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Nr. 10.

Donnerstag, den 12. Januar 1888.

5. Jahrg.

Berliner Volksblatt.

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für die Interessen der Arbeiter.

Das Berliner Volksblatt"

erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement 4 Mart. Einzelne Nummer 5 Pf. Sonntags- Nummer mit dem Sonntags- Blatt" 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1888 unter Nr. 849.)

Redaktion: Beuthstraße 2.-

Expatriirung oder Internirung?

Eine edle Wahlverwandtschaft zwischen Offiziösen und ajekt G Nationalliberalen macht sich in der Presse bemerkbar. Die Nationalliberalen suchen nach Gründen, die eine Abstim­wieda mung für die Verschärfung des Sozialistengesetzes recht fertigen fönnten, und sie entdecken täglich mehr davon. tember Jedesmal, wenn sie einen neuen Grund" entdecken, wird ibre patriotische Selbstverleugnung" von den Offiziösen gelobt.

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Wenn in irgend einer Sache die" Gründe" so billig find, wie die Brombeeren, so in dieser. Ein süddeutscher nationalliberaler Volksvertreter hat in einer Rede zu seinen Wählern gesagt, er stimme für die Verschärfung des Sozialisten gefeßes, weil das Staats wohl es verlange. Das Staatswohl! Dies ist ein bequemer ,, Grund", mit dem sich alles, was man thut, rechtfertigen läßt. Als ob es jemals einen Ge­walthaber gegeben hätte, dessen Maßnahmen nicht vom en zu Staatswohl" bestimmt gewesen wären! Es kommt eben inrichtu nur darauf an, was man unter Staatswoh!" versteht. Das Staatswohl der Herren Kartellbrüder kann aller­Post dings ein verschärftes Sozialistengeset sehr wohl brauchen; in dieser Beziehung verstehen wir die Situation voll ständig.

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Die Nationalliberalen haben in ihrem Parteiorgan er­klärt, sie könnten sich über die Expatriirung noch nicht er­klären, weil sie die Gründe der Regierung für eine so exorbitante Maßregel" erst kennen lernen wollten. Schon wieder die Gründe"! Aber was für Gründe" wird die Stegierung denn anführen fönnen? Doch keine anderen, als die man bei der Rechenschaft über die Anwendung des ,, fleinen Belagerungszustandes" schon gewöhnt ist. Wenn nun Gründe vorhanden wären, so müßten sie aus den Er­eignissen oder Zuständen hervorgegangen sein; uns ist aber nicht bekannt, daß bedeutsame Ereignisse zu verzeichnen wären oder in den öffentlichen Zuständen zur 3eit eine be­Shredeutsame Aenderung eingetreten sei. Man kann sich auf An den Parteitag von St. Gallen beziehen. Die Tuna: offiziöfen Blätter haben schon oft betont, daß die Sozial­Berlin demokratie dort mehr nach links sich verschärft habe. Aber worin besteht diese Verschärfung? Daß die anarchistischen Be­ffehlers ftrebungen prinzipiell und praktisch verurtheilt worden sind, kann man doch nicht wohl als einen Grund für Verschärfung des Sozialistengefeßes anführen. Wenn aber der Parteitag beschlossen hat, bei Stichwahlen künftig teine gegnerische Partei mehr zu unterstüßen, so kann man eine solche ,, Ver­, städ schärfung" der Wahltaktik beim besten Willen nicht als ge­fährlich für die öffentliche Ordnung erklären. Sonst wäre ja schon jeder Wähler, der sich seines Wahlrechts enthielte,

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Feuilleton.

( Me Rechte vorbehalten.)

Der Erbe.

( Nachbruc verboten.)

Roman von Friedrich Gerstäder.

Ist der Christian noch nicht wieder da, Liese?" fragte 3-26, der Major, ohne von ihren Schmerzen weitere Notiz zu

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Insertionsgebühr

beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bet größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen.

Expedition: Zimmerstraße 44.

ein staatsgefährlicher Mensch! Und diese beiden Beschlüsse sind die charakteristischen des Parteitages von St. Gallen !

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Die Regierung wird also keine neuen Gründe für Ver­längerung und Verschärfung des Sozialistengesetzes beibringen können. Aber sie braucht auch keinen solchen; hat sie doch auch bei einer halboppositionellen Parlamentsmajorität eine Verlängerung des Gesetzes mit den alten Gründen" erzielt. Die Nationalliberalen können nicht einmal auf die Gründe" warten; ihr offizielles Organ schlägt nun schon vor, falls die Gründe für eine Expatriirung nicht ausreichen sollten, an Stelle der Aus­weisung aus dem Reiche die Internirung, die Aufent haltsbeschränkung auf ein bestimmtes Gebiet, zu setzen. Auch ein schöner Gedanke, aber nicht neu!

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mit lautem Freudengeschrei begrüßt und sie haben ganz Die Offiziösen haben den Gedanken der Internirung Recht, wenn sie meinen, daß sie dieselben Dienste thun wird, wie die Expatriirung. Man kann die Internirung mit Leichtigkeit so einrichten, daß die davon Betroffenen es vorziehen, sich selbst aus dem Reiche zu verbannen.

Von den Nationalliberalen und dem in dieser Partei verkörperten Streberthum begreifen wir dies Alles. Aber, fragen wir, wo bleiben denn unsere großen Juristen? zustellen, was Recht ist, und sie haben die Welt mit so Seit mehr als tausend Jahren arbeiten sie daran, das fest­vielen und so dicken Büchern über diese Frage angefüllt, daß sie es wohl selbst kaum mehr wissen. Nun schreiben wir 1888 und wir sind immer noch so weit, daß eines der ersten und ursprünglichsten Menschenrechte, des Indigenat, das Eingebornen- und Heimathrecht, ohne weiteres aufgehoben werden kann, nur um eine politische Partei damit zu treffen. Das Scherbengericht zu Athen hat seinen entsprechenden Namen in der Geschichte, weil es das Indigenat aufhob, aber seitdem sind ja mehr als zweitausend Jahre verflossen.

Theorie und Praxis.

Theorien über praktische Dinge, also z. B. über Regierungs­systeme, volkswirthschaftliche Fragen u. s. w. find durch Ver­nunftgründe nicht aus dem Weg zu räumen und zwar aus dem einfachen Grund, weil die große Maſſe der Menschen bei unserem leider noch immer so tiefen Kulturstand Vernunftgründen nicht zugänglich find. Erst die Praris muß ihr entscheidendes Wort erbarmungslos jede falsche Theorie weg. So lange die Maffe sprechen, sie ist unerbittlich gegen jeden Trugschluß und fegt der Menschen noch nicht folgerichtig zu denken und Schlüffe zu ziehen vermag, können wir also eine falsche Theorie blos da durch los werden, daß wir sie praktisch verwirklichen. Und je eher dieses geschieht, desto rascher wird auch der Frr thum aus den Köpfen geschafft.

Nach der Theorie, welche der jetzt herrschenden Wirth­schafts- und Sozialgesezgebung zu Grunde liegt, soll durch Zölle, namentlich Getreidezölle, der Wohl­Blüthe gebracht, und mit Hilfe von verschämten 8unfts stand des Volkes vermehrt und die Landwirthschaft zur gesehen dem Handwerk wieder der mythische ,, goldene Boden" geschaffen werden.

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Wohlan wir haben die Nummer einer Zeitung vor uns, welche für diese Theorie schwärmt und in hunderten von Leit­artikeln und Auffäßen die Unanfechtbarkeit nachgewiesen hat.

Statistik, eine Ausführung, welche durch Zahlen und That­In der vor uns liegenden, das Datum des 8. Januar tragenden Nummer findet sich aber, auf Grund amtlicher sachen die absolute Frrigteit jener Theorie feststellt.

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Das fragliche Blatt ist die Leipziger Zeitung" Und die Statistik, der wir die ziffermäßige Niederlegung jener bekanntlich das offizielle Organ der sächsischen Regierung. Theorie verdanken, ist die sächsische Einkommensteuer­Statistit, d. b. gerade diejenige Statistit, welche den sichersten und besten Aufschluß über die ökonomische Lage der verschie denen Volksklaffen zu- geben geeignet ist wenn sie nicht ge= fälscht wird.

Und gefälscht wird die sächsische Einkommensteuerstatistik nicht. Herr Böhmert hat sich seit seinem ihm so verhäng nißvoll gewordenen Schriftchen Der Sozialismus und die Ar­beiter" wesentlich gebeffert und nur eine gewisse Neigung zur Schönfärberei ist ihm geblieben. Dies macht indeß seine den Kopf stoßen, nur doppelt werthvoll.

Nun, die künftigen Verbannten werden sich nicht mit Aristides oder anderen Verbannten des Scherbengerichts vergleichen. Aber sie haben von der modernen Göttin Justitia nicht viel zu hoffen. Diese Dame trägt bekanntlich eine Binde vor den Augen und ihre mit staubigen Perrücken ſtatiſtiſchen arbeiten, wenn fie landläufigen Irrthümmern vor bedeckten Jünger sorgen schon dafür, daß sie diese Binde nicht abnimmt. So wenig lebendig ist diese Rechtswissen schaft geworden, daß sie es in 3eit von einem Jahrtausend noch nicht einmal vermocht hat, unantastbare Rechtsgrund­lagen für das Staatsleben zu schaffen. Allerdings unter­nahm es einst die deutsche Rechtswissenschaft, auch die Herenprozesse wissenschaftlich zu begründen, und wenn die blinde Göttin allein über denselben gewaltet hätte, wären wir sie vielleicht heute noch nicht los.

Die Rechtswissenschaft wird nicht ihre Stimme erheben, um die Unantastbarkeit des Indigenats zu vertheidigen, denn diese Wissenschaft ist nationalliberal geworden!

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gestopften Strumpf um den Hals und hielt den Oberkörper ganz gebückt oder vielmehr krumm und nach der rechten Seite [ 8 hinübergezogen.

Na, Christian," sagte der Major, indem er den Kopf nach ihm hindrehte, wie seht Ihr wieder aus wie ein wahres Jammerbild!" Geht nachher nur hinaus und stellt Euch in die Erbsen, denn weiter werdet ihr doch wohl keine Arbeit thun können!"

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Ja, Sie spotten noch," sagte Christian; wenn Sie das Kreuz hätten..."

nehmen. ,, Der bleibt auch wieder eine Ewigkeit! Kein Und ich tausche augenblicklich!" rief der Major, schon Mensch kommt hierher, um Einen im Elend zu besuchen; von dem Gedanken entrüstet, daß Jemand ein schlimmeres nur amüsiren wollen sich die Leute, tanzen und vergnügt Kreuz haben sollte, als er selber. Wenn Euch aber nur 30-60 lein, ja wohl, aber an einen armen Mitmenschen denken sie ein Finger weh thut, dann möchtet Ihr Euch gleich in Baum­Ren eben so wenig wie an ihr einstiges Seelenheil!" wolle einwickeln! War der Staatsanwalt zu Hause, und kommt er? Ich kann ja nicht ausgehen!"

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" Der Christian kann auch selber nicht fort," sagte die

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fanen Liese mürrisch. Der Rheumatismus ist ihm die Nacht ., Bi wieder in's Kreuz geschlagen, er geht ja so frumm wie eine glaubte, er wäre schon da; er ging mit mir zur Thüre

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Ach, der hat auch immer was!" Stöhnte der Major. " Sa wohl," sagte die Liese; es soll auch schon gar FellNiemand weiter frank sein, wie Sie ganz allein. Wenn ich nur den Jammer hier im Hause nicht mehr mit ansehen müßte!"

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Ja, er fäme gleich," knurrte der Mann, und ich hinaus, und ich bin nur den Weg hierher gekrochen, ich fonnte nicht mehr fort da ist er auch schon."

Draußen ging in der That die Saalthür auf, und es pochte gleich darauf an; aber es war nicht der Erwartete, sondern ein alter Freund des Majors, der Rath Früh­bach," wie er in der Stadt genannt wurde, der mit einem Na, meinethalben kann Sie gehen," fuhr da der sonoren: Nun, mein lieber Herr Major, wie geht's heute -75 Major auf, ich halte Sie nicht, wenn Sie's hier gar so Morgen?" den Hut schon von draußen in der Hand, in 50 pr schlecht hat! Ich will niemanden zwingen, bei einem das-, Wohn- und Empfangszimmer eintrat. armen und franken Manne zu bleiben; ich kann mich auch allein in eine Ede auf's Stroh legen und verrecken, wen fümmert's- keinem Teufel würde ein Auge darum naß werden! Ach du lieber Gntt, ist das ein Elend auf Die Köchin, der schon seit zwanzig Jahren alle Tage fel 6 wenigstens zweimal der Dienst gekündigt wurde, verließ pf brummend das Bimmer, und die beiden Berwandten waren wieder eine Beit lang allein, bis die Thür endlich aufging und der lang erwartete Christian eintrat. Christian paßte vollkommen in die Gesellschaft. Er lahmte vollständig, trug einen dicken, wollenen und sehr bunt

Feln der Welt!"

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Rath Frühbach war einer von den Menschen, die nur auf die Erde gesetzt sind, um sich hier zu amüsiren, aber etwa in der Art, wie eine Stechfliege, die sich von dem Blute ihrer Mitgeschöpfe nährt und sich dabei äußerst wohl befindet. Allerdings war er nicht blutgieriger Art, wenn er auch daheim über seinem Schreibtische einen Kavalleriesäbel und eine Doppelflinte hängen hatte; aber er benutzte die beiden letzteren so wenig wie den ersteren, und seine einzige sichtbare Beschäftigung auf der Welt war: seinen linken Arm auf den Rücken spazieren zu tragen und Geschichten oder vielmehr Anekdoten ohne Pointe zu erzählen. Von denen stat er aber bis zum Rande voll,

Die agrarisch zünftlerische Leipziger Zeitung" brachte am 8. b. M. mit dem Titel:" Sächsische Einkommensteuerstatistit" nachstehenden Aufsatz:

Das soeben ausgegebene 1. und 11. Heft der Zeitschrift des tgl. fächsischen Statistischen Bureaus, Jahrg. 1887, enthält aus der Feder seines Direktors, Geh. Reg.- Rath Dr. Böhmert, die gewohnte Bearbeitung der Ergebnisse der Einkommensteuerab Schäßung für die Jahre 1879 bis 1886. Wir haben die wich­tigsten der hier einschlagenden Ziffern von 1886 unseren Lesern in den Nummern 189 und 191 des vorigen Jahrgangs unserer Beitung bereits nach dem Statistischen Jahrbuche" mitgetheilt und begnügen uns, für unsere neu hinzugetretenen Leser den

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und man brauchte ihn nur anzutupfen, so entlud sich schon das eine oder andere über den nächsten, besten Unglüd lichen, ja, sie kamen sogar ohne Antupfen, er schwitzte sie ordentlich aus und konnte in dieser Eigenschaft, be sonders beschäftigten Leuten, furchtbar werden. Dazu kam, daß er sehr laut, aber sehr langsam sprach er hatte immer Beit, und wo er einmal ein Opfer fand, konnte man sich auch darauf verlassen, daß er es festhielt und zu würdigen verstand. Leicht war er nie im Leben abzu­schütteln. Herr Rath" wurde er in der ganzen Stadt genannt, und seine Fran im natürlichen Welt­lauf Frau Räthin", was sie den Dienstboten gleich beim Anzuge selber sagte. Was für ein Rath er aber sei, konnte Niemand erfahren oder herausbekommen, und da der Mann das Interesse auch wirklich nicht besonders in Anspruch nahm, so bemühte sich Niemand deshalb. Herr Rath" war außerdem fürzer als Herr Frühbach".

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Wie er nach Alburg kam, hatte er den Major, den er von Schwerin aus kannte, wohl dann nnd wann gesprochen, aber selten aufgesucht. Dessen Haus bot zu wenig Genüffe, und er war in der Stadt noch nicht bekannt, also auch nicht gefürchtet. Wie er sich aber erst einmal entwickelte, einzelne Spaziergänger überfiel und sich an sie hing, ja Leuten, die ihm vertrauensvoll genaht, sogar auf's 3immer rückte und ihnen so lange Geschichten erzählte, bis sie verzweiflungsvoll in Rod und Stiefeln fuhren und einen wichtigen Ausgang vor­schützten, da fing es ihm an schwerer zu werden, Opfer für seine Anekdoten zu finden, und nun fiel ihm der alte Major als passendes Lamm in die Hände. Damit war denn auch Beiden geholfen, denn der Major wollte nur erzählen hören, was auch immer, blieb sich gleich, ja er wußte oft nicht einmal, von was gesprochen wurde. Frühbach dagegen wünschte sich nur mitzutheilen, und die alte Dame ging dann um Beide herum und feufzte oder machte draußen der Liese Umschläge auf ihren Backen. Ein Topf mit Kamillen tochte wenigstens permanent das ganze Jahr und Winter und Sommer auf dem häuslichen Herde des Majors. Ah, mein lieber Rath," sagte der Major ,,, doch einiger maßen enttäuscht, ja, wie soll's gehen-

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