wird, che uns die Krone der Sozial- Reform" fichtbar wird. I Sollte übrigens das Alters- und Invalidenversorgungsgeset nach derselben Schablone ausgearbeitet werden, wie Kranten Taffen und Unfallversicherungsgefeße, so braucht es unsertwegen mit der Krone" gar feine Eile zu haben.
Getreidezöllnerisches. Die Enquete über die Verschul bung des Grundbefizes im Großherzogthum Baden bat ergeben, daß ,, mehr als 2 Brozent der landwirthschaftlichen Be triebe nicht vorhanden sein dürften, welche ein nennenswerthes Intereffe an den Getreidezöllen" haben dürften. Das ist ein Resultat, welches geradezu vernichtend ist für die angeblichen Retter" des Bauernstandes. In Wirklichkeit profitirt nur der Großgrundbesis von dem herrlichen Schutzolltarif, die Bauern aber, die zum größten Theil am Strange der Feudalen noch Immer ziehen, haben das Nachsehen.- Graf Dohna äußert fich in einer Korrespondenz an den bekannten preußischen Staatemann Schön folgendermaßen über die damals schwunghaft betriebenen preußischen Korngoll Gesetz.. Ein durch gemeine gebungserperimente: fühllose Fistalität geleitetes Quetschungs- und Erpressungs. verfahren ist kein Finanzsystem. Es tommt nicht darauf an, auf eine freibeuterische Weise von zufälligen Umständen einen grausamen Gewinn zu ziehen; es fommt nicht darauf an, ob man durch einen derartigen Schlag auf dem Wege der Akzise und Bolleinkünfte wirklich eine namhafte Einnahme macht, sondern darauf fommt es an: ob diese Einnahme wirklich vers hältnismäßig die reichlichste ist, und diese wird sie nur sein, wenn das Ganze gedeiht; dann aber wird fie nicht ausschließlich auf einem, sondern auf allen Wegen des staatlichen Einkommens eine möglichst reichliche Einnahme zeigen." Das schrieb Graf Dohna , der damals Bivilgouverneur der Lande jenseits der Weichsel war, im Jahre 1813. Die modernen Ariftofraten haben es vorgezogen, statt praktischer Finanz- und Steuerpolitik engherzig felbfifüchtige Interessenpolitit zu treiben. Es ist aber gut, daß von Beit zu Beit den Herren Feudalen solche Ausprüche unter die aristokratischen Nasen gerieben werden, damit fie Web und Beter schreien über die Offenherzigkeit eines ihrer Vorfahren. Ein weißer Rabe!
-
-
-
thre Familie zu thun." So der Bericht. Danach müffen die Arbeiterverhältnife bei dem Mainlanalbau noch schlimmere ge Mus T wesen sein, als sie von den oben genannten Abgeordneten gej Ratt schildert worden sind. brig laffe,
Zur Beanstandung der Wahl des Abg. Richter. Berfuch Belanntlich hatte der Abg. Hasenclever bei der Prüfung der maniftrung Wabl des Abg. Richter die Bemerkung gemacht, daß in der werden. Wahlprüfungskommiffion übersehen sei, daß die Behörden in dem und fi Hagen nicht nur öffentliche Wahlversammlungen, sondern auch den Beilen Die Sigungen des sozialdemokratischen Wahl Breukens f Tomitee's felbst verboten hätten. Dies rief besonders auch auffifigirun bei dem Abg. Hänel große Verwunderung hervor- fo etwas Bismard, t fei geradezu unglaublich, rief derselbe aus. Vom Abg. von die Polen , Röller, der übrigens selbst zugab, daß er gar nicht wife, was der Mone ein Wahllomitee fei, wurde die Ansicht Hasenclevers einfach gebiet fich bestritten. Dem legteren ist nunmehr folgende Buschrift, vonage der 33 Hagener Wählern unterschrieben, augegangen:" Da nach Auſffigirun dem Rommiffionsberichte und den Verhandlungen des Reichs mehr, welche das Arbeiter- Wahlkomitee einberufen hatte, verboten undbefize tags es den Anschein bat, als wenn nur die Versammlungen, roßem Ko worden seien, 10 berichten die Unterzeichneten, daß nicht dieje, gab. sondern das Arbeiterwahlkomitee selbst, welches aus drei Ber fonen beftand, auf Grund des Geseges vom 21. Oftober 1878, Die R § 9, Abfaz II, verboten worden ist." Was wird nun Hert ht jegt e von Röller sagen? Daß durch ein solches Verbot aber die führer de ganze Wahlorganisation der sozialdemokratischen Partei zerftört flohen w gamie zu e worden ist, liegt auf der Hand.
der Abg. Barth in der geftrigen Sigung des Reichstags das Auftreten des Ministers von Buttfamer mit dem Zwischenruf: ,, Der reine Komödiant" gloffitt hat. Da die Sache danach gründlich fruttifizirt" werden zu sollen scheint, wird es nicht überflüssig sein, an der Hand des stenographischen Berichts, welchen die Norddeutsche Allgemeine Beitung" über die Rede des Ministers enthält, den ganzen Busammenhang flar zu stellen, in welchem jener Bwischenruf fiel. Herr von Puttkamer sprach über den Fall Thring Mahlow und mußte selbst anerkennen, - daß fich dieser wie er ihn verschiebentlich nannte- glaub würdige", unbescholtene", ehrenhafte" und pflichttreue" Be amte unter falschem Namen und natürlich als angeblicher Ges finnungsgenoffe in einen Arbet'er Bezirksverein hat aufnehmen laffen zu dem ausgesprochenen Zwecke, unter der falschen Maste polizeiliche Spiondienste zu leisten. Herr von Butttamer fuchte Diese Tallil damit zu entschuldigen, daß, da das friminalistische und politische Verbrecherthum fich verstede, die Polizei auch verstedte Mittel anwenden müffe, um es aufzufpüren. Wir würden dieser Darlegung eine größere oder geringere Berechti gung zuerkennen müffen, wenn es sich in dem vorliegenden Falle um die Aufspütung einer Falschmünzerbande oder auch einer Anarchistenverschwörung handelte. Thatsächlich handelte es sich aber weder um das eine, noch um das andere, ja nicht einmal um einen sozialdemokratischen Verein, sondern um einen Arbeiter Bezirksverein, der bei hellem Tageslicht gefeßlich erlaubte Bmede verfolgt und deffen Thun und Treiben in allem und jedem von der Polizei offen beobachtet werden fann. Wenn fich trotzdem ein Bolizeibeamter durch die uns fauberen Mittel eines gefälschten Namens und einer gefälschten Gesinnung als Mitglied in einen solchen Verein einschleicht, um die arglosen Mitglieder in ihrem privaten Verkehr zu besplos niten, so ist und bleibt das eine ehr und würdelose Handlung, mag der Minister v. Buttkamer so viel Ehrenqualitäten, wie er will, auf das Haupt des betreffenden Individuums häufen. Nun war gegen den Jhring Mahlow ferner die Anllage erhoben worden, daß er in seiner Epionenrolle auch noch den agent provocateur gefpielt habe, und zwar war diese Anklage von einem Reichstags Abgeordneten, ber in ganz Berlin als ein angesehener uno chrenwerther Mann bekannt ist, erhoben und von demselben geftügt worden auf das Zeugniß von acht unbescholtenen Arbeitern. Diese Antiage glaubte Herr v. Butt fammer dadurch entträften zu können, daß er mit hohem Bathos ein Protokoll vorlas, in welchem der überführte Polizeispion ,, auf Amtsehre und Gewissen" Alles ableugnete. Hierüber brachen die sozialdemokratischen Abgeordneten in unbändige Heiterfeit aus, während die deutsch freifinnige Fraktion in sehr peinlichen Empfindungen, welche ihr jeder feinfühlende Mensch nachempfinden wird, schweigend dasag. Trozdem hielt fich Herr v. Puttkamer , in augenscheinlicher Verlegenheit über das sozial demokratische Gelächter, zu folgender, wie üblich hochpathetisch vorgetragener Apostrophe an die freifinnige Bartel veranlagt: Mir schien, daß auch in der freifinnigen Bartei fich einige Gefichter zum Lachen verzogen, und wenn das richtig sein sollte, dann möchte ich Ihnen nur sagen, daß ich Sie in feiner Weise beglückwünsche und nur wünsche, daß dieses Lachen auch außer halb dieses Hauses recht weit und deutlich gehört werden möge." Auf diese Apostrophe antwortete Herr Barth mit dem Bwischen rufe:„ Der reine Romödiant", und wenn er natürlich zu dieser Berlegung der parlamentarischen Ordnung in feiner Weise beglüdwünscht" werden fann, so wäre doch zu wünschen, daß ,, auch außerhalb des Hauses recht weit und deutlich gehört" werde, was ihn zu dem unparlamentarischen Zwischenrufe
門
-
Ro
Verbot. Auf Grund des Sozialistengefeßes ift bie ng von S nichtperiodische Druckschrift:" Sozialdemotratisde Bibliothet. IV. Enthüllungen über den Kommunifiendeler fofor prozeß zu Köln von Karl Marx . Neuer Abdruck, mit Gin leitung von Friedrich Engels , und Dokumenten. Hottingen Bürich. Verlag der Volfsbuchhandlung 1885", Polizeipräsidenten von Berlin verboten worden. Verurtheilung. Unsere Mittheilung in der Nummer vom legten Sonnabend, die Verurtheilung Rüdelbahn in Hamburg betreffend, war ungenau. Derselbe ist vom Gerich bofe au tona zu 3 Jahren Gefängniß verurtheilt worden lediglich wegen wiederholter Berbreitung des Sozial demokrat." Für den Inhalt des Blattes wurde der Angellag nicht verantwortlich gemacht. Eine folche unerhörte urtheilung ist seit Bestehen des Sozialistengesezes noch vorgekommen.
-
den wir selbstverständlich hiermit in feiner Weise guthelßen
wollen veranlagt hat."
Zum Falle Mahlow- Ihring. Da der Herr Minifter Don Butttamer an der Wahrheit der von dem Abg. Singer in der Reichstagsßigung vom 17. b. M. in Bezug auf das Spigelthum vorgetragenen Thatsachen zweifelte, hat der Abg. Singer nicht nur die Sache unter Beweis geftelli den Diszi plinarbehörden gegenüber, indem er dem Herrn Minister die Namen zweier Beugen nannte, sondern er hat auch die An gelegenheit der Staatsanwaltschaft übergeben. Man fann ge pannt sein auf das Resultat der Untersuchungen. Zu den Verhandlungen des Reichstages über den Fall Mahlow- Shring wird der Voffischen Beitung" geschrieben: Das Auftreten des Herrn v. Butttamer in dieser Frage hat abgesehen na türlich von der Rechten auf allen Seiten des Hauses sehr ungünftigen Eindruck gemacht. Daß der Minister die Schuld des Beamten anzweifelt, so lange dieselbe nicht erwiesen ist, mißbilligt Niemand; die Form aber, in welcher er dies aus Sprach, war entschieden unglüdlich gewählt, denn sie legte den Gedanken nahe, daß er durch die Vernehmung des an geschuldigten Beamten die Angelegenheit im Wesent lichen als erledigt erachte. Daß der Beamte Die gegen ihn erhobenen Anklagen und Beschuldigungen in Abrede stellt, ist erklärlich; wie meit die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen den Thatsachen entsprechen, muß erst die Untersuchung ergeben, für welche der Abg. Singer durch Nennung seiner Gewährsmänner die Grundlage gegeben hat. Wie immer das Resultat dieser Untersuchung ausfallen mag, dieselbe liegt unter allen Verhältnissen im eigensten Intereffe der Regierung. Entweder wird dadurch eine gegen einen threr Beamten in der allerbestimmtesten Form erhobene Beschuldigung widerlegt, was das Vertrauen zu den Exekutiv. behörden im Bolle nur heben tönnte, oder die Beamtenschaft wird dadurch von einem fragwürdigen Element gereinigt; auch Dann ist der Vortheil auf Seiten der Regierung. Die An tläger scheinen ihrer Sache sehr ficher zu sein, sonst würden fie nicht mit ihrem Namen und ihrer Person bafür eintreten. Auf Rofen betten fie fich dadurch in feinem Falle, find fie aber nicht im Stande, den Nachweis ihrer Behauptungen au führen, so würden sie selbst die Folgen zu tragen haben. Beinlich berührte die Art und Weise, wie der Herr Minister aus der hand des Abg. Singer das Berzeichniß der Gewährs. männer beffelben entgegennahm. Er schien fich taum überwinden zu fönnen, dem Abgeordneten den mit höflicher Verneigung bargereichten Bettel aus der Hand zu nehmen, den er bann, nachdem er einen Blick darauf geworfen, seinen Kollegen am Ministertische mit einer Geste vorzeigte, als ob an der Werthlosigkeit deffelben für ihn von vornherein lein Zweifel bestehe. Uns will es denn doch scheinen, als wenn es fich hier um eine Frage der öffentlichen Moral handelt, die der ern fteften Prüfung bedarf, welche anzustellen vor Allem dem Herrn Minifter obliegen muß.
Der Fahrt
feftnahmen
Lonnte und
Durch den
werben mu eingetroffen Berbaftnng Ihwerer
dinefif
bod
einigten feinen Land Ghinesen e ergiebt fich Aber die g aus allen Die Behör Stehlen au Dadurch fa
ben
Deutet, daß
bisher
Schadener
Ameritame
felbft die
Shinefen
M
haben sich, wie der Dresdener Anzeiger" mittheilt, nun Die„ Ordnungsvarteten" im 19. sächsischen Wahl noch geeinigt auf den Kandidaten der Konservativen, Herrn Bichterlich. Danach ist also von einer deutsch freifinnige Kandidatur endgiltig Abstand genommen. Man sprach davon, den deutsch freifinnigen preußischen Landtagsabgeordneten Herrn Büchtemann aufzustellen; doch ist es von dieser Kandidatu wieder ganz ftille geworden.
H
Wenn
etwa
ba
D
tags hat e geführt. S
betreffend
banberun
trage gefte Der Bolla jenigen S
weber in
elterlichen follen, ro Schleswig bauert, b
Borliegend
Reichstage
Die Weltausstellung in Paris im Jahre 188 Meußerungen des Handels- und Arbeitsministers Lodro ift nunmehr beschlossene Sache. Der Dhatin" veröffentlicht über die Betheiligung der fremden Nationen. Hiernach ist no leinerlei offizielle oder offiziöse Unterhandlung eröffnet. die Ausstellung", äußerte der Minister, fich auf dem Weg Der Ausführung befindet, werden wir die fremden Natione dazu einladen, und ich bin überzeugt, daß fie lommen werden. Der Vereinigten Staaten , sämmtlicher ameritanischen Rep bliken, Brasiliens , der Schweiz und Belgiens ist der Minif angeblich sicher; England würde nicht ermangeln lönnen, bi Ausstellung zu beschiden, ebenso Spanien und Italien . Unga und Böhmen , deren Sympathien für Frankreich bekannt fin werden fich an unserer Ausstellung betheiligen, und wenn e Desterreich nicht dazu geneigt wäre, so darf man hoffen, es durch diese allgemeine Strömung mit fortgeriffen wi -In Bezug auf Deutschland außerte fich der Mini man würde bedauern, wenn Deutschland ablehnen follie I wäre aber überzeugt, daß Deutschland daran liegen würde, feine Maintanalbau gehalten, folgende intereffante Mittheis unbestreitbaren industriellen Fortschritte zu zeigen. Uebrigen fet Deutschland auch im Jahre 1878 fortgeblieben und Weltausstellung sei deshalb nicht weniger glänzend gewel Der Minister erklärte schließlich, daß die Ausstellung spätestens Ende Mat dieses Jahres beginnen sollten.
Bei Berathung der Nordoffeefanalvorlage war von den Abgeordneten Blos und Hasenclever im Plenum sowohl, als in der Kommission die Behauptung aufgestellt worden, daß bei dem Baue des Maintanals erschrecklich geringe Löhne ge zahlt worden seien. Die Regierungsvertreter haben darüber Vernehmungen angestellt, die aber zu einem negativen Resultat führten. Wir find nun in der Lage aus einem Referat, welches seiner Beit in Frankfurt a. M. in einer Armenpflegerversamm lung in Bezug auf die Arbeiterverhältnisse am
Der Zwischenruf des Abg. Dr. Barth. Die„ Volks Beitung schreibt: Auf der ganzen Linie der offiziösen und reaktionären Preffe erhebt sich ein großes Gezeter darüber, daß
"
lungen zu machen: Das Armenamt zu Frankfurt hat verschie dentlich Beschäftigungslose, die um Unterstügung baten, ange wiesen sich in Höchst ( zwei Stunden von Frankfurt ) zur Arbeit
Di
wie im
am Kanalbau zu melden. Verschiedene Arbeiter, die dieser Jahre 1878 auf dem Marsfelde stattfinden, und die Arbeiten
auf
Malliberal)
toteften ettel und fozial
tragen.
wesend waren, machte Dilte genaue Mittheilungen über be Crawford'ichen Ehescheidungsprozeg und gab zahlreiche Fragen Auskunft. Die Versammlung nahm schlich lich eine Resolution an, dahingehend, daß die Versammlung nach Kenntnißnahme der Erklärungen Dille's gern dem Dement zustimme, dar Dille den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen entgegengesezt habe und daß ihr Bertrauen zu Dille unge
Aufforderung nachgekommen waren, fehrten bald zurück und berichteten ihren Armenpflegern übereinstimmend, daß die Arbeit dort sich in keiner Weise lohne. Abgesehen von dem jämmerlichen Bustand der Schlafbaracen sei man genöthigt, das Effen 2c. gegen Marten in bestimmten Rantinen zu beziehen, und die Folge sei, daß man von dem Lohn faft nichts in die Hand bekomme, sondern alles für die Marten im Voraus aufwenden müffe. Nachdem diese Anklagen durch die Armenpfleger zur Kenntniß des Armen- Amts gekommen waren, hat dies sich mit der Bauverwaltung in Verbindung gefegt, und eine Untersuchung der Sache und Abstellung des Truck ystems verlangt. Anlas für das Amt war die selbstverständliche Betrachtung, daß diese Art der Verköftigung die Leute absolut hinderte, etwas für
mergienraths eigene Tochter. In beiden Fällen erzählen Sie die Geschichte nur, um die Juflis irre zu führen und Ihre junge Herrin aus Dankbarkeit oder mit Rücksicht auf Ihre Theilnahme am Verbrechen zu erfulpiren. Daß Sie ba oben zu jener Beit allein waren, spricht eher dafür, daß Sie die Rolle der Aufpasserin spielten, bereit, Ihrer Herrin ein 3eichen zu geben, wenn Jemand sich näherte, ober diesen Zemand unter einem beliebigen Vorwande wieder zu entfernen. Gestehen Sie es nur ganz offen, ist es nicht so?"
„ Rennen Sie eine Baronin von Selchow?" fragte ber Untersuchungsrichter plöglich.
Senny versicherte hoch und theuer, daß sie die lautere Wahrheit gesprochen habe, und daß Fräulein Erna diese Dame nie und nimmer gewesen sein könne. Aber der Uns tersuchungsrichter nahm sie jest in ein strenges und knappes Verhör, so daß fie ganz verwirrt wurbe und zuleht zuge ftehen mußte, die verschleie: te Dame fönne doch wohl des Kommerzienrathe Tochter gewesen sein. Es war zu jener Beit fast dunkel in dem Rorridor und die Stimme der Dame war nur gebämpft zu ihrem Ohr gedrungen. Daß Erna aber im Grunde eine tief leidenschaftliche Natur war, das hatte Jennys eigene Aussage bestätigt, als fie nämlich von einer möglichen Untreue Bernhard Winters zu Jener ge
Jenny verneinte.
Sie fagten anfangs, Sie hätten gelegentlich verstohlene Blicke in die Briefe des jungen Winter geworfen. Ist Ihnen ba niemals dieser Name begegnet?"
mindert sei.
bie
Das bren
Ratifiifche Diefen sche ellen gele
beunruhig Bas bie welche be
eifrig nach der geheimnisvollen verschleierten Dame, während man gleichzeitig Erna Eschenbach überall längs der Gr und in den Hafenstädten suchte, nicht einmal baran benlend daß fie in der Hauptstadt selbst verweilen könne.
Nein, ich habe ihn nicht darin gefunden." " Troydem Sie die Briefe ziemlich aufmerksam gelesen?" " Trozdem nicht."
" Und was enthielten diese Briefe sonst Bemerkens.
werthes?"
Nichts. Es waren eben Liebesbriefe, wie sie im Buche stehen."
H
Kein Hinweis auf die spätere Flucht des Fräuleins? feine Aufforderung, wie?"
"
Nein."
"
-
mel
Die Suche nach Erna blieb ohne Erfolg, dagegen bete sich auf eine diesbezügliche polizeiliche Aufforderung, ben Blättern derjenige Kahnführer, welcher die näher
w
be
Rid
melnfam i
Sprachen,
no in
schriebene, unbekannt gebliebene Dame nach den Wafferstufen fehr erwartet hatte, welche etwa zwanzig Minuten später e
des Eschenbach'schen Gartens gerudert und dort ihre
folgte.
eins
Jensen, der Bootsführer, hatte nun zwar auch base ficht der Dame nicht gesehen, aber er hatte ibre Stimm gehört und sich alle Einzelheiten ihrer Erscheinung fe
wagrend
malige S
Berigleie
Aber Fi
wedfeln.
60
Man
geben.
Don Sel
anfangs
Unbetann
Run ichi
fels vorb
geprägt. Sie hatte ihm gesagt, es handle sich um ein g lantes Abenteuer und daß sie ihm gern ein Goldftüid geben wolle, wenn er recht vorsichtig sei. Er hatte darin nichts Auf fälliges gefunden und es an Heimlichkeit nicht fehlen laffen Das Fräulein hat sie immer bald nach dem Empfang Die lebende Hede verdedte die Annäherung des Booted einem etwaigen Beobachter im Hause. Nachdem die Dame bas Boot verlassen hatte, huschte sie längs der Hede his
Man fand aber feinen solchen Brief vor nirgends."
verbrannt, um einer möglichen verfrühten Entdeckung ihres Herzensgeheimnisses vorzubeugen. Dies sollte ihrem Vater
sprochen. Daher bie dämonische Wildheit der Unbekannten, erst offenbart werden, wenn Herr Bernhard bei ihm förmlich bis unter die Mauer, welche von dem Seitentralt des Pala I um ihre Hand anhielt, was er nach seiner Südlehr zu thun zum Waffer hinab reichte. Längs dieser führte eine fattig
als der Kommerzienrath sie mit seinen Worten zum Born reizte.
versprochen hatte."
Ich habe wenig Vertrauen zu Ihren Aussagen," sagte
ber Untersuchungsrichter unwirsch. Man hat Sie mir als
und Umg
Baronin
Sie war
gereift,
unter
threm Be
Gon
Taffen un
Allee zu dem früher erwähnten Altan und den legteren ftieg die Dame. Ob die auf den Alian führende Thur offen war, oder ob die Unbekannte einen Schlüffel zu be Weil ich jest weiß, daß ich unter polizeilicher Be verschlagen geschildert; ich habe während dieses Verhörs selben bei fich führte, konnte Jensen, der ihr verstohlen mit feinen anderen Eindruck von Ihnen empfangen. Sehen den Augen folgte, nicht ermitteln. Er war aber überzeug unerträglich ist, weil der Kommiffär und Sie, Herr Richier, Sie sich vor! Wenn es sich herausstellt, daß Sie gelogen daß sie über ben Altan und nicht über den Hof in's Ba
Und warum erzählen Sie das Alles erst jest?" fragte der Untersuchungsrichter zuleht.
mir so Angst gemacht haben, und weil ich es sagen muß, um meine und des Fräuleins Unschuld an dem Verbrechen zu beweisen. Sie haben mir durch Ihre Kreuz und Querfragen jeden that sächlichen Beweis für meine Behauptung entzogen, und
Er hielt sein Auge, während er bas sagte, durchbohrend schien Jensen, als wenn sie etwas, was fie fo lange 1
gedrungen. Sie lehrte auf demselben Wege zurüd, und d
bem Mantel verborgen gehalten, in ihre Kleibertasche zwäng
haben, wird es Ihnen schlimm ergehen."
auf fie gerichtet; aber jetzt hielt sie seinen Blick aus.
aus forts
Derfchleier
Ausschau
Baronin
habe Alles gefagt, was ich weiß. Mein ganzes Unrecht war, schimmern, das aussah wie ein Packet Briefe oder bergleiche Ich bin nicht verschlagen", entgegnete fie trogig. Ich während sie die Allee entlang eilte. Er sah etwas Weiße ihrem armen gequälten Herzen Nuhe zu verschaffen, und daß ich verschwieg, was ich wußte. Ich möchte nunmehr und da die Dame während der Rückfahrt nach der fernen
was fie mitgenommen, war ihr Eigenthum. Ihr Vater hat ihr stets ein reiches Taschengeld gezahlt, und sie hatte weder Neigung noch Gelegenheit zu verschwenderischen Ausgaben, fie war also in der Lage, ihre Neise aus eigenen Mitteln zu bestreiten.
fute, fo
mit berje
ibra
Dies wurde gewährt und Jenny nach Unterzeichnung empfing er den Einbrud, als habe es fich hier nicht um d
bitten, mich von der läftigen Polizeiaufsicht zu befreien."
verliebtes Stelldichein, sondern um einen Bruch zwisch Liebenden gehandelt. Eine Frage hierüber an die Dame Beugniß Jenny Wendlers beilegte, forschte die Polizei doch richten, hatte er nicht gewagt; sie erschien ihm trop
des Protokolls entlaffen.
Trotz der geringen Glaubwürdigkeit, welche man dem
aber Nie
BU werde
Die
nahm, La
Niemand
Birthste
beamter
und cin
gefandt,
bejetzt
Die
for fchung
mugie bi
tat wiebe
wachung
Ern