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4. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Ur. 292.

Maturwissenschaftliche Rundschau.

Sonntag, den 13. Dezember 1896.

13. Jahrg.

troffen hat. Aber diese Wärme ist keineswegs die von der Sonne tungen, die allerdings erst ein Urtheil über ihnen Werth zulassen, auf diese Fläche ausgesandte; denn bevor die Sonnenstrahlen die wird Herr Vallot erst in nächster Zeit ausführlicher veröffent Fläche treffen, müssen sie durch die Luft, welche die Erde als lichen.

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schützende Atmosphäre umgiebt, hindurchgehen und verlieren hier Die von Röntgen entdeckten X- Strahlen stehen natürlich ( Die Fluggeschwindigkeit der Schwalben.- Bestimmung der einen nicht unerheblichen Theil ihrer wärmenden Kraft. Vor sechzig noch immer sehr im Mittelpunkt des Interesses, und viele Sonnenkonstante. Wahrnehmung der Röntgen'schen Strahlen Jahren sind daher von dem Physiker Pouillet eine ganze Reihe Forscher sind unablassig bemüht, ihre Eigenschaften aufs ein­durch Insektenaugen.) Messungen in der Weise ausgeführt worden, daß er in Abständen gehendste zu studiren. Vor kurzem hat Prof. Arenfeld aus Ueber die Geschwindigkeit, mit welcher die Schwalben durch von ein bis zwei Stunden die Wärmemengen ermittelte, welche Berugia in Physiologischen Zentralblatt" Versuche veröffentlicht, die Lüfte fliegen, ist in jüngster Zeit von Herrn Aug. Verschüren 100 Gramm Wasser bei senkrechter Bestrahlung von der die er mit Fliegen angestellt hat. Er verfertigte sich zwei würfel­in Antwerpen das Resultat eines interessanten Versuches ver- Sonne erhielten. Je höher nämlich die Sonne am förmige Schachteln, die eine aus Holz, die andere aus Blei, in öffentlicht worden. Er schickte eine Schwalbe, die in Antwerpen Himmel steht, um so steiler fallen ihre Strahlen auf die Erde welche die Fliegen gebracht wurden; in der einen Wand befand nistete, mit einer Sendung Brieftauben nach Compiègne in und um so geringer ist der Weg, welchen sie in der Atmosphäre sich eine Deffnung, in welcher eine Röhre angebracht war. Die Frankreich , welches füdlich von Antwerpen in einer Ent- zurücklegen; beim Auf- und Untergange der Sonne werden die Röhren beider Schachteln paßten in einander, so daß dieselben fernung von 236 Kilometern( etwa 312 Meile) liegt. Als man Strahlen dagegen durch lange Luftstrecken gesandt, und verlieren hierdurch in Verbindung standen; die Verbindung konnte die Bögel in Compiègne aufsteigen ließ, flog die durch Farbe daher viel mehr von ihrer Wärme, ehe sie die Erde und die durch eine Klappe auch geschlossen werden. tenntlich gemachte Schwalbe sofort in nördlicher Richtung davon, ihnen dargebotene Wasserfläche treffen, als Mittags. Aus den Schachteln war abnehmbar, so daß bei geöffnetem Deckel Licht während die Tauben erst mehrere Bogen beschrieben, offenbar, verschiedenen Wärmemengen, welche die Wasserfläche bei ver- hineinfallen konnte; doch verhinderte ein über die offene um sich zu orientiren, ehe sie der Schwalbe folgten. Um 7 Uhr schiedenem Stande der Sonne erhält, kann man einen Schluß Seite gespanntes Gazenez in diesem Falle ein Fortfliegen der 15 Minuten waren die Vögel freigelassen und schon um 8 Uhr auf diejenige Wärmemenge ziehen, die in der Luft zurückgehalten Insekten. 23 in Antwerpen ein, wo sie sofort wird;

die

Der Deckel der

för Reſt auſjuchte. Sie hatte jouit für ben sulgent Begur fire Wallerfläche, wirklich erhalten hat, so ergiebt sich die Wärme- gebracht; bann wurde der Dedel der anderen geöffnet, so daß Stunde und acht Minuten gebraucht, woraus folgt, daß fie in der menge, welche jeder Quadratzentimeter durch Bestrahlung von ihr Juneres erhellt wurde. Schon nach kurzer Zeit, nach längstens Sekunde durchschnittlich 58 Meter zurückgelegt hatte. Die Tauben der Sonne erhalten würde, wenn die gesammte in der betreffenden 4-5 Minuten, hatten sich sämmtliche Fliegen aus der dunkeln langten erft 3 Stunden und 7 Minuten später an, als die Richtung ausgesandte Wärme ihn treffen könnte, ohne durch die in die helle Schachtel begeben, offenbar, weil sie die Helligkeit Echwalbe; sie hatten zu dem Wege im ganzen 4 Stunden Luft theilweise zurückgehalten zu werden. Für diese Größe, die mit ihren Augen wahrnahmen. Dieses Resultat trat 15 Minuten gebraucht, woraus sich ihre Durchschnittsgeschwindig- Sonnentonftante, fand Bouillet aus seinen zahlreichen jedesmal ein, so oft man die eine oder andere Schachtel keit für die Sekunde zu 15 Metern ergiebt. Während die Tauben Wiessungen den Werth 1,750 Wärmeeinheiten oder Calorien.*) Be- öffnete und dadurch dem Licht zugänglich machte; immer begaben etwa die Geschwindigkeit eines Schnellzuges hatten, war die der rechnet man hiernach die gesammte von der Sonne jährlich zur Erde ge- sich die Insekten in den erhellten Raum. Schwalbe ungefähr viermal so groß; tönnte man voraussehen, schickte Wärmemenge, so findet man, daß diefelbe ausreicht, um Nummehr wurden die Fliegen in die Bleischachtel gebracht, daß sie bei ihrem Zuge nach Süden ununterbrochen fliegen, ohne von einer Eisschicht, welche die Erde vollständig umgiebt, und die Holzschachtel wurde nicht geöffnet, sondern den Wirkungen vor ihrem Endziel zu raften, so würden fie, falls ihre Se- 31 Meter wegzuschmelzen. Da die Erde nur einen sehr geringen der X- Strahlen ausgesetzt; da diese das Holz leicht durchdringen, schwindigkeit dieselbe bliebe, zehn bis zwölf Stunden, also etwa Theil der Wärme erhält, welche die Sonne alljährlich aussendet, so mußten sie auch ins Innere der Schachtel gelangen. Die einen halben Tag gebrauchen, um ihre Winterwohnsige in Nord- so kann man so zu einer schwachen Vorstellung der ungeheuren, Fliegen wanderten jezt ebenfalls in etwa 4-5 Minuten in die afrita zu erreichen. beinahe unfaßbaren Wärmemenge gelangen, welche unser Bentral- Holzschachtel hinüber, gleich als ob sie Licht in derselben wahr Unter der Sonnentonstante versteht man in der förper beständig ausstrahlt. genommen hätten. Hatte man sie dagegen in die Holzschachtel ge­Physik und Meteorologie eine Größe, welche uns Aufschluß über In den letzten Jahren wurden die Messungen von ver bracht und setzte die Bleischachtel den X- Strahlen aus, so trat ein die gesammte von der Sonne ausgestrahlte Wärme geben soll, schiedenen Forschern wiederholt, und es ergaben sich Werthe, die Hinüberwandern der Fliegen nicht ein; denn Blei ist für diese von der ja nur ein äußerst kleiner Bruchtheil auf die Erde ge- den von Bonillet gefundenen noch erheblich, um mehr als das Strahlen fast undurchdringlich, so daß sie in das Innere der langt und hier das Leben der Pflanzen und Thiere ermög. Doppelte, übertresen. Vor kurzem ist nun der Pariser Akademie Bleischachtel nicht gelangen. Die Fliegen verhalten sich also den licht und unterhält. Die genaue Kenntniß dieser Größe ist der Wissenschaften von Herrn Vallot, der auf dem Gipfel des X- Strahlen gegenüber genau so, wie sie es dem gewöhnlichen natürlich für die Erforschung der thatsächlichen Verhältnisse, Montblanc längere Reihen von Strahlungsbeobachtungen an- Licht gegenüber thun; Herr Arenfeld meint, es könnte dies darauf welche auf der Sonne vorhanden sind, sehr wichtig. Daher hat gestellt hat, um die Sonnenkonstante zu bestimmen, das Resultat beruhen, daß sie von den X- Strahlen einen ähnlichen Eindruck man ihrer Ermittelung schon seit langer Zeit besondere Auf- feiner Messungen und Berechnungen zugegangen. Ueberraschender empfangen, wie von den gewöhnlichen Lichtstrahlen. Uebrigens merksamkeit zugewendet. Man sollte meinen, daß die Bestimmung Beise weicht es erheblich von den letzten Messungen ab, indem wäre es auch von Interesse gewesen, zu probiren, welche nicht schwer sein könne; man braucht nur die Sonnenstrahlen es fast genau dem von Pouillet ermittelten Werthe gleich ist, Strahlen von den Fliegen bevorzugt werden; man hätte dazu fenkrecht auf einen Körper auffallen zu lassen und zu beobachten, nämlich 1,693 Wärmeeinheiten. Die Einzelheiten seiner Beobach- den Deckel der Bleischachtel abnehmen, diese also mit gewöhn um wie viel er sich in einer gewissen Zeit erwärmt. Daraus lichem Licht erhellen, und die Holzschachtel gleichzeitig der Wirkung der X- Strahlen aussehen müssen. Diese kleine Ab­änderung des Versuches hat Herr Arenfeld nicht vorgenommen.

tann man leicht die Wärmemenge ermitteln, welche in ihn*) Eine Wärmeeinheit( Calorie) ist diejenige Wärmemenge, hineingegangen ist, und somit auch diejenige, welche einen welche nothwendig ist, um 1 Granım Wasser von 0 Grad auf Quadrat Zentimeter seiner Oberfläche in einer Minute ge- 1 Grad zu erwärmen.

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