«Deutsche Freiheit", Nr. 122

Das buttte Matt

Mittwoch, 30. Mai 1934

Mann vor dem Kpiege!

Eigentlich Hab ich mich ja nur rasieren wollen. Aber nun steh ich schon eine ganze Weile am Spiegel und schau mir mein Gesicht an. Sonderbar, wie lange ich das nicht mehr getan habe! Nun, natürlich, studiert Hab ichs oft genug, studiert und ousgeprobt auf seine Wirkung, jeden einzelnen Zug. Das gehörte ja zum Geschäft von Siegmund Crohn, dem großen Filmschauspieler, der eigentlich Cohn hieß; aber s o aus- sehen wie ich und dann auch noch Cohn heißen, das war selbst vor dem«dritten Reich" zu viel. To ein ganz einfaches, intimes Gespräch mit mir selbst, das Hab ich schon lange nicht mehr geführt. Nie Zeit und Ruhe gehabt. Und wozu auch? Ging ja alles von selbst. Aber jetzt? Schauen wir uns den Kerl doch einmal an. Kein sym- pathischer Bursch, im Grunde. Das Gesicht, zugleich pfiffig und feige, besteht eigentlich nur aus Nase. Gelbliche Haut, straff über eckige Backenknochen gespannt, breite aufgewor- ienc Lippen, ein verbogenes Kinn, die großen abstehenden Ohren und lie Augen, ja, diese schmalen, schwarzen Augen könnten beinahe hübsch oder rührend sein, wenn sie nicht neben der Melancholie so ein fatales Zwinkern hätten. Ganz gut sind die geschwungenen dunklen Brauen, eigent- lich sogar schön,' aber dort, wo sie sich teilen, ist dann gleich wieder diese Riesennase, die in stumpfem Bogen weit nach vorne springt und knapp über der Wurzel noch diesen komischen kleinen Höcker trägt. Ich sollte am Ende nicht so häßlich über diese Nase sprechen, die mich berühmt gemacht hat. Ist doch noch nicht so lange her, daß Hunderte von Zuschauern jubelten, wenn sie mich nur so auf der Leinwand sahen mit dem Ungetüm von Nase und dem dummerstaunten Ausdruck meiner melancho- Nschen Mandelaugen. Und das hat mir schließlich genug Dreistigkeit gegeben, einzig auf dieser grotesken Wirkung einen Film aufzubauen: als Rennfahrer komme ich, nur durch die Länge meiner Nase, dem tüchtigeren Gegner zuvor. Bielleicht hätte man so weit nicht gehen sollen?... Es war der letzte große Erfolg. Und was hat mir diese Nase, die erfolgreiche Nase, für Kummer gemacht, als ich ein kleiner Junge war!Nashorn", haben sie mich gerufen, wenn ich mich in Krotowitz auf der Straße zeigte. In so einem schlesischen Bergmerksstäötchen kennt ja jeder den anderen,' jedes Kind wußte, daß man den Sohn des Manufakturwarenhändlers Cohn ungestraft ver- spotten und kränken durfte. Und in der Schule wurde cS noch schlimmer. Die Jungen mochten mich natürlich nicht, lachten mich aus,' aber die Lehrer ebenso. Und dabei war ich doch kein schlechter Schüler. Nur, eben meine Nase gefiel ihnen nicht. Und wenn ich als einziger eine richtige Antwort fand, gabs nicht etwa ein Lob,' der alte Rechenlehrer grinste nur und sagte schmunzelnd zu den andern:«Seht ihr, der hats mal wieder gerochen." Und die Bande grölte vor Vergnügen. Wenn ich dann, während der Pause, einsam in irgendeiner Ecke des Schulhofs stand, fiesen üteine Tränen auf das Butterbrot, das ich mühsam herunterwürgte. Und zu Hause? Da hatte man wenig Verständnis für meinen Kummer. Alles drehte sich ums Geschäft? keiner hatte recht Zeit für mich. Manchmal strich die Mutter mit ihrer verarbeiteten Hand über mein schwarzes Haar und sagte halb mitleidig: Bist halt ein jüdisches Kind? gewöhn dich dran!" Nein, ich wollte mich nicht dran gewöhnen, wollte in dieser dumpfen, verstaubten Enge nicht bleiben. Tollte doch mein jüngerer Bruder das väterliche Geschäft übernehmen und gleich Nosi pirsch dazu, die eigentlich mich heiraten wollte. Für mich war das nichts. Ich sehnte mich nach Freiheit und Weite. An diese erfüllte Sehnsucht hob ich dann später oft denken müssen, wenn ich in meinem starken Mercedes über die hellen Landstraßen sauste, neben mir Peggy Wood . Ach ja, ich war stolz darauf, der Gatte von Peggy Wood zu sein? daß dieses zarte, elegante, platinblonde Wesen aus der Schar ihrer Verehrer gerade mich gewählt hatte, den krummnasigen Judenjungen aus Krotowitz! Eigentlich, wenn ichs mir recht überlege, so war Peggy immer nur nett zu mir in Gegenwart anderer. Waren wir allein, dann zeigte sie sich fast immer müde, schonungs- bedürftig, verstimmt, ja, unliebenswllrbig. Ich glaube fast, sie hat mich nur geheiratet, weil ich Erfolg hatte und große Einnahmen, und weil meine groteske Häßlichkeit einen wirksamen Gegensatz für ihre zerbrechliche Blondheit bildete. Gar zu gern ließ sie sich mit mir zusammen foto- grafieren. Und dann dieser Filin, in dem sie, als zeitweilig verjagte Königin, einen Flirt mit dem Hausburschen ihres Exilhotels ansängt, bis sie, von ihrem Volk' auf den Thron zurück- gerufen, wieder in ihr Auto steigt, in weiße Pelze gehüllt, ein Liedchen trällernd, ohne einen Abschiedsblick für den vernarrten Hausburschen, der völlig verdonnert das Auf- laden der Koffer vergißt und fassungslos der entschwinden- den Geliebten nachstarrt. Das war ein ganz großer, persönlicher Erfolg von mir, diese Szene, wo ich auf der Hoteltreppe stehe, ganz verdattert, und dann Groß- aufnähme eine dicke Träne von meiner langen Nase wische. Aber, ich Hab den Film nie recht gemocht, trotzdem. Ich glaube, ich weiß jetzt, daß es mit meiner hoffnungslosen Anbetung für Peggy Wood zusammenhing. Nein, geliebt hat sie mich gewiß nicht, sonst wäre sie nicht in diesem letzten Frühjahr plötzlich verschwunden, als meine Verträge mit einem Schlag gelöst wurden und ich einen Menschen an meiner Seite nötiger als je gehabt hätte. Geliebt hat mich viel eher die Rosi Hirsch, sanftes, rund- liches Mädchen. Immer hat sie bei meiner Mutter gesessen oder im Geschäft geholfen. Ich Hab nie drüber nachgedacht, warum sie das tat. Heute fällt mir ihr Erröten ein, ihr Augenleuchten, wenn ich eintrat. Sie hat nur die Gelegenheit gesucht, mich zu sehen. Aber sollte ich mein Leben lang in dem muffigen Laden Stoffe abmessen und Bücklinge vor der Kundschaft machen? Vielleicht hätte ichs tun sollen. Ich wär nicht so hoch gestiegen, gewiß? aber auch nicht so tief gefallen wie jetzt.

Sehr tief, in der Tat! Mit einem Male will niemand d>ese Fratze mehr sehen. Keiner lacht mehr über meine lange Nase, meine verdutzte Miene, meine schlaksigen Bewegungen. Von einem Tag zum andern bin ich auS dem Liebling des Publikums zum allgemeinen Abscheu geworden. Diese ge- wundenen Briefe der Filmgesellschaft, als sie mir mitteilten, daß der Zug der Zeit einen Typenwechsel bedinge, man zu- nächst auf meine Dienste verzichten und alle Abmachungen annullieren müsse. Ich Habs erst gar nicht begriffen. Was ging denn diese sogenannte Zeit meine Filme an? Ich hatte doch keinem wehgetan. Aber natürlich, das hatte ich fast vergessen. Es war ja meine Nase, über die sie vor allem gelacht hatten. Und diese Nase war zum verachteten, zum grauenhaften Symbol geworden. Bitter war das! Nun bleibt nichts mehr für mich zu tun auf der Welt. Oder doch etwas? Da liegt noch der Brief der Enesfilm. In unserem FilmSturm voran!" ist die Rolle des Jtzig Kleingeburt zu besetzen und fragen wir bei Ihnen an..." Ach ja, das könnte ihnen wohl gefallen, den großen Sieg- mund Crohn als Spottfigur hinzustellen, gehänselt und ge- quält von den SA.-Leuten. denen er hündisch und speichel- lcckerisch Dienste zu leisten sucht!* Ich Hab den Brief gar nicht beantwortet. Ich hätt mich ja vor allen Juden der Welt geschämt. Und vor dem Andenken an meine Mutter! Als ich den Brief las, ist mir etwas eingefallen, an das ich lange nicht mehr gedacht hatte: Die Freitagabende in unserem Haus in Krotowitz. Wenn es dunkel wurde, während der Vater noch im Tempel war, legte die Mutter ein weißes Tuch auf den Tisch im- zimmer, setzte die beiden Silberleuchter darauf und ent- zündete die Kerzen zum Zeichen des Sabbatbeginns. Und dann mußte ich sie immer heimlich ansehen aus der Ecke, in der ich mit meinem Buch saß, wie ihr sonst so hartes Gesicht ganz weich und gelöst wurde in einer stillen Feierfreude. Mit so einer Erinnerung kann man doch nicht für die Nazis den Jtzig Kleingeburt spielen!! * Was fang ich aber jetzt an? Mit dem Filmen ists vorbei. Selbst im Ausland ist mein Typ aus der Mode. Man hat nirgends mehr Lust, über einen grotesken Juden zu lachen.

Zurück nach Krotowitz? Dahin paß ich nicht mehr. Und was soll ich auch dort? Die Mutter ist tot. Das Geschäft geht täglich zurück, wer kauft noch bei Juden? Und warum soll ich die Ehe von Rosi Hirsch, nein, jetzt Rost Cohn, mit meinem braven, langwelligen Bruder stören? Also Reisen? das wäre etwas. Eine Weile reicht wein Geld. Und am Ende ergibt sich etwas unterwegs. Doch wohin? In der Einsamkeit werb ich melancholisch, bei dem Zustand, in den ich geraten bin. Und unter Menschen Paris? Cote d'Azur ? Florenz ? Barcelona ? Ueberall sind meine Filme gelaufen. Ueberall wird nach ein paar Tagen jemand lächeln, flüstern.Sieh mal da, Siegmund Crohn, der Mann mit der Nasenlänge." Früher machte mir das Spaß aber heute, wo ich niemand mehr bin, heute wäre es unerträglich! Dieses Gesicht, o, dieses Gesicht! Ich möcht mit der Faust in den Spiegel schlagen, um es nicht mehr zu sehen. Aber verschwände es deswegen? Wer seine Stellung verloren hat. kann versuchen, sich um- zustellen und etwas anderes zu finden. Auch ohne Geld läßt sich schlimmstenfalls eine ganze Weile leben, wenn maus geschickt anfängt. Man kann eine neue Frau finden und ein neues Heim. Aber ein neues Gesicht, das bekommt man nicht, das nicht. Ein Fluch ist das, ein Fluch, ein ganzes Leben mit dieser Fratze herumzulaufen, die mich zu etwas abstempelt, das ich heute nicht mehr bin. Es ist ja sinnlos, irgend etwas zu beginnen? dies lächerliche Profil, die abstehenden Ohren, die dicken Lippen, das gebogene Kinn das alles ist mir immer wieder im Weg. Wozu soll ich mich eigentlich jetzt rasieren? Hat doch keinen Sinn. Ich leg mich lieber hin und schlafe. Schlafen ist das einzige. Das Verona ! liegt noch da. Warum immer nur die eine Tablette? Seien wir doch großzügig! 4 6 8 12 so, das genügt fürs Erste. Weich sind die Kissen? die Decke ein bißchen höher. So! Wie das blendet! Die Jupiterlampen sind so grell. Man kann die Augen nicht aufhalten. Doch, jetzt geht es plötz- ftch. Ich kann ganz gut in das Licht hineinsehen. Aber das sind ja auch gar nicht die Jupiterlampen. Das sind ja die Tabbatlichter, die meine Mutter angezündet hat. Sie steht am Tisch und breitet die Hände über die steilen Flam- wen, und ihre Lippen bewegen sich ein wenig. Die Flammen brennen ganz still und ganz gelb in die Dunkelheit des( Zimmers hinein. Ganz ganz still L. A.

Hola-Erben gegenSana"

Prozeß gegen amerikanische Filmsirma Der in Paris laufende FilmNana" mit Anna Sten in der Hauptrolle wird demnächst Gegenstand eines sehr bemerkenswerten Zivilprozesses bilden, der bedeutungsvolle urheberrechtliche und filmrechtliche Fragen aufwerfen dürfte. Tie Erben des großen französischen Romanciers Emile Zola , sein Sohn, Dr. Francois Zola , und seine Tochter, Frau Denise Le Blond, haben nicht nur gegen die ameri- konische Verfilmung des Meisterwerkes ihres Baters bei den zuständigen Organisationen des Schrifttums energisch protestiert, sondern sind auch entschlossen, ihre Interessen, die sie durch die Verfilmung schwer beeinträchtigt glauben, auf gerichtlichem Wege zu schützen. Sie haben sich an den Advokaten Alexandre Zcvaes gewandt, der mit den Erben eine Klageschrift ausgearbeitet hat. Im wesentlichen lassen sich die Beschwerdepunkte der Erben Zolas dahin zusammenlassen: der unter dem Namen Zolas laufende FilmNana" ist eine vollständige Entstellung und Verballhornung des Romans. Nicht nur sind die charakteristischsten Episoden des Buches entweder fortgefallen oder grundlegend verändert, sondern die Handlung hat auch derartige Umbiegungen über sich ergehen lassen müssen, daß das Originalwerk Zolas in seiner Filmiassung überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen ist. Zwar waren die Film- Hersteller nach dem Bertrage berechtigt, gewisse unvermeid- liche Abänderungen des Buches vorzunehmen, aber nur soweit, als durch sie die Gesamtanlage des Romans nicht vollkommen über den Hausen geworfen wurde. Die Erben sind der Auffassung, daß dem Andenken Emile Zolas durch diese Entstellung eines seiner berühmtesten Werke ein schwerer moralischer Schaden zugefügt sei. Sic verlangen deshalb sofortige Zurückziehung und Beschlagnahme des Films sowie das Verbot, in öffentlichen Ankündigungen die

Namen Zolas und Nana zu gebrauchen. Darüber hinaus fordern sie, daß das Gericht eine Kommission aus drei Sach- verständigen, die den Kreisen der Literatur und der Künste angehören, benenne. Diese Kommission solle sich den Film vorführen lassen und danach entscheiden, ob von dem Buch Zolas in der Filmfassung ein Stein über dem anderen geblieben ist. Dieser literarische Filmprozeß hat gerade in der jüngsten Zeit mehrere Borläufer gehabt. Zwei der bekanntesten französischen Dramatiker. Henry Bernstein und Francis de Croisset , waren ebenfalls genötigt, gegen die Art der Ver- filmung ihrer Stücke scharfen Einspruch zu erheben^ Es handelte es dabei um den FilmMelo", nach dem Srkick von Bernstein , und den FilmCiboulette", nach dem Stück von Francis de Croisset . Natürlich ist die angegriffene amerikanische Filmfirma es handelt sich um die Produkton Golöwyn im Verleih der United Artists die Antwort nicht schuldig geblieben. Sie erwidert, baß sie, obwohlNana" in Amerika zur Verfilmung frei gewesen wäre, doch aus Ehrfurcht vor dem großen Dichter Wert darauf gelegt habe, mit den Erben einen Bertrag zu schließen. In diesem Bertrag sei der Hersteller- firma gegen Zahlung einer hohen Summe das Recht ein- geräumt, den TitelNana" in der ganzen Welt zu ge- brauchen und ein Drehbuch nach dem Roman zu schaffen. Die Firma habe also den Kontrakt durchaus loyal inne- gehalten. Ob sie mit dieser Ausfassung Recht behält, wird jetzt der Prozeß erweisen. Die Kläger rlangen, baß sofort der Titel des Films und die Erwähnung Emile Zolas verschwinden und daß bald der Film selbst von allen Spielplänen verschwinde.

s>ie wollte dem Schicksal vorgreifen Man lacht oft über Leute, die ins Wasser gehen, um nicht vom Regen naß zu werden. Soeben wirb gemeldet, daß eine alte Japanerin sich in den Brunnen ihres Gartens gestürzt hat, um zu verhindern, daß sie sonst eines unnatürlichen Todes stürbe, den sie voraussah.Als ich mich heute morgen »m Spiegel betrachtete, las ich mein Geschick in meinen Zügen," schrieb sie, bevor sie diesen tragischen Entschluß faßte.Ich bin alt und ich kann den Gedanken nicht er- tragen, bei einem Autounglück umzukommen oder unter Trümmern verschüttet zu werben. Darum habe ich be- schlössen, mich nach meiner Art zu töten und ich bin glücklich, bei mir zu Hause sterben zu können."

Das Qbenselixier Wir können uns freuen! Nach den überaus schwierigen, aktenmäßigen Feststellungen der groben englischen Lebens- Versicherungs-Gesellschaften geht eindeutig hervor, daß unsere Zeitgenossen vier Jahre länger leben als unsere Vorfahren während zweier Generationen. Dieser Gewißheit ist eine ungeheuer mühsame Vergleichsarbeit vorausgegangen, die nicht weniger als sieben Jahre in Anspruch genommen hat. TaS statistische Material beweist, daß Leute, augenblicklich in dem Alter von 20 bis 60 Jahren, aller Wahrscheinlichkeit nach 24 Monate länger leben werden, als ihre Alters-

genossen vor einigen fünfzig Jahren. Die augenblickliche Sterblichkeitslistc, beweist sogar noch, daß die Frauen ein härteres Leben haben als die Männer. Hier folgen noch einige wohltuende Beispiele: Menschen im Alter von 20 bis 80 Jahren erreichten vor einem halben Jahrhundert ein Durchschnittsalter von 64'/, Jahren. Augenblicklich haben sie alle Chance, die 70 zu überschreiten. Menschen im Alter von 30 bis 40 Jahren werden heutzutage mit Leichtigkeit 71 Jahre alt, während ihre Großväter nach den Statistiken kaum ein Alter von 66 Jahren erreichten. Endlich kann man den für heutige Verhältnisse noch jungen Männern im Alter von 46' bis 60 Jahren theoretisch ein Alter von 76 Jahren voraussagen. Es sieht wirklich so aus, als wenn unsere Generation vom Lebenselixir getrunken hätte!

swwi'etgesetze

Einer Meldung aus MoSkau zufolge ist der kleine drei- zehnjährige Pronja Kolibin zum Kommunistischen Helden" ausgerufen worden und hat eine große Geldbelohnung er- halten. Welche Tat war einer derartigen Ehrung wert? Durch welche außergewöhnlichen Verdienste hat er die Auf- merkfamkeit der kommunistischen Herrscher auf sich gezogen? Er hat seine Mutter verraten! Diese hatte auf einem Bauerngut in der Nähe von Moskau etwaS Weizen ge- strhlen, ein Verbrechen, das nach den Sowjetgesetzen mit dem Tode bestrast wird. Der junge Pronja hat eS sich gut sein lassen, sie anzuzeigen. Ein« Heldentat!