Otto v.©vat)I( österreichischer Artillerie- Offizier, � wohnhaft zu Wulssdorf, einem zu Lübeck gehörigeir Dorfe im Kirchspiele Gleschendorf, präsentirt dem Kaiser ein Buch, von welchem Otto von Grahl theiliveise der Verfasser ist und worin eine nach Lenck'schein System angefertigte Kanone, die Mit Schicß-Banmwolle zu laden ist, vorgeschlagen wird,(1862). — Augenblicklich in Schulden geralhe», iveil er Freunden ge- holfeu hat, fleht Otto von Grahl den Kaiser Napoleon an, ihm eine Unterstützung von 460(1 Franks zu bewilligen (März 1863).— Durch die seiner Arbeit zu theil ge- wordene Aufnahme«rmuthigt, bettelt er um eine Unterstützung, damit er sich nach Frankreich und nach England begeben und daselbst seine Erfindung verkaufen kann. Er ist ganz und gar außer stände, die Reise aus eigenen Mitteln zu machen. Indem er den Kaiser um Hilfe anrnst, erinnert er daran, daß sein(Grahl's) Vater Riller der Ehrenlegion gewesen ist und die Medaille von St. Helena besessen hat.(November 1363.) Der österreichische Offizier erhielt von Napoleon III. abschlägigen Bescheid. Er mußte den österreichischen Dienst quittiren und tauchte in den ersten sieb- ziger Jahren plötzlich als Chefredakteur der„Ost- preußischen Zeitung" in Königsberg i. Pr. auf, wo ein Herr v. Tausch Oberkonimissar oder Kriminal- inspertor beim dortigen Polizeipräsidium war. Einige Zeit, nachdem Otto de Grahl zum Berliner Hofoffiziosus avancirt war, wurde Herr v. Tausch an die Berliner Polizei versetzt. Wie weit Herr de Grahl, der infolge seiner Stellung über sehr viele persönliche Beziehungen verfügte, Herrn v. Tausch Beziehungen vermittelte, wäre eine der Fragen gewesen, die in dem Prozesse hätten gestellt werden köiinen. Herr de Grahl hatte stets sehr gute Beziehungen; so wurde er seinerzeit vom Berliner Preßburean der„Preußisch- Lithauischen Zeitung" zugewiesen und mit 1000 Thalern aus Staatsmitteln besoldet, von seinem Verleger Krauseneck erhielt er blos— 200 Thaler Gehalt. Aus seiner oben erwähnten Thätigkeit bei der „Ostpreußischen Zeitung" ist nachzutragen, daß er sich durch die Veröffentlichung eines fiugirten Bettelbriefes, in dem er die Sammlung einer„Ehrengabe" für sich s e l b st anregte, lächerlich machte. Die Veröffentlichung dieses Brieses dnrch Paul Lossau, den späteren Redakteur der „Berliner Freien Presse", im Jnsterburger„Bürger und Bauernfreund" ist unwidersprochen geblieben. «* Die„Post" über die politische Polizei. Das sonst so polizeibegeisterte Organ des Königs Stumm schreibt: Von Stieber ab bis auf unsere Tage ist für die leitenden Beamten der politischen Polizei im engeren Sinne, wie es terr v. Tn ich trotz seiner verhältnißinäßig untergeordneten tellnng im Behördenorganismns thatsächlich war, die Tendenz charakteristisch, ihre Unenlbehrlichkeit und Wich- tigkeit acl ooulos zu dcmonstrire». Das beliebte Hanptmittel zur Erreichung dieses Zieles ivar stets das, die politischen Gefahren der Zeit möglichst, gros) und bedrohlich und sich selbst als rettende Engel erscheinen zu lassen; langten die Thatsachen zur Erreichung dieses Zieles nicht aus, so wurde öfter die Wirklichkeit in usum delpUni nach Bedarf r e t o n ch i r t. Das Feld dieser Thätigkeit wechselt je nach Zeit und Umständen; »ach 1843 waren es revolutionäre Bestrebungen, später lange Zeit Attentatsbefürchtungen, mit denen die Männer der politischen Polizei arbeiteten. In unserer Zeit der Nervosität gegenüber Preßäußerungen scheint Herr v. Tausch das geeignete Operationsgebiet, um seine Unenlbehrlichkeit zu beweise», in der Ermittelung der Urheberschaft sensationeller Artikel erblickt zu haben; seine Angabe, daß Ermittelungen dieser Art auf Lager, für etwaigen Bedarf, gehalten werden müssen, ist in dieser Hinsicht bezeichnend. Reichte das thatsächliche Material nicht ans, um sich als Retter des Staates aufzuspielen, so wurde der Wahr- heit die Dichtung zugefügt. Das wird die„Post" nicht hindern, nächstens, wenn's wieder gegen uns losgeht, über die Polizei Lobeshymnen anzustimmen und ganz in dem von ihr so trefflich ge- schilderten Genre a la Tausch selbst �wieder weiter zu arbeiten. Warum hat das Ehrenblatt noch nichts über den von ihr beschäftigten Polizeispion gesagt?— « Am schweigsamsten von allen Blättern sind die „Hamburger Nachrichten", sie schreiben ca. 40 Zeilen über den Prozeß, von denen ein Thetl ein Zitat auS der„Schles. Ztg." ist. Was sie selbst sagen, ist ganz bedeutungs- los. Sie wisse» wohl, weshalb sie schweigen.— Beispiel. Wie weise und vortrefflich regierte er; das war eine goldene Zeil für Rom ! Ein Podesta für immer. Das ist meine Theorie." „Ihr braucht nach dem Präsidenten Eures Rothes nicht weit zu suchen," sagte Monreal , indem er Pandulfo zulächelte,„ein bei dem Volke beliebter und zugleich an- gesehener und reicher Bürger sitzt hier neben mir." Pandulfo erröthete. Monreal fuhr fort:„Eure Handelskammer würde dem Signor Vivaldi eine ehrenwerthe Stellung gewähren und die Behandlung aller auswärtigen Angelegenheiten, die Instandhaltung des Heeres und so weiter, könnte den Baronen überlassen bleiben. Wollt Ihr nicht von diesem Malvasier kosten?" „Aber," sagte Vivaldi nach einer Pause(Vivaldi schmeichelte sich der Hoffnung, wenigstens die ganze große Kompagnie mit Tuch zu versehen),„aber Rienzi würde nie einer solchen gemischten Konstitution beitreten." „Wozu auch das? Was haben wir den Rienzi nöthig?" rief Bruttini.„Rienzi mag nur wieder in die böhmischen Wälder ziehen." „Ruhig, ruhig," sagte Monreal ,„ich verzweifle noch nicht an ihm. Alle offenbare Gewalt gegen den Senator würde seine eigene Macht nur vermehren. Nein, nein, demüthigt ihn, laßt die Barone wieder zurückkehren, und dann besteht auf Eueren eigenen Bedingungen. Ihr könnt am besten zwischen den beiden Parteien das Gleichgewicht erhalten. Und um Eure neue Konstitution vor jedem Miß- verhältniß der Gewalt zu schützen, giebt es Krieger und auch Ritter, die für einen gewissen Rang in der großen Stadt Rom Truppen zu Pferde und zu Fuß in ihren Dienst stellen würden. Wenn ich zum Beispiel"— „Ja, wenn Ihr, edler Monreal, " sagte Vivaldi . Die Gesellschaft verstummte plötzlich, als man die tiefen und feierlichen Töne der großen Glocke des Kapitals hörte. „Horcht!" sagte Vivaldi ,„die Glocke! Es bedeutet eine Hinrichtung, doch die Stunde ist ungewöhnlich." „Gewiß, der Senator ist doch nicht zurückgekehrt!" stammelte Pandulfo di Guido, indem er die Farbe wechselte. polttifche Aebevstchk. Berlin , 8. Dezember. — Stimmung für die Marine-Vorlage suchen die„Berliner Neuesten Nachrichten" durch eine Artikelserie „Deutschland und seine Flotte" zu machen. Wenn im Reichs- tage die Vorlage nicht so aufgenommen werde, wie es zu wünschen wäre, so sei dafür eigentlich nicht so sehr der Reichstag verantwortlich zu machen, sondern die Wähler, die diese» Reichstag gewählt, das Volk. Um die Mitte der sieb- ziger Jahre habe Deutschland eine stärkere Flotte gehabt als heute. Damals war auch»och eine große Mehrheit für Flottenpläne im Reichstage zu haben, weil die Männer lebten, die sich nach einem deutschen Recht gesehnt und ein solches er- stritten. Das heutige Geschlecht stecke noch in den Kinderschuhen der nationale» Entwickclung, man glaubt, man brauche nach außenhin nichts mehr zu erstreben. Das müßte anders werden. Und der Helfer in der Roth sei der Lehrer, der Professor. Diese müßten die heranwachsende Jugend mit neuen Idealen, mit neue» großen Zielen erfüllen.— Derj Autor hätte sich seine Arbeit bedeutend leichter machen können. Etwa so: Antrag betreffend die Popularisirnng von Marineplänen. Z 1. Jeder Deutsche, der den zweiten Lebensmonat erreicht, erhält ein Schiff als Spielzeug; dasselbe kann aus Metall, Holz oder weißem Zucker sein, ß 2. Jedes andere Spielzeug ist verboten. — — Die deutsche Regierung hat. wie eine aus Washington in London eingetroffene Meldung besagt, an den Staatssekretär Olney eine» förmlichen Protest bezüglich Cleveland's Proklamation über die Schisfsgebühren ge- richtet.— — Warum der„Bund der Landwirthe" keine Partei sein will, verräth seine„Korrespondenz", indem sie sich über die Naumannianer folgendermaßen ausläßt: „Man kann den Regisseuren(den Nationalsoziale») taktisches Geschick nicht absprechen. Wie klug war es z. B. von Herrn Naumann, statt eine Partei, die nichts einbringt, einen Verein aufzuthnn, wo jeder seine» Beitrag zahlt. Parteimitglieder kann man nicht brand- schätzen, weil man sie nicht dem Namen nach kennt, darum > st eine„Partei", wie wir aus m a n ch e n E r- fahrungen wissen, oft ein faules Geschäft!" Wo hat der Schreiber dieser Zeilen seine Erfahrungen ge- sammelt? Bei den Konservativen? Oder als politischer Odysseus bei Hinz und Kunz? ES giebt übrigens auch Ver- eine, bei denen die Rückstände bis zu 20 000 M. betragen.— — Zum Fall D r. Peters. Die„Leipz. Neuest. Nachr." theilen mit, daß eine Kiste, die wichtige Papiere des Dr. Peters enthalten habe, gestohlen, geöffnet und ihres Inhalts beraubt worden sei.— In der besagten Kiste befand sich doch nicht das gesammte Vertheidigungsmaterial des Afrikaners?— Zwickau , 7. Dezember. (Eig. Ber.) Der Militär- verein zu Oberhohndorf ist dem Beispiel des Schede- witzer gefolgt und hat gestern mit 4S gegen 3 Slimnien seinen Austritt aus dem Militärvereinsbnnd beschlossen. Anlaß dazu hat auch hier die bekannte Aufforderung des Bundesvorstandes, aus den Konsumvereinen auszutreten, gegeben. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Aus Mainz wird uns geschrieben: Im September v. I. wurde in einer hiesigen Wirthschaft ein Arbeiter namens Carl Robert Kilian aus Breslau wegen Ruhestörung verhastet. Auf dem Transport zur Polizeiwache beschimpfte er die Schutzleute und den deutschen Kaiser. Deshalb wegen Majellätsbeleidigung augeklagt, wurde er am 7. Dezember von der Strafkammer des hiesigen Landgerichts zu vier Monaten und «ine Woche Gefängniß verurtheilt.— Schweiz . Zürich , 7. Dezember. I» den KantonSrath wurde neben einem Freisinnigen der Sozialdemokrat Fäh ndrich ge- wählt. Bern , 8, Dezember. Der Ständerath beschloß eine Revision der Bundesverfassung zum Zwecke des Erlaffes einer eidgenössischen Lebens mittel-Gesetzgebung.— Frankreich . Frankreich und(llbessynien.(„Voss. Ztg.") Der zweite Vorsteher des französischen Kolonialamts Lagde, der früher zehn Jahre lang Gouverneur von Obok gewesen, reist am 20. Dezember nach Abessynieu ab, um zunächst mit Ras Makonnen, seinein persönlichen Freunde, später vielleicht mit Menelik selbst wegen Abschlusses eines Handelsvertrages zwischen Frankreich «» d Abessynien zu verhandeln und eine ständige beiderseitige diplomatische Vertretung anzubahnen.— — Die Pariser Kommune ordnete bekanntlich die Zerstörung der Vendomesäule an, als eines Denkmals der Volksverhetzung und des barbarischen Kriegsruhms. Mit der Ausführung wurde, wie man sich erinnern wird, der berühmte Maler Conrbet betraut, der Mitglied der Kommune war. Jetzt sucht man den Nachweis zu liefern— „Nein, nein," bemerkte Bruttini,„es ist nur ein Rätiber, der vor zwei Nächten in der Romagna gefangen wurde. Ich hörte, daß er heute Abend sterben solle." Bei dem Wort„Räuber" erbleichte Monreal . Es wurde dem Becher fleißig zugesprochen, die Glocke läutete noch immer, aber der erste Eindruck war vorüber, nie- mand beunruhigte sich weiter und die Unterhaltung ward fortgesetzt. „Was wolltet Ihr sagen, Herr Ritter?" fragte Vivaldi . „Ja, wir sprachen von der Nothwendigkeit, eine neu gebildete Verfassung durch Streitkräfte zu sichern. Ich sagte, daß, wenn ich—" „Ja, das war es," fiel Bruttini, auf den Tisch klopfend, ein. „Wenn ich zu Eurer Hilfe aufgefordert würde, und der Legat des Papstes mich von meinen früheren Sünden(sie lasten noch schwer auf mir) absolvirte, so würde ich selbst mit meinen tapferen Söldnern Eure Stadt vor auswärtigen Eeinden und inneren Unruhen beschützen. Kein römischer ürger sollte einen Denar zu den Kosten beitragen." „Hoch lebe?ra Moreale!" rief Bruttini, und der Ruf wurde von der ganzen Gesellschaft wiederholt. „Es genügt," fuhr Monreal fort,„um meine Sünden abzuwaschen(Ihr wißt, mein Orden ist Gott und der Kirche gewidmet— ich bin ein Krieger- Mönch!) Es genügt, sage ich, wenn ich mit der Vertheidigung der heiligen Stadt meine Sünden büße. Aber auch ich habe meine eigenen und mehr irdischen Absichten. Wer ist über ihnen erhaben? Ich— die Glocke verändert ihren Ton" „Es ist bloß die Veränderung, die der Hinrichtung vorhergeht— der arnie Räuber ist dem Tode nahe." Atonreal bekreuzte sich und fuhr fort:„Ich bin ein Ritter und ein Edelmann, mein Beruf war der der Waffen, aber ich will es nicht leugnen, meine Standesgenossen be- trachten mich als einen Mann, der sein Wappen durch ein zu eifriges Streben nach Ruhm und nach Gewinn be- fleckt hat. Ich wünsche mich meinem Stande wieder zu nähern, mir einen neuen Namen zu erwerben, mich mit dem Großmeister und dem Papst auszusöhnen. Alan hat mir zu verstehen gegeben, daß ich diesen Zweck am besten und zwar anS Courdet'S Nachlaß—, daß nicht die erstörung der Säule beschlossen wurde, sondern nur deren e r s e tz u n g an einen anderen. für militärische Er- innernngen passenderen Ort— die Esplanade der Invaliden. Diese„Enthüllung", die ein schlechter Witz scheint, stimmt nicht mit den Thalsachen. Der Beschluß der Kommune liegt vor: er lautete ausdrücklich ans Zerstörung. Wir stelle» dies fest, als neuerdings den französischen Arbeitern chauvinistische Neigungen zur Last gelegt worden sind. Wir dächten, weil ein schlagenderer Belveis des Gegentheils chauvi- nistischer Gesinnung sei niemals in irgend einem Lande geliefert worden, als von der Pariser Kommune durch die Zerstörung der Vendomesäule, mit Napoleons Standbild. Das soll nicht vergessen sein.— Bekgien. Brüssel, 8. Dezember. Die Regierung beabsichtigt, jetzt die Fremdengesetze, welche bisher nur provisorisch waren und alle drei Jahre erneuert werden mußten, definitiv zu machen. In den meisten Sektionen der Kammer hat der Vor- schlag eine wenig günstige Aufnahme gefunden. In der zweiten Sektion sprach man sich heftig gegen das Bestehen der Fremden- gesetze ans und verlangte, daß die Ausländer ebenso wie die Einheimischen behandelt werden und im Falle eines Vergehens gegen die Gesetze bestraft werden müßten. Im übrigen aber sollten sie in Ruhe gelassen werden.— Italien . Rom , 7. Dezember. („N. Fr. Pr.") In Hofkreisen erzählt man sich, C r i s p i habe sich gestern zum König begeben und die politische Lage des Landes, die Unzufriedenheit des Heeres, die Demoralisation des Antoritätsprinzips, den allgemeinen Marasmus in den düstersten Farben geschildert und dem König den Verlust des Thrones und den Fall derDynastie prophezeit, falls er sich nicht zum Wohle der nationalen Freiheit, Selbstständigkeit und Einheit zu einem Staatsstreiche ent- schließe, für dessen Gelingen Crispi einstehen zu können erklärte. — Der Lump Crispi steht noch für ganz etwas anderes ein, uin sich vor dem Zuchthaus zu retten.— Spanien . — Korruptionsblüthen. Die technische Kommission, die die anzustellenden Telegraphenbeamten zu prüfen hat, ist überführt worden, daß sie sich erkaufen ließ. Von 300 kürzlich Geprüften soll sie 100000 Pesetas erpreßt haben.—Der Postwagen, der zahlreiche Werthbriefc vom Madrider Postamt nach der Süd- bahn bringen sollte, wurde unterwegs nnter Umständen beraubt, die den Verdacht auf die Postbeamten lenken. Es soll sich um Werthgegenstände im Betrage von etwa ISO 000 Pesetas, darunter 30 000 in baar, handeln.— Die Beranbungen der Bahn- post zwischen Barcelona und Valencia , wodurch mehrere Handels- Häuser namentlich in Tarragona schwer geschädigt sind, haben endlich zur Entdeckung des Thäters geführt, es ist natürlich einer der Postbeamten selbst.— In Carniona wurde der Postdirektor mit seinem ganze» Personal festgenommen; es war dort ein Werth- blies mit 2S 000 Pesetas verschwunden.— Rußland. — Die russische Arbeiterschutzgesetzgebunz scheint doch durch den Streik der Petersburger Arbeiter einen Stoß nach vorwärts bekommen zu haben. Der Moskauer Zeitung„Rußkija Wedomosti" wird darüber aus Petersburg geschrieben?„Den Gerüchten nach, welche in Regierungs- kreisen zirkuliren, beginnt im Finanzministerium bald die Berathung der Frage über die Regulirung der Arbeit in gewerblichen Anstalten. Gegenwärtig wird im Finanz- ministerinm in dieser Angelegenheit Material gesammelt und bearbeitet. Dieser Tage hat es ein sehr interessantes Buch herausgegeben, eine Uebersicht über die ausländische Gesetz- gebnng in der Frage über die Regulirung der Arbeitszeit. In dieser Uebersicht finden wir sehr viele werthwolle und interessante Daten, welche die Lage des westeuropäischen Arbeiters schildern. Um dem Leser das Sichzurechtflnden in diesem Buche zu erleichtern, hat der Verfasser der Uebersicht eine Tabelle beigefügt, auf der man mit einem Blicke den Stand der Frage in allen westeuropäischen Ländern übersehen kann.... Von dem andern Material, in dessen Besitze das Finanzministerium sich befindet. bieten besonderes Interesse die Arbeiten der Sektion für Spinnerei und Weberei der vom Verein zur Förderung der Manusakturindustrie eingesetzten Konnnission für die Frage der Normirung des Arbeitstages. Wie sehr eine gesetzliche Beschrän- kung der Arbeitszeit in Rußland nothwendig, ist aus dem Vor- schlage dieser Komnnssion zu ersehen, die Arbeitszeit der Textil- arbeiter jetzt dnrch die Gesetzgebung ans 13 Stunden im Tage zu verkürzen und dann erst schrittweise zur Beschränkung des Arbeitstages auf 10 Stunden überzugehen. Außerdem sind in dem Ministerinm viele Gutachten von Fabrikanten und von anderen Männern der Praxis gesammelt. Die Frage über die Sonntags- und Feiertagsruhe der Arbeiter ist, wie wir hören, schon endgiltig bearbeitet und wird dem Staatsrathe vor der Be» Handlung der allgemeinen Frage über die Normirung des Arbeits- tages vorgelegt werde»." erreichen würde, wenn ich in der päpstlichen Hauptstadt die Ordnung wieder herstellte. Der Legat Albornoz(hier ist sein Brief) empfiehlt mir, den Senator zu bewachen." „Hört!" unterbrach ihn Pandulfo,„ich höre Schritte unten r „Das Volk wird wohl die Hinrichtung des Räubers mit ansehen wollen," sagte Bruttini.„Fahrt fort, Herr Ritter." „Und was glaubt Ihr," sagte Monreal , indem er die Gesellschaft überblickte,„was glaubt Ihr(ich frage Euch blos um Eure Ansicht, die gründlicher sein wird, als die meinige), was haltet Ihr von der Rückkehr der Colonua und der anderen Barone, als einer geeigneten Vorsichts- Maßregel gegen ein zu willkürliches Benehmen des Senators?" „Ich trinke aus die Gesundheit der Barone! rief Vivaldi , indem er aufstand. Wie aus einen plötzlichen Antrieb erhob sich die ganze Gesellschaft.„Es leben die belagerten Barone!" wurde laut gerufen. (Fortsetzung folgt.) Mkeraviptzes. AuS Leben und Wissenschaft von Dr.«. Dodel, Ge- sammelte Vorträge und Aufsätze. 22 Lieferungen a 20 Pf. Der erste Theil dieses Werkes, welcher 8>/s Lieferungen um- faßt, liegt bereits vollständig vor. Dieser Theil, welcher bisher noch nicht veröffentlicht war(von den Folgenden ist das meiste schon früher erschienen), will unter dem Titel„Leben und Tod" Antwort auf die Frage nach dem Wesen des Lebens»nd des Todes geben. Dodel giebt die bekannte materialistische Antwort: „Leben besteht lediglich in meckanischer Bewegung materieller Theilchen; was wir geistiges Lebe», getragen von einer Seele, nennen, ist nichts anderes, als eine Funktion des Zentral-Nerven- systems." Wir halten eZ für ein durchaus dankenswerthes Unternehmen, diesen Standpunkt in möglichst allgemein verständlicher Weise darzulegen und mit den Forschungsresultaten der Biologie. der Wissenschaft vom Leben, zu begründen. Daß ein solches Buch Vorkenntnisse voraussetzt, kann lein Tadel sei», sondern ist selbstverständlich; so würden wir jedem Arbeiter rathen, ehe er
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