durch die Kantonsbehörde, in deren Gebiet die dasselbe ausstellende Gemeinde liegt, zu legalisiren.

-

8) Der nach Deutschland auswandernde Schweizer hat sein Tettes Domizil nicht in der Schweiz , sondern im Auslande ge­habt. In diesem Falle wäre demselben von der deutschen Be­hörde die nöthige Zeit zu belassen eine Frist ist schwer zu bestimmen um entweder von der legten Wohngemeinde in der Schweiz oder von der Heimathsgemeinde sich das erforderliche Leumundszeugniß zu verschaffen, falls man sich nicht mit anderen Ausweisen über den guten Leumund des Eingewanderten be= gnügen sollte.

|

die Abstell Die Berliner Politifdjen Nachrichten", deren Be- Londräthliche Sittenzenfur. Der Landrath von Arbeiter in ziehungen zu dem früheren Finanzminister v. Scholz bekannt sind, hat nachfolgende Verfügung veröffentlicht: Das Ueberba hätten. S hatte vor einigen Tagen Andeutungen über die fünftige Gestaltung der auf Genehmigung zweitägiger Festfeier gerichteten lagen i der Zuckersteuer gemacht, welche den Glauben zu erwecken be- feitens der zahllosen im Landkreise vorhandenen Ber Akkord stimmt waren, daß die Beziehungen des Blattes zur Finanz- Vereine veranlaßt mich zu der öffentlichen Erklärung in der T verwaltung noch fortdauerten. Thatsächlich machten auch diese solchen Anträgen nicht stattgeben werde. Jene Vereine Andeutungen ihren Weg durch einen Theil der Presse. deffen sieht sich der Reichsanz." zu folgender Erklärung im nicht- gegründet und treten bei ihren Stiftungsfesten in besondmund zw amtlichen Theile veranlaßt: tigkeit. Es ist deshalb hinreichend, für die letzteren eine fleißiger Am 30. August 1888 ist bekanntlich von der Mehrzahl der tägige Feier zuzulassen, zumal die Erfahrung let bringt ala europäischen Staaten eine Konvention eine Konvention wegen Abschaffung eine solche schon dem öffentlichen Wohl ebensongezahlt w Der Bundesrath, welcher bei den soeben zu einem so glück der Zuckerprämien geschlossen. Dieselbe ist bisher nicht dem Glück und Wohlstand der betheiligten Familien seinen Ver di lichen Abschlusse gelangten Unterhandlungen so viel Entgegen aatifizirt, und es ist mehr als unwahrscheinlich, daß Die Sitte, auch Nichtmitglieder gegen Eintrittsgeld Faber doch tommen seitens der deutschen Regierung gefunden hat, ist auch über bis zu dem hierfür bestimmten Tage, 1. August 1890, Festen zuzulassen und andere Vereine einzuladen, ver zeugt, daß die Bestimmungen des neuen Vertrages deutscherfeits die Ratifikationen ausgetauscht werden sollten. Bei der Nähe Gelegenheit zu fostspieligem Müßiggang und Wohlleben spruchend in der toulantesten und der Förderung der bestehenden ausgezeich dieses Termins beginnt die politische Presse die Frage zu er endlich in vernünftige Grenzen zurückzuführen die P Der neten Berhältnisse zwischen beiden Ländern entsprechendsten Form örtern, wie im Falle des Scheiterns der Konvention die deutsche Polizeibehörde ist. Insbesondere die ans jungen Leuten daß diefe werde gehandhabt werden. Wenn es ihm dennoch daran liegt, Zuckersteuer Gesetzgebung sich gestalten werde. Gin in gesetzten Vereinigungen bilden eine ernste Gefahr, da be sie das G über die Anordnung der oben angeführten Bestimmungen des verschiedenen Zeitungen wiederkehrender Artikel folgert folchen der schrankenlosen Bergnügungssucht mit un bittern. Schlußprotokolls bestimmte Zusicherungen zu erhalten, so ist es dabei aus angeblichen Erklärungen der Reichs Finanz- mäßigem Aufwand gefröhnt, der verdiente Lohn vergeu Das lediglich, wie eingangs erwähnt, um für alle Zukunft einen Anlaß verwaltung, daß in solchem Falle ein Verzicht auf die felten aber auch durch diefelben die gute Sitte, sowie haupt mu zu Mißverständnissen zu beseitigen. Die beiden Rammern der Rübensteuer ausgeschlossen sei und beutet an, daß die liche Ruhe und Sicherheit empfindlich verletzt wird. We des Arbei Bundesversammlung haben übrigens dem amtlichen Wunsche Aus- Einführung fester Ausfuhrprämien in Aussicht genommen sein Vereine zweitägige Feste feiern, oder gar, wie eine S druck verliehen. Der Bundesrath würde es demnach mit ganz besonderem Finanzverwaltung nicht abgegeben worden. Der Staatssekretär den Behörden nicht das geringste Entgegenkommen finden sofort wi möge. Derartige Erklärungen sind von den Vertretern der Reichs- schaft zu Langendreer , breitägige beabsichtigen, so werden Dant anerkennen, wenn Ihnen die deutsche Regierung auf die des Reichsschazamts hat es vielmehr während der letzten Reichs- wenig, wenn die Erstreckung der ländlichen Polizeistunde gezwunger verschiedenen von uns angeregten Fragen eine befriedigende tagssessionen wiederholt abgelehnt, vor dem Ablaufe der Ratifi- fteht. Borstehendes diene auch den Wirthen zur Warnung lichst auf Antwort ertheilen wollte. tationsfrist der Londoner Konvention sich über die spätere Ge- fogenannte Belte für mehrtägige Feste errichten wollen. Bugleich Sie wollen von dieser Depesche Herrn von Marschall staltung unserer Zuckersteuer- Gesetzgebung zu äußern, und er hat den 1. Juli 1890. Der tönigl. Landrath: Spude." teren Arb Renntniß geben und ihm eine Abschrift derselben überlassen. dabei, in der Reichstagssigung vom 25. Juni d. J., nur ausge- Beitung", der wir diese Bekanntmachung entnehmen, ber Arbei Genehmigen Sie 2c. sprochen, daß, wenn aus dem Bucker höhere Einnahmen für die weiter nichts zu bemerken, als daß sie neues Licht über die Leistungsf Reichstaffe gewonnen werden sollten, die Gestaltung des Gesetzes Verhältnisse und das Festwesen verbreite. Uns scheint Die je nach der Entscheidung, welche der 1. August bringe, wahr bei noch einiges Licht über die Art und Weise zu verbrei immer wi scheinlich eine verschiedene sein werde. die Landräthe ihre Aufgabe auffaffen. beiter ein Stellung

Auswärtiges Amt.

-

( gez.) Droz.

Berlin , 1. Juli 1890.

-

"

weiter:

:

bie

dann der

Der Unterzeichnete beehrt sich, den Geschäftsträger der schwei­Die Krenzzig." erhält von beachtenswerther Seite" eine Schmoller über Bismarck . Prof. Schmoller zerischen Eidgenossenschaft Herrn Dr. Fininger unter Bezugnahme Buschrift, in welcher die Aeußerungen des Fürsten Bismarck im Sammlung älterer Reden und Auffäße herausgegeben, auf die heutige Unterredung zu benachrichtigen, daß er den Aus- Gespräch mit dem Herausgeber des" Franks. Journ." einer über er sich über die soziale Frage ausspricht. Es findet si turrenzfäl führungen der in Abschrift hinterlassenen Note des schweizerischen aus scharfen Stritit unterzogen werden. In dieser für die selben folgende Stelle, die in eine früher geschriebene Ab angeführt Bundesraths vom 28. vor. Mon., betreffend den§ 2 des Schluß- Stimmung fonfervativer Kreife bezeichnenden Buschrift wird eingeschoben ist: Wenn es wahr ist, daß Fürst Bisboppelt v protokolls zum Niederlassungsvertrage zwischen dem Deutschen ausgeführt, daß ein längeres Schweigen zu den Aeußerungen des Annahme des Sozialistengesetzes ohne die Ausweisung den Unter Reiche und der schweizerischen Eidgenossenschaft, allen Inhalts Fürsten Bismard ein Verrath an der Losung der Konservativen: verhindert hat, so liegt darin ein deutlicher Hinweis Mehrleist ' beipflichtet. Der taiserliche Gesandte in Bern ist telegraphisch mit mit Gott für König und Vaterland" sei. Dann heißt es peffimistische sozialpolitische Stimmung, die naturge Mehrwer entsprechender Weisung versehen worden. Genehmigen Sie 2c. nur ein Zuge ( gez.) Hollstein. weitere Ronzession verweigern mußte, in for die naturgen Wohin sind wir gekommen, wenn der gefeiertſte Staatsmann an einen staatsseinblichen, Hadikalismus, an eine umjere och extre Zu Hause fängt die Kritik an möchten wir den des Jahrhunderts, dem Deutschland in hervorragendster Weise Industrie innerlich auflösende und gefährdende Wühlerei beiter wi vielen deutschen Zeitungen zurufen, die sich in pharifäerhaft- feine Einigung und Machtstellung zu verdanken hat, wenn der der seit Jahren die viel gefährlicheren Zündstoffe, die Fleiß ſtat chauvinistischer Selbstgefälligkeit über das Urtheil des französi- gewaltige Vorfämpfer für die Rechte und Prärogative der Krone internationalen Reibung der Staaten untereinander ent Diese schen Gerichts gegen die russischen Nihilisten standali- nun ihm wider feinen Willen, wie er wiederholt und ge- fort und fort einen Weltbrand zu entzünden drohten herrschend firen. Wahrhaftig, wir sind die legten, dieses Urtheil zu billigen. fliffentlich bekannt giebt, die Leitung der Staatsangelegenheiten wieder durch eine geschickte Politit zum Erlöschen dem ande Die Schuld der Angeklagten war feineswegs erwiesen, und auch aus der Hand genommen ist, sich zum Heile des Vater- glaubte im Innern nur noch mit Gewaltmitteln fertig Wie wenn sie erwiesen gewesen wäre, hätte sich, unseres Erlandes für verpflichtet und nach allen Seiten hin, auch zu können. Das war eine Auffassung, die nur wenige achtens, das Strafmaß nicht rechtfertigen lassen. Also das Urtheil gegenüber der höchsten Stelle, für berechtigt hält, nicht allein theilen, eine Auffassung, an die, selbst wenn sie berecht bertheuert mißbilligen wir aufs schärfte und sicherlich ist unsere Mei- feine von den Intentionen Sr. Majestät und deren gegen man nicht glauben darf. Es hängt dieser Punkt mit der von Heid nung ehrlicher, als die der meisten Zeitungen, die ihre wärtiger Regierung abweichenden Ansichten stets von neuem ferse der Bismarck 'schen Politik zusammen. Der Fürst den Orter Entrüstung über die französischen Richter so oftentativ zur Schau hervorzuheben, sondern die Ideen des Monarchen und seiner die innerlichen langsamen Verschiebungen der Ideen, die Sam tragen. höchsten Rathgeber einer abfälligen Kritik zu unterziehen! Fürst Einfluß gewiffer idealer Potenzen fein ebenfo offenes Liter tof Was erregt denn eigentlich ihre sittliche Entrüftung? Daß Bismarck spricht von den berühmten Erlassen vom 1. Februar für das Spiel der äußeren Machtkämpfe. Wie er sich Sammelp es ein politischer Prozeß war? Die Höhe des Straf: als von einer Lieblingsidee des Kaisers," auf der er bestanden Möglichkeit einer Niederschlagung des Ultramontanism als der e er maßes? Nun, wir dächten, für jeden einzelnen politischen Prozeß habe," und bezeichnet die ganze internationale Arbeiterschuß äußere Machtmittel, der Sozialdemokratie durch in Frankreich könnten wir mit etlichen Dutzend in Konferenz, die auf die eigenste Initiative des Kaisers zurück zialistengeset getäuscht hat, so war es jetzt falsch, i Deutschland aufwarten. Und was das Strafmaß zuführen ist und ihm die Bewunderung von ganz Europa ein- gonnenen Sozialreform plöglich Halt zu machen und pe getragen hat, als eine einzige Phraseologie," ihre Ergebnisse den Ausbruch eines rohen Kampfes der Gewalt zu erwa gleich Null!" Solche Kritik, vom Fürsten Bismare geübt, verlegt Wir lesen im Volksblatt" für Galle : Am So die das monarchische Gefühl und gefährdet dei wichtigsten Staats- Abend wurde auf unserer Expedition die Nummer 46 des interessen. Bisher war es in Preußen und Deutschland nicht blatt" vom 21. Mai wegen eines Artifels tonfiszirt. üblich, daß die entlassenen Minister ihrer abweichenden Meinung Manuskript zu demselben nicht mehr vorhanden war Ausdruck zu geben und Fortgang zu verschaffen für erlaubt hielten; feitdem nahe an acht Wochen verflossen, wurden die Re selbst als bei den Verhandlungen zur Beilegung des Kultur- lokalitäten sowie die Wohnung des Redakteurs am Bi tampfes Fürst Bismarck die Verantwortlichkeit für die Fehler selbstverständlich erfolglos nach demselben dieses Kampfes von sich abzuschütteln und dem Minister Fall Hoffentlich erfahren wir bald, was die Polizei nach ad gründeten zuzuweisen suchte, hat dieser Minister in Bezug auf die öffent veranlaßt hat, diese Nummer zu konfisziren. Viel lich gegen ihn gerichteten Angriffe gefchroiegen und nicht mit jedenfalls nicht sein, sonst hätte man das Vergehen" wollen, d Gegenangriffen geantwortet, die ihn vermuthlich nicht schwer decken müssen. Sibirien würden geworden sein, Fürst Bismarck hingegen greift, ohne daß ihn Jemand irgendwie provozirt hat, die innere und äußere Politik Seiner Majestät an und schädigt und erschwert die Are

-

-W

so hatten wir dieser Tage ja die schönste Gelegenheit zu einem internationalen Bergleich. Vorige Woche fand in eipzig ein politischer Prozeß statt vor dem höchsten Gerichtshof des Deutschen Reichs. Was den Angeklagten zur Last gelegt ward, war eine Kleinigkeit, verglichen mit dem Thatbestand jenes französischen Prozesses. Während es sich dort der Anklage zufolge um thätliche Vorbereitung eines Atten tats auf das Leben eines Monarchen handelte, war hier den Angeklagten nichts weiter vorgeworfen, als die Verbreitung einiger Flugblatter mit blutrünstigem und unfläthigem Inhalt, der sich allerdings gegen einen Monarchen richtet. War in dem deutschen Prozeß der Thatbestand bei Weitem unbedeutender und geringfügiger, als in dem französischen, so war das Anklagematerial um fein Haar breit beweisträftiger. Und doch erfolgte eine Verurtheilung, und die ver­urtheilte Frau- bie Männer wurden alle

-

-

bu

ba

Die i

und Einfuhr fein follen gestatten.

In

auf eine f

Gla, 18. Juli. Die Straflammer verurtheilte den er aus, g machermeister Gloger, Mitglied der sozialdemokratischen 1000 der bei einem Hoch auf den Kaiser figen geblieben wat 1000 Per

umgekehrt wie im französischen Prozeß, was auch ein lands als zu thener, als unnöthig, als möglicherweise gefährlich Von der Innung wurde Gloger, der Köln . 8tg. zufal nur 260

g

zu sechs Jahren Zuchthaus verurtheilt. Wohl- mus" übergegangen sei. nach dem Vorgang ausgeschlossen. Schleppen gemerkt, 8u chthaus! Ein Jahr Zuchthaus zählt gleich Die" beachtenswerthe Seite", deren Ausführungen die Ans Sachsen, 14. Juli. Affordarbeit ist glücklicher zwei Jahren Gefängniß. Und die Verurtheilten des Kreuzztg." Raum giebt, als einem Zeichen der Stimmung, wie arbeit." Dieses in Arbeitertreisen geltende Sprichwo Mehr als französischen Prozesses hatten bloß drei Jahre Gesie im Lande allmälig play greist", meint schließlich, es sei kaum eine unfreiwillige Bestätigung durch einen Artikel de schickt, of fängniß, b. h. den vierten Theil des Strafmaßes- und anders möglich, als entweder mit tiefer Trauer oder mit ge: 3tg." aus Sachsen . In demselben wird ausgeführt, In den G der Gerichtshof hatte ihre Ehre nicht angegriffen. erforderlic Wir wollen das Urtheil des Reichsgerichts im letzten foge zu nehmen. Entschieden Protest müsse aber gegen das Hinein- Gunsten der Arbeiter Opfer zu bringen, da man rechtem Unwillen die veröffentlichten Mittheilungen zur Kenntniß Fabrikantenkreisen die Neigung immer mehr schwie wird. I nannten Hochverrathsprozeß hier nicht fritisiren, aber den dent- ziehen der allerhöchsten Personen in die politische Debatte er­Fahrenhei schen Journalisten, die das Urtheil des französischen Gerichtshofes hoben werden. Wenn Fürst Bismard sich eine gefallene Größe" daß das Alles nichts nühe. Eine Anschauung, die den Berse fo tapfer fritijirt haben, rufen wir zu: tritifirt auch das genannt habe, so sei er auf dem besten Wege, wenn er nicht theilen, denn all die Opfer" der Unternehmer würde, fa Urtheil des deutschen Reichsgerichts- gegen eine bald einhalte, in anderem Sinne eine gefallene Größe" zu Arbeiter sind doch erst aus dem Arbeitsprofit der deutsche Frau. Und meßt mit gleichem Maße! möglich. Dann heißt es aber: um so nothwendige

werden.

eine Schachtel, die zur Hälfte mit einem weißen Pulver ge- tiefungen staken grell ab von den großen schwarzen Augen, füllt war.

" Ist das Fettpuder?" fragte Friz. Nein, Mehl," war die Antwort.

Frizz blickte mit Erstaunen auf den Schauspieler, der fein Gesicht mit Mehlstaub überdeckte und ihn dann mit einem anderen Stück Bartwolle wieder entfernte. Die Schminke verlor hierdurch ihren fettigen Glanz. Die Röthe ging nun mehr ganz natürlich in dem stark weißlichen Teint auf. Friz konnte kaum einen Ausruf des Er­staunens unterdrücken. Brenner hatte sein Haar ein wenig schwarz gefärbt und dann gebrannt. Der schwarze Locken topf über den frischen Wangen hatte ihn zum Jüngling gemacht.

Sehen Sie aber jung aus!" rief verwundert Frih. " So?" antwortete Brenner lächelnd. Na ja, wenn man sich das Lederzeug angestrichen hat, dann geht es wieder, trotz der fünfundvierzig Jahre."

die zwischen den Wimpern gespenstisch hervorleuchteten. Brenner eilte ihr entgegen und reichte ihr die Hand. Nun, wie geht's denn, Klara, hast Du gut geschlafen?" fragte er sie liebevoll.

Ich danke, Lieber, ich fühle mich nur ein wenig er­mattet."

Auch Alfred war aufgestanden.

nid

Bre

ftets in t

in den Bewegungen mehr den trotzigen Bauern her fie Friz würden. Es flingt bei Ihnen oft so, als wenn Bauer Barbeaud, sondern irgend ein Graf spricht. bei weitem mehr, wenn Sie die Leidenschaften eines Bauerngemüthes betonen würden."

beschmier ber Stir bie schar Kolbe's

e Augen

Ich werde mich bemühen, gnädige Frau" Friz. Er war äußerst erstaunt, diese Gedanken unverfertig Ausdrucksweise, die er nach seinen Erfahrungen zwei Au Na, wird's denn überhaupt gehen?" fragte er mitleidig. muthet, in dieser Umgebung zu finden. Sitzender " Sie muthen sich zu viel zu." Gewiß, es wird schon werden. Sie Sie sollen einen pr Ach gewiß," antwortete fie leise, die Fadet ist ja fleißig sein, habe ich mir sagen lassen. Nur imm die Auge nicht so schlimm. Uebrigens hat's der Arzt mir ja erlaubt." arbeiten, so lange Sie jung sind! Das Lernen ist -Sie verschweig allerdings, wie sie den Arzt um die Er doch nicht unangenehm?" laubniß gebeten hatte.-, Hoffentlich wirds heute voll werden," fuhr sie fort.

" Ich hoffe auch," sagte Alfred, der Vorverkauf war gut, aber sagen Sie nichts zum Bater."

Gewiß nicht," erwiderte sie lächelnd, ich weiß ja, der Aberglaube ist nicht auszutreiben."

" Du kannst Dich ja als jugendlichen Helden am Ber­ liner Hoftheater engagiren lassen. Herr Kolbe erzählte gestern, daß sie schon lange keinen vernünftigen haben," stichelte Alfred, der ebenfalls mit der Brennscheere sein und trat nun vor: glattes braunes Haar in Locken verwandelte.

auf.

"

Friz hatte sich unterdeß mit halbgefchminktem Gesicht erhoben, sich rasch seinen gewöhnlichen Anzug übergeworfen

So

"

fragen e ' ne Tabo

Frit

spanische Der Deff ba Unterdef

" Im Gegentheil, gnädige Frau." " Bei uns wird Ihnen die Gelegenheit, Ihren Bei den drei, vier Her wir zu verwenden haben, können wir überhaupt Sie werden sich also Hauptrollen besetzen. Stepertoire schaffen können. Doch ich will Sie nicht in drei stören. Auf Wiedersehen! Guten Abend, meine Guten Abend."

ball

T

wölbung

Dreima

Friz de

Klara ging in die Damengarderobe. Die Frau Auge ringten sie sofort und begrüßten sie herzlich. sonstigen Streites und der entgegengesetzten Charaktere willenlos sie doch alle inniges Mitleid mit dem Unglück, durchmachen mußte.

bas

Brenner fuhr in seiner Schminkarbeit fort Nad

Weile fragte Friz:

Mund. spiegel: er guter Mundar Fri

Geftatten Sie, daß ich jezt nachhole, was ich auf Werde mich nächstens mit dem Intendanten in Ver- der Probe versäumte und mich Ihnen jegt in einem aller bindung setzen," erwiderte Brenner trocken. dings unqualifizirbaren Aufzuge vorstelle." Dann wandte er sich zu Fritz und beschmierte dessen Die Verbindung der Bauernhofe und Weste mit dem Gesicht voll Teint", den er in kleinen Stücken einem Blech- Hausrocke, dazu das Gesicht, dessen eine Seite nur halb­schächtelchen entriß, in so energischer Weise, daß das geschminkt war, machte allerdings keinen besonders eleganten unglückselige Opferlamm mehrmals schmerzlich zusammen- Eindruck.-Mein Name ist Kolbe." zuckte. Ihr Auge überglitt seine Gestalt. Seine Sprache ge­Von wem kaufen Sie die Schminke, Herr Brenner?" ernst lassen. Auf ihren Lippen erschien ein Lächeln. Die mache ich mir selbst." Brenner fuhr fort, mit der selbstgefertigten Schminke das fäumuiß lag ja nicht an Ihnen, ich mußte sofort Gesicht des geduldigen Kunstjüngers zu bearbeiten, als es an nach unserer Szene heimgehen. Das ist nun einmal bei uns die Thür pochte und auf Brenners Herein" zwei Kinder Schauspielern nicht anders. Uebrigens haben Sie mir auf mit einem Korbe erschienen, denen Klara auf dem Fuße der Probe als Barbeaud in unserer Szene gut gefallen." folgte. Sie hatte ein dickes Tuch über die Kleider geworfen und sich eng darin eingehüllt. Nur das wachsbleiche Gesicht sah heraus, die blauen, unterhalb der Augen liegenden Ver- Sie

Au, das beißt ja", fchrie der Mißhandelte mehrmals fiel ihr. Indessen mochte sein Anzug fie doch nicht ganz denn die anderen Rollen besetzt? Die Reden der Bauern als er f

Herr Brenner, wir haben auf der Probe diejenigen Szenen durchgemacht, in denen ich spiele. werden, wie ich höre gestrichen, den Camillard spielt der denn den?"

wi

hervorste Aussehe

trogigen

,, ich bitte sehr," erwiderte sie freundlich, das Ver- Nun bleibt aber doch noch der Martineau. Wer Kopf, b

20

Di

ihm vo

I bewahre; aus dem Bauern Martineau Bäuerin, Frau Martineau."

Meine Frau," antwortete Alfred. " Ihre Frau?" fragte Friz erstaunt. In

( bod

er recite

und sch

Das nenne ich aber geschickt," fiel Frig lächeln

Sie sind zu gütig, gnädige Frau."

Ganz gewiß, indessen würde ich es besser halten, wenn etwas weniger markirt sprechen würden und besonders

kleidern?"

eine