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Beilage zum Berliner Volksblatt.

Nr. 222.

Der Welfenfonds.

Die jährlichen Ueberschüsse des von der preußischen Regie­rung verwalteten sog. Welfenfonds betragen befanntlich mehr als 1 Millionen Mart. Als Ueberschuß wird dasjenige aus dem Bermögen der vormaligen hannoverschen Königsfamilie ange­feben, was nicht zur Unterhaltung der derselben vorbehaltenen Schlöffer verwendet werden muß. Insbesondere sequestrirt ist die der vormaligen Königsfamilie unter dem 28. Februar 1867 gewährte Ausgleichssumme von 16 Millionen Thalern in 4/ prozentigen preußischen Staatspapieren. Nachdem im lau fenden Jahre der Binsfuß dieser Staatspapiere wie aller sonsti­gen 4/ prozentigen Staatspapiere auf 4 Prozent herabgesezt tit, ergiebt diese Ausgleichssumme immer noch eine jährliche Binseinnahme von 1920 000 Mart. Nach dem Gesetz vom 2. März 1868 find diese Ueberschüsse zu verwenden zur Ueberwachung und Abwehr der gegen Preußen gerichteten Unter­nehmungen des Königs Georg und seiner Agenten." König Georg ist todt, tann also auch feine Agenten mehr unterhalten und es ist sonach mindestens fraglich, ob nicht über die nun­mehrige Verwendung der Ueberschüsse dieses bedeutenden Fonds anderweite gesegliche Bestimmungen erlassen werden müßten. Aber nehmen wir auch an, das Gesez ließe sich dahin inter­pretiren, daß die erwähnten Gelder auch zur Ueberwachung der Nachkommen des Königs Georg und der von diesen unterhalte nen Agenten verwendet werden könnten, se liegt immerhin zur Beit ein Anlaß zu einer solchen Ueberwachung nicht mehr vor. Der Herzog von Cumberland denkt jedenfalls nicht an Unter­nehmungen gegen Preußen und unterhält auch keine solchen Bwecken dienende Agenten.

Die ursprüngliche und durch das Gesetz vorgesehene Ver­wendung des Welfenfonds besteht also nur noch in jenem alten Gefeß. Nun hat aber die preußische Hegierung eine ziemlich plaufible Erkläruug dahin abgegeben, daß es dem Sinne fenes Gefeßes entspreche, wenn mit dem Welfenfonds die Gemüther der Hannoveraner für Preußen erwärmt wür­den. Fürst Bismard behauptete einmal gelegentlich einer Bars lamentsdebatte über den Welfenfonds, daß aus demselben reich­liche Mittel flöffen zu allerlei Miliorationen in der Proving Hannover. Wieviel von der foloffalen jährlich zur Verfügung ftebenden Summe zu derartigen Sweden verwendet wurde, wiffen wir allerdings nicht, es ist aber eine allgemeine und von teiner Seite ernstlich bestrittene Annahme, daß der Haupt. theil der Ueberschüsse des Welfenfonds zur Speisung der der Regierung dienstbaren Preffe verwendet wird, weshalb auch dieser Fonds den allgemein grbräuchlichen Namen Reptilien­fonds" erhalten hat.

Die Anforderungen, welche von dieser Seite an den Fonds gestellt werden, scheinen sich mehr und mehr zu vergrößern, so daß für andere Swede kaum noch etwas übrig bleibt. Wenig ftens geht zur Zeit eine Notiz durch die Preffe, nach welcher Fürst Bismard das Gesuch des Museumsvereins für den Land­brosteibezirk Osnabrüd um Gewährung einer Beihilfe aus dem sogenannten Wefenfonds zur Abtragung der durch den Ankauf Der Bolzmann'schen Vogelsammlung dem Museum erwachsenen Schuldenlast abschläglich beschieden hat, da zu dem Zwecke ge­eignete Fonds nicht zur Verfügung ständen.

Daß die jetzige Verwendung der Ueberschüsse des Welfen­fonds den Intentionen des Gesezes vom Jahre 1868 nicht ent­spricht, wird sich faum bestreiten laffen. Außer etwa in Han­ nover hat die Presse auch nicht die geringste Veranlassung, die Unternehmungen" des Königs Georg resp. seines Eiben ,, ab zuwehren". Die Reptilienpresse fristet aber ihr Dasein in allen Gegenden Preußens. Ja, es sollte uns gar nicht wundern, wenn dies oder jenes aus dem Reptilienfonds gespeiste Blättchen aus Unkenntniß der Sachlage einmal für die Aufrechterhaltung des Legitimitätsprinzips auch gegenüber dem Herzog von Cumberland eingetreten wäre. Doch das nur nebenbei. Die Hauptsache ist, daß nicht die subventionirte, sondern vorwie gend die unabhängige Presse stets mit Eifer gegen irgend welche Aspirationen des Königs Georg und des Herzogs von Cumberland eingetreten ist, und daß dieses Moment daher für die Subventionirung gar nicht in Betracht fommen fann. Thatsächlich dient ja die von der Regierung subventionirte Breffe auch nur dazu, die oppofitionelle Bresse zu befämpfen

Der Kampf bei Lowtscha.

Erinnerung aus dem letzten russisch- türkischen Kriege. Von Alexander Wereschtschagin. ( Frkftr. 3tg.") ( Fortsetzung.)

Wie ich auf dem Hügel bin, da liegen die Pofitioneu Stobelew und dor mir, da find auch unsere Truppen. Stobelew und Smeretinffy mit ihrer Begleitung reiten mir entgegen. Baitom und Charanom reiten ebenfalls dort und schauen fehr zufrieden aus. Lächelnd grüßen sie aus der Ferne mit der Hand. Guten Tag Werefchtschagin, ruft Skobe leo, mir die Hand reichend, begleiten Sie uns, Väterchen, zum Berge, wo Sie Nachts die Geschüße plazirten." Mit Befriedigung sprenge ich voran, schwente rechts von der Chauffee und reite ben bekannten Pfad entlang. Am Tage cheint die Gegend ganz verändert. Das Maisfeld nebenan war in der Nacht nicht zu sehen; da irgend ein Häuschen, Hüttchen. Von den anderen gefolgt, reite ich den Berg hinan, schon hatten wir beinahe den Gipfel erreicht, als Stobelem uns im Galopp überholt und momentan auf der Bergspitze neben dem Geschütz Halt macht. Alle Alle Reigen vom Pferde. Rechts und links donnern die Ka­

Mittwoch, den 23. September 1885.

und für die Absichten der Regierung im Lande Stimmung zu machen.

Der sogenannte Welfenfonds ist eine Erscheinung, wie fie tein anderes Land aufzuweisen hat, ist eine seltsame Anomalie, die aber mindestens noch so lange ihr Dasein fristen wird, als wir eine konservative Regierung haben. Immerhin ist es nüß­lich, von Zeit zu Zeit an seine Existenz zu erinnern und dazu bot der oben erwähnte Fall einen passenden Anlaß. Wir zwei feln nicht, daß auch das Abgeordnetenhaus in seiner nächsten Seffion fich wieder eingehend mit dieser interessanten Frage beschäftigen wird.

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Kommunales.

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Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordne­ten- Versammlung am Donnerstag, den 24. September cr., Nachmittags 5 Uhr. Bwei Naturalisationsgesuche.- Bes richterstattung über die Vorlage, betr. die Beschaffung von vier neuen Löschzügen für die Feuerwehr. Desgl. über die Vor lage, betr. die Festseßung von Baufluchtlinien für das Terrain an der Herkulesbrüde und für eine Straße füdlich der Stadt. bahn. Vorlage, betr. die definitive Bewilligung der Kosten bahn. für den Bau eines Todtengräberhauses auf dem Gemeinde­friedhofe zu Friedrichsfelde. Desgl., betr. Die Unterhaltung des Grabes des Barons v. Kottwiß auf dem alten Georgen­Kirchhof. Antrag von Mitgliedern der Versammlung, betr. die Uebernahme der bestehenden Sanitätswachen in die städti sche Verwaltung. Vorlage, betr. den Verkauf eines am Kottbuser Damm und an der Lachmannstraße belegenen Grund­stücks. Vorlage, betr. die Anfrage von Mitgliedern der Ver­fammlung in Bezug auf die Reform der Miethssteuer.- Desgl., betr. die Erwerbung des Bürgersteig Terrains vor dem Grundstück Ackerstraße 235.- Desgl, betr. die Freilegung der Straße 8( hinter den Belten.)- Antrag von Mitgliedern der Versammlung. betr. die Nichtbeantwortung der Anfrage wegen des Maurerstreits. Vorlage, betr. den Verkauf eines zum Rieselgute Blankenburg gehörigen Gärtnereigrundstücks. Desgl., betr. eine bei der Etatsberathung in Bezug auf das Grundstück Neue Friedrichstr. 35 gefaßte Resolution.- Desgl., betr. eine Offerte zur Deckung einer unsicheren Forderung.­Desgl., betr. die Vertheilung der diesjährigen Binsen des Ver­mächtnisses Sr. Majestät Friedrich Wilhelm III.- Finalab schluß des Zentral- Viehmarktes, des Zentral Schlachthofes und der Fleischschau pro 1. April 1884/85. Fünf Rechnungen.

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Vorlage, betr. die Bewillung einer persönlichen Gehaltszus lage. Bwei Unterstüßungsfachen. Vorlage, betr. Die Neu­wahl eines Bürgerdeputirten für die Armendirektion.

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w. Für die Bietungstermine bei Verpachtung von städtischen Grundstücken besteht das Prinzip, daß der Bietungs­termin streng innegehalten wird und müssen die Bieter persön­lich erscheinen, wo alsdann dem Meistbietenden die Pacht des Grundstücks zuerkannt wird. Es find indeffen vielfach Fälle vorgekommen, daß die alten Pächter der Grundstücke zum Bie­tungstermine nicht erschienen waren, hinterher aber ein etwas höheres Gebot machten, als der lezte Bieter im Termine und ist ihnen alsdann ausnahmsweise die Pachtung der Grund­stücke wieder überlassen worden. Diese Ausnahmen haben in­deffen zu Unzuträglichkeiten geführt, weshalb die Grundeigen thums Deputation am Dienstag beschloffen hat, in Zukunft unter allen Umständen an dem erwähnten Prinzive festzuhal ten und nur dem Meistbietenden im Termine die Pachtung der Grundstücke zuzuerkennen.

w. Neue Straße. Auf einem Theile des nördlich vom Botanischen Garten belegenen Bauquartiers, welches einerseits von der an den Botanischen Garten grenzenden Verlängerung der Goebenstraße und von der Winterfeldstraße, andererseits aber von der Potsdamerstraße und der Verlängerung der Maaßenstraße begrenzt wird, beabsichtigt ein dortiger Grund­befizer, eine neue 20 m breite Straße anzulegen, welche von der Verlängerung der Goebenstraße( Straße 11) in ca. 100 m Länge nach Norden geführt werden und ihre weitere Richtung im rechten Winkel nach der Verlängerung der Maaßenstraße, also nach Schöneberger Terrain nehmen soll. Der Antrag auf Feststellung von Baufluchtlinien für diese neue Straße ist dem Magistrat bereits überreicht worden.

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Das

blauen Bande das Flüßchen Osma. Dicht hinter ihm blickt das weiße Lowtscha hervor. Rechts von der Stadt, nicht weiter als eine Werft, sind zwei starke feindliche Redouten auf einer Ebene fichtbar. Da... da sind sie, und gleich zwei auf einmal!" reden die Artilleristen unter einander. Gleich einem Bliz, leuchtet es in der zunächst liegenden Redoute auf, bann noch einmal. Darauf fliegen zwei weiße Rauchwolfen hervor und wie im Zweifel, wo die Geschosse blieben, steigen sie langsam, nachdenklich in die Höhe. Noch vermochten sie nicht, sich zu verziehen, als die Geschosse uns zur Seite niederfallen und mit dumpfem Geräusch frepiren. Artilleriefeuer nimmt zu. Der Feind scheint wenig Se­schütze zu haben; offenbar kann er nicht gegen uns auf " Herr Offizier, wendet sich Stobelew an den fommen. jungen Offizier in feiner eigenartigen Aussprache des Buch­Jetzt stabens", welche Distanz bestimmen Sie?" nehmen wir 1200 Faden, Ew. Exzellenz", lautet die ver­Mit einer Rar legene und fast erschreckte Antwort. ,, Mit einer gewöhnlichen, Ew. tätschen- Granate?" Exzellenz!" Geht es nicht mit einer Kartätschen­Granate?", der General hatte eine besondere Vorliebe für Diese.- ,, Eine Kartätschen- Granate!" rief der Offizier und stürzte über Hals und Kopf zum Geschütz, glücklich, daß er einen Wunsch des Generals erfüllen konnte. Und bort oben ist der Richtmeister aus Leibeskräften bemüht, sich nicht zum zweiten Mal vor dem Chef zu blamiren. Schwißenb, bas Auge auf das Vifirforn gerichtet, springt er blos mit dem Auge auf das Vifirkorn gerichtet, springt er blos mit dem Sittheil bald ein wenig nach rechts, bald nach links, winkt leicht mit der Fauft und springt endlich ganz zur Seite. als Auf einen Moment springt ber Offizier hinzu, prüft und Drittes Geschütz.... Feuer!" springt zurück. Ohren erprobt werden. Ich berühre mein Ohr, ob es nicht taub geworden; nein, es figelt nur ein wenig. Das dumpfe Bu- u- u- u- löst es sich mit Getöse los. Alle entfliehen Betöse nimmt allmälig ab. Der Offizier und die Leute dem Rauch, um zu verfolgen, wo die Bombe trepirt. stehen noch immer wie angenagelt und blicken hin, wo sie" Das ist gewandt!" ſehr gut, gerade in die Mitte! Ach, frepiren wird". Sie beugen sich beständig und blicken unter wie sie entzwei ging!" riefen die Artilleristen froh und dem Rauch hinweg, der die feindlichen Posten immer mehr liefen in freudiger Erregung auf's Neue zum Geschüh. und mehr umfängt. Das Geschoß frepirte, ohne sein Siel

nonen.

Die zweite," kommandirt ein erröthender junger Offizier mit Brille, ein Binolle in der Hand, und eilt zur Seite, dem Flug des Geschosses zu folgen. Hinter ihm der Richt­

betäubender Ton, Gebrüll

erreicht zu haben.

Stobelew steht vorne, neben Imeretinffy, auf den Säbel gestützt; fein Auge sieht mit Hilfe eines Binokles die feind lichen Batterien. Die bergige Gegend wird hier allmälig Etwa zwei Werft entfernt windet sich gleich einem

flacher.

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Immer

Stobelem besteigt sein Pferd und reitet auf demselben Wege auf die Chaussee. Er reitet zu den vorderen Positionen. Imeretinffy verweilt noch ein wenig. häufiger begegnen wir Verwundeten. Dort, zur Seite, steht ein Infanterist, zwei Flinten auf der Schulter, einen Kameraden unterm Arm. Wie ein Kind schluchzend, bewegt

II. Jahrg.

Dem Verwaltungsberichte der städtischen Bau­deputation Abth. II. für die Zeit vom 1. April 1884/85 ent nehmen wir folgendes: Der gesundheitsgefährliche Einfluß der Banke auf die angrenzenden Bezirke hat schon seit Jahren nur dadurch paralyfirt werden können, daß dieselbe jährlich mehrere Male gereinigt wurde. Diese Reinigung geschah seitens der Stadt nur vor den angrenzenden Kommunalgrundstücken auf Anordnung der Polizei, während die Privatadjazenten diese Reinigung selbst ausführten. Im Jahre 1884 ist aber in Folge einer, aus Veranlassung des Widerspruches eines Adja­zenten gegen die von ihm polizeilich geforderte Räumung ergangenen Entscheidung des des Ober Verwaltungsgerichts die Räumung der ganzen Panke durch die Baudeputation. Abtheilung II. ausgeführt worden; zur Zeit schweben noch Verhandlungen, ob und in welcher Weise die Privatbefizer zu den Räumungskosten heranzuziehen find. Zur Vers breiterung und Anlegung von Straßen und Pläßen find in dem Berichtsjahre im Ganzen 104 760 Quadratmeter Land ab getreten worden; hiervon wurden unentgeltlich 71 658 Qua bratmeter abgetreten, während 33 102 Quadratmeter gegen Entschädigung, theils freihändig, theils im Wege des Ents eignungsverfahrens, erworben werden mußten; gezahlt für dies felben wurde die Summe von 1805 233,25 M. Das Pflaster Berlins besteht zur Zeit aus drei verschiedenen Materialien: Asphalt, Holz und Stein; mit einem vierten Material, dem Eisenpflaster, find nur 440 Quadratmeter belegt, und zwar probeweise auf Kosten des Unternehmers. Nach dem Berichte waren am 1. April 1885 mit Asphaltpflaster 322 042 Quadrat meter belegt, von denen 100 864 Quadratmeter von der Stadt und 221 178 Quadratmeter von den Pferdebahngesellschaften zu unters halten find; Holzpflaster war zur selben Zeit 42 480 Quadrat meter vorhanden, von denen die Stadtgemeinde nur 4682 Quadratmeter zu unterhalten hat, während die übrigen von den Pferdebahn Gesellschaften unterhalten werden. Troß der großen Ausdehnung, die die sogenannten geräuschlosen Pflaster arten, Asphalt und Holz bis jest gewonnen haben, ist und bleibt das Hauptpflastermaterial für Berlin doch der Granite stein. Es sind in dem Verwaltungsjahre 1884/85 wieder 128 164 Quadratmeter Pflastersteine beschafft worden, für welche 1 565 529 Mt. gezahlt wurden. Neugepflastert wurden für Rechnung der Stadt 10949 Quadratmeter, für Rechnung der Pferdebahn- Gesellschaften 7345 Quadratmeter und von Privaten ausgeführt 5416 Quadratmeter. Außer diesen Neupflasterungen find 73 809 Quadratmeter Asphalt, 6225 Quadratmeter Holz­und 51 038 Quadratmeter Steinpflaster umgepflastert worden. Es find hierin indessen nicht mitenthalten die Pflasterungen fleinerer Strecken, die Anlegung von Zufluchtinseln und die Herstellung von sogenannten Bauerndämmen. Wie groß diese Flächen find, giebt der Verwaltungsbericht nicht an.

Lokales.

Der Eisenbahnverkehr in Berlin.

Neuerdings bes ginnt neben den durch Pferdekraft betriebenen öffentlichen Ver­fehrsmitteln auch die Dampfkraft im städtischen Bersonenverlehr eine hervorragende Rolle zu spielen. Einestheils ist am 7. Februar 1882 die Stadt- und Ringbahn für den Orts­verkehr eröffnet worden, anderntheils nimmt das Wohnen in. den mit den Bahnen bequem zu erreichenden Vororten mit der zunehmenden Ausdehnung der Stadt und mit dem dadurch hervorgerufenen Steigen der Gebäude- und Miethspreise immer mehr zu. Die Geschichte der Berliner Stadtbahn ist bekannt. Die Bahn wurde sofort viergeleifig gebaut; zwei Geleise dienen ausschließlich dem Ortsverkehr, während die beiden anderen ge­wissermaßen einen großen Bentralbahnhof für alle Büge in bie nähere Umgebung Berlins wie in die weitere Ferne darstellen, das eine Ende bildet der umgebaute Niederschlesisch Märkische Bahnhof im äußersten Dften der Stadt, das andere Endei der neue Bahnhof bei Charlottenburg im Westen. Innerhalb dieser Strecke, die zum größten Theile aus einem 8 km langen, mindestens 4,4 m hohen massiven Viadukt besteht und die Stadt Berlin in mehreren großen Bogen durchschnei det, befinden sich nicht weniger denn zehn Bahnhöfe und Halte stellen, von denen fünf dem Fernverkehr dienen, d. h. Haltes punkte für sämmtliche nach Westen und Often fahrende

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sich dieser kaum vorwärts. Oh,-o- o- oi- oi, stöhnt er, hält die verwundete Hand mit der gefunden. Allerlei Lappen umhüllen die kranke Hand; er schaukelt sie, wie die Mutter ihr kleines Kind. ,, Gesund, ihr Braven?" begrüßt sie der General, etwas anhaltend. Bist Du an der Hand ver wundet?" So ist es, Em. Exzellenz," ertönt die Ant­mort des Verwundeten mit zitternder Stimme. Seine Lippen find trocken und er feuchtet sie mit der Bunge an. Hier, an dieser Stelle, ist sie zerschmettert, Ew. Ex­zellenz," fügt der Führer schnell hinzu und weist auf seinen Arm über dem Handgelenk doch der General hört nicht mehr. In der Ferne zeigte sich ein Bataillon, mit dem er sich noch nicht begrüßte. Den Weg überschreitend, lösen sich die Reihen, fie marschiren langsam und ungleich mäßig. Gesund, Brüber! Habt Dank für Euren Dienst!" ruft der General herangaloppirend. Den Chef bemerkend, überhaften sich die Soldaten, drängen und beeilen sich zu ordnen. Wir sind froh, uns zu bemühen, Ew. Exzellenz!" tönt es aus den Reihen. Skobelem Stobelem wendet sich an Ruropatkin mit den Worten: Welch' ein Gefindel! Wie sie sich aufgelöft haben, vollständig unähnlich den Turke­stanzen"( Soldaten aus Turkestan).

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Wir wenden uns links und reiten längs den Batterien. Das Feuer ist auf den in einer Entfernung von etwa zwei Werft sichtbaren Rothen Berg" gerichtet, der von dem seine Höhe bedeckenden rothen Sande seinen Namen erhielt. Hinter den Batterien, in den Weingärten, herrscht Stille. Kein Ge­spräch in der Infanterie Bedeckung, als fürchteten die Leute, burch jedes unnüße Wort das Feuer auf sich zu lenken. Bald hier, bald dort fallen Bomben jeden Augenblick mit Krachen nieber, zerplagen mit noch lauterem Krachen und bewerfen die sich aneinanderschmiegenden Soldaten mit Erde und Splittern. Wir halten auf dem Hügel vor einem Hohlweg, hinter welchem in der Entfernung einer halben Werft unfere lette Halbbatterie zu sehen ist. Ihr, als dem Feinde am nächsten, fällt mehr als den Anderen zu, obgleich sie auch nicht schlummert. Wereschtschagin!" wendet sich der General vom Pferde steigend und das Binolle an's Auge haltend, an mich, sehen Sie dort das weiße Häuschen am Geschüz? -Geben Sie Orbre, es schnell zu demoliren!" Schnell steig' ich vom Pferde und begebe mich dahin. Je näher zu den Geschützen, um so zahlreicher fallen die Granaten. Dort

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