Es fcheint, als ob der Werkführer, der Familie hat, seinen Schmerz über den Verlust der Stellung durch Vertilgung di­verfer Spirituosen zu lindern gesucht hatte, denn man sah ihn gegen Abend vor den Häusern der Nachbarschaft herumhocken und brütend vor fich wie ein Betrunkener hinstarren. Lange währte aber diese Ruhe nirgends, denn ein Schußmann störte den Werkführer stets auf und veranlaßte ihn zum Weiter­gehen. Plöglich, gegen 8 Uhr, erschreckte die Anwohner und bie Baffanten das klirren einer großen Schaufensterscheibe eines gerade dem K.'schen Geschäft gegenüber belegenen Restau­rationslokals. Als Derjenige, welcher die Bertrümmerung der werthvollen Scheibe herbeigeführt, ist der K'sche Werkführer beftimmt erkannt worden, welcher gleich darauf spurlos ver schwunden war und auch nicht sofort ermittelt werden konnte. Db der Werkführer die Scheibe absichtlich oder aus Ver­fehen zertrümmert hat, konnte daher nicht festgestellt werden.

Franken," proteftirt die Dame. Was thut das, Sie lieren do beffer das Geld, als Ihr Leben. Ich will Sh 100 Franken dafür geben und suchen, wie ich das giftige Ding los werde." Die Dame stimmte zu und der Arzt läßt de Ofen bolen. Wenige Tage später fieht sich die Dame, wel ausziehen will, einige Wohnungen an, und das Erste, wor ihr Blick in einer derselben fällt, ist der Ofen. Wer wo hier?" fragte sie den Diener, der fte umherführte. Dame.", sagte dieser respektvoll, die Schwiegermutter Doktor B."

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Mas

Vor den Geschworenen des Cher- Departements schien, wie uns aus Paris geschrieben wird, dieser Tage ein Dreizehnjähriger Buderbäder- Lehrling, Namens Joseph Bent eis, unter der Anflage der Ermordung seines Meisters. Die hatte den Sungen nach kurzer Probe fortgefchickt, weil er mit nur unmäßig naschte und dem Dienstmädchen verfängliche träge machte, sondern auch sonst noch alle erdenklichen Lumper streiche beging. Auf bitten eines Onkels, des Pfarrers We eis, willigte der Buderbäcker Rigolet darein, es nochmals mit dem Schlingel zu versuchen; aber der Bursche hatte ihm eines tödtlichen Haß geschmoren, fiel eines Abends über ihn her und stieß ihm ein Meffer in die Lunge, so daß der Ueberfallen wenige Minuten darauf verschied, nachdem er Joseph als der

Thäter bezeichnet hatte. Dieser gab denn auch vor dem Schwurgericht das Verbrechen zu und erzählte, wie er auf de

die ihr nicht angenehm sein würden. Frau Seraphine zeigte| fich darüber sehr empört und man ging neuerlich zu dem Polizeikommissär, dem man den Drohbrief vorlegte. Man berieth nun hin und her, was da zu thun sei, als plöglich wie ein deus machina, ex in das ein Fialerkutscher Büreau trat und sich als derselbe präsentirte, welcher jene Unterredung mit Frau R. gehabt hatte. bin der Kreuzer Pepi", sagte er, und hab' g'hört, daß i wegen derer G'schicht g'sucht wir und beswegen bin i jest da und will Alles er­zählen, wie's g'wesen ts." Der Kommiffär ließ nun den Kauf­mann und seine Gattin in ein Nebenzimmer treten und unter­zog den Kreuzer- Pepi," recte Joseph Kreuzer, einem längeren Verhöre. Als daffelbe beendet war, rief der Kommissär das Ehepaar wieder in sein Büreau, wo er es mit sehr ernster Miene empfing. Ich habe Ihnen eine Mittbeilung zu machen, welche Sie unangenehm berühren wird, wendete er sich an Herrn R. Und nun resumirte er demselben die Aussage des Fialers, welche dahin ging, daß er von einem sehr noblen Fahrgaste, deffen Namen er jedoch nicht wisse, aufgefordert worden sei, fich mit ihm in ein Zimmer im Hotel Kreuz" zu begeben und von da durch's Schlüfferloch in das benach­barte Bimmer zu blicken, wo er eine Dame in zärtlichem Bei­sammensein mit einem jungen Manne gewahrte. Der Fremde habe ihn aufgefordert, fich die Züge der Dame genau zu merken, ihr, wenn sie das Hotel verlasse, zu folgen und sie dann zu einem Souper einzuladen. Das habe er denn auch gethan, von einem Fürsten und von 500 fl. habe er jedoch der be treffenden Dame nichts gefagt. Diese Dame aber sei Niemand anders, als die Gemahlin des Herrn R., die er gleich bei seinem Eintritte wieder erkannt habe. Frau R., welche während dieser Mittheilung abwechselnd erröthete und er­blaßte, brach, als ihr Batte seinen Blid staunend und fragend auf sie richtete, in Thränen aus. Sie sprach nichts mehr, ihr Weinen war ein Geständniß... Vor dem Bezirks­gerichte Mariahilf hatten fich dieser Tage Frau Seraphine R. und der in einer Apotheke in Mariahilf angestellte Provisor R. wegen Ehebruchs zu verantworten. Der beleidigte Gatte hatte gegen Beide die Klage eingebracht, verzieh jedoch im Laufe der Verhandlung seiner Gattin, welche ihren Fehltritt tief zu bereuen schien, und zog die Klage gegen sie zurück. Be­züglich des Provisors R. Lonnte vorläufig ein Urtheil nicht ge­fällt werden, da sich die Nothwendigkeit einer Vertagung der Verhandlung ergab. Der Unbekannte aber, der, von seiner Leidenschaft getrieben, unbemerkt den Späher gemacht hatte, so der Verirrung der Frau auf die Spur gekommen war und benüßen wollte, ist noch immer unbekannt, trotzdem sich die Bolizei sehr lebhaft für ibn intereſfirt und seine Ausforschung durch den Polizei- Anzeiger eingeleitet wurde.

Ein noch nicht aufgeklärter Vergiftungsfall hat sich in Botsdam in dem Hause Neue Königstraße 66 zugetragen. Der Duartiermeister der 9. Kompagnie Regiments der Garde du Corps, Roeder, hatte sich am vergangenen Mittwoch ver­heirathet. Als nun am Sonntag früh die Mannschaften der 9. Kompagnie, welche zum Kirchgang kommandirt waren, bis 8 Uhr vergeblich auf ihren Quartiermeister gewartet hatten, welcher ihnen die Garnitur zum Kirchgang herausgeben sollte, fuchten einige Leute schließlich deffen Wohnung auf, um den­felben zu weden. Die Stubenthür war verschlossen und wurde auch troß alles Rüttelns an derselben nicht geöffnet. Bei ge­nauerem Lauschen an der Thür vernahm man plößlich ein leises schmerzliches Stöhnen. Man öffnete die Thür und fand den Sergeanten bereits todt, die Ehefrau anscheinend in den legten Buckungen. Die Frau wurde sofort ins städtische Krantenhaus überführt, wo es schließlich nach vielen vergeb­lichen Wiederbelebungsversuchen gelang, das bereits entschwun­dene Bewußtsein zurückzurufen. Heute Morgen befand sich die Bedauernswerthe schon ziemlich wohl, so daß man ihre völlige Genesung erhofft. Ueber die Todesursache des Roeder ist Be­ftimmtes noch nicht festgestellt worden. Die Leute, welche die Wohnung zuerst betreten haben, behaupten, die Ofenklappe ge­Bffnet und durchaus reine Luft vorgefunden zu haben. Dar nach würden die Gerüchte, der Tod sei durch Kohlen- resp. Betroleumdunft( Herunterschrauben des Lampendochtes) herbei­geführt, hinfällig werden. Selbstmord scheint gleichfalls voll­tändig ausgeschloffen.

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N. Vergiftungsversuch. Eine in dem Hause Oranien­ftraße 14 a wohnende 34jährige Frau N. machte gestern Abend gegen 11 Uhr den Versuch, fich mit einer Quantität Bucker- offenbar seine Entdeckung als Prefftonsmittel zu seinen Gunsten 4fäure zu vergiften. Durch den zufällig hinzukommenden Ehe­557nann wurde die unfelige That noch rechtzeitig genug entdeckt, 6am ber Unglücklichen durch den schnell hinzugerufenen Dr. B. 84 Gegengift eingeben zu fönnen. Es soll nach ärztlichem Gut­44 achten Aussicht vorhanden sein, die Frau am Leben zu er 24 balten.

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Gerichts- Zeitung.

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59 Wien . Eine merkwürdige Ehebruchsaffaire beschäftigte 1 vor einigen Tagen das Wiener Bezirksgericht Mariahilf . Das Extrabl." berichtet darüber wie folgt: Was fehlt Dir, mein Rind, Du siehst so blaß aus, Du zitterst vor Erregung." Mit diefen Worten wendete fich der eben yon einem Geschäfts­gange heimgekehrte Kaufmann Mar R. an seine Gattin Sera­phine, eine hübsche, blonde, dunkeläugige Dame, welche nun unter Beichen tiefster Indignation ihrem Gatten folgendes merk würdige Tageserlebniß erzählte:" Dente Dir nur, als ich heute nach Hause Hause ging, fuhr mir ein Fiafer nach, der mich beim Hausthor einholte und sich erfrechte, mir den Antrag zu machen, ich solle mit ihm zum Sacher fahren, mich ein Fürst erwarte, Der mit mir soupiren wolle. Er bot mir fünfhundert Gulden an, 8 wenn ich einwillige, und sagte, es werde auch ferner mein Schaden nicht sein. Ich habe ihm natürlich derb meine Meinung gesagt, worauf er rasch davon gefahren ist."- ,, Haft Du Dir die Nummer des Fiafers gemerkt?" fragte der Mann und fuhr, als er eine verneinende Antwort erhielt, fort: ,, Das war nicht flug von Dir, indessen werde ich jedenfalls zur Bolizei gehen und die Anzeige machen, vielleicht gelingt es, den frechen Menschen, der es wagt, einer ehrbaren rau nach­7zustellen, dennoch auszuforschen." Herr R. eilte zur Polizei und ( erzählte den ganzen Vorfall dem amtirenden Kommissär, dieser 9 zuckte jedoch die Achseln und meinte: Ja, wenn wir 1 den Fiafer nicht haben, ist nichts zu machen, vielleicht gelingt 7 es Shrer Gattin, denselben auf irgend einem Standplage aus zuforschen. Darüber vergingen einige Tage; inzwischen fiel Herrn R. ein an seine Gattin adresfirtes anonymes Schreiben in die Hände, in welchem dieselbe neuerlich aufgefordert wird, fich dem ihr durch den Fialer mitgetheilten Wunsch zu fügen, widrigenfalls Mittheilungen an ihren Gatten erfolgen würden,

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Es vergingen einige Minuten ohne besondere Bwischen­fälle.

Immer blicken Sie zu meine Freundin!" sagte Brünette plöglich ungeduldig zu mir.- In der That, dieser vornehme Ausbruck! Dieser trunkene Bug um den Mund!

Ich will noch ein Glas Bier trinken," hörte ich neben mir. Was soll ich zu Hause machen?"

Mein Feeund war wieder da und sant nun endlich neben dem Alten mit dem Kopf auf die verschränkten Arme.

Die Schaar der jüngeren Gäfte hatte sich tobend wieder entfernt, und nachdem fte gegangen, erhob fich das schöne Mädchen von drüben und trat plößlich an unsern Tisch.

Ein starker Duft von Parfüm entströmte ihren Kleidern. In ihrem Innern mußten unruhige Gedanken auf- und ab­fürmen, denn ihr Fächer war in heftiger Bewegung, und die an fie gerichteten Fragen beantwortete fie überhaupt nicht oder zerstreut. Hin und wieder sah sie gespannt nach der Thür, die ins Freie führte.

Ueber Brünettes Geficht flog ein seltsamer Ausdruck. Ihr Fuß stampfte den Boden. Jene schaute ste eifig und verächt D lich an. Was geht vor?" fragte ich meine Nachbarin leise. ,, Was erregt Sie so sehr?"

In diesem Augenblid es war inzwischen späte Nacht geworden irat ein junger, schmächtiger Mensch mit einem

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blonden Ziegenbart in den Kellerraum und nahm beider

Mädchen Aufmerksamkeit gleichmäßig in Anspruch.

Der Angekommene glich einem blonden Waldfaun. Er

Vermischtes.

Wahlzeit- Poesie.

1. Die Ueberraschung. Ich stand in einem Lokale Im wilden Wortgebraus, Da hört' ich mit einemmale Den Ruf: Werft ihn hinaus! Und eh' ich noch konnte fragen: ,, Wen eigentlich und warum?" Da hatten sie mich beim Kragen Und drehten mich um und um. Und als aus dem Lokale Jch flog, da ward mir klar, Und zwar mit einemmale, Daß ich es selber war.

2. Der Wahltraum. Dent' dir einmal, mein Liebchen, Was ich im Traume gesehn: Es wollten hundert Freunde Für mich zur Urne gehn.

Sie eilten zum Wahllokale So frisch, fromm, fröhlich und frei,

Da stand ein Leierlaften,

Im Dienst der Gegenpartei.

So gräßlich flang seine Weise Sie flob, und feiner blieb stehn. Dent' dir einmal, mein Liebchen, Was ich im Traume gefehn.

Gedanken gekommen: er hatte im Petit Journal" den Roman La belle Julie" von Richebourg gelesen und gesehen, daß Bierzehnjähriger seinen Brodberrn tödten tönnie, indem er de Arglosen in einem Treppenwinkel erwartete und ein Meffe auf ihn zückte. Auch das wußte der Taugenichts aus feine Lektüre, daß die That für ihn keine weitere Folgen haben würde, als die Einsperrung in eine Besserungs- Anstalt bis seinem 21. Jahre.

Sein Vater brach über diesen Spruh in lautes Wehtlagen aus, während der Verurtheilte ihn ganz gleid

müthig hinnahm.

Das Verbrecherquartier in Florenz . In Florenz ,

bem

,, Athen am Arno", giebt es ein Quartier, welches dem Ve brechen und dem Elend als ein Schlupfwinkel dient, wo

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fich fein Fremder ohne genügenden Schuß wagt, und wo di Polizei nur in einer Bahl von etwa einem Dußend handfe Männer auftritt. Senes Quartier besteht aus einem R glomerat schmußiger Straßen, welche ein in fich abgefchloffend Ganzes bilden, und feineswegs zu den allgemeinen Verkeh adern gehören. Hier haust der Abschaum der Bevölkerun Man sieht die engen Winkelstraßen von Menschen wimmel welche, oft nur halb, oder zerlumpt gekleidet, auf der Str alles mögliche betreiben. Läst fich dort ein fremdes Gefi

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ein anständig gekleideter Mensch sehen, so erregt dies b größte Aufsehen, aller Augen richten sich auf den Fremdling man spricht leise miteinander und bald hat der lettere ein Begleitung, die ihm unheimlich wird. In diefen Quarti fteben alle Häuser miteinander in Verbindung, Schleichwe Schlupfwinkel find überall. Auch die Dächer Lommunigi miteinander, überall sind fleine Treppen angebracht, o Leitern in Bereitschaft, um den Weg von einem Haufe I andern zu machen. So ist es möglich, daß en Verbred hier den Händen der Polizei auf die bequemfte Weife entg Die Polizeiagenten, so tüchtig fie sein mögen, find nati nicht geübt im Ertlettern von Mauern, de Schleichn

Der französische Ofen. Ein amerikanischer Arzt besuchte einen seiner Patienten, eine Dame, die sich über Kopfweh und allgemeines Unwohlsein beklagte. Ich will Ihnen sagen, was das ist," sagte er rasch, das ist der franzöftsche Dfen, den Sie haben. Diese Defen find Reservoires von Gift, die tödtlichsten Dinge von der Welt." Aber der Dfen loftet mich 300

batte einen gescheitelten Haarwuchs am Hinterkopf, der wie eine Perrücke aussah und sich unter dem Rockkragen verlor.

Große Manschettenknöpfe, wie Miniatur Deffertteller, schloßen die weit über die rothen Hände fallenden Manschetten, und eine ungeheuere Uhrkette baumelte impertinent unter seinem Rod hervor.

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begann die Situation einförmig zu werden. Da trat eine neue Erscheinung in die Szene.

Er begrüßte die beiden Nachtgestalten mit einer gemeinen Bertraulichkeit, doch jede vor der andern versteckt. Romm!" sagte Brünette und machte einen Platz neben fich frei.

Er schien einen Augenblid zu zögern, folgte dann aber ibrer Aufforderung.

Treppen, Gänge find ihnen unbekannt, und wenn fie of wähnen, daß fie ihre Beute erwischt haben, o ist diese inen für gewöhnlich doch entgangen. Nicht selter fommt es

Der Mann, der an unserm Tisch sich ohne Gruß nieder­sezte, sah aus, wie ein schlecht gemaltes Delbildporträt. Leblose Büge und ein ftarres Auge gudten mich an. Dazu eine eigen thümliche Gefichtsfarbe und eine Nase, als ob sie einmal ab­gebrochen und schlecht wieder angefeßt sei. Der Körper aber war hager, spindeldürr; und große Ohren standen wie Pferdes scheuflappen von seinem Gesicht ab.

Nun erhob sich der Begleiter der Rothhaarigen und ver ließ nach einem, wie es schien, sehr erregten Gespräch ohne Gruß den Keller.

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,, Eine Hühnersuppe!"

Eine Hühnersuppe!"

Daß Polizeibeamte hier spurlos verschwinden

Die borti

Bevölkerung hängt wie Kletten aneinander, hat ihre Gebe sprache, thre geheimen Beichen, und feiner rträth den anden

Blöglich erhob sich die Rothhaarige und ging ins gegen­überliegende Nebenzimmer an ihren alten Plaz.

( Illustratione populare. Mailand .)

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Ein Ausspruch Sachverständiger. Bringen Sie Leiche herein," befahl der Sprecher einer Leibenbefchauer Ja in Texas . Der Körper ward zur Stelle ebracht. Die Ge schworenen untersuchten ihn genau und fragim den Art:

Nicht viel später schüßte der Blondgescheitelte eine Veran­laffung vor und folgte ihr.

traf ihn der Schuß?"

die Mitte des Herzens?"

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Wer erschoß ihn" Jate Daniels."( n Dugend Beuge erklärte, daß date den Schuß gethan untJake felbft räumt es ein. Die Geschworenen beriethen eir Zeitlang. Nun meine Herren Geschworenen ," sagte der Schenbeschauer, lautet Ihr Urtheil?" Her Nichter, wisind zu dem Schluf gekommen, daß Jake Daniels der beste Soße in diefer Gegend

Brünette biß die Zähne zusammen und ihre Augen fun­felten. Und nun wie vom plöslichen Entschluß getrieben, wandte sie sich zu dem Spindeldürren und flüsterte ihm etwas ins Dhr.

ift. Mögen Sie das nicht vergessen

Weshalb er es gethan. Bei eine Verhandlung mege Bruches eines Eheversprechens wurde da Verklagten geftatte ein Wort zu seiner Vertheidigung zu fechen. Ja," fagte a ,, ich füßte fie fast beständig jeden Abeo, wenn ich in Hause war." Anwalt der Klägerin Sie gefteben es alle ein?" Verklagter: Ich geftebe es aber ich mußte es thum Anwalt: Sie mußten es thun?" Berklagter: Es war d

Dieser hörte ihr erstaunt, aber offenbar mit höchster Be friedigung zu; es belebten sich seine Büge, und ein frimina­listischer Anflug von lauernder Begierde legte sich um seinen Mund.

Drüben saß das schöne Mädchen und der Blondin und sischelten miteinander.

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einzige Mittel, fte am Singen zu hivern."

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na, fie muß mit!" erwiderte er de Greise, der aufgewa war und fich für Brünette verwesen wollte. Hauen und Standalmachen kann nicht gelitten erden. Vorwärts!"- Endlich verließen alle drei der Keller und die alte Nu Während ich mich ebenfalls üftete und noch über de Busammenhang der ergreifenden Gene nachdachte, die fich eben vor mir abgespielt hatte, Laste Eifersucht, Völlerei, Dieb

Nachdem Brünette dies noch einige Beit mit erbleichendem Antlig und immer steigender Unruhe beachtet hatte, erhob fie fich, durchmaß die Räume und ging mit festen Schritten auf Die beiden zu.

Darauf hörte ich einen heftigen Schlag und einen Auf­

trat ein.

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ein ganzer Roman! Schulter und sagte:

opfte mich Jemand auf di

Ich nickte, zahlte und wane mich zur Thür. Es wa mein Freund, der nun endlich e Treppe emportaumelle und -in wunderbaren Wendunge über das ewige Räthfel b geraden Linie Versuche ansteld vor mir in der fpärlid

erleuchteten Straße verschwand,

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In demselben Augenblick örte ich an der nächsten Der einmündenden Gasse lau Hilferufe und Schreien. Hald wandte ich mich dorthin. Di beiden Mädchen waren in einen Rothhaarige hatte zulezt d Hand gegen Brünette erhoben ohne daß es der Beamte veindern fonnte. Sie blutete un glitt bald mit dem Schnupich über das Geficht, balb the bas befleckte Kleid. Dabeiredete sie in ihrem gebrochens Deutsch lebhaft auf den Bziften ein, erzählte ihm racheerful alle Details des Diebstahl und bewies in diesem Falle, weld eine rohe Berson jene sei Und dann ereignete fidem

Seltsames:

auf, um den der Streit itbrannt war.

Plöglich tauchte neb uns jener Blonde aus dem Kelle

Er widersprach be

Der Spindeldürre war thr gefolgt und rief, indem er die Mädchen ziemlich robh bei den Schultern padte: Sie folgen mir beide nach dem Mollenmarkt!"

schrei, doch ohne sehen zu könner, was eigentlich ver fich ging. Angaben Brünettens ni nur, sondern beschuldigte fie fel

Die Gäste hatten sich sämmtlich in großer Erregung er hoben und umringten die Gruppe. Bald darauf trat Brünette mit einem von befriedigtem Haß erregten Geficht wieder an den Tisch zurüd.

201 Eine Hühner- eine Bohnen noch eine Hühner!" merief der Wirth. Der Kellner eilte auf und ab. Gäste kamen Det und gingen. Brünette flüsterte, der Greis schnarchte der Affenabkömmling überlegte im Traum einen neuen Anlauf auf Abschiednehmen.- Diefelben Bilder wiederholten sich. Schon Verantwortlicher Redakteur R.

Was ist denn eigentlich?" fragte ich eindringlich. Ohne mich anzuschauen und ihre Sachen zusammenraffend, teuchte fte: Sie hat gestohlen! Nur ich wußte, wer es ge wesen! Ich hätte nits gesagt, wenn sie nich mein Brau tigam

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Der Blonde trat näher. Mit einer unnachahmlichen Be wegung erhob fie ihr Haupt und entfernte ihn aus ihrer Nähe.

Und nun durchschritt auch der Beamte den Raum und schob die heftig gestikulirende Berbrecherin vor sich her. Vorwärts! Norwärts! Wird fich Alles finden.

Gronheim in

Na,

- des Verbrechens.

fich energisch auf diSeite seiner zweiten Geliebten ftellen ein so lauter, daß d Wächter eilend herbeigelaufen la Da drang ein einger, furchtbarer Schrei durch die Nacht Brünnette rig in der tregung ihren Mantel auseinander un fuchte athemlos nach sorten. Sie germalmte mit ihren Blide den Anschuldiger unendlich haftete es heiser aus ihrer Bruf

,, Infame créature!"

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Nun ermöglichtper Beamte durch sein energifche schreiten die Abführig der Mädchen und gleichzeitig- trat feines Widerstreben auch diejenige des Blonden Sie verschwann bald alle in dem Dunkel der Straße der Begehrenswerthe, um den fich be mich dadurch erst echt einen Einblick in den furchtbaren Liebesftreit erhobe Der Wächter flärte mich auf und lid

Und wer

ein bekannter

grund dieser forripirten Verhältnißfe werfen. züngige Geliebt, war fänger!"

lag von Max Babing in BerlinSW. Bebftraße 2.

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