nienburgerfiraße dürfte Werth und Leben dadurch gewinnen. Vielleicht bekommt bei diefer Gelegenheit auch die Uferstraße Am Kupfergraben" die wünschenswerthe Umgestaltung, beson­bers auf dem Thelle nächst der Weidendammer Brücke, wo fte augenblicklich ein einer Weltstadt mehr als unwürdiges Aus fehen hat. Geplant ist all das freilich schon längst, aber es wird endlich auch Zeit, daß es zur Ausführung gelangt.

Stelle paffirt war. Das Unglüd selbst ist, als es geschah, von ben wenigsten Baffagieren des Buges wahrgenommen worden Erst als der Bug dicht vor der Durchfahrt durch den Tunnel des Bahnlörpers der vom Hamburger Bahnhof verkehrenden Vorortszüge plößlich anhielt, erfuhren fte, was fich foeben zu getragen hatte. Dem Anscheine nach hatte die Maschine in ihrer ganzen Breite das Pferd erfaßt und, es zermalmend, mit fidh fortgeriffen. Große Fleischftüde und Knochen des Thieres hafteten an den Rädern der Lokomotive und wurden von den selben nunmehr entfernt. Der Kutscher laa, aus einer Kopf munde blutend, in der Nähe der Unglüdsstätte rechts vom Bahntörper besinnungslos an der Erde. Er war bei dem Bu sammenstoß aus dem Wagen geschleudert und mit Bebemens niedergefallen. Der Wagen war zertrümmert und die Ladung meist Räucherwaaren, lag zerstreut umber. Als der Zug hielt, trat webllagend der Bahnwärter, ein erst fürzlich vereideter p beiter, Namens Schüler aus Spandau , an den Bugführer heran und rief aus: Sie hätten auch vorher pfeifen sollen; nu muß ich sehen, wie der Mann und das Pferd todtgefahren Nach einem Aufenthalt von etwa 15 Minuten fegte der Zug feine Fahrt fort, und vom Bahnhof Westend wurde das Un glück nach dem Lehrter Bahnhof in Spandau gemeldet, worauf Dann der verunglückte Kutscher sofort abgeholt wurde. Der den Bahnwärter dienst verrichtende Arbeiter wurde bald darauf abge löst. Es steht fest, daß die Barrièren nicht geschloffen waren. Der Kutscher ist am Sonnabend infolge der erhaltenen Be legungen geftorben.

trages wird durch die Ungewißheit die Industrie mehr schädigen, als es der Vertrag schlimmstenfalls thun tönnte. Es ist Uebung des Hauses, falls von einer größeren Anzahl von Mitgliedern Kommiffionsberathung gewünscht wird, diese auch eintreten zu laffen, falls nicht gerade befondere Gründe dagegen sprechen. Diese Gründe liegen aber hier vor in der Geschäftslage des Reichstags. Der Vertrag muß bis zum 1. Januar genehmigt Zu den Schulkrankheiten gehört in erster Reihe die sein, und es ist ein offenes Geheimniß, daß der Reichstag nur Ueber noch in dieser Woche Sizungen halten wird. Der Vertrag seitliche Rüdgratsverkrümmung, Schiefheit, Stoltose. dürfte nicht zu Stande lommen, selbst wenn eine dahin zielende dieses Thema sprach in der legten Sigung des Berliner medi­Abficht in der Kommission nicht besteht. Die einschlägigen Bezinisch- pädagogischen Vereins" Dr. Korn, indem er weiter aus führte: Wir betrachten hier nur die aus schlechter Körperhaltung titionen find bereits in der Petitionstommiffion eingehend ge prüft worden, und das Resultat dieser Prüfung wird noch entstehende Verunstaltung. Sie ist eine der häufigsten des heute nach der zweiten Lesung mitgetheilt werden. Die Inter menschlichen Körpers, wird in ihrem Entstehen leicht verhütet, wenn entwickelt, schwer oder gar nicht geheilt. Bei feiner effenten werden in diesen fte berührenden Fragen jedenfalls ge­Krankheit gilt der ärztliche Grundsay: wirte den Anfängen hört werden. entgegen", mehr als bei dieser. Geht man von der Anschauung aus, daß einseitige Belastung der im Wachsthum befindlichen Wirbelsäule die Hauptursache bildet, so bildet die Schreibhaltung der Schulkinder die häufigste Gelegenheit zur Entwickelung der Stoliose. Die im Entstehen begriffenen, noch nachgiebigen Ver frümmungen( bas erste Stadium der Krankheit), denen man im frühen Schulalter außerordentlich häufig begegnet, laffen sich im Elternhause mit Unterstügung der Schule noch leicht heilen. Eulen. burg fand unter 1000 stoliotischen Patienten die Stoliose 564 Mal bei Kindern im Alter von 7-10 Jahren, und Adams die geschilderte Krümmung unter 599 Belasteten 470 Mal, und Diese entspricht der fehlerhaften Schreibhaltung der Schulkinder. Läßt man das Kind die Arme über den Kopf halten oder den Kopf vorne überbeugen bis zu gleicher Höhe mit dem Becken, Kopf vorne überbeugen bis zu gleicher Höhe mit dem Beden, bei gestreckten Beinen und schlaff herunterhängenden Armen, Zeigen fich bann verschwinden Krümmungen erften Grades. bei dieser Vorbeugehaltung seitliche Ausbiegufig und Erhöhung der einen Seite, dann haben wir es auch nicht mehr mit dem ersten Stadium der Stoliofe zu thun. Für das erste Stadium ist unter anderem zu empfehlen: vor allem Vermeidung der falschen Schreibhaltung im Hause und in der Schule. Dazu gehört die Einführung praktischer, zwedmäßiger Size in Schule und Haus, sowie genügende, geeignete Beleuchtung; ferner der Schiefe Sig( Bollmann), die Schwebe, und unter den turne rischen Freiübungen solche wie Armheben seitwärts, Behenstand mit oder ohne auf den Kopf gelegtes Riffen. Das ge wöhnliche Turnen ist nüglich, aber nicht ausreichend. schenswerth bleibt, daß die jungen Schulkinder möglichst wenig schreiben.

Abg. Grad( Elsaß- Lothringen ) wünscht, daß der Gegen stand in einer Kommiffion geprüft werde. Die Schweiz hat sich auch über den bisherigen Vertrag nicht zu beklagen, denn die Einfuhr und Ausfuhr decken fich fast. In der legten Beit haben fich die Zustände für die Schweiz noch gebeffert, was in noch höherem Maße eintreten wird durch die Herablegung des Seiden. zolles von 800 auf 600 M. Mit dem Abg Trimborn bedauert Rebner die Lage der Handweberei am Rhein , die vorzugsweise durch die Konkurrenz der Lokomobile herbeigeführt set. In Bett tionen aus dem Elsaß werde ferner gegen die Herabsetzung des Uhrenzolles geeifert, und zwar mit vielem Grund. Auch hier dürfte die Kommiffionsberathung am Plage sein.

Abg. Bamberger : Jch würde die Debatte in diesem ersten Stadium nicht verlängern, wenn ich nicht davon durchdrungen wäre, daß hier das Schicksal der Vorlage entschieden wird. Eine Produktion zu ermuntern, fte zu erhalten durch Schutzölle ist ja die allgemeine Ansicht der Schutzöllner, aber eine Industrie erst darauf zu gründen, daß ihr erst ein Boll gewährt wird, fie aufzuführen hinter einer Schußmauer von Boll, das ist die gewagtefte Konsequenz, die mon aus dem Schußzollsystem ziehen fann. Wer hat denn jemand entschädigt, als 1878, 1879, 1885 mit einem Male das ganze Syftem des deutschen Bollwesens auf andere Füße gestellt wurde? Und hier tommt mit einem Mal diese Frage bei der herabfeßung des Bolles um 200 M. bei einem so enorm theuren Artikel. Das ist tas große Ge schrei gar nicht weith. Davon fann die Industrie weder leben noch sterben. Erwägen Sie doch die Erfahrungen anderer Länder mit einem folchen Bolllrieg, wir haben es zwischen Rumänien und Desterreich erlebt, und erleben es jetzt an dem Zustand zwischen Frankreich und Italien : eine Noth, wo Jeder zulegt auch in seinem point' honneur engagirt ist, nicht nachgeben zu können, wo Jeder im Stillen seufzt über bas maßlose Unheil durch die Verwirrung in dem hartnäckigen Bollirieg. Wenn zwei Länder fich auf diese Weise entzweien, ist immer ein lachender Erbe da, ein tertius gaudens, der erbt zum Schaden derer, die fich entzweit haben. Wir haben Vor­theile genoffen und ziehen noch beständig Vortheil, und je wuch tiger fich Frankreich und Stalien betriegen, um so größer ist unser Bortheil. Unsere Industrie freut sich dieser Verwirrung, und tämen wir mit der Schweiz in diese Lage, würden namentlich Desterreich mit seinem soweit gehenden Bündniß mit der Schweiz und Frankreich , das nur darauf lauert, uns etwas zu entreißen, fich über die Maßen freuen, daß wir durch unsere thörichten Ber handlungen ihnen die Wege geebnet haben. Und find einmal die Bahnen des Handels geändert, dann werden die alten ver lorenen Wege nicht so schnell wiedergefunden. Darum weg mit dem Vorschlag, mit diesem Vertrag noch zu zaubern und ihn in eine Kommission zu verweisen. Nehmen Sie ihn an und die ganze deutsche Industrie, der ganze deutsche Handel wird ihnen Dankbar sein!

Damit schließt die erste Berathung. Der Antrag auf tom­miffarische Berathung wird gegen die Stimmen des Bentrums und der Nationalliberalen Websly, v. Fischer, Engler und des Elfäffers Giad abgelehnt.

Bei der zweiten Berathung werden die einzelnen Artikel des Vertrages angenommen, nachdem der Abg. Krafft( nl) das Be dauern der Gypsinteressenten zum Ausdrud gebracht, die gehofft hätten, daß der nur auf schweizerischer, nicht auf deutscher Seite

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Bum Droffelfang- Unfug berichtet die ,, Monatsschrift de Deutschen Vereins zum Schuß der Vogelwelt": Daß fro unserer und verwandter Vereine Anstrengung dem Waffenfang der Droffeln im neuen Vogelschutzgesetze doch nicht Einhalt g than wurde, ist tief zu beklagen. Doch dürfen wir, auch wen in der nächsten Beit fein Erfolg zu erwarten ist, in der Agitation gegen dieses Unwefen nicht müde werden. Pflicht bleibt aud Von 100 von einem Jäger eingelieferten daß die Ve ohne Erfolg Pflicht.

Rrammetsvögeln" waren 97 Singbroffeln, 3 Weinbroffeln, al fein einziges Stud Wachholderbroffel! Die Wachholderbroffel und Amseln fangen fich schwerer, leicht dagegen aber auft den herrlichen, den Wald mit fröhlichem Gefange belebenden Singbroffeln auch viele andere nügliche Vögel, wie Rothteblchen Grasmüden, die gutmüthigen Gimpel, später die schönen Selden schwänze u. s. 1."

Burückgewiesene Beschwerde. Im Laufe des ver gangenen Monats fand in Randel's Salon eine Arbeiterinnen versammlung statt, aus welcher die Männer polizeilich verwiesen wurden. Die seitens der Einberuferin, Frau Antonie Leuschner, beim Polizeipräfidenten erhobene Beschwerde ist in folgender Begründung zurückgewiesen worden: Auf die Beschwerde vom 19. November erwidere ich Ihnen, daß ich die von dem Polizei lieutenant Bieste vor Beginn der am 15. November in dem Lotal Invalidenstraße 1 abgehaltenen Frauenversammlung zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung unter den bereits Versammelten, fowie im ficherheitspolizeilichen Intereffe ge troffenen Maßregeln nur zu billigen vermag. Bunächst ist Ihre Annahme, daß der genannte Beamte zu den fraglichen Maß regeln deshalb nicht befugt gewesen sei, weil er nicht mit der Ueberwachung eine der Versammlung beauftragt war, irrige. Denn diese Maßregeln finden nicht in dem der Polizei in Bezug auf Versammlungen eingeräumten Ueberwachunge recht, sondern in der generellen Vorschrift des all gemeinen Landrechts Theil 11, Titel 17§ 10, wonach es der Polizei obliegt, die nöthigen Anstalten zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu treffen" ihre Be gründung. Die einzelnen Punkte Ihrer Beschwerde anlangend, so war bei der thatsächlich vorhandenen Ueberfüllung des Ver­fammlungslotals eine theilweise Räumung deffelben als noth wendig zu erachten, und die seitens des Polizeilieutenants Bieste getroffene Anordnung, daß die anwesenden herren das Lotal verlassen sollten, um so mehr gerecht fertigt, als nur eine Frauenversammlung angemeldet war, und die zu derselben erschienenen Herren mithin nur als Gäste

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Die ehemalige Schlächterwiese vor dem Halleschen Thore ist jest in voller Entwidelung zu einem neuen Sta theile mit schönen, breiten Straßen begriffen. Das jüng Geschlecht tennt taum mehr den alten Namen, das ältere noch die Heerden der Rölnischen Schlächter hier weiden feb ist in der Jugend über den breiten Plan am türkischen F hof vorbei zum Turnen nach der Hafenbaide gewandert, älteste Geschlecht aber hat wohl auch als Bürgerwehr hier unter Oberst Aschoff bei Julibige ererzitt, während die Herren Söhne nach Schluß der Schule herausströmten, um Baters Helben thaten" zuzusehen und ihm wohl auch stolz den Stubfuß na Hause zu tragen. Heute umspannen die ehemalige Wiese bereits auf drei Seiten die Urban, die Bärwald und die Grimm straße. Dazwischen aber liegen noch städtische Steinplät Bimmerpläge u. dergl. Hier wohnen die Leute in Berlin no ganz ländlich in leichten Fachwerk Häuschen, die von

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Gärten umgeben find, um deren Dächer Tauben schwirten und auf deren Höfen Hühnerschaaren fich tummeln. Von allen Seiten her aber rüden die Miethskasernen Joyll näher, und bald wird man auch von ihm nur noch fingen und sagen" wie von der ganzen ehemaligen Schlächte mit 30 M.,

wiese.

Polizeibericht. Am 10. b. M. Vormittags wurde Schuhmacher in seiner Wohnung in der Frankfurterstraße hängt vorgefunden. Die Leiche wurde nach dem Leichenscha hause gebracht. Als der Kutscher Sommer Nachmittags

feinem Wagen in das Grundstüd Rottbuserbdamm Nr. 3839

erlitt

einfahren wollte und die Pferde zu diesem Swed beim führte, wurde er durch die Spige der Deichsel derartig die Wand gedrückt, daß er schwere innere Verlegungen und nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden mußte Abends wurde an der Ede der Waßmann und Weberfiraße

erhobene Gypszoll in Wegfall fommen würde. Er hoffe, daß anzusehen waren. Ihre Angabe ferner, daß die Ueberfüllung Arbeitsbursche von einem Möbelwagen und vor dem Haule des Hauptsaales erst durch die von dem Polizeilieutenant Bieste Rottbuser Ufer 34 ein Bierverleger von einem Roblenwagen angeordnete Leerung des Nebensaales hervorgerufen sei, ist durch überfahren. Beide erlitten ziemlich bedeutende Quetschungen

auf den Wunsch der Intereffenten bei Wiederaufnahme der Verhandlungen noch zurüdgekommen werde.

Namens der Petitionskommission berichtet darauf Abg. Siegle über die zu dem Vertrag, namentlich auch aus Krefeld , eingegangenen Betitionen, und beantragt, dieselben durch die gefaßten Beschlüsse für erledigt zu erklären.

Abg. Trimborn: Es ist betont worden, daß der bisherige Boll feine Rechtfertigung hat, well in der Schweiz und Jtalien Die Weberlöbne fast halb so hoch find als bei uns. Bezüglich der Borbaltung über die Anficht der Krefelder Handelskammer, daß der Uebergang von der Halbseide zur Selde der Handweberei nicht zum Vortheil gereicht habe, bemerke ich, daß heute in ganz Krefeld nur eine einzige Stimme herrscht:" Verwerfung der betreffenden Bollpofition des Busaßvertrages". Früher waren Die Intereffenten in Krefeld uneinig, weil die freihändlerisch angehauchte Handelskammer fich jeder Bollerhöhung widersezte. Von den 150 Jntereffenten haben 100 der Bollerhöhung wider ftrebt, die fich heute ebenfalls befehrt haben.

Das Haus vertagt fich um 4 Uhr. Nächste Sigung: Mittwoch 1 Uhr.( Anträge, betr. Befähigungsnachweis, und Wahlprüfungen.)

Lokales.

die angestellten amtlichen Ermittelungen nicht bestätigt worden. Vielmehr war die Ueberfüllung des Hauptsaales schon vor der Leerung des Nebensaales vorhanden. Die Leerung des Nebensaales aber zu fordern, war der Beamte berechtigt, weil einerseits ohne diese Maßregel die erforderliche Freihaltung eincs Nebenganges in dem Hauptsaale vor den Verbindungsthüren deffelben mit bem Nebensval unmöglich und tie Uebersicht über die Versamm lung für den Ueberwachungsbeamten mindestens sehr erschwert gewesen wäre, auch war der Nebensaal nach der Angabe des Wirths des Lolals für die Versammlung nicht mitvermiethet.

und mußten nach dem Krankenhause gebracht werden

Mittags entstand in der Seifenfabrit von Spielhagen, Roy firaße 30, Feuer, welches von der Feuerwehr nach dreiftündig

Thätigkeit gelöscht wurde.

Gerichts- Zeitung.

zur f ertlärt Gall führten Ver weisaufnah anwalt das bel Galle wurden; baß fie d Moreffen

* Ein Nachspiel zu den Kommunalwahlen fand gestern vor der 4. Straftammer des Landgerichts I statt. But Beit der Wahlen im 14. und 24. Kommunal- Wahlbezirt wurden von Seiten der Sozialdemokraten in beiden Bezirken Flugblätter Polizeipräftdent v. Richthofen. Gegen Fräulein Jagert, welche verbreitet, welche unter Darlegung der vorhandenen Migfände

in jener Versammlung gegen die Ausweifung der Männer pros testirte und allein die Einberuferin als zum Einschreiten berechtigt ansah, ist die Untersuchung eingeleitet worden."

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zur Wahl sozialdemokratischer Vertreter aufforderten. Die Be

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breitung wurde theilweise durch offene Hingabe, theilweife auch in der Weise bewirkt, daß man die Blätter in Rouver Folgende Statistik über Todesursachen giebt eine verschloß, auf welchen die Adressen der Wähler vergeldne waren. Am 10. Juni fand die Verbreitung des bezüglichen Flugblattes für den 14. Wahlbezirk statt und eine größere An zirk begeben, um die Vertheilung vorzunehmen. Die Bolige

Beitung des vorigen Jahrhunderts. Sie schreibt: Jm vorigen Jahre starben:

infolge von Dottor und Rezepten. 196 Männer, 255 Frauen weil fte nicht geadelt wurden aus Neid

aus Merger über die Wahlen zur

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verrückt durch Finanzoperationen unbekannte Launen

Schreibsucht

Hochmuth wegen Rangerhöhung

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weil von anderen mehr gesprochen

Eheleute, die vom andern Theil todt geärgert wurden

Bram über strenge Kritit.

Verdruß über Untauglichkeit der Dienstboten

Bu start geschnürt

Rinder, die zu weichlich erzogen wurden

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13 männl., 39 weibl. Ueber den Unglücksfall auf dem Geleise der Lehrter Bahn hinter Ruhleben berichtet der Anz. f. d. Havel

zahl von Personen hatte fich zu diesem 3wede nach jenem

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wollte jedoch die Verbreitung des Flugblattes verhindern es war deshalb ein starkes Aufgebot von Kriminalbeamten hin beordert worden, welche auf die Verbreiter fahnden Es wurden denn auch folgende neun Personen angehalten

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aur Polizeiwache fiftirt: Töpfer Leo Profos, Bofamentier

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Rudolf Klau, Arbeiter Otto Rennthaler, Hermann Apfelgrün, Tischler Albert Fride, binder Dtto Galle, Tischler Friedrich Giedo Weber Hermann Mähler und Mechaniker Friebrid

Schrader. Bei den Genannten wurden mehr

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weniger Exemplare von dem Flugblatt für den 14. Wablbe und bei Galle , außer einem Exemplar für den 14., noch 26 Exemplare des 24. Wahlbezirls vorgefunden, während Mable nur Flugblätter des 24. Wahlbezirks bei sich hatte. Auf Grund der polizeilichen Erhebungen wurden Profos, Klau und Renn thaler angeklagt, ohne polizeiliche Genehmigung Drucfchriften an öffentlichen Drten verbreitet zu haben, während Apfelgrün Fride, Galle , Biedow, Mäbler und Schrader beschuldigt wurden unbekannten Personen, welche ohne polizeiliche Genehmigung

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land" noch folgendes nähere: Als der Vormittags 8 Uhr Druckschriften an öffentlichen Orten verbreiteten, aur Begebung

43 Minuten vom Lehrter Bahnhof in Spandau abgefahrene Vorortszug fich der Charlottenburger Chauffee näherte, war gerade hier infolge der Nähe der Wiesen und des Spreelaufes Der Rebel

Die Charlottenstraße ist durch den ablehnenden Bescheid des Raisers bezüglich der Durchlegung der Pferdebahn durch die Friedrichstraße zu einer größeren Beanspruchung des öffentlichen Intereffes gelangt, als dies früher der Fall gewesen ist. Unter Den vier großen Parallel- Adern, welche die Friedrichstadt durch schneiden, war fie in früheren Jahrzehnten das Aschenbrödel. Wenn fich auch die Markgrafen und Jeruſalemerstraße, was die Großartigkeit des Verkehrs anlangt, nicht mit der mächtigen Lebensader meffen lönnen, welche vom Dranienburger bis zum Halleschen Thor und noch über dieselben hinausreicht, so haben fie vor der Charlottenstraße doch den wesentlichen Vortheil vor aus, daß fie nicht in eine Sacaafse münden. Denn ungünstiger fann unmöglich eine große, schön angelegte Straße anheben und abschließen, wie dies bei der Charlottenftreße der Fall ist- an der einen Seite begrenzt von dem ewig stillen Enteplag, an der anderen von der Dorotheenstraße in ihrem verkehrärmsten Theile. So kann fich der heutige Berliner taum vorstellen, wie todt, wie verlaffen diese schöne Straße noch vor zwei Jahrzehnten lag. Leben brachte erst die Pferdeeisenbahn hinein, die Grund ftüde ftiegen im Werth, die winzigen Häuser, aus der gemüthlichen Belt Alt Berlins stammend wichen großen Brachthauten. Die Charlottenstraße mag fich damals wie Dorn röschen vorgekommen sein, da es aus einem langen Schlaf erwachte, denn Jahrhunderte hat es auch gebauert, bis fte die Bedeutung für den Verkehr erhielt, welche fte der Länge und Jabre nach längst verdiente. Jst fte nun erst an der Stelle zwischen der Behrenstraße und Unter den Linden verbreitert und über die Dorotheenstraße hinausgeführt, dann fann fte beffer als die Friedrichstraße und jede andere ihrer Parallelen den Ber tehr bewältigen, welcher mit der Anlage der Pferdebahn noth wendig verbunden ist. Swar im Süden lann die Charlotten ftraße teine wesentliche Aenderung mehr erfahren. Ueber die Rochstraße hinaus wird sie immer still bleiben. Und eine Weiter führung über den Enkeplay hinaus bis etwa in die Linden ftraße erscheint nach menschlicher Berechnung für alle Beiten aus gefchloffen. Um so wichtiger aber wird diese Umgestaltung für ben Norden Berlins werden, welcher endlich einmal durch eine zweite Verkehrsader mit dem Mittelpunkte der Stadt verbunden werden wird. Bumal die Gegend zwischen Leipziger - und Dra

weit schen. Einige Paffagiere bemerkten aber von den Waggon Ministerialverordnung.- Angeklagter Profos ließ fich gege

fenstern aus einen Brauerwagen, der unmittelbar vor der Loko­motive das Geleise paffirt haben mußte. Diese Wahrnehmung war in der That richtig. Es war ein Flaschenbierwagen der

Berliner Unionsbrauerei, welcher fast um Haarbreite gleichfalls Häusern vertheilt werden sollten. Alle Blätter waren in ge

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dieses Bergehens wissentlich Hilfe geleistet zu haben. der Vernehmung erklärten fich sämmtliche Angeklagten Sozialdemokraten, bestritten aber die Verlegung der angezogenen Bestimmungen des Sozialistengesetzes und der belannten die Anklage folgendermaßen aus: Ich erhielt die Flugblätter an jenem Tage von einem Freunde, der mir auftrug, biefelben Inach der Wrangelstraße zu bringen, wo sie in bestimmten schloffenen Kouverts, welche die Namen der Wähler fener Häuser enthielten. Einen Auftrag, die Flugblätter auf bes Straße oder an sonstigen öffentlichen Orten zu vertheilen, batte ich nicht; ich habe nur zwei Exemplare in Kouverts verabfolgen Angeklagter Klau ve weigerte die Auskunft darüber, von wem er die Flugblätter empfangen habe. Diefelben waren ebenfalls in Rouverts gepadt Als er in einem Hause die Vertheilung vornehmen wollte, wurde er verhaftet.- Angeklagter Rennthaler wurde von einem die Pferde beruhigen tönnen, und als er in Spandau anlangte, Besuch tam er nach und begab sich mit den verfchloffenen Row Der Karriere davon. Erst dieffetts Rubleben hat der Kutscher Bekannten ersucht, bei der Verbreitung behilflich zu sein. Diefen

vom Buge erfaßt worden wäre. Der dieses bem Spandauerbod mit dem Führer des war auf Friesecke'schen Gefährts zusammengetroffen, und beide hatten fich verabredet, noch auf dem Stresom im Kunze'schen Lokal zufammen einzutebren. Sie traten die Fahrt nach Spandau auch zu gleicher Beit an, und der Bierlutscher hatte einen ganz geringen Vorsprung. Als er eben über das Bahngeletse fuhr, fab er plöglich in seiner nächsten Nähe den Bug heranbrausen, und nun wurden die Pferde plötzlich wild und jagten in rasens

wußte er nicht, was einen Schritt hinter ihm an der kritischen

fönnen, well ich verhaftet wurde.

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