also einen Willkürakt zu schulden kommen, gegen den die Mitglieder des Vereins ohne Rücksicht auf ihre politische Gesinnung einstimmig protestiren müßten, wollen fie Männer sein.

Eine Abscheulichkeit sonder Gleichen aber ist es, daß der Vereinsvorstand sich auch noch zur Denunziation her­giebt, indem er dem Gemeindevorstand mit der Vollmacht, die Amtshauptmannschaft und den Gemeinderath davon zu unterrichten, die Gründe des Ausschlusses mittheilt.

Für ein solches Verfahren giebt es nur eine Bezeich­nung: Es ist schamlos, und wer solche Dinge in Ordnung findet, verdient Mitglied eines solchen Vereins zu sein.

selbst verblendet und verroht, und nie aus den Gassen und Spelunken ihrer gesellschaftlichen Hölle herausgekommen, fah ieder in dem andern den Dieb feines Verdienstes, den mit einem Fauftschlag oder Rippenstoß zur Seite zu bringen ihm sein knurrender Magen gebot.

Der Geschädigte soll beabsichtigen, die Sache zur richter­lichen Entscheidung zu bringen, weil er keine Neigung hat, einem willkürlichen Machtspruch des Vereinsvorstandes zu Liebe auf die Rückgabe seiner seit vielen Jahren eingezahlten Gelder zu verzichten. Auf die Ehre, weiter Mitglied eines solchen Vereins zu sein, verzichtet er aber mit Vergnügen.

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in der bei diesem Streit zum ersten Male zu Tage getreteners Solidarität und in dem Erwachen des Klassenbewußtseins diefer politisch und fozial geradezu verwahrloften Proletarier.at wende Wie eine furchtbare Anklage gegen unsere Zivilisation zogen der Hum diese Taufende von Arbeitern, von denen kaum Hunderte anders als in Lumpen gekleidet, durch das reiche London , und die Deckstompagnie macht einen jährlichen Ueberschuß von 450 000 Pfund Sterling neun Millionen Mark! Taufende von anderen Arbeitern legen sich die Noth und Entbehrung eines Streits auf, nicht um für sich höhere Löhne zu erringen, sondern nur um den ärmsten unter ihren Brüdern zu befferen Arbeitsbedingungen zu verhelfen, Bürgern um sie aus dem Schmuße und der Ehrlosigkeit der bisherigen Berjammlun Armuth heraufzuziehen, diese Arbeitsthiere zu Menschen, einem Ve Mitbürgern zu machen; und so groß ist der Enthusiasmus, das die 25 000 organisirten Gasarbeiter im Hydepark durch ihren Redner erflären lieken, wenn die Dockskompagnie nicht binnen wenigen Tagen die bescheidenen Forderungen bewillige, fo werden auch fie die Arbeit niederlegen, und London ohne Licht, in Dunkelheit und Unsicherheit, werde dann die paar Millionäre schon zum Nachgeben veranlaffen! Und ähnliche Vorschläge machten auch die Matrofen für ganz England! Angesichts solcher Riefenerscheinungen wird die Antwort auf die Eingangs gestellte Frage feine schwere sein. Es wäre Wahnsinn, folche Elementarausbrüche als den Erfolg von heherischen Redensarten hinzustellen; aber die bloße günftige rifer Soz Markifonjunktur reicht zur Erklärung auch nicht aus.

Und wie plößlich war in diesen Taufenden von arbeitenden Bettlern der Gedanke der Solidarität, der Funken des Klaffen­bewußtseins haften geblieben. Wie ein Mann legten sie die Arbeit nieder und auswärts angeworbene Erfagleute folgten ihrem Beispiele. Und diese Tausende von gesinnungslosen Lumpenproletariern" lauschten begierig den Reden der Londoner Sozialisten Burns und Tom M an und folgten ihren Nath­schlägen ohne Widerrede. Sie hatten begriffen, daß Ausschreitungen und tumultuarische Erzesse, wie fie früher bei ihnen unvermeid könnten, und so hielten sie geradezu musterhafte Mannes­lich gewesen wären, ihrem berechtigten Verlangen nur schaden zucht.

Unter diesem Titel geht der Frk. Tg." folgende inter­essante Korrespondenz aus London , 26. August, zu:

Nach wenigen Tagen legte eine der verschiedenen bei diesen Schiffsladungen und Löschungen benöthigten Spezies von Ar­beitern nach der andern die Arbeit nieder, nicht, weil sie eben­falls beffere Bedingungen oder höhere Löhne forderten, fon­dern aus bloßem Solidaritätsgefühl, um ihren Brüdern zum Sieg zu verhelfen. Heute, nach Verlauf von zehn Tagen, ftehen thatsächlich die Docs leer, achtzig- bis neunzigtausend Mann stehen im Streit, unterstüßt von der Sympathie von fast ganz London .

Wenn man einen Blick wirft auf die gegenwärtig in der ganzen kapitalistischen Welt wie eine Fluthwelle sich fort­wälzende Streitbewegung, so drängt sich nothwendig die Frage auf: Ist diese Erscheinung begründet nur in der gegenwärtigen Konstellation des Arbeitsmarktes, oder ist sie nur die Frucht der Aufhebung", der Verführung", der Bethörung" der Arbeitermassen?

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In Zügen von 30-60 000 find die Streifer in den letzten Tagen unter Führung von Burns und Tom Man in die City vor die Börse gezogen, um den Rhedern ihre in ihrer Einigkeit liegende Macht zu zeigen, und auf dem stundenlangen Wege vom Ostende her und zurück ist auch nicht eine Ausschreitung" vorgekommen hiefige radikale Blätter erklären dies malitös daher, weil die City- Polizei auf Burns Verlangen zugestanden habe, daß die Streifer allein für Ordnung sorgen, mithin die Bolizei durch Abwesenheit glänzte, oder höflichst selbst mit Ordnung hielt.

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Es geht ein neuer Geisteshauch durch die Welt Gewitterleuchten zuckt es in den niederen und nieder hörde durc gehaltenen Volfsschichten auf- politischer politischer Gleichstellung einerseits und

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Ausgleichung andererseits ringt in diesen von allen Früchten und Genüffen unserer Kulturentwicklung ausgeschloffenen Maffen nach äußerer Gestaltung; dagegen die Augen verschließen zu

wollen, hieße an der Zukunft fündigen.

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Wie für Deutschland der Ausstand der von aller sozial Man denke, Tausende von Streitern, nach kontinentalen demokratischen gitation ferngehaltenen Bergarbeiter plöblich und Fahnen durch die reichsten Quartiere, durch die lebhafteften fäßen hob, aus denen die Gozialdemokratie entſtand und die Geschäftsstraßen und halten ohne und gegen die Polizei musterhafte Ordnung! In Deutschland glaubte man bei folchen Anlässen, ohne die Bolizei würde die Welt auf den Kopf geftellt! Und dieser Riesenstreit ist organisirt und ge­leitet von zwei Sozialisten, aber feinem Blatt, feinem Menschen, nicht einmal der Polizei fällt es ein, ihnen ein Hinderniß in den Weg zu legen, ihnen Kompagnie- Millionäre

Kurzfichtige Schwarzseher und engherzige Kapitalistenseelen werden zweifellos furzerhand erklären, daß diese ganze groß­artige, über alle Industrieländer sich erstreckende Bewegung nur das Werk einer Handvoll Hekprediger sei, und daß das ganze Streiffieber" schnell furirt sein würde, wenn nur die Staatsgewalt dem energischen Willen der bedrängten Unter­nehmer ebenso energische Unterſtügung zukommen ließe. Bu was ist denn schließlich die kostspielige Polizeimacht da, wenn sie den gutgesinnten und wohlfituirten Bürger nicht schüßen will in seinen alten und wohlerworbenen Rechten, so lange arbeiten zu lassen, als er will, und seine Leute so gut oder so schlecht zu bezahlen, als ihm beliebt! Und fast scheint es, als ob biese gefährlich rückständige Anschauung in Deutschland maßgebend würde, denn in der ganzen bürgerlichen Bresse, hier schamlos, da verschämt, begegnet man Vorschlägen, wie man die Streiks mittelst äußerlicher Gewalt natürlich auf gefeßlichem Wege, dafür hat man ja die Klinke der Gesezgebung in der Hand- unterdrücken, unmöglich machen fönne.

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auszufüllen fie fordert, so zeigt jezt der Dockarbeiterstreik in London plößlich die gährende Unzufriedenheit einer ebenso ver geffenen wie verachteten Masse eines Riesen, der aus langer Man sollte meinen, für Jeden, der Augen für diese ge mit Ausnahme der politische Mundtodtmachung und soziale Kampfunfähigkeit sellschaftlichen Mißstände hat, läge es auf der Hand, das Kompagnie- Millionäre daraus einen Vorwurf zu machen, nicht zur Heilung, sondern zu Ausbrüchen der Verzweifleruft, T

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und sogar diesen fällt es nicht ein, ihre Verfolgung, ihre Verhaftung zu Verlangen! Sie begnügen sich da mit, ihr Eigenthum", die Docs, polizeilich beschüßen zu lassen, und statt der Arbeiter ficht man dort seit vor gestern ein paar hundert Polizisten mit Trinken und Spielen die Zeit todischlagen.

Einsichtigere und vorurtheilslosere Köpfe, für die der Polizei­fnüppel fein Ueberzeugungsargument ist, und die ihm nament­lich für soziale Krankheiten jede Heilkraft absprechen, werden freilich ihre Untersuchung mehr nach der Seite hin anstellen, aus welchen Ursachen diese neuerdings mit geradezu elemen­tarer Heftigkeit auftretenden Arbeitseinstellungen sich erklären laffen, und wie man diesen, unsere ganze soziale Maschinerie Leider find erschütternden Erscheinungen vorbeugen könne. diese ernsten und vorurtheilslosen Sozialpolitiker noch dünn gefäet das Interesse macht blind, und es bedarf greller Schlaglichter, um aus dem dunklen Wirrniß der hergebrachten Vorurtheile herauszufinden.

Am Sonntag Nachmittag fand im Hydepark ein groß­artiges demonstratives Meeting( Boltsversammlung) statt. Von halb 1 bis halb 2 Uhr die Taufende eine Armee Hydepark

führen muß!

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und alle Londoner Zeitungen erklären, es fei die größte Ver­fammlung gewesen, die jemals dort stattgefunden hat. Eine Schäßung nach Zahlen ist rein unmöglich es war ein wo­gendes Meer von Menschen die Angaben schwanken von 100 000 bis 200 000.

Die Kolonialmenschen sind doch recht streitluftige Leute

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und das lateinische Sprichwort: homo homini lupus Mensch ist gegen den anderen ein Wolf

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sonders von den Kolonialmenschen" zu gelten, die feit einigen Tagen einander grimmig wie von der Hundswuth befallene Wölfe zerfleischen. Man tönnte ordentlich Angst bekommen, wenn die Thatsache, daß kein Anderer, als der Reichskanzler selbst jezt von den higigften Rolonialmenfchen" unter die Reichsfeinde" verwiesen ist, uns zu stürmischer Heiterkeit" Was nun das groteste Verlangen betrifft, mit England wegen der afrikanischen Sumpf- und Sandwüften Krieg anzu fangen, so sollten die friegsluftigen Radaumacher fich doch ein mal an den Eindruck erinnern, den bei der neulichen Kaifer der deutschen auf alle Zuschauer gemacht. Der Muth it and traft di reise nach England ein Vergleich der englischen Kriegsflotte mit eine sehr schöne Sache, allein mer blos um seine Schneidig und sich eine unvermeidliche Nieder lage oder Abfuhr" holt, wie das heutzutage burschifos genamt wird, der ist nicht muthig, sondern verrückt. Was wir feinerrit von einem Krieg mit den Vereinigten Staaten um der Samoa Inseln willen gesagt, das gilt auch von einem Krieg mit England um der afrikanischen Fieberkolonien willen: er

Wenn man diese Maffen verwahrlofter, verlumpter Arbeiter wohlgeordnet, von einem Gedanken beherrscht und erhoben, so an sich vorüberziehen sah, so überfielen Einen ganz sonderbare Gedanken. Wir selbst, die wir die Elite des Arbeiterstandes bilden, sind in den Augen dieser Armen reiche und beneidenswerthe Leute und umgekehrt find viele unter noch so in den gesellschaftlichen Vorurtheilen befangen, daß es Selbstüberwindung foftet, in diesen verlumpten Gestalten etwas Besseres zu sehen als Gesindel". Und wenn etwas geeignet ist, das blöde Revolutionsgeschrei der Anarchisten als Narethei und Selbstbetrug erscheinen zu laffen, so dieser Streit mit seinen Tausenden von Unzufrie­denen, die bis jetzt nicht wußten, was sie wollten und könnten.

Ein solch grelles Schlaglicht wirft gegenwärtig ein Riesenstreitin London , der nach den verschiedensten Seiten hin die höchste Beachtung verdient: der Streik der Schiffsdock- und Hafenarbeiter. Ursprünglich stellten nur die Hilfsarbeiter die Arbeit ein. Ihr Lohn betrug bisher 40 Pf. pro Stunde; jezt verlangen fie 48 bei Tag und 64 für Ueber­stunden. Nun sind aber diese Jobbands", weil sie immer überzählig am Markte liegen, durchschnittlich nur 3-4 Stunden im Tage beschäftigt, müffen aber gleichwohl den ganzen Tag vor den Docks herumlungern, um, wenn man sie auf zwei oder drei Stunden zur Arbeit Job- benöthigt, gleich zur Stelle zu sein. Daher verlangten sie auch eine Regelung des bis­herigen Engagementsverhältnisses, bei dem sie räuberischen Zwischen- Unternehmern den sogenannten Kontraktoren­wehrlos preisgegeben sind. Natürlich lehnten die Millionäre der Docks- Compagnie beide Forderungen ab; es lagen ja täg­lich Taufende von Händen" arbeitsuchend vor den Docks, die fich um die paar Stunden Arbeit förmlich rauften.

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Diese Dockarbeiter, von denen keine mechanische Vor­fenntniß, sondern nur Muskelfraft verlangt wird, waren

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Eine kleine Episode ist hier sehr lehrreich. In einer Ver­sammlung lezten Mittwoch trat gegen Burns ein Anarchist auf und donnerte wider die Zwecklosigkeit" des Streifs. Da er hob sich ein schlichter Dockarbeiter und rief dem Anarchisten zu: Ihr Anarchisten habt leicht Eure drei Hochs auf die soziale Revolution"( die regelmäßige Schlußphrafe der Anarchisten bei den hiesigen Meetings) auszubringen; aber Reiner von Euch ist zu uns gekommen und hat uns gelehrt, wie wir aus unserer elenden Lage herauskommen, wie wir einander helfen, ver­trauen müssen, wie wir uns organisiren und politische Macht erringen müffen, um unsere Lage zu beffern. Die Sozial­

feit" zu zeigen, mit Gegner anbindet,

unmöglich.

Die Norddeutsche", die heute in dieser Beziehung Meinung mit uns ist, möchten wir aber einmal bitten,

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demokraten aber sind zu uns gekommen und haben uns auf- halb Jahren etwa und auch schon früher gegen England fübel Aufgewachsen als Parias, als die Aermsten unter den Armen, geklärt und vereinigt, und das ist für uns mehr werth als Eure weise geschüttet hat, und sich dann die Frage vorzulegen, ob Nicht aber in der Zahl der Streifenden, nicht in der logischer Weise nicht genau auf den Standpunkt Ewig den rohesten Kampf ums Dasein tämpfend, waren sie Sympathie der Bevölkerung liegt hier die Bedeutung, sondern der Kolonialpolitik gelangen mußten, den sie gegen

behandelt wie die Hunde, verachtet und ohne Selbstgefühl,

drei Hochs für die soziale Revolution!"

die ihm zugleich als Steuer dienen mußten. Auf den rasch dahinströmenden Wogen tanzte sein Nachen wie eine Nuß­

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daran hinaufrankten. Und je näher er dem Felfen fam Von diesem Ge- schale, der konträre Wind aber wollte ihn zurückweisen auf Obstgarten sehen, dessen Bäume bis in die Mitte des Stamme das Ufer, von dem er abgestoßen war. Doch Timar wich im Wasser standen; der Rosengarten aber war troden ge Er hatte seinen Hut auf den Boden des Kahnes ge- flüchtet. Jetzt schlug Almira's freudiges Gebell an fein blieben; dorthin hatten die Lämmer und 3iegen fich ge Naubthiere sich in ihre Schlupfwinkel zurück; Timar verließ worfen; sein von Schweiß durchnäßtes Haar flatterte im Dhr. Das schwarze Thier kommt bis ans Ufer heraus

vermochte er nicht zu beten; er wollte mit Gott nicht sprechen. ,, Siehe nicht hin, wo ich wandle." Von diesem Ge­burtstag an verlernte er zu beten. Er trotzte mit dem Schicksal.

seine unwirthliche Nachtherberge und fand nun bald den Pfad, der direkt ans Donauufer hinausführte. Hier erwartete ihn ein neues Schreckbild. Die Donau war ungeheuer ange­schwollen und aus ihren Ufern getreten. Es war die Zeit der Frühlingshochwässer nach der Schneeschmelze; die gelben schlammigen Fluthen des Stromes waren angefüllt mit ent­

weder dem Wind, noch den Wogen.

Winde und die über die Kahnspike schlagenden Wellen sprühten ihm ihren kalten Gischt ins Gesicht jedoch sie fühlten es nicht ab. Ihm war heiß von dem Gedanken, Noëmi könnte auf der Insel in Gefahr schweben. Dieser Gedanke ließ seine Arme nicht erlahmen. Die Donau , der Wind sind zwei gewaltige Mächte; aber stärker noch ist die

gelaufen, stürzt wieder zurück, kommt aufs Neue zun schein, springt ins Wasser, schwimmt dem Ankömmling gegen und dann wieder zurück.

Fufe

an den Rand

Ob wohl Michael jene rosige Gestalt sieht dort am eines blühenden Jasminstrauches, die bis hart

des zu ihren Füßen rauschenden Wassers ihm entgegengeeilt

wurzeltem Schilf und fortgerissenen Weidenstämmen; die Leidenschaft und der Wille des Menschen. Das erfuhr Timar kommt? Noch ein Ruderschlag und der Kahn hat das Ufer

3ähigkeit in seinem Arm!

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an sich selbst. Welche Thatkraft in seiner Brust, welche erreicht. Michael springt heraus und die Wogen entführen Es war ein übermenschliche den Kahn; er bedarf seiner nicht mehr, und Niemand bachte unter Wasser und der Kahn, den er dort zurückgelassen Werk, das er vollbrachte sich durch die Strömung auf die daran, ihn ans Ufer hinaufzuziehen. Die Beiden sahen nur hatte, war an einen alten Weidenbaum neben der Hütte Spiße der Oßtrovainsel hindurchzuarbeiten. Hier ruhte Eins das Andere. Rings um sie das Paradies der erften

Fischerhütte, welche Timar suchte und die auf der Spitze eines hohen Hügels lag, stand jetzt bis an die Schwelle

festgebunden.

Die Dßtrovainsel war ganz überschwemmt; das Wasser Thiere, umschlossen von einem Wogenring, und darin

er aus.

floß zwischen den Bäumen. Hier war es schon leichter, den Kahn mit den an die Bäume gestemmten Ruderstangen

Adam und Eva.

Die Jungfrau steht blaß und bebend vor dem

an seine Brust und ruft in der Selbstvergessenheit

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einen Fingerzeig Gottes verlangte, so hatte er sie nun. Der weiter zu schieben. Er mußte über den Rücken der Insel kömmling und als er ihr entgegengestürzt, als fie ihn vor angeschwollene Strom versperrte ihm mit seiner ganzen hinweg, um von dort, auf den Stromspiegel sich herab- fich sieht, wirft sie sich mit hervorbrechender Leidenschaft

In der Hütte fand er keine Seele. Bei solcher Hoch­fluth läßt sich nicht fischen. Auch ihre Fischergeräthe hatten die Fischer mitgenommen. Wenn er ein Zeichen vom Himmel,

majestätischen Gewalt den Weg. Bu solcher Beit wagte sich Niemand auf den Strom. Die Warnung vom Himmel war da die Elemente geboten ihm die Umkehr.

lassend, zur herrenlosen Insel" zu gelangen. Als er den

aus dem Gehölz der Insel herauskam, stand ein neues überraschendes Schauspiel. Die herrenlose Insel lag sonst versteckt hinter einem breiten Röhricht, aus dem nur die

Kahn zur gehörigen Höhe hinaufgestoßen hatte und dann Entzückens; ,, Du bist wiedergekommen? Du, Du, Du

noch immer: Du, Du, Du!"

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Und auch, als ihre Lippen schon verstummt sind, fagen fie Rings um sie ist Eden. Der Jasminstrauch sentt feine nichts zu sehen und die Insel lag frei mitten im Donau - Nachtigallen und Goldamseln singt das ,, Gospodi, pomiluj!"

( Fortsetzung folgt.)

sperrt; Timar erbrach sie, um zu seinen Rudern zu gelangen. Wipfel der Bäume emporragten; jest war vom Schilf filberne Blüthenkrone auf sie herab und der Chor bet

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Bu spät," sagte Timar." Ich kann nicht mehr zurück, ich muß vorwärts." Die Thür der Fischerhütte war zuge

Durch eine Spalte sah er, daß sie dort aufbewahrt waren. Dann setzte er sich in den Kahn; er band sich mit seinen Taschentüchern die Beine an der Ruderbank fest, löfte den Kahn los und schob ihn mit einem Stoß in's Waffer. Hier erfaßte ihn sogleich die Strömung und trieb ihn mit sich fort. Die Donau war damals ein gewaltiger Herr, der in seinem Born Wälder entwurzelte; jeder auf ihren Rücken sich wagende Sterbliche ist nur ein Wurm, der auf einem Strohhalm schwimmt. Aber dieser Wurm forderte sie zum Kampf heraus. Er allein handhabte die beiden Ruder,

arm. Die Hochwasser gingen über das Schilf hinweg, die Inselbäume standen im Wasser und nur an Einem Fleck erhob sich der verirrte Fels mit seiner nächsten Umgebung über die Wasserfläche.

Mit fieberhafter Ungeduld ließ er den Kahn hinab in die Fluth. Jeder Ruderschlag brachte ihn dem eratischen Block näher, dessen Krone himmelblau war, von den blühen­den Lavendelbüschen, während die Seitenwände goldig er­

Aus Kunst und Leben.

Höher wie der Eiffelthurm. Dieser Tage war i

glänzten von den Gewinden der Kapuzinerkresse, die sich schaft gebildet zu dem Zwecke, in London einen Thurm

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