weiter... es steigt... schrecklich... Hilfe! Ere
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barmen!!!... Schluß machen!... ich kann nicht weiter.. ich werde wahnsinnig vor Angst... Mein Körper... ist mit... fleinen... blauen Blasen... voll... fie. werden größer... sie wachsen... meine Glieber... zittern... ich bekomme... feine Lu- 1 ... ich erstide... Erbarmen!... Sie sind fein Mensch... Höllische Qualen... Es beißt.. es frißt... o weh... ich sterbe..."
,, Mut, Smith! So schnell geht das nicht!" Verflucht sollst Du sein, Teufel!... Eine Minute noch... und ich werde wahnsinnig.. mein ganzer Körper... eine einzige... Brandwunde... ich kann nicht mehr... laſſen Sie mich frei... sofort!... Sie haben es verſprochen ich sterbe....
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„ Jedes Wort ist notiert!" ſagte der Profeſſor gefühllos.„ Sie können stolz sein! Si sind ein Märthrer der Wissenschaft!"
suchen einen Erben
( MTP) Paris , 20.. November. auf den Grabsteinen ihr Privatleben und ver= Der phantastischeste Millionenerbschafts- suchten so, Anhaltspunkte zu finden. Das war roman unserer Zeit ist zu Ende. Der geheim- nicht so einfach. Es wimmelte auf der Welt nisvolle Neffe Kador" ist entdeckt. 500 Mil- plößlich von toten Cadorets und Kadors. In lionen Francs haben nach einjähriger Suche Brest , Paris , Marseille , Finistère und Taën ihren neuen Herrn gefunden. lagen sie zu Dußenden begraben. Auf dem Friedhof von Tory bei Paris ruhten 11 Cadorets, auf dem Friedhof von Cetinje 38 Kadors, die freilich feine Bretonen, sondern echte Montenegriner waren. Ein Cadoret lag zu Gotthaab in GrönFranzösisch- Indien . Alle diese Spuren wurden land begraben, ein Cador zu Chandernager in newissenhaft durchforscht. Mehr als 400 Fried
Das Happy- end ist ebenso merkwürdig wie der Roman selbst. Der Erbe ist ein armer Tellerwäscher in einem Gasthaus von Connec ticut. Er war vielleicht der einzige aller Kadors, Cadors und Cadorets, der von der ganzen Sache überhaupt nichts wußte. Er iſt auch nicht durch einen der zahllosen Agenten, Privatdetektive und Familienforscher gefunden wor- höfe in Europa , Aſien und Amerika ſyſtematiſch den, die der testamentsvollstreckende Pariser abgeſucht, die Cadoret- Akten des Pariser Notars Notar damit beauftragt hatte, sondern durch füllten ein ganzes Zimmer, aber der wirkliche ,, Teufelsbrut!... Schuft!... Warum einen harmlosen Zeitungsleser in New HampMillionen- Erbe wurde nicht gefunden haben Sie nicht mit ſich ſelbſt experimentiert!... shire, dem der Zufall ein arg zerlesenes EremSie feiges Aas!... Sie wollen mich töten.. plar der in Chicago erscheinenden französischen Hund das war keine menschliche Tageszeitung„ Echo des Deux- Mondes" mit Stimme mehr, dieſes blötende Lachen„ Ich einer Notiz über die Kador- Erbschaft in die werde Dir einen Strich durch die Rechnung zie Hand spielte und der sich zuerst köstlich über die hen, Satan!! Muß ich schon sterben, dann so- Namensgleichheit amüsierte, ohne auch nur eine fort! Du ſollſt hören, Du elender, jezt halte ich Sekunde zu denken, der ihm befreundete Tellerdas Radium in der Hand... und jetzt. wäscher könne der Millionenerbe sein. Als armer Zwischendecpassagier fuhr der vom Militär entlassene Yves Kador vor 20 Jahren über den Ozean, als Halb- Milliardär kehrt er jetzt heim nach der Bretagne .
Halt! Sie! Was wollen Sie machen!" freischte der Professor erregt.
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Eine Sekunde war Stille. Dann hörte der Professor abgerissene Worte unter schrecklichem Stöhnen.„ Ich... habe das... Radium. geschluckt... als wäre... ein höllisches Schwe= felfeuer... o weh. jezt... ist aus. Gott erbarme!..." Noch ein kurzer ersterbend Seufzer, dann ein dumpfes Krachen, als fiele ein schwerer Körper zu Boden.
er öffnete die Stahlkammer, knipſte das Licht Der Professor raste aus seinem Zimmer, an. Sein erster Blid suchte das Radium. Der Tisch war leer. Der Unglückliche hatte es geschludt.
Plötzlich erstarrte das Blut in seinen Adern. Hinter ihm fiel die eiserne Tür dröhnend ins Schloß. Er war allein im Zimmer.
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Ein feltsames Testament
einem kleinen Hafenort der Bretagne der SeeVor etwas über einem Jahr starb in mann Cadoret, ein zurückgezogener alter Sonderling, der in seiner Jugend sämtliche Weltder Mitwelt ein Vermögen von rund 500 Mil meere befahren hatte und nun zum Erstaunen lionen Francs hinterließ. Dies Geld sollte sei nem Neffen zufallen, der nach Kriegsende irgendwohin in die weite Welt gezogen war, und der Pariser Notar, den er mit der Testa mentsvollstreckung beauftragte, sollte weder Mühen noch Kosten scheuen, um diesen Neffen
ausfindig zu machen. Leider hatte der alte Cadoret diesen Neffen nie gekannt; er wußte deshalb weder seinen Namen noch sein Mter, seinen Geburtsort oder sonst etwas.
Eine Tote besucht ihr Grab
Die Cadoret- Forschung führte sogar zur Aufklärung einer seltsamen Bigamie- Affäre. Einer der Agenten hatte feſtgeſtellt, daß eine Frau Aurelie D., eine Kuſine des toten Cadoret war. Vielleicht konnte sich hieraus ein nüßlicher Fingerzeig ergeben. Er ermittelte, daß Aurelie D. vor einigen Jahren gestorben war und auf dem Seemannsfriedhof zu Diben in der Bretagne beerdigt lag, fuhr dorthin und forderte durch eine Anzeige in der Lokalpresse sämtliche Personen, die die Tote gekannt hätten, auf, sich bei ihm zu melden. Einige Tage
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ihr dort zufällig in die Hände gefallen, und sie darauf erschien bei ihm die wirkliche Aurelie D. Sie tam aus Südfrankreich , die Zeitung war protestierte nun heftig dagegen, daß man sie als brach sie ohnmächtig zusammen. Die Wahrheit verstorben bezeichne. Als der Agent fie auf den Friedhof führte und ihr ihr" Grab zeigte, stellte sich schnell heraus; ihr Mann, ein reicher Ingenieur, hatte sie vor Jahren mit einer anderen Frau verlassen, in der Bretagne ein leines Gut erworben und dort seine verstor bene Geliebte einfach unter ihrem Namen beerdigen lassen. Da er ſelbſt inzwischen ebenfalls
Ich hab' das Gefühl
Ich hab' das
Gefühl, als könnt' ich die Welt
aus den Angeln heben,
ich
die Macht, dem Leblosen Leben
einzugeben,
die Kraft mit den Weltkugeln Ball
ich
zu spielen,
werfen, daß fie nach meinem Willen fielen!
Kaum. löſte er ſich aus der Starre, begann das Telephon leise zu fnistern. ,, Hallo, Pro fessor Korid, sind Sie dort?"-Ja!" will Sie nur beruhigen, lieber Professor, ich fühle mich ausgezeichnet. Notieren Sie, vielDie Aufgabe des Notars erschwerte sich leicht wird dies auch von wissenschaftlichem In weiter dadurch, daß es in der Bretagne faſt tereſſe ſein. Und was das Radium anlangt, ich ebensoviel Cadoretz gibt wie sonst in FrankHabe mich auf diese Exkursion gründlich vor- reich Duponts, daß mehr als die Hälfte dieser bereitet. Ich hielt eine fleine mit Quecksilber Cadorets Seeleute sind und daß speziell die Alls hätt' überzogene Bleifassette zur Hand. Als Sie mich Vertandten des Verstorbenen in alle Winde so liebenswürdig angerufen haben, war das Ma- zerstreut waren. Außerdem stellte sich noch her- Als hätt' dium, feſt verſchloſſen, bereits in meiner Tasche aus, daß ein Zweig der Familie sich infolge Jezi können Sie sich in jenem freundlichen eines Schreibfehlers in einer alten Geburts - Sie so zu Bimmerchen einen guten Schlaf gönnen. Wenn urkunde Cador" schrieb und daß wiederum ein Sie wollen, tönnen Sie laut nach Hilfe rufen. Teil dieser Cadors im Laufe der Jahre die Außer meiner bescheidenen Person ist aber nic- Schreibweise Kador" angenommen hatte. Man Ich hab das Gefühl. als könnt' ich im Schoße mand im Hause... Ich war so frei, die Tür mußte also nicht nur unter den Cadorets nachhinter Ihnen zuzuschlagen. Mit Genuß habe ich suchen, sondern auch unter den Cadors und Aus es getan. Ja, fast hätte ich vergessen! In Ihren Kadors. Arbeitszimmer fand ich zu meiner größten Freude Ihren Geldschrank offen. Wahrscheinlich werden Sie morgen nisht überrascht sein, wenn Sie Ihren Geldbeutel etwas dünner vorfinden! Ich höre, Sie knirschen mit den Zähnen! Eine großartige Erfindung, dieses Telephon! Leider ist Ihr Apparat nur mit diesem Zimmer verbunden, deshalb werden Sie es unterlassen müssen, die Polizei anzurufen. Good night!"
Kurz nachher erhielten drei australische Spitäler je zehn Gramm Radium und viele wertvolle ärztliche Instrumente von einem unbeYannten Menschenfreund.
der Erde Feuer entfachen, rasenden Flammen saufende Sterne machen,
Und darüber so schallend und anhaltend lachen, Daß die schlummernden Kräfte der Erde mit lautem Schreie erwachen!
Daß
Der Notar beschloß, sich nicht auf Zeitungsaufrufe zu verlassen, sondern nach einer ganz neuen Methode vorzugehen. Er engagierte mehrere Dußend Privatdetektive und Familienforscher und setzte außerdem eine hohe Beloh- und nung aus, um den freien Weitbewerb anzufurbeln".
Riefenmenschen mit Niesenherzen dann einherreiten
Menschengewirre und Menschengetne so großzügig leiten, Daß die kleinlichen Seelen der Erdenbürger fich mächtig weiten:
Die Familienforscher stellten zunächst ſyſte= matisch sämtliche Friedhöfe fest, auf denen Ca- 3nr Menschheit geeint in zeitlosem Rhythmus dorets, Cadors oder Kadors- begraben lagen, vorwärts schreiten! durchforschten an Hand der Personalienangaben
Kitty Kürtli.