g gestellt der Industrie", soll wohl heißen: Nothstand der Industriellen" it dem Herrn Minister also wieder in allen Tonarten vorge Wille des fungen worden. Aber vom Nothstand der Arbeiter, von dem Dertretung Elend Derjenigen, auf deren Schultern schließlich Alles abge­it vollen laben wird, scheint man dem Herrn Minister nichts gesagt zu Friedens haben. Oder war der Herr von Bötticher vielleicht gar in den ütten der Arbeiter, um sich aus eigener Anschauung über e bleiben, deren Lage zu informiren? Uebereins

en Barlas

Die vom preußischen Fiskus gegen den Reichstags" in seinen abgeordneten Kräder erhobene Diätentlage fügt sich wie Das allge der Volksztg." mitgetheilt wird im Wesentlichen auf fol garantirte Dern auch

gendes:

-

Es sei dem Artikel 32 der Reichsverfaffung zuwider aus Bei­ewährung hägen von Gesinnungsgenossen der sozialdemokratischen Partei ein

"

Fonds zusammengebracht worden, aus welchem ihren Vertretern ismus zum Reichstage Diäten gezahlt worden seien. Ueber die Ent der allge tebung und Verwendung dieses Fonds werden die auf dem Anbahnen Bothaer Kongreß im August 1876 gehaltenen Reden, betreffend rivilegien, feststellung von Diäten für die Reichstagsmitglieder der Partei, Instituts angeführt. Daß der Diätenfonds noch exiftire, wird auf Nr. 8 ber Krieg des Sozialdemokrat" vom 21. Februar 1884, in welcher zu forderlich entsprechenden Beiträgen aufgefordert, sowie auf Nr. 11 derselben en, welche Beitschrift vom 12. März 1885, worin über den Eingang der Ifern entsartiger Beträge unter sub Unterstügungsfonds D quittirt werde, nationale berwiesen. Weiter wird auf einen Leitartikel in Nr. 106 vom 8. Mai 1885 des Berliner Volksblatt" hingewiesen, aus dessen mats zum Inhalt hervorgehe, daß die sozialdemokratischen Reichstagsmit hen Ausglieder ohne Rücksicht auf ihre Privatstellung neuerdings 4 M. ind Ver Diäten pro Tag bezogen haben. Zu denjenigen, welche aus dem eßfreiheit, vorerwähnten Diätenfonds der sozialdemokratischen Partei Diäten okratischer in ihrer Eigenschaft als in Berlin anwesende Reichstags­richte für mitglieder erhalten und in ihrem Nußen verwendet haben, ge­der Be höre auch der Beklagte und wird dieserhalb auf das Zeugniß dig Ver der Herren Bebel, Liebknecht, Rittinghausen, Spindler, Singer, lizeilichen rizsche und Hasselmann refurrirt und eventuell der Eid zu geschoben. Während der vorigen und jezigen Legislaturperiode erben dem Beflagten 404 Tage pro Tag mit 4 Mt. 50 Pf. in Anrechnung gebracht, was die Summe von 1818 Mark er­giebt, welche an den preußischen Fiskus herausgezahlt werden ollen, denn es müsse mit den Staatsrechtslehrern von Martis, Don Mohl, Laband und Born angenommen werden, daß den

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e Sozial Reichstagsmitgliedern auch der Bezug von Entschädigungen erwaltung us Privatmitteln untersagt ist, nicht blos derjenige aus Der wirth Mitteln des Reichs, eines Bundesstaates oder einer sonstigen gen Aus offentlichen Korporation, denn der Wortlaut des Artikel 32 trebt eine erbiete ben Bezug von Besoldung und Entschädigung inbarung lechthin und ohne Unterscheidung oder Begrenzung der En für die Bezugsquelle. Der Ausdrud Besoldung" scheine zwar auf e Beseit einen Bezug aus öffentlichen Mitteln hinzudeuten, hinsichtlich und die des Ausdrucs Entschädigung" dagegen fehle es an jedem e fordert prachlichen Grunde, demselben hier nicht die regelmäßige all­ersorgung gemeine Bedeutung, sondern nur die eingeschränkte einer Ent­Arbeiter ädigung aus öffentlichen Mitteln beizulegen. Dazu komme, = der Ar daß die von den Gegnern vertheidigte engere Deutung nicht in

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intlang zu bringen sei mit der gesetzgeberischen Tendenz des Artifels 32. Diese sei seitens der verbündeten Regierungen im lonftituirenden Reichstage 1867 wiederholt und ausdrücklich dahin gekennzeichnet worden, daß der Fortfall der Diäten und Entschädigungen ein Sicherungsventil gegen die möglichen, da s öffentliche Wohl gefährdenden Wirkungen des allgemeis teuer mit en direkten Wahlrechts sein solle. Dadurch, daß die mit der Uebernahme der Mitgliedschaft im Reichstage verbundenen peku niären Opfer und Lasten den einzelnen Mitgliedern selbst zur Last fallen, folle verhütet werden, daß in der Körperschaft sich folche Elemente einbürgern, deren finanzielle abhängige Lage fe nicht geeignet erscheinen laffe, für die Uebernahme der einem Reichstagsmitgliede zugewiesenen, in der Voraussetzung persön lider Selbstständigkeit( Artikel 29 der Reichsverfassung) beruhen.

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ten Seite 703 ff. gelegentlich der Berathung des Artikels 32 im Babre 1867, aus welchen hervorgehen soll, daß der Bezug von Entschädigungen aus Privatmitteln den Reichstagsabgeordneten

Und nun folgen Zitate aus den stenographischen Berich

unterfagt ist.

Wenn nun nach Obigem zwar auf strafrechtlichem Wege

Thätigkeit als solche versprochen wird, rechtsunwirksam und flaglos ſei. Hieraus folge weiter, daß, soweit das Alge­meine Landrecht, unter deffen Herrschaft( nämlich loko Berlin ) das Angebot, sowie die Empfangnahme stattfand, im einzelnen Falle Anwendung finde, dem preußischen Fiskus das Recht zu­stehe, auf Grund der Bestimmungen im Theil I, Titel 16, §§ 172, 173, 205, 206 das verfassungswidrig Empfangene von dem betreffenden Reichstagsabgeordneten wieder einzuziehen und es sei nach feststehender Judikatur gleichgiltig, ob den be­züglichen Zahlungen eine ausdrückliche Äbrede vorhergegangen

nach der bestehenden Gesetzgebung gegen die in Nede stehende Berfaffungswidrigkeit nicht vorgegangen werden könne, so sei doch llar, daß Abgeordnete, welche der Vorschrift in Artikel 32 zu tiber Entschädigungen für ihre Theilnahme an den Geschäften des Reichstages beziehen, nicht blos einem ausdrücklichen Ver botageset entgegenhandeln, sondern auch wissentlich( denn auf Untenntniß der Geseze fönne fich am allerwenigsten Jemand berufen. Der selber an der Gesetzgebung mitzuwirken bestimmt !) einen Verstoß gegen ihre Berufspflicht begehen, welcher Der Ehrbarkeit und öffentlichen Moral widerstreite und zugleich die Würde des Reichstages verlege.

Den Recht an ein Zuwiderhandeln gegen das Verbot des Ar geäußerten welchen fitels 32 Inüpfen, beständen darin, daß ein Vertrag, durch tagsabgeordneten eine Besoldung oder Entschädigung für seine

Die zivilrechtlichen Folgen, welche fich nach dem bestehen­

Tende Be Nothstand

den Cha bitter vor schwersten

von dem

-

-

der öffentlichen Ordnung entgegen einem Reichs­

ist oder nicht.

Das Unfallversicherungsgesetz bestimmt im§ 5, daß vom Beginn der fünften Woche ab nach Eintritt des Unfalles bis zum Ablauf der dreizehnten Woche das Krankengeld, wel ches den durch einen Betriebsunfall verlegten Personen auf Grund des Krankenkassengesezes gewährt wird, auf mindestens zwei Drittel des bei der Berechnung desselben zu Grunde ge­beffen Betrieb fich der Unfall ereignet hat, ist die Verpflichtung legten Arbeitslohnes zu bemessen ist. Dem Unternehmer, in dessen Betrieb sich der Unfall ereignet hat, ist die Verpflichtung auferlegt, die Differenz zwischen diesen zwei Dritteln nur dem gesetzlichen und statutenmäßig zu gewährenden Krankengelde aus eigenen Mitteln der betreffenden Krankenkasse zurückerstatten. Die zur Ausführung dieser Bestimmung erforderlichen Vor­schriften hat das Reichsversicherungsamt zu erlaffen. In Aus­führung dieser Vorschrift ist vom Reichsversicherungsamt den Vorständen der Berufsgenossenschaften der Entwurf eines Reglements und eines Liquidationsformulars zugegangen, worüber die Vorstände zum 10. September fich gutachtlich zu äußern haben.

Das Reichseisenbahnamt hat verfügt, daß vom 1. No­vember dieses Jahres ab nur noch Dynamitfabrikate konzeffio­nirter deutscher Fabriken zum Eisenbahntransport in Deutsch­ land zuzulassen seien.

Die Hoffnung, daß die Augusta" noch erhalten sein fönnte, wird schwächer und schwächer, schon durch die fich täg­lich mehrenden Unfälle, welche aus dem Rothen Meere gemel­det werden. Der Dampfer ,, Donar", Kapitän Kuhn, welcher den furchtbaren Byllon, der vom 2. zum 3. Juni am Eingange des Rothen Meeres wüthete, überstanden hat, hat der Danz. Beitung" zufolge verschiedene Nachrichten gesammelt. Danach muß in jener Schreckensnacht eine große Anzahl von Schiffen, darunter mehrere Dampfer, untergegangen sein. Der Kapitän des Dampfers Duke of Devonshire" berichtet ebenfalls über den entseglichen Orkan, daß er unterwegs ein anderes Schiff gesprochen habe, welches ihm mittheilte, daß es eine Menge Wrackstücke aufgefischt. Der Kapitän des Duke" hat zwei große Dampfer finten sehen.

Gefängnißarbeit in Bayern . Das Justizministerium hat eine Statistit über die Arbeitsthätigkeit in den Strafan ftalten und Arbeitshäusern des Königreiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1884 veröffentlicht. Männliche Gefangene waren vorhanden 3568, unbeschäftigt 338, beschäftigt für den Bedarf der Anstalten: 772; in landwirthschaftlichen Arbeiten 2059; für Anstaltsbeamte 65; für Rechnung der Gewerbe­treibenden 2544( also mehr als ein Drittel); für Rechnung der Anstalten zum Verkauf an Geschäftsleute 319, für Rechnung der Anstalt zum Verkauf überhaupt oder für Rechnung von Privaten 472. Es find also, von der Landwirthschaft abge sehen( auch diese Konkurrenz ist für den freien Arbeiter recht empfindlich) 3335 direkt in Gewerbe und Industrie tonfurrirende Arbeiter unter 6569 Gefangenen, oder vielmehr, da 338 unbe­schäftigt, unter 6231. Die Herren Zunftfreunde Billing, Biehl u. f. w. scheinen fich mit der Frage froßdem in Nürnberg nicht beschäftigt zu haben. Herr Billing weiß schon, warum. Von 1081 beschäftigten weiblichen Gefangenen waren für Rechnung von Gewerbetreibenden beschäftigt 734. Also fast 75 pCt. Die vielbesprochene Frage der Gefängnißkonkurrenz ist danach in der That dringend.

Holland.

theilten ihm ihre Beschwerden mit. Die Unterredung dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Als sie beendet war, theilte Fortuin der wartenden Menge das Resultat derselben mit. Daffelbe war folgendes: Alle, welche in Bezug auf die jüngst stattgehabten Unruhen Klagen gegen die Polizei zu haben meinen und verbürgte Thatsachen mitzutheilen im Stande find, können sich, sei es mündlich oder schriftlich, an den Bürs germeister wenden. Uebrigens", schloß Fortuin seine Mit­theilung, ist der Bürgermeister der Ansicht, die Polizei sei würdig und höflich aufgetreten". Ein schwaches Hurrah er= schallte hierauf, aber die Einzelnen, welche es ausriefen, fanden bei der großen Menge teine Unterstügung. Am Sonntag wird man im Volkspart zusammenkommen, um die Klagen, welche man meint erheben zu können, zu formuliren und zu Papier zu bringen.

Dem fonservativen Hamb . Korrespondent" schreibt man aus Amsterdam : Am Sonnabend Morgen 10 Uhr waren auf dem Waterlooplein vor dem Kaffeehause de Leeuw van Waterloo" ca. 100 Menschen zusammengekommen, um eine Ab­schrift der am Freitag Abend beschloffenen Motion betreffs der Klagen gegen die Polizei dem Bürgermeister zu unterbreiten. Einige hundert Neugieriger schloffen sich ihnen an und war­teten der Dinge, die kommen sollten. Das sozialdemokratische Wochenblatt Recht voor Allen" wurde massenhaft von den drei Männern, deren Knopfloch mit einer rothen Rosette ge­schmückt war, verkauft. Gegen 10% Uhe tam J. A. Fortuin, der die Resolution in der Freitags- Versammlung eingebracht hatte, aus obengenanntem Kaffeehaus, und nun zog man zu­sammen nach dem Stadthaus, Fortuin voran und hinter ihm Verkäufer vom Recht voor Allen". Der Zug war nicht be­sonders lang, die den eigentlichen Kern bildeten, mochten vielleicht 100 Personen zählen, während die neugierige Menge gut 600 Kopf start war. Man tam ungehindert zum Stadt­haus. Der Vorburgwal war an der Stelle, wo das Rathhaus fich befindet, an beiden Seiten schwarz von Menschen. Fortuin, Edhard, die Frau des Sozialdemokraten De Licht, Meurffen und Verhagen wurden vor den Bürgermeister gelaffen und

Einen Augenblick blieb er stehen, wie um das Gespräch stolz emporrichtend, denn war zu ver­Bu belaufchen; dann aber, als sei ihm plößlich ein Umstand lockend, als daß er nicht nach langer Beit endlich einmal wieder der Vergangenheit hätte gedenken sollen.

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Ihr würdet also bereit sein, mit Rücksicht auf den jezigen Kriegszustand, im Falle es sich als nothwendig her­ausstellen sollte, ein Stückchen blutige Arbeit zu über­ausstellen sollte, ein Stückchen blutige Arbeit zu über­

größter Wichtigkeit eingefallen, schritt er schnell auf die zu, und feinen Kopf in dieselbe hineinsteckend, rief er Stimme antwortete aus dem Innern des Gemaches, und gebieterischem Ausdruck den Namen Absalon!" Eine gleich darauf trat die verkommene und verwilderte Gestalt nehmen?" des Grafen zu ihm in's Freie.

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Derselbe hatte es nämlich für zweckmäßig gehalten, angeftammten Namen mit einem andern zu vertauschen,

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, Es wäre nicht das erste Mal," entgegnete der Graf in derselben Weise; im Duell und auf dem Schlachtfelde habe ich meine Faust vielfach erprobt."

,, Es gilt weder einem Duell noch einer Feldschlacht,"

Belgien .

Brüssel . Der Pharmazeutische Kongreß nahm am Freitag im Plenum den Wunsch an, daß ein internationales Uebereinkommen behufs Bekämpfung der Fälschung von Lebens­treffenden Vergehen abgeschloffen werde. Der Kongres beschloß mitteln und behufs der wissenschaftlichen Untersuchung der bes auch die Abfaffung eines einheitlichen Koder, um im inter­nationalen Interesse gleichmäßige wissenschaftliche Daten für die normale Busammensetzung der Substanzen festzustellen. Am Sonnabend Nachmittag wurde auf Vorschlag des Präst­denten die Einsegung eines internationalen Bureaus mit der Vollmacht, den Regierungen berathend zur Seite zu stehen, beschlossen. Es wurde dann die Diskussion über die Eigen­schaften, welche gutes Trinkwasser befizen sollte, begonnen und schließlich die sehr zahlreichen Schlüsse, zu denen Herr Van de Vyvere in seinem umfangreichen Bericht gelangt war, ange­nommen, ebenso wie der Wunsch, daß die Regierungen die Waffer ihrer Länder durch Kommissionen analyfiren und diese Analysen veröffentlichen lassen. In der feierlichen Schluß­fizung verlas der Sekretär des Kongresses seinen Bericht über deffen Arbeiten. 23 Länder, 72 Pharmazeutische Gesellschaften und 700 Mitglieder haben an ihnen theilgenommen. Die Sekretäre der Abtheilungen verlasen ebenfalls ihre Berichte und die verschiedenen Schlüffe wurden vom Plenum ange­nommen. Nach den üblichen Dankesvotirungen wurde bes schlossen, den nächsten Kongreß 1888 in Mailand ab­zuhalten.

Frankreich .

Zu dem gestern in Havre eröffneten internationalen Schul­lehrertongreß waren etwa zweitausend Lehrer und an vierhun dert Lehrerinnen erschienen. Nachdem der Präfekt der Seine­Inferieure, Herr Hendle, den Unterrichtsminister Goblet be grüßt hatte, ergriff der Maire von Havre , Siegfried, das Wort, und konstatirte den Erfolg des ersten Lehrerkongresses in Frank­ reich . Minister Goblet feste die Gründe auseinander, weshalb er nach Havre gekommen sei. Die Versammlung wäre eine ganz freie, ohne Subvention der Regierung; die Kosten der felben trage die Stadt Havre und für die Reiseauslagen lämen die Lehrer selbst auf. Die Regierung laffe so den Lehrern völlig freie Hand, um ein Werk zu vollbringen, welches das Ministerium der Sanktionirung des geseßgebenden Körpers vorschlagen werde. Herr Goblet empfahl das Studium der Mittel, um der langen Dauer der Flüssigmachung der Lehrera penstonen zu steuern, und lud den Kongreß ein, die Handars beit in den Volts- und Gewerbeschulen, sowie den Lehrersemi­narien zu prüfen. Es schloß mit den Worten: Die Republik ist start durch ihre Einheit und durch ihre Armee, die mit der Nation gleich ist. Sie war die erste Regierung, welche den unentgeltlichen, tonfefftonslosen und obligatorischen Unterricht eingeführt hat." Herr von Meemen, Unterrichtsschöffe in Bel­ gien , sagte, Frankreich sei glücklicher als Belgien , da man hier die Lehrer auszeichnet, indeß man sie dort verfolgt.( Rufe: Es lebe Belgien !") Herr Globet antwortete: Die tolerante Republik gestatte den Lehrern, Reformen hervorzurufen, welche die Regierung anzuwenden fich beeile, so daß diese große Freis heit schon von dem Vertreter der Lehrer Belgiens seiner Res. gierung gegenüber benußt worden sei. ,, Belgien ist ein libe rales und befreundetes Land. Der Kongreß hat einen auss schließlich pädagogischen Charakter und alle innere oder aus­wärtige Politit muß davon ausgeschloffen sein."( Lauter Bei­fall. Republik !") Nachmittags wohnte der Minister der Eröffnung Rufe: Es lebe der öffentliche Unterricht! Es lebe die pfang auf dem Stadthause statt. eines Mädchenlyzeums bei und Abends fand ein großer Em

Lokales.

Die deutsche Reichs- Telegraphenverwaltung hat, wie Viele interesfiren wird, 100 Apparate, und zwar sogenannte polarifirte Farbschreiber von Estienne, anfertigen und in Betrieb stellen lassen, wodurch die Telegraphie in erheblicher Weise vervollkommnet worden ist. Mit dem neuen Estienne­Apparat hat es, der Magd. Stg." zufolge, folgende Bewand­niß: Die aus horizontal liegenden Buntien und Strichen ge­bildete Schrift des Morse- Apparats hat das Ueble an sich, daß

"

nicht gegen die Pflichten des Mr. Absalon verstößt, so wie ich ihn kenne." So laßt denn hören," erwiderte der Graf kleinlaut. " Es befinden sich hier im Fort Utah zwei Gefangene, gegen welche die Beweise eines an uns zu verübenden Vers rathes vorliegen," begann Elliot langsam und jedes einzelne Wort gleichsam abwägend.

" Ich hörte von ihnen, doch sind sie mir noch nicht zu Geficht gekommen, nicht einmal ihre Namen kenne ich," fiel der Graf Elliot in die Rede.

Namen thun nichts zur Sache," versetzte dieser haftig; es muß Euch genügen, zu wissen, daß sie mit feindlichen

nach seiner Ansicht angenehmer in den Ohren der Mor monen tlingen mußte. Der Wunsch, seine Ahnen nicht versette Elliot zögernd, denn er begann leise 3weifel zu Abfichten in unser Thal drangen, daß wir das Recht bes Baburch zu beleidigen, daß er in der untergeordneten Stellung hegen, ob er in dem Grafen auch den rechten Mann ge- fißen, sie als Spione hinrichten zu lassen, und daß unsere eines Bombardiers ihren Namen verunziere, mochte indessen| mit an diesem Wechsel beigetragen und ihn in seinem Ent

fluffe bestimmt haben.

nem Spaziergang

fenbend.

funden habe, es gilt nur, einen gefährlichen Gefangenen, ben man zu befreien beabsichtigt, an der Flucht zu verhindern und ihm röthigenfalls eine Kugel durch den Kopf zu jagen. Es ist eine sehr mißliche Angelegenheit," fuhr er nach einer kurzen Pause fort, als er eine gewisse Unentschlossenheit an dem Grafen zu bemerken glaubte, nicht Jeber ist im

nach außerhalb noch mehr zu verwickeln. Ihr wißt, der eigentliche Krieg hat noch nicht begonnen; noch stehen die beiden

Feinde auf der anderen Seite des Gebirges viel barum gäben, namentlich den einen wieder in ihrer Mitte zu fehen. Wie viel den Gentiles an unseren Gefangenen liegt, haben sie bewiesen, indem sie bereits Leute zu ihrer Befreiung ausfandten, bie damit begonnen haben, unseren gemeinschaftlichen Freund Rynolds hinterlistig zu ermorden."

Elliot antwortete auf des Grafen Begrüßung nur durch tin leichtes Kopfniden, worauf er ihn aufforderte, ihn auf um das Fort zu begleiten. an; offenbar wollte Elliot, um sich jeder Beobachtung zu Schweigend und ganz langfam traten sie ihren Weg Stande, dieselbe zu ordnen, ohne die politischen Wirren ,, Es ist also doch wahr? Ich habe die Nachricht von orden fein. ntziehen, den Einbruch der Dunkelheit abwarten, denn Rynolds' Tobe nur für ein Gerücht gehalten," bemerkte der mehrere Male blieb er stehen, feine Blicke, wie bewundernd, Heere sich nur gerüstet einander gegenüber, und noch ist es Graf so ruhig, als hätte er von dem Verenden eines Stückes Wild gesprochen. dem immer mehr schwindenden Abendroth empors möglich, daß wenn die Regierung ber Vereinigten Staaten " Ja, Rynolds ist todt, und noch Andere unserer Ges auf unser Ultimatum eingeht, die fraglichen Punkte auf fried- meinbe werden der ausgesendeten Mordbande, unter welcher ,,, Ein schöner Abend, Mr. Absalon," sagte er endlich, nachbem fie fich wohl eine Viertelstunde in weitem Bogen darf der erwähnte Auftrag nur in die Hände eines solchen nicht durch energische Mittel deren finsterem Treiben vor­lichem Wege werden. man auch Indianer vermuthet, zum Opfer fallen, wenn wir beugen. Die in unserer Gewalt befindlichen Spione er schießen, dürfen wir noch nicht, um nicht die schwebenden laffen, hieße zwei Bluthunde mehr auf unser verfolgtes Volk hetzen." So laffe man sie ruhig im Gefängniß fißen," wendete der Graf lakonisch ein.

brer leicht ächerlichen befiße und verbarb, ch die Ur nge Dauer allten fich enden Blid Gefängniß Rüdweg

er den Eins

aus einer nerftimmen

her, welde gleich ben In der Be

um das Fort hinbewegt hatten.

Mannes niedergelegt werden, den ein scharfer Blick und ein

Ein sehr schöner Abend," antwortete der Graf höherer Grad von Weltbildung dazu befähigen, eine ber mechanisch, während er vergeblich darüber nachsann, zu artige Aufgabe, ohne nach der einen oder der andern Rich Verhandlungen dadurch abzubrechen, fie aber entfliehen welchem 3wed Elliot seine Begleitung gewünscht haben

fonne.

Nachdem sie wiederum eine kurze Strede zurückgelegt

tung hin zu verstoßen, zu lösen."

Der Mann wäre gefunden," bemerkte der Graf mit

Batten, ftand Elliot plößlich still. 3hr seid ein alter Sol- wachsender Spannung, und wenn der Auftrag nur mit den hob er, zu dem Grafen gewendet, an, und seine Blicke Pflichten eines Edelmannes im Einklange steht, so wird er Sefteten fich mit solcher Festigkeit auf den Angeredeten, daß gewiß nicht zaubern, denselben zu übernehmen

einen

Ich weiß nicht, was Ihr die Pflichten eines Edel­fühlen glaubte, ein Soldat, dem man ohne Besorgniß mannes nennt? Mann ist Mann, und wer ist mehr?" ver Auftrag von der höchsten Wichtigkeit anvertrauen darf." fette Elliot mit schlecht verhehltem Unwillen; jedenfalls " Ich bin Soldat und Edelmann," anwortete der Graf, lann ich Euch die Versicherung ertheilen, daß der Auftrag

,, Um ihren Helfershelfern immer neuen Grund zu geben, sich mordend in unserm Thale umherzutreiben, schließlich das Fort anzuzünden und mit den befreiten Gefangenen davon zu gehen. Nein, das wäre ebenfalls unweise gehandelt." ( Fortsetzung folgt.)