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Demokratisches Wochenblatt.
No. 33.
1868.
Das Blatt erscheint jeden Sonnabend. Abonnementspreis vierteljährlich bei allen deutschen Postanstalten sowie bier am Blaße ein
Schließlich Bringerlohn 122 Ngr.; einzelne Nummern 1 Ngr. Abonnements für Leipzig nehmen entgegen die Herren M. Dolge am Markt, wel traße und die Erpedition d. Blattes E. W. Vollrath Windmüblenstr. 14. Für Dresden Filialegvedition F. W. Grellmann Wallstraße 10. Street, Grosvenor Square, London .
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Inhalt: Politische Uebersicht. Volksversammlung in Wien . Eine Mahnung. - Der Arbeitertag in Nürnberg und die national
tion.
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liberale Partei.- Programm der Internationalen Arbeiter- Associa
Aus England.
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Vermischtes.
Politische Uebersicht.
Aus Münche a, den 10. August wird uns geschrieben: Das preußische Regiment wurde in leßterer Zeit von beachtenswerthen moralischen Schlägen getroffen, über welche man in Berlin selbst nicht recht erbaut zu sein scheint. Die Macht
haber
an der Spree können zum Theil die Lehre daraus ge
Bogen haben, daß es heutzutage nicht bloßer militärischer Siege bedarf, um Macht und Ansehen zu bewahren, sondern daß hierzu noch ein bedeutendes Moment: die Uebereinstim mung des Volkes kommen muß. Militärische Siege mögen einen augenblicklichen Erfolg haben, die Gewalt mag triumphiren, aber auf die Dauer vermag das Erreichte nicht nachzuhalten, sobald das Volk sich in Mißstimmung über die bestehenden Zustände befindet. Nun ist es eine allbekannte Sache, daß, abgesehen von einem großen Theile Altpreußens, insbesondere die anneftirten Bevölkerungen mit ihrer Lage
höchst
diese Unzufriedenheit deutlich genug erfannt werden.
ganz
Gerade
..Die Usedom 'sche Depesche, deren Kenntniß wir dem General Lamarmora verdanken, war der zweite gewichtige Schlag, der auf das stolze Haupt des Grafen Bismard herabfuhr. Kein Mensch zweifelt jeßt daran, daß nicht nur Italien , sondern auch Frankreich in Mitleidenschaft gezogen war, um Deutschland zu zersplittern und die Hohenzollern 'sche Militärmonarchie zu ermöglichen. Umstände, die nicht von Preußen abhängig waren, verhinderten allerdings ganz oder theilweise die Gewinnung des aus deutschem Gebiete bestehenden Preises, der dem Auslande für die Unterstüßung der Bismarck 'schen Pläne zugesagt war, allein in diesem Falle ist der Wille eben so schlimm und verdammungswerth wie das Werk. Und dasfelbe Preußen, das Deutschland zu verrathen sich unterstanden hat, will an der Spiße jenes Theiles marschiren, der vom früheren Deutschland noch übrig geblieben!
,, Es müßte ein äußerst verkommenes Volk sein, das dem Berräther als Lohn noch die Führerschaft zugestehen wollte.
„ Für so verkommen halten wir das deutsche Volk nicht. Es muß zwar zur Zeit dulden, daß die Urheber der Politik des Jahres 1866 auch die Früchte derselben ernten, aber es ist nicht damit einverstanden, daß dieß für ewige Zeiten ge schehe und giebt sich daher Mühe, die Gewalt vom Throne zu entfernen. Wahr soll noch der schöne Schüßenspruch werden: ,, Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern."
uns dieser unterwerfen, so wären wir ein einig Bolf von Knechten, nicht aber von Brüdern!"
dieses Schüßenfest war es aber auch, auf welchem das deutsche umgestaltet wird, kann dieß nicht geschehen, denn wollten wir Bolt ein lautes in ganz Europa vernehmliches Verdikt gegen die preußische Politik fällte, gegen jene Politik der Gewalt, welche die politische Persönlichkeit einzelner deutscher Stämme Teicher, aus dem politischen Verbande Deutschlands geriffen und dem Bolke die Freiheit bis zur Stunde vorenthalten hat. Dieses Berdammungsurtheil von Seite des Volkes ist eine Riederlage, die vielleicht manchen preußischen Sieg aufwiegt. Man fühlte in Berlin diesen Schlag sehr wohl, und deßwegen des Wiener Schüßenfestes zu verringern, ein Beweis wie sehr wurde Alles aufgeboten, um den Eindruck und die Bedeutung die von der Donau abgeschossenen Pfeile den wunden Fleck getroffen haben. Man signalisirte von Berlin aus sogar ein österreichisch - preußisches Bündniß, an dem selbstverständlich kein
wahres Wort ist, und wollte damit offenbar nicht nur die eigene Jfolirung bemänteln, sondern insbesondere den Süddeutschen Mißtrauen gegen Desterreich einflösen. Derlei plumpe Manöver verfehlen natürlich ihre Wirkung gänzlich und können nur den Urhebern nachtheilig werden.
Der Hieb hat gesessen: die Lamarmora'sche, Berfidie", wie das Leibblatt Bismarc's die Veröffentlichung der Note Usedoms nennt, hat das offiziöse und offizielle Breußenthum ins Herz getroffen". In der ersten Verwirrung stammelte der amtliche Staatsanzeiger' cin Dementi hervor, wels ches nur das Eine bewies, daß es in Berlin Leute giebt, die sich der 1866er Absichten schämen, und das die sehr natürliche Folge hatte, diejenigen, welche sich nicht schämen, auf das äußerste zu erbittern. General Moltke und Graf Bismarck bestanden auf einer Genugthuung, und so blieb dem armen Staatsanzeiger" schließlich nichts anderes übrig, als in einem zweiten ... Mitgetheilt" sich selber zu dementiren. Dazwischen das Ge schimpfe der offiziösen Blätter auf den„ Verräther" Lamarmora. Die tomische Rolle in dieser schmachvollen Angelegenheit ist, wie gewöhnlich, den Nationalliberalen zugefallen, die vor dem ersten Dementi des Staatsanzeigets" die Usedom 'sche Note als neuen Beweis der Genialität“ und der Freiheitsliebe"
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