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than, auch für deren Ernährung sorgt, dürfte neu sein. Eine arme Handwerkerfamilie, welche eine Dachwohnung inne hat, wird durch Drillinge, die ja in den Hundstagen eine so ge wöhnliche Erscheinung sind, daß fie oft sogar zu Vierund Fünflingen erweitert werden müssen, beglückt. Das Storchenpaar, welches auf dem nämlichen Dach sein Nest hatte, und schnell entschloffen, vielleicht auch im Gefühl der Mit schuld, steckte es den Drillingen die Keulen der aufgegabelten Frösche durch das Fenster zu und nährte erst mit den Ueberbleibseln derselben die eigenen Jungen. Dieser Edelmuth rührte die Eltern sehr und versöhnte sie mit dem Uebereifer der Störche; die Kinder aber gediehen bei dieser ebenso zarten, wie nahrhaften Kost auf das Beste. Einen Beweis rührender Freundschaft erfuhren wir fürzlich aus einer Straßburger Familie. Dort besigt man seit fast zehn Jahren schon einen Kanarienvogel und eine Kaze. Die Anhänglichkeit zwischen diesen beiden Antipoden ist nun so groß, daß die Rage alle Abende fich das Fallgitter des Bauers aufschiebt, zu dem Vögelchen in den Käfig friecht und sich dort so zusammen legt, daß fie geichsam ein Nest bildet, in welches ber Kanarienvogel fich dann setzt, um auf diesem weichen Bfühle die Nacht zu verträumen, woraus zu sehen, daß in den Hundstagen sogar die Falschheit der Kazen in zarten Regungen dahinschmilzt. Ein Reiterſtüd, das sich Dieser Tage auf einem Uebungsplatz zugetragen, bildet den Schluß dieser Hundstags- Erlebnisse. Einem Kavallerist, der als schneidiger Reiter bekannt ist, und der sich durch riesige Körperkraft auszeichnet, ging das Pferd durch und er vermochte nicht, dasselbe zu bändigen. Da entdeckte er in einiger Entfernung einen mächtigen Baum und schnell fam ihm ein glüdlicher Gedanke. Er drängte mit seinen Schenkeln das Pferd auf den Baum zu, nahm kurz vorher einen Ansatz und sprang so glücklich, daß er einen starken Ast des Baumes mit beiden Händen zu fassen bekam. Indem er sich an demselben festhielt, zog er mit seinen Schenkeln das Pferd in die Höhe und ließ den ungestümen Renner so eine Weile zappeln. Als er es wieder die Erde berühren ließ, war es fromm und folgsam; nur in die Nähe des Baumes ließ es sich nicht mehr bringen. Daß diese Geschichten sämmtlich auf Wahrheit Anspruch zu machen haben, wird der Leser daraus ersehen, daß keiner der Betheiligten uns mit einer Berichtigung behelligt.
g. Ueber die Ausschreitung eines Soldaten gegen eine Bivilperson, worüber bereits dem Regiments- Kommandeur des Kaiser Franz Garde Grenadier- Regiment Nr. 2 Meldung von dem Betroffenen direkt gemacht worden ist, gehen uns erst heute folgende Mittheilungen zu: Der in der Krausenstr. 24 wohnende Wollenwaarenhändler Geng, welcher der Gewährsmann dieser Mittheilungen ist, hatte am Sonntag, den 2. d. Monats, mit seiner Frau sowie seinem Echwager, dem in der Dranienstraße 57 wohnenden Kaufmann Hugo Maaß und Frau, in einem Lokale der Hasenheide verlebt und gegen 10 Uhr den Heimweg in Gesellschaft seiner Frau und Verwandten angetreten. Zwischen dem Genz'schen Ehepaar entstand ein kleiner Wortwechsel, in welchem G. fich mehr im Scherz dahin äußerte, daß er seine Frau verlassen wolle und allein den Weg nach dem hinter Keller's Hoffäger belegenen Theil der Hafenhaide einschlug. Bis hier waren ihm auch seine Angehörigen gefolgt und als die Frau ihren Mann laut bat, doch wieder umzus tehren, trat plößlich aus dem Gehölz ein Soldat mit blanker Waffe hervor, brang, ohne ein Wort zu äußern, auf G. ein und brachte diesem einen Stich in den linken Arm, einen Stich Die in die Brust und einen dritten in den Unterleib bei. Stiche müffen mit ziemlicher Kraft geführt worden sein, da sie sehr starkes Beug durchbohrten und etwa ein Boll tief ins Fleisch gingen. Da der Soldat sich seiner Festnahme widerfette, dem Schwager des Genz sogar drohte, ihm den Schädel zu spalten", wenn er ihn nicht loslasse, folgten ihm die vier Personen bis zur Kaserne in der Pionier Straße, woselbst fie dreien vor dem Thorwege stehenden Unteroffizieren mit Hinweisung auf den betreffenden Soldaten bedeuteten, daß dieser den Gent gestochen habe. Weiteres konnten fie einstweilen nicht veranlassen, da G. wegen der Wunden ärztlicher Hilfe bedurfte und diese auch in der Sanitätswache in der Oranienstraße erhielt. Epäter ließ er sich noch von einem in derselben Straße wohnenden Arzt untersuchen und ein Attest ausstellen. Mit diesem versehen begab er sich in Begleitung seines Schwagers, eines ehemaligen Feldwebels, zu dem Erbprinzen von Meinungen, dem merkwürdiger Weise noch feine Meldung über den Vorfall gemacht worden war. Der Vorfall wurde auf Veranlassung des Erbprinzen sofort zu Protokoll genommen und dem Beschädigten volle Genugthuung zugejagt. Da die Kleidungsstücke des G. durch die Stiche total ruinirt worden sind, G. auch mehrere Unkosten für den Ver
mich beide trippelnd bis ans Fenster, das jetzt weit offen steht, damit sie mich besser betrachten können. Man zieht die Lehnſtühle heran, ich ſetze mich zwiſchen sie auf einen KlappSessel, die beiden Blauen stehen hinter uns und das Verhör beginnt: Was macht er? Ist er zufrieden?" Und patati und patata, so ging es stundenlang.
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band c. gehabt hat, so muß abgewartet werden, ob und inwieweit G. einen Schadenersatz erhält.
b. Mit einer neuen Lederschlinge zum Hundefang wurden am Sonnabend auf dem Hofe des Depots der Ab deckerei Versuche angestellt, denen höhere Polizeibeamte beiwohnten. Den Anlaß dazu gaben die Beschwerden des Ver eins heftor" über Kleine aber noch nicht als geeignet. Schlinge tories die feine Art des Hundefanges. Die Hunde würde fte todtschlagen, größeren die Zähne ausschlagen. Kleine Hunde greifen übrigens die Hundefänger mit der Hand, und nur bei großen bissigen Thieren wenden sie die Drahtschlinge an.
Der Inhaber einer hiesigen größeren Luruspapierfabrit war seit Jahren von seinen Geschäftskunden darauf aufmerksam gemacht worden, daß Waaren aus seiner Fabrik von Haufirern zu auffallend billigen Preisen feilgeboten wurden. Der Fabrikant erstattete Anzeige bei der Kriminalpolizei und ist es dieser gelungen, nicht nur den Dieb, sondern auch den Hehler zu ermitteln. Der Buchbinder G., welcher früher in der fraglichen Fabrik beschäftigt war, hat die umfangreichen Diebstähle theils selbst ausgeführt, theils andere, in den Fabrikräumen be schäftigte Personen zur Verübung verleitet. Die Waaren, deren Verkaufspreis pro 1000 Stück 80-100 Mart beträgt, gab G. an einen Geschäftsreisenden S. zum Preise von 10 Mart ab, welcher fie an Detailgeschäfte für 18-20 Mt. weiter verschob. G. ist wegen wiederholten Diebstahls, S. wegen gewerbs mäßiger Hehlerei der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Der der Fabrit zugefügte Schaden wird auf 10 bis 15 000 Mart angegeben.
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g. Dem Erstickungstode wurden in der Nacht zum Sonntag zwei Fremde ausgeseßt, welche in dem Gasthofe zur Heimath in der Auguststr. 81 Logis genommen hatten. Aus dem Zimmer der Beiden wurde plöslich ein lautes Stöhnen vernommen, und als der Wirth des Gasthofes in das Bimmer orang, fand er dieses mit Gas stark gefüllt und beide Bewohner brang, fand er dieses mit Gas stark gefüllt und beide Bewohner in ohnmächtigem Zustande in ihren Betten liegen. Während fich der eine derselben bald aus seiner Ohnmacht in der frischen Luft erholte, fonnte der andere trotz aller Anstrengungen nicht sogleich zur Befinnung gebracht werden, weshalb seine Ueberführung nach dem jüdischen Krankenhause, Auguststr. 14 15, erfolgte. Wie wir später in Erfahrung gebracht, soll sein Leben außer Gefahr seir. Der Unglücksfall wurde dadurch herbei. geführt, daß man es unterlassen hatte, den Gashahn im Bimmer zu schließen, weshalb das Gas unbehindert ausströmte.
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Ein in der Grünthalerstraße wohnhafter Bahnbeamter traf am 8. d. M. Morgens gegen 4 Uhr, als er über das Feld nach seiner Dienststelle- dem Bahnhofe Gesund brunnen ging, einen Mann, welcher einen gefüllten Sack auf dem Rücken trug. Da dem Beamten die Angaben des Mannes über den Erwerb des Sackes und seines Inhalts verdächtig vorkamen, forderte er denselben auf, ihm zur Wache zu folgen, worauf der Unbekannte den Sack fortwarf und die
Ermitelungen ist festgestellt worden, daß die Diebstähle, deren fich die Genannten bezichtigt haben, im Laufe des Mai und Juni hier wirklich verübt worden find. In einem der ton statirten Fälle sind einem hiesigen Droguenhändler in der Gr. Hamburgerstraße Goldsachen und Wäsche im Werthe von 250 M., in einem zweiten Falle zwei Schneidermeistern in der Wilhelmſtraße Kleidungsstücke im Werth von 200-400 D beide Mal zur Nachtzeit aus verschlossenem Laden mittels Einbruchs gestohlen worden. Voraussichtlich wird die Auslieferung der in Olmüz festgenommenen Diebe, die hier wegen Eigen thumsvergehen noch nicht bestraft worden sind, bei der öfter reichischen Regierung beantragt werden.
Gegen einen Studenten, welcher im zoologischen Garten zu Hannover eine Königstigerin mit einer eisernen Stange, die zum Reinigen der Käfige dient, wiederholt gestoßen und am Gelenk des rechten Hinterfußes nicht unbedeutend verlebt hat, ist das Strafverfahren wegen vorfäßlicher und rechtswidriger Sachbeschädigung eingeleitet worden.
N. Der Raubmörder Schunicht soll, wie eine hiesige Lokalkorrespondenz wissen will, bei seinem letzten Verhör, das er vor dem Untersuchungsrichter Landgerichtsrath Hollmann in der vergangenen Woche zu bestehen hatte, alle seine bisherigen früheren Geständnisse vollständig widerrufen und von Anfang bis Ende für von ihm erfunden erklärt haben. Mit einer ganz erstaulichen Frechheit er flärt er jegt die beiden Hauptbelastungszeugen den Dienstmann , dem er bekanntlich in einem Restaurant am Askanischen Plat den Auftrag gab, das Geld mit dem Sparkassenbuch zu erheben, sowie den Restaurateur Voigtländer in der Klosterstraße, bei dem er sich Erfundigungen über den Modus des Gelderhebens von der Sparkaffe einzog, garnicht mehr zu kennen. Auf Vor halten der früheren Aussagen erklärt er einfach die Zeugen für verrückt. Nach diesen legten Verhören gewinnt es den Anschein, als wenn Schunicht die Absicht habe, eine Geistesgeſtörtheit zu fimuliren, um als sogenannter, wilder Mann" nach der König lichen neuen Chartee resp. nach der städtischen Frrenanstalt in Dalldorf überführt zu werden. In der Zwischenzeit soll der verschmigte Verbrecher auch bereits dem Verbrecher- Album unter die Kategorie ,, Raubmörder" einverleibt worden sein. Ein Schuhmann sah vorgestern Nachmittag auf dem Blaz am Wafferthor zwei Männer fich herumbalgen, von denen der größere, nachdem er seinen Gegner losgelassen, auf einen rubig des Weges einherkommenden Fremden lossprang, denselben ohne jede Veranlassung zur Erde warf und durch Schläge ins Ge ficht arg mißhandelte. Der Aufforderung des Beamten, und Beinen um sich und stieß den Schußmann mit den Füßen. Erst im Beistande von zwei herbeieilenden Schußmännem fonnte er überwältigt und zur Wache gebracht werden.
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Bei dem Schantwirth Günther, Oranienstraße 41, fehrte am 21. b. M. ein unbekannter Gast ein, welcher fich ohne Bezahlung der Zeche von 75 Pf. entfernte. Er lies einen mit grauer Leinwand überzogenen Reisefoffer, in welchem
Flucht ergriff. In dem Sade befanden sich 37 alte und junge fich 78 Stück neue rothe Mappen mit der goldenen Auffchrift:
frisch geschlachtete Hühner und in einem zweiten Sack, der später vnn einem Polizeibeamten unter Kartoffelfraut versteckt gefunden wurde, vier frisch geschlachtete Gänse, deren Eigenthümer bis jetzt nicht ermittelt werden konnte. Gegen Mittag deffelben Tages sah ein anderer Bahnbeamter einen Mann an dem Fundorte des gestohlenen Gutes nach etwas suchen, hielt denselben fest und brachte ihn zur Wache. In dem Jefigenommenen, welcher sich Krause nannte, wurde der Träger des Sades wiedererkannt.
Auf frischer That ergriffen wurden vorgestern der mehrfach bestrafte Schlossergeselle W. und der Arbeiter P., welche einen Reiseforb, in dem sich Pelzsachen und Damen fleider im Werthe von ca. 400 M. befanden, vom Boden des Hauses Michaelfirchplay Nr. 24 gestohlen hatten. Beide hatten längere Zeit vor Ausführung des Diebstahls das Haus von
bis heute nicht wieder blicken lassen. Der Koffer, der mög Berliner Männer Gesangverein" befanden, zurück und hat fid licherweise von dem Unbekannten gestohlen ist, fann bei dem genannten Schantwirth besichtigt werden.
Die Sudanesen, die im Laufe der Woche die schwedische Eisbahn und Berlin verlassen werden, haben sich entschloffen
denen einige neue Darstellungen aus dem Leben dief 3 inter effanten Volkes arrangirt werden sollen. Ebenso soll noch ein großes Abschieds- Konkurrenz- Rennen der schnellfüßigen Kamee wir zur Beit näheres berichten werden. Das Eintrittsgeld der Karavane mit hiesigen Rennpferden stattfinden, über das inzwischen auf 10 Bf. ermäßigt.
Die Novität des Zentral- Theaters Die wilde Kase erweist sich als das erfolgreichste Stück, welches hier in Szene geschlossen und am Abend mußten in der That Tausende um fehren, die feinen Einlaß finden konnten.
den gegenüberliegenden Anlagen aus beobachtet und auch gegangen. Am Sonntag wurde die Kaffe bereits Vormittags mehrere Male betreten. Ihr Verhalten hatte indeß die Aufmerksamkeit eines Hausbewohners erweckt, der einen der Diebe festhielt, als er mit dem gestohlenen Gut die Treppe heruntertam.
Ueber die Festnahme von zwei Dieben wird gemeldet: Vor einigen Wochen wurden in Olmüß zwei Personen, welche zur Nachtzeit in ein Nähmaschinengewölbe einzubrechen vers suchten, festgenommen und nannten sich Adolf Krüger aus Berlin und Franz Thaens aus Dalldorf. Die Diebe führten Sperrhalen und Brechstangen bei fich; in den Gasthöfen, in welchen sie abgestiegen waren, wurden Goldsachen, Uhren, Operngucker, geschmolzenes Gold, Wäsche, Kleidungsstücke sc. gefunden, bezüglich deren Krüger und Thaens angaben, daß fie dieselben in Berlin gestohlen hätten. Durch die angestellten
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, Ein gutes, fleines Frühstück," sagte Mamette zu
Lage
Am Oberbaum Dammmühle,
Dammmühle,
126./7. 27./7. 28./7.129./7. 30./7. 31.17.1.8 2,18 2,18 2,16 2,17 2,14 2,14 2,13 Oberwaffer... 2,18 2,18 2,15 2,14 2,12 2,12 2,10 Unterwaffer 0,58 0,58 0,59 0,60 0,60 0,63 0,50 Polizeibericht. Während des Gewitters in der Na zum 8. d. M. schlug der Blig in die bewohnten Seitenflig der Häuser Landsberger Alle Nr. 130 und 131 ein und ve
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Endlich, nach vielen Anstrengungen, war das be
allein beim Eſſen. Wir Andern haben das Unſere ſchon gehabt."
mir und führte mich zu Lische; nur sind Sie leider würdige Glas aus dem Schrank geholt und hinter ihm h
tam noch ein kleiner Becher voller Beulen, der Moris hört hatte, als er noch ein Kind war. Er wurde für
haben immer gegessen. Das gute, kleine Frühstück von Mamette bestand aus
Die armen Alten! zu welcher Stunde es auch sei, sie bis an den Rand mit Kirschen gefüllt, Moris hatte f
fie
fid
immer so gerne gegessen! Und während er sie mir reicht meinen Freund alle mögliche Auskunft, erfand auch frech, einer Schale Milch, Datteln und einer Barquette, einer glücklich schäzen, solche Kirschen zu bekommen. Meine Fr
was ich nicht wußte, und hütete mich wohl, einzugestehen, daß ich niemals darauf geachtet, ob seine Fenster gut
Bimmer sei.
Die Tapete in seinem 3immer! blau mit einer Blumenguirlande."
Sie ist blau, hell
Art Sprißkuchen oder Windbeutel; damit wäre sie mit ihren Ranarienvögeln wohl acht Tage ausgekommen. Und nun
fleinen Blauen sich fortwährend zuzischelten und mit den
raunte mir der alte schwaßend ins Ohr: hat sie selber eingemacht.
Gutes."
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Sie können
Das ist gewiß etwas ga
schlössen und von welcher Farbe die Tapete in seinem sollte ich ganz allein den ganzen Vorrath verzehren! Welche Ja wohl, seine Frau hatte sie eingemacht, aber sie hatt Entrüstung herrschte auch um den Tisch herum! Wie die den Zucker vergessen. Freilich, mit dem Alter wird man j streut. Die Kirschen waren abscheulich, meine gute Mame ziehen, bis auf die letzte zu verzehren. Ellbogen anftießen, und auch die Kanarienvögel in ihrem Das hinderte mich aber nicht, sie, ohne eine Miene zu v
"
Wirklich!" antwortete die gute Alte gerührt und drehte sich zu ihrem Manne:„ Es ist ein so braves Kind!"
Ja, ja, ein braves Kind!" versetzte der andere mit Begeisterung, und während ich mit ihnen redete, gab es zwischen ihnen stille verständnißvolle Winke, ein Nicken mit dem Kopfe, ein 3winkern mit den Augen, oder gar der Alte raunte mir vorsichtig zu: Sprechen Sie lauter, ste hört etwas schwer." Und sie ihrerseits: Ein wenig lauter, ich bitte, er hört nicht gar gut." Ich erhob dann meine Stimme und alle beide lächelten mir dankbar zu, und über mich beugten sich die welken Gefichter, als wollten sie das Bild ihres Enkels tief in meinen Augen suchen; ich war ganz bewegt und mir war es, als ob ich dies Bild unflar, verschleiert, fast unerreich bar in ihren Augen wiederblickte, als ob ich meinen Freund aus weiter Ferne, wie durch einen Nebel mir zulächeln sähe.
Plöglich erhebt der Alte sich von seinem Lehnstuhl: Aber Mamette, mir fällt jeßt ein, er hat vielleicht noch nicht gefrühstückt!" Und Mamette streckt wie außer sich die Arme gen Himmel:
,, Nicht gefrühstückt! Großer Gott!"
Ich glaubte, es sei noch vom Moritz die Rede und wollte eben antworten, der gute Junge warte mit seinem Frühftud nie länger als bis Schlag 12 Uhr. Aber nein, es war von mir die Rebe, und da gab es ein hin und her, als ich ,, Schnell die eingestand, daß ich noch nichts gegessen. Meffer und Gabeln, Ihr kleinen Blauen! Den Tisch mitten in die Stube! Das Sonntagstischtuch, das geblümte Geschirr. Und nicht so viel gelacht, Kinder, hurtig!" Und wie eilten sie sich! Sie hatten taum Zeit, drei Teller zu zerschlagen, so stand das Essen auf dem Tisch.
Käfig schienen sich zu sagen:„ der Herr, er ißt die ganze Barquette allein auf!"
Ich aß sie ganz allein auf, in der That, und fast ohne.
Nach beendigter Mahlzeit stand ich auf, um mid es zu merken, denn meine Aufmerksamkeit war auf Alles meinen Wirthen zu verabschieden. Sie hätten mich g um mich her in der hellen, friedlichen Stube gerichtet, die noch eine Weile behalten mögen, um nur so fort
wie von einer Erinnerung aus alten Zeiten erfüllt war.
plaudern, von
ihrem braven Kinde, aber der Da standen besonders zwei kleine Betten, von denen ich ging zur Neige und die Mühle war weit; ich mußte meine Augen nicht abzuwenden vermochte. Diese Betten, ich dachte an den frühen Morgen, ans erste Tagesgrauen;
brechen.
au
Mame
die großen Vorhänge mit weißen Fransen umhüllen noch meinen Rock! ich will ihn bis auf den Platz begleite
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das stille Geheimniß. Es schlägt drei Uhr, die Stunde, in welcher alle Greise erwachen:" Du schläfft, Mamette?" Nein, Männchen." ,, Nicht wahr, Moritz ist ein braves Kind!", ja, ein braves Kind!" Und so dachte ich bei dem Anblick der beiden kleinen Betten, die neben einander standen, an die lange Plauderei, die nun hinter den Vorhängen sich entwickelte.
Während dessen aber ging ein erschreckliches Drama
Es handelte sich darum, von da oben, dem letzten Brett,
Mamette dachte in ihrer Seele gewiß, es sei wohl schon
etwa
fühl, um mich bis auf den Platz zu begleiten, aber fie l sich nichts anmerken. Nur, während sie ihm in die er feines schnupftabatfarbigen Rods mit Perlmutterinöpf
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sagen: hineinhalf, hörte ich die gute Frau ihm freundlich ins Aber du kommst nicht zu spät heim; nicht ma Alterchen?" Und er lächelte barauf so schelmisch: Se Und darauf schauten fie
wer weiß? Vielleicht."
Iam andern Ende des Zimmers vor dem Schranke in Szene: lachend an, und die kleinen Blauen lachten, weil fie b Alten lachen sahen, und auch die Kanarienvögel am Fen ein Glas mit in Branntwein eingemachten Kirschen herab- lachten auf ihre Weise. Unter uns gesagt, ich glaube,
zuholen, das seit zehn Jahren auf Moritz gewartet hatte und das man mir zu Ehren aufmachen wollte. Trotz aller inständigen Bitten Mamettes hatte der Alte darauf bestanden, selber die Kirschen herunterzuholen; er stand nun zum Entsetzen seiner Frau auf einem Stuhl und versuchte es, hinaufzulangen. Das Bild steht leibhaftig vor mir: der
sie alle vom Geruch der Branntweinkirschen
waren.
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benebe
meine
Die Nacht senkte sich hernieder, als wir aus der 2 traten, der Großvater und ich. Die kleine Blaue folgte in der Ferne, um ihn wieder heimzuführen; aber er merkte sie nicht, er war ganz stolz darauf, an zitternde Alte, der sich hoch emporrect, die kleinen Blauen, Arme einherzugehen wie ein Mann. Mamette f die sich an seinen Stuhl festklammern, Mamette athemlos, lend, sah das Alles von ihrer Thürschwelle aus und f I alles dies ein Bergamottenduft ausgestreut, der aus dem alledem, Alterchen marschiert noch, marschiert noch ftramm
mit ängstlich emporgehobenen Armen hinter ihm und über
offnen Schranke hervordringt, und darin mächtige Stöße ungebleichter Leinwand. Es war reizend.
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telte freudig den Kopf dazu, als wollte sie sagen: