5

Das

Herzeichnen noch aus zum 17.

ein Jebe cft boben für ben

November

Bergen

fammlung

Annahm

eränderun

er Schön Meifter 3. Tages ber: Die fchiedend

Der werden

ne

Beilage zum Berliner Boltsblatt.

Jr. 257.

$

$

Lokales.

Das Personen Porto. Unter dem Titel: Das Per onen Borto, ein Vorschlag zur Durchführung eines billigen und Um inbeltstarifes im Personenverkehr der Eisenbahnen" ist in Wien Uhr, in ein Buch erschienen, in welchem der Verfasser Dr. Th. Her pla . Es dafür plaidirt, die Tarife im Eisenbahnverkehr vollkommen ein­putirten beitlich zu gestalten und zwar als Norm und Einheitsfas im Lolalverkehr 20 Bfennig und im ganzen großen Verkehr 50 Pf. Deutsche fordern. Die Personen, welche die Eisenbahn benußen, sollen in Bezug auf Beförderungskosten ganz wie ein Brief betrachtet Alexande werden; wie dieser durch das ganze Reich, ganz gleich, ob er Novembe 20 oder 100 deutsche Meilen weit befördert wird, nur 10 Big. ammlung abrit unloftet, so soll auch der Reisende nur den Einheitssatz von 50 Bfg. bezahlen, gleichviel ob er von Berlin nach Frankfurt a. D. oder Silfstaffe Don Königsberg nach Saarbrüden fährt. Für den Lokalverkehr 9 Uhr foll eine Entfernung von 20 Km. zum Sage von 20 Bf. zu Grunde rfammlung o Kranten gelegt werden; die Züge sollen nicht nach einem bestimmten Fahrplan, sondern nach Bedürfniß abgelaffen werden, und na türlich nur eine einzige Wagentlafe führen. Brivatgesellschaf ten soll es jedoch geftattet sein, an die Büge Luruswagen, wie egt bei Nacht die Schlafwagen, anzuhängen, in denen der­enige Reisende, der mehr bezahlen tann und will, alle Be quemlichkeiten, wie Bett, Restauration, Lesezimmer, ja sogar ein Douchebad findet. Das Projekt erscheint auf den ersten Blid wie die Phantafie eines Mannes, der nicht daran denkt, feine Theorien praktisch zu verwerthen. Aber die Idee des fett 20 Jahren hier und dort aufgetaucht, und vielleicht wird andereinst darüber lächeln, daß es iegt noch Men ihen giebt, die portos ameifeln können. die an der Einführung dieses Personen­folche Neuerung sowohl vom volkswirthschaftlichen wie vom Es ist zweifellos, daß eine allgemeinen fulturell.n Standpunkte aus von der größten digleit sein würde. Wir brauchen nur auf den großen Ginfluß hinzuweisen, den die von England ausgehende Reform des Briefportos ausgeübt hat. Die dadurch ins Ungeheuer liche gestiegene Vervielfältigung des schriftlichen Gedankenaus taufbes war vorher faum glaublich erschienen. Auch die viel fachen Reformen in der Frachtenbeförderung haben den Güter­austausch in nicht zu verkennender Weise erleichtert, und ihnen haben wir es zu verdanken, daß wir die Produkte aller Zonen

Diefer T geofen ühjahr

de errid Benn fer acht Leid nung

Größe

Das G

ftell

bas Kr Bureau

5 muß

ein beg Berftor

ohnen.

chaft ge ot nad Rel Kremator Die S Der diefe ; im Den, gef ten Beri

efert werd

Den. Befu den.

weit Raum b

eiten allgemei

Dagegen, mit&

Begirlsver

in ungeni

ung von en, wo

ba

Die Majo

Der Um

e der B

Dienstag, den 3 November 1885.

einzuführen, aber es ist nothwendig, die Jdee des Personen portos gerade in Preußen in immer weitere Kreise zu tragen und durch eine solche Agitation dafür zu sorgen, daß die maß­gebenden Persönlichkeiten wenigftens der Prüfung der neuen Idee fich nicht verschließen und inzwischen vielleicht diesen oder jenen

II. Jahrg.

wünschen, daß dieselbe im verkehrserleichternden Sinne wirken möge, damit die Benutzung der Eisenbahn, des wichtigsten der modernen Bivilisations- und Kulturbeförderungsmittel, immer weiteren Schlichten der Bevölkerung in immer ausgedehnterem Maße ermöglicht werde.

Am geftrigen Tage find 50 Jahre verflossen, seitdem Friedrich Wilhelm der Dritte durch Kabinetsordre das Jagd­recht des hiesigen föniglichen Gouvernements innerhalb der Ringmauern von Berlin aufhob. Noch jezt finden sich auf einzelnen der ältesten Grundstüde in der Pallisadenstraße hy pothefarische Eintragungen vor, nach denen dem Fiskus die Berechtigung der Hasenjagd dort zustand. Diese Berechtigung datirt nachweislich aus dem Anfange des vorigen Jahrhun­derts, als das Frankfurter Thor am Berührungspunkte der Weber und Großen Frankfurterstraße stand, und an dem Verbindungswege bis zum Landsberger Thor durch die heutige Blumenstraße in lepterer noch eine Meierei lag, während hinter wärts Ländereien und mit Gebüsch bedeckte Wiesen sich aus­dehnten. Die Pallisaden zwischen beiden Thoren, deren Lauf die jeßige Pallisadenstraße bezeichnet, wurden über Wiesen und Kavelländereien gezogen, Auch nachdem die Stadtmauer fich dann als steinerner Gürtel um die erweiterte Stadt zog, blühten innerhalb derselben die Landwirthschaft und das edle Waidwert, wenn auch nur auf Hasen, fort. Weltere Berliner wiffen fich noch der Neder und wogenden Getreidefelder aus den 30er und 40er Jahren zu erinnern, die zu ländlichen Promenaden in jenen Stadtvierteln ermunterten, welche jetzt vollständig bebaut sind. So erscheint die Aufhebung des Jagdrechts vor 50 Jahren innerhalb der Stadt feineswegs verwunderlich.

Vermittelur gsvorschlag afzeptiren. Die Vorauss bedingung für eine so durchgreifende Reform ist der Nach­weis ihrer Möglichkeit vom finanziellen Standpunkte aus. Die Herabfegung des Bersonenportos auf den Eisenbahnen muß eine gegen die jeßigen Verhältnisse bis ins Ungeheuerliche ges fteiger e Personenfrequenz zur Folge haben. Tritt diese ges fteigerte Personenfrequenz ein, fo find die Eisenbahnen ge­nöthigt, neue Betriebsmittel in ausreichendem Umfange anzu schaffen und nöthigenfalls neue Geleife зи Legen, neues rollendes Material anzuschaffen u. 1. m. Diese Steigerung der Frequenz in den größten Dimensionen ist, wie gesagt, die unbedingte Vorausseßung für die finanzielle Durch führbarkeit des Einheitstatifs. Die Vermittelungsvorschläge, die seit dem Bekanntwerden der neuen, eine so fundamentale Umänderung bedingenden Jdee hier und dort in der Breffe gemacht sind und die wir der Vollständigkeit wegen hier eben falls verzeichnen wollen, gehen darauf hinaus, vorläufig ent­weder nach Art der Packetbeförderung, Bonentarife" einzuführen oder das Syftem des Personenportos einstweilen bei dem Lokal verkehr zur Anwendung zu bringen. Unleugbar ist die Bezah, lung für die Perforenbeförderung auch auf den preußischen Bahnen eine unverhältnißmäßig hohe; fie steht in gar feinem Vergleich zu der Erleichterung, die der Lastenverkehr seit der Einführung der Eisenbahnen erfahren hat. Ein Verzeichniß der Postfurse vom Jahre 1821", welches im Sprechsaal des ,, Echo" zitirt wird, ergiebt, daß die Schnellpoft von Berlin nach Breslau für 43 Meilen 10 Thaler und 21 Groschen oder 32 Mart und 10 Pfg. foftete. Das heutige Reichstursbuch belehrt uns darüber, daß das einfache Billet 2. Klaffe- und ein solches muß hier zum Vergleich herangezogen werden, da ja die Poft Tutsche in ihrer inneren Einrichtung genau derjenigen der jezigen zweiten Wagenklasse entsprach- nach Breslau 22 Mt. foftet. Man muß zugestehen, daß unter solchen Umständen die Eisen­bahn heute nur um ein weniges billiger fährt, als die einstige Posttutsche, die Tage lang durch das Land humpelte. Dieser theure Beförderungspreis ist auch Beranlassung gewesen, so fübit Dr. Hergla aus, daß die weitesten Schichten des Bolles von der Eisenbahn bisher gar keinen Gebrauch machen fonnten. Durch die theuren Eisenbahnpreise erleiden wir aber eine immense wirthschaftliche Schädigung. Bei billigerer Beförde rung der Reisenden auf der Eisenbahn würde vielleicht der dem Drt,

beschäftigungslose Arbeiter die Reise auf der Eisenbahn nach

A

Arbeit mo vorhanden ist und Arbeits fräfte mangeln, nach Einführung des Bonentarifs für eine Mart zurücklegen können. Das fann er jegt nicht, wo er zur Burücklegung einer Reise von etwa 40 Meilen 12 bis 15 Mart an Transportfoften aufwenden muß. Freilich ist zu beherzigen, daß bei großen Reisen nicht allein der Fahrpreis, sondern auch das Beitmoment aus schlaggebend ist, ja, daß selbst bei den heutigen theuren Be das Fahrgelb, allen weiteren

ordentlichem Aufwand von Zeit, Arbeit und agitatorischer Reisen, einen verhältnißmäßig geringen Theil ausmacht. Da

mithin die Annahme, daß mit Einführung des Personenportos fich sofort eine ungeheure Prozentvermehrung ergeben würde, nicht ganz einwandsfrei ist, so erscheint ein schrittweises Vor gehen nothwendig, um nach und nach die möglich erscheinenden

hin befördern lönnen. Ebenso werden die neugeplanten Um geftaltungen in dem Telegraphendienste dem Verlehr unzweifel, haft eine gewaltige Ausdehnung geben. Die Jdee des Ber­fonenportos ist ebenfalls von England ausgegangen. Im Jahre 1865 machte Raphael Brandon den Vorschlag, auf allen Eisenbahnen Großbritanniens ein einheitliches Personen porto, unter Beibehaltung der Dreitheilung der Wagens Haffen, einzuführen. Die Jdee Brandons ist nicht zur Durchführung gelommen. Später wurde dieselbe von dem deutschen Generalpostmeifters Dr. v. Stephan aufgegriffen, doch auch er war nicht glücklicher, da sich die deutschen Privatbahnen damals der Ausführung widerseßten. Dr. Hergla hat sich nun ein großes Verdienst dadurch erworben, daß er mit aufer­Energie die Joee des Personenportos aus dem Gebiete idealer Brojettmacherei in die Möglichkeit und Praxis umgesetzt bat. Sind in der That die Selbstkosten im Personenverkehr der Gisenbahnen nicht höher als im Laftenverkehr, so steht der Durchführung des Projektes kein ernst zu nehmendes Hinderniß Erniedrigungen des Eisenbahnfahrgeldes herbeizuführen. Und im Wege. Die sonstigen Einwendungen gegen die Möglichkeit, deshalb empfiehlt es sich, besonders den zweiten Vermittelungs­Rüglichkeit und gegen den Erfolg einer derartigen Tarifs vorschlag ins Auge zu fassen, nämlich das vorgeschlagene revolution haben sich als nicht stichhaltig erwiesen. Ein mehr System zunächst bei dem weitaus bedeutendsten Ver als gewöhnliches Intereffe bietet diese Anregung für uns in Breußen, wo wir das Staatsbahnensystem binnen fürzester Distanzen kommt Beit vollendet vor uns sehen werden. Was in Desterreich Un garn als größtes Hinderniß der Durchführung des Personen portos fich geltend machen würde, nämlich die Schwierigkeit, Die ganze Anzahl von Privatbahnen mit ihrer fleinlichen Kon furren und den unzähligen fich befehdenden Intereffen unter fällt in Breußen vollkommen weg, wo sich die sämmtlichen Cijenbahnen bereits in einer Hand, in der des Staates, bes finden. Selbstverständlich wird und kann sich der Eisenbahn­Bahlung für die Personenbeförderung das Personenporto" minister nicht sofort dazu entschließen, an Stelle der bisherigen

neuen außer

gut

it ift se haup

dem G

tben, b

= nur

er die

fomie o babe, me

Ten der

wenn

und biele Abhalten dem

S dies with nen. Bil tbildung fo, mein Vereine Bat agen. lin Geleg theilzund

it ihm aud giebt es lich, theil

ann, als of Der ben

Der neue

punti foll betrachten

aftliche

abe. Wit

die Lebr Dervorgeben

perwachenden perfefen

eine Stelle

balb gut

Da bie

es fest

in den

Daß ber me

at, ben Mi

u Borträg

Bartelen

be einen an um, einen

verein u

ine nicht

Ich wil

le 4 Woden

Daß fie mit

Denden

Berl

rent tein

chen Dish

Vereinsor

R. Fla

#eine B

einen Out

zu

En verboten.]

971

bringen und für die neue Idee zu begeistern,

Feuilleton.

Das Mormonenmädchen.

Amerikanische Erzählung

OR

Balduin Möllhausen.

( Fortierung.)

fehr, dem Lokalverkehr, anzuwenden. Bei den furzen δας Beitmoment nicht in seinem vollen Umfange in Betracht, und Preisermäßigungen im Lokalverkehr fönnen allerdings einen Anreiz für die Reise luft abgeben. Beruht doch der große Personenverkehr Englands wesentlich auf der Pflege des Lokalverkehrs. Die für London wesentlich auf der Pflege des Lokalverlehrs. Die für London bestehenden Arbeiter Retourbillets firiren ohne Unterschied der Distanz den beispiellos billigen Preis von 1 Benny( 10 Bf.). Daher weist auch die Metropolitan Railway , wie ein biefiges Blatt mittheilt, 40 Prozent des gesammten Personenverkehrs Englands auf. Wir glauben, daß die Idee des Personen­portos und die im Anschluß daran gemachten Rompromißvor schläge der weiteren Erörterung werth find, und können nur

dann aber habe ihr das Herz zu flopfen begonnen, und tindische Scheu habe sie vor ihm gehegt, weil fie ahnte, wie ihre Zusammenkunft endigen würde, und dabei drückte sie ihrem Ontel dankbar die Hand, während sie sich inniger an Weatherton anschmiegte und Gott für die gnädige Fügung ihres Geschides pries. Und während sie dies Alles erzählte. unterbrach fie fich vielfach, um Weatherton unter hellen Freudenthränen zu betheuern, daß sie jetzt keinen eige nen Willen mehr habe, sondern ihm vertrauensvoll überall

Daß sie dem Mormonenthum gern entsage und ein­

Der erste Schnee in diesem Winter fiel am Sonntag früb, vermischt mit Regen und sofort zerschmelzend. Der un­trügliche Bote der beginnenden falten Jahreszeit pflegt sich in Berlin gewöhnlich erst einige Tage später, als es in diesem Jahre der Fall war, einzustellen. Im Mittel der Jahre von 1848-1885 ist der 12. November derjenige Tag, an welchem der erste Schneefall eintritt. Am frühesten wurde er 1850 beobachtet, nämlich bereits am 13. Ottober, am spätestens im Jahre 1863, am 29. Dezember. Jm vorigen Jahre fiel der erste Schnee am 17., vor zwei Jahren am 11. November.

Der Kriminalpolizei ist es in den lezten Tagen ge lungen, vier Bersonen festzunehmen und zur Haft zu bringen, welche als Spezialisten auftraten und seit längerer Zeit das Publikum systematisch schädigten. Am 30. vorigen Monats wurde das Frauenzimmer ergriffen, welches Kindern, die von ihren Angehörigen zum Einholen von Eßwaaren oder Aus­tragen von Sachen fortgeschickt waren, auf der Straße durch allerlei Versprechungen und fingirte Aufträge Geld ac. ablockte. Es ist dies die bereits mehrfach wegen Diebstahls und Be truges bestrafte unverehelichte Emma Bibach. Dieselbe hat sich außerdem aus mehreren Schlafftellen, in welchen sie sich als Emma Lehmann und Bertha Leber aufgehalten, unter Mit­nahme von Sachen heimlich entfernt. Die 25 Jahre alte Diebin ist von mittelgroßer, fräftiger Statur, bat blondes Haar, ging auf der Straße meistentheils ohne Kopfbedeckung und trug zeitweise ein graues oder braunes Umschlagetuch. Wünschenswerth ist es, daß sich die durch die beschriebene Schwindlerin geschädigten Personen bei der Kriminalpolizei Bimmer Nr. 77 melden. Ferner wurde am 31. vor. Mts. der Schneider Loewensohn festgenommen, der eingeräumt hat, 16 Schlafftellendiebstähle unter verschiedenen Namen verübt zu haben. Namentlich hatte es derselbe auf Kleidungsstücke abgesehen. Bei feiner Festnahme wurden 22 Pfandscheine über die rer­festen gestohlenen Sachen vorgefunden. Am 1. b. M. wurde der Hochstapler, der unter dem Namen des Grafen Beyffel von Gymnich vom Kaiser Franz- Grenadier- Regiment Nr. 2 bereits zahlreiche Betrügereien ausgeführt hat, dingfest gemacht. Unter anderem hatte er sich bei mehreren Villen befttern in Lichterfelde Darlehne erschwindelt, bei denen er fich mit dem Vorgeben einführte, für den Erbprinzen von Mei­ ningen Quartier machen zu müffen, da das Franz- Regiment demnächst in der Umgegend von Lichterfelde Felddienstübungen vornehmen werde. Er giebt ferner zu, in verschiedenen Ge schäften Waaren auf Kredit für Rechnung des Grafen B. ent nommen und einem Studenten, den er in einem öffentlichen Lokale fennen gelernt und nach seiner Wohnung begleitet hatte, eine Uhr gestohlen zu haben. Der mit gewandten Manieren auftretende angebliche Graf wurde in einem hiesigen bekannten

zufügen, daß er sehr viele verheirathete Seeleute kenne, und nach seiner Ueberzeugung das wahre eheliche Glück doppelt so feft vor Anker liege, wenn der Gatte neun Behntel feiner Beit auf dem Salzwasser zubringe und nur gelegents lich einmal ben Kopf in feine Hausthür stede. So habe es wenigstens Weatherton's Vater gemacht, und der sei ein zu braver Seemann gewesen, als daß sein Sohn aus der Art geschlagen sein könne.

Ob Hertha und Weatherton zu derselben Ansicht hins neigten, wurde nicht auf der Stelle ermittelt, doch sprachen fich die Delawaren sehr zu Gunsten von Rafi's" Urtheil

nur einzig und allein des geliebten Freundes wegen unter Dann schilderte sie auch ihren Besuch im Lager, den sie hin folgen wolle. nommen, ferner das glückliche Zusammentreffen ihres An- fehe, wie Rynolds und Demoiselle Corbillon einen bösen und der Abwesenheit vom häuslichen Herde aus; nur daß liegens mit dem Friedensschluß. Auch ihren Besuch in der Einfluß auf fie ausgeübt und sie mit schlauer Berechnung sie den Aufenthalt in der Wildniß weit über das Seeleben Frieben jubelnd begrüßt habe. Ferner fam fie auf das Ent- fie nicht; sie wollte ihrem Onkel, der noch immer mit uns Salafee Stadt beschrieb sie genau, und wie man bort den dem Mormonenthum in die Arme getrieben hätten, erwähnte ftellten.

fehen zu sprechen, welches sie empfunden bei der Nachricht,

baß er befreit worden sei, aber von einer so überlegenen hielt, nicht wehe thun.

Dabei gedachte sie der eblen Be

nicht nur von den Mormonen, sondern auch von den nach

zum Einholen und

zur Rettung

Macht verfolgt werde. mühungen ihres Onkels, wie derselbe Alles aufgeboten habe, ihrer ganzen Schroffheit an ihr in Anwendung zu bringen, ihnen der Reihe nach die Hand drückte und ihnen durch der Salzsee Stabt tommandirten Dragonern eine Eskorte seines Bruders erwärmt, um die milderen Gefühle in seiner verständlich zu machen suchte.

ber Flüchtlinge zu

Denn beabsichtigte berselbe wirklich einft, die Sagungen des Mormonenthums in so hatte sich sein Herz doch allmälig wieder für die Kinder Daß er Brust endlich den Sieg davon tragen zu laffen. aber ihre Sinnesänderung nicht mehr so tief bedauerte, im

Die Mohaves dagegen schienen mit Allem zufrieden zu sein, sie waren wenigflens so fröhlich wie Kinder, und einen glücklicheren und harmloseren Ausdruck hat wohl nie ein Indianer zur Schau getragen, wie fie zeigten, als Hertha Beichen und Geberden ihren Dank für die bewiesene Treue So ging die Zeit bis zu den kühlen Abendstunden wie im Fluge dahin. Als dann endlich die zurückgebliebenen

erlangen. Auch vergaß sie nicht zu erwähnen, daß ihr Datel fie nicht mitnehmen wollte, fie aber auf ihren Willen Gegentheil eine innere Befriedigung darin fand, sie so innig Marmonen, welche mit Hilfe einiger Utahs Holmsten und bebarrt habe. Unter Erröthen gestand fie, wie nur die beglückt vor sich zu sehen, das stand ja auf seinen ernsten La Bataille nothdürftig in einem Felsenwinkel bestattet Sorge und Angst um ihn fie erfüllt, dieser Ritt beinahe zu 3ügen geschrieben, lag in den billigenden, wohlwollenden hatten, bei der Karavane eintrafen, da wurde sogleich das

viel für ihre Kräfte gewesen sei, fie aber trotzdem noch immer zur Gile getrieben habe. Dann beschrieb fie ihre Reise, Eag für Eag, und dann wieder ihren Schrecken, als die Spuren der Verfolger die der Flüchtlinge verwischt, und

Blicken, mit welchen er bald seine Nichte, bald Weatherton betrachtete.

Mit welcher herzlichen Freundlichkeit Hertha demnächst

lettere, nach den Muthmaßungen der Späher, ihre und wie dieser, von der Anmuth des lieblichen Mors

Beichen zum allgemeinen Aufbruch gegeben, um so bald wie möglich mit den nothleidenden Pferden nach der Hochebene hinauf zu gelangen.

Schluß.

der Pferde nachgefolgt wären, wie der Schrecken fie faft gedient zu haben, das bedarf wohl faum einer Ers ber bie Schlucht gekomen les ha berselben der Spur Freunde auch einem so holden Wesen nach besten Kräften endigt betrachtet werden, indem Hertha Jansen nur noch bis ze abermannt, als sie die Schüsse vernommen und ihr Onkel wähnung. bie Mormonen zur Verhinderung von Unheil vorausgesendet Eben so erklärte Raft in seiner originellen Weise, daß

habe. Endlich schilderte sie mit bezaubernder Offenheit das die Wanderung nach dem Salzsee, trotzdem sein Lientenant

Gatziden, welches fie empfunden, als sie ihn unversehrt sowohl, wie er selbst für das Festland eben so gut paßten, nicht, mich von den mir so lieb geworbenen Perfonen zu fannt, wie er eben aus dem Versteck hervorgetreten fei; Einfall gewesen wäre. wie eine Fregatte auf einen Ententeich, ein sehr gefcheidter Er verfehlte indeffen nicht, hinzu­

zu ihrer Ankunft in Fort Bridger, wo sie nebst ihrer Schwefter und deren Sohn von dem freundlichen Missionär nach pro­testantischem Ritus eingesegnet wurde, auf die Bezeichnung: Ich vermag indessen trennen, ohne ouch ihres ferneren Ergehens gedacht, fie gleich­fam in ihre Heimath begleitet zu haben.