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bestimmte Zahl von Wochentagen für seinen Feudalherrn arbeiten; die übrigen Tage gehörten ihm. Nun wohl, durch jene Arbeit, die ihm nicht bezahlt wurde, blühte und gedieh das Gut seines Herrn, während er selbst Zeit seines Lebens ein armer Teufel blieb. Es ist das Verdienst von Karl Marg, den Gewinn und mithin den Natio nalreichthum als das Produkt unbezahlten Arbeitslohnes nachgewiesen zu haben. Die ökonomische Wissenschaft der Bourgeoisie ist vor seiner Beweisführung ohnmächtig verstümmt.*)

Wenn aber der Arbeiter mehr Arbeit leistet, als er bezahlt erhält, wer wagt es, ihm die Gerechtigkeit seiner Forderung zu bestreiten, daß er seinen Antheil an dem Arbeitsprodukte erhalte? Nicht um eine Zerstörung des Nationalreichthums handelt es sich, sondern um eine gerechte Vertheilung des Arbeitsertrages. Das ist das sociale Problem, welches zu lösen ist, oder mit andern Worten: an die Stelle der Ar­muth, Ohnmacht und Unwissenheit, welche das Loos der Arbeiterklasse find, sollen Wohlstand, Bildung und Freiheit treten.

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Versammlungs- und Coalitionsrecht gewähren und an die Stelle stehenden Heere, welche unseren Schweiß nuglos verzehren, die Boll das r bewaffnung segen werde, wenn wir die Hände in den Schooß legen das in Werfen Sie einen Blick auf den Nordbund, einen Blick auf die Schwederfaß und dann verschließen Sie sich noch länger der Ueberzeugung, daß nciation der demokratische Staat den Forderungen der Arbeiterklasse gerecht werden vermag! Der demokratische Staat ist es daher, welchen erstreben müssen!

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Die Gelegenheit ist für die Arbeiterklasse so günstig, wie nie, politische Macht zu erlangen, Bourgeoisie und Demokratie, Rational Anlaß berale und Conservative bekämpfen einander um die Alleinherrsch voliti im Staate, und da feine der beiden Parteien stark genug ist, um Sieg an sich zu reißen, so buhlen beide um die Arbeiter. D, was v spricht man ihnen nicht alles, wie schmeichelt man ihnen nicht! nur wenn die Arbeiter eine festgeschlossene, ihres Ziels bewußte tei bilden, können sie mit dem Gegner unterhandeln, ohne Furcht terher betrogen zu werden; nur so ihn schließlich zwingen, daß er eingegangenen Verpflichtungen erfülle. Bei der jetzigen Zerriffenb und unflarheit unter den Arbeitern wird man nach dem Siege Zugeständnisse zurücknehmen, den Arbeiter mit Hohn hinwegweis oder im besten Falle zwischen die Ketten und seine wundgedrüche Glieder die Watte der Almosen schieben, der Suppenanstalten, Hop täler, Armenhäuser, Krankenkassen und Debattirvereine. Ein Erfol ist nur von der Einigkeit zu hoffen, wenn der deutsche Arbeiter den Arbeitern aller Länder, mit denen er die Leiden gemeinsam fest zusammensteht. Darum, m. H., nehmen Sie die Resolutionen Vororts an, die Ihnen den Anschluß an die Bestrebungen der Inte nationalen Arbeiterassociation empfehlen. Die Internationale Associa tion ist eine Macht, eine geschlossene Phalany, die in Europa bereits 60,000 Mitglieder zählt. Daß sie eine Macht ist, jüngst in Genf glücklich durchgesezte Strife der Bauhandwerker, beweist die Freisprechung der Arbeiter in dem Kohlenbecken giens, welche ohne die Anwälte, die ihnen die Association stellte, unfehlbar in den Gefängnissen schmachteten, weil sie es gewagt hatte Front gegen die Soldaten zu machen, die von den Arbeitgebern

Das Programm der Internationalen Arbeiterassociation giebt die Mittel an, welche zu diesem Ziele fübren, zunächst Herabseßung der Arbeitszeit und Genossenschaften oder Cooperation. Wie vortrefflich die Strikes oder Arbeitseinstellungen sein mögen, um die Arbeitszeit berunterzusehen, so bedarf es wohl dafür keines Beweises, daß sie zu ihrem Gelingen, abgesehen von den unentbehrlichen Geldmitteln zur Unterhaltung der Feiernden, die unbeschränkteste Coalitionsfreiheit erfordern. Aber diese Freiheit ist in Deutschland nicht vorhanden; fie muß also erst erobert werden. Ferner wird die Cooperation, wie vortrefflich im Prinzip, wie nüßlich in der Praris, niemals im Stande sein, die Massen zu befreien und die Wucht ihres Glends merklich zu erleichtern, so lange sie auf den engen Kreis gelegentlicher Versuche einzelner Arbeiter beschränkt bleiben. Die Lage der Arbeiterklasse durchgreifend zu verbessern, das vermag die Corporation nur zu leisten, wenn sie in großem Maßstabe durchgeführt wird, wenn sie nationale Dimensionen annimmt. Die bis jept thätige Selbsthülfe muß zu die­sem Zweck zur Staatsbülfe werden. Aber, m. H., unter Staatshülfe find nicht jene Almosen zu verstehen, durch welche Graf Bismard und seine feudalen Socialisten die Arbeiter an sich zu locken suchen. Nur der freie Staat, nur der demokratische Staat vermag zu helfen, denn sein Zweck ist die freie Arbeit gleichberechtigter Staatsbürger. Eben diese Conservativen sind es ja, welche im Verbande mit der Kapital­partei Front gegen die Arbeiterklasse machen. Sie haben die Macht, und diese Macht muß ihnen entrissen werden, wenn die Fesseln fallen sollen, welche die Bestrebungen nach Verkürzung der Arbeitszeit, nach Aufhebung des Kapitalmonopols, nach Ausbreitung der Cooperation einschnüren. Der Arbeiter muß eine Stimme dort haben, wo bis jetzt über ihn wie über eine Sache entschieden wird, deren Nußen für die herrschenden Parteien allein in Frage kommt. Er muß politische Macht sich erringen.

Aber es ist nicht allein die Ausbeutung seiner Arbeitskraft durch das Kapital, welche den Arbeiter zu Boden drückt. Auch der schwerste Theil der Steuern an Geld und Blut lastet auf ihm. Die für ihn unentbehrlichsten Lebensmittel find es, von welchen der Staat die größten Steuern erhebt, und nicht genug damit, reißt er ihn plößlich von der Arbeit binweg und zwingt ihn nicht nur die schönsten Jahre feiner Jugend unproduktiv in der Uniform zu verlieren, sondern auch für Zwecke, die nicht die feinigen sind und nie sein werden, seine ge­funden Glieder und sein Leben einzusehen. Giebt es ein anderes Mittel für den Arbeiter, diese Uebelstände zu beseitigen, als daß er nach politischer Macht trachtet, daß er der Bourgeoisie und der Feudal­vartei das Recht entreißt, ausschließlich Politik zu machen? Der Ar­beiter muß gleichberechtigt neben ihnen stehen; er muß die Macht ha­ben, dem Ehrgeizigen und Herrschsüchtigen, der ihn im 19. Jahrhun­dert in Krieg und Tod schicken will, um etwa dem Nachbar einen Feßen Landes zu entreißen, oder um sich den werblosen Lorbeer des Kriegsruhms um die Stirn zu flechten, entschieden zu widerstehen. Dann wird zugleich die Fessel gelöst, mit welcher die Kriegsfurcht die Welt läbmt und die fruchttragende Thätigkeit stört, da der Zustand von heute keine Garantie bietet, was morgen sein werde. Frieden ist es, was die Arbeit braucht und der Ehrgeiz der Dynastien ist es, der ihn, gestützt auf die stehenden Heere, fortwährend bedroht. Darum fort mit den stehenden Heeren, auf daß die Arbeit zu ihrem vollen Rechte gelange! Wer den Arbeitern sagt, daß sie sich nicht an der Politik zu betheiligen brauchen, um alle diese Uebelstände zu beseitigen,

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sie gehegt wurden, um sie zur Annahme des gebotnen Hungerlohni zu zwingen. Nur wenn die Arbeiter aller Länder innig zusamme stehen, ist die Lösung der socialen Frage möglich, ist es möglich. auch sie gelangen zu Wohlstand, Bildung und Freiheit. Darum

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sen Sie mich mit den Worten unseres Schiller schließen, die auf dem Rütli an der Wiege der Schweizer Freiheit ertönten, mit jenem Buruj dessen Beherzigung auch für Sie die Geburtsstunde der Befreiung zeichnen wird: Seid einig, einig, einig!

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Benedey bringt einen Antrag ein, welcher auf Verwerfung in Rede stehenden Programmes abzielt, jedoch den Bestrebungen der Thätigkeit der internationalen Arbeiterassociation Seitens Vereinstages Anerkennung ausgesprochen wissen will. Er motivirt damit, daß das fragliche Programm unklar sei und überdies für deutschen Arbeiterbildungsvereine noch nicht die Zeit gekommen sei, Association anders zu betrachten denn als Vorposten, als Pionier, jezt vorausgehe, aber später immerhin der Mittelpunkt der Arbeiterbef

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des Programms; es sei ein ganz verkehrter Standpunkt, anzunehmen Lowenstein( Fürth ) spricht für Annab

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daß die Arbeiterbildungsvereine ihre Aufgabe verfehlen, die Politik ins Bereich ihrer Thätigkeit ziehen: die Bildung nicht Selbstzweck dieser Vereine sein, sondern nur das Mittel, Bestrebungen für ein menschenwürdiges Dasein zu unterstüßen;

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nachgeholte, früher nicht erhaltene Schulbankbildung habe nicht allein Werth; inmitten des politischen Kampfes und im praktischen Leben werde die dem Arbeiter nicht minder nothwendige Charafter- und litische Bildung erlangt, geläutert und befestigt. Was nüßt beiter die gediegenste Bildung, wenn er fie nicht dahin zu verwertb versteht, daß er die ungerechten indirekten Steuern, die Blutsteuer d Kriegs und so noch Anderes der Art von seinen Schultern wälzt? Di

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jenigen, welche die Vereine mit allen Mitteln abhalten wollen, zu treiben, mögen die Verantwortung übernehmen, daß der Arbeit vielleicht dann einmal Politik auf der Straße treibt. Wenn man freien politischen Meinung die Gelegenheit nimmt, durch Belehrun Leidenschaft heranwachsen läßt, mögen Die die Folgen tragen, die sociale Bewegung, statt sie ihren natürlichen Verlauf nehmen der ist ein Verführer, welcher sie mißbrauchen will zu Zwecken, die ge- lassen, schließlich vielleicht in anarchische Bahnen drängen. Thorab

gen ihre eigenen Interessen gerichtet sind. Er will sie mißbrauchen im Interesse entweder der Bourgeoisie oder der Conservativen. Oder glau­ben Sie, m. H., daß der parlamentarisch aufgepußte Absolutismus der Gegenwart uns volle Gleichberechtigung, allgemeines Wahlrecht, freies

*) Vergleiche No. 12 und 13 des Demokr. Wochenbl.", wo dieses Die Red. Gesez eingebend behandelt worden ist."

werd

( Oldenburg ) bringt einen Antrag ein, wonach wegen noch nicht ve ständiger Verwirklichung des beim ersten Vereinstag aufgestellten Pr gramms von Aufstellung eines neuen Umgang genommen Krebs( Berlin ): Er sei persönlich Mitglied der internationalen beiterassociation, er könne aber vorerst dem Berliner Arbeiterverei noch nicht zum Beitritt ratben, da die Ziele der Association noch ni gaben zu lösen hätten. Stuttmann motivirt zwei von ihm in G

flar genug feien und die Arbeitervereine vorerst andere wichtige

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