bie
efter
bas
als Sabre
ber
thren
im
Man
den.
Ilzei
lung
Jull
Rec
Dor De
mber
dorf, nuat lcher
Lage Am St
Der state Ram
Der
fo
Boer
ber
nter
Den" ul.
inige
tbat.
Ehre
en
att
Inge teits
im
tatt.
mit
nen
eftie
bas
Enden
zogen
land
inder
lichen
eiden
e auf
fich
lichen
all
Inte
spel
n.
aber
ramm
nung
folgt ypten
legt
men,
Das
freich
geben,
be
Eng
fich
Eng
gland
b im en im
in
uf in
Das neue spanische Ministerium ist rascher zu Stande gelommen, als man vermuthete. Sagafta hatte ursprünglich Die Abficht, weiter nach links ju gehen und auch die dynastische Linke in die Regierung majorität einzubeziehen, aber davon bielten ihn schließlich bie Ronservativen ab, die plößlich eine febr brohende baltung einnahmen und erklärten, fte würden f einer Verlegung der Regierungsabse weiter nach links mit aller Entichiedenheit widerseten und sofort den Waffenftiuftand tündigen, den fie beim Beginn der Regentschaft mit Sagafta fchloffen. Sagafta mußte dies berücksichtigen und suchte nun zunächst die abgetretenen Minister zum Bleiben zu bestimmen, was thm indeß nur beim Juftizminifter Alonso Martinez ge lang; er mußte also noch fünf Minister ersegen, da zu den vier, die ihre Demisfion bereits früher gegeben hatten, noch der Rolonialminifter Gamazo gelommen war. Bei der Ersegung hatte Sagafta Glud und war mit dem Geschäfte bald fertig. Er gewann zum Minifter des Innern den bedeutenden Leon y Caftillo, zum Kriegsminifter ben General Caftillo, der noch nie an einem Bronuntamiento Theil genommen und in der Armee belteb ist, zum Marineminifter den Nomiral Rodriguez Artas, der schon einmal dieses Amt bellelbet bat, als Minister der öffentlichen Arbeiten und des Unterrichts Navaro Rodrigo und als Kolonialminister den hervorragenden Dichter und Industriellen Victor Balaguer , der schon einmal Minister der Kolonien und der öffentlichen Krbetten gewesen ift. Das neue Rabinet bedeutet eine leine Verschiebung nach rechts, indem an die Stelle von drei Liberalen und zwei Demokraten vier Liberale und ein Demokrat getreten find. Die Konservativen werden also mit dieser neuesten Leiftung der Staatskunft Sa gafta's aufrieden sein; weniger Gefallen aber werden die wirklichen Liberalen an ihr haben.
Balkanländer.
Die von Rußland angejettelten Wahlunruhen in Bul garien werden von der Köln . Btg." unfer Sofia, 10. Dt. fober, mit einem Anflug von Humor in folgender Weise ge schildert:
Detsrichter habe gefaat, daß Jeber, ber nicht bingebe, drei Rubel sablen müffe(). Nachdem diese von Retliudom ange worbenen Leute aus der Stadt entfernt find, herrscht hier schönste Nube wie an einem gewöhnlichen Sonntage, und die Bevölkerung luftwandelt vergnügt im Stadtgarten. Da in Der Proving alles rubig abgelaufen zu sein scheint, gewinnt es den Anschein, daß die Ruffen, welche alle boffnung auf den Gewaltftreich in Sofia gesezt hatten, auf Rubeftörungen in andern Diten verzichten.
"
Aus allen Daten, die am Sonntag wählten, wird der Sieg der Regierungspartei gemeldet. Die Mit glieder der Regentschaft und die Minifter wurden mehrfach mit Mandaten bedacht. Bon 1800 erschienenen Wählern gaben in Sofia mehr als 1700 ihre Stimmen Stambulow und den Ministern Radoslawow und Joantschow, ferner ſcheinen ge wählt zu sein Advolat Mezom und vier Sofiaer Bürger; auf Rarawelow fielen nur fiebzehn Stimmen. Wetter meldet eine Depesche des W. Z. B." aus Sofia von Montag Abend: Bei der geftrigen Wahl find hier alle minifteriellen Kandidaten gewählt worden. Die Stadt ist rubig. Nach den bisher aus den Provinzen der biefigen Regierung vorliegenden Wahlnach richten gehören die Gewählten in ziemlich großer Mehrheit der Regierungspartei an. In Oftrumelien ift, so weit bis jest be fannt, lein aur Dppofition gehöriger Randidat gewählt. Ge neral Raulbars ift in Schumla angelommen. Eine daselbst stattgehabte, zahlreich besuchte Versammlung bat fich für die Regierung ausgesprochen. In Dubniga find der Unterpräfelt und 2 minifterielle Wahltandidaten von Bandenführern er mordet worden. Im Uebrigen find in der Broving leinerlei Rubeftörungen vorgelommen.
Dem Standard" wird aus Petersburg gemeldet, General Kaulbars babe an den Baren telegraphirt, er( Kaulbars) müffe jest entweder zurüdberufen werden oder man folle ihm Truppen zur Verfügung stellen. Die ruffische Regie rung foll eine wichtige Note an die Mächte vorbereiten, angeb lich als Einleitung zur Ergreifung entscheidender Maßnahmen. Ein Wiener Korrespondent der Magd. Stg." erinnert daran, bas Boron Kaulbars schon vor einem Jahre in Wien in seinem Wesen 5 Wochen lang eine solch hochgradige Ueberspanntheit ge zeigt habe, daß es unmöglich war, mit ihm amtlichen oder ge fellschaftlichen Berlehr zu pflegen. Rauibars- damals noch Dberft war benn auch genöthigt, seinen Boften bei der russischen Botschaft in Wien au verlassen und einen längeren Urlaub anzutreten, ben er in Rußland zubrachte. Bielleicht ift die damals beobachtete Unregelmäßigleit seiner Gebirn thätigkeit der Schlüssel für manche Unbegreiflichkeiten, die er fich jest zu Goulden lommen läßt und die wohl seiner ftatistischen" Reise ein baldiges unfreiwilliges Biel segen werden.
-
-
Aus Chitago, 8. Dttober, wird berichtet: 8000 in den beute einen Streit. weil ihre Arbeitgeber fich weigerten, hiefigen Schweineflächtereien beschäftigte Arbeiter begannen bie beschloffene Einführung eines aehn fündigen Mr. beitstages aurüdzunehmen. Unbedeutende Rubestörungen lamen vor, indem die Streiler eine Bahl Arbeiter wangen, Die Arbeit zu verlassen. Nach einem neuen Telegramm der Times" aus Bbiladelphia find an dem Streit der Bader in den Schweineschlächtereien von Chilage fest 10 000 Ber fonen betheiligt; eine gleiche Anzahl Arbeiter ift dadurch geawungen, ebenfalls au feiern. Es sollen Anerbietungen aur Herbeiführung eines Kompromiffes gemacht worden sein. Auf ber Produttenbörse in New Dort ist man ber Anficht, baß der Streif hauptsächlich deshalb veranstaltet worden fet, um auf den Martt zu wirken.
anderen Daten Rubas ist ein Streit aufgebrochen, welcher Unter den Bigarrenmachern in Havanna und anderen Daten Rubas ist ein Streit aufgebrochen, welcher 20 000 Personen trifft. Unter den Streitern herrscht große Kollegen in den Bereinigten Staaten gewandt. Noth und fe haben fich mit der Bitte um Hilfe an ihre Die Hinrichtung der verurtheilten am 31. Dezember stattfinden.
frita.
narchisten soll
Die Einnahme von Tamai wird als gleichbedeutend mit Der vollständigen Bazifisirung des öftlichen Sudan gebalten. Einer Meldung aus Wady Halfa zufolge ift die Rebellen Streit Iraft in Dongola noch nicht 2000 Mann start.
Gerichts- Zeitung.
Der Thring- Mahlow- Proseh vor der Berufungs.
tammer.
-
men, daß Jbring niemals aus eigener Initiative über Werfen son Tynamitbomben gesprochen und das fast alle diesbezüg lichen Angaben der Angeklagten erfunden seien. Der Re fernt gelangt nun zu dem Abschnitt der Antlage, die von der Majeftätsbeleidigung handelt. Der Staatsanwalt beantragt, für diesen Theil der Anklage bie Deffentlichkeit auszuschließen. - Vertheidiger, Rechtsanwalt Mundel widerspricht diesem n trage. Der Gerichtshof beschließt: den Antrag des Staatsanwalts abzulehnen, da durch den Den folgenden Thell Der Anllage eine Störung der öffentlichen Ordnung nicht au besorgen sei. Aus dem Erkenntniß ist ferner zu entnehmen: Christensen fei eines Tages dem Shring Unter ben Linden in der Nähe des taiserlichen Palais begegnet. Christensen sei gerade im Begriff gewesen, in die lönigliche Bibliothel zu geben. Bei dieser Gelegenheit soll Shring so behauptet Christensen eine arge Majeftätsbeleidigung bes gangen baben. Eine äbnliche Majeftätsbeleidigung soll Shring bet Gelegenheit des 25jährigen Regierungs Jubiläums des Raisers und ferner auch eine Beleidigung gegen den Bringen Wilhelm ausgesprochen haben. Das Schöffengericht ist jedoch zu ber Ueberzeugung gelangt, daß all' die Angaben erfunden seien. Die Lüge wird nicht dadurch zur Wahrheit, daß fie dreimal wiederholt wird".
-
-
Nach Beendigung des Referats bemerkt der Präfident: Es entsteht nun zunächst die Frage, ob die Angeklagten neue Beweise vorbringen, daß fie in Wahrnehmung berechtigter Inter effen gehandelt haben.- Rechtsanwalt Mundel: Ich behaupte, baß die Angeklagten in Wahrnehmung berechtigter Intereffen ge handelt haben. Der Reichstag ist allerdings feine Beschwerde inftans, barauf hat er niemals Anspruch gemacht, aber er ist Die Stätte, an der alle öffentlichen Vorgänge erörtert werden 1önnen. Wenn nun die Angeklagten der Meinung gewesen find, daß fie von einem Beamten zu Verbrechen aufgefordert worden find, um somit Material für die Berlängerung des Sozialistengesetes au sammeln, und die Angeklagten davon ihrem Vertreter im Reichstage Mittheilung machten, so ban belten se lediglich aus politischer Nothwehr. Staats anwalt Dr. Bagner: Der Baragraph 193 des Strafe Gesezbuches würde Anwendung finden, wenn hier der Abge ordnete Singer angeklagt wäre. Die Angeklagten hatten tein Recht, die Angelegenheit dem Abgeordneten Singer mitzu theilen. Jm Uebrigen haben die Angellagten die Sache auch noch anderen Personen mitgetheilt. Ferner ist zu erwägen, daß bie Angeklagten auf Grund des§ 187 des Strafgesetzbuches für schuldig erachtet wurden. Vertheidiger Rechtsanwalt Freudenthal: Der Strafantrag ift lediglich wegen der von Ginger im Reichstage gemachten Mittheilungen gestellt worden, wegen Mittheilungen an andere Bersonen liegt ein Strafan traa nicht vor, auch ist die Anklage lediglich wegen der Sin ger'schen Mittheilungen erhoben worden.- Vertheidiger Rechts anwalt Mundel: Den Herrn Abgeordneten Singer würde sein Reichstagsmandat schüßen, für diesen würde es bes§ 193 Des Straf Gesetzbuches nicht bedürfen. Ich bin aber der Meinung, wenn die Angeklagten felbft fich in dem irrthümlichen Glauben befunden bätten, daß ihr berufener Vertreter im Reichstage solchen Materials bedürfe, so fteht thnen auch der§ 193 des Strafgesetzbuches zur Seite. Nach längerer Berathung des Gerichtshofes verkündet der Präfident: Der Gerichtshof ist der Meinung, daß die Anllage lediglich wegen der Neußerungen des Abgeordneten Ginger im Reichstage erhoben und auch der Strafantrag nur deshalb gestellt worden sei. Es wird nunmehr zur Vernehmung der Anges lagten geschritten. Berndt belundet auf Befragen des Bräft benten: So gehörte dem Arbeiterbezirksverein für ben Often Berlins feit deffen Bestehen an. Im November 1885 ließ fib ein Mechaniker, Namens Mahlow , als Mitglied in den ge nannten Verein aufnehmen. Mahlow , der vorgab aus der Schweiz au tommen, führte derartige Rebensarten, daß wir ihn febr bald für einen Agent provocateur hielten. Er sagte u.. mehrfach: Mit wird Der ruhigen Agitation nicht erreicht. Wenn gegen die Verlängerung des Gojias Riftengesetzes etwas Durchgreifendes geschehen soll, dann muß ein Koup ausgeführt werden. Die herrschen ben Klaffen müssen zittern, es müssen Dynamitbomben geworfen werden. Das Proletariat muß fich felbft zur That aufraffen, denn von den sostaldemokratischen Abgeordneten im Reichstage, bie selbst Bourgeois find, ist nichts zu erwarten." -Jbring sagte außerdem, daß er in seiner Wohnung ein vollständiges Dynamitlager babe, daß er wiffe, wie Dynamit gemacht werde, daß er über die Bubereitung von Dynamit Vorträge halten wolle u. 1. w. Aus diesem Grunde wurde ein Debattirllub gegründet und in diesen Jbring eingeführt, um ibn in fleinerem Kreise beobachten au tönnen. Bräf.: Es wird nun behauptet, daß Sie im Solde des Jbring gestanden baben? Ungeti.: Das ist Verleumdung.- Bräf.: Wie erklären Sie die dem Jbring gegebene Duittung?-Angell.: Sch batte von meinen Parteigenoffen den Auftrag, den Shting au beobachten und zu entlaroen. Meine Bartelgenoffen trugen mir auf, alles zu thun, was Joring verlange, selbst mein TodeBurtheil au unterschreiben. Bräs.: Sie geben au, daß bring Ihnen vielfach Nhr Bier bezahlt hat? Angell.: Ja. Der Angell. Christensen befundet auf Befragen: Ich lam im Dtober 1885 nach Berlin und schloß mich sehr bald dem ge nannten Bezirksverein als Mitglied an. Sch hielt den Shring seiner Nebensarten wegen für einen Anarchisten oder für einen Bolizeibeamten. Ich theilte diese meine Muthmaßungen aud meinen Parteigenoffen mit. Wir beschloffen schließlich, den Berndt, da dieser arbeitslos war, mit der Beobachtung und Entlarvung des bring zu betrauen. Wir sagten ihm dabel: er folle auf alles eingeben, sogar fein Todesurtheil unter schreiben, festen wir scherzhaft hinzu.- Bräs. Sie halten also Den Berndt für einen treuen Genoffen Ihrer Partei?- Angeti: Jawohl, davon bin ich überzeugt. Auch noch andere Umstände, Die noch im Laufe der Verbandlung zur Sprache tommen wet ben, sprechen dafür. Präs.: Sie haben nun bem Abgeords den, sprechen dafür. neten Singer die Ihnen von Berndt erzählten Begebenheiten schriftlich überreicht?- Angell.: Jawohl, es waren dies aber nicht die Wahrnehmungen Berndt's, sondern auch die meinigen. -Präs.: Dazu gehörten auch die Majestätsbeleidigungen, die Jbring Abnen gegenüber begangen baben foll?- Angel: Ja. Präs.: Welchen 8wed foll bring mit der Majestätt beleidigung verfolgt haben? ngell.: Wahrscheinlich um fich mir gegenüber als radilaler Parteigenoffe zu geriren, damit er arößeres Vertrauen gewänne.- Präs.: Berndt, wie famen Sie dazu, dem Abgeordneten Singer von Ihren Wahre nehmungen Mittheilung au machen? Angell.: Man allgemein, daß ich mit der Entlaroung des wußte allgemein, daß ich betraut worden Ibring war; dies wußte auch berr Singer, beshalb fragte er mich banach.- Angeti. Christensen: verr Singer bat an mich auch die Aufforderung gerichtet, ihm über die Angelegenbeit Material au geben. Bertheidiger Rechtsanwalt Mundel: Wenn diese Thatsache in 3 weifel gezogen werden sollte, dann beantrage ich den Ab geordneten Singer als Beugen zu laden. Es wird zunäcft Der Kriminalfommiffar v. Mauderobe aufgerufen. Dieser weiß zur Sache felbft nichts au belunden.- Kriminalfommiffar Graf Stillfried: bring wurde uns als ein zuverläffiger Mann empfohlen und deshalb im Oktober 1885 aur politischen Bolizei verfekt. Er wurde sehr bald mit der Bewachung des Arbeiter Bezirtsvereins für den Dften Berlins beauftragt. Er is fich Mechaniter Mablow einen aufnehmen, Bor gang, den Shring sofort meldete. den Shting sofort meldete. Sbring, der loft bares Material brachte, wurde wiederholt gewarnt, irgend wie provolatorisch aufzutreten. Das er dies nicht getban und daß er ein gana glaubbafter Mann ift, gebt aus einen voll ftändig objektiven Berichten hervor. Angefl. Christensen: Was war wohl die Beranlassung, daß der Schußmann Shring gewarnt wurde, provokatorisch aufzutreten? Berth. Rechtsa
Heute Morgen rückten aus den umliegenden Dörfern über hundert Bauern, geschloffen marschirend, von montenegrinischen, maledonischen und anderen Wühlern bes gleitet, in die Stadt ein und begaben fich sogleich zum russi schen Konsulat, mo fte Sorufe auf den Kaiser von Rußland ausbrachten. Nachdem die Leute einige Beit mit dem Rawaffen verhandelt hatten, erschien Nelliubow auf dem Ballon und bielt eine Ansprache, in der er sagte, der Kaiser von Ruß land wolle fiets das Wohl Bulgariens , weshalb er die Wahlen mißbillige; diese Wahlen würden null und nichtig sein. Die Rebe wurde wiederholt durch Hochrufe auf den Raiser von Rußland unterbrochen. Hierauf begaben sich die Bauern nach dem Wahllokal, deffen Eintritt fe ju stürmen suchten, um Die Urnen zu ertrümmern und das Wablgeschäft unmöglich zu machen. Ein heftiger bagel von großen Steinen, welche die Bauern unter ihren Schafpelzen verborgen mitge bracht hatten, eröffnete eine Schlägeret. Die Mehrzahl der Bauern, deren Notte inzwischen noch angewachsen war, drang in das Lokal ein. In diesem Nugenblide erfolgte aus dem Janern des Wahllotals beraus ein rasch ausgeführter Gegen angriff. Die Bauern wutben mit unglaublicher Geschwin Digleit hinaufgeworfen; hinter ihnen her eilten die Verfolger mit Glöden. Die Bauern machten in ihren weißen Schaf pelgen den Einbrud einer fliehenden Hammelbeerde. Alles bas bauerte laum drei Minuten. Etwa sechs Bauern hatten leichte Verwundungen am Ropf und blutende Nasen davongetragen. Sofort erscholl bei ihnen das Losungswort: Bum ruffischen Ronsulate! Die Bauern, die jest 150 bis 200 ann ftart waren, wurden in den Hof des Konsulats einge laffen, wo fie in Gruppen vertheilt wurden. Ober Sabarow bielt an fie eine Anrede, in beren Verlauf wiederholt Hochrufe auf den Kaiser von Rußland laut wurden. Die Verwundeten wurden an den offenen Fenstern Des Ronfulats in auffälliger Weise verbunden; dann wurden bie Gefäße, in denen man ihnen das Blut abgewaschen hatte, ebenso augenfällig in den Hof durch die Gruppen getragen. Die Bauern bemächtigten fich eines im Hofe liegenben Hola baufens, aus dem fie mächtige Rnüppel aurechihackten; die Diener des Konfulats trugen ihnen zur Erleichterung dieser Mr. belt Sägen berbet.(!) Nelliudom fubr gegen halb 2 Uhr zum französischen Ronful Flesch, wahrscheinlich von dort auch zu den andern Konsuln. Es scheint, daß Nefliubom die Bauern mög lichft lange im Ronsulate halten wollte, um ben Glauben her vorzurufen, daß, falls fie das Ronfulat verlassen hätten, für thre Sicherheit zu füschten gewesen wäre; wenigens wurde unter die Bauern Schnaps und Brot vertheilt. Um 3 Uhr fingen zwischen den Bauern, die im Hofe des russischen Kon fulats wie wilde Thiere im Käfig eingeschloffen waren, und der Bollsmenge, die das Konsulat umringte, Nedereien an. Einige Jungen warfen Riefelsteine in den of bes Konfulats, worauf Die Bauern mit einem regelrechten Bombardement, bet bem Pflastersteine und mächtige Rnüppel als Wurfgeschoffe dienten, antworteten und die Fenster eines Konsulats zertrümmerten, welches dem russischen Konsulat gegenüber liegt. Die Polizei trieb bierauf die Menge vom Bürgersteig aurüd, worauf völlige Beruhigung einirat. Bald nahm der Auftritt sogar ein sehr Iuftiges Aussehen an, und die Menge fing an, fich mit Wisen au vergnügen. Dieser barmlose Ausgang der rufftschen Her ausforderung schten jedo nicht den Beifall der Leiter dieser nichtsnusigen Ausbegeret au finden; denn die Bauern im Cofe begannen von neuem, die im russischen Konsulat Die tönigl. Staatsanwaltschaft vertritt Staatsanwalt Dr. zurüdgehaltenen Knüppel auf die Menge au schleudern. Wagner, die Bertheidigung fübren die Rechtsanwälte Freuden Darauf warfen einige Jungen mit Rieselsteinen in den Hof, tbal und Rundel. Der Angeklagte Christensen wurde belannt worauf fofort die Kawaffen aus Revolvern Feuer gaben. Die lich gleich nach seiner Verurtheilung, aus Berlin ausgewiesen. Er wandte fich rach Blauen im Voigtlande. Dort wurde er shen Roniziat glei falls gegenüberliegende Ende Auguk, wegen angeblicher Vertheilung sozialdemokratischer deutsche Ronfulat, vor dessen Thür gerade bas ge Schriften an das Militär, verhaftet. Er wurde heute von zwei fammte Personal der deutschen Agentur mit vielen anderen Deutschen fand. Auch das englische Ronfulat belam Kugeln Beamten in Rivil auf die Antlagebant geführt. Is er im Korridor des Gerichtsgebäudes erschien, wurde er von einer ab; die meiſten aber gingen gegen bas deutide Ronfulat, Steibe feiner Barteigenoffen begrüßt. Diese reichten ihm und es ift geradezu einem Bunder zuzuschreiben, daß von der Gruppe vor dem deutschen Ronfulat niemand getödtet oder ver fämmtlich die Hände zum Gruße, die den Christensen beglei tenden Bolizeibeamten untersagten jedoch schließlich diese Be wundet worden ist. Das ganze Konsulatsgebäude trägt Kugel willkommnung und auch jede weitere Unterhaltung. Das fpuren, und die von der Wand abgeprallten Rugeln fonnten Auditorium des Gerichtssaales ist selbstverständlich heute über auf dem Bürgersteig aufgesammelt werden. Der Generallonful füllt.- Nach Eröffnung ber Sigung, die eine öffentliche ift, v. Thielmann war während des Vorganges zur Stelle. Die wird zunächst von dem Landgerichtsrath bautschfted in febr Entrüftung über das Vorgehen der Ruffen ist ganz allgemein, eingehender Weise über die zur Verhandlung stehende Ange bei den Bulgaren wie bei den Ausländern. Die nichtswürbi legenheit referirt. Danach hat der Schußmann Shring von gen Herausforderungen gegen die armen Bulgaren hatten schon feiner vorgefesten Behörde den Auftrag erbalten, einen Theil Die größte Empörung erregt. Das beutige Auftreten der Berliner Arbeiterbewegung zu beobachten. Beds deffen der Ruffen, die fio jest betart als die berren ließ fich bring in den Arbeiterbezirksverein für den Often in Bulgarien fühlen und geberben, daß fie Berlins als Diitglied aufnehmen. Er nannte fich nicht bring, felbft die fremden konfulate befteßen, über fondern Mahlow und gab fich als Mechaniker aus, da er die eigt boch alles, was bisber vorgelommen ist. Mechanit erlernt und diese Brofeffton bis zu seinem Eintritt Unmittelbar nachdem die Schüffe gefallen, rückte bauptmann in das Militär betrieben hatte. Die Angeklagten haben nun Bellow mit einem Bataillon des Alexander Regiments und bebauptet, daß bring die Sozialdemokraten zur Begehung von Kavallerie vor das Ronsulat und säuberte alle Nebenfiragen. Berbrechen aufgefordert und arge Majestätsbeleidigungen be Nekliudow, der ich bisher in einer unerhört herausfordernden gangen babe. Dies hatten die Angeflagten u.. dem Reidstags Saltung gefallen batte, verlor nach der Beschießung des Abgeordneten Ginger mitgetheilt und dieser hat diese Mittbet beutschen Konsulates gänglich den Muth und ordnete an, lungen in öffentlicher Reichstagsfigung vorgebracht. Da Jbring daß alle Bauern sofort bas Konsulat verlassen sollten. Vor bem Ronfulat wurden fte von militärischem Geleit in feten, so wurde gegen die Angeklagten die Anklage Empfang genommen, ba, wenn man fte fret hätte abziehen wegen verleumderischer Beleidigung des Schußmann bring laffen, bie Boltsmenge fich auf fte gefiürst baben würde. erhoben." Berndt ift 1861 in Rönigsberg i. Br., Christensen Bwischen zwei Reiben Golbaten wurden die Bauern unter 1856 zu Tondern , Kreis Schleswig , geboren. Beide Ange tlagte find bisher noch unbestraft. In dem zur Berlesung gelangten schöffengerichtlichen Erkenntnis beißt es u..: Die unterhaltung des Shring mit den Sozialdemokraten über die Bubereitung, Werfen von Dynamitbomben u. f. w. fei nur ein Schers des Thring gewesen. Der erste Richter hat angenom
las
rau
nu
op
ben
Ma
bol
bir in
e Re
bmen
eftet
blage
tal
r jebe
tone's
tagen
t der
ibung
фей
ften
ngton
Derren
tb fid
An
band
Blirche
Bil
aurige
iter
efuche er Be
Ter be
n bes
Toenen
novel,
7 Gu
chafter
ibigen
lautem Jubel der Bevölkerung nach einer außerhalb der Stadt gelegenen Raferne geführt, von wo fie allmälig in Freibbeit gesezt werden sollen. Die Bauern, 160 Mann, fagen aus, bas fie von ihrem Ortsrichter, ohne zu wiffen, um was es sich bandle, nach dem Konsulat geführt worden seien(). Der
Die betannte Shring Mahlow- Affaire, die am 28. Juni d. J. bie 87. Abtheilung des Schöffengerichts am Amtsgericht Berlin I beschäftigte, gelangt heute vor dem Forum der fechften Straf Berufungstammer des Königl. Landgerichts Berlin I aur Verhandlung. Der Tischlergeselle Berndt und Der Schriftsteller Christensen wurden am 28. Juni d. Js. von erwähntem Schöffengericht wegen verleumberischer Beleidigung des Schumann Jhring, gen. Rablow, ju je 6 Monaten Ge fängniß verurtheilt. Gegen dieses Urtbeil baben beide Angellagte Berufung eingelegt, in welcher Folge fich dieselben heute vor den Schranken des bezeichneten Gerichtshofes zu verantworten batten. Den Gerichtshof bilden: Landgerichtsdirettor Humbert( Bräs.) und die Landgerichtsräthe Fleischmann, v. Salpius, Hautschftect und Gerichtsaffeffor Dr. Fuchs( Beifißende).
behauptete,
"
-
ba alle Diese Belunbungen erfunden
als
-
-
-
-