allen

sondern 1991 M. 70 Pf. Kaufpreis eingefordert. U., welcher anfangs nicht zahlen wollte, ließ sich jedoch durch den rede­gewandten Ueberbringer der Zigarren dazu bestimmen, die ge= forderte Summe zu zahlen. Hinterher mochte ihm aber doch wohl der Gedanke kommen, daß es bei diesem Geschäft nicht ganz reinlich zugegangen sei und nachdem er durch Sach­verständige hatte feststellen lassen, daß die Zigarren nicht die Hälfte des gezahlten Kaufpreises werth seien, forderte U. von dem Auktionator gegen Rückgabe der Zigarren das ge zahlte Geld zurück. F., der sich anfänglich auf gar nichts ein­lassen wollte, erklärte sich einige Tage später, als U. mit der Anzeige drohte, bereit, die Zigrrren für 1200 M. zurückzu­kaufen. U. ging indessen weder auf diesen ihm gemachten Vor­schlag ein, noch auf den andern, dahin gehend, doch die 1200 M. zu nehmen und die Zigarren nochmals versteigern zu lassen, natürlich in dem Auktionsgeschäft von F. und K. Endlich er­schien der Kompagnon" des F., der Kaufmann R. auf der Bildfläche und erklärte fich bereit, die Zigarren zurückzukaufen. Als aber die Bezahlung erfolgen sollte, wollte er nur 400 bis 500 M.baar und den Rest in eigenen Wechseln, zahlbar in 4-6 Monaten, geben, worauf U. indessen ebenfalls nicht ein­ging. Erst auf seine bestimmte Erklärung hin, sich auf gar nichts mehr einzulassen und die Sache der Staatsanwaltschaft anzuzeigen, erhielt U. die 1991 m. 70 Pf. zurück und wurde dafür seine Zigarren los, welche nun wohl einen anderen Räufer gefunden haben werden.

den großen Wellen der Ozeane, mit einer Schwingungsdauer von einigen Sekunden derartig, daß während der einer Hälfte der Schwingungsdauer ein großes Stück des Erdbodens, vielleicht der Baugrund einer ganzen Stadt mit Häusern und Thürmen, eine Neigung nach der einen Seite und während der anderen Hälfte der Schwingungs­dauer eine Neigung nach der entgegengesezten Seite erleidet, ganz wie ein großes Schiff auf den breiten Ozeanwellen. Daß hierbei die Eroschichten und die Gebäude teine Zerreißungen und Bertrümmungen erfahren, wird nur durch die Kleinheit dieser Fernwirkungen, die überhaupt nur durch sehr feine Wintelmessungsmittel wahrnehmbar sind, in Verbindung mit der Elastizität des Materials bedingt. Um die Größe dieser Schwankungen anschaulich zu machen, sei bemerkt, daß dieselben die Spike eines Thurmes von 100 Meter Höhe noch nicht um ein Zentimeter hin- und herbewegen würden. Bekannt­lich verursacht der bloße Winddruck viel stärkere Schwankungen hoher Gebäude. Ob nun die in der Nacht vom 11. zum 12. Juli hier beobachtete Wellenbewegung eine Fernwirkung des am 12. Juli telegraphisch gemeldeten Erdbebens in der Nähe von Taschkent in Mittelafien oder eines anderen fernen Erd­bebens gewesen ist, bleibt abzuwarten. Am 2. August 1885 war die auf der Berliner , Breslauer und Königsberger Stern­marte beobachtete Wellenbewegung in der That durch ein Erdbeben in der Nähe von Taschkent verursacht worden, dessen Wirkungen zur Fortpflanzung nach Berlin durch eine Strecke von rund 450 Kilom. nahezu eine halbe Stunde bedurft hatten. Wäre auch diesmal ein Erdbeben in Turkestan die Ursache der hier beobachteten Erscheinung gewesen, so müßte der Hauptstoß desselben nach Obigem am 11. Juli etwa um 11 Uhr Abends, Berliner Zeit, stattgefunden haben, welcher Zeitpunkt der Ortszeit 2% Uhr am Morgen des 12. Juli in Taschkent entspricht. Noch einige Worte über das nahe Zu­sammenfallen des Zeitpunktes der beobachteten Erdbeben­erscheinung mit dem Tage einer Mondfinsterniß und einer besonderen Mondnähe. Das vorerwähnte große Erdbeben in Turkestan vom 2. August 1885 war nicht mit einem dieser sogenannten kritischen" Tage, sondern nahezu mit einem legten Mondviertel und keineswegs mit einer besonderen Mondnähe zusammengefallen. Zur Zeit der Mondviertel finden bekanntlich die geringsten Gesammtwirkungen der Anziehungen der Himmelskörper im Sinne fleiner Gestaltänderungen des Erdkörpers und der auf demselben vorhandenen Flüssig­teitsoberflächen statt, weil alsdann die beiden für die Erde in wesentlichen Betracht kommenden Wirkungen dieser Art, nämlich die des Mondes und der Sonne, einander zum Theil aufheben, wogegen sie zur Vollmonds- und Neumonds­zeit an der Entstehung von sogenannten kritischen" Umständen zusammenarbeiten. Auf diese Umstände und Beziehungen ist die Wissenschaft bereits seit längerer Zeit aufmerksam ge­wesen, und sie hat bereits festgestellt, daß ein starker und wesentlicher Einfluß der Stellungen dieser Himmels­förper auf die Entstehung von Erdbeben und Wetter­fatastrophen nicht nachgewiesen ist, menn man ordent­liche Statistik treibt und sich nicht das Gedächtniß und das Urtheil durch den sensationellen Eindruck vereinzelten auffallenden Eintreffens trüben läßt, was bekannt­lich eine der wesentlichsten und gefährlichsten Schwächen mensch­lichen Urtheilens ist. Indessen hat vielleicht Herr Rudolf Falb , dem die Wissenschaft neuerdings eine erhöhte Aufmerksamkeit auf die bezüglichen Fragen verdankt, darin Recht, daß bei der Prüfung einer sehr großen Anzahl von Erscheinungen der in Rede stehenden Art ein kleiner Ueberschuß von solchen Fällen hervortritt, in denen Erdbeben mit den Zeitpunkten eines gesteigerten Zusammenwirkens der Anziehungen von Mond und Sonne nahe zusammengefallen sind, so daß, wie es scheint, die Steigerungen dieser Wirkungen einen zwar nicht wesentlichen, aber auch nicht verschwindend kleinen Antheil an der Hervorrufung oder Auslösung solcher Erscheinungen haben. Von δα bis zu einer praktisch werthvollen Voraussagung der Erdbebenerscheinungen für bestimmte Orte und Tage ist aber noch eine enorme Strecke,

Ein Theil der Berliner Bäckermeister sucht für die streifenden Gesellen dadurch Ersatz zu schaffen, daß sie persön lich in den benachbarten Städten nach Arbeitskräften Umschau halten. Am Sonnabend waren einige von ihnen zu diesem Zwecke in Brandenburg a. d. H., wie der Br. Anz." aber mittheilt; hat feiner der in der dortigen Herberge anwesenden Gesellen Arbeit angenommen, troßdem ihnen ein Wochenlohn von 18 Mark geboten wurde. Bravo!

-

aber immer noch die mitunter herz- und ohrenzerreißende Töne der Blechbläser aus der Dilettanten- Kapelle. Auch h hat sich endlich, auf eingehend motivirte Beschwerde be Polizeipräsidium diese Behörde zum Einschreiten veranlaßt funden, und zwar auf Grund der durch die amtlichen G bungen festgestellten Thatsache, daß die von der erwähnt Mufiftapelle abgegebenen Töne auch auf der Straße noch bar waren. Zwar versuchte der Wirth, diesem Uebelstande do durch abzuhelfen, daß er sämmtliche Fenster des Saales, welchem die Uebungen abgehalten wurden, schloß. Allein Temperatur der legten Zeit verleidete den Musikliebhabern liebgewonnenen Uebungsstunden und die lange gequälten Na baren haben vor Trommeln und Blechmusik Ruhe. Also täglich aber versammeln sich Trommler und Musiker, außerhalb des städtischen Weichbildes ihren Künsten obzuliege Zum Stralauer Fischzug, den man in diesem Jahre be schränken will, sollen seitens der Polizei nur noch solche Hände und Budenbefizer zugelassen werden, welche sich im Be eines für den Regierungsbezirk Potsdam giltigen Wande gewerbescheines befinden. Aller Wahrscheinlichkeit nach dür die Feier vom 18. bis einschließlich den 25. August dauern.

Man schreibt der Köln . Volks- 3tg." von hier: Gegenwärtig arbeitet die Reichsdruckerei an der Herstellung neuer Postwerthzeichen, welche am 1. Oktober d. I. zur Aus­gabe gelangen. Für die zwei verschiedenen Gattungen von Briefmarken unter und über zehn Pfennig ist nur je eine Zeich­nung angefertigt und, nach Ausführung geringfügiger, auf die Form des Reichsadlers und der Kaiserkrone bezüglicher Aende­rungen, dem Schnitte der Stempel zu Grunde gelegt worden. Die technische Ausführung der neuen Postwerthzeichen entspricht in der Hauptsache der früheren Herstellungsweise. Nur für das Gummiren, Trocknen und Zähneln der Postwerthzeichen sind neue mechanische Verrichtungen eingeführt worden, welche sich bis jetzt durchweg gut bewährt haben und als Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Verfahren zu erachten sind. Ein Er­suchen der Leipziger Zeitschrift für Deutschlands Buchdrucker um Ueberlassung der neuen Entwürfe zur Veröffentlichung für die Fachkreise lehnte das Reichspostamt ab, weil die Aenderun­gen zu geringfügig seien und die Entwürfe daher das erhoffte Interesse nicht finden würden.

da

geriffen besonders Frau G glauben,

man nur

Schmutz der Mu fchreiblich

Du

waarenge hatte sich Subalter Herr M. er bald Bülowstr schäft wa bei ihren Gatte

Anffallen

Ladenver

und als

jungen

Miether

wußte di

Gatten e

deffen Ka

anvertrau

fowie

Paar, m

verhältni

liegt inf

hiesigen

Unt

mußten vorüberge

in den d genascht, zeitiges(

Gefahr,

dringliche

diefelben

Anlagen

Wa

ein biefig

Brig begi

denn ihr

Jeden T

das Grab

fekte fich

Einer der interesantesten Punkte um Berlin einem Sonntag Vormittag ist der Ausgang der Wuhlhaide Köpenid. Eine fleine Brücke führt hier über den Wuhlgrabe der hier in die Spree mündet und bildet einen Engpaß, bu den Alles hindurch muß, was von Berlin kommt. Und vorgeschobener Posten von Köpenick liegt unmittelbar jenje der Brücke ein altes Wirthshaus, wahrscheinlich so alt, diese Heerstraße von Berlin zur Oder. Was Berlin an Krem partien nach Hirschgarten, Friedrichshagen u. s. w., aussend macht hier Halt, und das ist an Sonntagen nicht weni Eben herrscht noch tiefe Sonntagsstille, da erschallen aus Haide dumpfe Baufenschläge, ein Dugend Kremser raffeln die Brücke und in das Wirthshaus hinein stürmen 200 dur Berliner , bald in rothem Fez, bald in hohen Papiermü mit Schärpen, Kattunfracks und dergl. ausstaffirt. Nach Minuten ist der ganze Spuk verschwunden und die alte Walde ruhe liegt über dem Fleckchen Erde , bis ein neuer Anftun dieselbe unterbricht. Verdorbene Milch. Nach den vor etlichen Jahr schon vom Kreisphysikus Dr. Fuhrmann in Berlin in umfang lichem Maßstabe ausgeführten Versuchen fann ein Zwei darüber nicht mehr bestehen, daß der größte Theil der somme lichen, oft tödtlich endenden Brechdurchfälle kleiner Kinder den Genuß verdorbener Milch zurückzuführen ist. Sollte f zur Ernährung unserer Kleinen überhaupt nur solche Milch wendet werden, von welcher man sich die fefte Ueberzeugun verschaffen fonnte und verschafft hatte, daß sie vollkommen und gesund ist, so gilt dies noch mit besonderer Verschärfu für die gegenwärtige gefährliche Jahreszeit, deren hohe Temp ratur eben so sehr dem Verderben der Milch, wie dem b artigen Verlaufe der Brechdurchfälle günstig ist. Man fu aber nicht, wie es so häufig geschieht, nach guter Milch er

Trotz des Interesses, welches das Anwachsen Berlins zur Weltstadt bietet, werden doch die näheren For­men, in denen sich diese ungewöhnliche Bevölkerungszunahme vollzieht, noch vielfach nicht genügend beachtet; insbesondere gilt dies von dem Antheile, welchen der stetige und starke Zu­zug von außen an der Gestaltung der heutigen Einwohner­schaft hat. Zu Grunde gelegt sind der nachstehenden, dieser Frage gewidmeten Untersuchung die Ergebnisse der auf dem ortspolizeilichen Meldewesen der Hauptstadt beruhenden Fest­stellungen, welche allerdings, der Natur der Sache entsprechend, zum Theil die Zu- und Abzüge nicht unmittelbar nach ihrem Eintritte bekannt geben, doch aber für längere Perioden ein im wesentlichen richtiges Bild über den Verlauf der uns beschäfti­genden Erscheinung bieten. Der Zuzug nach und der Wegzug von Berlin weist nach unserer Quelle innerhalb des Jahr­zehntes 1879-1888 folgende Bewegung auf. Es wurden er­mittelt:

im Jahre

zugezogen nach

Berlin

Proz. d. gesammten

Einwohnerzuganges

des Jahres

uoa uǝbolǝßßǝa

Berlin

Proz. d. gesammten

Einwohnerabganges

des Jahres

als Ueberschuß

des Zuzuges

28 181 31 349 28 302 28 653 33 786 34 678 37 013 41566

1879 107 476 70,6 1880

1881

115 297 71,6 120 485 72,8

1882

123 454 72,9

79 295 71,6 83 948 70,8 92 183 73,7 94 801 74,6

1883

126 582

73,6

92 796

71,6

1884

129 328

73,6

94 850

73,2

Da

1885

137 541 74,5

100 528

75,1

1886

75,3

103 846

115 016 119 869 976 932

74,3 78,2

42 141

79,4

45 840 351 509

zu deren Zurücklegung die Menschheit noch sehr lange Zeit brauchen wird. Herr Rudolf Falb würde die An­näherung an dieses Ziel nicht fördern, sondern schädigend wirken, wenn er nicht bestrebt wäre, von seinen öffentlichen Hervorhebungen kritischer Tage das Mißverständniß fernzu­halten, als ob dieselben für Erdbeben- und Wettererscheinungen bereits an sich geeignet seien, im praktischen Leben als Anhalt für vorsorgliche Entschließungen zu dienen, während sie lediglich zur umfassendsten Beobachtung und Aufzeichnung der wirklichen Vorgänge anregen helfen sollten. Bei der großen Unbe­stimmtheit der fritischen" Ansagen nach Ort und Zeit würden sie sonst auf die Dauer viel mehr Schaden und Unruhe anstiften als verhüten. Die Zeitungen würden gut thun, in diesem Sinne, welcher, wenn ich nicht irre, den tieferen Absichten meines früheren engeren Fachgenossen Herrn Falb entspricht, zu wirken, als blos die Fälle des Eintreffens hervorzuheben. aber solche Bitten meistens ganz wirkungslos verhallen, kann man nur darauf hoffen, daß das Uebel schließlich selber die er­forderlichen Gegenwirkungen hervorbringen wird. Man wird nämlich, auf dem bisherigen Wege weiter gehend, durch die yerschiedensten Theorien, u. a. auch durch die Zenger'sche Theorie von dem maßgebenden Einflusse, den die Erscheinungen auf der Sonne in Verbindung mit der Drehung der Sonne auf die irdischen Vorgänge ausüben sollen, allmälig soviel fritische Tage bekommen, daß ihre Wirkung auf die Ge­müther von selber verblassen wird. Man wird alsdann auch bei uns auf die gegenwärtige, völlig unnöthige Erregung unseres großen Publikums über diese Dinge mit demselben Humor zurückblicken, mit welchem die übrigen Kulturvölker, ob­wohl sie andere mindestens ebenso wunderliche Erscheinungen bei sich selber finden könnten, diese Vorgänge in Deutschland jezt betrachten."

frifd

wann das Kind bereits erkrankt ist, sondern man ernähre regelmäßig mit zuverlässig guter Milch, um es vor zu bewahren.

welche gl auffiel.

Waffer p

man hing Erde auf

reißen, in

Kranthe

wieder h

Erde un

die plöbl

fräfte zu

Wahnfin

Gatten f

Grab ab

arme Fr Begleiter

Charitee

Spi

beherzige

Feuers

de

In der Affäre des unter dem Verdacht der Erpres und des Betrugs verhafteten Herausgebers des Wochenblatt Neu- Berlin", W. Friedenstein, schritt die Staatsanwaltsch erst nach mehrwöchigen sorgsamen Erhebungen zur Festnah des Betreffenden. Unter Anderen wurden zur Ermittelung Erpreffermanipulationen des F. dessen früherer Redakteur und die Direktoren mehrerer hervorragender Bühnen verno men, von welchen namentlich Direktor B. in der Lage war, Behörde sehr schäßbares Material zu liefern.

145 412 1887 157 157 76,3 1888 165 708 76,9 zuj. 1328 441| 8 441 Innerhalb des leßten Jahrzehntes ist hiernach neben einer regelmäßigen Steigerung des jährlichen Zuzuges sowohl wie des Antheiles der Einwanderung an der gesammten Be­völkerungsvermehrung eine ungefähr in gleichem Verhältnisse, wenn auch unregelmäßiger, verlaufende Zunahme der Aus­wanderung zu verzeichnen. Das Wachsthum der beiden Pro­zentzahlen im Zeitraume 1879 bis 1888 von 70,6 auf 76,9 be­ziehungsweise von 71,6 auf 79,4 erscheint gering gegenüber der absoluten Zunahme der Einwanderung der Auswanderung

Die Schwindel- Auktionen stehen in Berlin in voller Blüthe. Der Verein Berliner Auftionatoren" hat sich nun die gewiß recht lobenswerthe Aufgabe gestellt, diesem Unwesen nach Möglichkeit zu steuern, und der Vorstand ist eifrig be­müht, genügendes Material zu sammeln, um die Staatsanwalt­schaft in den einzelnen Fällen zum Einschreiten zu veranlassen. Neuerdings nun ist es dem wachsamen Vorstande gelungen, nachstehende Auktionsblüthe zu ermitteln und zur Anzeige zu bringen, die in der That recht lehrreich ist und einigermaßen zeigt, wie's gemacht wird". Ein hiesiger Kaufmann F., mel­cher sich Auktionator nennt, und ein in der Nähe Berlins wohn­Hafter Handelsmann K. haben sich seit längerer Zeit, so wird berichtet, zu dem Zwecke verbunden, öffentliche Auktionen abzu­halten. Nachdem sie unter der unrichtigen Angabe, daß die zu versteigernden Gegenstände aus einem Nachlaß herrühren, so­gar die Kühnheit hatten, den Namen eines kürzlich Verstor­benen auf den Ankündigungen zu nennen, legte sich vor einigen Monaten die Kriminalpolizei ins Mittel und ließ die fingirten Auftionen aufheben. Während die Untersuchung in dieser Sache noch schwebt, sezten die Herren F. und K. in einem Laden an der Schloßfreiheit das Auktionsgeschäft mit ungeschwächten Kräften fort. Am 14. Juni, als dortselbst eine große Bigarrenauftion abgehalten wurde, betrat der Friseur U. von hier das Auktionslokal und erstand meistbietend einen Posten Bigarren für 30 M. 50 Pf. Die Auktion wurde fortgesetzt und auf Zureden einer Anzahl sogenannter Anreißer", d. h. be­zahlter Mitbieter, erstand der Friseur des Weiteren Zigarren im Gesammtbetrage von 8-900 M. Sein Einwand, daß er nicht ausreichend mit Geld versehen sei und daher vom Mit­bieten Abstand nehmen wolle, war dadurch beseitigt worden, daß der Herr Auktionator sich erbot, das Kaufgeld zu kredi­tiren, wenn nur eine geringe Anzahlung geleistet würde, was auch geschah. Am anderen Tage wurden U. die auf der Auf­tion erstandenen Zigarren überbracht, aber nicht 800-900 M.,

-

des Ueberschusses der Einwanderung über die Auswanderung

da

Bengen einer Art Wettfahrt zwischen einem Gie

vom Stettiner Bahnhof nach Stralsund abfahrenden Persone

be

bahnzuge und einem Luftballon waren, wie ein Berichterstatte mittheilt, die Passagiere des fahrplanmäßig um 10 Uhr 35 Mi zuges. Der Zug hatte kaum die Bahnhalle verlassen, als did über demselben, in der Höhe von etwa 800 Metern, ein Luf ballon der Militärluftschifferabtheilung schwebte. In rafenda Eile, wie es schien von heftigem Winde getrieben, flog Ballon über die Ortschaften Pankow , Reinickendorf , Schönhol fort und immer in gleicher Richiung mit dem gleichfalls se schnell fahrenden Zuge. In Hermsdorf hatte der Bahnz noch einen Vorsprung, dann aber jagte das Luftfahrzeug von einem Sturmwinde gepackt, vorwärts und entschwand hu darauf den Augen der Passagiere, welche diese eigenar Wettfahrt mit lebhaftem Interesse verfolgt hatten. Als d Bug gegen 12 Uhr Oranienburg paffirte, erfuhr man, daß Ballon bereits eine halbe Stunde zuvor über Oranienburg schwebt habe.

von 100: 154 von 100 150 und von 100: 163. Wollte man auch annehmen, daß die Zahl der bei der Mehreinwanderung innerhalb der legten 10 Jahre Betheiligten von insgesammt 351 509 Röpfen ſeit ihrer Zugehörigkeit zur Einwohnerschaft Berlins sich nicht in stärkerem Grade durch Geburten vermehrt habe, als sie durch Todesfälle vermindert worden ist, so gelangt man doch zu dem Schlusse, daß immer­hin etwa 14 pet. der gegenwärtigen Bevölkerung Berlins ent­weder selbst innerhalb der letzten 10 Jahre nach der Deutschen Reichshauptstadt eingewandert sind oder von Eltern abstammen, welche zu Beginn jenes Jahrzehntes der Berliner Bürgerschaft nicht angehörten. Nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 waren übrigens von 1315 287 in Berlin als ortsanwesend gezählten Personen nur 557 226(= 42,36 pt.) geborene Berliner .

da

nung hat

In dem

C. in de

einer G

irgend m

findlichen

Schachtel

Wattenre

Kleidung

entfeßlich

Weife fic

besaß Ge

Brandw

gegnen, Refterha einen gr

Hilfe zur

er, falls fein wird

Ein

jüngsten

ungünstig

zuhalten,

gefeifelt,

vergnügte

Madchen

fellschaft

In der Nat.- Btg." findet sich folgende beherzigenswert Mahnung: Damen, welche mit ihrer Handarbeit im Freie fißen, seien gebeten, Zwirn und Seide oder sonstiges Fadenwe das bei der Arbeit abfällt, nicht auf den Boden zu werfen. sieht schon nicht gut aus, wenn solcher Abfall auf sauber haltenem Boden liegt, aber auch etwas anderes kommt noch Betracht. Die Vögel tragen dergleichen zu Neft, und leicht schieht es dann, daß die junge Brut in den Fäden die Füße fich verstrickt, deshalb nicht ausfliegen kann und elendiglich Grunde geht. In einem Garten auf dem Lande, von wo eben herkomme, wurde der Wein beschnitten.

Da fand

de

bit

Ne

Gärtner hinter dem Laube ein Fliegenschneppernest und dari zwei todte Vögel. Die Todesursache wurde bald erfannt; Füßchen der armen Thierlein waren mit Zwirn an das gefeffelt, so daß sie nicht hatten ausfliegen können, die Alte

Der

aber, die sonst sehr finderlieb sind, hatten sie endlich doch laffen. So mußten sie verhungern. Aehnliches kommt, ich höre, nicht selten vor. Auch sagte man mir, daß Taube sich mit den Füßen in das Fadenwerk verwickeln und dadur

Qual haben.

Einen interessanten Anblick bieten jezt die Schwalbe Dieselben sammeln sich zu Hunderten, ja zu Tausenden,

mit ihren Jungen gemeinsam Flugübungen zu machen. Hüb sieht es aus, wenn die Alten die Jungen höher und höh locken, bis plöglich die ganze Gesellschaft einen Dauerflug unter

nimmt.

10590

den

Dauer

mart

nicht an

Bräutiga

diese mit

dem Saa

fein fonn

zurück un

abgefühlt

Fall, die man nach

mit dem

Trockener verloren.

in das L

Wiederbe

zurückzub

Berlin in

hat die b

ihre bei i

geftimmt

Berlöbni

Ein interessantes Schauspiel bot sich gestern Morge den Bewohnern des Oranienplages dar. Zwei große Flüg Tauben freisten in früher Morgenstunde munter über Häusern der dortigen Gegend. Plößlich nahte ein Raubvogel sodann den anderen Flug zu trennen, um Beute zu erhasche dem Anschein nach ein Sperber, und versuchte zuerst den einen Die Tauben hielten jedoch zusammen. Die Verfolgung wohl über eine Viertelstunde und gewiß würde es dem Räube gelungen sein, seinen Plan zur Ausführung zu bringen, nicht der Befißer der Tauben erschienen, um ihn vom Dad aus durch eine Fahne zu verscheuchen. Hierauf freisten die be freiten Thiere noch längere Zeit in der Höhe, bis sie plöbli nach Abzug ihres Bedrohers dem heimischen Schlage zuflogen In die furchtbarste Aufregung wurden in der fünften Stunde des vorgestrigen Nachmittags die Passanten der Mar grafenstraße versezt. grafenstraße verfekt. Von der Hand seiner Mutter hatte bei der Krausenstraße allein zu überschreiten, als ein befrachtet der fleine, etwa sechsjährige Karl G. losgemacht, um den Damm Rollwagen in schneller Gangart aus dieser Straße herausfam um in die Martgrafenstraße einzubiegen. Die Mutter ruft diesem Moment den Knaben zurück, der wendet sich um,

Eine besondere Art von Vergnügungsvereinen zieht seit einiger Zeit die Aufmerksamkeit der den Vereins­lokalen benachbarten Bewohner auf sich. Es sind dies Trommler­und Musikvereine, welche an ihren wöchentlichen Zusammen­fünften und Uebungsabenden zu einer wahren Plage für die Nachbarschaft werden. Der Inhaber eines größeren Saales im Südosten der Stadt hatte während der Sommermonate wöchent­lich zwei Mal an einen Trommlerverein und ein Mal an einen Musiker- Dilettanten- Verein seinen Saal zu dem Zwecke über­laffen, damit diese Musikfreunde dort ihre Uebungen abhielten. Auf die erste Beschwerde der durch entsetzliche Blechmusik und Trommelwirbel bis 10 Uhr Abends gemarterten Hausbewohner verwies die Polizei zunächst auf den Klageweg; der Besizer des Hauses war abwesend, der Verwalter aber verfocht das Interesse des Lofalinhabers. Schließlich fruchteten gütliche Vor­

fid

läuft

schwer beladene Laftwagen. Mein Kind! Mein Kind

gerade in die Pferde hinein und über ihn hinweg geht der die Frau und bricht bewußtlos zusammen. Während die Mutter

in

nach einem benachbarten Laden gebracht wird, hat man zwischen vom Pflaster das Kind aufgehoben, das alle Welt rädert und zerschmettert glaubte. Aber nicht über den Knaben Uebungen auf lederüberzogenen Brettern, anstatt auf dem dröh- hinweg, sondern nur an ihm vorbei waren die Räder gegangen allerdings so haarscharf, daß dieselben ihm die Kleider

nenden, gespannten Kalbfell vorgenommen wurden. Es blieben

auf

Han

2 Uhr fa

dem Bau Gleichzeit

dem Mo

nahmt w Protokoll

Magdebu

Berlins,

eine öff

Salon,

dem Mo

Druckfach

Abwefen

nommen. amten de waren an

Gen Gefund

6. Juli

Schnitt be

Breslau

furt a.