tagen wurden zwei große Fuhren bis 10 000 Gulden, nur bei 3 pt. stieg er über 10 000 Gulden, folgende Bekanntmachung: Als Feldhüter für den Feldschutz Heringe aufs Feld als Dünger gefahren, weil sie überhaupt nicht bei 0,1 pct. über 100 000 Gulden. Mit 97 pCt. ist also der des Gutsbezirks Stolpe und Neuhof ist der emeritirte Lehrer zu verwerthen waren." Bu gleicher Zeit, wo man schrieb, daß die Heringe nicht zu ( ländliche und städtische) kleine mittlere Grundbesitz Otto Bartel von mir bestätigt worden. Anklam , den 27. Juni verwerthen find, leiden ungezählte Tausende in Deutschland an diesen Zwangsverkäufen betheiligt. 1890. Der Landrath: v. Somniz." Bur Lage der Landarbeiter. Der konservative Ab- Unsere Väter und Großväter lehrten uns noch: Kind, thatsächlich Hunger. Die Fischer lösen kaum so viel für die ein­geordnete Graf Holstein besitzt zwei Güter; das Gut Water- wenn du ein Stück Brod wegwirfft, begehst du eine Sünde. gefangenen Heringe, um die Kosten für die Abnützung des Ge­neverstorf umfaßt einen Flächeninhalt von 4500 Morgen, hier- Der Grundgedanke dieses tiefsittlichen Lehrsages ist kein anderer schirres decken zu können. Für die Fischer ist der reiche Herings­von fallen auf den unter seiner engeren Verwaltung stehenden als der, daß sich mit dem weggeworfenen Stück Brod möglicher fang ein Fluch und auch die konsumirende Bevölkerung darf an Haupthof 2000 Morgen, auf einen verpachteten Hof 1000 Morgen, Weise ein Zweiter seinen Hunger stillen könnte. Sind Heringe diesem Segen der Natur nicht partizipiren. Und damit die armen auf 11 Bauern à 120 gleich 1320 Morgen, auf 60-70 Arbeiter etwa feine Nahrungsmittel, kein Brod für die Menschen? In Fischer an den Gestaden der Ostsee ja daran glauben, daß wir à% Morgen Garten- und Morgen Wiesenland gleich dem Küchenzettel der Bevölkerung von Norddeutschland spielt trotz alledem in der besten der Welten" leben und daß eine 121 Morgen. Der Haupthof beschäftigt im Sommer ca. 50, der Hering eine große Rolle. Und doch verwendet man dieses andere Wirthschaftsordnung, als die gegenwärtige, überhaupt nicht im Winter ca. 30 Arbeiter, der Pächterhof 30 und 18 Arbeiter, Nahrungsmittel als Düngmittel, damit nur die reichen Fisch möglich ist, wird ihnen ad oculos bewiesen, daß sie gar keine die übrigen finden im Forstwesen und Flickhandwerk ihre Be- händler ihre alten Preise und damit ihre großen Profite auf- Nahrungsmittel, sondern nur Dünger mit ihren Netzen aus den schäftigung. Die Arbeitszeit ist im Sommer von 6-6 Uhr, mit rechterhalten können. Nach altväterischer Auffassung ist dieses Fluthen des Meeres heraufgezogen haben. Die Proletarisirung der gebildeten Klassen. Wie ½ Stunde Frühstück und 1 Stunde Mittagspause, im Winter eine große wirthschaftliche Sünde, doch die Gegenwart ist in von Tag zu Tag. Der Tagelohn beträgt von März bis Ok- moralischer Beziehung nicht mehr so feinfühlig; sie findet im bei denjenigen Arbeitern, die nur körperlich angestrengt werden, tober 90 Bf., vom Oktober bis März 75 Pf.; im Sommerhalb- Gegentheil die Sache ganz in der Ordnung, wenn Nahrungs - ein Ueberangebot von Kräften sich geltend macht, trotzdem jahr wird während 6 Wochen( Erntezeit) 1,20 Mt. bezahlt; in mittel im Interesse des dreimalheiligen Profites in Düngmittel Millionen Menschen noch mit Waaren, also mit Arbeitspro­dieser Zeit wird den Arbeitern die Miethe von 27,90 Mt. ab- umgewandelt werden. Nachstehende Notiz wird von vielen dukten versorgt werden müßten, so ist auch auf dem Gebiete der gezogen, und zwar in der Weise, daß der Mann 12 Tage Blättern des Aus- und Inlandes ohne jedwede Bemerkung gebracht: geistigen Produktion ein Ueberangebot vorhanden, obwohl die Be­à 1,20 m. und die Frau 15 Tage à 90 Pf. zur befohlenen Zeit Heringe im Ueberfluß. So zahlreich wie in diesem Früh- dürfnisse noch gesteigert werden könnten. Augenblicklich wird von umsonst arbeiten müssen. Kleinere Vergehen, wie Kümmel - jahr sind die Heringe seit Jahren nicht mehr an die Ostsee - der Deutschen Bauzeitung" ein Warnungsruf veröffentlicht, der trinken, Zuspätkommen zur Arbeit und dergleichen bestraft der füfte gekommen. Bis in die kleinsten Buchten der dänischen die Proletarisirung der Regierungs- Baumeister antündet. Denn Graf mit Wohnungswechsel, indem er dem Arbeiter einen Wied sind sie vorgedrungen und in solchen Mengen, daß, nach was bedeutet es anders als Proletaristrung, wenn nach einer weiteren Weg zur Arbeit schafft. Als Schiedsrichter fungirt der Greifswalder Blättern, Wiecker- Fischer kürzlich in der Nähe der Berechnung der Deutschen Bauzeitung" sich für die jüngsten Bächter. Die zwei gleichen Schulen, welche der Graf erhält, Wiecker Bade- Anstalt mit einem Zuge mit dem großen Garn un- Anwärter unter den Technikern eine theoretische Wartezeit bis haben à 70 Kinder( nur Bauern- und Arbeiterkinder). Beide gefähr 800 Wall, also rund 6400 Heringe fangen konnten. zum Bau- Inspektor bei der Eisenbahnverwaltung von 15, beim Lehrer find nahe an 70 Jahre alt und wünschen ihre Ent- Ueberhaupt ist der Fang schon seit vielen Wochen ein außer Hochbau von 14 und beim Wasserbau von 23 Jahren ergiebt? lassung. Von dem ermächtigten Abzug der Beisteuer zur In- ordentlich reicher, für die Fischer ein zu reicher, weil die Preise in der Zwischenzeit können die armen Teufel von Anwärtern" validitäts- und Altersversicherung macht der Graf pünktlich Ge- in Folge des massenhaften Angebots so niedrig geworden sind, hungern! Vielleicht lernt dann doch der Eine oder der Andere brauch; wöchentlich sind es 10 Pf. Alle umliegenden Güter daß die Fischer kaum die Abnügungskosten des Geschirres aus begreifen, daß die geistig wie körperlich arbeitenden Proletarier haben freiwillig den Tagelohn um 20 Pf. erhöht, wozu der dem Erlös für den Fang decken können. Ein Mönch, guter das gemeinsame Bestreben haben müssen, eine Wirthschaftsord­Graf fich nicht veranlaßt fühlt. Alle sozialistischen Umtriebe Fischer, kam vor einigen Tagen mit einem Fange von 800 Wall nung herzustellen, in der das Recht auf Arbeit gesichert ist.

Fachverein der Tischler.

Ensdad( s

Am Montag, den 15. Junt, findet das

XI. Stiftungs- Fest

des Vereins in der

Neuen Welt", Hasenhaide, statt. Konzert, Festrede, gehalten vom Reichstags- Abge­

ordneten W. Liebknecht.

Auftreten des gesammten Künstler- Personals. Sommernachts- Ball

im Bal champêtre.

Großes Brillant- Feuerwerk.

Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Jedes Kind erhält am Eingang eine Stock­laterne gratis. Abends Fackelzug. Programms gratis an der Kontrole. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach.

-

Billets à 30 Bfg. sind auf allen Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Herren

zu haben:

Apelt, Sebastianstr. 27128; Gloce, Lauftgerstr. 52, 3 Tr.; Wiedemann, Wallstr. 78( Arbeits­nachweis der Tischler); Mende, Wienerstr. 37, v. 2 Tr.; Monien, Kreuzbergstr. 9, Quergeb. 3 Tr.; Schulz, Brizerstr. 42, v. 4 Tr.; Mieke, Adalbertstr. 9, v. 4 Tr.; Haberland, Reichenbergerstr. 161, v. 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36, Hof 4 Tr.; Rambow, Dieffenbachstr. 70, b. 2 Tr., bei Mehnke; Potengowski, Zossenerstr. 40, Hof part.; Witte, Invalidenstr. 21, v. 2 Tr.; Lenz, Dieffen­bachstr. 67, v. 1 Tr. bet Walther; Rede, Frobenstr. 18, Hof 3 Tr. bet Schirmer; Boian, Wiener­straße 30, v. 4 Tr.; Brose, Rirdorf, Berlinerstr. 114, 1 Tr.; A. Schmidt, Grüner Weg 105, Hof Quergeb. 2 Tr.; Häusler, Schulstr. 51; Bogasch, Friedenstr. 89, 3 Tr.; Hein( Neu- Weißensee), Charlottenstr. 156; Reichert, Fürbringerstr. 25, Hof 1. 2 Tr.; Bruhns, Wrangelstr. 61; Hegeler, Brizerstr. 40; Grunert, Manteuffelstr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer , Adalbertstr. 96; Franz, Chorinerstr. 18; Klawitter, Oppelnerstr. 16, 3 Tr.; J. Conrad, Bärwaldstr. 58, Quergeb. 2 Tr.; Hinz, Bärwaldstr. 8, H. l. 4 Tr.; R. Kuhn, Admiralstr. 37, v. 4 Tr. bei Sieg; D. Klein, Kott­bufer Damm 14; Wilschke, Junkerstr. 1; Rertau, Jahnstr. 8; G. Schulz, Admiralstr. 40; Mews, Mariannenstr. 13, v. 4 Tr.; Georgi, Simonstr. 22, v. 4 Tr.; Zeige, Sorauerstr. 4, v. 1 Tr.

Der Vorstand.

"

Verein der Sattler und Fachgenossen.

TESOTHE

Versammlung

am Sonnabend, den 13. Juni 1891, Abends 8, Uhr, im Lokale Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45.

Tages- Ordnung: 1. Das Arbeiterschutzgesetz vor dem deutschen Reichstag, und welchen Werth hat dasselbe für den Arbeiter? Referent: Genosse Link. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Billets zum Wasser- Corso. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand.

Hierzu ladet ein

Sonnabend, den 18. Juli: Großer italienischer Wasser- Corso im Müggel- See verbunden mit Sommernachts Ball in der Borussia- Brauerei in Nieder- Schönweide.

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Reichstags- Wahlkreis.

Große Versammlung

am Dienstag, den 16. Juni 1891, Abends 8 Uhr, im Lokale des

Herrn Knebel, Badstraße 58.

Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Wilhelm Werner über: Ferdinand

Laffalle." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt.

Um zahlreiches Erscheinen ersucht

Der Vorstand.

Maler, Austreicher u. Berufsgenossen Berlins u. Umgegend.

Große öffentliche Versammlung

am Sonntag, den 14. Juni, Vormittags 10 Uhr, im Moabiter Schützenhaus"( Illges), Wilsnackerstraße 63. Tages- Ordnung: 1. Lohnstatistit.( Referent: Kollege J. Hohlwegler.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Der Vertrauensmann. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Junkerstrasse 1. I

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