nung aus diesem undeutschen Enftem ausscheiden, sich nicht an ihm mitschuldig machen, bis ihre Stunde geschla= gen hat. Daß sie schlägt, darum braucht feinem Bange zu sein. Ohne sie wäre deutsches Wesen tot.
Von entscheidender Bedeutung ist aber, daß die demo: kratische Phase des Kampfes um die Macht in den Kreisen
hebung eine Unduldsamfelt, ein Parteifanatismus und Egoismus ohne gleichen erzeugt hat, deren unausbleibliche Folgen, die geradezu zum Massenwahn gewordene Tatsache geworden ist, daß nur Ansprüche und Forderungen der Parteimitglieder erhoben werden, deren Berücksichtigung und Erfüllung für die Führer zur Lebensfrage ihrer Machterhaltuna geworden ist.
Die Ausschließung oder Zurücksetzung aller anderen Kräfte macht, da sie sachlich nicht zu begründen ist, ihre Diffamierung und unehrliche Bekämpfung unmöglich, und so kommt es dazu, daß in die eigentliche zusammengehörigen nationalen Kräfte des Volkes das tödliche Gift der Verbitterung, der Zwietracht der Feindschaft hineingetragen wird. Und diese Erscheinungen, die wie ein zerießendes Gift im deutschen Volke wirken müssen, führen mich zu der Forderung das Regime des Nationalsozialismus durch die Monarchie zu ersetzen, nicht eine solche von Hitlers Gnaden, sondern Sie Monarchie aus dem mutigen Eigenwillen
eines vom Reich sheer gerufenen und empor= gehobenen Monarchen. Sie erscheint mir als die einzige Möglichkeit aile nationalen Kräfte unabhängig von der Parteizugehörigkeit im Dienste am Staate zu einigen.
Troß des gegenüber des Faschismus verschiedenen Weges zur Macht, fopiert nun aber der Nationalsozialismus den Faschismus in einer Weise, die höchste Bedenken erregen muß.
Bedenken deshalb, weil die völkisch selischen Voraussetzungen für die Gestaltung des italienischen und deutschen Volks
Die gestern von uns auf Grund besonderer Informationen aus Berlin veröffentlichten Mitteilungen über die fran zösische Gegenaktion werden heute aus Paris und aus London bestätigt.
Die französische Regierung tritt nicht eher in deutsch - französische Besprechungen ein, bis England bestimmte Fragen Frankreichs , die der britische Botschafter in Paris Lord Tyrrell nach London überbracht hat, in einem für Frankreich beruhigenden Sinne beantwortet hat. Frankreich will sich gegen alle Möglichkeiten sichern, wenn England stärkeres Entgegenkommen an die deutschen Aufrüstungswünsche zeigt. Es geht um die französischen Sicherheitssorgen, um die Durchsetzung der Rüstungskontrolle und die Notwen= digkeit englischer Beteiligung an etwa erforderlichen Sanktionen. Frankreich hat gleichzeitig
seine östlichen Verbündeten in diesen ganzen Fragenkomplex eingespannt, so daß deutsch - französische Gespräche nur möglich werden, wenn Frankreich sich über die Haltung Englands und der Oststaaten Gewißheit verschafft hat. Die europäische Politik ist also in ein Stadium großer Aktivität, aber noch größerer Schwierigkeiten und Gefahren eingetreten.
dem Völkerbu
und Staatslebens grundverschieden sind. Es ist charafte Unlösbar mit dem Völkerbund
ristisch, daß ein Mann wie Göring , eine impulsive Kraftnatur ohne jede geistige Tiefe und Ste tigteit, eine so entscheidende Rolle im neuen Deutschland in seiner Phase der Faschismuskopierung spielt, als faschistisches Gegenstück zu dem bolichemistischen Typ Göbbels . Gerade mit diesen Methoden der Aufputschung zu immer neuen Teilaktionen wird man in Deutsch = land Schiffbruch erleiden, weil der Deutsche zu sachlich und zu ehrlich und wahrheitsliebend, zu nüchtern veran= lagt ist, um die Illusionen, die mit ihnen verknüpft sind, nicht zu erkennen.
In Summa: Ich lehne das nationalsozialistische Regime, das Deutschland in einen halbbol= ichemist iichen und halbfaschistischen Staat umgewandelt hat, ab Ich verwerfe den undeutschen Totalitätsanspruch des Nationalsozialismus, der zur Parteiherrschaft und zur Willkürherrschaft eines kleinen Kreises von Menschen führt. Ein Regime, in dem man Männer wie Röhm eine entscheidende Rolle spielen läßt, muß jedem Deutichen von vornherein verdächtig sein. Ich lehne ein
Paris , 8. Dez. Außenminister Paul- Boncour gab heute vor der Presse eine Erklärung ab zu den Bestrebungen einer Völkerbundsreform. Ich lege Wert auf die Feststellung, führte er aus, daß uns bisher fein tonkreter Vor: schlag unterbreitet worden ist. Wenn dies geschieht. werden wir ihn prüfen. Wenn man uns vorschlägt, über eine„ Anpassung" zu verhandeln, sind wir dazu gern bereit, voraus= gesetzt, daß man die Grundlagen des Völkerbundes, die auf der Achtung der Rechte aller Nationen und ihres gemein: samen Anteils an der Organisation des Friedens beruhen,
nicht antastet, und daß es sich nicht um die Artikel handelt, die als Ausdruck dieser Grundsäge zu gelten haben. Ich für meinen Teil finde, daß der Völkerbund auf das glücklichste den Grundsatz der Gleichheit zwischen allen Nationen, der für mich unantastbar ist, mit der tatsächlichen Tage in Einklang bringt. Ich bekämpfe die Verfuche, innerhalb des Völker: bundes irgendeine Hegemonie zu schaffen. Es ift eine seltsame Verkennung der Wirklichkeit, die Allianzenpolitik in Gegensatz zur Völkerbundspolitik bringen zu wollen, wie dies von gewisser Seite geschieht. Die von uns unterzeichneten Ententen und Patte liegen im Rahmen des Völkerbundes und sind unlösbar mit seinem Mechanismus verbunden. Sämtliche Ententen und sämtliche Patte wären neu zu ges stalten, wenn der Völkerbund fortfallen sollte. Deshalb denken wir nicht daran, den Völkerbund direkt oder indirekt auch nur im geringsten antasten zu lassen. Er ist und bleibt die Grundlage unserer Politik, ob man will oder nicht.
Auszug
der iranzösischen Sozialisten
Nur ein Protest
Paris , 9. Dez. Im„ Populaire" schreibt Leon Blum zu dem gestrigen Auszug der französischen Sozialisten aus dem Parlament und verwahrt sich dagegen, daß es sich dabei nur um eines der üblichen Stimmenthaltungsmanöver gehandelt habe. Blum legt der gestrigen Gefte der französischen Sozialisten die Bedeutung eines feierlichen Pro test es bei, denn die französischen Sozialisten wollten nicht mehr bei der unheilvollen Komödie mitspielen, daß die Rechtsparteien und die Linksparteien bei einem Finanzsanierungs- Gefeßentwurf ihren Grundsäßen zuwider stimm ten. Die französischen Sozialisten hätten die Fenster eingeschlagen, nicht nur, um sich selbst freizumachen, sondern damit durch den Lärm die öffentliche Meinung auf die gegenwärtig bestehende Gefahr aufmerksam gemacht werde.
Gegensätze im ständischen Aufbau
Regime ab. das seine Herrschaft rücksichtslos auf der unter Die Bedeutung des deutschen Handwerks
drückung der freien fittlichen Persönlichkeit und auf der brutalen Unterdrückung jeder Geistes- und Meinungsfreiheit aufbaut. wie sie sich in der verlogenen Uniformierung der neuen deutschen Presse am widerwärtigsten spiegelt.
Ich verwerfe ein Regime, deren Verwirklichung Deutsch land in ein bolichewistisches Reich umzuwandeln droht, das nur Tyrannen und Sklaven duldet.
Ich schaudere vor einem Regime, das einem wahren Gößendienst in seiner reflamebaften Verherrlichung einer fleinen Gruppe von Männern nicht nur duldet, sondern selbst betreibt, deren Charaktere höchst zweifelhaft, deren Ziele undeutsch und deren Mittel verwerflich sind. Ich schaudere vor dem Hybris, die sich in gottversuchender Ueberhebung das Hitler- Regime als Erfüllung des geschichtlichen Weges Deutschlands als das anbrechende tausendjährige Reich verkündet und Hitler als den großen Reformator neben, ja über Luther stellt.
Und ich sehe nur eine Rettung vor dem kommenden Verhängnis. den entschlossenen Kampf aller Geister, die die äußere und innere Freiheit Deutschlands wollen, gegen die nationaliozialistische Tyrannei für ein neues soziales Kaisertum der Weisheit und der Gerechtigkeit, das alle guten und bereiten Deutschen zum Dienste an einem freien und großen Deutschland zusammenfaßt.
Mit diesem Bekenntnis bin ich in treuer kameradschaftlicher Verbundenheit Ihr....
Petitionssturm für Unschuldige
Um die Freiheit Dimitroffs, Torglers, Popoffs, Taneffs
( Inpreß.) Das Komitee zur Befreiung Dimitroffs, Torglers, Popoffs und Taneffs, dem 23 Organisationen mit Millionen Mitgliedern angeschlossen sind, veranstaltet am fommenden Sonntag in ganz Frankreich einen„ Nationalen Petitionstag", auf dem Hunderttausende von Unterschriften zugunsten der unschuldig Angeklagten gesammelt werden. sollen.
Marxisten müssen verhungern Nur bei Gesinnungswechsel Recht zum Leben
Die Leipziger Kreishauptmannschaft weist darauf hin, daß in den letzten Wochen und Monaten in öffentlichen und lebenswichtigen Betrieben viele Arbeiter und Angestellte wegen früherer marristischer Betätigung entTassen werden mußten, an deren Stelle Personen famen, die seit längerer Zeit sich zur nationalsozialistischen Bewegung bekannt hatten und arbeitslos waren. Zum Aufbau des nationalsozialistischen Staates seien diese Maßnahmen unbedingt notwendig gewesen, weil gerade bei Betrieben der genannten Art ein strengerer Maßstab an die politische Zuverlässigkeit habe angelegt werden müssen, die Entlassenen sollten damit aber natürlich nicht dauernd als Staatsfeinde gebrandmarkt und von der Wiedereinstellung in den Arbeitsprozeß ferngehalten werden. Wenn, so heißt es in der Mitteilung der Kreishauptmannschaft weiter, fie fich von der marristischen Gedankenwelt abwenden und in absehbarer Zeit durch ihr Verhalten nachweisen, daß fie in ehrlicher Ueberzeugung sich hinter die nationalsozialifrische Regierung stellen. dann soll und fann ihnen die Wiedereinstellung in eine andere. besonders private Arbeitsstelle, nicht verwehrt werden.
Wo ist der Herzog?
Paris , 9. Dez.„ Petit Parisien" teilt mit, daß der Herzog Philipp Albrecht von Württemberg, der sich weigerte z wählen, von SA. mißhandelt und verhaftet worden sein soll. Nach einer anderen Version soll er aufgefordert worden sein, das Land innerhalb von drei Tagen zu verlassen. Nach einer dritten Darstellung soll der Herzog im Konzentrationslager Heuberg interniert worden sein.
Die nationalsozialistischen Zeitungen polemifieren gegen die liberalistische Einstellung, die das Ziel der Wirtschaft in Mammut- Betrieben erblickt habe, der gegenüber das Handwert wieder zu Ehren kommen müsse. Jeßt sei die marristische Theorie verschwunden, nach der das Handwerk nicht mehr eristenzberechtigt sei, sondern lediglich als Anhängsel der Industrie noch Daseinsberechtigung finden könne. Die meisten wüßten nicht, daß das deutsche Handwerk ebenso viel Personen beschäftige wie Bergbau, Chemieindustrie, Eisenund Maschinenindustrie zusammen, daß von 1510 000 Be triebsinhabern auf das deutsche Handwerf 87 Prozent entfallen und im Durchschnitt auf 1000 Einwohner 20 handwerfliche Betriebe kommen. Das Betriebsvermögen des Handwerks habe bei der letzten Statistik 1928 insgesamt 5,8 Milliarden, seine Einkünfte 7 Milliarden, sein Umsatz 20 Milliarden, d. h. ein Fünftel des Gesamtumiages der deut schen Wirtschaft betragen. Wenn übrigens 87 Prozent der Betriebe nur 20 Prozent der Umfäße erzielen, so beweist das im übrigen nur, daß das Volumen doch relativ flein ist, doch ist nicht zu verkennen, daß die Rolle des Handwerks in Deutschland noch eine relativ sehr große war, wie man auch zahlenmäßig den Anteil des Mittelstandes an der Gesamtbevölkerung Deutschlands nicht unterschäßen darf. Er stellte ja auch das Gros der nationalsozialistischen Anhängerschaft, obwohl die Zusammensetzung der S. scheinbar ein anderes Bild gibt. Die Einstellung auf den Mittelstand, auf Handwert, Kleinhandel und Bauerntum, ist für den Nationalsozialismus charakteristisch. Hierbei bricht aber immer wieder eine Tendenz durch, das Red zurückzudrehen, eine Tendenz, die gleichzeitig im schärfsten Gegensatz zur
Naz'bonze und Erbhof
letzten Rede von Dr. Ley über die weitere Ausgestaltung der Nationalisierung steht und zeigt, daß die Gegensäge innerhalb des ständischen Aufbaus um so schärfer und unver föhnlicher aufeinanderstoßen müssen, ganz besonders da durch, daß die Probleme ja keine durchgreifende Klärung ge funden haben, zumal man doch jede theoretische Grundlage als liberalistische und rationalistische Einstellung verwirft. Durch die autoritäre Sviße, die die Gegensätze aufeinander abstimmen, die ständischen Interessen versöhnen, zwischen Staat und Wirtschaft, zwischen Staat und Arbeitgeber, Staat und Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus gleichend wirken soll, erfahren diese Kontraste zunächst eine Dämpfung, denn sonst müßte es sofort ein Ghaos geben. Im Grunde sprechen dabei patriarchalische Auffassungen mit, die dem Handwerk entlehnt sind, eine fast mystische Sehnsucht nach dem Mittelalter, der Zeit von Holbein, Dürer und Hans Sachs , die aus dem Handwerk hervorgegangen sind, die gleiche Tendenz, das Rad zurückzuschrauben, wie sie sich auch auf wirtschaftlichem Gebiete zeigt. Diese Gegenfäße aber führen zu einer Ueberlastung der Spitze, wie sie in einer Demofratie nicht möglich ist und wie man sie nur auf sich zu nehmen want, wenn man vor diesen Gegensätzen die Augen verschließt.
Ein ähnlicher Widerspruch im kleinen zeiat sich bei der Frage, ob Aufträge in öffentlicher Regie auszuführen oder an private Unternehmer zu vergeben sind. Die öffentliche Hand, ist in letzter Zeit sehr stark als Arbeitgeber aufgetreten. ießt nerlautet von Regierungsfeite wieder, daß es zur Wirtschaftsbelebung unbedingt erforderlich sei, Aufträge nur an Unternehmer zu vergeben.
Die Miẞstimmung zwingt ihn zur Herausgabe bavontrng. Ueber die am Boden liegenden Beamten sprang des Gutes
Berlin , 8. Dez.( Eig. Meldg.) Die Pressestelle des Reichsnährstandes gibt folgende Erklärung des bayerischen Landes= bauernführers und Brigadeführers der SA. Luber bekannt: Am 6. Nebelung 1933 schenkte mir die bayerische Bauernschaft einen Erbhof. Meine Freude über diese Schenkung war umso größer, als ich bis zu diesem Tag von dem Hof nichts gewußt habe und ich in dieser Schenkung nur eine Anerkennung für meine bisherige Tätigkeit in der bayrischen Bauernschaft sah.
In den nun vergangenen Wochen mußte ich erkennen, daß vielerorts der Begriff von Blut und Boden und damit der Sinn eines Erbhofes noch nicht verstanden wird. Denn der Erbhof ist ja nicht eine Verdienstquelle, wie es in den Zeiten des Liberalismus der Bauernhof war, sondern er stellt die Verbindung des Bauern mit seinem Hofe, des Blutes mit dem Boden dar und ist also eine Verpflichtung. Der Erbhof ist unveräußerlich!
gab er sofort mehrere Schüsse ab, wodurch einer der Beamten einen Herzschuß, der andere einen Lungenund Knieschuß und der dritte einen Bauch- und Brustschuß Walter hinweg und flüchtete durch das Fenster auf das Dach eines Anbaues. Er entfam über die Dächer. Der Mörder ließ zwei Mehrladepistolen zurück. Die cusgesetzte Belohnung beträgt 2000 Marf. Wie wir erfahren, find die Verlegungen der Beamten so schwer, daß sie faum mit dem Leben davonkommen dürften.
Malter erschossen
Malter war, so wir dinzwischen gemeldet, von Hamm nach Dortmund geflüchtet, wo die Polizei feststellte, daß er sich im Vorort. Obereving aufhielt. Das Haus, in dem sich der Mörder versteckt hielt, wurde umstellt und Malter aufgespürt. Als die Beamten nahten, eröffnete Malter sofort das Feuer, das von der Polizei erwidert wurde. Nach kurzem Kugelwechsel wurde Malter erschossen.
Berbindung des Bauern mit seinem Hofe, des Blutes mit Das Neweste
Infolgedessen halte ich es als Landesbauernführer für richtig, in voller Anerkennung des guten Willens der Schenker, den Erbhof als solchen zurückzugeben mit dem Ersuchen, ihn als Erholungsstätte für die Kinder bedürftiger SA.- und SS. - Männer zu verwenden.
Diese Meldung zeigt, daß sich die SA. die Bereicherung ihrer Bonzen nicht mehr gefallen lassen will.( Siehe auch Seite 7.)
Drei Polizeibeamte niedergeschossen!
Der Täter entkommen
Dortmund , 9. Dez. Die Mordfommission teilt mit: Hans Malter, der Mörder des SA.- Mannes Fehlich, sollte heute morgen in der Wohnung seiner Eltern in Hamm in der Königsstraße festgenommen werden. Malter fag angekleidet in der Küche auf einem Sofa. Auf die eintretenden Beamten
Zwischen Dr. Len und Baldur v. Schirach wurde eine Vereinbarung getroffen, nach der die HJ. die einzige Jugend: bewegung Deutschlands ist. Das ist ein vernichtender Schlag gegen die fonfessionellen Jugendvereine und die gewerf: schaftlichen Lehrlingsabteilungen.
Ganz Schlesien liegt unter einer geschlossenen Schneedede. Ein neuer Einbruch trockener arttischer Kaltluftmassen hat nene Froftverschärfung gebracht. Samstag morgen meldet Breslau 28 Grad, Sprottan 26 Grad und Hirschberg sowie Groß- fer fogar 27 Grad Kälte. An der oftpreußischen Küfte jerrscht dagegen leichtes Tanwetter, und auch die Schneetoppe meldet nur 11 Grad Kälte.
Berlin , 9 Dez. Heute früh gegen 14 Uhr brach auf dem in der Nähe von Zehlendorf gelegenen Rittergut Düppel Feuer aus. Das Gut gehörte früher dem Prinzen Friedrich Karl und dient heute dem Turnierreiter Major Bürckner als Tattersall. Der Brand war um 6.15 Uhr eingefreist. Das Holzgebäude der Reitbahn, das eine Fläche von 1000 Quadratmeter bedeckt, ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Dachstuhl eines Stallgebäudes steht noch in Flammen, doch ist ein weiteres Unsichgreifen des Feuers nicht mehr zu befürchten. An der Brandstelle sind neun Züge der Berliner Feuerwehr tätig.