einer Darstellung Foville's hervorgeht, der die Spesen eines
großen und kleinen Geschäftes folgendermaßen vergleicht:
Miethe
Instandhaltung, Beleuch tung, Beheizung.
Direkte Steuern
Löhne
Großmagazin Kleinbetrieb 361%, Mill. Frks. 36500 Frts. Umsatz Umsatz
Frants
400 000
4.000
200 000 100 000
1000 500
2 000 000
2000
Diverse Auslagen, Reklame u. dgl. m
500 000
500
6 pCt. Interessen für das investirte Kapital
900 000
900 000
5 000 000
Zu erzielender Reingewinn
Im Verhältniß zu Umsatz 13,7 pct.
1000 6 000 15 000 41,1 pŒt.
Die Wirkungen einer so übermächtigen erfolgreichen Konkurrenz haben sich bereits deutlich gezeigt. Die allmälige Verdrängung des kleinen Handels- und Gewerbestandes durch die Großmagazine hat stellenweise schon das öffentliche Interesse auf sich gelenkt. Boucicaut, der Gründer des Bon Marché , äußerte einmal, sein Haus stelle etwa 900 kleinere Läden dar; damals betrug der Umsatz 60 bis 70 Millionen Franks, und mit der Steigerung desselben ist die Zahl der Verdrängten wohl auf 1500-1800 gestiegen. Selbst die kleinen und mittleren Magazine vermögen häufig nicht, der Konkurrenz Widerstand zu leisten. Im Sommer 1890' fonstatirte ein Pariser Blatt, daß seit ca. 20 Jahren 110-120 größere Geschäfte der Konkurrenz der Großmagazine unter: legen sind.
Erklärung.
Der pp. Fischer nahm allerdings die Denunziation, daß die „ Volks- Tribüne" die„ Autonomie" vertrieben habe, zurück, weil
Herr Richard Fischer vom Parteivorstand hat auf dem er damit eine objektive unwahrheit behauptet hatte. An ihm Parteitag behauptet: hat es aber nicht gelegen, daß die Denunziation nicht Erfolg „ Nun, ich erinnere daran, daß als der„ Berliner Börsen- hatte In dem Augenblick, als er sagte: Die„ Volks- Tribüne" Courier" über die auf blutrothem Papier gedruckte„ Berliner legt das Blatt bei, glaubte er es auch. Er befindet sich etwa in Volkstribüne" schrieb: Dieses Vorgehen sei geradezu provakatorisch, der Lage eines Diebes, der einbricht, aber zufällig nichts zu die„ Berliner Volfstribüne" in einer Briefkastennotiz bemerkte: stehlen findet. Einen solchen Kerl wird man immer als Dieb Wir kennen die jüdische Nächstenliebe, die dies dem Börsen- bezeichnen, und so ist auch der pp. Fischer vom Parteivorstand Courier" inspirirt hat. Alle Welt raunte es sich ins Ohr, daß als ein ehrloser und schurkenhafter Denunziant zu bePaul Ernst. mit dieser jüdischen Nächstenliebe der Genosse Jakob Bamberger zeichnen. gemeint war, dessen Vornamen Sie, Herr Werner, auf dem vorjährigen Parteitage ganz besonders betonten, um die semitische Abstammung des Genossen hervorzuheben. Wenige Tage darauf nannte der konservativ- antisemitische Reichsbote" den Namen Bambergers, die„ Berliner Volkstribüne" hüllte sich aber in Schweigen. Ich kann nicht anders als das Verhalten der „ Volks- Tribüne" als eine bubenhafte Niedertracht zu bezeichnen." Ich habe an den Parteitag eine Berichtigung geschickt, daß ich mich damals nicht in Schweigen gehüllt habe, sondern auf der Redaktion des„ Vorwärts" erklärt habe, Bamberger sei nicht gemeint. Diese Erklärung hat der„ Vorwärts" dann in einer Erwiderung an den Reichsboten veröffentlicht.
Zuerst nahm ich natürlich an, daß Herr Fischer seine Behauptung in Unkenntniß dieses Umstandes aufgestellt habe. Da er aber die eingegangene Berichtigung nicht veröffentlicht hat, so qualifizirt sich sein Vorgehen als bewußte Verläumdung. Was für ein Individuum dieser Verläumder Fischer vom Parteivorstand im Uebrigen ist, geht aus folgender Aeußerung von ihm auf den Parteitag hervor: Meinen Beweisen von gestern für Ihre Verbindung mit Anarchisten füge ich hinzu: Die Volt- Tribüne" hat Nummern diese Behauptung nahm Redner, da Auer ihn über das Obwalten einer Verwechselung hierbei informirte, beigelegt." sofort zurück
der„ Autonomie"
Große öffentliche
-
Volks- Versammlung
im
am Sonntag, den 25. Oktober 1891, Vormittags 10 Uhr, „ Eiskeller", Chausseestraße( hinterer Saal). Tages- Ordnung:
1. Berichterstattung der Delegirten vom Erfurter Partei tag . 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.
Um zahlreiches Erscheinen ersucht
Der Vertrauensmann.
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Genossen, welche gewillt sind, dem Leseund Diskutir- Klub„ Gerechtigkeit" beizutreten, tönnen sich jeden Donnerstag Abend beim Genossen Hoffmann, Waldem rstraße 61 ( Restaurant) melden.
Berichtigung.
Veranlaßt durch eine unrichtige Behauptung des Abg. Grillenberger schickten wir folgende Berichtigung dem Parteitage zu: In der Nachmittagsfizung vom 15. Oktober stellte der Abg. Grillenberger die Behauptung auf, die Flugblätter der Berliner Oppofition wären prompt von der„ Berl. Volks- Tribüne" verschickt worden. Bei der Untersuchung dieser Sache durch die Berliner Preß- Kommission behauptete der Expedient des Blattes, aus eigener Initiative keine Flugblätter verschickt zu haben. Selbstverständlich kann nicht in Betracht kommen, wenn der Betreffende auf ausdrücklichen Wunsch von Parteigenossen diesen einige Eremplare zusandte.
Die Behauptung beruht also wahrscheinlich auf einen Irrthum des Abg. Grillenberger oder auf einer falschen Mittheilung, und ersuchen wir, diese Berichtigung der betr. Aeußerung dem Parteitage mitzutheilen.
Als Beweis, daß dergl. Wünsche an die Expedition gerichtet sind, senden wir einige Karten mit. Wir ersuchen gleichzeitig, in Zukunft dergleichen Beschwerden, ehe sie auf dem Parteitag veröffentlicht werden, der Berliner Preß- Kommission als kompetenten Beschwerde- Kommission zu unterbreiten. Die Berliner Prek- Kommission.
Erklärung.
Die Vorgänge in Erfurt veranlaßten mich, aus der Organisation der sozialdemo kratischen Partei auszuscheiden. Ich halte es für gut, die Konsequenzen meines Vorgehens selbst zu tragen und nicht Andere mit mir darunter leiden zu lassen. Ich erkläre deshalb hierdurch meinen Austritt aus der Firma Maurer, Werner& Co. Gleichzeitig spreche ich allen Freunden und Gesinnungsgenoffen, die mich bisher in so reichem Maße durch Aufträge unterstützt haben, meinen Dank aus mit der Bitte, das Vertrauen, welches sie mir bisher entgegenbrachten, gütigst auf die Firma Maurer& Dimmick zu übertragen. Berlin
, Buchdrucker.
Im Anschluß an vorstehende Erklärung theilen wir allen Parteigenossen ergebenst mit, daß wir bis zum 1. November d. J. das Geschäft unter der alten Firma und von da ab unter der Firma
von Maurer& Dimmick
Buchdruckerei von Maurer
weiterführen werden.
Wir versprechen gute und schnelle Lieferung aller uns übertragener Druckarbeiten und bitten alle Parteigenoffen, das uns bisher geschenkte Vertrauen auch für die Zukunft bewahren zu wollen.
Hochachtungsvoll
Maurer& Dimmick.
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Versammlung
Uhr,
am Montag, 26. Oktober, Abends 8 bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung:
1. Vortrag.
2. Diskussion.
3. Vereinsangelegenheiten und Ver
schiedenes.
Gäste haben Zutritt. Sämmtliche Mitglieder sind hiermit eingeDer Vorstand.
laden.
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Abend von 8-9 Uhr und Sonntags Vormittags von 10-11% Uhr, sowohl an Mitglieder, wie auch an Nichtmitglieder unentgeltlich ſtatt. Die Bibliothek ist geöffnet jeden Wittwoch Abend von 8-9 Uhr und Sonntags Vormittags von 9-11 Uhr.
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Verantwortlicher Redakteur: Paul Ernst , Berlin . Verleger und Drucker: Maurer, Werner, Dimmick, sämmtlich in Berlin SO., Elisabeth- Ufer 55.
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