Stockholm 29,3, in Christiania 24,9, in St. Petersburg 36,1, in Warschau 23,0, in Odessa in Rom , in Turin 27,4, in Venedig 37,1, in Alexandria 34,5. Ferner in der Zeit vom 22. bis 28. Januar d. J.: in New- York 26,7, in Phila delphia 22,3, in Baltimore 19,5, in Kalfutta 36,9, in Bombay 23,4 in Madras 43,3.
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wesen sein. Soweit der Polizei bekannt, ist diese Nummer bisher noch nicht zur Ausgabe gelangt. Frau Baafe verweigerte über den Verbleib der Schriften die Auskunft. Der Ehemann Baafe, ein Schriftsteller, war, als ich ihn nach dem Verbleib der Baake, ein Schriftsteller, war, als ich ihn nach dem Verbleib der Beitungen fragte, ganz perplex. Er erklärte mir, daß er den Verbleib der Zeitungen mir nicht angeben könne, wenn er aber davon etwas wüßte, dann würde er es mir auch nicht sagen. Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Flatau: Ist dem Herrn Beugen bekannt, daß Baake Redakteur am Berliner Volksblatt" und mithin fein geheimer Agitator war?- Beuge: Es ist mir allerdings bekannt, daß Baake Redakteur am Berliner Volksblatt" war; gleichzeitig gehörte er aber zu den bedeutendsten geheimen sozialdemokratischen Agitatoren. Kri minalfommiffar von Raumer ergänzt die Bekundungen die Bekundungen des Vorzeugen. Kriminalfommiffar von Bodungen:
Die Sterblichkeit hat in der Berichtswoche in den meisten größeren Städten Europas ein wenig abgenommen, und werden aus den meisten derselben kleinere Sterblichkeitsverhältnißzahlen als aus der vorhergegangenen Woche gemeldet. Einer sehr geringen Sterblichkeit( bis 15,0 pro Mille und Jahr gerechnet) erfreuten fich Potsdam und Freiburg i. B. Günstig( bis 20,0 pro Mille und Jahr) war die Sterblichkeit jedoch in einer größeren Zahl von Städten, von denen hier nur Wiesbaden , Duisburg , Königsberg , Hannover , Elberfeld , Aachen , Stettin , Bremen , Mainz , Mannheim , Leipzig genannt sein sollen. Auch in Berlin , Breslau , Dresden , Frankfurt a. M., Barmen, Düffeldorf, Darmstadt und anderen Orten war die Sterblichkeit eine mäßig hohe( etwas über 20,0 pro Mille). Eine hohe Sterblichfeit( über 35,0 pro Mille) wird von den deutschen Städten aus Chemnitz und Met gemeldet. Insbesondere erfuhren Sterbefälle an akuten Entzündungen der Athmungsorgane eine größere Abnahme; auch Todesfälle Darms tatarrhen und Brechdurchfällen der Kinder famen im Allgemeinen seltener, nur in Berlin , Hamburg , Pest und St. Peters burg in gesteigerter Zahl zur Berichterstattung. Die Theilnahme des Säuglingsalters an der Gesammtsterblichkeit war im Ganzen eine geringere, als in der vorhergegangenen Woche. Von je 10 000 Lebenden starben, aufs Jahr berechnet, in Berlin 68, in München 80 Säuglinge. Das Vorkommen der In fektionskrankheiten blieb meist ein ähnliches wie in der Vorwoche; nur wurden Todesfälle an Pocken und neue Erkrantungen an Diphtherie und Kroup weniger zur Meldung gebracht. Sterbefälle an Masern waren in Hamburg , Wien , Prag , London vermindert, in Hannover , Paris , Lyon , Edin burg , Christiania und St. Petersburg dagegen vermehrt. Neue Erkrankungen tamen jedoch aus Berlin , Hamburg , Wien , Best, Edinburg , St. Petersburg und aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden in größerer, aus den Regierungsbezirken Düsseldorf und Erfurt , sowie aus Kopenhagen und Christiania in etwas verminderter Bahl zur Meldung. Das Scharlachfieber hat in Danzig , Wien , Kopenhagen , Paris , London weniger, in Berlin , Leipzig , Liverpool etwas mehr Sterbefälle veranlagt. Neue Erfranfungen famen in Berlin , Nürnberg , Wien , Edinburg , Kopenhagen , Stockholm , St. Petersburg in fast gleicher Bahl wie in der Vorwoche zur Anzeige. Die Sterblichkeit an Diphtherie und Kroup war in Berlin , Ham burg , Dresden , Paris , Lyon , Kopenhagen fast die gleiche wie in der Vorwoche; etwas geringer wurde sie in München , Frankfurt a. M., Pest, Prag , etwas größer dagegen in Breslau , Hannover , Magdeburg , Kaffel, Leipzig , Wien , London , Amsterdam , St. Petersburg. Neue Erkrankungen tamen nur aus Berlin , Wien , Kopenhagen , Christiania und St. Petersburg in wenig gesteigerter Zahl zur Berichterstattung. - Die Sterblichkeit an Unterleibstyphus war in Berlin , Ham burg , Chemnitz eine etwas größere, in Paris , London eine etwas ffeinere, in St. Petersburg die gleiche wie in der Vorwoche. Erkrankungen famen jedoch aus Berlin und Hamburg weniger, aus Wien , Pest und St. Petersburg etwas mehr als in der vorhergegangenen Woche zur Mittheilung. An Flecktyphus wurden aus St. Petersburg 1, aus Prag 2 Todesfälle, aus St. Petersburg auch 4 Erkrankungen berichtet; an epidemischer Genicstarre aus Berlin , Zwidau, Prag je 1 Todesfall, aus Berlin 2, aus Nürnberg 3 Erkrankungen. An rosenartige Entzündungen des Bellgewebes der Haut und an Kindbettfieber erlagen in London eine größe Zahl von Personen. DerKeuchhusten forderte in London , Dublin etwas weniger, in Berlin etwas mehr Opfer. Aus dem Regierungsbezirk Rönigsberg wurden 2 Sterbefälle ( Kreis Fischhausen ) und mehrfache Erkrankungen an Trichinofis mitgetheilt. Einzelne Todesfälle an Pocken tamen aus Graz, Best, Lyon mehrfach, aus Wien und seinen Vororten, aus Triest 4, aus Warschau 7, aus Paris 13, aus Prag 21 zur Kenntniß; Erkrankungen gelangten aus Wien , Pest und St. Petersburg in beschränkter Bahl zur Anzeige.
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dabei gewesen wäre, fie Reile" belommen hätte. Apelt, die Ehefrau des Angeklagten Apelt, welche alb. 48. Beugin erscheint, verweigert ihre Aussage. Maurer Bezüglich der Frage, ob er mit Frau Apelt ein sträffid hältniß unterhalten, verweigere er die Antwort. Er fei demokrat und gehöre der Partei schon seit 1869 ein Zentralfomitee in Berlin bestanden, wiffe e er habe fich nur bei der Wahlagitation be Von einer Parteitaffe wisse er ebenfalls nichts. einmal zu einer Versammlung nach Treptow en gewesen, habe dieser Einladung auch Folge geleistet. fammlung habe nicht unter freiem Himmel, sondern in Lokale stattgefunden. Er sei von den dort versammelt g Leuten, die er nur von Ansehen als Parteigenoffen tan Rede gestellt worden, weil er während der Verhaft Apelt mit deffen Frau ein sträfliches Verhältnis haben solle. Tischler Lusch verweigert bezüglich der gelegten Fragen, ob in Berlin ein Bentralfomitee be eine Parteifaffe vorhanden sei u. s. w., die Auskunft.- nifer Nickel: Er sei der Schwager des gestern verno Beugen Glaubig. Die Frau des Glaubis habe ihm eine einen in einem Rouvert verschlossenen Brief übergeben Glaubis habe ihm gesagt, der Brief sei nach Zürich be Den Brief habe er nicht gelesen, sondern ihn einfach übergeben. Was in dem Briefe gestanden, wiffe er nich ihn nicht gelesen habe. Der Brief sei nicht adreffit, täglich nur mit zwei Briefmarken beklebt gewesen. Befragen des Vertheidigers, Rechtsanwalts Dr. Flat neint der Zeuge, daß er
Auf eing
im Dienste der poli Polizei stehe, oder auch nur gestanden habe. Gr feinem Kriminalbeamten bekannt, kenne auch nicht den Kri beamten Perschke.- Kaufmann Heinrich Singer: Er ten Apelt nicht und habe weder von diesem noch von irgend anderen Menschen jemals sozialdemokratische Parteigel Aufbewahrung oder Absendung erhalten. Es erscheint
Gaus viert Ginge
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als Zeuge Destillateur Fickert. Vertheidiger Recht Dr. Flatrau: Herr Zeuge, fennen Sie einen Kriminalich Fromberg? Beuge: Jawohl.- Vertheidiger: Frombe Sie einmal ersucht haben, fich dem Angeklagten Jahn als verlaut anwalt vorzustellen und ihm zu sagen, Sie wollen ihmeis und 1
in privat iren. Di
Referendar Namens Fritsch vorstellen, der nächstens sein sämmtliche Angeklagten übernehmen wolle. Zu diesem b des Unf Examen machen werde und unentgeltlich die Vertheidigu
offenfch
wünsche der Referendar eine Besprechung mit sämmtlichen geklagten?- Beuge: Ich befümmere mich um politiſche sonst gar nicht; Fromberg sagte mir, er habe den für 2 observiren, habe aber noch feine Gelegenheit gehabt, bere Arf fennen zu lernen. Ich habe deshalb an Jahn geschriebenten. Man
Er habe noch zu berichten, daß der Angeklagte Jahn bereits bei der Reichstagswahl im Jahre 1884 Liſtenführer gewesen ist, obwohl er damals erst 19 Jahre alt war. Jahn war später sogenannter Hauptmann im fünften Bezirk und wurde schließ lich Mitglied des Zentralkomitees. Jahn nahm überhaupt eine sehr hervorragende Stellung in der sozialdemokratischen Bewe gung ein, er wohnte auch längere Zeit bei dem Bruder des Gastwirths Holz, der aus Berlin ausgewiesen ist. Vertheidiger Rechtsanwalt Meschelsohn: Bei dem Gastwirth Holz hat Jahn nicht gewohnt, sondern bei deffen Bruder? Beuge: Jawohl, aber auch der Bruder ist der Polizei als Sozialdemokrat be fannt. Vertheidiger: Wissen Sie genau, daß der Gastwirth Holz ausgewiesen worden ist? Aus dem Zuhörerraum ertönt ein Flüstern wie„ Nein". Vertheidiger: Ich muß doch den Herrn Präsidenten ersuchen, nicht gestatten zu wollen, daß dem Beugen etwas zugeflüstert wird. Präs.: Ich kann derartige Buflüsterungen aus dem Buhörerraum nicht gestatten. Beuge: Es ist möglich, daß ich mich in diesem Punkte irre. Bei der großen Zahl der Sozialdemokraten, die wir zu observiren haben, ist ein Jrrthum wohl einmal möglich. Vertheidiger, Rechtss anwalt Dr. Meschelsohn: Hat der Herr Zeuge selbst wahrgenommen, daß Jahn bei der Reichstagswahl im Jahre 1884 Listenführer gewesen ist? Beuge: Selbst habe ich das nicht wahrgenommen, es ist mir das von meinen Beamten berichtet worden; wir höheren Polizeibeamten recherchiren nicht selbst, sondern lassen zumeist von unseren Unterbeamten die Recherchen anstellen. Vertheidiger: Der Herr Beuge sagte: er habe die diesbezügliche Nachricht von seinen Beamten; ich mache einen Unterschied zwischen Beamten und Agenten;' fann uns der Herr Beuge diese Beamten namhaft machen? Beuge: Nein, das verbietet mir das Amtsgeheimniß. Kriminalwachtmeister Kiehl: Ich habe vor einiger Zeit bei einem Schuhmacher Schumann eine große Anzahl von verbotenen Druckschriften, wie Sozialdemokrat", Liederbücher, 1 Exemplar der Autonomie", mehrere Eremplare der Freiheit", eine große Anzahl Eremplare von Ceterum conseo", mehrere Exemplare von„ Der rothe s. Polbe Zeufel" u. 1. w. vorgefunden. Das sozialdemokratische Bentralfomitee besteht schon seit mehreren Jahren; dasselbe be steht zumeist aus jungen, unverheiratheten Leuten, die von den älteren und bekannteren Sozialdemokraten, welch' lettere im Hintergrunde bleiben, ihre Weisungen erhalten. Bereits im Jahre 1882 habe ich in der Lothringerstraße ein Komitee, aus 9 Personen bestehend, verhaftet als fie gerade von der Sigung famen. Präs. Können Sie uns das Haus, in dem die Sigung stattgefunden hat, näher bezeichnen?- Beuge: Es war das Haus Lothringerstraße 16. Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Meschelsohn: Jit anläßlich dieser Verhaftung eine Anklage erfolgt? Beuge: Nein. Kriminalschusmann Diener berichtet ebenfalls über die von ihm ausgeführten Beschlagnahmen vieler verbotener Druckschriften. Im Jahre 1884 habe er einmal einer Sigung des Zentralfomitees unerkannt beigewohnt. Staatsanwalt: Fand diese Sigung in einem öffentlichen Lokale ſtatt? Beuge: Jawohl. Staatsanwalt: Fand diese Sigung in dem Lokale statt, wo andere Gäste waren? Beuge: Jawohl. Präs. Was wurde in dieser Sigung ver handelt? Beuge: Es wurde über ein Vergnügen gesprochen, welches zu Gunsten der ſozialdemokratischen Parteitaffe veranstaltet werden sollte; es wurde ferner über die Art, wie die Billets vertheilt werden sollten, und im Weiteren über französische Arbeiterverhältnisse
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dem Fromberg einen Gefallen zu thun.
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haben sich dem Jahn als Rechtsanwalt vorgestellt und haben. getheilt, daß ein Referendar Fritsch, der nächstens das examen machen will, unentgeltlich die Vertheidigung überne wolle und daß deshalb Jahn eine Komiteefißung behu sprechung veranstalten möge?- Beuge: Eine Sigung Jahn nicht veranstalten, wir wollten blos den Jahnkratischen lernen. Angeflagter Jahn: Doch hat mich der Beuge gefordert, eine Komiteeßigung zu veranstalten. Ich fag Beugen: am folgenden Abend werden mich alle meine Abende fünf Kriminalpolizisten vor meiner Wohnung angeflagten besuchen, infolge dessen standen am folge Kriminalfommissar v. Bodungen: Ich will zunächst bem daß der Zeuge nicht im Dienste der Polizei feb ich von der Angelegenheit hörte, habe ich den mann Fromberg sofort zur Rede gestellt und ihm in Zukunft derartige Dinge zu machen.
Am besten teine un organifirt, offenen St gen gleich Polizeilichen men aller 2
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Vertheidiger
anwalt Dr. Meschelsohn: Ich will blos bemerken, Kriminalfommiffar v. Bodungen dem Schußmann diese Vorhaltung gemacht hat, als er gesehen, daß hineingefallen war. Kriminalfommissar v. Bodung ich den Fromberg zur Rede gestellt habe, weiß id
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gleich den Fromberg zur Rede gestellt. Ich sagte
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Jch will blos noch bemerken, daß die Polizei nicht für ich von der Sache hörte, war ich ganz entrüstet und habe wird zweifellos in der Gerichtsverhandlung vorlommes gesprochen. Alles fonnte ich nicht hören, da die Verhandlung Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Flatau: Ich will nur undlichen theilen, daß, als die erste Busammenkunft stattfinden
im Flüstertone geführt wurde. Dem Romitee gehörte damals
der Angeklagte Schmidt an. Schmidt war früher sogenannter Jahn von dem Zeugen Fidert eine Karte erhielt mit d
gleitete. Anzeige
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Hauptmann, den ich stets von und nach den Sizungen begleitete. Angell. Schmidt: Ich frage den Beugen, in welchem Lokale die Sigung des Zentralfomitees, der ich beigewohnt haben soll, stattgefunden hat?- Beuge: Darüber verweigere ich, mit Rücksicht auf die mir auferlegte Amtsverschwiegenheit, die Ausfunft. Angefl. Schmidt: Ich frage den Herrn Beugen, wes halb er mich damals nicht verhaftet hat? Präfident: Ueber Gründe können wir an die Zeugen feine Frage stellen. Die Kriminalschußleute Lindenau, Hahn, Buffe, Richter und Wächter Franke befunden hierauf über zahlreiche Beschlagnahmen vers botener Druckschriften, die von ihnen im Laufe der Jahre stattgefunden haben.- Kriminalschußmann Richter: Er habe einmal bemerkt, daß in der Wohnung von Apelt eine Komiteefizung stattgefunden hat. Apelt bestreitet das.
Der Gesundheitszustand in Berlin war auch in dieser Berichtswoche ein günstiger und die Sterblichkeit eine mäßig hohe. Seltener als in den Vorwochen famen afute Entzündungen der Athmungsorgane zum Vorschein, auch der Verlauf derselben war in zahlreichen Fällen ein milderer, so daß nur 57 tödtlich endende Fälle gegen 81 der Vorwoche zur Anzeige tamen. Etwas häufiger zeigten sich dagegen Darmkatarrhe und Brechdurchfälle der Kinder, die auch etwas mehr Sterbefälle als in der Vorwoche hervorriefen. Von den Infektionskrankheiten kamen Erkrankungen an Unterleibstyphus nur in wenigen Fällen zur Meldung; das Vorkommen von Scharlach blieb ebenfalls eir beschränktes. An Masern und Diphtherie tamen etwas mehr Erkrankungen zur Anzeige, erstere besonders im Stralauer Viertel und in der Rosenthaler Vorstadt, letztere in der Tempelhofer Vorstadt und in der jenseitigen Louisenstadt am häufigsten auftretend. Das Vorkommen des Keuchhustens zeigte gegen die Vorwoche keine wesentliche Ver änderung. Roſenartige Entzündungen des Bellgewebes der Haut und Erkrankungen an Kindbettfieber blieben selten. Ein Todesfall und zwei Erfrankungen an epidemischer Genicstarre famen zur Kenntniß. Rheumatische Beschwerden der Muskeln, sowie atuter Gelenfrheumatismus gelangten häufiger zur ärztlichen Behandlung.
Polizeibericht. Am 22. b. M. Vormittags wurden in der Königstraße ein Mädchen durch einen von dem Kutscher Bimmermann geführten Geschäftswagen,-in in der Chauffeestraße ein Mann durch einen Milchwagen und gegen Mittag in der Schönebergerstraße ein Bäderlehrling infolge eigener Unvor fichtigkeit durch eine Equipage überfahren und zum Theil nicht unbedeutend verlegt. Nachmittags brach auf dem Werderschen Kirchhof in der Bergmannstraße eine Frau bei der Beerdigung thres Kindes plöglich zusammen und starb bald darauf in der Wohnung des Kirchhof Inspektors, wie ärztlich festgestellt worden, infolge eines Hirnschlages.
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merken, er solle entschuldigen, daß Herr Affeffor Fritid er einer Vertheidigung wegen Vertheidiger
Rechtsanwalt
Meschelsohn: Ich will bemerken, daß ich den Ange
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Libe
auf ihr Befragen gerathen habe, Der Einladung Besprechung mit dem angeblichen Affeffor Fritsch mann Fromberg in einem öffentlichen Lokale Folge -Frau Fickert, die Gatten des Vorzeugen, weiß vorerwähnte Angelegenheit nichts zu befunden.
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gerichtsrath Hollmann: Der Angeklagte Scholz hat einmal ein Geständniß abgelegt, dasselbe aber später Hier wird die Sigung gegen 2 Uhr Nac sollen nach noch kurzer Beweisaufnahme die Plaidoye
rufen.
auf morgen( Freitag) Vormittags 9 Uhr vertagt.
finden.
Telegraphische Depeschen
( Wolff's Telegraphen- Bureau.)
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Donnerstag, 23. Februar. In der be Plenarsigung des Bundesraths wurde der Gefeßentmu die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften den zuftin rung des Artikel 24 der Reichsverfassung wurde die Zuftim München, Donnerstag, 23. Februar. Abgeordnetenla Bei Berathung des Etats für Reichszwecke wurden die gierungskommiffar Raesfeldt erklärte gegenüber dem Refe Geiger, daß die Ausgaben für das orientalische Seminar fern auch Reichsausgaben seien, als dadurch viele Rofte
Kriminalfommiffar von Bodungen befundet noch, daß mehrere der Angeklagten seit langer Zeit 1cht gearbeitet, sondern aus der Parteikasse Unterstüßungen erhalten haben. Die Angeklagten weisen diese Bemerkung mit Entrüstung zurück und benennen mehrere Beugen, die bekunden werden, daß sie zumeist gearbeitet haben.- Kriminalfommissar v. Bodungen: Meine Bekundungen beziehen sich ganz besonders auf den Angeklagten Jahn, bezüglich deffen eine Arbeitsstelle nicht ermittelt werden fonnte. Angefl. Jahn: Ich habe in den letzten drei Wochen gearbeitet, ich fann dafür Zeugen benennen. Präs. Der Um stand, daß eine Arbeitsstelle nicht ermittelt werden konnte, schließt ja nicht aus, daß Sie troßdem gearbeitet haben. Der Präfident verliest hierauf eine Verfügung des Berliner Polizei- Präfidiums, wonach die Geldsammlung für entschieden freifinnige Wahlen" nicht verboten sei. Staatsanwalt: Jch habe in einem Beitungsbericht gelesen, daß Herr Kriminalfommiffar Schöne gestern gesagt haben soll: er habe die Mittheilung, daß die Parteikaffe an den Bruder des Abgeordneten Singer abgeliefert worden ſei, Don einer vertrauenswürdigen Seite mitgetheilt worden sei. Ich habe das Wort„ vertrauens würdig" nicht gehört.- Präs. Ich habe das Wort„ vertrauenswürdig" auch nicht gehört. Beuge Kriminalfommiffar Schöne: Ich habe nur gesagt, daß ich die betreffende Mittheilung gehört habe. Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Meschelfohn: Ich höre heute zum ersten Male, daß ein Unterschied gemacht wird über vertrauenswürdiger" und nicht ,, vertrauenswür
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ertheilt.
fularbeiträge in Höhe von 30 700 000 m. bewilligt.
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Flora" ist heute Vormittag aus Ronstantinopel bier ( Nach Schluß der Redaktion eingetroffen.)
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diger Quelle." Es erscheint hierauf als Beugin eine Frau jähriger Finanzperioden und vierjähriger Wahlperioden
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Paris , 23. Februar. Prozeß gegen Wilson und Ge führt aus, daß kein Beweis dafür erbracht worden! wegen des Ordenshandels. Der Vertheidiger Wilson's, an Wilson gewendet, hätten auf Wilsons Zeitungen fub Der weil fie gewußt hätten, wie sehr Wilson die Propaganda die republikanische Sache sich angelegen sein laffe. Die u rechte gerichtliche Verfolgung Wilsons sei angeſtrengt unter dem Drud der öffentlichen Meinung und aus Gr der Politik. Der Vertheidiger wies schließlich auf den S und Kummer hin, der dem früheren Präsidenten Grevy b Rom, Donnerstag, 23. Februar. Die Deputirtentam Ihat heute ihre Arbeiten wieder aufgenommen. Bom Fin minister wurden mehrere auf finanzielle Maßnahmen
Thiele: Ich wohnte bei der Familie Apelt. Herr Apelt fam oftmals sehr spät Nachts nach Hause; seine Frau sagte mir, daß er in Parteiversammlungen sei. Als Apelt verhaftet wurde, hat Frau Apelt eine Anzahl Papiere verbrannt, was das für Papiere waren, weiß ich nicht. Die Apelt'schen Eheleute führten ein sehr schlechtes Familienleben, Apelt schlug seine Frau oftmals derartig, daß fie des Nachts laut um Hilfe rief. Als Apelt verhaftet war, erzählte mir Frau Apelt, daß die Parteitaffe, in der 15 000 M. enthalten waren, von einigen Sozialdemokraten abgeholt worden ist. Frau Apelt sagte mir, wenn die Kaffe nicht schon abgeholt worden wäre, dann wäre ich mit der Kaffe mit dem Maurer März nach der Schweiz gegangen. Eines Sonntags wurde Frau Apelt aufgefordert, nach Treptow zu kommen; ich redete ihr noch ab, diese Fahrt zu unternehmen, da schlechtes Wetter war. Frau Apelt fuhr aber doch mit März nach Treptow . Sie erzählte mir am folgenden Tage: Es hat eine Versammlung von etwa 9 Personen unter freiem Himmel stattgefunden. Die Leute hätten ihr derartige Vorwürfe gemacht, daß, wenn nicht März B. Cronheim in Berlin . Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.
Die heutige Verhandlung findet im kleinen Schwurgerichts, saale statt. Den Vertretern der Preffe ist es heute gestattet worden, auf den Bänken der Geschworenen Platz zu nehmen. Der Andrang des Publikums ist ebenso wie an den vorhergehenden Tagen ein ganz immenfer. Gegen 10 Uhr Vormit tags eröffnet der Präsident, Landgerichtsrath v. Matomasti die Sigung. Auf Antrag des Staatsanwalts wird zunächst Kriminaltommiffar Graf Stillfried über die vor einiger Zeit hierselbst erfolgte Verhaftung der Baate'schen Eheleute vernommen. Der Kriminalfom miffar befundet: An einen Mann fam vor einigen Wochen ein Packet aus Köln an, in dem eine große Zahl von Exemplaren des Sozialdemokrat" enthalten war. Der Mann wußte nicht, wie er zu dieser Sendung kam. Der Sohn des Mannes, der mit Baate befreundet ist, ging zu diesem und machte ihm von der Ankunft des Packets Mittheilung. Baake antwortete dem jungen Manne: Es ist gut, das Packet wird abgeholt werden. Bald darauf fam Frau Baate mit einer Freundin zu dem Manne und holte das Packet ab. Die Polizei erhielt Kunde von dieser Sendung, ich nahm deshalb bei Baate eine Haussuchung vor, die jedoch kein Resultat ergab. Es wurde nur ein Exemplar der Nr. 52 des„ Sozialdemokrat" vorgefunden. Diese Nummer soll in dem Packet enthalten geVerantwortlicher Redakteur:
das Vorgehen gegen Wilson bereitet worden sei.
Vorlagen eingebracht.
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