der ,, Petersburgsfija Wedomosti", Herr Komarom, der in seinem Blatte die im Medizinal- Departement herrschenden Mißbräuche vor zwei Jahren mit fatten Farben schilderte und dadurch wahrscheinlich zur Verabschiedung Koslow's beitrug. Der Angetlagte Ferro, ein rüftiger 66 jähriger Mann, fist auf der Antlagebant in der Generalsuniform. Der Prozeß wird eine Woche in Anspruch nehmen.
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Egypten. Die egyptische Regierung hat gegen die Entscheidung des Gerichtshofes erster Instanz in dem von der Staatsschuldenfasse angestrengten Prozesse die Berufung eingelegt. Die Angelegenheit wird am 14. fünftigen Monats vor Den Appellationsgerichte hof fommen. Wenn die Entscheidung der ersten Instanz bestätigt werden wird, dürfte die Staatsschuldenkaffe alle Gehälter und Penstonen fequeftriren lassen.
China . Aus Hongkong wird dem" Standard" gemeldet, bag in Tongling täglich Gefechte zwischen den chinesischen und französischen Vorposten stattfinden; alle verfügbaren französischen Truppen werden dazu verwandt, um das Land zwischen Bacninh und Haidzuong, welches von chinesischen Guerillas überschwemmt ist, zu säubern und zu verwüsten. Die Chinesen fahren fort, Truppen, Vorräthe und Geld nach Formosa und Tongking zu senden.
Nord- Amerita. Schon vor einigen Monaten traf die Nachricht, daß die Flüchtlinge, von dem früheren Aufstand auf der unter spanischer Herrschaft befindlichen Insel Kuba wiflens felen, wieder eine Expedition behufs Lostrennung Kuba's von Spanien zu unternehmen. Die Mehrzahl dieser Flüchtlinge befand sich schon längere Zeit im Staate Florida . Jezt wird über Key West ( Florida ) gemeldet, daß diese Erpedition unter dem Kommando von Marimo Gomez auf Kuba in der Nähe vnn Matanzas gelandet sei. In Havanna habe große Erregung geherrscht. Von anderer Seite berichtet man jedoch, daß die Nachricht unbegründet und die Erregung durch Afte der Infubordination der Truppen hervorgerufen sei. Richtig ist allerdings, daß der spanische Konful in NewOrleans jüngst dem dortigen Bolldirektor mittheilte, daß Gomez abgereift sei, um eine Expedition nach Kuba zu unternehmen.
Kommunales.
Stadtverordneten- Versammlung. Außerordentliche Sigung vom 30. Dezember.
Borsitzender Dr. Straßmann eröffnet die Sigung um 51/2 Uhr und es findet zunächst die feierliche Einführung der neugewählten Stadtverordneten Dr. Alexander Meyer und Hoffonditor Weiß statt. Dieselben werden von den Stadtv. Dr.
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Horwis und Moses in den Saal geleitet und vom Vorsteher mit folgender Ansprache begrüßt: Es ist mir eine aufrichtige Freude, meine hochgeehrten Herren, noch in dieser legten Sigung und unmittelbar am Jahresschluß Sie in diese Versammlung einführen zu können. Im Namen derselben heiße ich Sie willtommen und habe die Gewißheit, daß Sie Ihres Amtes in ernster, treuer Arbeit und selbstlofer Hingebung walten und die Intereffen unserer Stadi, so weit unsere gesegliche Befugniß reicht, sorgsam wahrnehmen und nach bestem Wissen und Ges wissen fördern werden. Darauf verpflichte ich Sie mittelst Handschlages." Dies geschieht.
Spittelmarkt, Köpniderftr. von der Eisenbahnstr. bis zur Beughofstr., Gitschinerstr. von der Belleallianceftr. bis zur Branden burgstr., Schüßenstr. von der Mauerstr. bis zur Lindenstraße, Georgenstr., von dem Kupfergraben bis zur Friedrichstr., Alte Jakobftr. von der Kommandantenstr. bis zur Neuen Roßstr., Michaelfirchste. von der Röpnickerstr. bis zur Brückenrampe, Hißigstr. von der Stülerstr. bis zur Rauchstc., Prinzenstr. von der Ritterstraße bis zur Brückenrampe, Artilleriestraße von der Biegelstr. bis zur Dranienburgerstr.( Die Umpflasterung dieser Straße soll nur für den Fall erfolgen, daß zugleich die beabfichtigte Verbreiterung der Straße zur Ausführung gelangt.) Neue Friedrichstr. von der Burgstr. bis zur Spandauer Brücke, Niederlagstr., Niederwallstr., Alexandrinenstr. von der Oranien fraße bis zur Ritterstr., Klosterstr. von der Bischofftr. bis zur Königftr., Besselstr. von der Charlottenstr. bis zur Markgrafenstraße, Sebastianstr. von der Alten Jakobsstr. bis zur Alexandrinenstr., Kommandantenstr. von der Krausenstr. bis zurLeipziger Straße, Kommandantenstr. von der Lindenste. bis zur Beuthstr., Brunnenstr. von der Lothringerstr. bis zur Invalidenftr.( Die Umpflasterung dieser Straße soll nur dann erfolgen, wenn die darin befindlichen Pferdeeisenbahngeleise gleichzeitig neu gelegt werden.) Chauffeestraße von der Invalidenstraße bis zur Keffelftrage, Kopnickerfir. von der Zeughofstr. bis zur Schlesischenstr., Prenzlauerft. von der Alexanderstraße bis zur Friedenstraße, Alexandrinenstr. von der Ritterstr. bis zur Wasserthorstraße, Fischerstr. von dem Köllnischen Fischmarkt bis Friedrichsgracht, Wallstr. von dem Spittelmarkt bis zur Neuen Grünstraße, Wallstr. von der Neuen Grünstr. bis zur Neuen Roßstraße, Michaelfirchplatz vom Engelufer bis zur Melchiorftr., Michael Kirchstr. von der Röpnickerstr. bis zum Kirchplaz, Annenstraße von der Neanderstraße bis zum Kaiser Franz- Genadierplay, Annenstr. von der Dresdenerstr. bis zur Neanderstraße, Am Königsgraben von der Alexanderstraße bis zur Stadtbahn, Königsgraben von der Alexanderstraße bis zur Stadtbahn, Kaiserstraße von der Aleranderstraße bis zur Gr. FrankfurterStraße.
Aus der Mitte der Versammlung werden noch eine Reihe von Spezialwünschen geltend gemacht und einzelne Straßen zur Neu- resp. Umpflasterung empfohlen. Stadtverordneter Dr. Gerstenberg richtet die Aufmerksamkeit der Versammlung auf die Mühlenstraße, Stadtv. Bergemann wünscht die Ums pflasterung einer größeren Strecke der Wallstraße, Stadtv. Dopp beantragt die Einstellung der Tieckstraße in die Reihe der in nächstem Jahre umzupflasternden Straßen, da der Zustand dieser Straße ein entseßlicher sei. Stadtv. Heilmann plaidirt für eine Umpflasterung der Oranienburgerstraße, Stadtv. Geitler wünscht die Belegung der Chauffeestraße mit geräuschlosem Pflaster, während Stadto. Diersch die Enbloc ſtimmung werden die fämmtlichen Abänderungsanträge abgeBei der AbAnnahme der Ausschußoorschläge empfiehlt. lehnt und das vom Ausschuß vorgelegte PflasterungsTableau genehmigt. Die vorliegenden Petitionen find hierdurch erledigt.
In der Angelegenheit, betr. die Regulirung des Wörther Plages ftellt der Magiftrat folgenden Antrag: Die Versammlung ist mit der Erwerbung der von dem Grundstücke der jüdischen Gemeinde aur Freilegung der Treskowftraße erforderlichen Fläche von 993 qm zu einem Preise von 25 Mt. pro qm, zusammen von zirka 24 875 Mt. und gegen Uebernahme der entftehenden Kosten städtischerseits unter der Bedingung einvers standen, daß die Abtrennung der zum Wörther Plak erforderlichen Fläche von zirka 488 qm Seitens der jüdischen Ges meinde ohne Entgelt erfolgt." Auf Antrag des Stadtv. de Nese wird nach kurzer Debatte die Vorlage vertagt, bis der betr. Ausschuß einen Bericht erstattet haben wird.
Es folgt die Wahl der Mitglieder und Stellvertreter zur Einschäßungs- Kommission für die klassifizirte Einkommensteuer pro 1885/86. Es werden gewählt:
I. Aus der Stadtverordneten- Versammlung: Unter- Rom-Unter- Kommission II.: Stadtv. Grunert, Herrmann, Dr. Leo, bisher Efagmann, Paetel, Biethen. Untec- Kommission III: Stadv. Heller, Hoffmann, Jaenicke, Langenbucher, Scham. Unter- Kommission IV.: Stadto. Diersch, Geiter, Gericke, Heilmann, Salge.
Die Borlage des Magiftrats, betr. die im Etatsjahre 1685/86 neu resp. umzupflasternden Straßen war einen Ave schuffe überwiesen worden, in dessen Namen Stadtv. Dr. Stryck referist. Derselbe verweist darauf, daß der Ausschuß in langen, sorgsamen Berathungen versucht habe, die Auswahl der Straßen so zu treffen, wie es den wirklichen Bedürfnissen und unseren Finanzen entspricht. Ebenso habe sich der Ausschuß bemüht, Die an ihn gelangten Petitionen zu berücksichtigen, wenn auch natürlich die Unmöglichkeit sich ergab, allen auftauchenden Spezialwünschen gerecht zu werden. Der Ausschuß sei überzeugt, daß in dieser Beziehung Jeder sich die nöthige Selbst- miffion I.: Stadto. Degmeier, Franke, Reiß, Singer, Solf. beschränkung auferlegen werde und er empfehle deshalb das von dem Ausschusse gewissenhaft ausgearbeitete Tableau. Nach demselben find zur Neupflasterung in erster Reihe folgende Straßen bestimmt: Straße 33a. XII. von der Straße 33. bis zur Brenzlauer Allee, Straße 13b. XII. von der Straße 25. bis zur Straße 25a., Danziger- Straße, nördlicher Damm von der Greifswalder Str. bis zur Straße 25. XII., weftlicher Damm, Straße 25. XII, weftlicher Damm von der Danziger Str. bis zur Straße 13., Straße 13 b. XII, von der Straße 25 a. bis zur Prenzlauer Allee, Cderberger Straße von den Kaftaniens Allee bis zur Schönhauser Allee , Huffitenstraße von der Feldstraße bis zur Hermsdorfer Str., Huffitenstraße von der Herms dorferstraße bis zur Straße 88/91 IX., Brenzlauer Allee von der Friedenstr. bis zur Belforterfir., Straße 35 XII. von der Trestowftr. bis zur Wörthei str., Görlißer Ufer von der Wrangelstr. bis zur Schlesischenstr., Gneisenauftr. von der Bärwaldstr. bis zur Schleiermacherftr., Straße 26a. XIII. von der Elbingerstr. bis zur Straße 30 XIII. 1.
Zur Ümpflasterung find in erster Linie bestimmt worden folgende Straßen: Chauffeeftr. von der Elsafferstr. bis zur In validenstr., Lintstr. von der Potsdamenstr. bis zur Königin Augustaftr., Seydelstr. von der Alten Jakobsstr. bis zum
den Harem würde ich nicht abschaffen. Ich hätte jenen D'Brian zu meinem Radschah gemacht oder zum Rommandeur meiner Leibwache, das wäre genügender Dank ge= wesen."
Der Handstreich selbst, den der junge Colonel aus. führte," nahm der Radschah das Wort, gehört zu den fühnsten Thaten dieses Krieges. Mit einer Hand voll feiner Leute hat er ein großes, gut verschanztes Lager der Rebellen überfallen und sie daraus vertrieben."
Ich hörte das!" bestätigte der König. Ich werde den jungen Colonel hierher einladen, um ihn kennen zu lernen. Erinnern Sie mich gelegentlich an ihn."
Das Deffert kam und ward in den prächtigsten und füßesten Früchten, wie sie nur die tropische Ueppigkeit erzeugen kann, auf die Tafel gefeßt.
Mit diesem Dessert begannen die Beluftigungen des Abends.
Die Unterhaltungen waren sehr verschiedener Art. Zuerst erschienen Gautler, um ihre oft erstaunlichen Kunstproduktionen zu zeigen, Leute, welche feine Knochen zu haben schienen, denn sie konnten ihre Glieder förmlich in Knoten verschlingen, suchten die Affen in allerlei Poffen zu übertreffen und zogen sich befriedigt zurück, wenn man über fie gelacht hatte.
Nach ihnen ward das an diesem Hofe so beliebte Puppenspiel aufgeführt; die Marionetten agirten und tanzten fo trampfhaft, wie die Akteurs der modernen Komödie. Bu gleicher Zeit führten schöne Tänzerinnen im Hinters grunde des Gemaches ihre Tänze auf.
Nunmehr fündigte der Sehib eine ganz besondere Erscheinung an: Nuna, ein Mädchen aus Tibet , Sängerin und Tänzerin, welche sich zum ersten Male am Hofe probuziren solle.
Nuna trat ein, sie war außerordentlich schön. Sie hatte die im Osten Indien eigenthümlichen schwarzen Augen und jene Vollkommenheit der physischen Formen, welche man hier wegen der Kleidung ganz besonders zu be= wundern Gelegenheit hatte. Diese Künstlerin entzückte den Rönig mehr durch das Wesen, als durch ihre anderen Verdienste. Wenn sie fang, so lag ein lagender Ausdruck in
II. Aus der Bahl der Einkommensteuerpflichtigen. UnterKommission I. Bach, Kaufmann, Unter den Linden 46, Starde, Buchdruckereibefizer, Charlottenstraße 29, Dr. Abraham, Sanitätsrath, Taubenstr. 7, Cauer, Paul, Kaufmann, Anhaltischestr. 4, Gradenwig, Handelsrichter, Bendlerstr. 18, Roeftel, Karl, Buchhändler, Jägerstraße 61a, bisher Erfagmann, Thierichens, Hoflieferant, Möbelhändler, Leipziger Straße Nr. 20/21, Buttstadt, Tuchbändler, Spandauerstraße 29, Jacobi, Leopold, Kaufmann, Mollenmarkt 11, Paulsen, Portrait- und GenreMaler, Dorotheenſtr. 32.- Unter- Kommission II. Becker, Ad., Rentier, Potsdamer Str . 119, Kulp, H. F. Julius, Kaufmann, Schöneberger Str. 22, Heilborn. Rentier, Königgräßer Straße 8., Meyer, Ernst, Bankier, Königin Augustastraße 53, Borchardt, Rentier und Stadtrath, Potsdamer Straße 52, Angftin, Emil, Kaufmann. Potsdamer Str. 32, bisher Ersatzmann, Schwarz, Maurermeister, Potsdamer Str. 68, Drège, Kaufs mann, Lüßowstcaße 32, v. d. Heyden, jun., Brauereibefizer,
ihrer Stimme, befonders, wenn sie des glücklichen Thales gedachte, wo sie geboren war; dann umflorten Sehnsucht und schmachtende Trauer ihre schönen Augen und zeigte sich eine Gleichgültigkeit und Ruhe in der Art ihrer Bewegung, daß Auge und Dhr davon bezaubert wurden.
Sie gefiel dem König und er sprach laut seinen Beifall aus. Als Nuna des Königs Worte hörte, glänzten ihre Augen im Triumph und Selbstgefühl; man konnte sehen, wie sich ihr Busen hob, als sie die Aufregung ihrer Sinne niederzufämpfen fuchte.
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Bravo! Bravo!" rief der König laut, als sie ihren Tanz beendet hatte.
Des Mädchens Wangen waren wie von einem hektis schen Fieber vor Stolz und Freude bald blaß und bald roth; doch ein indisches Mädchen ist immer Herrin ihrer Gefühle. Nach einigen Minuten hatte sie ihre Ruhe wieder gefunden; obgleich sie wußte, daß Aller Augen auf sie gerichtet waren, fang und tanzte sie besser als zuvor.
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Der Wein und das Gefallen an dem Tanze regten den König immer mehr und mehr auf. Du sollst in mei nen Harem kommen, Nuna!" rief er in einem Anfalle von Enthusiasmus aus.
Nuna fant entzüdt vor ihm auf die Rnie. Sie konnte ihre stolze Aufregung jeßt nicht mehr bemeistern.
Das Ende des Gemaches überspannte eine Gazevorhang, auf welchen Wrebom zuweilen geblickt hatte. Parr hatte ihm zugeflüstert, daß er dies unterlassen möge, denn hinter dem Gazevorhang befänden sich einige Damen des Harems, welche den Abendunterhaltungen zuschauten.
Wredow hatte auch in der That hinter dem Vorhange ein unterdrücktes Lachen weiblicher Stimmen gehört. Daß Wredow's Neugierde hierdurch erregt war, ist zu erklären, und er suchte deshalb Gelegenheit, trotz des Verbotes, einen Blick auf den Vorhang zu richten, ohne die Etiquette zu verlegen. Der Stoff war did genug, den Forscherblicken die Gesichter und Gestalten dahinter zu verbergen, doch fonnte man schwache Umrisse von Schatten sich hin und her bewegen sehen. Eine Hauptfigur saß auf einem Riffen, wahrscheinlich die Favoritin, und die Juwelen, womit ihre
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Lügowstr. 110, Jung, Kapitän zur See 3. D., Derfflinger" ftraße 15. Unter Kommiffion III. Koch, Maurermeister, Alexandrinenstr. 96, Hirsch, Shawls und Tücherfabrikant, Grü ner Weg 16, Lectow, Kaufmann, Breslauer Str. 1, Stern, Dr. med., Köpnicer Str. 89, Leichtentritt, S., Kaufmann, Brückenstr. 7, Weffel, Fabrikbeftper, Prinzenstr. 27, bisher Ers fagmann, Kiesel, Wilh., Kurz- und Lederwaarenhändler, Elisabethufer 57, Hartung, Mar, Hoflief ,, Wildpret. c. Händler, Dresdenerstr. 89, Schlesinger, Adolf, Silberwaarenfabr., SebastianUnter- Kommis straße 20, Becker, A. D., Maler, Ritterstr. 59. fion IV. Quilis, Kaufmann, Rosenthalerstr. 40, Kuhn, Raths maurermeister, Auguststr. 83, Sulzer, Theodor, Getreidehändler, Kl. Bräftdentenstr. 4, Cunow, Kaufmann, Friedrichstr. 129, Damde, G., Kaufmann, Landsberger Str. 110, Joachims thal , B., Kaufmann, Monbijo uplay 1, Walz, F., Generals Direktor, In den Belten 8, Festa, Felix. Fabrikbefizer, Luisenplay 8, Wagener, Bichkommissions- Händler, Landsberger Str. Nr. 10, Borchardt, Mar, Wäschefabrikant, Neue Königstr. 19. Vorschläge zu den Wahlen der Ecfaßmänner zur Einschäßungs- Kommission:
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I. Aus der Stadtverordneten Versammlung. UnterKommission J. Stadtoerordn. Boesche, Roeseler. Unters Kommission II. Stadtverordn. Schiegnis, de Nève.- UnterRommission III. Stadtverordn. Schmeißer, Loewel, Morche. Unter- Kommission IV. Stadtverordn. Neumann II., Schreiber,
Wied.
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II. Aus der 3 thl der Einkommensteuerpflichtigen. Unter- Kommission I. Fränkel, Maurermeister, Jägerstr. 19., Wilm, J., Juwelier, Jerusalemerstr. 25, Markmann, Ed., Hof- Sattler meister, Mauerstr. 37, Friedländer, S., Kommerzienrath, HofJuwelier, Jägerstr. 19. Unter- Kommission II. Bimmermann, Carl, Holzhändler, Rauchstr. 26., Dahms, Rentier, Schöne berger Ufer 47., Stern, Rentier, früher Apotheker, LügowUfer 33, Wiese, Restaurateur, Potsdamerstr 9.- Unter- Kommiffion III. Beck, Richard, Kaufmann, Neue Roßstraße 14, Matthes, Fuhrherr, alte Jakobstr. 68, Baudius, Rentier, früherer Holzhändler, Kottbuseritr 17. Unter- Kommiffton IV. Sartig, Rathsmaurermeister, Philippstr. 9, Häger, Kaufmann, Greifs walderste. 24 a, Weidner, Fabrikdirigent, Chauffeeste. 28.
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Die Versammlung hat durch Beschluß vom 9. Oktober cc. den Magistrat um Beiholung und Verlegung eines SyndikatsGutachtens, betreffend den Antrag des Stadtverordneten Meyer, ersucht, welcher lautet:„ Die der Stadtgemeinde Berlin gegen den Eigenthümer Lüdecke aus der akzeptirten Kaufofferte bezüglich des Grundstücks Gitschinerstr. 106 und einer Barzelle Das Grundstücks Belleallianceplag No. 8 zustehenden Rechte erforderlichenfalls im Prozeßwege zu verfolgen." Der Magistrat legt nun dies Gutachten dahin vor, daß er das Beschreiten des Rechtsweges nicht für räthlich hält. Die Versammlung nimmt von dieser Mittheilung Kenntniß.
Der Etat für den Administrationsfonds der Sparkasse pro 1885 wird nach den Vorschlägen des Magistrats festgestellt.
Auf Antrag des Magistrats erklärt sich die Versammlung mit der Zahlung einer Entschädigung von 1800 M. aus Ver anlaffung der Aufhöhung der Straße an der Jannowigbrücke längs des daselbst belegenen eisenbahnfiskalischen Grundstücks, Jannowizbrücke 2, und der an dasselbe grenzenden Viadukträume einverstanden.
In dem Beschlusse vom 17. April hatte sich die Versammlung für Herstellung einer offenen, 17 m breiten Fahrstraße zur Verbindung des Hausvoigteiplages mit der Taubenstraße ausgesprochen und sich gleichzeitig mit der Festlegung der Baufluchtlinien für eine derartige offene Verbindungsstraße im Vo: aus einverstanden erklärt. Magistrat ist diesem Beschlusse beigetreten und ist, nachdem die Baufluchtlinien für die neue Straße in Gemäßheit der§§ 7 und 8 des Gesezes vom 2. Juli 1875 zur Festseßung gebracht worden sind, die Allerhöchste Genehmigung zur Durchführung der Taubenstraße nach dem Hausvoigteiplage und zur Festießung der Baufluchtlinien nach dem diesseitigen Projekt unterm 13. August 1884 ertheilt worden. Da die Verhandlungen wegen freihändigen Erwerbes der erforderlichen Flächen zu einem annehmbaren Abkommen nicht geführt haben, ersucht der Magistrat nunmehr um folgenden Beschluß: Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß die zur Durchlegung der Taubenstraße nach dem Hausvoigteiplas erforderlichen Barzellen von zusammen ca. 683 Om. im Wege des Enteignungsverfahrens erworben werden und stellt die hierzu erforderlichen Mittel aus dem Straßenland Erwerbungs Fonds pro 1885/86 zur Verfügung. Die Versammlung beschließt demgemäß.
Es folgt die Neuwahl für die Stellen des Heren Stadtbauraths Rospatt und des Stadtraths Meubrint. Die Wahlseit des Ersteren läuft am 30. April, die des Letteren am 30. Juni ab. Die Wahl beginnt mit der Verlesung der einschlägigen Bestimmungen der Städteordnung. Im ersten Wahlgange werden 112 Stimmzettel abgegeben, von denen 5 unbeschrieben find. Es bleiben also 107 giltige Stimmen übrig und die absolute Majorität beträgt 54. Es entfallen auf den Baurath Hobrecht 60, auf den Baurath Rospatt 46 und auf Herrn Goldowski 1 Stimme. Der Chef- Ingenieur der städti
Arme und ihr Hals bedeckt waren, funkelten hin und wieder, wenn das Licht darauf fiel.
Als Nuna aufgetreten war und der König ihr offen seinen Beifall ausdrückte, schienen auch hinter dem Vorhange Rufe des Beifalls sich hören zu lassen; als aber der König erklärte, sie in den Harem aufnehmen zu wollen, vernahm man ein mehrstimmiges Seufzen.
Der König schien dies aber nicht zu bemerken, oder nicht zu beachten; er hob die vor ihm knieende Nuna auf und gebot ihr da zu bleiben, um ihn noch diesen Abend in den Harem zu begleiten.
In Hast trant er noch mehrere Botale voll Wein aus, bis endlich völlige Trunkenheit eintrat; darauf nahm er Nuna's Arm, lehnte feinen Kopf an ihre Brust und verließ so schwankenden Schrittes, von zwei kräftigen Eunuchen unterstügt, das Gemach, um alsdann in den Harem getragen
zu werden.
Viertes Kapitel. Parr geleitete seinen neuen Freund, den Hofmaler Herrn von Wrebow, nach seiner Wohnung zurück.
Wie hat Ihnen der erste Tag am Hofe Wadschid Ali's gefallen?" fragte er.
"
Es ist ähnlich wie in Bhuta, nur daß dort mehr europäische Kultur am Hofe ist als hier; ebenso, wie fich Nasir auch ganz im europäischen Styl eingerichtet haben fol."
Es ist unsere Aufgabe", versezte Parr , Wadschid Ali auch allmählig dahin zu bringen. Ich befinde mich lediglich zu dem 3wed hier, um diesen Hof nach dem Muster Nasir's umzugestalten, dessen europäische Kultur Wadschib beneidet. Man darf ihm aber nicht auf einmal zu viel zumuthen, damit er nicht mißtrauisch wird. Was Ihnen etwa unangenehm oder lächerlich hier scheint, lieber Herr von Wredow, müssen Sie im Interesse der guten Sache ertragen. Es ist jedenfalls richer Zweck, ben wir hier verfolgen, einen Hindu tur zu befehren. Wir errei einzigen Fürsten mehr, r Dezennien erreicht hat
** her Kul8