Eine deutsche Gehaltsaufstellung Dr. Richard Kern:

Die Einkommensverminderung

In dem in Saarbrücken erscheinenden Blatte Der Freie Angestellte" lesen wir:

Ein früheres saarländisches Verbandsmitglied der Ge­samtmitgliedschaft sehr gut bekannt ist in einem Groß­betrieb einer rheinischen Großstadt beschäftigt und leitet die Lohnabteilung. Es schildert die Verhältnisse und schreibt

unter anderem folgendes:

" Die Gehaltsabrechnung des Kollegen N. N. sieht im September wie folgt aus:

Angestelltenversicherung

Arbeitslosenversicherung

Krankenversicherung Arbeitslosenhilfe

Lohnsteuer

Bürgersteuer Ghestandsbeihilfe

Gehalt Leistungszulage

Arbeitsbeschaffungsprogramm d

Verbandsbeitrag

210,- RM. 22, RM. Summa 282,- RM. 12,- RM.

9,28 RM.

13,92 RM.

5,80 RM.

8,20 RM.

3, RM.

4,60 RM.

1,12 RM. 8,50 RM.

66,42 RM. Auszahlung in bar 165,42 RM. Der Kollege N. N. muß monatlich 70,- RM. Miete zahlen, bazu kommen 13,50 RM. Straßenbahnfahrt zur Arbeits­stelle. Es bleiben ihm also zum Leben für sich, seine Frau und drei schulpflichtige Kinder 81,98 RM. im Monat. Im März dieses Jahres zahlte ich ihm noch 265,68 RW. aus, nachdem die gehaltlichen Abzüge in Höhe von 54,95 RM. ein­behalten waren. Dabei ist der Kollege avanciert, er be kleidet jetzt die Stelle des Euch bekannten Kollegen X. Y., der sich in N. in Verwahr befindet. Seine Tätigkeit als An­gestelltenvorsitzender war die Ursache. Ihr dürft aber nicht glauben, daß mit den angeführten Abzügen alle erschöpft find, es fommen bazu noch ständig sogenannte freiwillige Spenden usw. Ich kann Euch nicht alles mitteilen. Für heute wollte ich Euch nur ein Bild davon geben, wie herrlich weit wir Angestellte es im britten Reich" gebracht haben." Jede Bemerkung wäre eine Abschwächung dieses Schreibens. Wir lassen es deshalb für sich sprechen. Es ver­anlaßt hoffentlich die Angestellten im Saargebiet zum Nach­

denken.

Stelgende Preise

das soddiy

Berlin , 7. Nov. Das Berliner Tageblatt" schreibt: Dle Preise für Schlachtvieh fonnten sich im Verlauf des Jahres 1933 zum Teil beträchtlich erhöhen. So sind z. B. die Preise für Schweine bis Anfang September um 36 Prozent, die für Rithe um 19 Prozent gestiegen."

Berlin , 7. Nov. In Wirtschaft und Statistit" heißt es: ,, Vergleicht man die Preise vom August 1933 mit denen vom August 1932, so ergibt sich... eine Zunahme bei Zucker um 2,7 Prozent, bei Gemüse um 5 Prozent, bei Fleisch- und Fleischwaren um 4,3 Prozent, bei Butter um 6,5 Prozent, bei Eiern um 14 Prozent, bet Margarine um 34.3 Prozent. Die zwangsweise Herauffezung der Margarinepreise wurde bekanntlich damit begründet, daß die Butterpreise niedriger werden würden. Jetzt ist Butter erheblich und Mar­gerine derart gestiegen, daß der Kauf für Hunderttausende nur noch in allerkleinsten Mengen möglich ist.

Noch deutlicher wird die Steigerung, wenn die Preise vom Frühjahr 1938 mit denen vom September 1933 verglichen werden. Wirtschaft und Statistit" nennt folgende Zahlen: die Preise sind gestiegen für Butter um 24,2 Prozent, für Margarine um 40,1 Prozent.

Die Preise hoch!

Zwischen dem Deutschen Brauerverband und dem Reichs­einheitverband des deutschen Gaststättengewerbes ist ein Ver­trag zur Bekämpfung des Schleuderunwesens" geschlossen worden. In allen Orten werden Kommissionen zur Be­wachung der Wirte gegründet. Stellt die Kommission eine unzulässige Unterbietung der Bierpreise fest, so ist durch den zuständigen Brauereiverband die Sperre über den unzuver­läffigen Wirt zu verhängen. Neben den Bezirksbrauereien dürfen in einem solchen Falle auch die auswärtigen Brauereien, trop etwa bestehender Lieferverträge, keine Lieferungen an einen solche Wirt ausführen, weder mittel­bar noch unmittelbar. Gegen Brauereien, die die erforder­liche Zuverlässigkeit im Sinne des Vertrages nicht besitzen, wird seitens des Reichseinheitsverbandes( REV) des deuts schen Gaststättengewerbes die Sperre verhängt... Allerdings ist für jeden Fall der Verhängung einer Sperre die Ein­willigung des Vorsitzenden des Startellgerichts(!) bzw. der sonst zuständigen Reichsstellen einzuholen".

Die Kaufkraft sinkt weiter

Jm September gestaltete sich im Vergleich zwischen Waren und Kaufhäusern einerseits und Fachgeschäften andererseits so:

Warengruppe

Lebensmittel

Textilien und Bekleidung Hausrat und Möbel

- 24,3

- 15,4 14,9

-

-12,7

msatveränderung gegen September 1989 Waren- Kauf- Fach häuser häuser geschäfte +0,7 +9,0 0,3+18,0 Das Gesamtergebnis ist das, daß die Waren- und Kauf­häuser im Umsaß viel mehr zurückgegangen sind als die Umfäße der Fachgeschäfte zugenommen haben. Die Kauf­traft ist mithin gesunken.

Lehrlingsstellen

Aus Berichten der Berufsberatungsämter geht wieder her­vor, daß es mit der Beschaffung von Lehrstellen immer schwie­riger wird. Die Zahlen sind, wie jeder Kenner der Verhält­niffe weiß, frisiert; dennoch ergibt sich daraus, daß von 776 Jugendlichen in Berlin- Mitte insgesamt 125 untergebracht werden konnten. Wozu zu sagen ist, daß wahrscheinlich( wir schließen das aus ganz besonderen Gründen) 1150 Jugend­liche als arbeitslos gemeldet sind und daß wahrscheinlich weniger als 125 untergebracht wurden. Weiter wird offiziell verlautbart: Auch haben sich viele Lehrmädchen angemeldet, hie ihre Lehre unterbrechen mußten; fie famen meist aus ifidischen Firmen, die ihr Geschäft aufaegeben hatten. Dabei zeigt sich, daß die Berufs- und Arbeitsnot die Mädchen ver­enlakt, fich schnell umzustellen. Während gerade die Mädchen in früheren Jahren sehr wählerisch waren, sind sie jest mit allem spirishen menn fie nur etwas haben." Das wird als Cifola gebucht! Mädchen wurden in Warenhäuser für Aus­verkaufstage und als Meltmädchen für Schleswig- Holstein vermittelt.

,, Abhanden gekommen"

ist das Sparkassenbuch der Ortsgruppe Dresden des früheren Bundes der Hotel -, Restaurant- und Gafe- Angestellten. Viel leicht fragt man Pg. Wolfersdörfer danach. der das Spar kassenbuch sucht.

Thyssens Raubzugebiet

Er kassiert Zins und Zinzeszinsen für die Unterstützung Hitlers ein

durch die Nachricht überrascht, Herr Dietrich, der Jm Frühjahr 1932 wurde die deutsche Deffentlichkeit Finanzminister Brünings, habe von dem Eisen industriellen Flick dessen Gelsenkirchen­Aktien übernommen. Das Geschäft war in größter Heimlichkeit getätigt worden, nicht einmal die hohen Be­amten des Finanzministeriums waren eingeweiht worden. Nach dem Sturze Brünings kündigte zwar die Regierung Papen die Einleitung einer Untersuchung an. Aber zu dieser ist es nie gekommen. Die Deffentlichkeit erfuhr nur, daß der Kaufpreis der Aktien etwa 90 Prozent betrug, während gleichzeitig der Börsenkurs unter 30 Prozent lag. Herr Flick, der auf überaus großen Verpflichtungen festsaß, war wieder flüssig und konnte seine Boji tion in Oberschlesien und in der mitteldeutschen Stahl­mndustrie ausbauen. Wenig kümmerte ihn der Zorn seiner Kollegen, der Kohlen- und Eisenmagnaten Rheinland­Westfalens, die ihn sozusagen des Verrats an den heiligsten Intereffen des Kapitalismus, der Weitschuld an der Sozia listerung anklagten.

durch einige Zukäufe ergänzt wurden, hatte das Reich Der Zorn war begreiflich. Mit den Aktien Flicks, die rund die Hälfte des Aktienkapitals von Gelsenkirchen , das 250 Millionen beträgt, erworben. In Gelsenkirchen lag aber die Mehrheit der Vereinigten Stahlwerke, des größten deutschen Montan­trusts, der 1926 durch Zusammenfassung des Montan­besiges von Thyssen, Otto Wolff, Saniel und Rhein­stahl gegründet worden war. Das Reich hatte so die Ver­fügungsmacht über den wichtigsten Teil der Eisen- und Stahlindustrie erlangt. Da es seit der Bankenkrise von 1931 über die Großbanken, d. h. über die Kreditgeber der über­schuldeten Montanindustrie, verfügt, und bald nach dem Erwerb von Gelsenkirchen maßgebenden Einfluß in den Rheinisch- Westfälischen Elektrizitätswerken nahm und das mit auch in der Kohlenwirtschaft seine Stellung ausschlag­gebend wurde, war das Reich faktisch Herrüber die Schwerindustrie geworden.

politische Schritt. Wirtschaftlich war das entschei­3u ihrer völligen Sozialisierung fehlte nur ein- der dende bereits getan.

Thyssen und die andern, die Schwerindustriellen tob­ten. Die Krise hatte nicht wie sonst nur die Profite ge­schmälert, die freien Aktionäre depossediert die Stahl­vereinsaktien, die bei der Gründung zu 125 Prozent anges geben waren, standen zeitweise auf 10 bis 12 Prozent die Krise bedrohte die bisherigen Beherrscher der deutschen Wirtschaft und des deutschen Staates mit völliger Depoffe dierung, mit völligem Machtverlust, mit der Deklassierung. Stürmisch forderte Thyssen schon damals die Reprivatisierung".

Das Reich sollte die Aktien an ihn und seine Stahl­vereinskollegen abgeben vereinskollegen abgeben gegen Kredit selbstverständ­lich denn Geld hatten die Ueberschuldeten, von der Krise Bedrohten natürlich nicht. Aber wozu verfügte das Reich über die Banken; die konnten doch die Kredite gewähren. Ein netter Plan, dieses Ansinnen an das Reich, sich selbst zu enteignen, würdig der deutschen Schwerindu­striellen! Hatte ihnen denn nicht schon einmal eine bürger­liche Regierung in der deutschen Republik 700 milli­onen Mark als Ruhrentschädigung ge schenkt und sie damit vor dem ersten Bankrott gerettet, schenkt und sie damit vor dem ersten Bankrott gerettet, den ihre stupide nationale" Politik mit der Rheinland­besetzung heraufgeführt hatte? Warum sollte sich das nicht wiederholen? Da aber Brüning und Dietrich denn doch wiederholen? Da aber Brüning und Dietrich denn doch nicht auf ein solches Ansinnen eingingen, so gesellten sich die Gewohnheitserpresser zu ihren Feinden.

Brüning wurde gestürzt, Papen verkün dete das Evangelium ber kapitalistischen dete das Evangelium ber kapitalistischen Privatinitiative und des Rückzugs des Staates Privatinitiative und des Rückzugs des Staates aus der Wirtschaft, aber Schleich er leistete noch wider stand. Als Wehrminister wollte er die Verfügungsmacht über die Eisen- und Stahlwirtschaft, über die Rüstungs­industrie nicht aus den Händen geben.

Hakenkreuz Bonbons Und andere deutsche Sorgen

Im Kampf gegen die mißbräuchliche Verwendung der nationalen Symbole, die durch das Gesetz vom 19. Mai 1983 geschützt wurden, ist eine Reihe von Entscheidungen gefallen, die im Reichsministerialblatt veröffentlicht werden.

Daraus geht hervor. daß grundsätzlich die Anbringung nationaler Symbole oder der Bilder deutscher Führerpersönlichkeiten auf Gebrauchsgegenständen wie Kleidungsstücken oder gar Lebensmitteln unzulässig ist. Verboten wurden daher Zigarrenkisten, Fahrradsattel­decken, Kinderspieleimer, Aschenbecher, Taschenspiegel, Polster. nägel, Haarspangen, Zopfhalter, Sparbüchsen in SA.­Müßenform, Bleistifte, Bleistifthülsen und Federhalter, Radiergummi mit dem Hakenkreuz, den Farben Schwarz­Weiß- Not und den Hoheitsabzeichen sowie Aufdrucke: Heil

nicht einzelne Regierungen, es ist das System", das be Thyssen erkannte: es sind nicht einzelne Personen und seitigt werden muß.

Thyssen ging zu Hitler . Es war der gescheiteste Streich dieses an sich ganz unbedeutenden, ja einfältigen Mannes. Es war die erfolgreichste Spekulation in seinem rung gewagt hatte, das leistet jetzt der Nationalsozialist Leben. Was keine bürgerliche, noch so reaktionäre Regie Hitler seinem Wegbereiter, Freunde und Berater: die Expropriation des Reichs zugunsten der eifen­fressenden Expropriateure, der Thyssen, Otto Wolff, Haniel

und Konsorten.

Vereinigten Stahlwerke und ihrer Gründergesellschaften, Am 27. Oktober haben in Berlin die Aufsichtsräte der Gelsenkirchen , Phönig und von der 3ypen, getagt und den Umbau des Stahlvereins" beschlossen. Ach es handelt sich um eine ganz einfache Umorganisation. Die vier Gesellschaften werden fusioniert. Aufnehmende Ge sellschaft wird Gelsenkirchen . Gelsenkirchen erhöht fein Kapital von 250 Millionen Stammaktien( und 13 mill. auf 560 Millionen und nimmt den Namen Vereinigte Vorzugsaktien, die in Stammaktien verwandelt werden) Stahlwerke" an. Die Aktien der anderen Gesellschaften werden in einem bestimmten, für Phönix, der Domäne Otto Wolffs, übrigens auffallend günstigen Verhältnis, in die neuen Aktien umgetauscht und verschwinden damit für die Zukunft. Während der Stahlverein zuletzt ein Kapital schaft über ein solches von 560 Millionen. Ein Teil der von 775 Millionen Mark hatte, verfügt die neue Gesell Ueberkapitalisation, die seit der Gründung des Stahl­vereins bestand, wird korrigiert. Der bei der Transaktion entstehende Buchgewinn von etwa 250 Millionen wird zu Abschreibungen verwandt, die allerdings voraussichtlich noch immer nicht genügen. Hierzu kommen freilich be deutende, in ihrer Höhe noch nicht bekannte Gewinne aus den sehr hohen Darlehensschulden, die die Dollar entwertung um mehr als ein Drittel verringert hat.

In dem neuen Stahlverein wird die Thyssengruppe etwa Wolff 9, Haniel und die früheren holländischen Phönig 15 Prozent, die Vereinigten Stahlwerke 11 Prozent, Otto aktionäre etwa 6 Prozent des Aktienkapitals besigen. Auf die freien Aktionäre, die aber megen ihrer Unorganisiert heit ohne Einfluß sind, werden etwa 35 Prozent entfallen.

Die gleichgeschaltete Presse preist das Werk des Thyssen als eine wesentliche Vereinfachung, die die Verschach­telung, die bisher zwischen den vier Gesellschaften bestand, nunmehr beseitigt und durch Herabsetzung des Aktien kapitals sowie durch die Abschreibungen die Bilanz einigermaßen bereinigt. Nur über eines muß fie schweigen, und über die Hauptsache: die Stellung des Reichs. Das aber ist der eigentliche Sinn der sogenannten Umorgani sation:

Das Reich verliert mit einem Schlagfeine Herrschaftsstellung. Aus dem entscheidenden Mehrheitsaktionär, der durch seine Verfügung über Gel senkirchen, direkt der Herr über den größten Montantruſt und indirekt über die deutsche Montanindustrie war, wird ein Minderheitsaktionär, der kaum mehr über ein Viertel des Aktienkapitals der neuen Gesellschaft ver fügt! Das Geld des Reichs, das Herr Dietrich aufgewendet hat, wird jetzt von den Herren des Stahlvereins annek fiert, restlos in ihre Verfügungsgewalt überführt, bildet einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Sanierung.

Es ist einer der größten underfolgreichsten Raubzüge in der Geschichte des modernen Rapitalismus.

Thyssen und die Schwerindustriellen haben ihr Ziel rest los erreicht. Die politische Unterstützung Hitlers hat tausendfältige Frucht getragen. Die drohende Soziali sierung ist beseitigt, die Reprivatisierung ist ge lungenes hat keinen Pfennig gekostet, nur dem deutschen Volke die Freiheit und Tausenden von Arbeitern das Leben....

Das ist Nationalsozialismus !

Partei und Geschäft

Das Hamburger Fremdenblatt" brachte am 16. Oktober diese Anzeige:

Tcht., nat. ges. Herren zur Werbung für Partetamtl. Wochenschriften ges.

Täglich Geld

Bevorzugt Pgg., SA.- Männer, Amtsw.; weit­gehendste Werbeunterstüßung. Vorst. mit Aus­weis Dienstag 11 Uhr Reft. Stadthausquelle, Stadthausbrüde 19.

Es werden also Leute gesucht, die ihre Parteistellung miß­brauchen, um von armen Leuten Abonnements zu er pressen!

Hitler! Deutschland erwache! Heil Deutschland usw. Gelbit Rüstungs- Material

ladenmünzen und Schokoladenpackungen, Papierlampions verständlich fielen auch Bonbons mit Hakenkreuz, Schoko­und ähnliches mit dem Bilde des Reichskanzlers unter das Verbot.

Bet vielen Gegenständen aber war die Ausführung und die künstlerische Form entscheidend. So sind Spielfarten mit Bildern nationaler Symbole und geschichtlich hervorragenden Personen zugelassen worden, während Spielkarten, die an Stelle der sonst üblichen Bilder der Könige und Buben die Bilder des Reichskanzlers und führender Persönlichkeiten tragen und auf der Rückseite mit dem Hakenkreuz bzw. Hafen­freuzen bedruckt sind. verboten worden. Spielfiguren( Blei­figuren) einschließlich der Darstellung des Reichskanzlers als obersten SA .- Führer sind gestattet, Spielpuppen dagegen in SA und SS- Uniform mit Hakenkreuzbinde und Abzeichen verboten worden. Auch die Schokoladenpackungen mit dem Bilde des Reichskanzlers oder Hakenkreuz- und schwarzweiß­roter lagge fielen unter das Verbot, während in Seide ge= stickte kleine Fähnchen mit den Reichsfarben oder mit dem Hakenkreuz, die aufgepackt werden, zugelassen wurden. Auch Papierlampions mit Safentrenz wurden ge­stattet, weil sie zumeist für vaterländische Feiern Verwen­

Berlin, 6. Nov.( Inpres.). Nach amtlichen Angaben lag die Eisenerz- Einfuhr schon im August dieses Jahres um 70 Prozent höher als im Durchschnitt des Vorjahres. Die Kupfereinfuhr ist um 50 Prozent über den Vorjahrsstand hinausgelangt. Ungefähr ebenso groß ist die prozentuale Steigerung bei Roheisen.

Noch deutlicher ist die Feststellung, daß in den ersten acht Monaten des Jahres 1833 an Roheisen soviel in Deutsch land importiert worden ist, wie nach dem Einfuhr- Grad von 1932 nur in 21% Monaten hatten importiert werden dürfen. Der Import von Nickel, diesem typischsten aller Rüstungs­stoffe, ist unter dem Regime Hitler- Deutschlands nahezu 8 Monaten 1932 stieg er auf 27 688 Doppelzentner in der verdoppelt worden. Von 15 488 Doppelzentner in den ersten gleichen Zeit 1983.... Die Einfuhr von Belluloseholz, daß zur Herstellung von Schießbaumwolle und allen hoch wertigen Sprengmaterialien verwandt wird, hat sich seit Mai dieses Jahres verdreifacht.

bung finden. In einem Falle wurde auch Briefpapier Werbt für die, Deutsche rreiheit"!

mit einem atenfreuz als Wasserzeichen zuge­lassen, weil es unauffällig wat.