in der Meffinggießerei von Herrn Wagner in Chemnik. Da Arbeit genug vorhanden war, ging alles gut. Jezt aber ist nicht viel zu thun, und nun fucht der Herr Meister durch allerlei Machinationen unseren Rollecen aus Arbeit zu bringen. Rollege Wenzel stellte Herrn Wagner darüber zur Rede, der felbe hatte darauf u. A. die Antwort: Wenn es Ihnen nicht past, so schreibe ich nach Berlin , da bekomme ich soviel, wie ich nur haben will. Ich warne hiermit alle Kollegen, im Fall einer Annonze, nach Themnik zu gehen, Herr Wagner fann Chemnizer einstellen. Es ist für uns hier jezt Arbeit genug vorhanden. Alfred Schmidt, Vorsitzender des Fachvereins der Kernmacher und verwandten Berufsgenossen.

An dem Luckenwalder Hutarbeiter- und-Arbei­terinnenstreik find 832 Personen betheiligt. Der Streit ist lediglich ein Prinzipien streit, indem es fich darum handelt, daß die Maßregelungen, die infolge der biefigen Arbeiterbewegung erfolgt find, aufhören und um die Differenzen der Arbeiter der Hutfabrit von Cohn und Amend beizulegen. Obgleich bie Fabrit, wenn auch mit ungenügenden Kräften, bis heute ge­arbeitet hat, ist dieselbe doch heute geschloffen worden, da ein großer Theil der Streitbrecher zu den Streifenden getreten ist und nur Frankfurter, die f. 3. hierhergekommen sind, in der Fabrit haufen.

Das Zentralftreiffomitee ist zu einer Sigung, an der der Landrath des hiesigen Kreises theilnehmen wird, geladen wors den. Alle Sendungen in Betreff des Hutarbeiterstreits find an den Hutarbeiter Tinius, Schanklokal von Baaz, Branden­burgerstraße zu richten, der Metallarbeiter aber an Georg Wolter, Dessauerstr. 15.)

Luckenwalde , den 26. d. M. Die Arbeiter der Ma­schinenfabrit von Erselius haben wegen Maßregelung eines Arbeiters, der schon 23 Jahre in der Fabrik beschäftigt war, bie Arbeit niedergelegt. Der Fall ist um so wichtiger, als die Maßregelung deswegen erfolgt ist, weil die Tochter des Arbeiters, Frl Anna Schulze, die Sprecherin der hiesigen Hutarbeiterinnen ist und so in den Versammlungen für die Interessen der Arbeiterinnen eintritt. Da Frl. Schulze von Seiten ihres Prinzipals nichts zu be fürchten hat, da ihre Mitarbeiter fich mit ihr solidarisch erklärt haben, hat Herr Erselius den Handlanger des Fabritanien­Vereins in dieser Sache gemacht und einen 65 jährigen Arbeiter aufs Pflaster gefeßt. Von Seiten des Fabukanten ist die Be bingung gestellt, daß Schulze nur dann wieder in Arbeit treten fann, wenn seine Tochter aus dem Arbeiterinnen- Verein aus­scheidet und nicht mehr in Versammlungen spricht. Diese Be­bingung ist aber von dem Arbeiter troß seines hohen Alters nicht angenommen worden, und es haben fich infolge diffen die Mitarbeiter, 24 an der Bahl, mit ihrem Kollegen solidarisch erklärt und die Arbeit eingestellt. Alle Sendungen sind an Georg Wolter, Luckenwalde , Deffauerstr. 15, zu richten.

Versammlungen.

Auf den sechsten Berliner Reichstagswahlkreis wollen die ehemaligen Kartellverbündeten einen Ansturm" unternehmen, diesmal vorläufig in getrenntem Mariche. Die Nationalliberalen des Wahlkreises waren am Montag( m Restaurant Damerom, Chauffeeftraße) verfammelt. Wie viele ihrer waren, verschweigt des uns zu egangenen Berichtes Höf­lichte t. Der Vorsitzende, Profeffor& orking, meinte: Die Partei dürfte schon recht zufrieden sein, wenn fie einen Kan­didaten aufstellen fönne. Diese Bescheidenheit ist rührend, Nie­mand wird so grausam sein, den Nationalliberalen das Vers gnügen einer Kandidatenaufstellung zu mißgönnen, wenn fie eine folche ihrer Zufriedenheit" schuldig zu sein glauben. Der Redner des Abends war Herr Kulemann. Derselbe gab u. A. die Entdeckung zum Besten, daß in den Sozialismus ein Programm nicht, wie man gewöhnlich meine, von Marg, fon­dern von Schäffle hineingebracht worden sei. Erwähnenswerther als die eigenen Gedanken des Herrn Kulemann waren einige Mittheilungen, welche derfelbe vom Diner beim Minister von Bötticher mitbrachte. Er äußerte: Das Sozialistengesetz sei durch das Bestehen der Regierung auf dem Ausweisungs. paragraphen gefährdet. Aber in nationalliberalen und den Regierungsfreifen perhehle man sich nicht, daß die Wahlen schwerlich wieder fo gut" ausfallen würden, wie das vorige Mal. Der Staatsminister v. Boetticher habe sich deshalb ent­schloffen, den Fürsten Bismard aufzusuchen und zu versuchen, ihn umzustimmen." Und wenn nun wirklich Fürst Bismarc von den Nationalliberalen umgeftimmt würde, und nicht- wie gewöhnlich umgekehrt, glaubt das Kartell dann die Wahl­schlacht zu gewinnen? Da erkannte tie Lage doch Herr von Liliencron beffer, welcher an demselben Abend vor den Ronservativen des nämlichen Wahlfreifes( in der Norddeutschen Brauerei") referirte. Er begann: Ich kann es nicht leugnen, daß viele Leute recht trübe gestimmt sind". Und Herrn v. Lilien. cron's Rebe war eine einzige bewegliche Klage, der Redner fam einem vor, wie der Prophet Jeremias. Und doch ist kein Unglück so riesengroß, daß nicht ein Hoffnungsbiümlein sprießt. Herr v. Liliencron erzählte seinen besetts verzagenden Zuhörern, daß er vor zwanzig Jahren in einer sozial emokratischen Versamm lung gesprochen und daß er nie in seinem Leben solchen Bei­fall gefunden habe, wie damals. Da faßten die Konservativen Troft und es tam über sie wie eine Erleuchtung. Sie hatten den Mann gefunden, der den Kampf gegen die Sozialdemo fratie fiegreich bestehen wird. Herr v. Liliencron wurde als Reichstagskandidat prot'amirt.

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In der letzten Versammlung des sozialdemokrati­fchen Wahlvereins für den 4. Reichstagswahlkreis hielt Dr. Bruno Wille einen Vortrag über: Der Kampf ums Dasein in der Volkswirthschaft". Den Vortrag, während beffen zweimal eine Versammlung aufgelöst worden ist( erst eine Versammlung der Hausdiener und dann eine der Gärtner) vermochte der Nebner diesmal zu Ende zu halten. Nach dem er den Begriff des Kampfes ums Dasein aus der Lehre Darmin's festgestellt hatte, legte er den Rampf ums Dasem in der Volkswirthschaft dar, wo er sich zwischen Unternehmer und Unternehmer, awischen Arbeiter und Arbeiter, zulegt aber ent­scheidend zwischen Kapital und Arbeit abspielt. Nicht jeder Intereffen tampf wird aufhören, erst aber derjenige, weicher die schwächeren Individuen willkürlicher Vernichtung bie stä teren preisgiebt. Nachdem Redner noch meh ere Einwände der Antifozialisten widerlegt hatte, schloß er folgen­dermaßen: Wir alle kämpfen den Kampf ums Dafein und bluten an ihm aus tausend Wunden, solche find: über­mäßige Arbeitszeit, Siechthum, zerstörtes Familienleben, man gelnde Bildungsgelegenheit u. f. w. Doch ein Waffer heilt alle diese Wunden, ein Waffer so groß, daß es die Wunden von Millionen ausspült. Das Waffer ist der Strom der Arbeiter bewegung. Wohl fucht man ihn aufzuhalten, ihm Abzugs­fanäle zu graben. Er brauft weiter mit gewaltig zunehmender Kraft. Er mag wohl auch einmal eine Ueberschwemmung be­mufen. Dann aber, nachdem diese sich verlaufen, erscheint blühendes G.filde mit einer neuen und schönen Vegetation." Den Vortrager den lohnte reicher Beifall. Eine Disfuifion murde nicht gewünscht. Im weiteren Verlaufe der Versamm lung wurde der Bescheid des Polizeipräsidiums, betr. die Auf­lösung einer Romn unalwählerversammlung im Böhm. Brau hause" in dem Augenblid, als Herr Stadthagen das Wort nahm, mitgetheilt und besprochen; diese Belprechung intereffirte namentlich den überwachenden Bolizeilieu enant. Es wurde außerdem über die Gleichgiltigkeit und Lässigkeit vieler Ar beiter bei den Kommunalwahlen geflagt, insbesondere der Tischler; der Punft ist im Berl. Volfsbl." schon ermähnt.

Eine öffentliche von şirka 800 Personen beluchte Bildhauerversammlung fand am 25. d. im Konzerthaus Sanssouci statt. Sum 1. Punkt der Tagesordnung: Der Stand unserer Bewegung" referirte Kollege Dupont. Im An­fang feiner Ausführungen geißelte Redner in ironischer und schlagender Weise die Bestrebungen der Innungsbrüber, wie dieselben in den Verhandlungen der legten Delegirten- Vers fammlung des Innungs- Ausschusses zum Ausdruck gelangt seien. Diese Versammlung bebe fich mit dem Streit und fpeziell mit den vom Streiffomitee der Bildhauer verhängten Sperren beschäftigt, und man wäre dabei natürlicherweise zu dem Ergebniß gelangt, daß das Vorgehen der Bildhauer ein ungerechtfertigtes, die Forderungen ausverschämte" feien. Dieser lettere, von einem Redner gebrauchte gerftreiche Ausdruck murde noch übertroffen durch andere, die Streits im Allgemeinen betreffende Aeußerungen: man müffe die Streitbrüder ausburgern", die Juden aus dem Reichstag bringen" u. f. m. Daß die In­nungsbrüder fich mit einer Petition an den Reichstag wenden wollen um eine Deklaration" des Koalitionsgefeßes resp. Be­schränkung der Koalitionsfreiheit zu Gunsten der Unternehmer, fei übrigens wieder ein Beweis dafür, daß wir zweierlei Recht haben. Die Innungsbrüder dürften fich zum Schuß ihrer ver­meintlichen Jatereffen an die Gesetzgebung menden; den Ar­beitervereinen sei es ftreng verboten, politische Dinge nur zu erörtern. Zum Verein der selbstständigen Bildhauer übergehend, erwähnt der Referent die verunglückte Eingabe an das Polizei­präfidium um Schuß fpeziell gegen die Werkstattsperren. Es fei dies ein wohlverdienter Nafenstüber gewesen, den die Herren da bekommen hätten. Was die gegenwärtige Bewegung anbelange, so nehme dieselbe ohne Zweifel einen fiegreichen Verlauf. 220 Werkstätten haben bewilligt, widerständen auch einzelne fapitalfräftige Prinzipale noch, gäbe es auch ein­zelne indifferente Kollegen, so dürfe man sich deshalb doch nicht entmuthigen laffen. Auswärts sei schon vielfach Arbeit für größere biefige gesperrte Werkstätten zurüdgewiesen worden, was hauptsächlich dem Verband der Bildhauer zu danken sei. Redner ermahnt zum Schluß, den Kampf mit Zuversicht weiter zuführen und so unsern Sieg zu einem vollständigen zu machen.( Beifall.) Ueber die finanziellen Verhä tnisse gab Kollege Klose einen gedrängten Ueberblick. Darnach find an Unterstützungen bis jeßt gezahlt worden: 3042 M., der Gau­verein zahlte 800 M. an Unterstügungen. Gesammtausgabe der Rommi fion 3808 M. Gesammteinnahme 5924 M., von Gewerkschaften 1140, von auswärtig en Bildhauer- Vereinen find dem hefigen Gauverein 2500 M. überwiesen worden. In der Diskussion sprachen fich sämmtliche Redner im Sinne des Referenten aus. Kollege Winkler kritisirte das anfänglich wohlwollende jegt so täglich reaktionäre Gebahren des Prinz palvereins. Die Gehilfen würden auch nach Weihnachten ihe Forderungen hochhalten und die Hoffnungen der Prinzipale zu Schanden machen. Eine Resolution des Inhalts, baß die heutige öffentliche Versammlung der Bildhauer fich solidarisch erklärt, mit den Prinzipien der modernen Arbeiter­bewegung in der gegenwärtigen Bewegung und den dadurch anzustrebenden befferen Lebensbedingungen nur das Mittel fieht, die Bildhauer zum Rampf für ihre weiteren sozialen und politischen Biele zu befähigen, das Verhalten des Vereins felbstft. Bildhauer ein reafiionäres nennt, in dem Kleinmeister­thum nur die Vermittelung der Kapitalisten und der Arbeiter erfieht und deshalb in der Beseitigung des Kleinmeisterthums einen Fortschritt auf dem Wege zur sozialistischen Produktions­weise erblickt, wird einstimmig angenommen. Desgleichen eine Aweite Resolution: Die Versammlung beschließt. gemäß den Beschlüffen des Pariser Kongreffes, den 1. Mai 1890 für einen Feiertag zu erklären, und an diesem Tage Versammlungen abzu­halten zu Gunsten des Achtstunden- Arbeitstages und erwartet ferner von der Regierung, die Betheiligung an dem von der Schweiz geplanten Kongreffe zur Berathung emer internationalen Arbeiterschußgefeßgebung. Bei Verschiedenes" wurde bedauert, daß sich hier und da die Tischler der Einführung der kürzeren Arbeitszeit bei den Budhauern insofern widerseßten, als die regelmäßige Beibehaltung der Ekpaufen gefordert würde, was bet der jezigen verfürsten Arbenszeit nicht immer möglich ist. In einzelnen Werkstätten set übrigens durch die Vermittlung der Kommiffion die Sache schon geregelt. Kollege Plage rügt in scharfer Weise das Verhalten einzelner Bildhauer bei der Sadtverordnetenwahl im 11. Wahlbezirk. Dort sollen Kollegen für den antisemitischen Dr. Jamer gestimmt haben. Er finde eine solche Handlungsweise schmachooll.( Lebhafter Beifall.) Nach Besprechung einiger Werkstattangelegenheiten schloß die Veisamm ung.

Verantwortlicher Redakteur: R.

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wahl Referenten: Rechtsanwalt Arthur Stadthagen und Mobert Hersfeldt 2. Diskussion und Verschiedenes. Zur Dedang der Untoften findet eller ſammlung ftatt.

Große öffentliche Versammlung der Weber-, Tuchmacher Raschmacher- Gesellen, sowie der selbständigen Arbeiter disser Branchen Berline und Umgegend am Donnerstag, den 28. Noaember, Abends 8 Uhr, im Lotal Rörigsbaut, Große Frankfu terftr. 117 Tagesordnung: Wie verhalten fich die Gesellen zu folgenden Fragen: Prozentfrace, Spul frage, Kündigungswesen Zweibrittel Lobninstem und sonstige Beschwerden. Referent: A. Schufter. Korreferent: P. Wagner. Distuffion. 3. Formulirung event. Forderungen den Meiften gegenüber. 4. Berschiebenes.

Große Versammlung des Vereins der Nähmaschinen- und Handarbeiterinnen Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 28. November, Abends 8 Uhr, in Moabit , brend's Braueret, im großen Saal Tagesordnung: 1 Vortrag des Herrn Jubeil über: 3wed und Ziele ber Frauenbewegnng. 2. Distuffion. 8. Aufnahme neuer Mitglieber 4 all einer Bevollmächtigten 5. Wahl einer Kaffirerin. 6. Wahl einer Schrift führerin. 7. Berschiedenes. Herren und Damen aus fämmtlichen Beruf aweigen haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. D Herren Berichterstatter find ble zu eingeladen.

Verein Berliner Papier - und Schreibwaaren- Händler. Donnerstag, den 28. November, Abends 8 Uhr, Brsammlung, im teftaurant Fruerftein, Alte Jakobfti. 75 Tagesordnung: 1. Der Bescheid des Provinzial Schultollegiums und unser Be halten dazu. 2 Waarenmuster- Auslegung un Einlauf 8 Vereinsangeleger helten( Aufnahme neuer Mitglieder, Bericht betr. der Sparkasse c) 4 Verschiedenes und Fragetaften.

Große öffentliche Versammlung der Sattler und Berufsgenossen am Donnerstag, den 28. November, Abends 8 Uhr, in Deigmiller's Salon, Alte Jakobftr. 48. Tagesordnung: 1. Ist die gegenwärtige Lage des Sattlergewerbe beschäftigten Arbeiterstar des eine Berbesserungsbedürftige? 2. Wahl einer Lobrtcmmission. 3. Gründung einer We fitatiborgar taiton. resp. Wahl von Werkstattsbelegirten. 4. Berichtedenes. Zur Deckung der Un tonen findet Sellersammlung ftatt. Um das Erscheinen Aller wird dringend ersucht.

Die Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmtli Berufsklaffen Berlin I hält Sonnabend, den 80 b. M., Abends 8 br Blumenftr. 78, bel Wolfchläger eine Bersammlung ab. Tagesordnung: schäftliches, Mittheilungen. Anmeldung der Kinder zur Weih roch bescheerung Der Unterstützungsbund der Hausdiener Serlins bält 8. Dezember 1889 bet& uerstein, Alte Jakobitr. 74. eine Weitali ber- Berſamm lung ab, mit folgender Tagesordnung 1 Mittheilungen. 2. Abrechnung den Feften und Aufnahme reuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. Die Kollegen werden gebeten recht zahlreich zu erfcheinen.

Der Arbeitsnachweis der Klavierarbeiter befindet sich Maun ftraße 78 bei Winger. Die Abreffenausgabe findet jeben Abend von 8-9%

Schäfer'scher Gesangverein der Elfer

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und Sonntags Vormittags von 10-11% Uhr, sowohl an Mitglieder wie an Nicht mitglieder unentgeldlich statt. Die Abeitsvermittelungs- Kommission. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine am Donnerstag: Männer gefangverein Lätitia Abends 9 Uhr in Bettin's Restaurant, Beteranenfit. Gefangverein Bregelschluß Abends 8 Uhr im Reſtaurant Röpniderftraße 100. Männergesangverein Norbstern Abends 9 Uhr Restaurant Pohl, Müllerstraße 7. Abends 9 Uhr bet Wolf u. Krüger, Staligerstraße 126, Gefang. verein Blüthenkranz Abends 9 Uhr im Restaurant Brandenburgstraße Männergesangverein Allerander Abends 9 Uhr im Restaurant Rose, S bergerstraße 3. Männergesangverein Firmitas bei Kinner, Röpnide Nr. 68. Gesangverein Männerchor St. Urban Abends' 9 Uhr ftraße 9. Gesangverein Deutsche Liebertafel" Abends 9 Uhr Rapid ftraße 100. Gesangverein Norddeutsche Schleife" Abends von 11 Uhr Michaelkirchstraße 39. Männer Gesangverein Sangeßfreun Abends 9 bis 11 Uhr, Frankfurter Bierhallen( Krüger), Gr. Frankfurterf Brunonia" Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Lehmann, Alexandrine ftraße 32. Turnverein Sasenhalbe( Lehrlings- Abtheilung) Abends 8 Dieffenbachstraße 60-61.

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Berliner Turngenossenschaft"( 7. Lehrling

Abtheilung) Abends 8 Uhr in ftraße 17-18;

der städtischen Turnhalle, Brise

desgl. 6. Männer Abtheilung Abends 8 Uhr in der

städtischen Turnhalle, Gubenerftraße 51.

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Lübed scher Turnverein( Männe Abtheiung) Abends 8 Uhr Elisabethstraße 57-58.- Allgemeineer Arends' Stenographenverein, Abtheilung Restaurant Preuß, Oranienſtr. 51.

Louisenstadt" Abends 8%

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Arends'scher Stenographenverein Phalanx" Abends 8% Uhr im Reftaurant Zum Budower Garten, Budowa

ftraße 9. Heibt's Restaurant, Roppenftr. 75, Unterricht und Uebung. Berliner Glen graphen- Berein( Syftem Arends) Abends 9 Uhr im Reſtaurant Friedrich, straße 44. ftraße 85. Holzmarktstraße 72.

Deutscher Verein Arends'scher Stenographen Abends 9 1hr in Stolze'scher Stenographenverein Nord- Berlin " Abends 9 Uhr, legel Berein der Naturfreunde" Abends 9 Uhr im Restaurant Wiener Berein der Unruhstädter Abends 8X Uhr im Rönigstadt- Rafino Verein ehemaliger F. B. Rettschlag'scher Schliler am 1. und 3. Donnerstag jeden Monats im Café Schüler, Landsbergerstraße Müdersdorferstr. 8.- Bauchklub, Arcona" Abds. 9 Uhr bei 3iplinski, Reichenberger Rauchklub Kernspize" Abends 8% Uhr im Restaurant Bo

Abends 8 Uhr.

ftraße 71. Rauchflub Desimalwaage" Abends 9 Uhr im Restaurant Krautsstraße 48.

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Rauchtlub, Borwärts" Abends 9 Uhr bei Serrn Tempel Abends 9 Uhr im Restaurant Wiechert, Oranienstraße 8.- Rauchklub Krumme Restaurant 3um Ambos", Breßlauerstraße 27. Orientalischer Raudlub

Piepe" Abends 9 Uhr Langeftraße 70 bei beindorf.

Collegia" Abends 9 Uhr bei Thiemermann, Staligerstraße 65.

Raudhiub

Privat

Theatergesellschaft Adlerschwinge" Sigung 9% Uhr Gartenstraße 14 bel niger Muftverein ,, Borwärts" Uebung Abends von 9-11 Uhr Fischerftraße 41 Bergnügungsverein Farinelly" Abends br

Neue Mitglieder erwünscht.

Sigung Fidelitas Invalidenstraße 139. Gäfte wiltommen. Aufnahm Mitglieder.

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Neueste Nachrichten.

Vertagung des Reichstages. Die Berl. Börsen- 3 meldet in sehr bestimmten Tone: Die Vertagung des Reichs tages tritt am 14. Dezember ein; die Verhandlungen beginnen dann wieder am 8. Januar. Es ist nicht anzunehmen,

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die zweite Lesung des Reichshaushaltsetats noch vor dem 14. Dezember merde erledigt werden können. Ja, es ift fogar zweifelhaft geworden, ob die zweite Lesung des Sosialiften aeftes noch vor Weihnachten zu erledigen sein wird. Das

Bankgesez foll in jedem Falle noch vor den Ferien zum schluk gebracht werden."

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Auf Grund des Sozialistengesehes find in Braun

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( Wolff's Telegraphen- Burean.) Antwerpen , 27. November. In dem Prozeß megen

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am 6. September d. J. erfolgten Explosion der Corvilainen Fab it, Corvilain, zu 4 Jahren und den Direktor derfelben, Patronenfabrik hat das Zuchtpolizeigericht den Eigenthümer der Delaunay zu 13 Jahren Gefängniß verurtheilt. Außerdem wurde gegen dieselben unter Verurtheilung in die Roften auf Zahlung einer Entschädigungssumme von 12 000 F

erkannt.

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Madrid, 27. November. In der geftrigen Sigung Rammer ertiärten der Minister des Janern und der Arbeits minifter, daß auf Cuba vollständige Ruhe herrsche.

Luckenwalde , 27. November. Gestern tagte in Ladner's Restaurant eine öffentliche Versammlung der Hatarbeiter und Arbeiterinnen von Luckenwalde . Dieselbe war von 4-5000 Berfonen besucht. Die Tagesordnung war: 1. Der General- schweig die Nummern 39, 41 und 47 sowie das fernere streit und seine Bedeutung. 2. Disfufffon. 3. Verschiedenes und Fragekaften. Zum 1. Puntt hatte Kollege Völkel aus Berlin das Referat. Desfelbe legte in flarer und deutlicher Weise die Bedeutung des Generalftreits und seine event. Folgen dar. Referent führte aus, daß a it ſchon Ent­rüftung in Ludenwalde bemerkbar macht gegen diejenigen Leute, welche den friedlichen Arbeiter hiesiger Stadt zu einer derartigen Maßregel veranlaßt haben. Es find sogar schon Gerüchte von Blattern der Bourgeoifie aufgebracht worden, daß man es hier mit fojialistischen Aufheßereien" zu thun häite, und daß deshalb die Belegung der Stadt durch Milt är erfolgen müsse, um die Sicherheit des Eigenthums zu schüßen. Gegen derartige Gerüchte müssen wir uns entschieden ver­wahren. Die Hutarbeiterschaft Luckenwaldes kämpft nur einen gerechten Rampf, und wird es wohl auch verstehen, denselben mit allen geseglichen Mitteln durchzuführen, um dadurch solche Gerüchte hinfällig zu machen. Des Weiteren wurde von Rollege Bölfel ein Appell an das Soltoaritätsgefühl fämmt­licher Anwesender gerichtet und einem Jeden es ans Herz ge­legt, Hand in Hand, Schulter an Schulter mit den Streifenden diesen aufgezwungenen Kampf zum Siege zu führen. Es ist fein Grund vorhanden, den Muth sinken zu lassen, da nicht allein die Hutarbeiterschaft Deutschlands , sondern die Arbeiters schaft der ganzen Welt hinter den Streifenden steht, und dafür Sorge tragen wird, daß die Noth, das Schreckarspenst der Arbeiter, nicht an sie herantrut. In der Diskussion sprach Frau Gubela aus Berlin , und zwar richtete fie speziell an die Arbeiterinnen der Huibrarche den Appell, ebenfalls den aufgenommenen Kampf in Gemeinschaft mit den Männern ohne Furcht und Zittern weiter zu fämpfen, bis der Sieg er­rungen ist. Auch fie erklärt es für unbedingt nothwendig, daß die Arbeiterinnen Luckenwaldes fich insgesammt der Frauen­bewegung Deutschlands anschließen, um auch ihre Intereffen gegen den Kapitalismus zu wahren. Die Versammlung wurde nach Annahme folgender Resolution geschlossen: Die heute im Luckner'schen Lokal tagende Versammlung erklärt den Generalstreit der hiesigen Hutarbeiter und Arbeiterinnen für gerechtfertigt und verpflichtet sich, mit allen gejeglichen Mitteln dafür einzustehen.

*

Achtung. Die zum Donnerstag, den 28 November, nach der Brauerei Fried the hain einberufene Bolksverfammmlung tann nicht stattfinden, da die polizeiliche Genehmigung nicht ertheilt wurde.

Sozialdemokratifer Wahlverein für den ersten Berliner Reimstagswah kreis . Donnerstag, den 28 Nob mber, Aber ds 8 Uhr, im Lokale des Heirn Duchel, Sebastianur. 39 Große öffemliche Bersammlung. Tagesordnung: Die Berichtedenen poll ischen Parteien im Reichstag. Referent Gottfited Schulz. 2 Aufiteliung eines Randidaten aur b vorstehenden Reichs­tagswahl 3. Diskussion. 4. Berichiedenes und Fragelaften. Gäste haben zu tritt Um zalceiches& scheinen wird en fucht.

Sozialdemokratischer Lese- und Diskutieklub Laffalle. Jeden Donnerstag Abends 8 Uhr, tm Lotale bes Herrn Stemer, Cuvryftraße 16. Gäfte fönnen durch Witglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder werden aufgenommen.

Kommunalwähler- Versammlung des 85. Kommunal- Wahl­bezirks am Donnertag, den 28. November, Abenb8 8 Uhr, im Lotule bes Serin Lebman, Schwebterstr 28. Tagesordnung 1. Die bevo it benne Stich

New- York , 26. November. Die Stadt Lyan( Massachusetts ) ist durch eine heure Mittag ausgebrochene Feuersbrunft zum aroßen Schuhfabriken, sowie der Zentralbahnhof, mehrere großen Theil in fche gelegt worden. Zwölf Häuferblods mit Banken. Zeitungsoffizinen, Kirchen, Schulen, Rlubs und gabl reiche Wohnhäuser sind niedergebrannt. Auch mehrere Menschen sind in den Flammen umgekommen. Der gesammte Schaden

wird auf 10 Millionen Dollars geschäßt.

New- York , 27. November. Nach neueren Melbungen über die Feuersorun st in Lynn find über 100 Schuhfabriten eingeäschert, gegen 160 Familien obdachlos uno mehr als 8000 Personen beschäftigungslos geworden. Der Bürgermeister hat dung von Kleidungsstücken erbittet. einen Aufruf erlaffen, in welchem er besonders fofortige Gen

Briefkaffen.

Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche

Antwort wird nicht ertheilt.

Zwei Wettende, Skalikerstr. 44. 1. Chambre garninen haben bei den Stadtverordneten- Wahlen das Wahl recht; Sch'afburichen nicht. 2. Das vollendete 24. Lebensjahr. Loais eines Dienpmäochens wird 1,25 M. pro Tag als ange G. 5. 165. Sie sind zur nächten Reichstagswahl nicht wahlberechtigt, weil Sie erft 24 Jahre alt find. Daß Sie Militärpension beziehen und steuerfrei sind, wäre dagegen

moffen zugebilligt.

Hinderunasgrund.

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Fr. Pr. Berflagen Sie die Dame bei ber Gewerbe Deputation. Sie hat kein Recht, Ihnen den ganzen Lohn

zurückzub halen.

Cronheim in Berlin . Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2

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