St.
2,
ch
ert
โร
38,
g.
39,
St.
64
ets
elt
ges
Dent
42,
tel,
abl
ing
wettt
of
R.)
152
352,
22
ben
men
ent
Dam
gde
gen
Df.),
ing:
noch
bf.),
arms
L.),
Sebel
( t.),
Blau
P.:
Imar
onne
( of.)
Diger
91176
13.
ab
R
ben
No
isber
auf
artete
Aus
Deners
47
Be
Der
e fich
ebene
achen,
Pros
fich
in
inter
at in
t,
1,
en
et
n
De
m
ch
ge
3
e
Als Käding darauf hin äußerte, daß er, weil er weit ab wohne, geben müsse, ertlärte ihm der Polier: Gut, dann sind Sie Gut, dann sind Sie entlaffen. Der Herr Polier ist eifriger Anhänger der ,, DeutschFreifinnigen." Da Käding ohne Beschäftigung ist, so bittet er feine Kollegen, ihm wenn irgend möglich baldigst Beschäftigung nachzuweisen.
b. Wie wenig man noch vor einigen 20 Jahren das heutige Wachsthum Berlins ahnte, steht man an dem Zuschnitt der Uferstraßen am Schifffahrts- Kanal. Das Schöneberger Ufer bei der Schöneberger Brücke kann kaum mehr den Vertehr bewältigen. Pferdebahnen und zahllose Laftwagen mit Rohlen von und Gütern nach den Außenbahnhöfen schieben fich hier durcheinander und alle Augenblicke entstehen Verkehrsftodungen. Es wird gar nicht lange dauern und man wird die Straße verbreitern müssen.
N. Der Brandenburgische Feuerwehrbund verfügt nach dem soeben veröffentlichten Jahresbericht über eine ganz refpettable Anzahl von Löschapparaten und Mannschaften. Die zum Verbande gehörenden 54 Feuerwehren in 52 Städten zählen 5513 Mitglieder und 167 Sprißen, davon 102 Saugund Drucksprigen, 43 Drudsprigen und 22 fleinere Sprißen. Im Laufe des verflossenen Jahres find 18 Unfälle vorgekommen und 205 Feuersbrünste bekämpft worden. Die 16 nicht zum Verband gehörenden Feuerwehren zählen 1295 Mitglieder und find im Befits von 35 Sprißen. Sie hatten 28 Feuersbrünfte zu bekämpfen und einen Unfall zu verzeichnen. Insgesammt beftzen also die 70 Feuerwehren 6808 Mitglieder und 202 Sprigen.
b. Verlorene Liebesmüh! Der verstorbene Reichardt, der Komponist des Liedes: Was ist des deutschen Vater land?" pflegte, wenn er in gufer Laune war, von einer ihm zugedachten verunglückten Dvation zu erzählen. Er übernachtete einmal in Magdeburg in einem Gasthof, dessen Wirthin am folgenden Morgen tief Inirend bei ihm erschien, und sich fortwährend für die hohe, ihr widerfahrene Ehre bedankte. In seiner furzen, sehr barschen Weise lehnte Reichardt diese Dantbezeugungen als nicht zutreffend ab, bis er erfuhr, daß ihm fämmtliche Magdeburger Gesang- Vereine in aller Frühe ein Ständchen gebracht hätten. Es stellte sich nun heraus, daß Reichardt von der Dvation, welche die halbe Stadt in Aufregung versett hatte, keine Ahnung hatte. Er erfreute fich eines so gesunden Schlafes, daß er von dem ganzen Ständchen nicht einen Ton gehört hatte.
b. Wenn mancher Mann wüßte! Der vorstorbene Berzog von Braunschweig verkehrte früher öfters in Berlin . Er liebte es, infognito in Zivil umherzuflantiren. So erschien er mehrere Tage hinter einander bei Strangler, trant seinen Kaffee und las Beitungen, ohne daß Jemand ihn erkannt bätte. Es fiel blos auf, daß der fremde Herr der ihn bedienen den Mamsell jedes Mal ein Goldstück gab. Dies sprach sich schnell herum und auch die Polizei erhielt davon Wind. Schleunigst machte sich also der Polizeirath Dunker zu Kranzler auf den Weg, traf auch richtig den Fremden und ließ sich mit ibm in ein Gespräch ein. Allmälig ging er auf seine splendiden Aufgaben ein und begann ein Wenig zu inspiziren woher der Fremde die Mittel habe. Da fuhr dieser plöglich auf, rief: Ich fann mit meinem Gelde machen, was ich will; ich bin Der Herzog von Braunschweig !", und ließ den verblüfften Polizeirath figen. Bei Kranzler aber hat man den Herzog seitdem nicht wieder gesehen.
N. Verloren gegangenes Postpacket. Nach einer Betanntmachung der Reichspostbehörde ist ein vor einiger Zeit bei dem Postamte in Pr. Holland eingeliefertes Packet in gelbem Papier, ohne Werthangabe, 5 Kilogramm schwer, an Major, Herrn Freiherrn von Minnigerode in Silkerode bei Bodelnhagen via Nordhausen- Nordheim" am Bestimmungsorte nicht eingegangen. Der Inhalt der Sendung bestand an einem Baar Stiefel mit Doppelsohlen und aus wichtigen Brozeßatten, u. A. etwa 12 Eheverträgen der von Minnigerode schen Familie in Urschrift. Der Absender hat für die Wiederbeschaffung des Packets bezw. seines Inhalts eine Belohnung
von 50 m. ausgesetzt.
a. Neue Unterschlagungen des Bankier Hirsch. Auch während der laufenden Woche sind gegen den verhafteten Bankier Hirsch bei der Staatsanwaltschaft und der Kriminalliche Unterschlagungen eingegangen, wonach das gegen H.
wird.
worden.
in Verwahrung gegeben hätten. Es wurden demzufolge diese drei, sämmtlich vorbestrafte Personen ,,, Arbeiter" F., Schlächter G. und Kaufmann M., festgenommen und zur Haft gebracht. Der oben erwähnte Dachdecker hatte einem der Diebe erzählt, daß sich in einem Bodenraum des Hauses sehr werthvolle Sachen befänden, und er hatte dadurch den Einbruch veran laßt. Der Dachdecker selbst scheint nach den bisherigen Ermittelungen zu dem Einbruch in einer strafbaren Beziehung nicht zu stehen.
Ein schwerer Unglücksfall trug fich heute auf dem Grundstück Küstriner Plaz 9 zu. Daselbst waren einige Männer im Begriff einen Balken mittelst eines Flaschenzuges in die Höhe zu schaffen, als plöglich der Balken herabftürzte und einen der unten Stehenden so schwer verleßte, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird.
Der Gendarm als wandelndes Plakat. In München hat sich Sonntag Nachmittags folgende heitere Wahlepisode ereignet. Die Sozial- Demokraten hatten, anstatt eigene Wahlprogramme an den Straßenecken anzuschlagen, ganz einfach fleine rothe, wohlgummirte Bettel, auf welchen: Wählet v. Bollmar" stand, auf die Wahlprogramme der anderen Parteien befestigen lassen, und zwar an der Stelle, auf welcher sich die Namen der vorgeschlagenen Kandidaten befinden. Die Polizei Organe erhielten alsbald Ordre, diese Bettel zu entfernen. Ganz vertieft in diese Arbeit, bemerkte nun ein Gendarm nicht, daß ein hinter ihm stehender Sozialdemokrat einen derartigen ominösen Bettel auf seine Patrontasche befestigte. Ahnungslos patrouillirte der Wächter des Gefeßes in den Straßen feines Reviers, gefolgt von einer erheiterten ansehnlichen Gesellschaft von Münchener aller Altersklaffen. Erst nach längerer Zeit machte ein Herr den Mann auf die Ursache der Belustigung aufmerksam, worauf der Gendarm sofort seine Agitation für die Sozialdemokraten einstellte.
11
Belle Alliance- Theater, Fau Marie Seebach verab schiedet sich heut Abend als Frau v. Vahren in Gegenüber", mit welcher Rolle fie hier die größten Triumphe feierte. Vor und nachher gehen die beiden Einafter ,, Die Prinzipalin" und Eine anonyme Korrespondenz" mit Franziska Elmenreich in Szene. Morgen tritt die lettgenannte Künstlerin als Katharina in ,, Die bezähmte Widerspenstige" auf. Es ist dies die Parthie, in der fie vor einigen Jahren im Nationaltheater ganz Berlin entzückte und die nicht wenig dazu beitrug, ihren schon damals feststehenden Künstlerruhm als einen unübertrefflichen zu bezeichnen.
Noch am Terminstage wiederholte die Lieffe ihre Verleitungsversuche. Um sie von Einflüssen der anderen Partei abzuhal ten, machte die Liefte die Entlastungszeuginnen nach allen Regeln der Kunst schlecht und zeigte wegwerfend auf ein Frl. Allewelt, die fte als das Judenschicksel" bezeichnete. Frau Schmidt dachte aber gar nicht daran, sich eines Meineids schuldig zu machen, deckte vielmehr im Termin das gegen Fräulein Böwer geschmiedete Komplot schonungslos auf. Die Folge davon war einestheils die glänzende Freisprechung derselben und andererseits die Erhebung obiger Antlage gegen die Lieffe. Der Gerichtshof verurtheilte die Angeklagte zu zwei Jahren Buchthaus und 3 Jahren Ehrenverlust.
Arbeiterbewegung, Vereine und
Versammlungen.
Aufruf an alle Fabritarbeiter! Kollegen! Endlich, fast nur noch vor Jahresschluß, ist es gelungen, ein zentrali firtes Krantenfaffen- Statut für unseren Beruf genehmigt zu er halten. Kollegen! Nur noch 4 Wochen Frist ist Euch gestattet, und bis dahin muß ein jeder gewerblicher Arbeiter einer Krankenkasse angehören. So tretet denn unserer Kaffe bei, damit dieselbe Euch ein wirklicher Hilfsquell in der Noth der Krankheit sein möge. Die Kaffe ist für Männer sowohl, wie für Frauen errichtet und werden Mitglieder vom vollendeten 14. Lebensjahr an aufgenommen. Die Statuten der Kaffe werden in einer öffentlichen Versammlung, welche behufs dessen Sonntag, den 2. Novbr., Vormittags 10 Uhr, im Vereinshause Süd- Ost", Waldemarstr. 75, stattfindet, zur Ausgabe gelangen, auch wird in der Versammlung bekannt gegeben, wo die Aufnahme von Mitgliedern stattfinden wird. Diejenigen Arbeiter, welche ihren Beitritt an den bekannten Stellen abgegeben haben, werden ersucht, Mann für Mann in dieser Versammlung zu erscheinen. Im Auftrage der Statuten- Kommission: R. Denzig, 3offenerstraße 36.
An alle gewerblich beschäftigten Frauen und Mädchen zu Berlin . Am 1. Dezember d. J. muß jede außer dem Hause gewerblich beschäftigte Frau oder Mädchen einer Krankenkasse angehören, welche dem Gesetz vom 15. Juni 1883 ge= nügt, widrigenfalls fie gezwungen wird, sich der zu bildenden Magistratstaffe anzuschließen. Wer dieser Kaffe nicht angehö ren mag, wird zum Eintritt in die Bentral- Kranken- und Be gräbnißtaffe für Frauen und Mädchen, eingeschrieb. Hilfskaffe Nr. 26, Offenbach , aufgefordert. Diese Kaffe ist bis jetzt die einzige, welche dem Geseze genügt. Jedes Mitglied dieser Kaffe nimmt Theil an der Verwaltung. Sie besteht bis jetzt aus ca. 4000 Mitgliedern und einem verzinslich angelegten Vermögen von ca. 7000 M.; vom 1. Dezember kommt die Karrenzzeit von 4 Wochen im We, fall, so daß Krankenunterstüßung beim Krankheitsfall sofort gezahlt wird und zwar vom 1. Dezember an 39 Wochen voll hintereinander pr. Tag 1 M., außerdem fönnen Personen schon mit dem vollendeten 14. Le
Polizei- Bericht. Am 29. d. M. Vormittags verunglückte der Arbeiter Kluck aus Rigdorf, als er auf dem Grundstück Bergmannstraße 27 mit dem Ausgraben eines großen Kastanienbaumes beschäftigt war, dadurch, daß der Baum plößlich um sant und auf ihn fiel. Kluck erlitt eine Verrenkung des Hüftgelents und eine bedeutende Rißwunde am Unterschenkel, so daß er nach der Charité gebracht werden mußte.- Um die selbe Zeit machte ein Mann in seiner Wohnung in der Kleinen Kurstraße den Versuch, sich mittels Morphiums zu vergiften. Derselbe wurde noch lebend zur Charité gebracht. Am Nach- bensjahre eintreten; alles Uebrige ist bekannt. Die Verwal mittage deffelben Tages geriethen in der Tischlerei von Baumgarten, Straußbergerstraße 12, einige Hölzer, welche zum Trocknen in der Leimküche aufgestellt waren, in Brand. Das Feuer wurde noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht.
Gerichts- Zeitung.
Ein Unglücksfall beim Abriß des abgebrannten National- Theaters beschäftigte heute in der Straffache gegen den Maurerpolier Dannapfel und den Bauunternehmer Fischer bie zweite Straffammer hiesigen Landgerichts I. Die Anklage lautet auf fahrlässige Körperverlegung mit Uebertretung der Gewerbspflicht. Am 11. Februar cr. war das Gebäude zum aroßen Theil abgetragen, und es standen nur noch einige Mauern des Barterregeschosses, über dem sich noch die Ballen lage befand. Mit der Beaufsichtigung der Arbeiter war der erste Angeklagte vom zweiten, der den Abriß selbst zur Ausführung übernommen hatte, engagirt. Bei dem weiteren Nieberreißen der einen. Mauer stürzten einige Balken zur Erde und trafen die mit dem Sortiren von Steinen beschäftigten Arbeiter Schlüter und Ehler. Die erlittenen Verlegungen waren glücklicher Weise nicht erheblicher Natur. Der Erstere wurde nach einer
der 3weite nach mehrwöchiger Kur als völlig geheilt aus dem Angeklagten die Schuld an diesem Unfall zur Eaſt, weil ſte
die Absperrung des Plazes unterlassen hatten. Fischer lehnt Der unter dem Verdacht der Veruntreuungen in zugleich Verantwortlichkeit von sich ab, da er dieselbe dem Untersuchungshaft genommene, frühere Leiter der Bimmererbe Dannenberg übertragen hatte, und dieser entschuldigt sich damit, wegung, Bimmergeselle M., ist wieder auf freien Fuß gefest daß jeder Bauarbeiter die Gefahr der Abrißarbeiten lenne und
Bogen hätte.
a. Ein
-
tungsstelle Berlin ladet nochmals hiermit zum zahlreichen Bettritt ein. Anmeldungen werden entgegengenommen: Beim Vorfizenden C. Richter, Andreasstr. 20, of r. 3 Trp.; beim Raffirer P. Schneider, Blumenstr. 29, part. im Geschäft.
Die erste Versammlung der neugegründeten freien Hilfstasse der Drechsler, Knopfmacher und Berufsge nossen fand am vorigen Sonntag im Königstädtischen Kastno, Holzmarkt und Alexanderstr.- Ecke statt. Der Vorsitzende Herr Müller erstattete den Bericht der Kommission zur Statutenbe rathung der Kaffe, theilte mit, daß die Statuten hier in Berlin von der Behörde beanstandet, von den Hamburger Drechslern der dortigen Behörde eingereicht, dort nach wenigen Wochen genehmigt wurden, und daß deshalb der Zentralstß der Kaffe in Hamburg sei. Fernerhin machte er der Versammlung befannt, daß sämmtliche Mitglieder der alten Gewerkschaftskaffen Der Drechsler Berlins( spätere Ortskaffe) bis zum 15. November ohne Innehaltung der Altersgrenze( 45 Jahre) und ihre ärztliche Untersuchung gegen Entrichtung des Einschreibegeldes ( 1 Mart) aufgenommen werden. Im Weiteren unterzog er befonders das Vorgehen der Beamten der alten Kaffe einer vernichtenden Kritik und besprach die Vortheile einer freien gegenüber einer Bmangalaffe. Ueber die neue Kaffe theilt er noch besonders mit, daß außer den 4 Stufen, 20 Mart bei einem Beitrag von 55 Pf., 16 Mart bei einem Beitrag von 40 Pf., 14 Mt. bei 35 Pf., 12 M. bei 30 Bf. noch eine Stufe für jugendliche Arbeiter, 8 M. bei 20 Pf. Beitrag, mit eingeführt wurde, um den Prinzipalen und Meistern entgegen zu kommen, damit dieselben ihre Lehrlinge ebenfalls in einer freien Hilfsfaffe versichern können. Nach Schluß des Referats ließen sich mehrere hunderte Berufsgenossen in die Kaffe aufnehmen. Im Laufe der Diskussion theilte der Vorsitzende mit, daß die Mitglieder des Fachvereins für Gas, Waffer und Dampf- Armaturen, ungefähr 400 an der Bahl, fich für Eintritt in Corpore in die Kaffe der Drechsler ausgesprochen, und daß die Kaffe aller Voraussicht nach gleich im Anfang 1000 Mitglieder zu verzeichnen haben werde, ein Resultat, wie es wohl selten von einer neugegründeten Kaffe erreicht wurde. Die Bahlstellen befinden sich im SO. Wrangelstraße 136 im Lotal des Herrn Nieselt, SD. Reichenbergerstr. 24 bei Schröder, im S. Alte Jacobstr. 105 bei Pfeifer, im C. Fischerstr. 24 bei Gericke, im N. Elsaßerstr. und Hamburgerstr. Ecke bei Vollandt, im S. bei Soodtle Ritterstr. 123 und werden Sonnabend den 1. November und alle folgende Sonnabende von 7-9 Uhr Abends Mitglieder aufgenommen sowie auch Beiträge entgegengenommen. Weitere Bahlstellen werden im Laufe der Woche bekannt gegeben. Gleichzeitig zur Nachricht, daß eine Versammlung Der freien Hilfskaffe am Montag, den 3. November Abends 8 Uhr in demselben Lokal Königstadt Casino, Holzmarkt und Alexanderstr. Ecke stattfindet. Also Drechsler, Knopfmacher und Berufsgenoffen, Mann für Mann in die freie Hilfskaffe. Untersuchungs- Arzt Dr. Baded, Prinzenstr. 56.
wissen mußte, daß er sich an der gen. Stelle nicht aufhalten dürfte. Budem habe er auf das Allerstrengste das Betreten des Plages verboten gehabt. Der Gerichtshof ließ diesen Ein
Des Plages unter allen Umständen hätte erfolgen müssen, und verurtheilte wegen der Unterlassung derselben den Dannapfel zu zwei Monaten Gefängniß. Gegen Fischer erkannte er auf
der Kurfürstenbrüde dadurch, daß eine große Zahl von Kindern g. Ein großer Auflauf entstand heute Vormittag auf einen großen, anscheinend sehr furchtsamen Hund in der Burgs wand nicht gelten, er nahm vielmehr an, daß die Absperrung Straße vor sich her und bis zur Treppe an der dortigen Bade anstalt trieb, von wo aus der Hund in die Spree sprang. Kurfürstenbrücke ertrunken, wenn nicht noch rechtzeitig ein Freisprechung, weil ihm eine Schuld nicht trifft. Schiffer mit einem Handkahn den Hund aus dem Waffer ge= vielversprechender Knabe. Der 14 jährige Knabe 3 Wochen bestraft worden ist, wurde gestern Abend in der Landgerichts I. verhandelt wurde. Die Angeklagte und die aus Nähe der Petristraße von einem Schußmann in angetrunkenem früheren Gerichtsverhandlungen bekannt gewordene unverBuftande betroffen und zur Revierwache fiftirt. Auf dem Wege ehelichte Alma Böwer bildeten den hauptsächlichsten Umgang dahin ließ der Bursche ein Portemonnaie mit 13 Mart Inhalt auf den Boden gleiten. Der begleitende Beamte bemerkte dies aber und er nahm das Portemonnaie an sich. Auf der Wache wurde dem Angetrunkenen eine filberne Cylinder Uhr als ver
Die Werbung eines falschen Zeugnisses in einer Majestätsbeleidigungs- Sache lag einer Anklage wegen Verleitung zum Meineide zu Grunde, welche heute gegen die
der Erbtante in der holländischen Erbschaftsgeschichte Fräulein Strecke. Beide suchten sich in der Gunft der alten Dame festzusetzen und in diesem Bestreben sich gegenseitig den Rang ab
muthlich gestohlen abgenommen. Als der Knabe am folgenden hatte sich die jeßige Angeklagte sogar hinreißen lassen, dieselbe
vor einiger Beit in einem Hause der Lindenstraße gefunden zu haben, und von dem braunledernen Bügel Portemonnaie nebst Gelb wollte er überhaupt nichts wissen. Zweifellos find beide auch um Frl. Böwer unschädlich zu machen, erfand fie Gegenstände gestohlen. Die Uhr hat einen Sekundenzeiger und führt die Nr. 25 284; an der Uhr befindet sich eine tombatene Rette mit den Kriegs- Denkmünzen 1870/71 en miniature. Uhr und Portemonnai befinden sich auf dem Kriminal- Rom welchem 8wed fie fich u. A. an die unverehelichte Kerting, jest miffariat am Moltenmarkt in Verwahrung, wo die unbekannten bestohlenen Eigenthümer fich melden müssen.
Ein Einbruchsdiebstahl wurde in der Nacht vom 24. zum 25. b. Mits. auf dem Boden eines Hauses in der Prinzen
zu entführen, und dem Frl. Böwer war es vorbehalten, deren Befreiung aus den Händen ihrer Gegnerin zu bewirken. Nicht allein erbittert über den mißlungenen Koup, sondern ein Gespräch derselben, in dem fte sich einer schweren Beleidi gung des Kaisers und des Kronprinzen schuldig gemacht hat. Nun galt es, Beuginnen dieser Unterhaltung aufzusuchen, zu verehelichte Schmidt wandte. Unter dem Vorgeben, daß diese an dem bewußten Tage mit in der Wohnung der Böwer ge wesen ist, als dieselbe die schweren Beleidigungen gegen die Mitglieder des Herrscherhauses ausstieß, und unter dem Ver
12000 Mart von der ihr dann zufallenden Erbschaft abzugeben,
Straße verübt. Die Diebe waren mittels Brecheisens und Nach sprechen, ihr im Falle der Unschädlichmachung der Böwer den Beamten gedrungen und hatten die daselbst verwahrten bewog fie die Kerting, zunächst mit zum Winkellonsulenten sehr werthvollen Herren und Damenkleider sowie sonstige Garderobestücke nebst zwei einem Freunde des Beamten ge hörigen Koffern, die ebenfalls mit Garderobestücken gefüllt waren, mitgenommen. Die gestohlenen Sachen hatten einen Werth von mehr als 1000 Mt. Die Diebe entkamen, ohne
rpro
Tenten
aus
Ge
ungs
in ber
en ber
ferbe
urger
bren
Centen
amets
nam
9118
muten
of ibm
Ste
Krone zu kommen und dort zu bestätigen, daß sie die zur Anzeige zu bringenden Aeußerungen der Boewer gehört habe. Schon der Krone äußerte zu Frau Schmidt: Sie sind eine couragirte Frau, gehen Sie nur tüchtig mit vor!" Am 16. Juni 1882 wurde Frau Schmidt von dem Kriminal
irgend welche Spuren zu hinterlassen. Da aber wenige Tage tommissar vernommen und hat dort auf wiederholtes Bureden
vor dem Einbruch Dachdecker auf dem Dache des bezeichneten Hauses gearbeitet und freien Zutritt zu den Bodenräumen ge habt hatten, so entstand der Verdacht, daß einer der Dachdecker der Kriminalpolizei führten auch zu der Ermittelung, daß einer der Dacharbeiter, ein bereits vorbestrafter Mensch, mit einem notorischen Einbrecher befreundet ist, welcher wiederum zu einem in der Nähe des Dranienplages wohnenden Mädchen in
die Angaben in der Denunziation bestätigt. Auch vor dem Untersuchungsrichter war Frau Schmidt von der Liefke bearbeitet worden auszusagen, daß sie die ihr auf einem Bettel aufAuf Grund des in der Voruntersuchung erzielten Resultats wurde Frl. Böwer wegen Majestätsbeleidigung unter Anklage ge stellt. Der Hauptverhandlungs- Termin war am 3. Februar 1883
zu dem Einbruch in Beziehung stände. Die Nachforschungen geschriebenen Aeußerungen der Böwer gehört habe.
Der Fachverein der Rohrleger hielt am Sonntag, den 26. Oftober, im Lokale der Herren Wolff u. Krüger, Stalizer straße 126, eine Versammlung ab. Es wurde mitgetheilt, daß die Generalversammlung am 9. November stattfinden würde. Da kein Referent zugegen war, so sprach der Vorfißende über das Gesundheitsschädliche des Rohrlegergewerbes.
Versammlung des Fachvereins der Gürtler und Berufsgenossen, Sonntag, den 2. November cr., Vorm. 10% Uhr, bei Otto, Adalbertstr. 21. T.- D.: 1. Vortrag über Ver fälschung der Nahrungsmittel. Refer.: Herr Leffer. 2. Ver schiedenes. 3. Fragelasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen.
In der freireligiösen Gemeinde spricht am nächsten Sonntag, Vorm. 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38, Herr Schäfer über das Gesetz im Bewußten und Unbewußten und Abends 7 Uhr daselbst in der geselligen Versammlung Herr cand. Bursche über Giordano Bruno .
Vermischtes.
Beziehung steht. Bei diesem Mädchen wurde gestern gele Frau Schmidt, die sich inzwischen ganz von ihr zurückgezogen Wegen umber, bis er endlich ein
den, in dem ein Theil der dem Beamten gestohlenen Kleidungs- früheren Aussagen zu bleiben. Als sich dieselbe weigerte, auf
Stücke sich befand. Das Mädchen räumte ohne Weiteres ein, daß am 25. b. Mts., früh, ihr Zuhälter mit zwei Gefährten den Koffer mit den Kleidungsstücken zu ihr gebracht und ihr
hatte, und forderte fie auf, unter allen Umständen bei ihren dieses Anfinnen einzugehen, drohte ihr die Lieffe mit einer Denunziation wegen Meineids, worauf Frau Schmidt ent gegnete: fte würde aussagen, wie fie es verantworten lönne.
Jagdabenteuer eines Konsuls. Dem in Sofia beglaubigten Konful Herrn N. ist dieser Tage ein unliebſames Jagdabenteuer paffirt. Er begab sich mit einer fleinen Gefellschaft von Diplomaten in die Umgebung von Sofia auf die Jagd. Der Bufall wollte es, daß er seine Gesellschaft verlor und zugleich auch den Weg, welcher nach Sofia zurüdführt. So( wandelte er eine zeitlang auf unbekannten ein bulgarisches Dorf erblickte. Er begab sich geradeaus in dasselbe: jedoch was nügte ihm alles Nachfragen in allen ihm geläufigen fremden Sprachen, da ihn Niemand im Dorfe verstand, Jedoch aus der der häufigen Wiederholung des Wortes Sofia " und den suchenden Blicken des fremden Herrn wurde es schließ
11