Torgler ohne Anwalt! Eine Weltschande

Alle wissen, daß er unschuldig ist

Die Frau des kommunistischen Reichstagsabgeordneten Ernst Torgler , Margarete Torgler, hat aus Karls­ horst bei Berlin an den Manchester Guardian" einen Brief gerichtet, in dem sie schreibt:

" Ich habe mit einer großen Anzahl von Rechtsanwälten über die Verteidigung meines Mannes verhandelt. Sie waren zumeist zweifellos von seiner Unschuld vollkommen überzeugt, aber sie weigerten sich, seine Verteidigung zu übernehmen. Einige schienen bereit zu sein, nachdem sie ver­schiedene Bedingungen gestellt hatten. Schließlich lehnten aber auch sie ab. Die letzte Ablehnung, die ich erhielt, kam von einem hervorragenden Berliner Anwalt, der mir am 19. Juni folgendes schrieb: Was die Rechtsangelegenheit Ihres Gatten betrifft, so bedaure ich, nicht in der Lage zu sein, seine Verteidigung übernehmen zu können." Es scheint also, das ist die einzige Erklärung, daß in ganz Deutschland fein Rechtsanwalt übrig geblieben ist, der bereit ist, seine Pflicht zu erfüllen, indem er ein menschliches Wesen rettet, von dessen Unschuld die ganze Welt überzeugt ist. Meine Er­fahrung beweist, daß es einfach ganz unmöglich ist, einen Rechtsbeistand nach eigener Wahl zu erhalten und daß

keiner wagt, ihn zu verteidigen!

mein Mann auf diese Weise seines elementaren Rechtes beraubt ist."

Das englische liberale Blatt behandelt den Brief der Margarete Torgler in einem besonderen Artikel, in dem es ausführt:

" Warum will die Diktaturregierung Hitlers eine Ver­teidigung nicht gestatten? Der Grund ist ganz klar. Die Diktaturregierung weiß, daß Torgler unschuldig ist und sie weiß, daß jeder Anwalt, der nur eine Spur von Intelligenz und rechtlichem Sinn besißt, die ganze Anklage in Stücke schlagen und der Verachtung überliefern würde."

,, Manchester Guardian" beschäftigt sich dann weiter mit dem Schicksal der drei unglücklichen Bulgaren , die rein zufällig willkürlicherweise mit Torgler zusammen auf die Anklagebank kommen sollen. Er stellt fest, daß die Be­hauptung der Göring - Polizei, die brei Bulgaren hätten etwas mit dem Attentat in der Kathedrale von Sofia zu tun gehabt, von den bulgarischen Behörden selbst widerlegt worden ist, und er fordert die bulgarische Regierung auf, sich der unschuldig verfolgten Landsleute anzunehmen.

Bestohlen und geächtet

Das Los der Verfolgten

Der nationalsozialistische Raubzug gegen das Eigentum ber Arbeiterschaft und ihrer Führer soll nunmehr vollendet werden durch ein Gesetz, das vom Hitlerkabinett verab= schiedet wurde, unbequemen Gegnern die Staats­angehörigkeit absprechen kann und die Beschlag­nahme ihres Eigentums vorsieht. Wer dem großen deutschen Ronzentrationslager entkommen ist, soll sich seinen Folter­tnechten stellen oder enteignet werden. Belohnungen werden ausgesetzt für alle, die etwas über das Vermögen der Sozialdemokratie oder marristischer und anderer staatsfeind­licher Elemente auszusagen wissen. Eingebürgerte Juden sollen wieder ausgebürgert werden, und wer es unter­nimmt, eine neue Partei zu bilden, wird als Hochverräter bestraft.

Damit werden die Weidegebiete der Denunzianten ent sprechend vergrößert und die moralische Verlumpung hat wieder Terrain erobert. Die Kapitalisten behalten ihr raf­fendes Kapital, behalten ihre Villen und Paläste, dafür

dürfen sich die großen und kleinen Bonzen der NSDAP . an bem Eigentum armer Teufel schadlos halten.

In der Begründung des neuen gefeßlichen Monstrums wird von Aechtung der Flüchtlinge" gesprochen, womit natürlich nur die Gegner Hitlers gemeint sind. Der ehe. malige Oberausreißer Göring fist in einer Prachtvilla, die nach Deutschland ausgerissenen österreichischen

10 000 Aerzte und Rechtsanwälte ruiniert

ganzen Linie weiter. Die Zahl der bis jetzt in Deutschland Der Wirtschaftsboykott gegen die Juden geht auf ber aus dem Berufe ausgeschlossenen jüdischen Aerzte wird auf 6000 geschäßt. In Berlin allein wurden 1500 jüdische Aerate von den Krantentassen ausgeschlossen. Daneben geht die Einschränkung der Praxis der zugelassenen jüdischen Aerzte, die binnen kurzem die Existenz jüdischer Aerzte überhaupt unmöglich machen wird. Am 7. Juli sind auf Veranlassung der SA.- Aerzte fünfzig marristische" Aerzte in Berlin verhaftet worden. Angeblich weil die Beratungs­stelle für Aerzte" ein staatsfeindliches Unternehmen dar­stellte. Selbsthilfe im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ist also ein Anlaß für Inhaftierungen und Gefängnis.

Aehnlich liegt es bei den Rechtsanwälten. Nur ein ganz kleiner Teil der zugelassenen jüdischen Anwälte fann die Praxis ausüben. Sozialistische Anwälte sind überhaupt ausgeschlossen.

Der Vorstand der Berliner Anwaltskammer hat jetzt die Begründung einer Bürogemeinschaft zwischen Anwälten arischer und nichtarischer Abstammung für standeswidrig er­klärt. Auch das wird wiederum für hunderte von jüdischen Anwälten die Untergrabung der Existenz bedeuten.

Die Versuche, den Völkerbund wegen der Verfolgung der Juden in Bewegung zu setzen, dauern fort. Irgend ein greifbares Resultat ist noch nicht erzielt. Dagegen führt der Haßfeldzug der Nazis gegen wehrlose Menschen in steigen­dem Maße zur Aechtung und Isolierung Deutschlands . Der Abgeordnete im englischen Unterhaus, Major Locker. Lampson, erklärte kürzlich:

Ich war nach dem Krieg auf der Seite Deutschlands und habe dafür gekämpft, ihm Gerech­tigkeit zuieil werden zu lassen. Ich bin dafür eingetreten, daß ihm Gebiete überlassen und eine größere Armee ge­stattet werde. Heute widersetze ich mich der Wiederaufrüstung Deutschlands mit dem Hin­weise auf die Behandlung, die Deutschland einer wehr­Iosen Minorität antu t."

Das ist die allgemeine Meinung der anständigen Menschen der ganzen Welt.

Nazibonzen bekleiden in der NSDAP . bereits führende Kein Judenboykott?

Stellen.

Für die Gegner des Hitlerregimes ergibt sich also folgende Lage: die im Lande bleiben, werden in Konzentrationslager gesperrt, mißhandelt, erschlagen, ihr Eigentum wird ge­stohlen die ins Ausland gehen, werden geächtet, und ihr Eigentum soll ebenfalls gestohlen werden. Ob also drin oder draußen- jeder Gegner des deutschen Faschismus ist geächtet und vogelfrei. Wo ist hier ein Unterschied? Er besteht nur in der verlogenen Phraseologie, mit der das neu­deutsche Gaunertum die drinnen und draußen verfolgt.

Und dann der kleine Moritz.. Schluß mit der Intelligenz!

,, Gefesselte Justiz"

Undank ist der Welt Lohn! Vor zweieinhalb Jahren kam der Pamphletist Moritz aus Zarnow den Nazis mit einer Heßbroschüre Gefesselte Justiz" zur Hilfe. Jezt hat das Geheime Staatspolizeiamt die Zeitschrift des gleichen Moris Der Deutschen Spiegel" auf drei Monate ver boten.

Von der französischen Revolution von 1793 sagte ein Zeit­genosse, fie verspeise wie Chronos ihre eigenen Rinder. Die beutsche nationale Revolution" verspeist ihre geistigen Väter. Sie ist auch das einzige Wesen, das diese Tat ohne Erbrechen fertig bekommen kann..

Ein Miesmacher Erinnerungen an Walter Rathenau Bon Stephan Großmann

Der preußische Ministerpräsident Göring findet, daß in Deutschland noch viel zu wenig Leute einge­sperrt sind. Er hat deshalb einen Erlaß heraus­gegeben, wonach jedermann, der ein nichtoptimistisches Wort über die nächste Zukunft Deutschlands jagt, ein­gesteckt werden muß und auch derjenige, der ein solches Wort hört etwa am Rebentisch oder in der Straßen bahn- und den Miesmacher" nicht sofort anzeigt und festnehmen läßt, auch dieser unfreiwillige Zeuge wird verfolgt. Also sprach Göring .

Das Wort Miesmacher" ist in den Jahren 1917 und 1918 in Deutschland in Schwung gebracht worden. Als der deutsche Sieg immer unwahrscheinlicher und die Niederlage immer greifbarer wurde, da galt es, den Deutschen die natür­Itche Denk- und Urteilskraft zu unterbinden. Damals brach ten die Kriegsbehörden das häßliche Wort in Schwung. In dieſen Jahren 1917 und 1918 wurde auch die Schutzhaft ein­gebürgert. Wer so flarfehend war, nach dem unglücklichen Sommer 1917, der den Deutschen die letzte erträgliche Frie­denschance geboten hat, nicht mehr an einen Siegfrieden zu glauben, diesem Miesmacher drohte unabsehbare Schutzhaft und eventuell auch das Kriegsgericht. Deshalb würgten Mil­lionen Deutsche ihre Meinung schweigend hinunter. Die Er innerung an diese beiden letzten Kriegsjahre in Berlin ist mit diesem stumpfen Schweigen verknüpft, man wagte in den verödeten Gasthäusern kein lautes Wort, man hütete sich in den Straßenbahnen, beim Lesen der Zeitung eine verräte­rische Miene aufzusehen, man schwieg, schwieg und schwieg, bis... der November 1918 die Explosion brachte.

Einer der verhaßtesten Miesmacher" war schon damals der später ermordete Walter Rathenau . Ich war ihm schon vor dem Kriege und oft im Laufe der vier furchtbaren Jahre begegnet. In meinem Leben bin ich nur wenigen Men­schen begegnet, deren persönliches Leben so fast ausschließlich von dem Schicksal Deutschlands und der Welt ausgefüllt war. Rathenau lebte wie ein Mönch, wenigstens dazumal. Er wohnte wohl in einem Haus, das mit vielen Kunstgegen ständen und wertvollen Möbeln angefüllt war, aber er ging an diesen Rostbarkeiten vorüber wie ein Museumsbesucher an ben ausgestellten Schäßen. Er war ein einsamer Mensch, der unzählige Bekannte und so gut wie gar feinen Freund hatte. Einmal war eine schöne Frau seinem Herzen nahege­

Hinkel braucht keinen Intellekt: eine kultur­politische Rede

Reichsorganisationsleiter des Kampfbundes für deutsche Kultur, Staatskommissar Sinkel, hielt auf einer Presse­tagung eine Rede über die kulturellen Aufgaben der deut­ schen Presse. Er betonte, daß die Nationalsozialisten die Vor­herrschaft des Intellekts ausschalten wollten, der sich als

Krebsschaden der deutschen Kultur erwiesen habe. Der In

stinkt des Volkes muß gereinigt werden. Die Presse versage immer noch. Doch würden die wiederholten Versuche, die Grundsäße der nationalsozialistischen Weltanschauung in ihr Gegenteil zu verkehren, unter keinen Umständen geduldet

werden."

standen, aber sie hatte sich für einen anderen entschieden, und so wandelte sich die einzige Leidenschaft, die ihn einmal be­rührt hatte, allmählich in eine sehr geistige Freundschaft. Der einzige Mensch, den er täglich sah, war seine alte Mutter, eine gebeugte, zarte, ungewöhnlich fluge alte Jüdin, die trot einer gewaltigen Nase im mageren Gesicht sehr freundlich und sanft auf den einzigen Sohn und mit ihm auf alle an­deren Menschen herabsah. Ja, sie waren sehr stolz, beide, die Mutter Rathenau und ihr Walter. Freilich hatte die alte Dame Grund, auf ihren Jungen" mit Genugtuung zu blicken. Sicher war er einer der vielseitigsten Menschen sei­ner Zeit. Er war in die Leitung der von seinem Vater ge­gründeten AGG.( Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft) eingetreten und galt als einer der großzügigsten Kaufleute und zugleich Techniker und Handelsorganisatoren Deutsch­ lands . Die AEG. arbeitete in der ganzen Welt. Rathenau , der eine Menge Sprachen fließend sprach, die ganze Welt bereist hatte und die 300 Leute fannte, die als die Spigen der kapitalistischen Welt in Frage kamen, war immer mehr als nur Geschäftsmann. In seiner Jugend hat er Dramen ge­schrieben und später Bilder gemalt, er hat philosophische und volkswirtschaftliche Bücher verfaßt, die durch ihren apodik­tischen Ton befremdeten, aber unzweifelhaft den Gedanken der Planwirtschaft" gegenüber der anarchistischen Produk­tion des Kapitalismus mit Mut proklamierten. Der reiche Junggeselle war ein viel umworbener Mann. Sein Sozia­lismus, zum Beispiel seine eindringliche Propaganda sür eine radikale Erbsteuer, entfremdete ihn seiner Klasse. Er kannte die Berliner Gesellschaft vom Hofe Wilhelms II. bis in die Hütten, in die ihn Käthe Kollwitz blicken ließ. Rathenau war dabei nicht ohne Eitelkeit und seine uralte, kleine, ge­beugte Mama, bei der er täglich zu Mittag, war für ihn noch ein bißchen eitler als er selbst. Aber auch diese Eitelkeit bezog sich allmählich auf geistigen Befiz. Er war stolz darauf, Gerhart Hauptmann seinen Freund zu nennen, er teilte sei­nen, allerdings frugalen Abendtisch mit Künstlern und Ge­lehrten, die sich über seine Bedürfnislosigkeit wunderten. Das Wochenende pflegte er in Frauenwalde zu verbringen, in einem alten Schloß, das er den Hohenzollern abgekauft und mit feinster Einfühlung restauriert hatte. Da mußte jedes Tapetenmuster dem Geschmade der Rönigin- Luife- Zeit ent­sprechen. Und er selbst lebte in einer höchst einfachen Stube unter dem Dach des Schlosses, daß er immer nur besichtigt", nie warm bewohnt hatte. Wenn ich ihn dort mit Weib und Kindern lärmend überfiel, fand ich ihn in dem totenstillen Bau immer mutterseelenallein in Gesellschaft von Büchern

Zerstörung jüdischer Geschäfte

Hannover , 20. Juli. In den späten Abendstunden des 19. Juli zog ein Trupp von etwa 1000 Nationalsozialisten, darunter zahlreiche SA. - Leute in Uniform, durch die Haupts straßen der Stadt und zerstörte die Schaufenster der bekanns ten jüdischen Geschäfte. An mehreren Stellen wurden die Auslagen geplündert. Die Polizei ist gegen die Demonftrans ten nicht eingeschritten.

Troß dieser Tatsachen pflegen der deutsche Reichskanzler und sein Lügenminister Göbbels den Judenboykott gegenüber Ausländern abzulengnen. Die Herren schwindeln, wenn sie den Mund aufmachen.

Man lese nur den Westdeutschen Beobachter", der von dem intimsten Mitarbeiter Hitlers , dem berüchtigten Dr. Ley herausgegeben wird. Dort wird z. B. am 21. Juli geschrieben von Krummnasen", von jüdischem Lausepad", und am Schlusse werden die deutschen Frauen aufgefordert, endgültig die jüdischen Geschäfte und Waren häuser zu meiden.

Das ist natürlich kein Judenboykott, Herr Reichskanzler?

Immer feste druif

Schaumschläger von Rohr

Die Pommersche Zeitung" stellt fest, daß der Staatssekretär von Rohr mit seiner Schaumschlägerei" nicht weiter­gefommen ist. Auch seine Zeitung, die Tagespost", werde so behandelt werden, wie es ein solches Hezblatt" verdient.

Dieser umfassende, freudenarme Geist war von 1914 an der erste klar sehende, schweigende Miesmacher". Als der Krieg ausbrach, sagte er sich als Wirtschaftsdenker: Haben wir denn alle Materialien, die für einen längeren Krieg not­wendig find? Er ging zum Generalstab, zum preußischen. Kriegsminister, zur Obersten Heeresleitung. Am Anfang ver­stand man seine Frage nicht. Man hatte ja vor, in spätestens vier Monaten zu siegen. Was wollte denn der Miesmacher, der an einen langen Krieg glaubte? Weihnachten( 1914) sind wir wieder zu Hause", sagte Willi. Als die Kriegsleitung den Fragenden endlich begriff, übertrug sie ihm die Schaffung der Rohstoffabteilung. Was Deutschland an Kriegsmaterial nötig hatte, Metalle, Chemikalien, Textilwaren, das alles mußte erst nach Kriegsausbruch gesammelt werden! Ein Mann, der ein so gründliches Versagen bei den Kriegsvorbe­reitungen erlebt hatte, mußte zum Zweifler am Siege wer­den. Rathenau kannte auch die führenden Generale, vor allem den schwerkranken Chef des Generalstabes, der zwar auch den Namen des siegreichen Moltke trug, aber sich mit Händen und Füßen gegen die Uebernahme des höchsten mili­tärischen Amtes gesträubt hatte. Ach, machen Sie nur", batte Wilhelm ihn beruhigt, ich werde schon mein eigener Ge­neralstabschef sein." Rathenau , der den Kaiser aus der Nähe gesehen und gesprochen hatte, mußte zum Miesmacher werden. Nach dem Verlust, der den Deutschen lange verschwiegenen Marneschlacht war Rathenau melancholisch geworden. Nie­mand hat ihn nach dem Herbst 1914 mehr lachen gesehen. Ein kleiner Kreis im Grunewald, den er immer wieder aufsuchte, wenn ihn die Einsamkeit und das Schweigen fast zum Er­sticken brachte, sah ibn als steinernen Gast an der Tafel. Der Mann, der sich sonst sehr gerne reben hörte, schwieg Abende lang. Erst wenn man ihn nachts durch die Gartenwege be­gleitete, fand er ein befreiendes Wort. Einmal sagte er mir so unter nächtlichen Bäumen: Ich möchte einmal Karl Lieb­ knecht reden hören", aber im nächsten Augenblick fügte er hinzu: Ach nein, lieber nicht. Und wenn Christus selbst käme und spräche, die Berliner würden höchstens sagen: Da im Norden soll jetzt ein brillanter Redner aufgetaucht sein." Er war ganz bitter geworden. Nur einmal öffnete er den Mund und lief von Tür zu Tür, um den verschärften U- Boot­Krieg zu verhindern. Vergebens. Man beachtete seine flaren Rechnungen und Prophezeiungen nicht.

Herr Göring bringt das abscheuliche Wort wieder in Schwung. Sollte er fühlen, daß der Krieg, den Hitler gegen die Nation führt, schon so schlecht steht, daß man den urteils­fähigen Menschen mit diesem Wort einen Knebel in den Mund steden muß?