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Nr. 209.

Dienstag, den 8. September 1885.

II. Jahrg.

Berliner Volksblatt.

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Organ für die Interessen der Arbeiter.

Das Berliner Volksblatt

scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 f. Postabonnement 4 M. Einzelne Nr. 5 Pf. Sonntags- Nummer mit illuftr. Beilage 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1885 unter Nr. 746.)

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Redaktion: Beuthstraße 2.

Bur Lehrlingsmifere.

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Insertionsgebühr

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beträgt für die 3 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 the Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., 3immerstraße 44, sowie von allen Annoncens Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen.

Expedition: Zimmerstraße

holende, mechanische Handgriffe, erfordert keine besonderen technischen Fähigkeiten, und selbst, wo solche nicht ganz ent­behrt werden können, fann sie sich der intelligente Arbeiter rasch aneignen, da es ja gewöhnlich nur eine Anzahl be­stimmter Griffe sind, die er sich einzuüben hat.

So wächst denn in unseren großen Städten und In bestimmten Berufsbildung absolut keine Rede ist, den aber unsere moderne Industrie durchaus nicht entbehren kann. Denn gerade das, was das alte zopfige Handwerk an diesem Arbeiterstamm beklagt, macht ihn der modernen Industrie werthvoll. Wir meinen die Eigenschaft der Beweglichkeit nnd Vielseitigkeit. Man begebe fich z. B. in unsere Militäreffekten- Fabriken und man wird staunen, wie an der selben Bank Sattler , Täschner , Schuhmacher, Säckler und Raatonnage Arbeiter arbeiten, alle denselben Artikel machend, heute Tornister, morgen Helme u. s. w. Wenn aber diese Fabriken ohne Arbeit sind, kann man dieselben Leute in irgend einem großen Saale eines Hintergebäudes treffen, für einen Grossisten Filzpantoffel oder Tuchschuhe nähend. Wir haben dieser Tage den Namen eines Referenten in einer Berliner Versammlung gelesen, von dem wir wissen, daß er Mitte der 70 er Jahre im Laufe eines Jahres in folgenden Berufen thätig war. Zunächst arbeitete er in einer Militär­effekten- Fabrit, als da die Arbeit zu Ende ging, fertigte er Filzpantoffeln, später spielte er Zuschneider bei einer Weißwaaren- Hausarbeiterin, welche zirka 20 Mädchen be­schäftigte und für ein Engros- Geschäft Hemden zu liefern hatte, im Winter aber war er Portier in einem großen Vers gnügungs- Lokal.

Jedes Jahr zwei Mal, im Herbst und Frühjahr, be­gegnen wir in den Beitungen öffentlichen Aufforderungen organifirter Arbeiter an Eltern, Vormünder 2c., worin die ſelben, unter dem Hinweise auf die große Anzahl überschüssdustriezentren ein Arbeiterstamm heran, bei dem von einer figer Arbeitskräfte in dem betreffenden Gewerbe, gewarnt werden, ihre der Schule entwachsenen Söhne oder Mündel in diesem oder jenem Gewerbe in die Lehre zu geben. Für gewöhnlich ist es der Unterstützungsverein Deutscher Buch­bruder", ben vor der heranwachsenden Arbeiterreserve längst schon ein Grauen erfaßt hat und der seine Warnungen in bie Welt ergehen läßt, aber auch in vielen anderen Ge werben haben die Arbeiter zu diesem ,, Schutzmittel" gegriffen. So finden wir jetzt wieder folgende Auslassung des Fach­vereins der Berliner Posamentiere und Seidenknopfmacher" in Berliner Blättern: Anläßlich der großen Nachfrage nach Lehrlingen in der Posamentierwaarenbranche sehen wir uns veranlaßt, den Eltern und Vormündern, die willens find, ihre Söhne resp. Mündel Posamentier werden zu lassen, einige Erklärungen über die Handhabung des Lehrverfahrens in unserer Branche zu geben. Meistens werden die Lehr­linge von Fabrikanten eingestellt, die das Geschäft nicht im Geringsten praktisch fennen, die Lehrlinge werden dann von den Werkführern oder sonst dort beschäftigten Gehilfen auf irgend einen Artikel angelernt, auf welchen derselbe dem Prinzipal am meisten einbringt, ohne Rücksicht dar­auf, ob der Lehrling nach beendeter Lehrzeit als wirk licher Gehilfe sein Fortkommen findet; in der Handarbeit( als Seidenknopfmacher) wird hier in Berlin überhaupt kein Lehr­ling mehr angelernt, infolge der immer mehr zunehmenden Nun denke man aber nicht, daß solche Fälle zu den Mädchenarbeit, wodurch die Existenz der Gehilfen vollständig Ausnahmen zählen; im Gegentheil, wer in unseren indu­untergraben wird, und das Resultat der ganzen Lehrlingsstriellen Städten nicht über diese Vielseitigkeit verfügt und rbeit ist nur Ersparniß von Arbeitslohn, um tonturrenz biger zu sein und das Geschäft herunterzubringen, wo­Durch das Kontingent der stellenlosen Gehilfen immer größer wird." plat place and mo

Ob diese Warnung etwas nüßen wird? Wir sind über eugt, daß dies nicht der Fall ist, und zwar aus dem ein­fachen Grunde, weil solche und ähnliche Zustände in einer großen Reihe anderer Gewerbe ebenfalls herrschen und dann, weil die Eltern heute, besonders an Orten von solch ents wickelter Industrie wie in Berlin , oft nicht mehr darauf achten können, ob ihre Söhne in einem Gewerbe vollständig unterrichtet werden, sondern nur darauf, daß der Junge möglichst bald und viel verdient.

Die Theilung der Arbeit hat es möglich gemacht, daß ber Uebergang ber Arbeiter von einem Gewerbe zum andern in einer Weise erleichtert ist, von der man früher keine Ahnung hatte. Die Arbeit, aufgelöst in sich ewig wieder

Parad verboten.]

49]

Feuilleton.

Das Mormonenmädchen.

Amerikanische Erzählung

99142 mg mi von

Balduin Möllhausen .

( Fortsetzung.)

außerdem nicht im Besize von Glücksgütern sich befindet, bei dem wird sich Schmalhans sehr häufig als Küchenmeister einstellen. Der Umstand aber, daß die Zahl derjenigen Ge­werbe, welche ihren Arbeitern dauernde Beschäftigung sichern können, immer geringer wird, andererseits der Verdienst der Eltern meist ein so knapper ist, daß sie froh sind, wenn die heranwachsenden Jungen etwas mit verdienen, macht es be greiflich, daß es denjenigen Arbeitgebern, welche fich haupt­fächlich auf die Lehrlingszüchterei geworfen haben, selten oder nie an Menschenmaterial fehlt. Während der Lehrmeister, welcher den Lehrling noch nach der alten, sogenannten guten Methode auslernt, b. h. ihn, soweit dies fein Geschäft zu läßt, in allen in dem Gewerbe vorkommenden Arbeiten unterweist, dafür meist eine Entschädigung in Gestalt eines Lehrgeldes für seine Mühe verlangt, bekommt der Lehrling in den Lehrlingsfabriken meist vom ersten Tage seiner Be­schäftigung ab Lohn. Wenngleich nun der Vater einsteht,

Dich auf dem Wege des Heils leitet und lenkt bis an das Ende Deiner Tage. Hertha, Tochter meines zu früh dahin­geschiedenen, einzigen Bruders, Du sollst Dich ver­heirathen. Das Glaubensbekenntniß des Mormonenthums schreibt es vor, und daher ist es auch mein Wunsch und mein Wille."

Während Jansen so sprach, hatte Hertha taum zu athmen gewagt. Bleich und regungslos wie eine Bildsäule saß sie ba, und erst lange, nachdem ihr Onkel geendigt, schien ie mit einem tiefen Seufzer zu dem plötzlichen Bewußtsein ihrer

Hier ist das Erbe Deiner verstorbenen Eltern," fuhr Jansen nach kurzem Sinnen mit kaum wahrnehmbarer weh- Lage zu erwachen. müthiger Erregung fort, indem er auf die beiden Packete

Ontel, ich soll heirathen?" fragte fie flüfternd, als

wies, der eine Theil gehört Dir, der andere Deiner Schwester, habe der Schrecken ihr die Sprache geraubt. ober vielmehr beren hinterlassenem Sohne" hierhergebracht,"

" D, warum hast Du ihn nicht mit wagte Hertha ihren Onkel mit klagender Stimme zu unter brechen, ich sehne mich so nach dem Rinde, Du weißt es,

und dennoch

" Du mirst den Knaben sehen, Du wirst ihn längere

Ja, mein gutes Kind, bereite Dich vor, Du wirst hei­rathen innerhalb furzer Zeit, und zwar hast Du den Rom­mandanten dieses Plates, den ehrenwerthen und würdigen Bruder Elliot fortan als denjenigen zu betrachten, dessen Lebensglück eng und unauflöslich mit dem Deinen verflochten

werden wird."

Beit, vielleicht sogar ganz bei Dir behalten," fiel Jansen ihr Ihnell in die Rede, ich hätte ihn Dir auch wahrscheinlich dem Ausdruck des größten Entsetens aus. Elliot? Unmöglich!" rief Hertha emporspringend mit schon jetzt zugeführt, wäre das entsetzliche Unglück nicht vor Beruhige Dich, Hertha, und lerne die Dinge um Dich gefallen. Ich eilte hierher, in anderthalb Tagen die ganze her mit Ueberlegung betrachten," versetzte Jansen, der an­

Strede

zurücklegend;

Rind gewefen.

das wäre kein Ritt für ein dreijähriges

-Ich sprach also von dem Dir zufallenben

gesichts des fich ihm entgegenstellenden Widerstandes immer Der Herr hat durch ruhiger und entschlossener wurde.

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44.

170

daß sein Sohn in der Lehre", wo er sich befindet, nie zu einem ausgebildeten Handwerker heranwachsen wird, so läßt er ihn doch dort, denn nur allzu häufig trifft der Fall zu, daß der Alte an sich selbst erlebt hat, wie wenig es heute, im Zeitalter der Maschine und der Theilung der Arbeit, nüßt, in seinem Gewerbe vollständig ausgelernt zu haben.

Es gilt als ein Vorzug des amerikanischen Arbeiters, daß er heute hier und morgen dort zugreift, sich vor keiner Arbeit scheut, sich nicht für geschändet betrachtet, wenn er heute auf der Straße den Besen führt, während er vielleicht die Woche vorher noch in einem Atelier als Gehilfe" ge arbeitet hat.

Nun, der Amerikaner tennt eben unser zünftiges Lehrlings- und Gesellenwesen nicht, er ist Produkt der Neuzeit und verkauft seine Arbeitskraft dort, wo sie ihm jeweilig am besten bezahlt wird. Gleiche Ursachen haben jeweilig am besten bezahlt wird. aber gleiche Wirkungen. Das amerikanische Gewerbe und die dortige Industrie sind zu einer Beit in Aufschwung ge­fommen, wo auch im alten Europa die alten Zunftregeln und Vorschriften längst aus dem Leime gegangen waren und wo der zünftig" gelernte Gefelle dem modernen Ar­beiter Platz machen mußte. Während aber der Amerikaner sich sofort in die Verhältnisse hinein fand, weil er Anderes nicht fannte, laboriren wir noch an den Erinnerungen an die Vergangenheit.

Der Lehrling der Bunftzeit ist aber einmal mit diesem verschwunden, er ist abgelöst durch den jugendlichen Ar­beiter". Der Ronkurrenz des letteren können sich unsere Arbeiter aber nicht dadurch erwehren, daß sie ihm den Eintritt in die Werkstelle und die Fabrikfäle zu erschweren suchen, sondern sie müssen, indem sie thatkräftig in die Ara beiterbewegung eingreifen, dafür Sorge tragen, daß die jugendliche Arbeitstraft nicht über ihr Vermögen in An­spruch genommen wird und zugleich müssen sie durch Eins treten für einen gesetzlichen Marimalarbeitstag, Beschränkung der Sonntagsarbeit 2c. bahin wirken, daß Raum für neue Arbeitskräfte wird.

Was die Buchdrucker, Buchbinder, Tapezirer und Pe famentirer von ihrem Gewerbe sagen, daß sie übersetzt mit Arbeitern sind, und daß die frisch herangezogenen Lehrlinge nur dazu dienen, die Konkurrenz noch mehr zu verschärfen, das gilt in gleicher Weise für alle Gewerbe und Berufs=

arten.

Es giebt heute keinen produktiven Beruf, der nicht mit Arbeitskräften über­füllt ist. Deshalb hilft es nichts, sich abzuschließen und nach dem bekannten Rezept des katholischen Bauern zu beten: Ich bitt' Dich, heiliger Florian, Verschon' mein Haus, zünd' andre an! sondern es gilt, energisch einzutreten für die Forderungen der aufgeklärten Arbeiter.

mit mir getrieben, aber nimm zurück den grausamen Ausspruch, der nicht aus Deinem Herzen gekommen sein fann!"

,, Der Ausspruch kam aus meinem Herzen, er kam aus meinem Ropfe," antwortete Jansen, auf den Hertha's Schmerz nicht ganz ohne Wirkung geblieben war; Du bea trachtest jetzt allerdings die getroffene Bestimmug als ein böses Verhängniß, allein die Beit wird kommen, in welcher Du meinen Beschluß segnest und vielleicht mitleidig lächelft beim Rückblick auf Deine jezigen leeren Befürchtungen. Ich dem die Wohlfahrt meiner Brudertochter am meisten am Herzen liegen muß, ich wiederhole Dir nochmals ernst und wohlmeinend: Du wirst Elliot die Hand zum Bunde für's Leben reichen, und ihn lieben und ihm unter­than sein."

Nie, niemals!" rief das geängstigte Mädchen aus, von Jansen zurückprallend, als wenn seine Berührung es verwundet hätte, lieber den Tod, den zehnfachen Tod, als eine Verbindung eingehen, bei welcher das Herz nicht mit­spricht. O, Onkel, es ist nicht möglich, Du kannst es nicht verlangen, daß ich unglücklich, namenlos elend werden soll! Ich habe keinen andern Wunsch gehegt, als immer bei Dir zu bleiben, und nun stößt Du mich unbarmherzig zurück, um mich jenem schrecklichen Elliot anheimfallen zu lassen, den ich über Alles fürchte und verabscheue! Ja, ich wieder

Erbtheil, welches Dir seiner Beit vorgelegt und berechnet seinen auserwählten Propheten seinen Willen kund gethan, hole es, ich verabscheue ihn, weil ich endlich weiß, was er fie find nicht im Stande, die Zukunft eines Menschen weder welchen Dein eigener Wille ohnmächtig in den Staub zu werden wird. Doch die Güter dieser Welt sind vergänglich, und Du wirst Dich den göttlichen Anordnungen fügen, vor

auf Erden, noch in der Ewigkeit zu sichern. Die Stüßen fammenfinkt."

des irdischen Glücks und des ewigen Seelenheils find ebler

und fester, fie beruhen mit auf den patriarchalischen, auf den

Onkel, guter, theurer Onkel," sagte Hertha jetzt mit

Eltern sind lange todt, meine

einzige Schwester ist ihnen

von Gott selbst eingesezten Bestimmungen, laut deren der umschlang und ihr Haupt auf seine Schulter legte; ,, meine der Ehe, in welchem dem Sterblichen vorzugsweise Gelegen nachgefolgt, deren Sohn wird mir vorenthalten, willst nun heit geboten wird, treue Pflichterfüllung zu üben und cin Gott geweihtes Leben zu führen. Abgesehen davon, daß den Menschen, die ich fürchte und verabscheue, in die Arme Du Jemandes bedarfst zur Verwaltung Deines Vermögens, schleudern? Nein, Onkel, Du kannst es nicht," antwortete

und der alle irdischen Sorgen mit Dir theilt, muß ich Je manden haben, dessen Händen ich Dich mit ruhigem Gewissen anvertrauen darf und von dem ich überzeugt bin, daß er

fie auf ihre eigene Frage, jetzt nicht mehr länger im Stande, bie hervorquellenden Thränen zurückzuhalten, fage, daß Du mich haft strafen wollen, sage, daß Du Scherz

mit feinen Aufmerksamkeiten, mit seiner erheuchelten Theil­nahme während der Reise bezweckte. Sein Sinn steht nach meinem Gelbe, dort liegt es; Du selbst haft mir frei ge­stellt, darüber zu verfügen; wohlan denn, Onkel, gieb ihm Alles, über bas zu bestimmen ich ein Recht habe, aber ihm als Gattin folgen? Nein, ich wiederhole es nochmals, lieber den Tod in seiner schrecklichsten Gestalt!"

Nach diesem wilden Ausbruch ihrer Gefühle schienen Hertha's törperliche wie geistige Kräfte gebrochen zu sein. Sie warf sich wieder auf ihren Stuhl, und das Antlig zwischen ihren auf dem Tische ruhenden Händen verbergend, schluchzte sie so heftig, als sei sie von Krämpfen befallen worden.

Jansen beobachte sie während der ganzen Zeit mit