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erkrankten Herrn Haupt und des in der Versammlung nicht an­wesenden Herrn Zimmermann wurden die Herren Milling und Arndt als Schriftführer gewählt. Nachdem noch Herr Schmit auf seine Nichtbestätigung als Vorstandsmitglied seitens der Aufsichtsbehörde, sowie auf verschiedene andere Kaffenangelegen­heiten hingewiesen, wurde die Versammlung geschlossen.

Zentral Kranken- und Sterbe- Kaffe der Drechsler und anderer gewerblichen Arbeiter Deutschlands  ( E.. 48) Hamburg  . Verwaltungsstelle Berlin   A. Den Mitgliedern zur gefälligen Kenntnißnahme, daß am Sonnabend, den 7. Januar cr. in Schröders Salon( früher Wohlhaupt) Manteuffelstr. 9, das 4. Stiftungsfest durch einen großen Wiener- Maskenball gefeiert wird, und werden die Mitglieder zu diesem Feste ganz besonders von dem unten angeführten Vergnügungskomitee freundlichst eingeladen und ersucht, recht zahlreich sich an dem Feste zu betheiligen. Billets à 50 Pf. find zu haben bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern sowie bei folgenden Herren vom Vergnügungskomitee: Adolf Gerlach, Kleine Andreasstraße 4, Hof Ill Trp., Paul Bartsch, Markusstraße 29, of Trp. und Otto Schaffer, Straußbergerstraße 23 vorn Il Trp.

Der Verein der Parquetbodeuleger Berlins   hält Montag, den 9. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Herms, Mauerstr. 86, eine Generalversammlung ab. Tages ordnung: 1. Neuwahl des Kassirers. 2. Verschiedenes. 3. Frage­

Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metall­arbeiter( E.. 29, Hamburg  ), Filiale Berlin   4". Sonn abend, den 7. Januar, Abends Uhr, Versammlung Andreas­straße 26, bei Matthies. Tagesordnung: Kassenbericht. Bericht über das verflossene Jahr. Verschiedenes.

Oeffentliche Versammlung der Stockarbeiter Ber­ lins   heute, Freitag, Abends 8, Uhr, in Deigmüller's Saal, Alte Jakobstraße 48 a.

Verein der Bananschläger Berlins   und Umgegend. Versammlung am Sonntag, den 8. Januar, Vormittags 10 Uhr, Dranienstraße 51 bei Preuß. Quittungsbuch legitimirt.

Vereinigung der deutschen   Schmiede. Heute, Frei tag, 8 Uhr, Versammlung fämmtlicher Schmiede im König stadt- Kasino", Holzmarktstraße 72. Tagesordnung: 1. Wahl einer Lohnkommission. 2. Gewerkschaftliches. 3. Fragelasten. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.

aus, indem er bis zur vorigen Reichstagswahl zurückgreift und die Betheiligung einzelner Angeklagten an der Agitation zu Gunsten des Kandidaten der Sozialdemakratie, Janiszewski, er­wähnt. Bei dieser Gelegenheit behauptet der Zeuge, daß sämmtliche Posener Bigarrenarbeiter Sozialdemokraten seien. Diese Behauptung sollte anscheinend nicht unwidersprochen bleiben. Einer der Angeklagten lachte nämlich laut auf, doch ließ sich nicht feststellen, welcher es gewesen. Den ferneren Aus sagen des Herrn Glasemann zufolge hätten die Angeklagten Grochowski und Kostozewa ihm gegenüber Geständnisse gemacht. Die Betreffenden stellen dies in Abrede und wollen vom Zeugen mißverstanden worden sein. Bei dem Angeklagten Pricelius wurden gelegentlich einer Haussuchung sozialistische Brochüren vorgefunden. Pricelius erklärte, dieselben seien von Leuten zurückgelassen worden, die bei seiner Mutter in Schlafstelle ge­wesen. Besonders interessant sind die Eröffnungen des Beugen Glasemann, soweit dieselben auf Kurowski und Slawinski, Bezug haben. Kurowski wurde am 5. März v. J. verhaftet, bei seiner ersten Vernehmung sagte er aus, daß er auf einer Reise, die er nach Rußland   unternommen, in Stierniewice von dem Gendarmeriechef verhaftet worden und alsdann in der War­schauer Zitadelle internirt worden sei, woselbst er mit Nihilisten zufammengeseffen habe, die damals zum Tode verurtheilt waren und später hingerichtet worden seien. Nach einiger Zeit habe man ihn über die Grenze gebracht. tasten. Slawinski ist am Abend des 7. März v. J. verhaftet worden und zwar just in dem Augenblicke, als er bei dem Zigarrenhändler Brojerski erſchien, um die für Kurowski eingetroffenen Briefe zu holen. Bei der Leibesvifitation fiel der Polizei ein in böhmischer Sprache auf den Namen Jettner ausgestellter Heimathschein und außerdem ein Brief in russischer Sprache, ein chiffritter Brief, ein Brief in polnischer Sprache, zwei chiffrirte Bettel und zwei Flaschen mit Chemikalien in die Hände. Slawinski habe nach seiner Ver­haftung angegeben, daß er Rußland   verlassen hätte, weil er politisch kompromittirt gewesen sei. Bunächst sei er nach Genf  gegangen, woselbst er in der Druckerei des Przedzwit" Be schäftigung gefunden habe und von Genf   sei er später nach Bosen gekommen. Polizeiinspektor Büttner, welcher als Sach­verständiger der polnischen Sprache vernommen wird, be­fundet, daß die Briefe, welche bei einzelnen der Angeklagten vorge­funden wurden, theils von dem polnischen Sozialisten Mendelsohn, der im Jahre 1882 als Hauptangeflagter in einem Sozialisten­prozeß hierselbst vor Gericht stand, theils von seiner damaligen Mitangeklagten, der Gutsbefizeris von Jankowska, herrührten. Aus jenem Prozesse seien Schriftstücke vorhanden, welche diese beiden Personen geschrieben, und die Handschrift derselben sei offenbar identisch mit derjenigen der beschlagnahmten Briefe. Unter letteren waren mehrere mit chemischer Dinte geschrieben. Rechtsanwalt Dr. Meschelsohn weist darauf hin, daß das Gut­achten des Sachverständigen durchaus unhaltbar sei. Weitere Anträge behält sich die Vertheidigung vor. Beuge Büttner sagt ferner aus, er habe zur Beit der letzten Reichstagswahl einer Versammlung im Sundmann'schen Lokale beigewohnt, in welcher u. a. der Angeklagte Grochowski sich in sozialistischem Sinne gegen die Kandidatur des Reichstagsabgeordneten Gie­gelsti geäußert habe. Kriminalfommiffarius Kaschlaw befun­det: Am 5. September 1881 wurde bei dem Angeklagten Ja niszewski eine Haussuchung abgehalten. Es wurden zwei leere Koffer mit der Bezettelung Aachen   nach Köln  , und Genf   nach Paris  , sowie außerdem einzelne Exemplare der Freiheit", des Sozialdemokrat", des Vorwärts", sowie eine größere Anzahl Brochüren vorgefunden.- Der Polizeikommiffar Käthner giebt an, daß im Jahre 1882 eine große Anzahl eine große Anzahl von Exemplaren des Przedzwit" auf der Walliſchei ge­funden worden seien. Der Polizeikommissarius Thiele, der die Ver­haftung des Slawinski vornahm, meint, die von ihm aufgelöste Versammlung bei Sundmann fei von einem gewissen Kasprzak angemeldet worden. R.-A. Dr. Meschelsohn stellt jedoch fest, Derselbe ist am Daß Kasprzak bainals schon in Haft saß. 5. April v. J. ausgebrochen und nicht wieder ergriffen worden. Die nunmehr folgenden Beugen, theils Beamte der Polizei, theils Gefängnißbeamte, wissen nichts besonders Wichtiges aus­zusagen. Die Gefängnißbeamten äußern sich über die von den Angeklagten in der Untersuchungshaft erlittenen Diziplinar strafen, sowie über die Versuche, welche die Angeklagten machten, mit einander im Gefängniß in Korrespondenz treten. Geradezu sensationell flingt die Mit theilung des Herrn Staatsanwalts, daß dem Gefangenauffeber Brichewicz eines Tages auf der Straße von einem Herrn", der fich als häuptling" der Sozialdemokraten und Delegirter der Pariser   Bentralleitung vorgestellt habe, 1000 Mark geboten wor den seien, wenn er zur Befreiung des Slawinski seine Hand bieten würde. Der Zeuge Brichewicz versichert jedoch dem gegen über, von der Vertheidigung gedrängt, der Betreffende habe Rechtsanwalt einer Bentralleitung gesprochen. nicht von

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Dr. Meschelsohn hält das Ganze für einen faulen Wig oder für Die That eines Geisteskranken, während der Erste Staatsanwalt dem Vorfall eine ernste Bedeutung beimißt. Einige weitere Beugenaussagen find ohne jegliche Bedeutung.

Aus den Verhandlungen des Posener Sozialisten­prozesses werden uns einige bemerkenswerthe Vorgänge be­richtet. Der Polizeikommiffar Büttner, welcher vor 6 Jahren die Ermittelungen in dem bekannten Prozesse gegen den Stu­Denten Mendelsohn und Frau v. Jankowska geleitet hat, hält fämmtliche aus Paris   eingegangenen Briefe, die zum Theil mit chemischer Tinte geschrieben sind und die verschiedensten Unter­Schriften tragen, von der Hand des Mendelsohn und der Frau v. J. herrührend. Von den Aussagen der über Fluchtversuche der Angeklagten, deren Verbindung unter einander und mit Außenstehenden vernommenen Gefängnißbeamten erregte die des Aufsehers Wisniecki Aufsehen. Im Juli vor. Js. hätten ihm drei fremde Männer 500 bis 1000 M. für die Befreiung des in Ketten geschloffenen russischen Studenten Slavinski geboten. Hiervon habe er der Polizei Mittheilung gemacht, und sei zur festgesezten Stunde der Wilhelmsplatz zu Posen, wo der Zeuge mit den drei Verführern zusammentreffen sollte, sorgfältig überwacht worden, es erschien aber Niemand. Seine frühere frühere Angabe daß die drei Männer ihm mitgetheilt hätten die Bentral Leitung in Paris   habe für die Befreiung des Slavinski 5000 M. aus­gefeßt, nimmt der Beuge zurück, dabei behauptet er, daß der eine der drei Männer fich ihm gegenüber als den Häuptling der Sozialisten" bezeichnet und gefagt habe, daß er für die Be­freiung des Slavinsti 5000 M. erhalten, wovon er 4000 M. für sich behalte und dem Zeugen 1000 M. geben werde. Auf die Bemerkung der Vertheidiger, daß offenbar jemand mit dem Beugen einen Ulf gemacht habe, entſpinnt sich eine lebhafte Auseinanderseßung zwischen dem Staatsanwalt und den Ver­theidigern. Aus der Vernehmung einiger Zeugen über eine größere Wählerversammlung ergiebt sich, daß die nationalen Gegensäge zwischen deutschen   und polnischen Arbeitern eine folenne Prügelei herbeigeführt haben.

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Vereine und Versammlungen.

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Gesang-, Turn- und gesellige Vereine am Freitag. Kaiser  'scher Männergesangverein Abends 9 Uhr im Reſtaurant Vettin, Veteranenstr. 19. Gesangverein Pausebeutel" Abends 8 Uhr im Restaurant Hensel, Alexandrinenstr. 15. Lieder­tafel der Maler Berlins  " Abends 8; Uhr Kaiser- Franz- Grenadier­Play 7, Restaurant Berg.- Gefangverein ,, Alpenglühen" Abends 9 Uhr im Restaurant Hildebrandt, Prinzenstr. 97. Gesang verein Flöter'sches Doppel- Quartett Abends 9Uhr im Restaurant Musehold, Landsbergerstr. 31.- Gesangverein Bruderbund" Abends 9 Uhr im Restaurant Päßold, Reichenbergerstr. 16.­Gesangverein Norddeutsche Schleife" Abends 9 Uhr Köpenicker­straße 127a im Restaurant Goelling.- Berliner Turngenossenschaft ( V. Männerabtheilung) Abends 8. Uhr in der städt. Turnhalle, Wafferthorstr. 31. Turnverein ,, Hafenhaide"( Männerabtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstr. 60 61.- Turnverein Froh und Frei"( Männerabtheilung) Abends 8 Uhr Bergstr. 57. Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8 Uhr im Restaurant Biethen, Dorotheenstr. 31, Unterricht und Uebungsstunde. Allgemeiner Arends'scher Stenographen verein Abtheilung Vorwärts", Abends 84 Uhr im Restaurant Koll, Mariannenplag 11.- Arends'scher Stenographenverein Apollobund" Abends 9 Uhr im Restaurant, Seydelstr. 30. Verein ehemaliger Dr. Doebbelin'scher Schüler" Abends 9 Uhr im Restaurant Krebs, Friedrichstr. 208.- Voigt'scher Dilet tanten- Orchesterverein. Abends 8; Uhr Uebungsstunde im Re­staurant Lehmann, Alexandrinenſtr. 32. Bitherverein ,, Alpen­Bitherverein Alpen­veilchen" Abends 8 Uhr im Restaurant Wahlstatt  ", Belle­alliancestraße 89. Rauchflub Westend" Abends 9 Uhr im Hohenzollerngarten, Stegligerstr. 27. Rauchklub ,, Weichselblatt" Abends 8 Uhr im Restaurant Wasserthorstr. 10.11.

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Kleine Mittheilungen.

Reichenbach i. V., 3. Januar  .( Entseßlicher Tod eines obdachlosen Arbeiters.) Eine schreckliche Entdeckung ist gestern Nachmittag in dem Ringofen der Kramer'schen Biegelei gemacht worden. Seit Jahren schon ist besagte Ziegelei nicht mehr im Betriebe und die Ziegelhütten wie der Ringofen haben obdach­Losen Personen schon öfter Unterschlupf geboten. Als nun gestern ein Mann sich dem Ringofen näherte und durch die Deffnung in das Innere einzudringen suchte, stieß er im Dunkel an einen weichen Gegenstand und als er sich die Sache näher er besah, hatte den Leichnam eines Men schen vor fich liegen, Ratten dessen Geficht von oder sonstigem Gethier vollständig abgefreffen war. Einige Zeit später erfolgte die polizeiliche Aufhebung des Todten und bei einbrechender Dunkelheit die Ueberführung nach der Leichenhalle des neuen Friedhofes. Wie nachher aus der Kleidung und auf Grund sonstiger Merkmale festgestellt werden konnte, war der Todte der in den 40er Jahren stehende, aus der Gegend von Plauen  gebürtige Zimmermann Deg, der ehedem hier in Arbeit gestan­den, in letzter Zeit aber arbeits- und obdachlos war. Er wurde noch kurz vor den Weihnachtstagen hier gesehen und ist vers muthlich auf seinem Unterkunftsort, den er in dem mehrer wähnten Ringofen gefunden, einem Schlaganfall oder der Kälte erlegen. Görlik, 2. Januar  .( Moderner Sllavenhandel.) Am vergangenen Sonnabend trafen, wie der N. G. A." berichtet, auf dem hiesigen Bahnhofe gegen 100 Personen polnischer Dienstboten unter Begleitung von 4 Agenten von Breslau   hier ein und segten ihre Reise mit dem um 7 Uhr 56 Minuten ab­gehenden Personenzuge nach Dresden   fort. Sämmtliches Pers fonal war für verschiedene Ortschaften im Königreich Sachsen bestimmt. Wie bei derartigen Transporten von Dienstpersonal die transportirenden Agenten verfahren, konnte man bei dieser Gelegenheit recht gut sehen. Die Transporteure hatten dem Personal wahrscheinlich viel Gutes vorgeredet, aber wie es ge­wöhnlich kommt, ihr Versprechen nicht eingelöst, denn kurz vor Abfahrt des sächsischen Zuges verlangten gegen 20 Personen das ihnen versprochene Reisegeld und weigerten fich ohne dasselbe die Fahrt weiter fortzusetzen. Jedoch alles Reden half nichts, die armen Dienstboten wurden ohne Geld von ihren Agenten in die Waggons förmlich hineingeschoben und mußten die an gefangene Reise vollenden. Es wäre wohl an der Zeit, daß einem derartigen Sklavenhandel ein energisches Halt geboten würde.

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Stuttgart  , 2. Januar  .( Bugentgleisung.) Der um 1 Uhr 40 Minuten von hier abgehende Paris  - Wiener Kurierzug Nr. 15, aus 11 Wagen bestehend, hatte heute Nachmittag 2 Ühr das Unglück, bei seiner Einfahrt auf der Station Eglingen infolge Bruches einer Weichenzunge beim Uebergang in ein anderes Geleise zu entgleisen. Die Maschine und die beiden nächstfol­genden Gepäckwagen gelangten noch in das richtige Geleise hinüber, die nächstfolgenden Wagen jedoch wurden aus den Schienen geworfen und 2 Personenwagen umgestürzt. Hierbei erlitt der Zugmeister Laub einen Schädelbruch, welcher nach furzer Befinnungslosigkeit seinen Tod herbeiführte. Der Veruns glückte hinterläßt eine Frau mit 4 halberwachsenen Kindern. Außer ihm erlitt nur noch ein Passagier unbedeutende Quetsch­wunden an Kopf und Arm. Die Baffagiere wurden mittelst eines sofort gebildeten Ersatzzuges, die Poſt mit dem nächsten Postzuge unversehrt weiterbefördert. Als ein großes Glück ist es anzusehen, daß der Kurierzug bei seiner Ein­fahrt in den Bahnhof langsamer fuhr und der Lokomotiv­führer, die Gefahr erkennend, noch rechtzeitig Gegendampf geben fonnte.

Die Ortskrankenkaffe der Tischler und Piano­fortearbeiter Berlins   hielt am 27. Dezember unter Vorsit des Herrn Schmit im Saale des Berliner   Handwerkervereins, Sophienstr. 15, eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung ab, behufs Vorwahl von 34 Delegirten zur Generalversamm lung. Der Vorfißende legte den Mitgliedern den Zweck der Versammlung dar und tadelte, wie nach ihm verschiedene andere Redner, die Vorkommnisse in vielen Werkstellen und die bei der legten Delegirtenwahl vor zwei Jahren vorgekommenen Machinationen. Darauf fanden Vorschläge zur Vorwahl von Delegirten statt. Von den Vorgeschlagenen wurden 23 ein stimmig und 11 mit großer Majorität zu Kandidaten für die dennächst stattfindende Hauptwahl nominirt. An Stelle des Verantwortlich: R. Cronheim  ; für Vereine und Versammlungen: E. Tukauer, beide in Berlin  . Drud und Verlag

Birkenan, 2. Januar  .( Eine Mahnung zur Vorfi Am Sylvesterabend hatte eine hiefige Frau das Malheur, Nähnadel, welche ihr drei- bis vierjähriges Kind unversehen die Suppe geworfen hatte, zu verschlucken. Die Nadel ge bis in die Nähe des Kehlkopfes. Weder der herbeigen Arzt, noch einer derselben in Heidelberg   konnte dieselbe c fernen. Die unglückliche Frau wird sich nun einer Operat unterziehen müffen.

Paris  , 2. Januar  .( Die Dummen werden nicht d In der Auvergne wiederholt fich gegenwärtig das Wund welches vor noch nicht gar langer Zeit eine Menge von gläubigen und Neugierigen nach Belgien   zu der stigmatifi Louise Lateau   lockte. Die Begnadigte  " ist eine Nonne Klosters de la Miséricorde in dem Dorfe Chas und h Schwester Huppete". Sie vereinigt alle Wundmale, die Na spuren an den Händen und Füßen mit den blutigen Pun um die Stirn und vergießt daraus an den Festen Blut Waffer. Während der Weihnachtsfeste gab Schwester pette ganz erstaunliche Vorstellungen in der Klostertin Ihre Ertase war so graufig anzuschauen, daß die anwesen Rinder ob dem stieren Blid, den sie nach der Decke richtete, starr vorgestreckten Armen und dem automatischen Ein schreiten auf den Zehenspizen in Angst und Schrecken gerieth Auch auf das Weissagen" verlegt sich die Nonne und Auvergne soll der Bewunderung ihrer mannigfachen Gab voll sein. Die Auvergner gelten für praktische Leute, und w die Stigmatifirte ihrer Gegend einen zahlreichen Fremdenzusp einträgt, so werden sie in ihr die Gründerin eines neuen dustriezweiges gläubig verehren.

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London  , 2. Januar  .( Schiffsunfälle.) Nach einer au ordentlichen stürmischen Fahrt traf der Dampfer Lord Gou von Philadelphia  , über defen Schicksal schon große Besor herrschte, am Freitag in Queenstown   ein. Das C neigte start nach der Backbordseite, und alle Kohlen des Vor raumes waren ihm ausgegangen. Die heftigsten Sti während der 15 Tage dauernden Fahrt hatte der Dampfer Tage vor Weihnachten zu bestehen, während welcher Beit sehr wenig vorwärts fam. Auch am Weihnachtstage legte Lord Gough" nur 74 Seemeilen zurück. Die 82 Passag wurden eine ganze Woche lang in den Kajüten eingeschlossen gewaltige Wellen über das Schiff hereinbrachen. Das W lief in Strömen ins Zwischended. Der Delvorrath wurde schöpft, und die statt deffen gebrauchten Lichter gingen ha infolge des starken Rollens des Schiffes aus, was die in Dunkelheit gelassenen Passagiere nicht wenig erschreckte. Donnerstag und Freitag beruhigte sich das Wetter und Schiff tam ziemlich schnell vorwärts.-Aus Westind wird ein Sturm gemeldet, der alles bisher Erlebte an heftig überbot. Ein britischer Schoner fenterte, wobei 13 Mensch leben verloren gingen.

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New- York  , 31. Dezember.( Eisenbahnunfälle.) Auf New- York  , Pennsylvania  - und Ohio  - Eisenbahn stieß heute w weit Meadville ein Personenzug mit einem Frachtzuge, sammen. Fünf Personen wurden gelödtet und eine ganze zahl verwundet. Neun Personen sind seitdem den erhalten Verlegungen erlegen. Auf der Cincinnati  - und Souther Eisenbahn erfolgte ein Busammenstoß zwischen zwei Eilzüge Vier Personen wurden getödtet und viele verwundet.

Telegraphische Depeschen.

( Wolff's Telegraphen- Bureau.)

Paris  , Donnerstag, 5. Januar. Admiral Kranz ist Marineminister, Admiral Gervais zum Chef des Generalfi der Marine und der Deputirte Felix Faure   zum Unterstaat sekretär für die Kolonien ernannt worden.

Paris  , Donnerstag, 5. Januar. Heute haben die Wahl behufs Erneuerung des einen Drittels des Senats stattgefund Von 82 Wahlen find 47 Resultate bekannt; davon sind 32 publikaner und 8 Konservative, während 7 Stichwahlen erfo derlich find. Die Mehrzabl der ausscheidenden Senatoren wiedergewählt. Die Konservativen gewannen einen Sis Mayenne.

( Nach Schluß der Redaktion eingetroffen.) Paris  , Donnerstag, 5. Januar, Abends. Das Ergebn der Wahlen zu Erneuerung des ausscheidenden Drittels Senats ist nunmehr, bis auf dasjenige für Martinique  , vo ständig bekannt. Es find gewählt 42 Republikaner und 19 Ko fervative, in 21 Wahlkreisen find Stichwahlen erforderlich. D Konservativen haben 4 Size gewonnen.

Briefkasten der Redaktion.

Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt.

L. Müller, Weddingstr. Ihr Eingesandtes iſt, Sie wünschten, verwendet worden. Besten Dank.

Zwei Streitende. Schlafburschen müssen, wenn nich anderes ausgemacht ist, spätestens am 15. fündigen und könne dann zum 1. des nächsten Monats ausziehen; wollen fie früh ausziehen, so haben sie die Miethe bis zum nächsten Erſten zahlen.

Markthallen- Bericht von J. Sandmann, städtisch Verkaufsvermittler. Berlin  , den 4. Januar 1888.

Temperatur in der Halle 4 Grad Reaumur. Wetter: Thauwetter.

Butter.( Reine Naturbutter.) 1. Feinste haltbare Süt rahm- Tafelbutter( bekannte Marten) 110-115 M., 2. rei schmeckende Tafelbutter 105-110 M., 3. Tischbutter 95 b 105 M., 4. fehlerhafte Tischbutter 80-95 M., 5. Koch- un Badbutter 70-90 M. pr. 3tr. Auktion täglich um 11 Vormittags.

Honig, deutscher, 40-60, IIa. 30-40 M. pr. 3tr. Pflaumenmuß 15-17 M. pr. Str.

Fier 2,50-3,10-3,25 netto ohne Abzug p. Sehd., Kall  eier 2,95 M. p. Schc.

Käse. Importirter Emmenthaler-87, Inländische Schweizer 35-50-65, Quadrat- Bachstein 12-16-26, Lim burger 20-30-35, Rheinischer Holländer Räse 58-60-68 pr. 8tr., Edamer 58-68, Harzer-3,00 m. pr. Kifte Dtsche. Camembert M. pr. D. Neufchatel M. pe Stud.

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Fleisch. Rindfleisch 35-42-54, Ralbfleisch im Fell 32 bi 50-60, Hammel 35-45-50, Schweinefleisch 40-45 Pf. p Pfund, Schinken geräuchert mit Knochen 60-80 Bf., Spect ge 55-60 Pf. pr. Pfund.

Geflügel, fett, geschlachtet. Fette Gänse 40-45-55 f Fette Enten 40-60 Pf. pr. Pfd., Buten 50-75 f. p Pfd., Tauben 38-50 Bf., Hühner 0,60-1,00-1,50 pr. Std Geflügel, lebend. Gänse la 4,00-5,50, lla 2,00-3,50 B Enten 0,85-1,50-2,25 M., junge Hühner 0,60-0,90, alte Hühner 1,00-1,50, Tauben 30-45 Pf. pr. Stüd. Buten 2,50-3,50 Auktion täglich um 9 Uhr Vormittags und

6 Uhr Nachmittags.

Obst und Gemüse. Weißfleischige Speisekartoffeln 4,00 bis 5,00, Bwiebeln 9,00-16,00 m. pro 100 Rilo, Blumenkohl 25

27 M. pro 100 Kopf, Birnen 6-10-13-18, Aepfel 6 bis 10 bis 15-20, Wallnüsse Ia. 10-20 m. pro 3tr. brutto. Apfelfinen Jaffa 12-12,5, Valenzia 420er 15-24 M. pro Kiste. Citronen 10-15 M. per Riste.

Feldfrüchte in Wagenladungen, Kartoffeln, weißfleischige Speisekartoffeln 40-50. per 1000 Kilo, bafer 105-130

Erbsen 120-200 M., Futtererbsen 115-120 M., Gerite 105 bis 180 M., Richtstroh 30-32,50 M., Heu 40-66 M. pet

1000 Kilo.

von Max Bading in Berlin   SW., Beuthstraße 2.

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