nicht

rach,

ollte aber ibus

vom

rere

Se in

fels

der

nach

tbft

Dies

mehr

und

DON

ers

gen

im

Da

nem

bei

jung

falls

t in

ale

fich

teten

onn

wald teher

e ges

ngen

Mart

die

Dor

einer

d in

ners

olizei

Die

Odes

ein

inlid

pamit

Spart

Comie

raris

eine

der

t ein

blid

icfal

1 die

rline

en in Den

ichler

hren

bis

Steds

unta

feine

fchen

bu

Bohn

fich

Birth

rige

auf

Schon

defem

Man

olver

Dr.

wie

Tiethe

gen;

3 3

faire

erbei

ange

rans

tober

Dung

fam

und

einze

7 der

fauft

sollte.

gab

Stelle

ichen

fitats

f ber

Sver

ange

1 bie

Paufe

nner,

, 25

rich

bie

cauf

bes

rlegt.

Lage

Don

der

er

nad

Gerichts- Zeitung.

Der Spremberger Krawall" vor Gericht. Rottbus, 8. November 1886. Der im vergangenen Frühjahr zu Sprem berg stattgefundene Krawall, der bekanntlich die Verhängung des sogenannten kleinen Belagerungszustandes über Spremberg und Umgegend zur Folge hatte, gelangt heute vor dem Forum der Straffammer des hiesigen Königlichen Landgerichts zur Verhandlung. Der Sachverhalt wird von der Anklage in fol­gender, jedenfalls unendlich übertriebener Weise geschildert: Am 30. April d. J. fand im Schüßenhause zu Spremberg die Gestellung der Militärpflichtigen statt. Es ging dabei, wie immer bei solchen Gelegenheiten, etwas laut her. Da sich nun außer den Gestellungspflichtigen noch eine Anzahl anderer Leute eingefunden hatten, so sah sich der Polizeisergeant Hubrich mehrfach veranlaßt, in energischer Weise Ruhe zu gebieten. Wie einerseits behauptet wird, soll der Beamte fich dabei ver­schiedener Schimpfworte bedient und die Gestellungspflichtigen mit Du" angeredet haben. Einige Beit, nachdem die Mufte­rung beendet war, begegnete Hubrich einem Trupp junger Leute, in militärisch geordnetem Zuge, die sozialdemokratische Lieder sangen. Der 21 jährige Spinner Säbischka ging dem Buge mit einer improvifirten rothen Fahne voran, d. h. er hielt einen Spazierstock in die Höhe, an dem ein Taschentuch mit rothem Untergrunde befestigt war. Hubrich forderte den Säbischka auf, die rothe Fahne zu entfernen und ver­bot außerdem der Menge das Singen der sozialdemokratischen Lieder, mit dem Bemerken: die Leute sollten lieber Soldaten­lieder fingen. Diese Bemerkungen beantwortete die Menge, die inzwischen auf etwa 40 Mann angewachsen war, mit hohn­gelächter und mit den Worten: Sie haben uns einen D. zu befehlen" u. s. w. Säbischka" soll dabei mit einem Stocke herumgefuchtelt und gerufen haben: Haut ihn nieder, den Schuft!" Der rothbärtige Schw " Der rothbärtige Schw.... muß falt gemacht muß falt gemacht werden!"" Der Beamte forderte nun die Menge wiederholt auf, auseinanderzugehen. Dieser Aufforderung wurde jedoch nicht nur keine Folge gegeben, sondern im Gegentheil, Säbischta drängte auf den Beamten ein und als letterer denselben fest­nehmen wollte, stürmte die Menge auf den Beamten ein, warf ihn mit Steinen, schlug ihn mit Stöden, so daß er nicht nur den Arrestanten wieder loslassen mußte, sondern auch zur Erde fiel und sich das Knie verlegte. Nunmehr zog der Beamte seinen Degen und schlug mit demselben auf die Menge ein. Der Standal wurde jedoch nur immer größer und die Situation für den Beamten immer bedrohlicher. Sehr bald tamen zwei andere Polizeisergeanten, der Polizeiwachtmeister Sommer, der Bürgermeister, der Landrath , Magistrats- und Gerichtssekretäre, Kanzlisten, Gendarmen, Bürgersleute u. s. m. herbei, jedoch selbst den vereinten Bemühungen all' derselben gelang es nicht, die aufgeregte Menge zum Auseinandergehen zu bewegen. Die dem Hubrich zu Hilfe geeilten Beamten u. s. w. wurden ebenfalls mit Schimpfworten empfangen und bedroht, Die Menge rief: Wir Arbeiter laffen uns nicht unterdrücken" u. dgl. m. Ein junger Mann, der zu der standalirenden Menge gehörte, rief: Folgt mir! Die Gesellschaft lebt nur vom Schweiße der Arbeiter!" Dabei nahm er seinen Stock über die Schulter und ging in das Gedränge hinein. Erst als ein größerer Theil der Bügerschaft energisch mit eingriff, gelang es, einige der Erzedenten festzunehmen und nach dem Polizei­gewahrsam zu bringen. Dies bewog die Uebrigen schließlich, fich zu zerstreuen. Sehr bald darauf versammelten sich aber wiederum eiwa 50 Gestellungspflichtige in der Nähe des Förster'schen Gasthofes und zogen ebenfalls in geordnetem Buge mit einem Trommler und einer in derselben Weise voran­getragenen rothen Fahne nach dem bei Spremberg gelegenen Vergnügungsorte Teschnig. Unterwegs gesellten sich weitere 50 Mann dem Zuge bei. Unter diesen Leuten befanden sich viele, die sich bereits an dem ersten Erzeß betheiligt hatten.

und gejohlt wurde.

-

sei schließlich bis auf etwa 800 Personen angewachsen, die förm-| wärtigen Angeklagten zur sozialdemokratischen Partei gehören, kann lich Fangeball mit ihm( Subrich) gespielt habe. Es sei ihm ich nicht sagen. Präs. Zu den Führern werden wohl die erst nach verhältnißmäßig langer Beit Hilfe geworden. Angeklagten nicht gehören?- Beuge: Ich glaube, die Ange­Der Polizeisergeant Schilling habe ihm anfänglich nicht flagten wurden mit sozialdemokratischen Schriften versorgt.- Präs.: beistehen wollen, da er, wie er bemerkte, nicht die Jour" habe. Ist es Ihnen bekannt, ob die Nachrichten über die belgischen Unruhen Er habe bei der Gestellung weder Jemanden mit Du ange oder die Versammlungen, die auf Veranlassung der Manufak redet, noch Jemanden mit Schimpfworten belegt, möglich sei, tur- Arbeiterschaft in Gera abgehalten wurden, zu dem Krawall daß er die Menge der Gestellungspflichtigen mit Shr" ange- beigetragen haben?- Beuge: Das weiß ich nicht.- Staats redet habe. Es sei ihm allerdings bekannt, daß er sich bei der anwalt: Ist dem Herrn Zeugen bekannt, daß in der Nähe Arbeiterbevölkerung in Spremberg feinerlei Beliebtheit er- von Spremberg , ganz besonders im Walde von Berm sozial freut habe. demokratische Versammlungen stattgefunden haben.- Zeuge: Jawohl. ( Fortfezung folgt.)

-

-

Es erscheint alsdann als Zeuge der frühere Polizeisergeant jeßige Schuldiener Schilling. Präsident: Weshalb find Sie nicht mehr Polizeisergeant? Beuge: Das weiß ich nicht. Präs. Sie sollen, da Sie sich zum Polizei beamten nicht eigneten, zu ihrer jeßigen, mehr friedlichen Stellung befördert worden sein? Das weiß ichnicht. Präs.: Sie sollen, als Hubrich Sie aufforderte, ihm gegen die Menge Hilfe zu leisten, sich dessen geweigert haben?-Beuge: Das ist nicht wahr, ich habe mich blos geweigert, meinen Säbel zu ziehen.- Präsident: Weshalb wollten Sie den Säbel nicht ziehen? Zeuge: Weil ich der Meinung war, daß das den Skandal nur vergrößern und nichts dadurch erreicht würde. Ich sagte dem Hubrich: er solle doch nicht mit dem Säbel herumhauen, sondern die Leute vernünftig behandeln, dann gehen sie von selbst wieder auseinander. Präsident: Sie waren also der Meinung, Hubrich sollte den Zug ruhig passiren, sozialdemokratische Lieder fingen und eine rothe Fahne vorantragen laffen. Beuge: Gesang habe ich nicht gehört und eine rothe Fahne habe ich nicht gesehen. ich nicht gehört und eine rothe Fahne habe ich nicht gesehen. Ich war jedoch der Meinung, da es gerade Beit war, daß die Arbeiter in die Fabriken und die Kinder, die auch in sehr großer Zahl anwesend waren, in die Schule gingen, sich alles sehr bald verlaufen würde, wenn Hubrich vernünftig mit den Leuten umging. Präs.: Sie wissen doch aber, daß die Menge auf Hubrich einschlug und förmlich Fangball mit ihm gespielt wurde? -Beuge: Das habe ich nicht gesehen. Präs. Sie wissen, Präs. Sie wissen, daß die Leute von der Gestellung kamen, sämmtlich angetrun fen waren und in solcher Lage zur Ausübung eines Putsches leicht geneigt find? Zeuge: Das wäre wohl nicht geschehen. -Präs.: Sie sollen sich nun geweigert haben, die Erzedenten zu notiren? Beuge: Ich hielt das nicht für nöthig, da ich die Leute alle kannte. Ich hielt die ganze Sache nicht für so schlimm; ich war der Meinung, wenn Hubrich den Leuten gut zugeredet hätte, dann wären sie von selbst auseinander ge­gangen. Mehrere andere Zeugen befunden: Hubrich habe mit den Leuten viel Geduld gehabt und erst, als er plötzlich angegriffen wurde, den Säbel gezogen. Kataster- Kontroleur Borchardt bemerkte: Er hätte sich nicht so viel wie Hubrich von der Menge gefallen laffen. Maurermeister Mittag: Er habe den Anfang des Krawalles nicht gesehen, sondern sei erst hinzugekommen, als der Landrath und der Bürgermeister auf dem Plaze waren. Die beiden letzteren haben die Menge wiederholt in Güte aufgefor dert, auseinander zu gehen, die Menge habe sich jedoch erst zerstreut, als eine Anzahl Verhaftungen vorgenommen wurden. Tuchmachermeister Mittel bemerkt auf Befragen des Präsidenten: Es sei richtig, daß in der Spremberger Arbeiter bevölkerung eine große Mißstimmung gegen Hubrich geherscht habe und zwar weil bisher die Polizei in Spremberg nach­fichtig gewesen. Als jedoch Hubrich nach Spremberg kam, habe derselbe stets denunzirt, wenn in irgend einem Lokale et­was Skandal war. Präfident: Sie sind wegen der Vor­gänge die sich am Abend des 1. Mai zugetragen haben, ange­flagt, ich muß Sie jedoch heute schon fragen: Sie sollen einmal an einen Ihrer Freunde geschrieben haben, Sie möchten am liebsten den neuen Bug" erschießen? Beuge: Das habe ich nicht so gemeint. Beuge: Das habe ich nicht so gemeint. Bräs.: Buß ist ein Schimpfname für Polizeibeamte? Beuge: Ja. Präf.: Sie sind nun der Meinung, daß die großen Volksverfamm­lungen, die im Schüßenhause zu Spremberg stattgefunden, in

-

-

-

-

Auch dieser Zug sang sozialdemokratische Lieder. In Teschnit angelangt, wurde gespielt, getanzt und tüchtig getrunken und alsdann wiederum in die Stadt, bis vor die Wohnung des Bürgermeisters gezogen, vor dessen Fenster furchtbar gelärmt ferner die Manufakturarbeiterschaft, die verschiedenen Streifs, Am Montag darauf wurden dem

die Nachrichten über die belgischen Arbeiter- Unruhen jene Erres gung in der Spremberger Arbeiterbevölkerung hervorgerufen haben und daß dies schließlich den Krawall veranlaßt hat? - Präs.: Sie haben dies aber bei dem Herrn Untersuchungsrichter befundet? Beuge: Das ist ein Frrthum, ich habe gesagt: All' die er­

+ Wohl das letzte Nachspiel des vorjährigen Maurer streits war eine Verhandlung, die gestern vor der Berufungs instanz der fünften Straftammer des hiesigen Landgerichts I stattfand. Der Maurer Karl Krüger, ein Mitglied der da­maligen Lohnkommission, war von dem hiesigen Schöffens gericht wegen Vergehens gegen den§ 153 der Reichs- Gewerbe­ordnung zu vierzehn Tagen Gefängniß verurtheilt worden und hiergegen hatte er Beruf ung eingelegt. Termin hatte schon einmal vor der Revisionsinstanz angestanden, war aber vertagt worden, weil der Gerichtshof auf Antrag des Angeklagten be= schloffen hatte, zwei Entlastungszeugen vorzuladen. Hierdurch erklärt fich die Verzögerung des Prozesses. Am 13. August v. J. hatte Krüger in dem Neubau der Gasanstalt in der Danzigerstraße Arbeit genommen, über den die Sperre vers hängt war. Er selber behauptete zwar vor dem Schöffengericht, daß ihm von dieser Thatsache nichts bekannt gewesen sei, das Gericht nahm aber an, daß er, als Mitglied der Lohnkom­mission, gerade zu dem Zwecke dort Arbeit genommen habe, um auf den Bau zu gelangen und die dort froß des Streifs arbeitenden Maurer zu veranlassen, sich dem Ausstande anzus schließen. Er trat des Mittags um zwei Uhr die Arbeit an und arbeitete bis um vier Uhr. Die Vespers pause benutte er dann, um den Kameraden aus­einander zu setzen, daß es ihre Pflicht sei, dem Beispiel der Kollegen zu folgen und durch einmüthiges Zusammenhalten und Niederlegen der Arbeit die Unternehmer zu zwingen, einen Stundenlohn von 50 Pf. zu zahlen. Hierbei soll der Ange­flagte nun, wie das Schöffengericht als erwiesen annahm, zu den beiden Maurern Gast und Nitschke, die nicht geneigt waren, die Arbeit niederzulegen, geäußert haben: Wenn Ihr nicht aufhört, so werde ich Euch die Knochen im Leibe entzwei schlagen, und wenn ich es nicht thue, so werde ich dafür sorgen, daß es andere thun. In diesen Worten wurde eine Bedrohung erkannt, welche, wie erwähnt, mit 14 Tagen Gefängniß be straft wurde. Vor der Berufungsinstanz vermochte der Zeuge Gast, der inzwischen zu den Soldaten eingezogen ist, sich nicht mehr genau auf den Vorfall zu befinnen, schließlich gab er an, daß die Aeußerung auch gelautet haben könne: Wenn so schlagen fie( andere Maurer) uns.. Ob diese Aeuße rung eine Warnung oder eine Drohung enthalten habe, ver­mochte der Beuge nicht zu beurtheilen. Er fügte noch hinzu, der der Angeklagte das Gespräch mit ihm mit den Worten beendet habe, seinetwegen könne ja Jeder machen, was er wolle. Der Zeuge Nitschke vermochte sich auf den Vorfall nicht mehr zu befinnen, er sagt nur aus, daß die Aufforderung des Ange­flagten von Erfolg gewesen sei und daß sämmtliche Maurer des Baues die Arbeit niedergelegt hätten. Er bestreitet entschieden, daß etwa Drohungen des Angeklagten der Anlaß dazu gewesen feien. Die Maurer des Baues hätten die ganze Streifzeit hins durch gearbeitet und sich doch nicht gefürchtet. Veranlaßt sei der Entschluß, die Arbeit niederzulegen, durch das Versprechen des Angeklagten worden, daß die Lohnkommission jedem Streifenden eine Unterstützung von 3,50 M. pro Arbeitstag zahlen werde. Die beiden Entlastungszeugen haben die in kriminirte Aeußerung des Angeklagten nicht gehört. Sie wissen nur, daß er in friedlicher Weise agitirt habe. Der Verthei diger, Rechtsanwalt Flatau, machte geltend, daß der Angeklagte zu den Leitern der Bewegung gehört habe, die sehr genau dar­über orientirt zu sein pflegten, wie weit fie gehen könnten; fie wüßten, daß ihre Sache durch nichts mehr diskreditirt werde, als durch die Ausschreitungen Einzelner. Die gefeßlich gestattete Agitation habe der Angeklagte nicht überschritten. Auch der Belastungszeuge habe zugegeben, daß der Angeklagte nur eine Warnung ausgesprochen haben könne. Er ersuchte um Freis sprechung seines Klienten. Der Staatsanwalt beantragte die Verwerfung der Berufung. Das Urtheil des Gerichtshofes be

-

Bürgermeister sogar die Fenster eingeworfen. Am Abende des 30. April, bei eintretender Dunkelheit sammelten sich von Neuem eine Anzahl dem Arbeiterstande angehörender junger Beuge: Ich bin der entgegengesezten Meinung. Bolizeibeamten und hatten es dabei ganz besonders auf den Bolizeisergeanten Hubrich abgesehen. Letterer ging schließlich wähnten Dinge haben den Strawall nicht veranlaßt und hin- stätigte diesen Antrag. Es sei erwiesen, daß der Ange­

-

-

zugefügt, die Spremberger Arbeiter haben mit dem ganzen Krawall nichts zu schaffen. Die Erzedenten find fast sämmtlich Leute in ganz jugendlichem Alter. Präs.: Sie wollen das vielleicht hier nicht öffentlich fagen. werde Ich mir die Aften bringen lassen und Ihnen Ihre Aussagen vorhalten. Sie haben außerdem von Dynamitbomben werfen und Rathhausersfürmung gesprochen, ich werde Ihnen dies bei anderer Gelegenheit vorhalten.

auf Anrathen einiger Bürger in eine Gastwirthschaft, um sich den Blicken der Menge zu entziehen. Diese belagerte jedoch die betreffende Gastwirthschaft, riß wiederholt das Gaftzimmer auf, um dem Polizeisergeanten Schimpfworte zuzurufen. Erst eine auseinanderzugehen. Am folgenden Abende, den 1. Mai, an einem Sonnabend, wiederholte fich der Erzeß in noch bedeutend ärgerer Weise, so daß gegen die Rädelsführer desselben Anklage wegen Landfriedensbruch erhoben worden ist. Heute haben sich nur 17 Personen vor Eingangs bezeichnetem Gerichtshofe wegen Nach Wiederaufnahme der Verhandlung werden mehrere Aufruhrs und Auflaufs zu verantworten, die sich an dem erst Zeugen vernommen, die alle im Wesentlichen die Bekundungen des Hubrich bestätigen. Subrich sei bemüht gewesen, einige der fungirt haben. Ce rings 1. ber Spinner Guſtav Richter , Erzedenten festzunehmen, die Arrestanten wurden demselben jedoch

Es tritt nunmehr eine zweistündige Pause ein.

Bigarrenmacher Franz Arndt , 22 Jahre, 4. der Spinner befundet: August Baer, 20 Jahre, 5. der Hutarbeiter Otto Frost, 21 Jahre, 6. der Spinner Otto Büttner, 20 Jahre, 7. der Fleischer zeigt, daß Rubendunst, 17 Jahre, 9. der Tuchmachergeselle Otto Sommer, 20 Jahre, 10. der Schneidergeselle Paul Weinhold, 22 Jahre, 11. der Spinner Paul Täuſcher, 16 Jahre, 12. der Schneider­

stets von der Menge wieder entriffen.-Tuchfabrikant Koffack jr. Der Polizeisergeant Schilling habe sich bei ganzen Vorgange in einer Weise unthätig ge zeigt, daß er( Beuge) fich darüber geärgert habe. Rentier Müller: Der Polizeisergeant Schilling verharrte in der artiger Unthätigkeit, daß er( Beuge) dem Schilling sagte, er solle doch seinem Kollegen Hilfe leisten, damit der Standal ein Ende nehme. Schilling antwortete, wenn Hubrich angefangen hat, da fann er auch schon sehen, wie er mit den Leuten fertig

Jahre, 15. der Tuchscheerer Otto Bergmann, 22 Jahre, 16. der ich, wie einer der Erzedenten rief: Den Put umrempeln, Fabritarbeiter Heinrich Platt, 21 Jahre, 17. der Tuchmacher­gefelle Wilh. Gloger, 20 Jahre.

-Der Erzeß am Nachmittage

des 30. April hat der Behörde zur Anflageerhebung feine Ver anlaffung gegeben und wegen des Erzeffes am Abende desselben

Niemand erkannt werden konnte und Verhaftungen nicht vor­

genommen wurden.

damit er keine Luft bekömmt." Ich forderte deshalb wiederholt den Schilling auf, seine Pflicht zu thun, da ich aber wiederum dieselbe Antwort erhielt, so sagte ich mir: wenn in solchen Fällen die Beamten unthätig sind, dann

Tages ist keine Anklage erhoben worden, da in der Dunkelheit ist es Pflicht der Bürgerschaft, einzugreifen. Ich griff denn

Landgericht, Haude.

-

Den Gerichtshof bilden: Landgerichts­

auch nebst einigen anderen Bürgern ein und es gelang uns, wenigstens den Hubrich aus seiner gefährlichen Lage zu be

direktor Ritgen( Präsident), Landgerichtsrath Gründler und die freien. Magistratsbote Noack: Die Menge habe vielfach geschrien: Landräthe Klebolte, Dr. Gillischewski und Dr. Voß( Beisitzende). Die Anflagebehörde vertritt der erste Staatsanwalt am hiesigen

Haut ihn, der rothbärtige Schw. muß sterben. Landrath Hoffmann: Als ich zu dem Erzeß hinzufam, da steckte Hubrich feinen Degen ein. Ich weiß nicht mehr, ob ich den Hubrich dazu aufgefordert habe, jedenfalls wurde er zu dieser Beit nicht mehr gedrängt. Kurze Zeit darauf mußte Subrich wieder seinen

im Schwurgerichtssaale statt. Im Zuschauerraum sind bisher Die Verhandlungen finden der vielen Angeklagten wegen nur wenige Personen anwesend. Bei Aufruf der Angeklagten Degen ziehen, da die Menge auf ihn eindrang; eine Anzahl

ergiebt fich, daß der Angeklagte Sommer nicht erschienen ist. Derselbe ist augenblicklich Soldat und unabkömmlich. Der Ge richtshof beschließt: die Verhandlung gegen Sommer auszu fegen. Das jugendliche Aussehen der Angeklagten verleiht der Verhandlung ein eigenthümliches Gepräge. Wie mir soeben berichtet wird, wird gegenwärtig das Gerichtsgebäude von einer dichten Menschenmenge, zumeist aus jugendlichen Arbeitern be=

.M.

Line

were

auf

bes

fen

ittag

Share

einer

ttelit

einer

ber

aufe

Iben

ber

Leute, die zu den Erzedenten gehörten, bemerkten mir wieder der holt, daß Hubrich an ganzen Sache schuld sei. Präfident: Herr Landrath , es ist ja bekannt, daß in Spremberg die sozialdemokratische Partei ziemlich stark ist, die Wahlen haben dies bewiesen. Können Sie sagen, ob der in Rede stehende Krawall eine Art sozialdemokratische Demon stration gewesen ist? Beuge: Das bezweifle ich, denn ich Präfident: Ist Ihnen bekannt, ob furz vor dem Erzesse sozialdemokratische Agitatio­Beuge: nen in Spremberg stattgefunden haben?

-

Stehend, umlagert. Die Menge verlangt stürmischer Weise Ein- muß bemerken, daß die meisten der Erzedenten start laß zu den Verhandlungen. Da jedoch die Leute sämmtlich angetrunken waren. teine Einlaßtarten haben, so werden fie von der zahlreich auf gebotenen Gendarmerie zurückgewiesen. Die Angeklagten er

ffären fich sämmtlich für nichtschuldig.

W

-

zum Bolizeiwachtmeister Dembiratiche Abgeordnete aus Berlin ( prachen, stattgefunden.

mitgetheilten Weise. Noch ehe er den Zug gesehen, habe er die Arbeiter Marseillaise fingen gehört. Da froßdem feiner Auf­forderung, mit dem Gesange des sozialdemokratischen Liedes

Außerdem wurden in Spremberg vielfach sozialdemokratische Echriften, besonders der Züricher Sozialdemokrat" ver breitet. In einer des Nummer Sozialdemokrat" wurde Don den Vertrauensmännern fogar einmal por einem

aufzuhören und die rothe Fahne einzuziehen, nicht Folge ge- Sprembergs"

geben, sondern er mit Stöden geschlagen, mit einem Messer warnt; daraus ging hervor, daß in Spremberg eine wohl

ge

flagte als Mitglied der Lohnkommission in der Ab­Absicht, die Niederlegung der Arbeit zu bewirken, den Bau betreten habe. Durch die Beweisaufnahme habe sich ergeben, daß er zunächst allerdings versucht habe in gütlicher Weise seine Absicht durchzuseßen. Als er aber gesehen, daß er in Güte bei zwei Arbeitern nichts erreiche, habe er jene Drohung ausgesprochen. Es sei gleichgiltig, ob er sie in die Form einer Warnung gekleidet habe, oder nicht; selbst wenn er nur gesagt habe, daß andere Maurer die nicht streikenden Kollegen prügeln würden, so habe er damit die Absicht, Furcht zu erwecken, an den Tag gelegt. Die Berufung sei deshalb zu verwerfen und es bei der vom Vorderrichter festgesetten Strafe zu belaffen.

Zur Vermeidung empfindlichen Schadens ist den Ges schäftstreibenden anzurathen, ihre Wiegeschaalen aus dem Ge schäftslokal zu entfernen, sobald fich z. B. an der Zunge des Waagebaltens ein fleiner Fehler zeigt. Die Nichtbeachtung dieses Umstandes hat den Schlächtermeister Riehn um ein paar werthvolle meffingne Wiegeschaalen gebracht. Bei der am 4. Auguſt cr. in seinem Laden stattgehabten Gewichtsrevision fand der Aichungsbeamte die Zunge des Waagebalkens etwas abgesplittert und nahm deshalb diesen mit beiden Wiegeschaalen in Beschlag. Dieselben haben einen Werth von ca. 50 Mart. Die 96. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts, vor welcher Riehn sich wegen Uebertretung der Maaß- und Gewichtsord­nung zu verantworten hatte, verurtheilte ihn nicht nur deswegen zu 6 Mart, sondern sie mußte auch noch auf Einziehung des Waageballens und der Wiegeschaalen erkennen, weil zur ganzen nicht vorschriftsmäßig befundenen Waage auch die Schaalen gehören.

T

Vereine und Versammlungen.

Der Fachverein der Böttcher hielt am 2. d. M. eine Mitgliederversammlung ab, in welcher ein aus 5 Mitgliedern bestehendes Komitee gewählt wurde, dessen Aufgabe ist, die vor= bereitenden Schritte zur Abhaltung eines Wintervergnügens zu thun. Von der Veranstaltung einer Matinee am ersten Weih nachtsfeiertage nahm die Berſammlung an Bor Abstand. Der sende berichtete noch einiges über die Arbeitseinstellungen auss wärtiger Berufsgenossen; in Stettin sei es den dortigen Kol gegen nicht möglich, bei dem jezigen Verdienst weiter zu ara beiten. Es würde dort heute noch derselbe Preis für die Ar­beiten gezahlt, als vor 15 Jahren, während die Preise der Lebensmittel c. bedeutend in die Höhe gegangen seien. Nach­dem noch einige interne Angelegenheiten erledigt waren, wurde bekannt gemacht, daß in der nächsten Versammlung, am Dienstag, den 9. d. M., Herr Dr. Rosenheim einen Vortrag über Gesundheitspflege" halten wird, und die Mitglieder zu zahlreichem Besuch dieser Versammlung eingeladen. Einer Versammlung der Maurer Berlins und Um­gegend, die von Herrn Raschke zu heute, Dienstag Abend nach ber, Tonhalle" einberufen war, ist die polizeiliche Genehmigung versagt worden.

Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler 1c. Ortsverwaltung Berlin G.( Franff. Thorbezirt). Dienstag, den 9. November, Abends 8 Uhr, Koppenstraße 35, bei L. Keller, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Verwaltungsbericht

Schließlich von seinem Degen Rebrauch gemacht. Die Menge aber mit dem Krawall in Verbindung steht und ob die gegen Mitgliedsbuch legitimirt. Am Sonnabend, den 20. November,