Bentebren u

Die schlechteste Rubbutter fommt

anlaffung Napoleons III. kaum anzunehmen, daß jemals eine Wagenladung Handels­rechte Schule an dem schönen Heimathlande des Herrn Schweinburg, güter jene Gewässer erreichen wird. Wenn man aber erwägt, fagt der pralaus Galizien , und das ist der Humor von der Sache! daß der Beamten strengste Verschwiegenheit in allen Kompagnie Einsender fann Dußende von Fällen angeben, wo land- Angelegenheiten bei Strafe einer Geldbuße auferlegt war, so chülerinnen unfer tellungen außer de wirthschaftliche Preisrichter fich fäuschen ließen und Mar dürfte man vielleicht in dem Verhalten der Kompagnie einen

arin eine Aufgamen Bialdemokratie, austnechte, Dien

ne Unfumme hangarinebuiter für Kuhbutter hielten und mit dem ersten Preise originellen und zeitgemäßen Beitrag zur Lösung der afrikani­uszeichneten, worauf die Aussteller mit der Wahrheit herausschen Arbeiterfrage erblicken.

ziale Frage in de

Lübeck, 12. Auguft. Eine zum 10. August nach Stehr's Etablissement einberufene Metallarbeiter- Versammlung mit der Tagesordnung; Berichterstattung über den internationalen

Zu der Dresdener Bestechungsangelegenheit melden die Dresdener Nachrichten", daß der Musikdirektor Trenkler s ob diefelben niondern 3 Monaten Festungshaft verurtheilt worden. Derselbe tag Morgen auf Grund des§ 9 des Sozialistengeleges polizei­ar auf Roften durch kriegsgerichtliches Urtheil nicht zu 2 Monaten Arrest, Nrbeiterkongreß", Referent Theodor Schwark, wurde am Frei­dern fönnten; dat die Haft auf der Festung Königstein angetreten. Ueber die Pflichtstundenzahl der Volksschullehrer Stehr polizeilich verboten, den Einberufer der Versammlung, angelnden bat der Kultusminister von Goßler anläßlich eines Spezialfalls Eisendreher Hübner und den Herrn Theodor Schwark noch ahlung der Airlich eine bemerkenswerthe Verfügung erlaffen.

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angelangt, häll oten, nach fatt

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Ein

Ifeile Erwerbsar Lehrer, der in seinem Hebezettel nur zu einer bestimmten Au­ahl von Unterrichtsstunden verpflichtet und dem für etwaige noch verfchlimmebrstunden eine besondere Vergütung zugesichert war, hatte sich der Erwachen Aufhebung dieser Festseßung auf dem Rechtswege zu eren nur noch gen gewußt. Die Regierung wollte ihn wegen dieser Wahr­nehmung eines von ihr nicht anerkannten Rechtes auf eine war nicht zu, empfiehlt aber, den Lehrer auf seiner alten g mit mangela Stelle nicht zu mehr Stunden heranzuziehen, als er auf Grund Jeines Hebezettels zu geben verpflichtet ist, und ihn ferner so von jeder Erhöhung seines Dienſteinkommens auszu hn: Sparfamiließen, als er das Recht in Anspruch nimmt, für das mit

Schule tommende und Mangel b

"

lich verboten. Außerdem wurde dem Besizer des Lokals Herrn

ferner in seinem Lokale zu dulden; was um so merkwürdiger ist, da beide Herren weder notorische Trinker, noch Spieler find, auch nicht unter Kuratall stehen, Herr Schwarz aber, wie allgemein bekannt ist, überhaupt nicht in Wirthschaften ver fehrt.

In Remscheid , dem Amtsfiß des bekannten Pfarrers Thimmel, ist es in vergangener Woche anläßlich der Anwesen­tungen gekommen. Es wird darüber geschrieben:

des Erzbischofs frement von Köln , zu, argen Ausschrei­

Streifabsichten. Erft im Laufe der verflossenen Woche verbreitete fich das Gerücht, daß die Arbeiter der Zsolnay'schen Majolika­und Fayence- Fabrit mit den Bergmerksarbeitern in Szabolcs­Banna eine Unterredung gehabt hätten, in welcher besprochen wurde, daß eine Lohnaufbesserung und Herabfegung der Ar­beitsdauer angestrebt werden soll. Wiewohl auch dafür keine pofitiven Beweise erbracht wurden, daß diese Besprechung that­fächlich stattfand, sah sich die Behörde dennoch zur größten Wachsamkeit veranlaßt. In den jüngsten Tagen begab sich der Fünffirchner Ober- Stadthauptmann Herr Julius Lechner nach der Kolonie; doch hat er hier unter den Arbeitern absolut feinerlei Absicht zu ftreifen wahrgenommen. Die Bergarbeiter fahren wie sonst zur Grube, ernst und schweigfam, und am Abend, wenn die Arbeiter abgelöst werden, denken diefelben viel weniger an geheime Verschwörungen, denn an die erfehnte Ruhe. Unter den Arbeitern in der Szabolcser Grube fonnte man wohl eine gewisse Erregung bemerken und hie und da gab auch ein Arbeiter dem Wuniche nach Lohnerhöhung und Ver­besserung der Verhältnisse Ausdruck. Doch der überwiegende in der Kolonie arbeitende Theil der Arbeiter erinnert sich noch lebhaft des hier vor sieben Jahren stattgehabten Streits und seiner Folgen, die für die Arbeiter unerfeßliche Verluste be­deuteten. Es wurden damals zwischen den Arbeitern und den Soldaten förmliche Schlachten geliefert und der größte Theil der zumeist aus Böhmen stammenden Arbeiter wurde fammt Weibern und Kindern des Landes verwiesen. Vorsichtsmaß­regeln wurden allerdings getroffen. So wurde zur Vorsicht der Gendarmerieposten verstärkt und 60 Mann in die unmittel­bare Nähe der Rohlenbergwerke elozirt; auch die Polizeimann schaft wurde verstärkt, und da ſich das Gerücht verbreitete, daß der Streit am Sonnabend nach der Lohnauszahlung und Vertheilung des Vorschusses inszenirt werden soll, stand und steht noch jetzt auf Ansuchen des Fünfkirchner Bergwerks­Inspektorats ein Bataillon des 52. Infanterieregiments Erz­herzog Friedrich in Bereitschaft. Ob ein Streit ausbrechen wird, das wird sich erst am Montag zeigen, wenn die Arbeiter wieder zur Schicht fahren sollen. Daß das Militär bereits ausgerüdt wäre, entspricht nicht der Wahrheit; von Kavallerie fann überhaupt keine Rede sein, denn eine solche ist momentan gar nicht in der Garnison . Ganz unbegreiflich ist es, wie man berichten konnte, daß die Arbeiter Dynamitattentate planen. Heute. Sonntag, weilen die Arbeiter aus den Gruben zumeist in der Stadt, um ihre Einkäufe zu besorgen. Sie flagen wohl über geringen Verdienst; doch ist nach ihren Reden der unmittelbar bevorstehende Ausbruch eines Streits kaum zu be fürchten.

Die Erwartungen unserer Bürger, daß die Anwesenheit des Kölner Erzbischofs Dr. Kremens Unruhen hervorrufen würde, haben sich bestätigt. Bei der Ankunft des Erzbischofs riefen Taufende der auf den Straßen erschienenen Evangeli der katholischen Kirche und später zu ihrem Paſtor Thümmel,

leiner Stelle verbundene Dienſteinkommen nur eine beschränkte schen: Hoch Thümmel!" und eilten dann im Sturmschritt nach die Sozialde von Unterrichtsstunden zu ertheilen. Dabei bemerkt der n muß Refpelt Minister, daß Abmachungen zwischen Schulvorstand bezw. welcher die Menge in furzer Rede zur Ruhe ermahnte. Tau­fsbildnern unchulgemeinde und Lehrer über die Zahl der von legterem

chtungen und ummung nur bftbildungstrieb es Lebens, die ebelung über

eines

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sangen: Eine fefte Burg ist unser Gott." Am katho­Geſellenbauſe und am Wearftplage geriethen bie Sänger

gegen den Bezug des mit seiner Stelle verbundenen Dienst­elommens zu ertheilenden Unterrichtsstunden unstatthaft sind, und daß die Regierungen sich jeder Genehmigung oder Be fatigung derartiger privater Abmachungen zwischen Schul Vorftand bezw. Schulgemeinde und Lehrer enthalten sollen. Bestimmung darüber, wie viel Unterrichtsstunden ein Er neuen Zeit fidem mit seiner Stelle verbundenen Gehalte eine besondere Thümmel an den Erzbischof Kremenz entstanden, in welchem und ihre Helehrer regelmäßig zu ertheilen haben soll, ohne dafür neben

troß alledem

erlicht

Lebe

mit der Polizei in Streit; dieselbe verhaftete mehrere Personen wegen fortgefeßten Widerstandes, Niemand wich, selbst die Nacht vom 8. zum 9. c. waren undurchdringliche Massen auf den Straßen verblieben. Am 9. c. wiederholten sich die Anfamm­lungen und das polizeiliche Einschreiten. Die Aufregung in

dieser um Untersuchung der Sache des heimlichen Uebertritts eines 15 Jahre alten Mädchens zur fatholischen Kirche ersucht wurde. Das Mädchen soll seit jener Zeit verschwunden sein. Nachdem alle Mühen der Eltern um Ermittelung ihrer ge­

Bergütung zu erhalten, gebühre allein der Regierung, welche le dem bilden allein berechtigt sei, für den Fall, daß ein Lehrer mehr Schule des Unterrichtstunden als die von ihr festgesetzte Zahl der soge­nannten Pflichtstunden übernehmen soll, die Höhe der dafür zu gewährenden besonderen Vergütung nach Anhörung der Schul- raubten Tochter keinen Erfolg hatten, wandten sie sich an Pastor unterhaltungspflichtigen( Schulgemeinde 2c.) zu bestimmen. Thümmel. Bisher ist weder eine gefeßliche Bestimmung noch ein mini­fterieller Erlaß über die Pflichtstundenzahl der Lehrer vor­banden. Minister Dr. Falt lehnte es seiner Zeit in Rücksicht wiederverschaffen kann. Herr Thümmel eignet sich viel besser auf die obwaltenden Verschiedenheiten in den Unterrichtsgegens dazu, die beiden Konfessionen unter einander zu verheßen, als der jekt ergangenen ministeriellen Entscheidung wäre also feine Polizei viel besser am Plage, als daß sich die Geschorenen und Gemeinde berechtigt, in der Votation einen Lehrer zu mehr Gescheitelten gegenseitig in ihre Frisur gerathen. ober weniger Stunden zu verpflichten, als von der betreffenden Regierung festgelegt sind.

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Ueber die deutschfüdwestafrikanische Kompagnie bringt die Volks- 3tg." einen Artikel, in welchem u. a. ausges

Es erscheint doch mehr als zweifelhaft, ob gerade Herr Thümmel diejenige Perfon ist, welche den Eltern ihre Tochter

etwas Erfprießliches zu leisten. Hier wäre ein Einschreiten der

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Oesterreich- Ungarn .

Ueber die Streifaussichten der ungarischen Bergleute bringt der Bester Lloyd", das gerissenste und geriebenste Rapitalisten­

führt wird, daß der Fischreichthum an der deutschfüdwestafrika- blatt Ungarns , folgenden nicht mißzuverstehenden Situations­nichen Küste 3. 3. ohne jeden Werth sei. Wenn die Kom- bericht. Aus demselben geht mit unverkennbarer Deutlichkeit dürfte fie fich gründlich getäuscht haben. Auch der Handels- zur Aufbesserung ihrer Lage in einen Streit einzutreten, un­perfehr ist gleich Null. Der lohnende Handel mit Straußen- zweifelhaft der Säbel ebenso scharf hauen und die Flinte ebenso

Blunder

hervor, daß im Falle die ungarischen Arbeiter versuchen sollten,

genau schießen würde, wie

afrikanischen Kompagnie ausgerüsteten Handels- Expeditionen ermedten bei ihrer Ankunft auf afrikanischem Boden nur ein mitleidiges Lächeln. Die erste Expedition brachte allerlei aben­teuerliche Sachen, wie Spielwaaren, Bilderbogen, Puppenstuben, auch keine Anzeichen vorliegen, welche auf die Absicht, eine fotillonorden, eingetriebene Zylinderhüte, abgetragene Kleider .. w. ins Land. Die zweite Expedition fam mit demselben schließen lassen fönnten. Die Meldungen einiger hiesiger

Store in Sandwich Harbour, an demjenigen Punkte, der die chwierigite Verbindung mit dem Hinterlande hat. Die Han­delsgüter dürften noch lange Jahre ihrer Abnehmer harren, versuche bis dahin nicht schon vom gelben Wüstensande be­graben worden find. Handelsunternehmungen in das Innere

an. Der Leiter der Expedition errichtete einen Zentral­

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wenn die flummen Zeugen deutschwestafrikanischer Kolonisations­

doch man lese den Bericht selbst. Es heißt da: Es wird uns von kompetentester Stelle( Wer fennt die nicht?) Red.) mittheilt, daß sich im Salgó- Tarjáner Revier bis zur Stunde keinerlei Agitatoren gezeigt haben und Lohnbewegung unter den Kohlenarbeitern hervorzurufen, Blätter über drohende Lohnbewegung in den Fünffirchner Kohlenrevieren der Donau- Dampfschifffahrts- Gesellschaft wer­den uns von unserem wohlinformirten Fünffirchner Korre­spondenten im Großen und Ganzen als höchft übertrieben, in den Details als irrig und falsch bezeichnet. Unser Korrespondent schreibt: Die Meldungen einzelner hauptstädtischer Blätter über Vorbereitungen zu einem großen Streit in den Fünf­

des Landes hat die Kompagnie bisher nicht unternommen. Für firchner Bergwerfen wurden hier mit nicht geringem Staunen ihre zweite Expedition engagirte die Gesellschaft eine Anzahl gelesen. Thatsache ist folgendes: Im Monat April wandte junger Leute aus allen Berufszweigen, denen kontraktlich sich der österreichisch ungarische Konsul in Münster mit der An­dieje Beamten und Agenten hatten sich durch eine Kapitals­

frage an die Fünffirchner Ober- Stadthauptmannschaft, ob sich die Muthmaßung der deutschen Behörden bestätigt, daß deutsche

einzahlung an den Geschäften der Kompagnie zu betheiligen. Agitatoren in die Bergwerke der Donau- Dampfschifffahrt- Ge­Selbst der Steuermann des Kompagnieschiffes ist auf Antheil- sellschaft gekommen wären, um die Arbeiter, momentan über fcheine engagirt. Fast alle Angestellten konnten aber ihre Aemter nicht antreten, weil diese Aemter eben nicht vorhanden waren. Man hatte z. B. einen jungen Forstmann engagirt, aber weder in Ramaqualand noch in Damaraland giebt es Wälder. Die Steppen find so arm an Brennmaterialien, daß die bescheidenen Saffeefeuer gewöhnlich mit trockenem Ochsenmist unterhalten der Anfrage des Konfuls wurden die strengsten Recherchen ein­werden müssen. Junge Kaufleute hatte man als Stations­Dorfteher am Zambesie und Ngamisee verpflichtet, allein es ist

bie

2000 Mann, zum Anschlusse an die Lohnbewegung zu beftim­men. Es ist nun nicht gut denkbar, daß solche Agitatoren der Aufmerksamkeit unserer Polizei entgangen wären, denn auf den bloßen Verdacht hin wurden halbwegs gefährliche Arbeiter mit einem Basfirschein versehen und des Ortes verwiesen. Infolge geleitet, dieselben haben jedoch nicht das geringste Resultat zu Tage gefördert. Seit jener Zeit hörte man auch nichts von

lidleit, ich werde stets Ihr Verehrer und Freund bleiben. Was Sie getroffen, traf auch mich, wir haben Beide Alles Derloren. Auch in bin in Verzweiflung darüber, denn ich erregten Menge gefüllt, die sich zwischen Kämpfer und Stier finde feinen rettenden Gedanken, der zur Wiederbelebung meiner

Mein Fräulein," antwortete Katschuka mit talter Höf- Buschauerraumes hinweg auf den Kampfplab, ihm folgten

der Bräutigam gewiß anders ben Tag fammt bigern Befchlag e manchmal fin e Plazmufit fpi

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Asche verbrannten Hoffnungen hinleitete. Meine Berufs­

farriere, auf die ich angewiesen bin, stellt, Bedingungen auf, seine Rufe mischte sich das Geschrei der Menge auf dem Kampf­e zu erfüllen ich nicht im Stande bin. Bei uns ist es Denen, welche kein Vermögen haben, nicht erlaubt, zu het folgt sah, dessen Hornstößen sie nur wie durch ein Wunder ent­

was ich Ihnen zu Gemüth führen wollte. " Ich weiß es," sagte Athalie ,,, und das war es nicht,

Wendung eintreten.

Mein Vater hat in Belgien einen

andere in Haufen von zehn, zwanzig, schließlich hunderten in fünf Minuten war der Plaz von dem größten Theile der Die war unbe­nun folgende Verwirrung warfen. schreiblich. Das in den Logen gebliebene Publikum erhob sich von seinen Sigen, eiferte, bisputirte, drohte; in plage, die sich von dem nun wüthend gewordenen Stiere ver­ging. Ein Stierfämpfer stieß dem Thiere Feuer- Banderillas ( zwei Eisenstäbe, an deren Widerhaken Pulver mit brennender Lunte angebracht ist) in den Rücken, um durch die Explosion zu Doch im Gegentheil griff Stier an, mit Das Körper dem sie Körper an erschöpfte Thier strauchelte, die Menge fiel über dasselbe her und ließ ihren Grimm an ihm aus mit Stockhieben, Meffer stichen 2c., indem sie gleichzeitig gegen den Präsidenten, ohnmächtig den widerlichen Auftritten gegenüber

nog eine sünftige bie Rummelendben, at gertreiben. Bere, run in Orga

Teichen Onkel, ben wir beerben werden; dann werden wir Bieber reich sein. Ich werde so lange auf Sie warten,

der

laffen Sie mich bei ihr, als Ihre Verlobte; ich werde auf stand, drohend die Fäuste erhob. Nachdem sie ihren Zorn bes Sie warten, bis Sie mich holen, und werde bis dahin Ihrer friedigt, wurde das Thier mit Fußtritten und Schlägen in den

( Fortsetzung folgt.)

1

Aus Runft und Leben.

befehligt

Blazes

Stall zurückgetrieben. Um weitere Ausschreitungen zu ver hüten, versprach der Präsident, das Eintrittsgeld zurückzugeben, und dem Unternehmer des Stiergefechts eine Strafe aufzuer­legen. Aber schon war es zu spät. Zweihundert Personen hatten bereits angefangen, die Planteneinzäunung des Plages herunterzureißen und das Dach der Stierställe abzudecken. So weit gingen fie, die Loge des Präsidenten anzugreifen, der sich nur durch schleunige Flucht retten fonnte. Alles in der Loge Befindliche wurde auf den Kampfplatz geschleudert, Stühle, Tische, der kunstvolle Präsidentensiz, die kostbaren Teppiche, welche von dem inmitten des Plazes angezündeten mächtigen Feuer mitsammt den sonstigen brennbaren Gegenständen des Zirkus verzehrt wurden. Die Size, welche daffelbe erzeugte, ver­anlaßte die Menge rascher, als die Aufforderung der inzwischen

Bei den Stiergefechten in Saragola und Santander ereigneten fich am Sonntag, 4. Auguft, großartige Standale. In Saragoffa wurde eine Novillada" gegeben, d. h. ein Ge fecht mit ganz jungen Stieren, welche sich durchgängig als fo Angriffe zu bewegen, erfolglos waren. Das in seinen Erwartungen eingetroffenen bewaffneten Macht, den Plaz zu räumen. furchtfam erwiesen, daß alle Bemühungen der Stierkämpfer, sie zum getäuschte Publitum forderte sein Geld zurück, der Präsident­bei jedem Stiergefechte ist ein Präsident anwesend, der dasselbe war das Zeichen zum Beginn der allgemeinen Empörung

ordnete

jedoch

an, das Gefecht fortzusehen. Damit

Aehnlich ging es in dem Stiergefechtssirkus von Santander zu. Auch hier war die schlechte Qualität der Stiere die Ur­fache des Tumultes, der in gleicher Weise mit dem Schleudern aller möglichen Wurfgeschoffe, Flaschen, Bänke u. s. w.,

gegeben. Auf die unglücklichen Stierkämpfer regneten faule auf die Stierkämgfer begann, Eier, leere Flaschen, Sizbänke, die Bretterverschläge des Zirkus zurückgezogen. Die Nacht brach ein, aber der Standal nahm herab, furz, Alles was dem entrüsteten Publikum eben zur Sand war. Einer der Zuschauer sekte über die Barriere des

fein Ende. Die Besonneneren verließen den Zirfus, während der größere Theil der Menge den Zuschauerraum und

Aus Prag wird geschrieben: Die hiesigen Tischler= gefellen, sowie die der Vororte sind in den Streit einge­treten. Bis jetzt haben gegen 2000 die Arbeit eingestellt. Die Streitenden fordern 25 pCt. Lohnerhöhung, 10stündige Arbeits­zeit und außerdem erstreben sie die Aufhebung der Strafhaus­arbeiten, Sonntagsruhe, Beschränkung der Zahl der Lehrlinge, Gründung von Produktiv- Genossenschaften und Aufhebung der Affordarbeit bis zu erfolgter Gründung der Genossenschaften. " Einige Fabrikanten haben sich erboten, den Lohn um 8 pt. aufzubeffern, welches Anerbieten jedoch von den Gesellen zurück­gewiesen wurde.

Großbritannien .

London , 12. Auguft.( Ausführlichere Meldung.) Oberhaus. Lord Carnarvon befürwortet ein Verbleiben Englands in Egypten, und wünscht, daß England Egypten so verwalte, mie Ostindien verwaltet werde. Lord Salisbury erwidert: die Aufgabe, welche das Ministerium gefunden, als es die Re­gierung angetreten, sei eine sehr schwierige gewefen. Das Ministerium habe nicht erwartet, Egypten in furzer Zeit zu dem hohen Grade der Wohlfahrt europäischer Länder bringen zu können, aber Dank der staatsmännischen Leitung durch die englischen Beamten des Khedive sei ein anhaltender Fortschritt gemacht, der Egypten den Frieden und die Mittel zu erhöhter Wohlfahrt und zur Erweiterung seines Industrie- und Handels­gebietes bringe. Egypten habe unter der zeitweiligen Vormund­schaft Englands viele wirkliche Fortschritte gemacht. Die finan­ziellen Lasten Egyptens feien allerdings schwerer als wünschens merth erscheine, weil die Hälfte der Einfünfte für die Zinsen auf die Staatsschuld verausgabt würde. Was die fünftigen Bezie hungen Englands zu Egypten anlange, so habe die Regierung wiederholt erklärt, was seiner Ansicht nach eine Verpflichtung Englands gegen Egypten fei. Die Regierung sei von ihrer vor vier Jahren aufgestellten Politik in Egypten nicht um Haaresbreite abgewichen. Er halte es für unnöthig, die Ver pflichtungen zu wiederholen, deren Erfüllung England, bevor es seine Vormundschaft über Egypten zurückziehe, durch die Ehre auferlegt werde; aber das Anfinnen Lord Carnarvon's , daß England sich aus einem Vormund in den Eigenthümer Egyptens verwandle, daß es feinen Aufenthalt dort permanent Egyptens verwandle, bat mache, und daß es seine Herrschaft in Egypten für diejenige einer Eroberers erfläre, bezeuge eine ungenügende Achtung vor der Heiligkeit der eingegangenen Verpflichtungen, die zu er füllen England verbunden sei. Bei einer solchen Frage könne die Regierung nicht untersuchen, welches das zweckmäßigfte oder vortheilhaftefte Verfahren sei, sondern sie müsse das Verfahren

das Innere des Zirkus zu zerstören begann, und zwar mit solchem Eifer, daß in wenigen Augenblicken nichts ver­schont geblieben war. Viele Zuschauer blieben in den Logen, theils aus Neugier, theils aus Furcht vor dem Gedränge, doch wie groß war ihr Entsezen, als sie wahrnahmen, daß die Unheilstifter begannen, die hölzernen Pfosten, auf denen die Logen ruhen, niederzureißen. Grenzenlos war nun die Panit. In übereilter Flucht stürzten sie die Treppen hinunter, den Ausgängen zu, deren Thüren bereits von den Flammen er griffen wurden. Ohnmachten, Quetschungen, Brandwunden, famen vielfach vor. Auch hier mußte die bewaffnete Macht ein­schreiten, um dem Tumult ein Ende zu machen.

Eine neue Augenkrankheit ist in Wien beobachtet worden. Diese Krankheit trat zu Ende des vorigen Herbstes plöglich in vereinzelten Fällen an verschiedenen Orten auf und wurde von mehreren Wiener Augenärzten sofort als eine bis­her unbekannte Hornhaut- Erkrankung erfannt und in genaueste Beobachtung genommen. Die zuerst ganz vereinzelten Fälle mehrten sich, so daß bald eine ziemliche Zahl Erfrankter zur Beobachtung gelangte, die, wenn auch nicht das Wesen der Erkrankung, so doch die Präzisirung des Bildes und ihres Auftretens und des Verlaufes gestattete. Die Erkrankung geht mit mäßiger Schwellung der Augenlider, Erscheinungen von Katarrh der Bindehaut und mit Lichtscheu einher und zeigt sich auf der Hornhaut selbst durch das Auftreten von sehr fleinen weißlichen Fleckchen, die in sehr großer Zahl neben einander fizen und kleine Herdchen bilden, die sich ziemlich scharf von einander trennen. Dadurch veranlaßt diese Erkrankung auch eine bedeutende Herabfezung des Sehvermögens, die den Patienten zu jeder Augenarbeit gänzlich unfähig macht. Die Dauer der Krankheit zeigte sich in einzelnen Fällen als sehr verschieden; während sie bei einigen in vierzehn Tagen schwand, hielt sie bei anderen sechs bis acht Wochen an. Profeffor Stellwag, der seine Erfahrungen über diese Krankheit in der Wiener flinischen Wochenschrift" veröffentlichte, spricht sie nicht als gerade bösartig an, läßt sich aber vorläufig nicht in eine Deutung ihres Wefens cin. Hoffentlich wird es den Aerzten bald gelingen, dieser so rasch aufgetauchten Erkrankung ebenso rasch Herr zu werden, was bei dem starken Ueberhandnehmen der Augenerkrankungen im Allgemeinen um so wünschens werther wäre. N