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vergebens gewartet nach dem andern abgefertigt ist. Am wenigften erbaut von den hiesigen Berhältniffen find die Mediziner. Die medizinischen Institute liegen theils zu weit auseinander, theils find fie, wie in der Charitee, so schlecht ein gerichtet, daß das Studium sehr erschwert wird. So z. B. tellt das Auditorium in der zweiten medizinischen Klinik in ber Charitee, welche Profeffor Gerhardt leitet, einen vielleicht 25 Seter breiten, 3 Stod hohen Raum dar, und bietet etwa für 150 Bersonen Sigpläße, während weit mehr als 250 dort hören. Sigt man oben im dritten Stock so muß man vor allen Dingen schwindelfrei sein und ein Opernglas leiftet bort guten Dient. Reine andere Universität, fei fie auch noch so flein, zeigt fo viele Mängel in ihren äußeren Einrichtungen, wie unsere Berliner ; die medizinischen Institute in Greifs wald, Würzburg , Heidelberg , Marburg , Erlangen , Univerfitäten, bie von bei weitem weniger, etwa burchschnittlich 1000 bis 1500 Stubenten besucht sind, find in Bezug auf ihre Bauten allgemein bekannt und gerühmt, und es ist gemis tein un­billiges Verlangen, zu münschen, baß unsere Stadt den Bei­fpielen anderer deutscher Universitäten bald nachfolge.

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brauchte der Plan nicht zu scheitern, wenn er sonst gut ist. Ich bitte, fich den Bedanken einmal zu überlegen.

Polizeibericht. Am 8. b. M. Vormittags wurde der Stredena better Hohenborn nahe der Ringbahnstation Weißenfee von einem Personenzuge überfahren und fofort getötet.- Nachmittags wurde eine Dame an der Ecke der Dorotheen und Neuen Wilhelmstraße beim Ueberschreiten des Straßen bammes von einem dort durch einen Reittnecht geführten Pferde geschlagen und am rechten Oberarm nicht unbedeutend verlegt, so daß fie nach ihrer Wohnung gebracht werden mußte.

bitteren Gefchmad bekommt. Den frisch geröfteten Raffee schütte| man nicht in ein enges Gefäß, fondern behufs schneller Ab­tüb ung auf ein Sieb oder in deffen Ermangelung auf eine möglichst große Blatte, bamit ber beise Raffe nicht nachröften oder verbrennen tann. Nachdem der Raffee erkaltet ist, bewahre man ihn in einer gut schließenden Blechbüchse auf, und zwar an einem trodenen, jedoch nicht zu warmen Drte; das Quantum der zu mahlenden Bohnen bestimme min nicht durch ein Gefäß, sondern nach dem Gewichte, da die Bohnen leichten Raffee's beim Brennen größer wie diejenigen schwerer und fräftiger Sorten werden, fo daß man bei Anwendung eines Gefäßes von leichtem Kaffee weniger und von kräftigem mehr Gewicht erhält, während es doch gerade umgekehrt sein sollte. Gewicht erhält, während es doch gerade umgekehrt sein sollte. Der Raffee foll fo fein als möglich gemahlen werden; je feiner er gemahlen ist, desto besser entlaugt er fich. Der Ruffee darf nicht gefocht, sondern muß durch auf einmal aufzuschütten des, start tochendes Wasser zubereitet werden; man bebiene fich hier bet feines Raffeefaces, sondern einer medmäßigen Filtrir maschine, deren Boden je nach dem zu bereitenden Quantum gröser oder kleiner fein muß; der Kaffee foll, nachdem er filtrirt ift, alsbald genoffen werden, da er durch langes Nach- und Aufwärmen an Aroma verliert.

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Die Thätigkeit der Bädtischen Hochbauverwaltung bat auch während des Verwaltungsjahres 1888/89 eine weitere Steigerung erfahren, welche fich in geringerem Maße bei der eigentlichen Bauthätigkeit, dagegen recht erheblich bei den Projektirungsarbeiten fühlbar gemacht hat, unb damit ein ferneres Anwachsen der Bauthätigkeit in Aussicht stellt. Die Schroierigteiten bei der Einleitung von Bauten bestanden gegen Das Borjahr in wenig geringerem Maße fort. Die Streitig feiten mit dem föaighchem Polizei Präsidium über die Ausle gung der neuen Bauordnung haben auch im legten Jahre, wenn auch nicht so ganz häufig wie im Vorjahre, zu Dispens anträgen und zur Klageerhebung im Verwaltungsfreitverfahren geführt. Der Mangel an Bautecnifern, namentlich an solchen, welche die Prüfungen für den Staatsdienst abgelegt haben, trat allerdings erst in der zweiten Hälfte des Verwaltungs jabres hervor, hat fich aber seitbem mit jedem Tage mehr fühlbar gemacht. Derselbe ist vorzugsweise dadurch hervorgerufen, daß der Zubrang zum Studium bes Baujachs infolge der erschwerenden Bedingungen ganz erheb­lich nachgelaffen hat, so daß die Zahl der Bauführer eine sehr geringe geworden ist, und deshalb die Staatsbehörden selbst bei kleineren Bauausführungen Baumeister anzustellen genöthigt find. Die Zahl der gleichzeitig im Betriebe geweſenen Bauten ist gegen das Vorjahr nur unerheblich geftiegen; die Zahl der abgeschlossenen Verträge ist um zwölf auf 784 zurüdgegangen, dagegen ist die Zahl der Journal- Nummern bei der Bau deputation von 5673 im Vorjahre auf 6239 geftiegen. Die Berhältnisse für die Bauausfüh ungen haben fich gegen das Vorjahr nur insofern geändert, als die Preise für alle Arbeiten und Materialien allmälig weiter gestiegen find. Eine ganz bedeutende Preissteigerung aber trat gegen Ende des Etats­jahres in Bezug auf Eisen und alle daraus hergestellten Ar­beiten ein, und zwar infolge ber ausgedehnten Arbeits­einstellungen in ben Rohlenbergwerfen und ber hierdurch verminderten Produktion von Roh- und Walzeisen, wodurchläumsjahr denn am 22. Juni d. 3. wird, wie die Straßenb." schließlich die Bildung von Roalitionen zur Steigerung der Preise ermöglicht wurde. Die Folgen der Arbeits

Eine poßgeschichtliche Erinnerung. Dr. Perrots Geschichte des Verkehrswesens" theilt aus dem Aafang des vorigen Jahrhunderts den folgenden intereffanten Fall aus der Postgeschichte mit, welcher die bekannte Erfahrung bestätigt, daß jebe Neuerung auf dem Gebiete des Verkehrswesens mit allen erdenklichen Widerständen und komischen Ideen­verbindungen zu kämpfen hat. Hat doch schreibt Dr. Berrot Kur- Mainz einer preußischen Fahrpot den Tranfit Perrot und die Staatshaltung in seinem Gebiet versagt, weil der und das Land sich bei bem P.ivatfuhrwert Fistus, benn die Posten zahlten fein meit beffer beständen, tzifegelb; fie gingen auch viel zu schnell, so daß Saft­wirthe, Bicker, Sattler, Shmiebe, Bierbrauer und Wein schänker" an den Landstraßen nicht die Nahrung hätten, wie bei den Lohnfuhrwerken. Es föanen auch" heißt es weiter in dem betreffenden Schreiben der furmainzischen Regierung die Poften, da fie fich nicht wollen visitiren laffen, allerhand verbächtiges Gesindel in's Land schleppen, welches benn auch hre jetzt regierende Kaiserliche Majestät bewogen hat, besonders als fie vernahmen, daß vorines Jahr der am fönigi. schwedischen Hofe befindliche französische Emiffarius von Bonac sich in einem folchen Boftwagen mitten durch das ganze heilige römische Reich deutscher Nation prattiftet habe, fomoll bei Uls als ver­schiedenen anderen Kurfürsten und Ständen des Reiches, ernst und nachdrücklich auf die gänzliche ab- und instellung all dieser Poftwagen anzutragen." In ähnlicher Weise ist semer Zeit auch gegen die Anlage von Chauffeen und gegen die Eisenbahnen gefämpft worden und von demselben Kaliber find ungefähr die Bedenten, welche von manchen Seiten gegen den Perrot'schen Bonentarif in's Feld geführt werden. Inzwischen nimmt bie Agitation für lettere ihren Fortgang.

Das Jahr 1890 ift für die Straßenbahnen ein Jubi­

aus Anlaß des Jahreswechsels mittheilt, das deutsche Pferde­bahnwesen auf eine 25jährige Wicksamkeit zurüdoliden fönnen. Von dem fleinen Anfang, der Linie vom Brandenburger Thor durch den Thiergarten nach Charlottenburg hat sich im Ver­laufe ber Beit ein mächtiges Nez ausgebildet, welches 3. 8. 72 Betriebe mit 64 Städten umfaßt und schäßungsweise mehr als 300 Millionen Fahrgästen schnelle und bequeme Gelegen heit zur Beförderung gewährt. Ganz besonders ist es jedoch Berlin , welches von der Entwickelung der Pferdebahnen unge­ahnte Vortheile erreicht hat. Die Beförderungeffer betrug hier 1888 bereits 117 Millionen und wird sich 1889 auf min­beftens 135 Millionen belaufen.

Nicht weniger als 150 Strafen waren dem Führer einer Dioschke erster Raffe, der erst seit wenigen Jahren das Gewerbe ausübt, zubiflirt worden. Als er sich wiederum gegen das Drojetenreglement verging und mit einem schmußigea und start abgetragenen Mantel im öffentlichen Fuhrdienst er­schien, entzog ihm das Polizeipräftoium nach vorgängiger Ver­warnung den Fahrschein. Die dagegen gerichtete Klage wies der Bezirksaus duk Aurüd.

In Laufe des Tages und in der Nicht zum 9. d. M. fanden an fünf verschiedenen Stellen tieinere Bände statt welche von der Feuerwehr gelöscht wurden.

Gerichts- Beitung.

Wie man nicht nur mit dem Hnt in der Hand, sondern auch mit dem abgetra ienen Rod eines Weichenstellers recht weit durch die Welt kommen tann, hat Herr Peter Schade gezigt, welcher gestern wegen verfuchten Betruges vor der IV. Scraffammer hiest gen Landgerichts I stand. Der Angeklagte ist in den Jahren 1882-1886 eichenft: ller bei einer der hiesigen Bahnen gewefen und befißt aus jener Zeit noch einen alten Uniformcock, mit welchem er brandschazend Gewöhnlich waren es Bimmers durch das Land gezogen ist. pamietherinnen, von denen er unter der Maste eines Eisen­bahnbeanten ein 8immer abm ethete, um fofort fpurlos zu verschwinden, wenn er der Wirthin einen folchen Re spekt vor feiner Dienstleidung eingeflößt hatte, daß dieselbe sich dazu verstand, ihn eine fleinere oder grö­Bere Summe zu borgen. Auch einen Uh macher hat er gefchädigt, indem er demselben durch Vermitreiung bes Dienst rodes eine Uhr und Kette im Werthe von über 70 Mart abo nahm. Von Berlin ist der erfindungsreiche Mann nach Pots bam gelenkt, ist nach Magdeburg weitergezogen, tauchte alsdann in Roblenz und Wiesbaden auf und ist schließlich in Wien als obdachlos aufgegriffen worden. Hier hatte er sich den klang­Die Ueber vollen Namen Jofeph Strauk beigelegt. führung des wanderlustigen Schwindlers, der auf allen Stationen seiner weiten Jrifahrt immer diefelben Betrügereien vorgeführt hat, stick auf unendliche Schwierigteiten, der Angeklagte bestritt, der gesuchte Peter Sabe zu sein. Auch im hiesigen Untersuchungsgefängniß blieb er dabei, um seine Persönlichkeit einen möglichst dichten Schleier zu breiten und er weigerte sich entschieben, die Dienstkleidung des Peter Schade, die einem der Betrogenen in die Hände gefallen war, anzuziehen. Er konnte auch gestern im Haup termin den Geschädigten nicht in dieser Kleidung vorgeführt. merben, diefelbe lag aber auf der Antlagebant. Eine Zeugen­vernehmung erübrigte sich aber überhaupt, ba der Angeklagte fich im legten Augenblick dazu bequemte, ein umfaffendes Ge ständniß abzulegen. Da er schon mehrere Vorftrafen erlitten hat, verurtheilte ihn der Gerichtshof zu zwei Jahren 3uchthaus, 750 M. Geldbuße event. noch 50 Tage Zucht haus und 4 Jahren Eheverluft.

Soziale Uebersicht.

Der Luckenwalder Streik der Hutarbeiter und A- beiterinnen Dauert unverändert fort. Derfelbe ist insofern in ein neues Stadium getreten, als daß die Arbeiter versuchten, bie Streifbrecher wieder in ihre Reihen zu bringen. Dieser Versuch ist bereits von Erfolg begleitet gewesen, indem die ab­trünnig gewordenen einer größeren Fabrit bereits zu den Streifenden zurückgekommen find. Streifenden zurückgekommen find. Dadurch ist genügende Hoffnung gegeben, daß die Fabrikanten gezwungen find( da die Saison vor der Thür steht), mit dem Streiftomitee zu ver bandeln und den Forderungen beffelben Rechnung zu tragen. Das Verhalten der Streifenden ist ein Musterhaftes zu nennen und giebt die Gewähr dafür, daß die Streifenden ihre gute Haltung bis zur Austragung der Sache bewahren werden.

einstellungen haben sich im Laufe des Jahres 1889 mit be­sonderem Nabbrud fühlbar gemacht. In Betreff der einzelnen Banusführungen ist zu bemerken, daß im Berwaltungsjahre 1888/89 an höheren Lehranstalten zur Ausführung gelangten: bie zweite höhere Bürgerschule in der Weißenburgerfir. 4a, der Erweiterungsbau des Luisenstädtischen Stealgymnafiums, Se baftian fir. 26; an Gemeindeichulen: neun Gemeinde- Doppel­schulen, ber Neubau einer dreifachen Gemeindeschule an der Gräfestraße und der Neubau von zwei einfachen Gemeinde­schulen. Von den Gebäuden für verschiedene Schulzwecke sei der Neubau der Staabenschule in der Mastusstraße erwähnt. Von den Gebäuden, welche nicht Schulzweden dienen, find im Berwaltungsjahr 1888/89 unter anderen zur Ausführung ge­langt: der Neubau des Hospitals und Siechenhauses an der Prenzlauer Allee, ber Neubau des Polizei- Dienstgebäudes am Alexanderplat, des Krankenhau es am Urban 2c. Von Markthallen waren im Betriebe der Neubau der Markihalle VII am Luifen­Ufer, der Markthalle VIII an der Andreasstraße und der Markt­balle V auf dem Magdeburger Plage. Für den Neubau einer veiten Frenanstalt bei Lichtenberg gelangten im Laufe des Berwaltungsjahres 1888/89 zum Theil recht umfangreiche Vor­bereitungsarbeiten zur Ausführung. An Bauarbeiten gelangten nur die Herstellung der Baubureaus und die Pflasterung eines prov forischen Anfuhrweges zum Materialientransport im An jkluffe an die Zufahrt von Lichtenberg zur Ausführung. Bei dem schließlich noch zu erwähnenden Neubau einer Anstalt für Epilepische in Biesdorf wurden im Herbste und Frühjahr die Heckerpflanzungen zur Einfriedigung des Terrains hergestellt. An größeren Reparaturen tamen 24 zur Ausführung. Der Feuerversicherungswerth der unter der Verwaltung der Hoch bauverwaltung stehenden fräbt schen Gebäude steigerten fich durch Gin gefährlicher Busammenstoß zwischen einem mit die neu hinzugetretenen Gebäude- besonders der Markhailen V, Bierfaffern beladenen Brauerwagen und einem Pferdebahn­Don 75 282 907 D. auf 79492 357. magen der Linie Kreuzberg- Gesundbrunnen fand am Mittwoch, der Grundstücke, ftieg von 236 auf Nachmittags in der vierten Stunde, an dem Treffpunkte ber Ja gewohntem 248. An Schuifieffen ist bis zum 1. April 1889 fol- Rofen und Neuen Friedrichstraße statt. scharfen Trabe fuhr der Brauerwagen durch die Rosenstraße, gender Buwachs zu verzeichnen: Bei den höheren Lehr­anftalien 474, bei den Gemeindeschulen 2500, bei den Fach und als er in der Neuen Friedrichstraße der Spandauer Brüde Schulen, zusammen 3008; es ist gegen 1. April 1888 eine Berzulentte, tam von derselben her in voller Fahrt ein Pferde mehrung um 129 eingetreten, wohingegen fich die Miethstlaffenbahnwagen der oben genannten Linie, deffen Läuten der Bier Don 523 auf 457, um 66 vermindert haben. An wichtigen Projektizungsarbeiten wurden erledigt im Laufe des Ver­waltungsjahres 1888/89 unter birefter Leitung des Stadtbau­raths Biankenstein 1. die speziellen Entwürfe und Rotenan schläge zu ben noch rüdütändigen Gebäuden des Krantenhauses auf dem Urban, 2. der spezielle Entwurf und Kostenanschlag zum Umbau ber Dammmüblen- Gebäude, 3. bie Sfizzen und Roftenüberschläge für sämmtliche Gebäude auf dem Terrain ber Frenanstalt bei Lichtenberg

VII unb VIII Die Bah

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außerdem wurde noch an den peziellen Projekten für das Verwaltungsgebäude, die Häuser für ruhige Irre, die Aufnahme- und Beobachtungshäuser, die Direktionshäuser und das Wirthschaftsgebäude gearbeitet- 4. die Stizen und Kostenanschläge für sämmtliche Baulish­feiten der Anstalt für Epileptische bei Biescorf. Bei den ein­zelnen Bauinspektionen gelangten fechsundzwanzig Projekte zur Musführung.

Auf den städtischen Schutt- Ablade- Plätzen, nament­lich auch auf dem an der Stralauer Chauffez gelegenen, finden lich auch auf dem an der Stratauer Chauffez gelegenen, finden fich täglich große Schaaren von Reähen mit feltener Regel mäßigkeit ein. Im Laufe des Vormittags lommen die Thiere einzeln aus allen Richtungen auf den Plak, um gegen vier Uhr Nachmittags, sobald die Sonne zum Untergange fich neigt, in Schaaren den nächsten Forsten zuzufliegen. Auf den Blazen find fie gern gesehene Gaste, denn fie vertilgen hier Fleisch, Knochen und ähnliche Abfälle und so ist es ben Kähen zu danken, daß die bei Anlegung der Schuttablabe­pläge befürchtete Stattenplage nicht eingetreten ist, da diese lästigen Thiere hier nirgends Nahrung finden.

futscher unbeachtet gelassen hatte. In beiderseitiger voller Fahrt tamen die beiden Gefährte plößlich auf einander los, ohne die Der Pferdebahnkutscher Ratastrophe verhindern zu können. Der Pferdebahnkutscher versuchte es noch, feine Pferde zur Seite zu werfen, doch zu

spät; denn in demselben Augenblick erfolgte auch schon der Busammenfioß mit solcher Gewalt, daß die beiderseitigen Ge­panne nur noch einen wirren Knäuel bildeten und der schwer: Bierwagen fich in das gegnerische Gefährt fo feftfuhr, das die Wagen vorläufig gar nicht auseinander gebracht werden fonnten, wodurch die Baffage längere Zeit an jenem fonnten, wodurch Eins der Brauer­verkehrsreichen Bankte gehemmt war. pferde war bei dem Zusammenstoß zu Fall ge= tommen und hatte den rechten Borderfuß gebrochen. Die übrigen Pferde blieben unverlegt, doch hatte der Pferde­bahnwagen schwere Havarie gelitten; der Vorderperron wurde ihm vöüig zertrümmert, so daß der Kutscher, der sich glücklicher Weise baselbst allem befand, nur durch einen Sprung zur Sette fich in Sicherheit bringen konnte. Die Passagiere waren mit dem bloßen Schred davongekommen; der beschädigte Wagen mußte außer Betrieb gefeßt werden.

Wir erhalten folgendes Eingesandt". Läßt sich nicht aus den gelejenen Arbeiter 3eitungen noch weiterer Nuzen ziehen?

Heute ist es in der Regel so: wenn man die Zeitung ge lefen hat, legt man fie bei Seite; fie Hat feinen Werth mehr für den Besitzer und dient blos noch dazu, Stullen einzuwidein ober bas stille Inventar beschaulicher Rahepunkte zu bieden. Solche Geschäfte laffen sich aber auch mit dem Deutschen Blatt" oder mit dem Lokal- Anzeiger erledigen. Eine

Versammlungen.

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Lithographen, Steindrucker und Lithographis­steinschleifer versammelten sich am Mittwoch Abeno zahlreich im großen Saale des Schweizer- Gartens", am Königsthor, um unter Vorfiß der Herren Leuschner, Obter und Bausch zunächst aus dem Munde des Herrn Siemonsohn den Bericht über den vom 25. bis 28. Dezember in Hannover stattgehabten Rongreß entgegenzunehmen. Dieser Rongreß, ber vos 29 Dele girten aus allen Gauen Deutschlands 40 Städte ließen fich vertreten befucht war, hatte eine recht umfangreiche Tages ordnung zu erledigen. Nach Anhören der Situationsberichte, bie ziemlich traurige Verhältnisse aufbeckten und häufig zeigten, bak die Lithographen, die fich oft, namentlich noch hier in Berlin, gesellschaftlich ein Besseres bünten, als die ungelernten Arbeiter, wie es die Steinschleifer find, wirthschaftlich schlechter geftelt find, als biefe, sei eine der Hauptfragen erledigt worden, näm lich die Drganisationsfrage. In dieser Angelegenheit wurde die Gründung eines Zentralverbandes beschloffen, indem man fich von der Erwägung leiten ließ, daß nur durch eine Zentralisation die geringe Anzahl von Kollegen, bie fich in fleineren Drudorten befinden, zu einer Organisation ge bracht und so vermieden werden kann, daß sie zu Streif brechern werden. Zur Durchberathung der Statuten des neuen Verbandes, der den Namen: Graphischer Verein der Litho graphen, Steinbrucker und Berufsgenossen Deutschlands" führen foll, und in dem auch die Steinschleifer eintreten können, wurde eine Statutenberathungstommiffion gewählt. Daß auch Steinschleifer in dem Verbande aufgenommen werden, ist mit Freuden zu begrüßen, ebenso wie ein Beschluß, nach welchem fich die Delegirten mit den Steinschleifern folidarisch erklärten und sich verpflichteten, in geeigneter Weise für Endlich bie Aufbefferung der Lage der letteren einzutreten. scheint sich die Erkenntniß Bahn zu brechen, daß alle Arbeiter, ob gelernte ober nicht, zunächst in einer Branche, wirthschaftlich zufammengehören, daß nur etwas zu erreichen ist, wenn alle Berufsgenossen gemeinsam gegen ihren gemeinsamen Feind, das Rapital, Front machen. In Betreff des Fachorgans, ber Graphischen Preffe" wurde beschloffen, dasselbe in Privatbefis zu belaffen, doch soll dasselbe nicht als fapitalistisches Unter nehmen gelten infofern, als die Ueberschüsse nicht in die Tasche des Herausgebers zu fließen haben. Berufs Agitation wurde. eine Rommission, die in ganz Deutschland verstreut wohnt- es find 7 Mann gewählt, die die Aufgabe hat, burch Fing blätter, Broschüren und Abhaltung von Versammlungen den Bann des Indifferentismus zu brechen. Jedem Mugliebe wurde ein bestimmter Bezirt zur Agitation übertragen. Bezüglich der Statistit murde beschlossen, diese Sache der Agitationskommiffion zu überlassen, das Unterstügungswefen und den Arbeitsnachweis der Statutenberathungskommiffion. Die Diskussion über Wesen und Werth des Streits endete mit

Der Kaffee. Daß der Kaffee als Getränk antiseptische Eigenschaft befigt, ist schon füber mehrfach vermuthet worden, jedoch erst neuerdings burch genaue Untersuchungen, die Dr. Lüderiz im Berliner hygienischen Institut ausgeführt hat, in detaillirter Weise festgestellt worden. Sämmtliche darauf geprüften Batterienarten wurden schon durch relativ leine Wengen bes wäfferigen Kaffeeauszuges( bei Bufak bes­felben zu Nährgelatine) in ihrer Entwicklung und Fortpflan zung gehemmt und gingen im reinen Raffeeaufguß schnell zu Kaffees die fäulniß vidrige Wirkung beffelben zukommt, ift noch nicht bestimmt zu beantworten. Das Koffein ist ficher babet nur unwesentlich beseitigt, eiwas mehr vielleicht bie Serbfäure, in erster Linie aber wahrschein ich bie beim Söken bes Staffees entftcher ben empyreumatischen( brenzlichen) Stoffe mie bas Roffeon. Fateressant ist es übrigens auch, daß in offenen Laffen stehen gelaffener Raffee noch nach sechs Tagen fich als nahezu feimfrei erwies. Gegen die Bereitung des Kaffees wich leiber noch viel gefündigt. 3u Nas uno Fremmen biefer Raffees mittheilen. Man beurtheile den Kaffee nicht nach der Farbe der Bohnen, sondern nach dem Gesamad,( ber Staffee Sade intereffirt, fein gelefenes Exemplar tit oft gefärbt); bem Möften are man barauj, baß der Raffee abgeben tönnte, und von wo aus bann die Bettanten braun, ja nicht schwarz werde, bamit feme ebeiten alten 3eitungen in Badeten nach armen Ort­Bestandtheile, die fich leicht net flumigen den ätherischen Dele, aften, wo Parteigen offen wohnen, einbeit­nicht verbrennen, wodurch erflüchtigen den änangenehmen, lich veri& idt würden? An den geringen Bortokosten

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Arbeiter Beitung, weil sie höheren Sweden bient, muß anders ausgenusi werden. Da giebt

es fern von Berlin so viele Seelen, die nach Erkenntniß dürften und welche solche Arbeiterzeitung mit Begierde lesen würden, wenn fie nur eine befommen fönnten. Dieselbe eigens zu Wie wäre es nun, halten, find die Leute zu arm. wenn man hier in Berlin gewisse Sammel. stellen errichtete, wo Jeder der sich für die

der Erklärung, ben Streit nur im äußersten Rothfalle als

allerlegte Waffe des Arbeiters gegen das Kapital zu benußen, bagegen Streits, die eine Verkürzung der Arbeitszeit anstreben, von vornherein gutzuheißen und materiell zu unterstützen. Es wurde ferner ein Magimalarbeitstag von 8 refp. 9 Stunden