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1. Beilage zum, Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Ur. 259.

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Zeuge Chemnitz ganz bestimmt, daß

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100:

Mittwoch, den 4. November 1896.

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Lokales.

Unerhörte Dinge scheinen in dem gegen die Staats­

13. Jahrg.

Lümmel, warum reikt Du? wie niederträchtige Mißhandlungen, die ihre Begleitung benutzung genommen werden und im letzten Unterrichtsjahre hatte fanden in dem klassischen Refrain: Lümmel, warum die Frequenz der Schule eine solche Höhe erreicht, daß annähernd Grobe Mißhandlungen auf der Polizeiwache unterlagen streifst Du?" Gewaltakte dieser Art tommen nicht von un- die Hälfte der Schüler außerhalb des Stamm- Schulhauses unter­gestern der Beurtheilung der vierten Strafkammer am Land- gefähr, sondern wuchern aus dem System, durch welches dem gebracht werden mußte. Für die Leitung dieser über Erwarten gericht I. Gelegentlich des Streits der Privatpost- Beamten unmerkbar der Gedanke kommt, der Streit sei schnell emporgeblühten, in diesem Winterhalbjahr schon Angestellten fuchten bekanntlich die Streikenden ihre ar- ein Ding, das zum mindesten start an Gesetzwidrigkeit streife. über 1000 Schüler zählenden Anstalt ist es außerordentlich beitenden Kollegen zur Theilnahme am Streit zu bewegen. Bei Wie soll auch den Leuten eine andere Meinung kommen unter schwierig, unter den obwaltenden Umständen den Unterricht in dieser Gelegenheit sollen sich am 9. Juli d. I. eine Anzahl einem System, das eine besonders heilig zu erfüllende der gewünschten Weise nach allen Seiten hin erfolgreich zu ent: der Streitenden grober Ausschreitungen gegen Streit Pflicht darin sieht, daß so ziemlich jeder Fabrikant, dessen falten. Im Kampf mit den unzulänglichen Räumen ist der Nach­brecher schuldig gemacht haben, weshalb sie von Schuyleuten Arbeiter im Lohnkampf stehen, vor den angeblich zu Gewalt weis erbracht, daß die II. Handwerkerschule im Osten der Stadt nach der Polizeiwache des 40. Reviers, Beuthstraße 3, sistirt thätigkeiten geneigten Streifenden durch Schutzmannsposten, einem längst fühlbar gewordenen Bedürfniß abgeholfen hat. Wie wurden, wo sie nach ihrer Angabe arg mißhandelt worden strenge Observation der Ausständigen und etwaige Siftirung wir nun vernehmen, ist bei maßgebenden städtischen Instanzen find. Diese Angelegenheit kam sowohl im Vorwärts" wie in derselben geschützt" werde? Erscheinungen der letzteren Art die Neubaufrage eines Schulhauses für die II Handwerkerschule einer Versammlung der Privatpost- Angestellten am 10. Juli zur find fast jeden Tag in Berlin zu beobachten; und die um ein Wesentliches dem Biele näher gerückt, da anerkannt ist, Sprache und wurde infolge der Meldung des überwachenden Gedankenbrücke von der Ausübung solcher Fürsorge bis zu dem daß es unter den obwaltenden Umständen, soweit man eine Beamten untersucht. Die Folge dieser Untersuchung war, daß Vorsatz, den verdammten Lümmeln einmal ordentlich eins zu Fortentwickelung dieser Schule im Auge hat, nicht weiter die Schußleute Koinzer, Schmidt und Schlenner auf versetzen, ist durchaus nicht so lang, wie mancher Staats gehen kann. der Anklagebank Platz zu nehmen hatten, um sich wegen vor erhaltende glauben machen möchte. Der Polizeipräsident hat in sählicher Körperverlegung bei Ausübung ihrer der Rechtfertigungsschrift, die er am Sonnabend honorarfrei", Mörder Bruno Werner und Willy Grosse, welche gestern Zur Mordaffäre Levy. Mit der Konfrontation der beiden Amtspflichten zu verantworten. Die Angeklagten be- wie auf dem Papier vermerkt stand, den Zeitungen zugefandi Vormittag vor dem Untersuchungsrichter Landrichter Telle fireiten alle ihnen zur Last gelegten Strafthaten. Der Angeklagte hat, auch von beantragten Aenderungen in der Organisation stattfand, dürfte die Untersuchung in den Hauptpunkten als er. Koinzer meint, er möge wohl etwas derbe zugefaßt der Kriminalpolizei etwas verlauten lassen. Wir bezweifeln, ledigt anzusehen sein. Die Betheiligung der beiden Verbrecher haben, jedoch könne man diesen Bengels" gegenüber daß unter dem heutigen Regime eine Systemänderung an dem Morde scheint bis in das fleinste Detail festgestellt zu nicht anders verfahren. Der Vorsitzende rügt diesen Ausdruck möglich ist; aber gespannt sind wir, ob in den Konferenzen, die sein und der Widerspruch, welcher bisher bezüglich der Ver­und empfiehlt dem Angeklagten, statt dessen junge Leute" zu gepflogen werden, die Erörterung des Reformgedankens sich einzig theilung der Rollen und der Ausführung derselben zwischen sagen. Die Beweisaufnahme beginnt mit der Vernehmung der auf das Wesen der Kriminalpolizei beschränken wird. Werner und Grosse herrschte, ist aufgeklärt. Beide haben zu jenigen Zeugen, die als Streifende nach der Wache sistirt und Die Schutzmanns Gewaltakte, die neuerdings vor dort ihrer Angabe nach mißhandelt worden sind. Es find a cht Gerichten zur Sprache tamen, legen die Nothwendigkeit einer follte. Werner wußte oder vermuthete, daß der Justizrath in den gestanden, daß Werner den Justizrath und Grosse die Frau tödten junge Männer, die vor dem Streit bei der Privatpost bedienstet besseren Behandlung des anständigen Theiles des Publikums dem von der Thür aus rechts in der Nähe der Wand stehenden waren. Zeuge Groß giebt an, er fei bei seinem Transport nach der ebenso nahe, wie die Nothwendigkeit einer Alenderung der gegen Bette schlafe und begab sich nach dem Eintritt sofort in den Lelle, und zwar in einem Raum vor derselben, verbauen das Verbrecherthum geübten Polizeitaktik. schmalen Gang zwischen Bett und Wand. Da er turzsichtig ist, worden. Um 8 Uhr abends habe der Angeklagte Koinzer, dessen Nummer er sich gemerkt habe und den er auch bestimmt bemerkte er nicht, daß er sich geirrt oder aus irgend einem Grunde wieder erkenne, die Zelle geöffnet und die Gatten ihre Lagerstatt gewechselt hatten. Grosse erkannte mit ihm zugerufen: seinen scharfen Augen sofort, daß die Frau an der Wand schlief. Lümmel, warum streitst Du?", worauf Koinzer ihm einen derben Schlag ins Gesicht versezte. Der sozialdemokratische Agitationsklub für den Often Seiner Aufgabe getreu begab er sich ebenfalls an das Bett der Darauf erhielt er noch einen zweiten Schlag, veranstaltet am Sonntag, den 15. November, mittags 1 Uhr, in Frau und so standen die beiden Mörder neben einander an dem bei der Angeklagte rief: Lümmel, bist DI der neuen Urania in der Taubenstraße eine Sonder- Vorstellung, Kopfende des einen Bettes. Ehe ein Angriff erfolgen konnte, er­noch nicht hinein?" Angeklagter Roinger be 3 welcher Billets( Preis 60 Pf.) bei dem Genossen List, Weiden wachte die Frau Justizräthin, fie richtete sich auf und zog streitet, von diesem Vorfall etwas zu wissen. weg 27/28 v. 4 Tr., zu haben sind. Zur Aufführung gelangt die instinktiv die Bettdecke vor das Gesicht, während sie um Hilfe rief. Jetzt ftach Grosse auf sein Opfer ein; um sicher zu stechen, Dem Angeklagten Schmidt werden zwei Fälle von Miß- Reise nach dem Mond. mußte er aber zuvor mit der Hand die Bettdecke belasten, um handlung zur Last gelegt. Nach der Bekundung des Zeugen Stechow soll er demselben, als er ihn in die Belle brachte, Rechte Jammerkerle sind doch die antisemitischen Kämpen. die geeignete Stelle der Brust zu fühlen. Dabei stach er sich in mehrere Stöße ins Genic versezt haben. Stechow kann ist da kürzlich ein Preßprozeß gegen die Staatsbürger- die linke Hand und ließ nunmehr von seinem Opfer ab. In­jedoch den Schmidt nicht mehr mit Sicherheit als denjenigen be- Beitung" eingeleitet worden. In dieser Angelegenheit hat deffen war der Justizrath aufgewacht und um seiner Frau zeichnen, der ihn mißhandelte. Dagegen bekundet der die Polizei vor einigen Tagen eine Förmlichkeit erfüllt, über Hilfe zu leisten, aus seinem Bett in den schmalen Gang ge­er sowohl auf welche das genannte urteutsche Blatt in folgendes Klagegeheul sprungen, welcher die beiden Betten trennte. Nun stach Werner über das Bett der Frau und hinter deren Rücken der Treppe zur Wache, als auch auf dem Korridor, wo ausbricht: vorbei auf Levy ein und brachte ihm die tödt= er nicht sogleich die rechte Thür fand, von Schmidt Stöße bei. lichen Stiche So fab sich Frau Levy plöglich ins Genic erhalten habe. Der Angeklagte Schlenner foll bürger- Zeitung" durch Konfiskation zweier Ausgaben eingeleiteten von beiden Angreifern befreit, die nunmehr die Flucht ergriffen. sich in drei Fällen der Mißhandlung schuldig gemacht Verfahren vor sich zu gehen, Dinge, die wenigstens bisher noch nie von beiden Angreifern befreit, die nunmehr die Flucht ergriffen. haben. Der Aussage des Beugen Schmidt zufolge foll er in die Erscheinung getreten find. Nachdem am Sonnabend- Vormittag Untersuchungsrichter ist ferner überzeugt, daß die beiden Mörder Diese Darstellung wird von beiden Komplizen zugegeben. Der demselben mehr als zehn Ohrfeigen verseht haben, unfer verantwortlicher Redakteur Berger sein Heim verlassen hatte, teine Komplizen gehabt haben. Ueber diesen Punkt bekunden sie auch die Zeugen Kretschmer und Heinze wollen von um sich in die Redaktion zu begeben, kam ein Kriminalschutzmann jetzt übereinstimmend folgendes: Am Dienstag früh lasen sie Schlenner geschlagen worden fein. Die Persönlichkeit in seine Wohnung und stellte an die überraschte Hausfrau die Schlenner's können die Zeugen jedoch nicht mit Sicherheit Frage, ob ihr Mann in der Lage sei, die Kosten für das Ver zusammen in einem Wilmersdorfer Restaurant eine Berliner als die ihres Peinigers wiedererkennen. Derfelbe trägt gegen fahren in der bekannten Konfistationssache der Staats- Zeitung oder ein Extrablatt, daß die That von vier Personen wärtig einen ganz kurz geftuzten Bart, während die Mißhand- bürger- Zeitung" zu tragen. Das ist entschieden neu! Man ausgeführt worden sei, von denen zwei Schmiere" gestanden lungen von einem Beamten mit st artem, langem Vollbart ver- fonfiszirt eine Zeitung und fragt dann danach, ob der Redakteur hätten. Werner, als der Klügere, überzeugte den Grosse, daß übt worden sind. Es wird festgestellt, daß Schlenner zur frag- die Kosten dafür tragen könne? Und wäre das noch in den es gerathen sei, auf jeden Fall dabei zu bleiben, daß sie lichen Zeit allerdings einen starten Vollbart trug, Räumen, wo die Konfiskation stattgefunden, also in der Geschäfts- Komplizen gehabt hätten, denn den er sich nach den zur Verhandlung stehenden Ereignissen fürzen stelle der Staatsbürger Beitung" geschehen! Aber nein! In die Polizei vier Mörder sucht, dann kommen einer oder zwei ließ. Nach der Ursache dieser Bartoperation befragt, giebt er der Wohnung des Herrn Berger, bei seiner noch dazu besser fort. Jedenfalls seien die Schwierigkeiten für die Polizei fißender Richter äußert nach einem Blick auf den Bart des An- Kriminalschußmannes außer sich gebracht ist! Was soll als Grosse am Dienstag durch seinen Bruder der Polizei zu an, er laffe dieselbe alle vier Wochen vornehmen. Ein bei- leidenden Frau, die durch den merkwürdigen Besuch des größer, wenn dieselbe vier Personen statt zwei suchen müsse. geflagten 3 weifel über diese Angabe. Die als Zeugen ver- das Vorgehen heißen? Man leitet gegen die Staats­nommenen Beamten des 40. Polizei- Reviers, Schuhmann Mich ebürger- Beitung" ein Verfahren ein und läßt dann durch einen geführt wurde, blieb er dabei, daß sie Komplizen gehabt hätten leitis, Wachtmeister Perrei und Polizei- Lieutenant Leh- Kriminalschutzmann anfragen, ob ihr Redakteur auch die Kosten und nun lebten die letzteren legendenhaft fort, bis Werner ergriffen mann, waren zur fraglichen Zeit auf dem Bureau anwesend. des gegen ihn schwebenden Verfahrens tragen kann! Soll damit wurde. Es handelt sich, um die Untersuchung gänzlich zum Abschluß Sie geben an, daß sie weder von den Mißhandlungen vielleicht gefagt sein, daß fünftig gegen niemand ein Breßprozeß zu bringen, nur noch um die Vernehmung der Frau Juſtiz­irgend eine Kenntniß hätten, noch daß ihnen diesbezüg- eingeleitet oder durchgeführt werden sou, der sich nicht bereit rath Levy, um an der Hand ihrer Darstellung von dem Morde das Geständniß der Mörder einer Nachprüfung zu unterziehen. liche Beschwerden der Siftirten zu Ohren gekommen wären. erklärt, die Kosten dieses Verfahrens zu tragen? Das ließe sich Es ist indessen wohl anzunehmen, daß Frau Levy viel zu ſehr Polizeilieutenant& eh mann verlangt zwar ein energisches ia hören und wäre mindeſtens originell. Im Ernst gesprochen, in Angst und Schrecken befangen gewesen sein wird, als daß von Eingreifen feiner Beamten, jedoch würde er einer Mißhandlung finden wir dieses Verfahren aber unerhört! Wie kommt die entschieden entgegentreten. Nach diesem Ergebniß der Beweis Kriminalpolizei in einem doch sehr einfachen Preßprozesse 3 warten sein dürfte. Ein Termin für diese Vernehmung ist noch ihr eine klare Darstellung der blutigen Vorgänge zu er aufnahme beantragt der Staatsanwalt, den Angeklagten solchem ganz außergewöhnlichen Schritte? Bisher ist die Schlenner in allen drei, den Schmidt in einem Beitung überhaupt noch keines Vergehens überführt. Was hat Falle freizusprechen, weil bezüglich dieser Fälle die das alles zu bedeuten? Höchst wunderbar!" Eine Aborduung des Magistrats, bestehend aus den Persönlichkeiten der Thäter nicht genügend refognoszirt Das Blatt, das derartig heult, scheint bislang von der Stadträthen Geh. Baurath Dr. Hobrecht, Meubrinck, Friedel und und dent feien. Dagegen sei Schmidt in dem anderen Polizei überaus zart behandelt worden zu sein und keine Ahnung Wagner, dem Kanalisationsdirektor Goldowsky Falle überführt und unter Bubilligung mildernder davon zu haben, wie es wirklich in der Welt hergeht. So wollen Magistratsassessor Buls, besichtigte am Sonnabend Nachmittag Umstände zu 100 M. oder 10 Tagen Gefängniß zu be- denn wir als alte Praktiker der geängstigten Staatsbürger den Probetunnel der Untergrundbahn- Gesellschaft bei Treptow , strafen. Dem Koinzer könnten feine mildernde Umstände zu Beitung" verrathen, daß ein Verfahren, wie das hier be- deren Direktor, Reg.- Rath Schnebel, die Führung übernahm. gebilligt werden, und sei gegen denselben eine Gefängniß- jammerte, sozialdemokratischen Redakteuren gegenüber etwas Die Herren drangen bis zur Arbeitskammer vor, in die sie sich hrafe von vier Monaten am Plaze. Die Vertheidiger, ganz Gewöhnliches ist. Bei vielen Preßprozessen, welche einschleusen ließen. Die Gesellschaft wird von der bisherigen Rechtsanwälte Wronker und Lattermann plädirten für die Redakteure des Vorwärts" durchzufechten hatten, wurden Art des Vortriebes Abstand nehmen und Versuche mit einem Freisprechung ihrer Klienten in allen Fällen. Die Zeugen hätten feitens der Polizeibehörde Erkundigungen über die Zahlungs - anders geformten Brustschild machen, der sich feilförmig in das sich anläßlich des Streits zweifellos exessiv benommen, und fähigkeit in der Privatwohnung des Preßfünders eingezogen. Erdreich vorschiebt und damit die für die Fundamente von sei eine gewisse Erregtheit der Beamten gegen diefelben Die Gründe zu diesem Vorgehen sind uns allerdings auch Gebäuden so gefährlichen Bodenverschiebungen verhütet. An begreiflich.( Es sei auch teine der Strafthaten mit Sicher bis jetzt ein Geheimniß geblieben. Das polizeiliche Vor dem Tunnel foll erst dann weiter gebaut werden, wenn die ge­heit festgestellt, und die diesbezüglichen Angaben der Zeugen nicht gehen gegen Sozialdemokraten bildet bekanntlich eine un- plante Fortsetzung dieser Probestrecke als Straßenbahn( Stralau­besonders glaubwürdig, da dieselben als Theilnehmer am Streit, erschöpfliche Fundgrube für unsere Agitation, aber wir müssen Schlesischer Bahnhof - Humboldthain) von dem Magistrat gee der eine solche Form angenommen hätte, daß selbst das Publikum offen gestehen, die Erwähnung derartiger Kleinigkeiten, wie sie hier nehmigt sein wird. Dagegen eingeschritten sei, durch eine gewisse Kollegialität ver- von der Staatsbürger- Zeitung" jammernd gerügt werden, haben Jm Apollo- Theater ist das Programm des vorigen Monats bunden wären. wir ebenso wenig der Mühe werth gehalten, wie der Soldat in in diesen Tagen durch eine Reihe nener Nummern" bereichert Der Gerichtshof maß den Zeugenaussagen, namentlich der Schlacht etwa mit einem gerigten Finger renommiren würde. worden, aus denen vor allem ein Meisterschafts- Kunstradfahrer" derjenigen des Zeugen Groß vollen Glauben bei und er: Was würde ein staatstreues Blatt erst sagen, wenn man seinen Kaufmann, wie jawohl der offizielle Titel lautet, hervorzuheben achtete als festgestellt, daß Koinger denselben mit beleidigenden Redakteur gleich einem Sozialdemokraten in der Frühe des ist. Eigentlich ist diese Arbeit kaum nothwendig, denn auf einem Redensarten und Ohrfeigen traktivt habe, und zwar ohne daß Morgens aus dem Bette weg verhaften ließe, wenn Rade, das in Gestalt und Höhe dem berühmten Eifelthurm nach­Groß, der ein durchaus rubiger Mensch sei, auch nur die ge- man ihn in Gefangenenkleidung durch die Stadt strebt, produzirt sich der Künstler selber in geradezu pyramidalen ringste Veranlassung zu einer solchen Behandlung ge- transportirte, als ob er ein Gauner niedrigster Sorte wäre; Stellungen. Auf diesem fabelhaften Wesen sowohl wie auch geben habe. Mildernde Umstände könnten dem Koinzer nicht was für urteutsche Ohnmachtsanfälle müßte es geben, wenn der auf verschiedenen ramponirten Fahrrädern vollführt Herr Kauf­zugestanden werden, dagegen sei mit Rücksicht auf seine bisherige Staatsanwalt der Frau eines im Kerker schmachtenden Preß- mann Kunststücke, die allen Radfahrern, welche mit ihrer Maschine Unbescholtenheit auf das niedrigste Strafmaß, drei Monate verbrechers gelegentlich einer Gerichtsverhandlung, zu der er Malheur haben, zeigen, wie ein rechter Rerl selbst auf dem ver­Gefängniß erkannt worden. Von der Aberkennung der Be- vorgeführt wird, trotz inständigen Bittens verwehrt, dem Gatten unglücktesten Instrumente vorwärts tommt. Als Reckturner voll­fähigung, öffentliche Aemter zu bekleiden, habe der Gerichtshof abge- ein paar Worte des Trostes spenden zu dürfen! Und doch sind brachten die drei Luppus" die halsbrechendſten Künste mit er­feben, weil der Polizeilieutenant dem Angeklagten das Zeugniß eines Sozialdemokraten auch Menschen von Fleisch und Blut, und doch staunlicher Eleganz und Sicherheit, und in Ausübung der halb­pflichttreuen Beamten ausgestellt habe. Bezüglich des An- empfinden sozialdemokratische Frauen ebenso wie die bürgerlicher edlen Gesangs- und Tanzkunst erweckte das Trio Fleury" die Kein. Wort der Blüge las man aber geklagten Schmidt sei festgestellt, daß er den Zeugen Chemnitz Redakteure. in Parketgreise zu lebhaftem Jubel. Minder glücklich war der mißhandelt hat. Es fonnten ihm aber mildernde Umstände zu Blättern, welche neben dem Patriotismus alle möglichen anderen Gesangshumorist Henri Bender mit einer Bismarckverherrlichung. gebilligt werden, weshalb gegen denselben eine Geldstrafe von deutschen Spezialtugenden in Erbpacht genommen hatten, nach- Diese Platitüde stieß selbst im Appollo- Theater auf lebhaften Wider­50 Mart verhängt worden sei. Die Mißhandlung gegen dem an Sozialdemokraten solches geschehen war; im spruch. Von den alten Bekannten seien die Französin Eugenie Stechow fei nicht festgestellt, und mußte Schmidt wegen Gegentheil ging noch zur Zeit der für uns so sieg- und ehrenvoll Fougère, die englischen Troubadour- Tänzerinnen, sowie die dieses Falles freigesprochen werden. Daß der Angeklagte verlaufenen Sedanbege ein Froblocken durch die nationalen Rajade Pantomimen Gesellschaft mit gebührender Anerkennung Schlenner gleich nach den vorliegenden Mißhandlungen seinen Blätter mit slavisch- stlavischer Gesinnung, daß nun wieder die erwähnt.

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nicht angesetzt.

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so meinte er

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wenn

schönen starken Vollbart gekürzt habe, legte zwar den Ver- Sozialdemokraten ordentlich gezwiebelt würden. Und jetzt im Geisteskrank? Wie wir hören, wird der Restaurateur dacht nahe, er habe die Rekognition seiner Persönlichkeit er- Antisemitenblatt ein Geheul wegen eines gerigten Fingers! Baumbach, der ehemalige Besitzer von Baumbach's Rasino in schweren wollen, jedoch sei ihm keine Mißhandlung nachgewiesen Man sieht, die deutsch - patriotischen Seelen kennen den Kampf der Prinzenstraße, der vor wenigen Monaten versucht hatte, und mußte daher in den drei ihm zur Laft gelegten Fällen gar nicht, ihnen fehlt jegliches Verständniß für seine stählende seine ganze Familie und sich selbst um das Leben zu bringen, Freisprechung erfolgen. Wirkung; mit einem Worte, es sind Jammerferie! zur Zeit bezüglich seines Geisteszustandes beobachtet. Diese Das Verhalten der prügelnden Schuhleute ist in diesem Neber den nothwendigen Neubau einer Handwerker: Maßregel ist die Folge von Mittheilungen, die der Hausarzt Falle ganz besonders beachtenswerth, weil es, wenn der Aus- schule wird aus dem Rathhause unter anderem berichtet: Die Baumbach's über frühere Krankheitserscheinungen bei demselben bruck gestattet ist, auf ihre Denkungsweise intereffante Schlüsse zweite Handwerkerschule, welche seit ihrer Eröffnung im Oktober seinem Vertheidiger R.-A. Kolsen gemacht hat. Gegen Baum­zuläßt. Wie sind die Prügelhelden dazu gefommen, in 1892 provisorisch in einem alten Gemeindeschulbause am Stralauer bach, der von den in jener Familientragödie erlittenen Ver­einer legitimen Handlung, wie sie der Streit bildet, etwas Play 24 untergebracht ist, hat hinsichtlich der disponiblen Unter- legungen förperlich wieder genesen ist, sollte dieser Tage ein polizeiwidriges, eine That zu sehen, die unter den ob- richtsräume mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Schon im ersten Termin wegen Vergehens gegen die Konkursordnung stattfinden; waltenden Umständen an wehrlosen Menschen geahndet Unterrichtsjahre mußten zur Unterbringung der an Zahl stetig der Termin mußte aber mit Rücksicht auf jene gerichtsärztlichen werden mußte? Und zwar geahndet durch ebenso rohe wachsenden Schüler solche in benachbarten Schulhäusern in Mit Erhebungen aufgehoben werben.