Nr. 11. 14. Jahrgang.
Abgeordnetenhaus.
17. Sigung vom 18. Januar 1897. 11 Uhr. Am Ministertische Miquel und Kommiffar Geh. Finanzrath
Lehmann.
Zweite Berathung des Schuldentilgungs- Gesezes. Die Kommission hat die Schuldentilgung in obligatorischer Form festgestellt, dagegen die Bildung eines sogenannten Aus. gleichsfonds( von 80 Millionen) abgelehnt.
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Die Befürchtungen des Prinzen der Arbeitgeber, an solcher Untersuchung ehrlich mitzuwirken, beArenberg theile er nicht. E3 bestehe die Absicht, nommen zu sein. für die 18 Gruppen, die auf der Ausstellung arrangirt werden Die Arbeitgeber fönnen vor beendigtem Ausstande den erhobenen follten, Kommissionen von Sachverständigen zu bilden, die über die Forderungen nichts nachgeben, ohne sich fortgefeßten unerträglichen Zulassung der Gegenstände zur Ausstellung mit zu entscheiden hätten. Beunruhigungen in ihrem Erwerbsleben auszusetzen, am wenigsten Bebel äußert seine Genugthuung, daß man die unglückselige, jetzt, wo sie nicht mehr zu besorgen haben, zum Nachgeben ge Der Arbeitgeber Verband ist jedoch von für Deutschland höchst nachtheilige Zurückhaltung aufgegeben habe, zwungen zu werden. bie man der Pariser Ausstellung 1889 gegenüber bethätigte. Er würde dem Wunsche beseelt, den Beweis zu liefern, daß er es mit der lieber zehn Millionen für eine internationale Ausstellung Abstellung etwa vorhandener Mißstände ehrlich meint und den als 100 Millionen für neue Geschüße bewilligen. In dem fried- Ausständigen den Schritt zu erleichtern, zu der Arbeit zurückAbg. Richter( fr. Vp.): Die obligatorische Schuldentilgung lichen Wettkampf der Weltausstellungen, fördere man die Kultur- zukehren, welche ihnen um so mehr verschlossen sein wird, je länger erscheint nach der Kommissionsberathung womöglich noch weniger interessen der Menschheit, was man von dem Wetteifer und den sie die Rückkehr hinausschieben. Dem Verbande sind zwar ers begründet als vorher. Unsere Staatsschulden sind hauptsächlich durch Eisenbahn Verstaatlichungen entstanden. Auch der militärischen Rüstungen nicht sagen könne. Auch er theile nicht hebliche Mißstände, soweit solche nicht in der allgemeinen Mangelron der Kommission beschlossene Prozentsatz von 3/5 ist ganz will die Befürchtungen des Prinzen Arenberg, Deutschland fönne haftigkeit menschlicher Einrichtungen liegen, nicht bekannt. Er Er warne wird sich jedoch gern darauf aufmerksam machen lassen, und rlich. Eine Sicherung, daß das Staatsvermögen durch die guten Muths in jeden Konkurrenzkampf eintreten. den Sachverständigen Kommissionen, die leicht Ur gestattet sich deshalb, bei hohem Senate zu beantragen, unabhängig Schuldentilgung sich erhöht, ist nicht gegeben. Verfolgt ein späterer Minister eine entgegengesetzte Politit, so ist er nicht gehindert An- fache zu großen Klagen geben könnten; man solle durch die von der geplanten Untersuchung einen Safeninspettoran. Presse auf günstige Ausstellungsresultate hinzuwirken suchen. zustellen, dessen Aufgabe es sein wird, nach Art der FabrikIcihen neu aufzunehmen. Die Finanzlage wird durch die obligatorische Bundeskommissar Dr. Richter: Man werde alle Vorsicht walten inspektoren die Arbeitsverhältnisse auf allen Gebieten des Hafen. Schuldentilgung verschleiert und das vielbesprochene psychologische lassen, es müsse aber darauf gesehen werden, daß nur das Vorzüg- verkehrs zu überwachen und Besserungen herbeizuführen, wo solche Moment, daß nämlich die Schuldentilgung zur Sparsamkeit antreibe, lichste ausgestellt werde. Auch die Propaganda durch die Presse angebracht sind. Es steht zu hoffen, daß damit eine den Arbeitern scheint nicht überall zuzutreffen; denn in anderen Staaten mit werde ins Auge gefaßt, das sei schon bisher geschehen. Singer er erwünschte und dem sozialen Frieden nützliche dauernde Institution obligatorischer Schuldentilgung ist die Neigung zur Aufnahme lärt ebenfalls seine Sympathie für das Unternehmen, er warnt aber, geschaffen werden wird." neuer Schulden ziemlich allgemein. Präsentirt sich nun einmal unser daß man dahin komme, eine Ausstellung zu schaffen, bei der die gute Das Schreiben, das von dem Stauer Hermann Blohm Etat mit einem Defizit, was soll dann geschehen? Sollen dann zwecks marktfähige Waare, auf deren Absak es ankomme, nicht vertreten sei. als Vorsitzendem des aus Unternehmervereinigungen aller möglichen Schuldentilgung Zuschläge zur Einkommens- und Vermögenssteuer er: hoben werden? Der Finanzminister scheint verhindern zu wollen, daß das Arenberg hervorgehobenen Gebieten sehr wohl konkurrenzfähig fei, gegenüber der bisherigen Haltung des Unternehmerthums eine hoben werden? Der Finanzminister scheint verhindern zu wollen, daß das Auch er habe die Ansicht, daß Deutschland auf den vom Prinzen Gewerbe bestehenden Arbeitgeber- Berbandes unterzeichnet ist, bedeutet Abgeordnetenhaus zwar keine Steuervorschläge machen kann, wohl das beweise Berlin , und die Erfahrungen, welche die Berliner Stadt bemerkenswerthe Wendung zum bessern. Indem die Unternehmer ſelbſt aber Steuererhöhungen zu bewilligen genöthigt werden kann; es verwaltung mit der Schaffung von Kunstwerken aus Gemeindemitteln sagen, daß bei der Wiederaufnahme der Arbeit, will die Quotisirung der Steuern unmöglich machen. der vom Senat in seinem Vergleichsvorschlag versprochenen Abg. Fihr. v. Zedlik( frk.): Die Schuldentilgung erhöht in gemacht habe. Eine längere Debatte entspinnt sich über die Maßregeln, die Untersuchung der Arbeitsverhältnisse vorhergehen würde, von keiner Weise die Laſten des Staates. Der Gedanke, in Jahren mit bezüglich der Ausbreitung der Maul- und Klauensen che einer Demüthigung der Arbeiter nicht die Rede sein kann, geben reichen Betriebsüberschüssen die Schuldentilgung von der Hand 3 getroffen werden. Es betheiligen sich daran die Abgg. Müller sie zu, daß die Arbeiter keine Niederlage er leiden, wenn weifen, grenzt geradezu an Unsolidität.( Beifall.) Der Gedanke( Fulda ), Lieber, v. Kardorff, Dr. Lingens und versie darauf eingehen. Dadurch gestehen die Unternehmer ein, der Quotisirung der Vermögens- und Einkommensteuer ist auch prat schiedene Regierungskommissare. Abg. ingens fragt an, ob daß sie darauf verzichten, die Arbeiter zu Paaren treiben zu können. tisch bedenklich. Sezen wir nun Ermäßigungen dieser Steuern fest, und welche Maßregeln gegen die mögliche Gefahr der Best Was aber das Ersuchen betrifft, der Senat solle ein Hafen. so kommt das den Wohlhabenden hervorragend zu Gute; das würde einschleppung aus Indien getroffen worden seien. Der Inspektorat schaffen, so ist damit einem alten, schon seit aber selbst der Abg. Richter nicht wünschen. Rulturzwecke sollen Leiter des Reichs- Gesundheitsamts giebt beruhigende Erklärungen ab. Fahren geäußerten Wunsche der Arbeiterschaft direkt Rechnung nicht leiden, aber bemühen müssen wir uns, diese Zwecke auf Eine weitere Debatte erhob sich bei den Forderungen für die getragen. Jedenfalls wäre eine solche Juftitution für die den billigsten Wege zu erreichen. Für das Extraordinarium Reichsdruckerei. Abg. Hasse beschwert sich, daß die Reichs- Hafenarbeiter von demselben sozialpolitischen Werthe, wie das und deſſen reichere Ausstattung wird gerade durch eine obligatorische Druckerei der Privatindustrie Konkurrenz mache und letzterer die Fabrikinspektorat für die Industrie- Arbeiter. Schuldentilgung erft die nöthige Bewegungsfreiheit geschaffen. Auch besten Aebeitskräfte abspenstig zu machen fuche. Von seiten der Der Kern des Schreibens des Arbeitgeber- Verbandes ist kurz Die Finanzgebahrung im Reichstage bedingt, daß wir hier sparsam Bertreter der Regierungen wird dieses bestritten. Bebel fordert, gesagt der: Die Rheder und Stauer wünschen, daß ihnen die Hafen sind und auf Schuldentilgung ernstlich bedacht nehmen, wodurch daß die Reichsdruckerei das drucke, was das Reich brauche, z. B. arbeiter eine goldene Brücke bauen, indem sie die Arbeit unser gesammtes Finanzwesen zugleich eine festere Gestaltung erlangen wird. Redner empfiehlt dann noch die von der Kommission auch die Reichstags- Drucksachen, die jetzt die Druckerei der Nord- aufnehmen, bevor über die Lohnforderungen endgiltiges festgesetzt wird. deutschen Allgemeinen Zeitung" herstelle. Den Privatgeschäften Um diese goldene Brücke doch noch gebaut zu bekommen, nachdem vorgeschlagene Resolution, die von der Regierung die Vorlage eines Konkurrenz machen dürfe die Reichsdruckerei nicht. die Arbeiter den dahin zielenden Senatsvorschlag abgelehnt haben, Gesetzes verlangt, wodurch die Verwendung der EisenbahnBei der Berathung des Post etats entsteht zunächst eine gestehen sie jetzt die Nützlichkeit eines Hafeninspektorats zu und ver überschüsse für die allgemeinen Staatsbedürfnisse im Sinne früherer Debatte über die Höhe der angesetzten Einnahmen. Die Abgg. Weiß meiden es in dem Schreiben, die Arbeiter durch eine Kritik des Beschlüsse des Abgeordnetenhauses geregelt werden soll. Abg. Bachem( 3.): Alle scheinen damit einverstanden, daß die beziehungsw. 1/2 Millionen Mark, die Abg. Paasche, Müller- Fulda, und Bebel befürworten Erhöhung des Einnahme- Ansatzes um 3 Streits aufs neue zu reizen. Es muß der Einsicht und der taktischen Geschicklichkeit der Eisenbahnüberschüsse für allgemeine Staatszwecke bis zu einem Lieber und von Leipziger bekämpfen aber mit den Regierungs- Arbeiterschaft Hamburgs überlassen bleiben, aus dem Schreiben des gewissen Umfange verwendbar gemacht werden; aber genauere Vor: Bertretern dieses Verlangen. Die bezüglichen Anträge werden ab- Arbeitgeber- Werbandes die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Daß die schläge fehlen. Die Vorwürfe gegen die Reichs- Finanzwirthschaft gelehnt. Eine weitere Erörterung rufen Petitionen hervor, die sich Möglichkeit beiderseitiger Verhandlungen jetzt näher gerückt iſt, find nicht gerechtfertigt. Der Kartell- Reichstag hat eine Milliarde mit der Erhöhung des Gewichts für einfache Briefe von 15 auf darauf laffen Ton und Inhalt des Schreibens wohl mit ziemlicher Schulden aufgenommen und 486 Millionen an die Einzelstaaten 20 Gramm, für Ermäßigung der Telephongebühren beschäftigen. Sicherheit schließen. gezahlt.( Buruf: Jeder Mann und jeden Groschen!) Was aus dem Abg. Paasche als Referent spricht sich in der Hauptsache für die Sabe folgt, haben auch wir bewilligt, aber wir haben die unsolide Finanz- Betenten aus, Staatssekretär Stephan dagegen und zwar aus wird, haben gestern 13 Versammlungen der streifenden HafenWie uns kurz vor Schluß des Blattes aus Hamburg mitgetheilt politit des Kartell- Reichstages nicht mitgemacht. Die Resolution der finanziellen Gründen. Der Staatssekretär wiederholt hierbei alle arbeiter zu dem an den Senat gerichteten Schreiben des Arbeitgeber. Rommission, worin ungefäumt eine anderweite Regelung der die schon bei früheren Gelegenheiten erwähnten Gründe. Berwendung von Eisenbahn Ueberschüssen zu allgemeinen Staats- Singer tabelt die Beurtheilung dieser Forderungen aus dem Gründe. Verbandes folgenden Beschluß einstimmig gefaßt: zwecken durch Gefeß gefordert wird, ist unklar und nichtssagend und fistalischen Gesichtspunkt, das Verkehrsintereffe, die allgemeinen hat weder für uns noch für die Regierung Werth. Wolkswünsche seien maßgebend. Er fordert demgemäß die Erhöhung Abg. Dr. Sattler( natl.): Für das Auspowern der Einzel: des Gewichts für einfache Briefe von 15 auf 20 Gramm, die Herab ftaaten ist das Zentrum hauptsächlich verantwortlich, denn die seßung des lokalen Briefportos Eine bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit ist und bleibt wobei er auf das Beispiel von für uns eine Demüthigung, es ist unserer Ehre zuwider, in eine Bahlungen erfolgten auf grund der Klausel Franckenstein. Wir fehung des lokalen Briefportos Württemberg und Bayern hinweiſt und die Herabsetzung der wollen ernste Maßnahmen treffen gegenüber den Finanzgefahren, Telephongebühren. Diese Reformen würden den Verkehr wesentlich Worschlag trotz der Empfehlung der Annahme desselben durch das folche zu willigen. Die große Mehrheit der Streitenden hat den Minister Miquel: Ich hätte gewünscht, daß die Frage der Reichs- heben und die Einnahmen sich erhöhen. Streit- Komitee abgelehnt, weil in demselben keine Garantien ge= Die Debatte wurde abgebrochen und die Sigung auf Donnerstag boten waren, daß unsern berechtigten Beschwerden Rechnung ge Finanzpolitit nicht so in den Vordergrund gedrängt würde. Herr vertagt.- Bachem ist noch jung und scheint nicht zu wissen, daß sich beim Zentrum tragen, die Entscheidung über Differenzpunkte durch ein unparteiisches ein gewaltiger Umschwung in der Finanzpolitik vollzogen hat. Früher Aus der vergleichenden Uebersicht der Ergebnisse der Schiedsgericht ihre Erledigung finden würden, daß vor allem fürchtete das Zentrum, die Einzelstaaten tönnten vom Reiche auf Einkommensteuer- und Ergänzungssteuer- Veranlagung für aber die alten Arbeiter eingestellt und keine Maßregelungen gesogen werden; daher die Klausel Frandenstein. Heute behauptet 1895/96 und 1896/97, die soeben dem Abgeordnetenhause zu der während des Streits in Vertretung unserer Interessen hervor Bachem Auspowerung des Reiches durch die Einzelstaaten; das er gegangen ist, ergiebt sich, daß an Einkommensteuer in getretenen Personen vorgenommen würden. innert doch an den Sat: Die Powertät fommt von der Armuth Preußen 1896/97 bei 2 654 444 Benfiten 127 080 740 m. veranlagt Auch in der vom Arbeitgeber Verband vorgeschlagenen An( Heiterkeit.) Die Nothwendigkeit des Ausgleichsfonds wird man je find; gegen das Jahr 1895/96 bedeutet das ein Mehr an Senfiten ftellung eines Hafeninspektors, um welche wir seit Jahren vergebens länger je mehr einsehen. Redner empfiehlt ausführlich den Ausgleichs- und die nicht physischen Bersonen( Aktiengesellschaften und gewiesen haben, können wir eine Erledigung der momentan von 261, an Steuern 3 647 274 M. An diesem Mehr petitionirt und deren Nothwendigkeit wir wiederholt nachfonds, der allein Gewähr dafür schaffe, daß das find allDie Untersuchungen gesammelte Gelb nicht zu ungeeigneten Zwecken verwendet wird. bergleichen) nicht betheiligt. Diese haben im Gegentheil 142 420 W. obwaltenden Differenzen nicht erblicken. Mir wäre es lieber, wenn man den Prozentsatz der Schuldentilgung weniger an Steuern ausgebracht. Die Beranlagung der physischen eines Hafeninspektors müssen sich nach unserem Dafürhalten außer auf die an uns seit Jahren öffentlich auf 1/2 pt. beließe( die Kommission hat 5,8 pet. beschlossen) und Personen übertrifft bei 2 652 515 Benfiten mit 120 305 978 M. allerdings das Vorjahr um 3 789 694 M. Bei der zum Zwecke der Veranlagung gerügten Mißstände Lohnden Ausgleichsfonds nicht ganz ablehnte. auch auf die und Arbeitsvorgenommenen Personenstands - Aufnahme betrug die Zahl der Bebedingungen erstrecken. Eine Abstellung der Mißstände, eine Aende völkerung 31 349 283, von denen 8303 als Exterritorale und rung der Lohn- und Arbeitsbedingungen liegt aber nicht in der solche einkommensteuerfrei blieben, deren Machtbefugniß eines Hafeninspektors, dazu ist und bleibt die EinEinkommen 900 Mart nicht überstieg. Die Zahl der letzteren willigung der Arbeitgeber als solche erforderlich. Es liegt uns fern, betrug in den Städten 7462 675, auf dem Lande 13 603 778. unfere Arbeitgeber durch die Forderung einer bedingungslosen UnterMit einem Einkommen von mehr als 3000 m. sind veranlagt in werfung ihrerseits demüthigen zu wollen. den Städten 251 958, auf dem Lande 79 133 Personen. In Veranlassung der Aeußerung des Arbeitgeberverbandes und gesammte veranlagte Einkommen der Zenfiten beträgt 6 086 052 635 zur Herbeiführung eines wirklichen und andauernden Friedens Mark, wovon auf die Städte 4 183 279 309, auf das Land richten wir deshalb das Ersuchen an den Arbeitgeberverband, nuns 1902 773 326 M. entfallen. Das Durchschnittseinkommen stellt sich mehr durch eine aus seiner Mitte gewählte Kommission direkt interin den Städten auf 2660, auf dem Lande auf 1762, überhaupt auf effirter Arbeitgeber mit einer von uns gewählten Kommission 2295. über die Friedensbedingungen in Berathung treten zu wollen. Gegenseitiges Vertrauen fann nur aufgebaut werden auf gegen feitiger Achtung, ein andauernder Friede kann nur herbeigeführt werden, wenn dieser die Interessen unserer Waterstädt schwer schädigende Streit einen versöhnenden, keinen der streifenden Parteien verlegenden Abschluß findet. Hierzu bieten wir unsere Hand, niemals aber zu einer uns beschämenden, unser innerstes Empfinden verlegenden bedingslosen Unterwerfung.
die uns vom Reiche drohen.
=
Abg. Brömel( frf. Bg.): Wir halten fest an der vollen Frei heit der Entschließung über die Einnahmen und Ausgaben und verwerfen deshalb die Vorlage und die Resolution.
Abg. v. Arnim( t.): Den Ausgleichsfonds haben wir zwar oerworfen, aber wir bestreiten nicht die Zweckmäßigkeit eines Eisenbahn Reservefonds. In diesem Sinne werden wir für die Kommissionsbeschlüsse stimmen.
21 058 150, als
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Das
Abg. Schmieding( natl.) bekämpft die Erhöhung der Amortifation von 1/2 auf 5/8 pt. Abg. v. Tiedemann- Bomst ( frk.) empfiehlt die Beschlüsse der Kommission. Abg. Bueck( natl.) tritt ebenfalls für die Kommiffionsbeschlüsse ein. Bezüglich der Tariffragen müsse er für das Haus das Recht Die Ergänzungssteuer hat im Vergleich zum Jahre in spruch nehmen, in wichtigen Fragen mitzusprechen. Man scheine 1895/96 mit Beibehaltung der erhöhten Steuersätze bei einem Mehr jeßt der Landes- Eisenbahnrath falsch zu beurtheilen; er habe nur von 14 413 Zenfiten an Steuer ein Mehr von 18 765 M. gebracht. bie Bedetung eines Beirathes, nicht die einer selbständigen Be- Beranlagt zur Ergänzungssteuer find 3,72 pet. der Gesammt hörde. beoölkerung, und zwar in den Städten 528 305, auf dem Lande Abg. Drmer(.) tritt ebenfalls für die Kommissionsvor: 638 440 Perfonen. Auf einen Zensiten in den Städten fommen 3,26, fchläge ein. auf dem Lande 4,17 Köpfe. Wit einem Einkommen von nicht mehr Minister quel bemerkt, daß er von der Vorlage als seinem als 3000. find 892 641, mit einem Einkommen von mehr als politischen Testant in dem Sinne gesprochen habe, wie man das 3000 M. 274 104 Benfiten zur Ergänzungssteuer veranlagt. von einem angebenen 70er annehmen könne, der den Wunsch habe, Die geftrige Reichstagsrede des Genossen Möller ist zu das Finanzschiff des Staates in einen sicheren Hafen zu bringen. unserem Bedauern, aber ohne unser Verschulden, im Parlaments Wenn er so lange leb könnte, als ihn die Angriffe fortschrittlicher bericht sehr schlecht weggekommen. Der Grund liegt in dem DoppelBlätter verfolgen, so werde er sicher altersschwach werden. umstand, daß die Rede zu sehr später Stunde gehalten wurde, und daß der Redner, der ein sehr schwaches Organ hat, auf der Tribüne Morgen 11 Uhr: Forehung der Berathung und leinere ber Berichterstatter unverständlich war. Da die Rede sehr werthvolles Material namentlich für die Agitation unter den Bergleuten enthält, so wird der Vorwärts" noch einen gedrängten Auszug bringen, sobald der stenographische Bericht vorliegt. Außerdem ist der Abdruck des stenographischen Berichts zur Bertheilung in den Bergarbeiter- Distritten in Aussicht genommen.-
( Heiterkeit.)
Vorlagen.
Schluß 4 Uhr.
Parlamentarisches.
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einen hohen Senat am 12. Januar d. J. gerichtete Schreiben erBezugnehmend auf das seitens des Arbeitgeber- Verbandes an Klärten die streikenden Seeleute und Hafenarbeiter:
Nachdem alle bisherigen Vermittelungsversuche durch nicht direkt betheiligte Personen und Körperschaften vergeblich gewesen und obgleich die Aeußerung des Arbeitgeber- Verbandes nicht ausdrücklich an unsere Adresse gerichtet ist, beantragen wir, um im Interesse der Algemeinheit jede Zeitverschwendung zu vermeiden, unsere Kollegen: Döring, Schauermann; Rehl, Ewerführer; Landrihl, Staatsquaiarbeiter; Leidel, Speicherarbeiter; Herrich, Seemann ; Krägenau, Donkymann, Schmaljohann, Kesselreiniger, sich nunmehr mit dem Arbeitgeber- Verband in Verbindung zu setzen und sind überzeugt, daß bei gleichem Entgegenkommen unferer Arbeitgeber es unschwer gelingen wird, einen beide Theile befriedigenden Modus zur Beendigung des Streits zu finden."
Seitens der von den Streifenden mit deren Vertretung bes auftragten sieben Personen wurde die Resolution dann sofort mit einem Begleitschreiben, indem die Arbeitgeber ersucht werden, sofort eine gemeinschaftliche Sigung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeber. Kommission anzuberaumen, an den Arbeitgeber- Verband zu Händen des Vorsitzenden desselben, des Fabrikanten Blohm, abgesandt. Als die Kunde von dem Vorgehen der Arbeiter sich in' der Stadt verbreitete, athmete man allerorts erleichtert auf, denn man hofft allgemein, daß nun eine gütliche Beilegung des Streits in den nächsten Tagen zu erwarten ist.
In der gestrigen Situng der 2, der ersten Forderung( 50 000 m.)& etkommission fragte bei die nächste Pariser Weltausstellung Singer an, hoch sich wohl die Ge- Die Hafenarbeiter- Bewegung. fammtkosten belaufen würden. Herr v. tticher antwortete, daß Desterreich für diesen Zweck ca. 14 Milio. Gulden in Aussicht Der Hamburger Arbeitgeber- Verband hat, auf Antrag genommen habe, Ungarn kaum weniger in luch nehmen werde, des Vereins Hamburger Rheder, unterm 12. Januar an so daß Deutschland , das alles daran sehen mül vertreten zu sein, wohl faum unter 5 Millionen würdig in Paris den Senat ein Schreiben folgenden Inhalts gerichtet: Der wohlmeinende Rathschlag, welchen der hohe Senat den o. Arenberg fragt an, ob für ein gemeinsames Arianfordert. Brinz ausständigen Hafenarbeitern in Erwiderung auf ihr Gesuch ertheilt werde. Die Chicagoer Ausstellung habe ca. 3 600 000 m. davon kommen Aus Kiel sind bis jetzt 6300 M. Unterstützungsgelder nach getragen sei und wünscht Vorsorge getroffen zu sehen, nent Gorge hat, ist von diesen nicht befolgt worden, weil ihnen eingeredet wird, nur das daß sie in der bedingungslosen Wiederaufnahme der Arbeit eine Beste ausgestellt werde. Man müsse Schundwaare ferha Aus Nürnberg Rommissar Deutschlands für die Pariser Weltausst. Der Demüthigung zu erblicken haben. In Wirklichkeit enthält das Ver- Hamburg abgesandt. In Magdeburg find bis jetzt ca. 11000, Richter, theilt mit, welche Abmachungen bis jetzt mit.de. Dr. sprechen des Senats, eine die Abstellung von etwaigen Mißständen in Leipzig 30 000 m. gesammelt worden. fran- bezweckende Untersuchung der Arbeitsverhältnisse einzuleiten, en ein Entgegenkommen, öfifchen Regierung in bezug auf die Ausstellung getroffen we von demgegenüber einer Die Breslauer ,, Volkswacht" schreibt, daß die Breslauer Man habe das größte Entgegenkommen gefun Anderer Arbeiter noch nie einen solchen Opfermuth an ben Tag gelegt haben, daß Deutschland wärdemüthigung nicht die Rede sein kann. habe daß die Hoffnung, er seits scheint den Arbeitern noch das Vertrauen in den guten Willen wie beim Hamburger Streit.
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4400 M.
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