in Reformisten und Konservative scheiden, zwischen denen keine Kompromiffe, feine zweideutige Konzentrationen stattfinden. Des­gleichen verwirft er jedes Zwitter Ministerium. Die Fraftion, welche die Majorität hat, d. h. zunächst die Gemäßigte, stellt das Kabinet und regiert allein, aber ist auch dann vor dem Lande allein verantwortlich. Die Minorität enthält sich der systematischen Obstruktion, refla­mirt aber die von ihr geforderten Reformen und protestirt ge­legentlich durch Wahlenthaltung 2c. Das Land wird dann am Ende jeder Legislaturperiode klar darüber urtheilen und entscheiden können, ob es eine gemäßigte oder radikale Politik befolgt haben will. Mit anderen Worten, Millerand will das politische Leben Frankreichs nach englischem Muster zwischen Whigs und Tories hin- und herschaukeln lassen, was jedoch in ersterem Lande bei der großen Zersplitterung der politisch

der Presse einen derartigen Maulforb anzulegen, ist ein tref= fendes Kriterium für die Situation.

Ob die wenigen sozialistischen Deputirten unter so be­wandten Umständen ihrer Aufgabe gerecht zu werden vermögen, ob sie wenigstens Anstandserfolge erringen werden? Bis jekt scheint wenigstens die Konstituirung einer rein sozia­liftischen Gruppe in der Kammer gesichert, die nur Abgeordnete umschließen soll, die auf Grund des sozialistischen Programms als Klassenvertreter gewählt worden sind. Wer durch die Thür Ferry in die Kammer eingetreten, ist ebenso gut aus der Gruppe ausgefchloffen wie der, welcher durch die Thür Boulanger in das Palais Bourbon gekommen. Joffrin und Duman könnten ihr also ebenso wenig angehören, wie Granzer, Roche und Jourde. Die Deputirten, welche bis jetzt dem Plane zustimmten, waren sämmtlich als Delegirte auf dem Pariser internationalen

Herrschenden in verschiedene Interessentlassen und bei der hoch- Kongrek der vereinigten Sozialisten anwesend. Der ungewöhn­gradigen Berfegung, welche der Abwirthschaftung vorausgeht, faum möglich sein dürste.

Jedenfalls wird die Stellung der Aeußersten Linken in der neuen Kammer eine sehr schwierige sein. Die Opportu nisten werden die Situation mit der ganzen Schonungslosigkeit von Gemäßigten ausnußen. Der Wind bläst entschieden aus dem Loch der Reaktion nach Knebelung aller Oppofition. Alle Gefeßentwürfe, welche bis jetzt im Lager der Opportunisten und des Contre gauche auftauchen, bezwecken eine Beschrän­fung bestehender Freiheiten. So liegt ein Projekt in der Luft, das Interpellationsrecht zu beschränken, ein anderes, die parla­mentarische Initiative zu reduziren, indem das Kabinet die Initiative zu neuen Gefeßen ergreifen soll. Am bezeichnendsten für die Situation ist jedoch der Antrag über Abänderung des Breßgesezes, durch den der Opportunist Josephe Reinach in der Kammer debutiren will. Das Projekt ruft Artikel über die Presse in's Leben, welche unter der Restauration abgeschafft merden mußten. Nicht Geschworene, sondern professionelle Richter, die sich jedem gouvernementalen Einfluß fügen müssen, follen über Preßvergehen durch Verleumdung, Beschimpfung und Verdächtigung zu Gericht figen.

Was unter den genannten Vergehen zu verstehen ist, wird durch Paragraphen bestimmt, welche sich wie Kautschuck auf alles Mißliebige ausdehnen laffen. Als Verleumdung gilt Alles, was in öffentlichen Orten und Versammlungen, in ge­druckten und nicht gedruckten Schriften, die verkauft, vertheilt oder angeschlagen werden, einem Individuum zur Laft gelegt wird, und das, wenn wahr, den Beschuldigten gerichtlichen oder zuchtpolizeilichen Verfolgungen oder auch nur dem Haß und der Verachtung der Mitbürger aussehen würde, sobald kein legaler Beweis für die Anklage erbracht werden kann. Als legale Beweise sollen nur vorliegende Verurtheilungen und authentische Dokumente gelten. Das Verlangen auf Erbringung des Gegenbeweises ist ausgeschloffen. Die festgesezten Strafen lauten 2-5 Jahre Gefängniß und 200-1000 Fr. Strafgeld, und auf 1-6 Monate Gefäügniß und 50-2000 Fr. Strafgeld. Als Vorwand für Einbringung des Schandprojekts muß natür­lich herhalten, daß in lezter Zeit von oppofitioneller, ganz be­sonders von boulangistischer Seite die schwersten und beleidi­gendsten Anklagen nnd Schmähungen gegen die Regierungsrepu­blitaner geschleudert, daß die Mitglieder des Rabinets und derer Freunde der Bestechlichkeit, Mogeleien, der schmuzigsten Ge­schäftsmacherei geziehen wurden, und daß sich unter den Be­fchuldigungen manche fanden, die nicht thatsächlich bewiesen, manche auch die nicht begründet sein fonnten. Die Rouvier, Thevenet und andere Constans wollen in Zukunft ganz un­geftört mogeln können, das ist des Pudels Kern. Die oppor tunistischen Organe beeilen sich in handgreiflichster Weise zu illuftriren, was man von ihren Anstandspsalmodeien über Säuberung der Presse von dem rüden Ton, dem Kloakenstil der boulangistischen Journalisten zu denken hat. Die Estafette", Ferry's Leiborgan, hat eins der umfangreichsten und gemeinsten Schimpfwörterlerifons für politische Gegner zur Verfügung und schreit in Ausdrücken, die sich ein Pariser Gaffenbube zur Ehre anrechnen würde, um Beschränkung der Breßfreiheit. Das Schimpfen und Verleumden soll erlaubt sein, aber nur von der einen Seite her, von der, welche gerade das Heft in den Händen hält. Die radikale Presse erinnert diesem reaktionären Herenfabbath gegenüber mit Recht daran, daß das gewünschte Breßgesez Zustände schaffen würde, wie sie unter dem Empire eriftirten, daß mit seiner Hilfe jede Kritik der regierenden Fraktion, jede Opposition, jede Aufdeckung schmußiger Affären vereitelt werden könnte. Die Kampagne gegen Wilson z. B. wäre unter einem derartigen Gefeß ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, da hier nur moralische und keine materiellen legalen" Beweise vorlagen. Es ist ja mehr als zweifelhaft, ob das Projekt Gesegestraft erhalten wird, aber schon der Umstand allein, daß sich die Gemäßigten mit der Absicht hervorwagen,

lich schwierigen Situation gegenüber ist es um so lebhafter zu bedauern, daß der sozialistischen Gruppe des Parlaments Kräfte ersten Ranges wie Vaillant und Guesde mangeln.

Im Ausland erscheint es vielfach unbegreiflich, daß ein so erprobter und talentvoller Vorkämpfer des Sozialismus wie Guesde im Wahlkampfe unterlegen ist. Wenn man jedoch weiß, in welcher Weise der Wahlkampf gegen ihn geführt wurde, ist man nicht länger über die Niederlage erstaunt. Die bürgerliche Reaktion hatte alle Mittel aufgeboten, um ihn zum Fall zu bringen.

Bein entfernen!" In den meisten Fällen tritt die befohlene Bewegungshemmung ein, so sehr sich auch der bewußte Wille des Hypnotisirten dagegen sträuben mag, doch lasse man sich durch ein etwaiges Mißlingen nicht von der Fort­setzung der Versuche abschrecken. Den äußersten Grenzstein dieser Erscheinungsreihe bezeichnet die kataleptische Starre des ganzen Körpers, welche es ermöglicht, das Sujet mit Kopf und Fersen auf zwei Stühle zu legen und den hori zontal schwebenden Körper stark zu belasten.

Der Präfekt von Marseille hat in einem vertraulichen Ge­spräch erklärt, daß Guede's Sieg seine eigene Entlassung be­deute, da Conftans auf keinen Fall einen so gefährlichen Gegner im Barlament haben wolle. Allerdings scheint sich die ge­fammte Ordnungspresse das Wort gegeben zu haben, nichts über die gegen Guesde verübten Wahlmogeleien verlauten zu laffen. Und die possibilistischen Organe, anstatt die Schmach aufzudecken, zeihen Guesde noch in verleumderischer Weise des Verraths an seinem Programm. Er sollte nicht nur den Titel als Kandidat der Arbeiterpartei, sondern auch das von den ver­schiedenen sozialistischen Kongressen ausgearbeitete Programm verleugnet haben, behauptete das offizielle Organ des Possi­bilismus, das Proletariat".

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Und dies, während schwarz auf weiß, durch Wahlplakate, Erklärungen, Programme, Artikel des Sozialiste" von Mar­feille nachgewiesen werden kann, daß Guesde seine Wahlkampagne ausschließlich im Namen der Arbeiter­partei und auf Grund des sozialistischen Programms, auch mit Rechnungtragung der Dom legten inter= nationalen Kongreffe aefaßten Beschlüsse führte. Gerade des­wegen ist ja seine Wahlkampagne von so großer propagan­distischer Bedeutung gewesen und hat troß der Niederlage der Sache des Sozialismus einen guten Dienst geleistet. Fast wunderbar muß es nur erscheinen, daß der kränkliche Mann die aufreibende Agitation ausgehalten. In der kurzen Epoche der Wahkampagne hat er nicht weniger als 49 Versammlungen abgehalten, in denen er als Hauptredner aufgetreten ist. Die Zahl der Versammlungen, in denen er zur Antwort oder als Korreferent das Wort ein- oder mehrmals ergreifen durfte, sein. nicht fleiner Sein Wirken ift nicht spurlos vorübergegangen, durch die Schicht der profeffionellen Wahlagenten und Wahlbummler hindurch, die Geld Jedem feil sind, ist er in innige Berührung mit dem Marseiller Proletariat getreten und hat dem Sozialis­

mus neue Truppen geworben.

das Anerbieten gemacht, die boulangistische Kandidatur Bregsamen der ſo welche 1100 Stimmen vereint hatte, zurückzuziehen, wenn Gusenoffen der mündlich das Versprechen abgeben wolle, in der Kammer Franzöfif Revision des Prozesses Boulanger einzutreten. Guesde ommt zu un widerte hierauf, daß er als Kandidat einer Bartei in dertimmt mit un Namen durchaus teine Verpflichtungen aufnehmen fönn Paris !" ferner, daß er persönlich nicht die Gewohnheit habe, St Diefer A men zu kaufen. Der boulangistische Kandidat hat auf den beid öffentlicher Versammlung erklärt, das Guesde jednumbungen, Rompromiß abgelehnt hatte. Trozdem ließ ihm die opport her er die nistische Sippe durch bezahlte Agenten als Boulangisten schreien. Mit welchen Mitteln die Ordnungsmänner gegas Anschlage Guesde arbeiteten, zeigt jedoch am deutlichsten die Epiſode Charen 2000 villon. Der Präfekt von Marseille ließ nämlich den in Bare geheimen kandidirenden Boulangisten Chevillon nach Marseille , forderthe Organis

Es ist ihm gelungen, in 16 verschiedene Gruppen tausend Steuerzahlende Mitglieder für die Partei zu gewinnen. Gewiß ein schöner Erfolg für die furze Zeit seines Wirkens in Mar­ seille und die vielen Schwierigkeiten lokaler Natur, mit denen er zu kämpfen hatte.

Jules Guesde hätte eine leichte Wahlkampagne haben und in die Kammer gelangen fönnen, hätte er sich nur zu Kon­zessionen an Boulangisten oder Antiboulangisten bequemen wollen. Schon vor dem ersten Wahlgange bot ihm das anti­boulangistische Komitee ein Kartell an, sobald er ihre Erklärung unterzeichnen wolle. Obgleich ihm für den anderen Fall an­gedroht wurde, daß man seine Kandidatur mit größter Heftig­feit bekämpfen werde, wies doch Guesde das Anerbieten mit der Erklärung zurück, Erklärung zurück, daß ihm das Manifest nicht anti­boulangistisch genug sei, δα es sich wohl mit der Thatsache des Boulangismus, aber nicht mit seinen Ursachen beschäftige. Er habe nicht den Gang nach der großen Nue Cadet in Paris vermieden, um in die kleine Rue Cadet zu Marseille zu gehen.")" Zwischen dem ersten und zweiten Wahlgang wurde ihm seitens des boulangistischen Komitee's

*) Anspielung auf die Versammlung, in welcher sich das opportunistisch- raditate- poffibilistische Kartell konstituirte, und die in der Rue Cadet stattfand.

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ganzen Einfluß zu unterſtüßen; alles Dies, weil Chevillon laufende auf geborener Marseiller über bedeutende Lokaleinflüffe verfügt u nebrigens ein gefährlicher Gegner gewesen wäre. Trotz des Gesetzes geg die Vielfandidatur ließ sich Chevillon überreden, seine Gran das entri rung als Kandidat zu deponiren, jedoch in legter Stundegrüßte ihn

eigten fich hätten den

fürchtete er, daß die Geschichte schief ablaufen könne, so bewarb er sich nicht um die Stimmen der Marseille Der Präfekt stellte darauf eine andere boulangiti ihnend i auf welche mit dem der Regierung unterhalt ward. Auf diese Weise erklärt sich die unverständlich Die Bermuth

Kandidatur Fabre Gelde und dem Einfluß

Jammlungen Geftionen er Jondern nur

Brotot hat Internationa Agenten bei aufgefordert, Bielfach wird mune eine z Don den Ver rühre, welch

scheinende Thatsache, daß zwei doulangistische Kandidaten die Stichwahl traten. Der eine war wirklich der Kandidat der Zeit der boulangistischen Wahlfomitee's, der andere jedoch der der P fettur, d. h. der Regierung Welch schlagenderes Beispi fönnte man dafür finden, daß die opportunistische Regierun die boulangistische Gefahr zu einem ungeheuren Wahlschwinde ausgebeutet hat, daß es ihr mit dem Geschrei von der Re publit in Gefahr!" nicht ernst war? Die Rolle, welche d revolutionäre" Kandidat Prolot gespielt hat, macht es ieben 3weifel erhaben, daß derselbe ein Polizeiagenti feinem meinster Sorte ist, die Guesde par Ordre de mufti befämp Die erbittertste persönliche oder prinzipielle Gegnerschaft nicht aus, feine Handlungsweise zu erklären. wollte Guesde zum Boulangisten stempeln und damit, daß dieser seiner Zeit im Cri du Peuple Madame geschrieben, dessen Leiterin Gérérine fp in die boulangistische Cocarde" übergegangen fei. Bu hatte bekanntlich die Redaktion des Cri" 18 Monate vor tauchen des Boulangismus verlassen und zwar war der A zu seinem Ausscheiden dadurch gegeben worden, daß dem Vorhaben eines Mitarbeiter Labruyère widersett der sich an Boulanger wegen materieller Unterstützung Feuerstein's deutschen Sozialisten im Wahlkampf wenden wollte.

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und ins Gefängniß geworfen ward.

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schen Sozialisten ausgeschlachtet, um ihn zu einem Agent haben gleid meisten wurden jedoch Guesde's Beziehungen zu den de Bismarc's zu machen, der jährlich 32 003 Frks. Gehalt bezie der Frau Protot erzählte u. A., Guesde stehe auch jezt in Beziehungen deren n Höchberg, welcher noch jest deutscher Oberpolizeiinspektor Die neue M feit vom M Berlin" sei, und Guesde seit dem Erscheinen der Egalité zu welcher die deutsche Polizei das Geld geliefert, regelmäß Kapital liefere! In einer Versammlung erklärte Protot, Gues habe Frankreich an 20 aktive und 40 Reserveoffiziere des de haft in d

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schen Heeres verrathen, welche unter dem Vorwand eines inte nationalen Rongreffes im Juli nach Paris gekommen feien, die französischen Militärverhältnisse auszuspioniren. Aehnliche Inhalts war auch ein Plakat, das Protot in 16 000 Eremplare jedem einzelnen Wähler ins Haus schicken ließ und das lautel Jules Guesde ist der Kandidat Boulanger's. Er hat da

Vaterland in den Tagen der Noth und Trauer verlassen. ist der bezahlte Agent Deutschlands .

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Laßt Euch nicht durch das legte Manöver eines in ründeten nicht, er führt Euch zum Verrath und zur Schmach. Flicarten legten Zügen liegenden Verräthers beeinfluffen. Folgt i manzipati

feine Fahne und seine Anhänger.

Seine Fahne ist der schwarze preußische Adler, welcher 75 Jahren das Herz Frankreichs dreimal zerfleischt hat.

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einzelner nun und liftischen Drganis Shu lun hatigfeit umfaffendit bie Organ und Sch nur der wi

Seine Anhänger sind die Delegirten auf dem let Marristischen Kongreß zu Paris ; 90 Feinde unseres Land Landes, darunter 64 Offiziere und Unteroffiziere der kaiserlich

Landwehr.

Diese Sozialisten sind die Kundschafter der Heere Tripelallianz. Fliebet ihre Reihen!

Bürger! Im Namen des französischen Vaterlandes,

macht worden, die neue Wissenschaft in pädagogischer Rich- schristen gewissenhaft befolgt, so ist die Einführung tung auszunuzen.

Für die Psychologie am werthvollsten erweisen sich unzweifelhaft die suggestiven Veränderungen in der Thätigkeit des Gedächtnisses. Man kann der Versuchsperson Er­innerungslosigkeit eingeben und anderseits etwas als ge­schehen einreden, was niemals passirt ist; ich sage also mit dem entsprechenden Erfolg:" Sie wissen nicht mehr, was

lich. Die beiden Elemente der Hypnose: Suggestibilität Schlaf, ruhen ja in jedem Menschen; es gilt blos, einen engeren Busammenhang zu bringen.

Hypnose durch einen Fachmann nicht im Geringften f

Und doch

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ernstlich vor der unnöthigen Hypnotisirerei gewarnt werbe Die Gefahr, zu dem willenlosen Werkzeug eines fremb Menschen herabzusinken, sollte Jeden davor zurückschreden Sie heute Mittag gegessen haben," oder ich behaupte so Man hat durch die posthypnotische Suggestion Verbreche Auf der Beeinflußbarkeit durch Suggestion beruhen lange, daß es heute Mittag gepökelten Rehbraten mit Schlag- ausführen lassen, die Gesinnungen eines Menschen langfa

ferner die Veränderungen in der Empfindungssphäre. Ich fage:" Sie fühlen eine starke Hige an ihrer rechten Seite, und der Hypnotisirte wendet sich mit allen 3eichen des Unbehagens nach links. Die Versicherung eines unan­genehmen Geruches genügt, um alle Erscheinungen des Efels hervorzurufen, gleichwie im wachen Leben phantasie­reiche Menschen durch derartige Vorstellungen bestimmt wer­den können. Ebenso kann in flares Wasser jeder nur er­denkliche Geschmack hineinsuggerirt werden, Chinin sich in Champagner, Chokolade sich in Salzwasser verwandeln, und für die Experimente an Gesichts- und Gehörsinn lassen sich die Beispiele ins Unendliche häufen. Praktisch wichtiger ist die künstliche Erzeugung und Vertilgung von Schmerz. Kopfweh kann nicht blos während des Schlafes und über ihn hinaus durch Eingebung geweckt werden den Meisten ja nicht besonders gelegen sein sondern auch die heftigste Migräne schwindet unter dem Einfluß der Suggestion. Ja sogar schwierige chirurgische Operationen find während des Schlafes vorgenommen worden, ohne daß der Patient den geringsten Schmerz verspürt hätte, so daß für hypnotisch empfängliche Personen die Chloroformnarkose überflüssig wird. Während manche Menschen, welche von dem Gegenstand nichts verstehen, über solche Thatsachen den

sahne gegeben habe, bis es mir geglaubt wird. Am aller­interessantesten ist schließlich die Thatsache, daß die Suggestionen dieser und der vorher geschilderten Art über

find auch Härteren S

geändert und sie zu selbstischen 3wecken ausgebeutet: daß die möchte also sich zum Spielball anderer Leute erniedrigen Nur für die Untersuchungen der Psychologen und für die Dauer des Schlafes hinaus wirksam bleiben können. Eine therapeutischen Maßnahmen bei geistig und körperlich Krante posthypnotische Suggestion wäre z. B. die folgende. Ich sage werde das unschäzbare, aber zugleich unberechenbar gefä

dem Hypnotisirten: Nach dem Erwachen werden Sie das Wasserglas auf den Ofen stellen und später, beim Abschied, zu mir sagen: Ich danke Ihnen auch recht sehr, Herr Doktor, daß Sie immer so freundlich mit mir sind." Der Hypno­

liche Mittel verwandt.

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Die heillose Sucht vieler Frau an sich einmal probiren zu lassen, ob sie denn nicht für den Hypnotismus empfänglich wären," tann ebenso der Starrsinn unwissenschaftlicher Männer, welche erf

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Schluß die suggerirten Worte, ohne in der 3wischenzeit im leisesten an den Auftrag zu denken. Dabei können Wochen und Monate zwischen dem Datum der Ordre und dem

tische wacht auf, thut das Befohlene und spricht auch zum glauben wollen, wenn es an ihnen selbst gelungen ift,

legentlich zu bösen Folgen führen.

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mein giltige Erklärung ist für diesen sehr nerwidelten Ro Datum der Ausführung liegen, gleichgiltig, ob die nach- plex psychischer Erscheinungen bisher ebenso wenig gefunde daran dürfte wirkende Eingebung sich blos auf eine so einfache Handlung wie für so viele andere Vorgänge unseres Seelenleben bezog oder eine sehr verwickelte halluzinatorische Täuschung Wenn Bernheim die Definition giebt: Die Hypnoſe ſet erheischte. Ganz ähnlich tritt die Wachsuggestion auf, welche Bustand erhöhter Suggestibilität, so wird damit richtig unabhängig von der Herbeiführung eines Schlafzustandes wichtigste Merkmal hervorgehoben, aber nichts gesagt gelingt und als Selbsteingebung in unzähligen Kleinigkeiten unsere Einsicht in die Natur der Hypnose vermehren des täglichen Lebens zum Vorschein gelangt.

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Indessen, wer wird etwas von der jungen Wissenschaft Ist die Hypnose schädlich? Ja und Nein. Sie iſt, langen, was ältere Wissenschaften noch nicht für viele i Elektrizität endgiltig zu erklären? Damit soll jedoch Kopf schütteln, haben sich Andere zu einer Ueberschätzung beseitigt wird. Wer nicht zu hypnotisiren versteht, kann mit gesagt sein, daß nicht schon zahlreiche Begriffsbestimmunge hinreißen lassen und in dem Hypnotismus ein Allheilmittel seinen fruchtlosen Bemühungen heftige Kopfschmerzen, Ent- vorlägen; im Gegentheil, die überaus umfangreiche

zu finden gewähnt. Vor beiden Extremen muß sich der objektive Forscher hüten.

Nach Allem dem wird es nicht Wunder nehmen, wenn vielfach von einer Wirkung des Hypnotisten auf Gefühle

bald sie plump eingeführt, schlecht geleitet und ungenügend

zündungen der Bindehaut u. dgl. hervorrufen; wer wäh­rend des Schlafes nicht Vorsicht walten läßt, riskirt ge­legentlich einen hysterischen Anfall der Versuchsperson; wer vor dem Erwecken nicht gut desuggestionirt, hinterläßt viel­

logischer, und auf.

ratur weist die verschiedensten Deutungsversuche auf pin pathologischer Grundlag

arbeiten.

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und Stimmungen der Versuchsperson die Rede ist. Schlechte leicht bei dem Sujet nervöse Beschwerden. Es sollte jedes- Charcots Brief und die daran geknüpften Diskussionen wi Eifersucht, 3orn, mal, bevor der Befehl ertönt: Nun wachen Sie auf!" der die allgemeine Aufmerksamkeit gelenkt haben, vertra etwa Folgendes gesagt werden: Sie werden sich nach dem machen will, sei auf Dr. Molls kürzlich erschienenes Schlaf sehr ruhig fühlen, keine Beklemmungen haben, recht verwiesen. munter und vergnügt sein und heute Nacht ganz ausge­zeichnet schlafen." Werden diese und einige andere Vor­

Freude, Trauer, Lachen, Weinen erhalten unter der ge­schickten Hand des Operators die Biegsamkeit des Wachses: deshalb, und mit Hinweis auf die natürliche Suggestibilität der Kinder, ist nicht ohne Berechtigung der Vorschlag ge­

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