Von Abraham zu Adolf ?

Die jüdische Familie Hitler

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Stammbaum polnischer Hitler Juden bis zum Jahre 1681 Abraham- Friedemann Hitler und die Seinen- Die Die katholische Taufe und die Auswanderung nach Oester­ reich Urkunden und Originalpatente

Vor einiger Zeit hieß es, die NSDAP . wolle die Familiengeschichte der Hitlers erforschen. Auf­fälligerweise ist es aber um den Stammbaum des rassigen Ariers verdächtig still geworden. Inzwi­odlaschen hört man, daß ein polnischer Jude Moses Hitler den Antrag auf Namensänderung gestellt hat, weil es ihm zu peinlich war, einen Namensvetter als deutschen Reichskanzler und Füh­rer des deutschen Judenboykotts zu haben. Wir glaubten uns um die Geschichte der Familie Hilter ein Verdienst zu erweisen, wenn wir die von den Nationalsozialisten unterbrochene Forschung fortsetzen. Nachstehend unterbreiten wir unsere vorläufigen Ergebnisse der Oeffentlichkeit. Unser Gewährsmann ist der Urgroßenkel des Salomon Reismann, der Geschäftsteilhaber des Abraham Hitler war. Die Hitlersche Familiengeschichte zeigt, daß kommerzielle Fähig­keiten sich durch Generationen forterbten. Wir finden hervorragende kaufmännische Tugenden auch bei dem jetzigen Herrn Reichskanzler. Er handelt zwar nicht, wie die früheren Hitlers, in Schafwolle, aber er ist auf sozusagen geistigen Gebieten ein Großverdiener ersten Ranges. Wir er­innern uns in der Geschichte keines Falles, daß jemand durch politische Reden und Schriften auch nur einen kleinen Teil der Summen erworben hätte, die Herrn Adolf Hitler zugeflossen sind und jetzt erst recht in enormen Ausmaßen zuströmen.

Die alte jüdische Familie Hitler stammt aus dem Orte Polna an der böhmisch- mährischen Grenze.

Diese jüdische Familie wohnte laut den Aufzeichnungen der Stadt schon im Jahre 1681 in Polna . Der ursprüngliche Name der Familie war Friesch. Am 28. Juli 1781 nahm lant einem noch vorhandenen Patent der Abraham Friesch den Namen Friedemann Hitler an. Die Familie Abraham Friesch- Hitler zählt in der jüdischen Matrik das mals 16 Mitglieder. Abraham Hitler war der bedeutendste Kaufmann des Ortes und führte ein Wollgeschäft zusams men mit seinem jüdischen Mitbürger Salomon Reismann. Es liegen verschiedene Kaufverträge der beiden Teilhaber vor. Aus den Geschäftsakten geben wir einen Wechsel in Abschrift wieder:

Polna , 1817, 5. Januar. Daatto 4. Monate zahle ich gegen diesen meinen Solowechsel den Betrag von 2100 fl. an Order Salo­mon Reismann, Valuta habe ich in reiner Schafs wolle erhalten und unterwerfe mich dem Handelss und Merfantilgerichte.

Ein Schweizer

Abraham Hitler .

drei Striche für Terfie Hitler, S. Nathansky, Zeuge,

in Berlin von Nazi überfallen

Dem Travail" wird aus Berlin berichtet, daß am Samstagabend ein Schweizer Bürger, dessen Name aus be­greiflichen Gründen verschwiegen wird, in seiner Wohnung in Berlin von einem SA- Sturm überfallen wurde. Es war um 23.30 Uhr. Es wurde ihm nicht einmal die Zeit gelassen, fich anzuziehen, bevor er die Türe öffnen mußte. Die Nazi­Hunnen warfen ihm vor, antifaschistische ausländische Zei­tungen zu erhalten. Er wurde mißhandelt und als er der Aufforderung, das Horst- Wessel- Lied" zu singen, nicht nach­fam, erhielt er zwanzig Hiebe mit dem Gummitnüttel. A uch die Frau des Schweizer Bürgers wurde miß­handelt. Diese begab sich am folgenden Tage auf die schweizerische Gesandtschaft, um sich zu beklagen und um Rat und Beistand nachzusuchen, da die Nazi ihn aufgefordert hatten, sich am Tage nach dem Ueberfall in ihrem Büro zu melden, um das Horst- Wessel- Lied zu singen, das er bis da­hin lernen sollte. Auf der Gesandtschaft bekam der Mann die Antwort: Gehen Sie auf das Nazibüro und fingen Sie oder verlassen Sie das Land; das ist alles, was ich Ihnen raten kann."

Wir verlangen vom politischen Departement Auskunft über diese Angelegenheit, namentlich darüber, ob der Mann auf der Gesandtschaft diese Antwort wirklich erhalten hat. Das wäre allerdings ja schon der Gipfel. Systematische Morde

..Herr im Hause"

Für Diktatur des Unternehmertums

Der neuernannte nationalsozialistische Staatssekretär e- der, hat an der Bergakademie Klemthal eine grundsätzliche Rede für die Freiheit des Unternehmertums und gegen den Sozialismus gehalten. Es genügt zur Charakteristik die­ser Rede die begeisterten Robsprüche der Kölnischen Zei tung"( Nr. 355) zu genießen, um zu erkennen, daß das biß­chen, sozialistische Revolution" nun abgewürgt werden soll: " Wer wird nicht mit vollem Herzen die These unterschreis ben, daß die deutsche Wirtschaft Ruhe und unbedingte Rechtss ficherheit haben müsse. Ans der Vergangenheit der letzten Jahre wissen wir alle, was Intervention in bestehende und laufende Verträge bedeutet, wie sich auß solchen vom Staate unter Umständen gut gewollten Eingriffen mit der Zeit eine allgemeine Larheit in der Vertragstreue entwideln fann. Und mit gleicher Genugtuung werden Unternehmer und die treu zum Betrieb haltenden Angestellten und Ars beiter die Ankündigung vernommen haben, daß eine Rückziehung aller Kommissare geplant sei. Ueber ihre Notwendigkeit und ihre Tätigkeit tann kein all­gemeines Urteil abgegeben werden, das Urteil von Feder selber ist gegenüber den Auswüchsen sehr scharf. Aber soviel ist sicher, daß ein solcher Kommissar immer etwas Betriebs­fremdes darstellte, das der Führerstellung des Leiters des Unternehmens sehr abträglich werden konnte. Auch nach den Aeußerungen der Arbeitsfront soll der Unternehmer der Führer sein, und zwar im Sinne dessen, was das Wort Unternehmer besagt."

Das klingt sehr nach liberalistisch- kapitalistischen" Prin sipien, aber es ist ehrlich.

Die Schreibweise des Namens ist übrigens, wie schon in ber nationalsozialistischen Presse festgestellt worden ist, manchmal auch Hittler und Hüttler. Das gilt, wie wir her, vorheben, für die jüdischen Familien.

Der Sohn Leopold des Abraham Hitler verzog nach Wien und ließ sich taufen. Er nahm in der Taufe den Namen Ignaz an. Das von der Stadt Polna beglaubigte und vom Bürgermeister unterschriebene Dokument über die Aus: wanderung Leopold Hitlers, geboren 28. März 1816, nach Wien und seine Taufe ist in beglaubigter Abschrift an die Jewish Agency nach London gegangen.

Die jüdische Kultusgemeinde in Polna stellt folgenden Auszug über Mitglieder der Familie Hitler im Anfang des vorigen Jahrhunderts zur Verfügung:

Michael Hitler, geb. 19. Jänner 1800, als Sohn des Friedes mann und der Barbara,

Efther Hitler, geb. 12. März 1804, als Tochter Friedemann Hitlers,

Herz Hitler, geb. 29. November 1806, als Sohn Friedes mann Hitlers,

Karl Hitler, geb. 18. September 1812, als Sohn Abrahams und Rachel Hitlers,

Major Buchrucker verhaftet

Der Major Buchrucker, der 1923 in Rüstrin einen Putsch organisierte, um die Hitlersche Revolution einzuleiten, ist verhaftet worden. Es wird bekannt, daß er, der in Verbin­dung mit dem Hauptmann Stennes und dem nach Wien ent­flohenen Otto Strasser steht, innerhalb der nationalsoziali­stischen Partei Zellen der sogenannten Schwarzen Front" gebildet hat.

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Julie Hitler, geb. 19. März 1813, als Tochter Abrahams und Rachel Hitlers,

Leopold Hitler, geb. 28. März 1814, als Sohn Abraham und Rachel Hitlers( das ist der getaufte Hitler),

Franzl Hitler, geb. 29. April 1819, als Sohn Abraham und Rachel Hitlers,

Wilhelm Hitler, geb. 16. April 1821, als Sohn Abraham und Rachel Hitlers, Klara

Hitler, geb. 11. Oktober 1821, als Tochter Jakob und Elisabeth Hitlers,

Amalie Hitler, geb. 21. Juli 1827, als Tochter Abraham und Rachel Hitlers.

Die Aufzeichnungen der Gemeinde Polna ergeben, daß die jüdische Familie noch bis zum Jahre 1844 in Polna ans fäffig war, dann aber nach Oesterreich auswanderte. Man weiß, daß auch Adolf Hitler aus Oesterreich stammt und zugibt, daß seine Familie seit Generationen in Defters reich lebt.

Wußte Hitler von den jüdischen Hitlers etwas? Viels leicht macht er denselben Einwand wie der rassige Arier Düsterberg, dem nichts davon bekannt geworden war, daß noch sein Großvater das Ehrenamt eines Vorstehers der jüdischen Gemeinde bekleidete.

Die Heimat der Hitlers, das Städtchen Polna, mit einer einft großen Judengemeinde, hat schon einmal Weltberühmts heit erlangt. Dort wurde einem Juden hilsner ein Ritualmord angedichtet. Der jezige Präsident der tschechos Slowakischen Republik, Masaryk, damals Universitätss professor, machte die Vorwürfe gegen Hilsner zu nichte.

Es ist ein merkwürdiger Zufall, daß dieses Ritualmord­Polna fich nun als die Heimat der jüdischen Familie Hitler erweist, deren Namen der derzeitige antisemitische Reichs­fanzler Deutschlands trägt!

Weniger Studierende

Die letzten Jahre haben, zum ersten Male seit dem Kriege, einen Rückgang im Zustrom zu den deutschen Hochschulen gebracht. Die Zahl der Neuimmatrikulierten ist, wenn man die Studierenden des Volksschullehramtes abrechnet, von 21 525 im Sommer 1928 auf 18 767 im Sommer 1932, das letzte Semester, für das die Hochschulstatistik abgeschlossen vorliegt, gesunken.

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