baß die Brauerei Gesellschaft das Terrain unentgeltlich her. gebe, die Kosten der ganzen Anlage und der Warteballe trage, endlich auch die Beamten besolde. Auf die legte Forderung find die Betenten nicht geneigt, einzugeben. Die Forderung feitens der Bahn, auch noch die Besoldung der Beamten zu übernehmen, ist eine zu weit gebende, denn die Verwaltung darf nicht, was fie augenscheinlich gethan bat, vergessen, daß Der Betrieb der Strede mit Eröffnung dieser Station fonobl durch den Berliner , wie auch durch den Spandauer Verkehr einen bedeutend erhöhten Nugen abwerfen würde. Für Beriin ift der Bod nicht bloß allein als Bergnügungslokal in Be tracht zu ziehen, sondern befigt noch viel mehr eine nicht zu unterschäßende Wichtigkeit als einziger Einbruchspunkt in den rördlichen Grunewald und geeignetster Vermittler des Verkehrs ber Drtschaften Bichelsberge, Bichelswerder, Schildhorn mit der Hauptstadt, und deshalb würde die Anlage einer Station, welche die Erreichung des Bodes leichter möglich macht, als es jetzt unter den bestehenden erschwerenden Umständen geschehen tann, ein Verdienst speziell um die minderbegüterte erholungs bedürftige Bevölkerung Berlins fein. Der reiche Mann nimmt fich, wenn er nach dem Bock" will, gewöhnlich einen Wagen, der weniger gut Situirte tann fich diesen Lurus nicht leisten, er muß mit feiner Familie die Rermittelung der Stadt, und Pferdebahn benußen, und diese Verkehrsmittel find im Som mer an den Tagen stärkeren Verlehrs stets so überfüllt, daß fie für den Verkehr gefährlich werden und deshalb dürfte eine Entlastung nicht nur erwünscht, sondern sogar nöthig er. scheinen.

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amtenhäusern ebenfalls die größte Banit entstand. Bweifelhafte| augenblicklich eine Hauskollekte für die Swede der Ferienkolonie

Gestalten, wie fte leider täglich zum Aerger jedes foliden Ar beiters in jener Gegend fich umbertreiben, nahmen die gute Gelegen beit wahr und retteten" Taschenuhren und andere Wirthschaftsgegenstände, allerdings nicht für den Eigenthümer derselben. Auch hier ist der Schaden der meist nicht ver ficherten Leute an ihrem verbrannten Mobiliar ein bedeutender. Bu gleicher Beit wurde die Dachpappenfabril an der Straße vom Fruer ergriffen, welches hier in den Bappe- und Theer Vorräthen von Neuem Nahrung fand und sodann die unmittel bar daran foßende Holzfarbefabrit ergriff, wo die lagernden Fourni vorräthe in fleinen Stüden von den ungebändigten Flam men bis über die ganze Stadt geschleudert wurden. Gegen 10 Uhr Abends glich die ganze Fläche von der Wagenfettfabril bis zum Rottbuserdamm einem furchtbaren Feuermeer, daß an der äußersten Ede mit den blutrothen und schwarzqualmenden Flammen der Fettfabrit begann und am anderen Ende mit bem hellen luftigen und weißdampfenden Feuer der gezimmerten Ballen und Holzvorräthe auf den Stätteplägen abschloß. Hier auf den Blägen hüpfte das Feuer vom Winde getrieben mit der Behändigkeit einer Rage von einem Ballenhaufen zum andern und von einem Bretterftapel zum andern. An eine Rettung der Vorräthe war nicht zu denken; selbst die beladenen Holzwagen verbrannten mit ihren Laften auf der Stelle, auf der fte standen, und nur die eisernen Ketten, die eisernen Achsen Radreifen und Beschläge, die genau in der richtigen Entfernung am Boden lagen, gaben Beugniß von ihrem früheren Dasein.

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im Umlauf fet. Dieselbe habe das bedauerliche Resultat er geben, daß während im sogenannten Weber- Biertel faft jede Familie ein fleines Scherflein beigefteuert, in den reicheren Stadtthellen, wie z. B. in der Behrenstraße, wo zumeist die Ariftofratie und großen Bantiers thr Domizil aufgeschlagen baben, der Ertrag äußerst gering ausgefallen fei. In letterer Straße sei in vielen Häusern überhaupt nichts gezeichnet worden. Er( Redner) wolle ob dieses Verhaltens leinerlei Vorwurf erheben, da er glaube, daß nur die Untennt niß über die Swede der Rollette biefes bellagenswerthe Gr gebnis herbeigeführt.(?) Allein dies Faltum führe zu der Nothwendigkeit, den Verein auf der Bafts der breiten Schichten der Bevölkerung immer mehr aufzubauen. Es müse deshalb die Kenntniß über die Boede des Vereins in die wettesten Kreife getragen und darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Ferien Kolonien die Thätigkeit des Vereins leineswegs er schöpfen und daß somit eine Unterftügung des Vereins eine allgemeine soziale Pflicht sei. Der Verein müffe durch seine Thätig leit den Beweis liefern, daß es zwischen Arm und Reich feinen Ris sondern ein feftes gemeinsames Band gab. Andere Städte seien in dieser Weise bereits mit leuchtendem Beispiele voran gegangen. Frankfurt a. M. babe burch eine Stollette 88 000 Köln durch die Veranstaltung eines sogenannten Jahrmarktes, innerhalb drei Tagen 106 000 M. für die Ferien- Kolonien e zielt. Allerdings haben sich bei diesem Jahrmartte alle Be völlterungsklassen durch Veranstaltung ber verschiedensten Schaus ftellungen betheiligt. In Berlin soll die Kollette ca. 25 000. M. ergeben haben.

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23

Ueber das Seelenleben der Thiere fonnte man bei der großen Feuersbrunst in der Schinteftraße interessante Be obachtungen anftellen. Noch ehe das Feuer seine verheerende Kraft entwidelt hatte, zeigten fich die Pferde in den zahlreichen, theils innerhalb der Brandstätte, theils nahe bei derfelben g legenen Ställen auffallend unruhig, und als fie der Reihe nad von den Halftern losgeschnitten wurden, stürzte jedes ohne weitere Führung sofort hinaus ins Freie. Ein besonders hüb fches Pferd zeigte am Sonntage, als es in den unversehrten Stall zurückgeführt wurde, alle Beichen der Angst und des Schredens und verfiel, als man es an seiner alten Krippe be festigte, in heftige, trampfartige Budungen, die erst nachließen, als man das Thier wieder ins Freie brachte. Wagenfettfabrit, dem Ausgangspunkt des Brandes ganz befand sich ein Hundeftall, in welchem fich fünf Hofhunde gefchloffen befanden. Unter diesen Thieren befand sich eine große Neufundländer Hündin, mit noch zwei augenlosen faugen den Jungen. Die Hündin weigerte fich, den Stall, als er wurde, trotz der furchtbaren, sofort einftrömenden Gluthige verlaffen und bis selbst nach den ihr bekannten Personen, wel fie hinaustreiben wollten; erst als man ihr die Jungen vorau trug folgte fte willig nach auf die benachbarte Wiese. Hi scharrte des treue Thier ein Loch in den Rasen, legte die Jungen hinein und blieb während des ftrömenden Gewitter regens die ganze Nacht hindurch unbeweglich auf dem Loch figen. Einen nicht minder bemitleidenswerthen Eindru machte ein Dachshund, der am Sonntage durch die ausge brannten und arg verwüsteten Wohnräume seiner Herrschaf Iläglich winseind umberschlich. Da auf den Holzplägen vo den tort beschäftigten Leuten viele Tauben gehalten wurden, so hatten die Buschauer beständig das entsegliche Schauspiel ganze Flüge ihr brennendes Heim umlreisen und schließlich in bie Flammen stürzen zu sehen. Einzelne dieser Thiere, die a entfernteren Stellen zur Erde fielen, fand man mit glimmendem Gefteder und total verbrannten Füßen. Die Anhänglichkeit ber Thiere an ihre Heimftätte, von welcher Eigenschaft die Biych logen auch den bekannten Ortsfinn der Tauben ableiten, i nicht neu; bagegen war es jedenfalls merkwürdig, ba auch ein Stößer, der schon seit Wochen unter den Tauben feine Räubereten verübt hatte, plöglich hoch an dem glühenden Horizont erschien und nachdem er hier eine Beit lang in ber bekannten Art dieser Raubvögel wie unbeweglich fich gehalten batte, schnurgerade herunter in die Flammen stürzte.

Daß die N rdorfer freiwillige Feuerwehr der ihr hier zu fallenden Ausgabe nicht gewachsen war, ist ohne Weiteres ein leuchtend. Als die ersten Holzvorräthe von den Flammen ers griffen wurden, erschien die Berliner Feuerwehr am Blaze. Vier Dampffprigen und mehrere Handdrudsprißen überschütteten die brennenden Fettvorräthe mit Waffer! Vergebliches Bemühen! Auf dem Waffer schwamm das brennende Fett in die Kellerräume des Maschinengebäudes und brannte hier weiter. Die Gluth, welche die Fettflammen ausftrömten, wirfte felbft auf weitere Entfernung betäubend. Die Feuerwehrleute, die unter dem Schuße abgebrochener Baunplanten fich dem Feuer zu nähern suchten, um demselben mit dem Waffer bei autommen, ermatteten in der glühenden Atmosphäre und mußten Schuß suchen. Hier beim Durchschlagen eines Pappdaches ftürzte ein Feuerwehrmann in den darunter brennenden Raum und tourde nur mit Mühe und schwer verlegt von seinen Kameraden berausgebolt, sofort in naffe Leinentücher gehüllt und sein Transport nach Bethanien angeordnet. Mehrere andere Feuer wehrmänner wurden durch die Hize betäubt und fanten auf wehrmänner wurden durch die Hize betäubt und fanten auf ihren Blägen um, und als nun auch noch das Feuer an den Fettfäffen fich gegen den herrschenden Wind rückwärts ver­breitete, zog fich die Feuerwehr in eine geschüßtere Stellung hinter den Baun des Nachbargrundstücs zurüd. Bis gegen elf Uhr trafen die Feuerwehren von Schöneberg , Nudow und Johannisthal ein, von denen fich die lettere durch ihr waderes Eingreifen bemerkbar machte; file batte das einzige pofitive Ergebnis des Abends zu verzeichnen; ibren Anstrengungen Ergebnis des Abends zu verzeichnen; ibren Anstrengungen gelang es, ein auf dem Plaz errichtetes Schmiedeges bäude vor dem Feuer zu schüßen. Der vom Feuer ange­richtete Schaden entzieht fich aur Beit noch jeder auch nur ans nähernden Schäßung; jedenfalls beträgt er viele bunderttau sende von Mart. Besonders schwer betroffen ist der Befizer der Gärtnerei in der Schinkestraße, deffen Gärten völlig ver wüftet find, ohne daß er gegen Feuerschaden verfichert war.- Es tann hier nicht verschwiegen werden, daß das Vorgehen Der Fuerwehr von vielen Seiten recht abfällig beurtheilt wurde; so wurde namentlich behauptet, daß es möglich gewefen wäre, eiren größeren Theil der Holzoorräthe zu retten, wenn Die Dampffprizen bort mit größerer Energie eingegriffen hätten, ftatt auf das ziemlich unerfprießliche Unterwafferseßen der leicht brennbaren Fettstoffe so großes Gewicht zu legen. Wir mögen ein Urtheil hierüber nicht fällen; wohl aber verdient diese Frage angeregt und beantwortet zu werden; denn es darf nicht die Meinung auffommen, als gälte für unsere Feuerwehr die Feuersgefahr auf dem Rigdorfer Territorium weniger ernst, Die Feuersgefahr auf dem Rigdorfer Territorium weniger ernst, als die Feuersgefahr in Berlin . Daß die Feuerwehr für solche Dienstleistungen außerhalb ihres eigentlichen Wirkungskreises entschädigt werde, und daß namentlich unsere braven Feuer wehrleute in solchen Fällen besonders gut entschädigt werden, dafür wollen wir gern eintreten. In Feuersnoth zu helfen ist Menschenpflicht und wir möchten es toch nicht erleben, daß fich ein gefühllofes bureaukratisches Verwaltungsprinzip mitten auf bem Kottbuser Damm zwischen den Berlinern und den Rig Dorfern feftiegt, wenn diese schleuniger Hilfe bedürfen. Wahr­haft standalös ist der Faktum, daß die Leiche der auf dem Sch.'schen Grundstüde verunglückten Frau noch am Sonntag Abend unter dem Schutt lag und noch keine Hand fich ge funden hatte, um die erforderlichen Aufräumungsarbeiten vor zunehmen. Ganz Berlin , Alt und Jung, pilgerte am Sonn­tag nach der Brandstätte. Etwa ein Dußend glühende Haufen auf den Holzplägen standen noch in hellen Flammen und bilden am Abend eine schaurige Beleuchtung zu den Ruinen der Fabrikgebäude. Die Großartigkeit des Schauspiels in der Nacht zum Sonntag aber wurde erhöht durch das schwere herauf­ziehende Gewitter, deffen Blize faum die lodernden Flammen zu übertreffen vermochten und dessen anhaltender Regen spurlos an dem Flammenmeer vorüberging.

Die großartige Feuersbrunft, welche am Sonnabend an der südöstlichen Umgebung unserer Stadt ausbrach, und die wir bereits in unserer Sonntagsnummer furz meldeten, war nach der übereinstimmenden Meinung aller Augenzeugen die furchtbarste und verheerenbfte, die feit Menschengedenten hier gewüthet hat. Der Schrecken, den sie verbreitete, und die Schnelligkeit, mit der fie um fich griff, machten einen so mäch tigen und erschütternden Eindrud auf den Zuschauer, daß es diesem schwer wird, schon jezt, so unmittelbar nach der Kata­ftrophe seine Empfindung in Worte zu fleiden. Auf der zur Rirdorfer Gemattung gehörigen Seite des Kottbuser Dammes liegt die Schinkestraße, welche vom Maybach Ufer nach dem Kottbuser Damm führt und auf ihrer Südseite vom Schiff fahrtslanal aus die Maschinenölfabrit von Otto und Büttner, dann die Stallungen des Fuhrunternehmers Schöneberg , bier auf die Dachpappenfabrik von Wolffheim und die Holsfärbe­fabrit von Buffermann nach einander in der Straßenfront ent hält. An die Auffermann'iche Fabrit schließt sich ein etwa drei Baustellen enthaltendes Gartenterrain an und den Rest Der südlichen Straßenfront nehmen große Wohnge bäude ein. Hinter den gerannten Fabrilgrundftüden ziehen fich, parallel neben einander laufend, die Stättepläge der Firmen Homeyer u. Siegellow und Fischer u. Colberg bis zum Kotibuser Damm hin. In der Wagenfettfabrit war am Sonnabend bis 6 Uhr gearbeitet worden. Zwei zur Be­wachung zurückgebliebene Arbeiter entdeckten gegen 8 Uhr unter den neben dem Fabrikgebäude aufgeftapelten Fässern, welche Wagenfett enthielten, einen auffteigenden Qualm und ehe noch irgend welche Maßnahmen getroffen werden fonnten, fchlug bald eine mächtige Flamme hervor, die von dem heftigen Winde auf das nur durch eine Mauer von den Fabril räumen getrennte Schöneberg 'sche Stallgrundstück getrieben wurde. Hier entwickelten fich furchtbare Schredensszenen. Der ohne wesentliche andere Hilfskräfte auf dem Stallgrundstücke anwesende Fuhrunternehmer stürzte fich in die bereits vom Feuer ergriffenen Ställe, um die Pferde von den Kippen zu lösen, was ihm auch mit größfter Anstrengung bei den vor bandenen einigen fünfzig Thieren gelang. Während dieser Beit war die Schwiegermutter des Herrn Sch., trop der aus drücklichen Warnung desselben, in ihre zwei Treppen hoch be legene Wohnung emporgeftiegen. Diese lag in einem thurm attigen Bau, der die übrigen Gebäude des Grundstücs weit überragte und deshalb von den inzwischen hochauflodern den Flammen der in Brand gerathenen Wagenfettfäffer sofort ergriffen wurde. Die Pferde waren taum in Sicherheit ge­bracht, als sich auf diesem Grundstück eine furchtbare Szene abspielte. In dem thurmartigen Gebäude begann der innere Ausbau, die Etagenbeden zu wanten; in den einzelnen Wob­nungen brannten die Fensterkreuze und die Fußböden. Von bem einen Fenster der drei Treppen hoch belegenen Wohnung ertönte ein gellender Schrei und eine dort wohnende junge Frau stürzte sich aus dieser Höhe auf den Hof hinab. Sie fiel auf die Beine und wurde anscheinend leblos fortgetragen. ( Später erfuhren wir, daß die Aermfte lebt und ihr Buftand nicht hoffnungslos fein soll.) Unmittelbar hierauf stürzte das Innere drs Thurmes zusammen, die Schwiegermutter des Herrn Sch. unter fich begrabend. Die alte Frau hat vermuth lich die in einem Schranke ihrer Wohnung aufbewahrten Er sparniffe holen wollen und ist von der Ratastrophe überrascht wo den. Von dem gesammten Wohnungsinventar auf diesem Grundstücke ist auch nicht das Mindeste gerettet worden, Alles wurde ein Raub der Flammen. Nun verbreitete fich das Feuer nach zwei Richtungen, die brennenden Wagenvorräthe beren büfterrothe, haushohe Flammen eine versengende Bluth auf weite Entfernung hin erzeugten und mit ihren schwarzen Qualmmaffen einen schaueritch großartigen Anblid gewährten, septen über eine Mauer hinweg, die südlich von der Wagen fettfabrit auf den Holzpäßen lagernden Bretter- und Balten vorräthe in Brand und zwar in so großer Ausdehnung und so plöglich, daß in den dort stehenden Stallungen und Be

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Sauberer Weltmarkt!" Was brauchen wir über haupt einen Weltmarkt und eine Börse? Habe ich eine Habe ich eine Börse nöthig, um meine Penfion zu beziehen, oder Sie, Doktor, um Ihr Honorar einzuftreichen?" Ich glaube" wagt der Baumeister schüchtern ,, baß doch auch die Freimaurer einen guten Theil zum großen Durcheinander beitragen. Nach der päpstlichen Encyklopädie( Niemand fühlt sich zu einer Verbesse rung berufen) zu schließen, die mir heute der Herr Pfarrer gezeigt hat, müssen das recht gefährliche Menschen fein." Pah, ganz ohne Bedeutung beutzutage; Romödie," verfichert der Hauptmann bestimmt. Ich habe reine vor mehreren Jahren einen Freimaurer gesehen, gerade derfelbe Mensch wie ich."

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Ein neuer Gaft tritt ein und wird allseitig begrüßt: ber Herr Lehrer. Während er die angelaufene Brille wischt, durch dieselbe gegen das Licht blingelt, und einen Liter bestellt, geht die Diskussion fort. Mittlerweile tommt noch ein Nachzügler: der Eigenthümer der ersten und einzigen Großhandlung von Schilda, ein ausge sprochener Gallomane, da er angeblich alle Novitäten aus Paris bezieht. Meine Herren, schlechte Nachrichten!" -unterbricht er die Diskussion, bie Unterhandlungen zwischen China und Frankreich drohen einen schlechten Ver= lauf zu nehmen."

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Der Hauptmann wehrt ablehnend mit der Hand:" Ver­schonen Sie uns mit diesen dummen Chinesen." Die Chinesen find gar nicht so dumm, wie man glaubt," ergreift der Lehrer das Wort " Sie haben lange vor uns das Pulver erfunden." " Und was die Franzosen betrifft, so ist es auch nicht so weit mit ihnen her" ergänzt der Afiuar da " da

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Biele Besitzer großer Hunde haben die Gewohnheit, bei Pferdebahn oder Omnibusfahrten ihre Thiere neben dem Wagen herlaufen zu lassen. Dadurch entstehen aber nicht Mitget felten große unzuträglichkeiten für den Kutscher. Sind bie bunde bisfiger Natur, so springen fie an den Pferden hoch und 29. Me erschreden fte dermaßen, daß fie unfähig zum Weiterziehen war au find. Ein derartiger Fall pafftrte am Freitag Abend in de Leipzigerstraße. Bwel Dmnibuspferde wurden durch die for währenden Angriffe einer großen Dogge, deren Herr im Wagen saß, so eingeschüchtert, daß fte faft fünf Minuten lang midt vom Plage zu bringen waren. Ebenso leicht hätten die Pferde aber auch ausbrechen können und in der belebten Straße glüd anrichten tönnen. Baffagiere, deren Hunde fich bösartis zeigen, sollte das Weiterfahren nicht gestattet werden. Die Omnibus und Pferdebahnverwaltungen würden im Interf des fahrenden Bublifums handeln, wenn sie ihre Kondufteut

dahingehend inftruirten.

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In dem bekannten Leinen- und Stoffwaarengeschäft

von Heinrich Jordan in der Martgrafenstraße

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welches schon wiederholt von Ladendiebinnen zum Schaupla ihrer verbrecherischen Operationen auserwählt worden i in der vergangenen Woche wieder eine jener Industrieritterin nen bei Ausübung eines mit großer Frechheit versuchten Dieb Stüde Zeug vorlegen, von denen fie eins derselben tros feine Umfanges in einen fog. Diebesred, der eine weite Tasche bat

für häusliche Gesundheitspflege machte Stadtfyndilus Dr. Eberty stable festgenommen worden. Die Lidendiebin ließ fich mehre

amSonntag Vormittag, folgende die ,, Wohlthätigkeit der Reichen" äußerst charakterisirende Bemerkung: Es sei bekannt, daß

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Bier! Et, was, Bier!-

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Hut auf ben Haken und setzt sich.

ein Mal ist kein Mal; er hängt be Die Gemüther werden immer erhitzter. Der Hauptman kann sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, militärif haben wir etwa einen Reminiszenzen heraufzurufen: wie er das Gefindel ange

Bitte jehr", erwidert der Handelsherr-wir reichen noch lange nicht den westlichen Nachbarn das Wasser." Lächerlich!" aus allen den anderen Rehlen gleich zeitig. Gar nicht lächerlich!"- Strousberg , der ben Suez- Kanal gebaut hätte, oder- Le Schöps!" verbessert der Baumeister, glüdlich, einmal sein Wissen zeigen zu können, Le Schöps,- nicht Strousberg ;- übrigens, dem Namen nach, auch eher ein Deutscher, als ein Franzose!"

Ein eisiger Blick von Seiten des Kaufmanns trifft den belangt- Architekten. Und was ben französischen Patriotismus an­

zudend

Schöner Patriotismus!" bemerkt ber Aftuar achfel

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bas hat man während der Kommune gesehen, wie sie in ihrer eigenen Stadt gewüthet haben." Na, hätten wir's Anno 48 nicht gerne auch so ge= macht?" meinte der Apotheker.

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Hauptmann, aus seiner freifinnigen Rolle fallenb. " Ja, wenn wir nicht dagewesen wären!" ruft der

ben?"

Meine Herren, ein frisches Faß ist angeschlagen wor -meldet der Wirth bienfteifrig.

Der Lehrer hatte sich bereits erhoben, um zu gehen. Seine Frau hat ihm vorgerechnet, daß monatlich neun Gul

pulvert", zusammengehaut" und die Bagage zu getrieben!"

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Die Worte Sefindel" und Bagage" wer ben vom Lehrer und Doktor übel aufgenommen, wird persönlich, verlappter Jefuit",

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ben Tisch, die Stirnadern schwellen, die Augen treten aus den Höhlen und meine Herren, wenn ich bitten Dieser Ruf bringt das tobenbe

barf: die Polizeistunde!" meer wieder zur Ruhe.

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Der Lehrer wadelt bedenklich; er hat hat sich heute for gar einen Extraliter, und dann noch einen gestattet. Ebenso der Doktor; ber Hauptmann steht übertrieben ftramm während er in der Geldbörse wühlt und mit bem 3ählen nicht fertig wird, weil er die Sechser von den 3wanzigern Endlich greifen alle nach den Hüten. Der Baumeifler

nicht zu unterscheiden vermag. 13 mome

aber

ist der einzige, der ein gute Nacht, meine Herren" mu melt. Die anderen find etwas fühl, lange, denn morgen heißt es doch wieder sprechen,

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freilich nicht auf den mehr in der Rasse bleiben würben, wenn er es über sich heute werfen sie sich furze, gemessene Blide zu, und bo

brächte, seinen Bedarf an Abendbier und 3igarren etwas einzuschränken. Neun Gulden monatlich, das macht 108 Sul den jährlich,

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Nr. 48

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benn jeder fühlt, daß er heute manuhaft für seine patriotic

ben jährlich, ein nettes Sümmchen, welches die Erziehungs. Besinnung eingeftanden,... lieb Baterland magt ruhig

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sein!

foften des Weltesten fast vollständig decken dürfte. Er hat die Richtigkeit eingesehen, und versprochen, Punkt zehn Uhr zu Hause zu sein.

Aber gerabe jetzt kommt die Rede auf Die Frau gehört zu Raffee, Stridstrumpf und Stadtflatf

zu Hause zu sein.

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bas Jahr 48,- da giebt's ja so viel über seine Erlebnisse als Studentenlegionär zu erzählen, und noch dazu- frisches

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ber Mann: zu Bier, Pfeife und

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Politik!