Der Scharfrichter arbeitet

Ein Versprechen, das erfüllt wird

Ja, es werden Köpfe rollen." Adolf Hitler . Zu den 13 Todesurteilen, die in Dessau verhängt worden sind, wird uns noch berichtet, daß nach dem Urteil nur zwei der für den Henker bestimmten Kommunisten wirklich an der Tat beteiligt waren. Von den anderen zum Tode Ver­urteilten sagt der Gerichtshof nur, daß sie sich an der Er­mordung beteiligen wollten.

Die Hinrichtung von sechs jungen Kommunisten im Ge­fängnishof zu Köln hat einen solchen Abschen hervorgerufen, daß der amtliche preußische Pressedienst sich veranlaßt sieht, angere Erklärungen abzugeben. Selbstverständlich wird die ganze Schuld auf die Kommunisten geschoben und wird ver­hwiegen, daß in den Wahlkämpfen der letzten Jahre in Köln uch Kommunisten von den Nationalsozialisten ermordet worden sind. Jm Schlußsaß der amtlichen Meldung wird Besagt:

Der preußische Ministerpräsident Göring hat die Begnadigung der Verurteilten abgelehnt, da es sich um einen organisierten Ueberfall der kommunistischen Unterwelt auf harmlose Nationalsozialisten gehandelt hat. Der Ueberfall geschah ouf ausdrücklichen schriftlichen Be­fehl der örtlichen Kommune, die wie bereits erwähnt angeordnet hatte, daß die von ihr ausgeschickten schwer be­waffneten Patrouillen auf Nationalsozialisten fahnden, sie auf Waffen untersuchen und bei Weigerung der Durch­suchung umlegen" sollten. Daß dieser Befehl nur zum Schein die Untersuchung anordnete, tatsächlich aber den so­fortigen Mord jedes begegnenden Nationalsozialisten ver­langte, hat seine Ausführung durch die verurteilten Täter bewiesen. Sie haben die ihnen auf der Straße entgegen= tommenden Nationalsozialisten, ohne daß ein Wortwechsel oder irgendein Streit vorherging, und ohne daß sie die Gestattung der Durchsuchung auf Waffen von ihnen ver­langten, ohne weiteres niedergeschossen und die Beschießung solange wiederholt, bis zwei Nationalsozialisten tot auf der Strecke blieben und einer schwer verwundet sich nur durch Flucht retten konnte. Sie haben sogar auf die hilflos am Boden liegenden Schwerverwundeten noch weiter ge­schossen. Durch solche rohe, feige und hinter­list i'ge Mordtaten haben sich die Verurteilten selbst aus der Volksgemeinschaft für immer ausgeschlossen. Wir haben erst vor einigen Tagen berichtet, daß in Köln der frühere Kriminalbeamte Weide genau in derselben rohen, feigen und hinterlistigen" Art ermordet worden ist, wie es hier der amtliche Pressedienst von einer kommu­ nistischen Untat behauptet. Wo bleibt da das Urteil? Wo auch nur die Untersuchung? Wo ist ein einziger SA. - oder SS.­Mann für die nachweislich mindestens 800 Morde und tausendfachen Folterungen in Strafe genommen werden?

Im Gegenteil: der Reichskanzler und der preußische Ministerpräsident haben durch ihre Reden zur Ermordung von politischen Gegnern ermuntert. Der Reichskanzler hat die Mörder von Potempa, die roh, feige und hinterlistig" einen Kommunisten abschlachteten, durch ein Telegramm be­lobt und ihnen seine Treue versichert. Eine seiner ersten

Wie wurde Müller Reichsbischof?

Er brachte Blomberg zu Hitler

Der Name des Wehrfreispfarrers Müller war bis vor wenigen Wochen im Lager des deutschen Protestantismus unbekannt. Stein Gläubiger hatte außerhalb Königsbergs je: mals etwas von ihm gehört. Nun sammelte er auf einmal die

zu

Scharen der Deutschen Ghriften" mit Trenebekenntnissen au

Hitler und meldete seine Kandidatur als Reichsbischof an. Man erinnert sich noch, mit welchen Mitteln der bereits gewählte hervorragende deutsche Theologe v. Bodel= schwingh zum Rücktritt gezwungen wurde.

Jeßt erfährt man die Gründe und die Zusammenhänge. Konrad Heiden , der Autor des hervorragenden Buches Die Karriere einer Jdee", Geschichte des Nationalsozialis­mus", läßt zum gleichen Thema in Zürich ein neues Wert unter Einbeziehung der Vorgänge bei der braunen Macht: ergreifung erscheinen. Hier heißt es, wie wir den ersten Druckbogen des Buches entnehmen, auf Seite 111:

Wer kennt überhaupt die sonderbaren Umstände, die den General von Blomber ins Minister: amt und damit die Reichswehr , zwar mit vielen Vor­

protestantischen Königsberg, in den nüchternen Geschäfts­

behalten im Herzen, an die Seite Hitlers brachten? In dem zimmern des Wehrkreiskommandos hat sich ein Vorgang abgespielt, der ein wenig althispanischen Hintergrund hat; er erinnert wohl an unentschlossene Könige in Hermelin, behutsam gelenkt von dunklen Beichtvätern, die für ihre Klugheit eines Tages den Kardinalspurpur erhielten. Der Divisionsgeistliche der ostpreußischen Reichswehr war der der Wehrkreis: pfarrer Müller. Er hat seine nicht geringe Rolle in der Borgeschichte des Kabinetts Müller. Ihm wird der Ein­fluß auf General von Blomberg zugeschrieben, der den osts preußischen Befehlshaber dazu brachte, in die neue Re­gierung zu gehen und ihr damit die Stüße der Reichswehr zu geben. Müllers Name ist später der Oeffentlichkeit bei der Gleichschaltung der evangelischen Kirche bekannt ge worden, in der er sonderliches geistliches Format nicht be= wiesen hat. Doch wichtiger mach noch heute die geheime moralische Hilfe sein, die er feinem Parteiführer im Be­reich der Reichswehr leistet. Mit der Würde eines Reichsbischofs, die er später erhielt, sind ihm diese Dienste vom Standpunkt Sitlers gesehen nicht zu teuer bezahlt

worden."

-

Nun begreift man vieles. Altar und Generalsuniform haben Hitler die Weihen gegeben. Der Wehrkreispfarrer

Müller Fassierte nachher seinen Scheck ein und verlangte, Reichsbischof zu werden. Und er wurde es, denn Dankbar.

feit ist nicht immer ein leerer Wahn.

Verschoben'

Reichsbischof Müller muß noch warten

Berlin , 30. Nov. Der evangelische Pressedienst meldet: Mit Rücksicht auf die durch den Rücktritt des geistlichen Ministe riums geschaffene Lage hat der Reichsbischof angeordnet, daß die auf den 1. Adventssonntag festgesette Feier feiner Amts einführung auf einen späteren Termin verschoben wird.

Ein Zeichen, wie ratlos die Führung der evangelischen Kirche geworden ist. Die Kabinettskrise des geistlichen Ministeriums wird nicht so leicht behoben werden; täglich wachsen die Proteste gegen Gleichschaltung und Deutsche Christen ".

Advent für's drifte Reich"

Die Liturgie wird im Hitler- Dienst umgestaltet

Berlin , 30. Nov. Am ersten Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, wird das Volksmissionarische Amt der Deutschen Evangelischen Kirche mit der Durchführung der volksmissionarischen Arbeit beginnen. Am ersten Advents sonntag wird die Predigt in allen evangelischen Gottes­diensten über den gleichen Text gehalten werden. Es wird ein Lied, das Millionen evangelischer Deutscher zu der gleichen Stunde fingen. Das große Wort Jesu vor seinem faiferlichen Richter Pilatus: Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll; wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme( Joh. 18, 37), und das kraftvolle Adventslied Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" werden dem deutschen Einheitssonntag sein inneres Gepräge geben. Zu den Gottesdiensten dieses Sonn tags werden in erster Linie die christlichen Hausväter auf­gerufen. Darüber hinaus soll der ganze Dezembermonat, dieser erste Dezember im Zeichen des britten Reiches" zu einem vorweihnachtlichen deutschen Advent gestaltet werden. Deutsche Adventsfitte, deutsche Adventsbräuche und deutsche Adventslieder sollen im Raum der Kirche lebendig werden. Am Nachmittag des zweiten Adventssonntags wird darum in allen Gemeinden der evangelischen Kirche eine liturgisch ausgestaltete Feier des deutschen Advents veranstaltet.

Der Ruhrkaplan

Taten war, diese rohen, feigen und hinterliftigen" Mord Warum er sechs Monate Gefängnis bekam

buben aus dem Zuchthaus zu befreien.

So ist die Justiz und die Staatsräfon dieses neuen Deutsch­ land : Auf der einen Seite Massenhinrichtungen und auf der anderen Seite Duldung und Belobigung der Mordtaten, wenn sie im Interesse des Herrschenden Regimes liegen. Das ist eine Saat voll Haß und Blut, die furchtbare Folgen haben muß.

,, In Notwehr"

Man schreibt uns: Sie haben sich ein Verdienst dadurch erworben, daß Sie die furchtbare Abschlachtung des Privat­detektivs Weide in Köln durch SA .- und SS .- Leute an die Oeffentlichkeit gezogen haben. Ein wichtiges Moment hat ihnen aber Ihr Gewährsmann nicht berichtet. Das national­sozialistische Organ, der Westdeutsche Beobachter", brachte nämlich über die graufige Untat seiner Parteigenossen ledig­lich eine Notiz des Inhalts, daß Weide in der Not­wehr" erschossen worden sei. Auf diese Art werden solche entsetzlichen Verbrechen straflos begangen. Viele Zengen wissen freilich, daß von Notwehr feine Rede war. Weide hat nicht einmal eine Waffe in seiner Wohnunng. Gegen­feilige Behauptungen sind erlogen.

Neue Zeugen in Leipzig Leipzig

, 1. Dez. Zu Beginn der Freitagverhandlung wer­den die Beschlüsse des Senats über die in der letzten Zeit von Dimitroff gestellten Beweisanträge verkündet. Der Senat hat beschlossen, noch zwei Zugen aus Hennigsdorf zu vernehmen, und zwar die Frau Kraft geb. Schmidt und den damals im Obdachlosenasyl diensttuenden Beamten. Abge= lehnt wird die Vernehmung Thälmanns und die Ver­nehmung des früheren Reichskanzlers v. Schleicher und Dr. Brünings sowie des Vizekanzlers v. Papen und des früheren Reichsministers Dr. Hugenberg. Die Ver­nehmung einiger weiterer Personen mit dem Namen Dimi­ troff wird ebenfalls abgelehnt, da als wahr unterstellt wer den kann, daß der Angeklagte Dimitroff mit dem wegen des Kathedralenattentats verurteilten Dimitroff nicht identisch ist. Es folgt dann die von dem Angeklagten Torgler be­antragte Verlesung von Berichten von Polizeibehörden, in denen über einen bevorstehenden kommunistischen Aufstand andere Auffassungen niedergelegt fid, als verschiedene Zeu­gen bekundeten.

Ueber 100 Jahre Zuchthaus

Hamburg , 30. Nov. Das Hanseatische Sondergericht verurteilte die früheren Kommunisten Wucherpfennig zu 15, Holm zu 13, Dahms und Ohlson zu je elf, Sander zu 9% und Sonntag und Prinz zu je 9 Jahren Zuchthaus. Die übrigen 16 Angeklagten wurden zu geringeren Zuchthaus­oder Gefängnisstrafen verurteilt.

Die Verurteilten hatten am 14. 2. d. J. auf das SA .- Lokal von Habermann einen feigen Fenerüberfall verübt. Die rote Horde stürzte gegen das Lotal vor, feuerte mehrmals durch die Fenster und zog sich dann wieder zurück. Der Wirt des Lokals wurde von einer Kugel am Hinterkopf schwer ver: legt.

*

boot, das seit dem 23. November vermißt wurde, mit seiner

Jeder, der das Ruhrgebiet kannte, wußte auch etwas von dem Ruhrkaplan" Dr. Klinkhammer. Er war ein Pio­nier unter der jüngeren Generation fatholischer Geistlicher, sozial, fämpferisch, Inhaber einer scharfen Klinge in Wort und Schrift. Ihm war es gelungen, fatholische Proletarier, die schon vom Glauben abgefallen waren, wieder zur Kirche zurückzuführen. Darum gab ihm die katholische Hierarchie einen ziemlich weiten Spielraum, obwohl die höhere Geist­lichkeit oft über das Auftreten des jungen Kaplans entsetzt war. In dreitägiger Verhandlung hat jetzt ein Nazi- Gericht in Essen dem Kaplan heimgezahlt für alles, was er dem braunen Terror früher an Wahrheiten sagte. Gr wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

*

Was soll er getan haben? Die Anklage wirft ihm vor, er habe in einem von SA . und SS . zum 44. Geburtstag Hitlers gewünschten Gottesdienst folgende Aeußerungen getan:

Wenn es dem Herrn Reichskanzler Hitler nicht gelingt, in Kürze Arbeit und Brot für das Volk zu schaffen, dann werden, so befürchte ich, die Brannhemden( er zeigte auf die anwesenden Nationalsozialisten) die Waffen, die ihnen jetzt von ihren Führern gegeben worden sind, einst gegen den Führer richten und diese mit ihren eigenen Pistolen totschießen würden."

Dr. Klinkhammer erklärte dazu, er habe diese Säße nicht in dem hier angedeuteten Sinne gepräpt, er habe be­fürchtet", daß so etwas geschehen könnte, wenn Hitler sein Regierungsprogramm nicht durchführen könne.

Sechzig 3eugen, unter ihnen nur sieben Belastungs­zeugen, traten auf. Die allermeisten bestätigten die Be­tundung Dr. Klinkhammers. Trotzdem beantragte der Staatsanwalt 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis. Der Staats­

sich auf bischöfliche Rundgebungen stüßten. Die nationalsozia listischen Zeitungen witterten Ronkurrenzgefahr für die Alleinmacht ihrer Presse. Darum veranlaßte sie jetzt de Gauleiter Florian in Düsseldorf zu einem scharfen Aufruf gegen diejenigen, die für Zeitungen unter Hervorkehrung ihres konfessionellen Charakters werben. Man höre die Sprache dieses Herrn: Bolksverderber"" Berräter an der schwer erkämpften deutschen Einheit" Gewisse Elemente haben es gewagt, für die eine oder andere Sache

3#

in zersegendem Geiste Stimmung machen. Ich werde jeden neuen Versuch dieser Zers segung und Schürung der alten Zwietracht rücksichtslos im Interesse der Bevölkerung, die sich jahrelang der nach dem 12. November hergestellten Einigkeit gefehnt hat, bes tämpfen."" Ich werde es nicht dulden, daß fünftia der Zwiespalt zwischen den beiden Konfeffionen und damit zwischen deutschen Menschen aufgerissen wird."

Pg. Florian schreitet dann ehern zum Verbot. Wenn er noch einmal feststellen würde, daß in die Kirchen politische Tendenz hineingetragen wird und die Stätten der Erbauung mißbraucht werden, dann werde er sich schüßend vor die Reinheit der Gottesstätten stellen!

Was aber sagen die katholischen Bischöfe, die Garanten des Konkordats im Hitlerreich, zu Herrn Florian in Düsseldorf ? Sie haben die Aufrufe zur Förderung der katholischen Preffe erlassen. Auf ihre Weisungen stützt sich die katholische Presse bei ihrer Werbung. Sie haben den Klerus aufgefordert, ihr den Weg zu ebnen, um die katholische Ueberlieferung und Glaubenskraft dem Volke zu erhalten.

Jetzt bezeichnet fie Herr Florian in einem autoritativem Befehl als Volksverräter" und Volksverderber".

anwalt bezeichnete den Angeklagten u. a. als den größten Kölner Kardinal gegen Nazi- Florian

Setzer des Ruhrgebietes". Das Gericht verurteilte, wie wir schon kurz meldeten, Dr. Klinkhammer zu 6 Monaten Ge­fängnis, wobei ihm die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Der Erlaß eines Haftbefehls wurde abgelehnt, aber die von der Polizeibehörde verfügte Schutzhaft bleibt bestehen. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß die Aus­führungen des Angeschuldigten geeignet gewesen seien, den öffentlichen Frieden erheblich zu stören. Dem Angeklagten sei als Seelsorger eine große Verantwortung auferlegt. Seine Worte müßten besonders in den Herzen einfacher Leute zünden...

Von noch größerer Zündkraft dürfte freilich die Gefängnis­strafe für Dr. Klinkhammer sein. Er hat nur ausgesprochen, was hunderttausende von Industrieproletariern dachten, was mutige Hände vieltausendfach an die Wände schrieben: Gibt uns Hitler bis Weihnachten kein Brot- Dann schlagen wir ihn tot!"

*

Katholische Bischöfe als..VoKS­Ka holische Bischöfe Verräter" und Volksverderber"

99

, Wir verlangen Freiheit für die katholische Presse!"

Eine Erklärung des Erzbischöflichen General­vikariats Köln richtet sich ganz offensichtlich gegen die tolldreiste Verfügung Florians. Es heißt darin: Gegenüber neuerlichen Versuchen, öffentlich die Existenzs berechtigung von Zeitungen zu bestreiten, die sich in allen Teilen ihres Inhalts nach der katholischen Glaubens und Sittenlehre richten, sehen wir uns genötigt, die Katholiken der Erzdiözese an folgende Säße aus der letzten Pfingstkund gebung der deutschen Bischöfe zu erinnern: Soll der neue Staat ein chriftlicher sein und die katholische Kirche ihre Freiheit genießen, so wird sie auch berechtigt fein müssen, eine katholische Preise zu besigen. Wir meinen damit jene, die mit den Tagesbotschaften den kathos lischen Geist in die Seele ihrer Leser leitet und die Ereignisse des Menschenlebens und Weltgeschehens am Maßstab des Christentums mißt und im Spiegel der Ewigkeit beichant, Die Kirche kann auf dieses modernste Seelsorgemittel auf Freiheit verlangen, das ihre segensreiche Wirksam will, daß sich die

feinen all verzichten und muß für sie ienes ak von

feit ermöglicht, wenn sie nicht wahrnehmen weiche Birt gefunden.

Nach einer Agenturmeldung aus Ajaccio ist ein Fifche'r. fünftöpfigen Beiabung im Sturm seinen Bei einer Säuberungsaktion" in Würzburg wurde eine über das ganze Stadtgebiet verbreitete, durchorganisierte kommunistische" Gruppe von 25 Personen festgenommen, Rechtsanwalt Dr. Sad, der Verteidiger des früheren preußischen Wohlfahrtsministers Sirtfiefer, bat di: Bertagung des für den 20. Dozember anstehenden Pro: aeffes beantragt.

Der Gauleiter Florian sagt es.

Der Glaube, daß es der bisherigen Zentrumspreise ge= lingen würde, sich wenigstens noch als fatholiche Presse" erhalten zu können, wird mehr und mehr zerstört. In jüngster Zeit waren die alten Zeitungen des Industrie­gebiets in eine lebhafte Werbeaktion eingetreten, wobei sie

im gottesdienstlichen Leben gesammelten und in den katho lischen Organen vertieften Kenntnisse und Entschliekungen in der Flut einer religiös unbestimmten Tagespresse vers wässern."

Das Industriegebiet gehört größtenteils zur Erzdiözese Köln . Die Haltung des Nazi- Gauleiters Florian steht also im schroffen Gegensaß zu den Anordnungen des katholischen Kirchenfürsten.