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,, Deutsche Freiheit", Nr. 147

ARBEIT UND WIRTSCHAFT Surbriden, 29 Jun 1984

Geschäftsbelebung durch Hamstern

Fast alle Untersuchungen über wirtschaftliche Vorgänge, die in dem heutigen Deutschland veröffentlicht werden, selbst solche, die den Anschein der Objektivität und der wissenschaftlichen Unabhängigkeit erwecken wollen, sind auf Optimismus frisiert. Deshalb ist es für uns ,, Kritikaster" d. h. Menschen, die sich über die Geschehnisse in Deutsch­ land ein objektivés Bild machen wollen, bisweilen sehr schwer, sich in dem Wust der bewußten Irreführung und des Triumphgeschreis auszukennen. Das ist in den Fällen beson, ders schwierig, in denen bei einer oberflächlichen Betrach­tung der Eindruck erweckt wird, als ob wirklich wieder ein­mal ein Erfolg erzielt wurde. Als Beispiel für ein solch kritiklose Schönmalerei seitens einer bisher jedenfalls ernst gehaltenen wissenschaftlichen Institution, einer Schönmalerei, die nichts als Bluff ist, kann wohl der jüngste Bericht des Instituts für Konjunkturforschung über die Lage des deut­ schen Einzelhandels gelten.

Dieser Bericht trägt die schreiende Ueberschrift ,, Wach­sende Einzelhandelsumsäte". Triumphierend wird in der Einleitung betont, daß die Einzelhandelsumsätze in Deutsch­ land ganz beträchlich gestiegen seien, daß diese Steigerung in erster Linie den Fachgeschäften, nicht aber den Waren- und Kaufhäusern zugute kommt. Also gewissermaßen ein zwei­facher Erfolg: eine allgemeine Belebung des Geschäfts und eine Tendenz zur Erstärkung der Position des notleidenden Mittelstandes. Im einzelnen erfahren wir aus dem Bericht folgendes:

Die Gesamtumsätze des deutschen Einzelhandels lagen im ersten Drittel des Jahres 1934 um rund 9 Prozent über Vor­jahrshöhe. Die Zunahme des Umsatzes war am stärksten in Haushaltungsgegenständen und Wohnbedarf. Hier war der Umsatz in den ersten vier Monaten sogar um 30 Prozent höher gegenüber den entsprechenden Umsätzen des Vor­jahres. Auch die Textil- und Bekleidungsumsäte haben ziem­lich lebhaft zugenommen; sie sind mengenmäßig um etwa 8 bis 10 Prozent gewachsen, wertmäßig sogar um 13 Prozent infolge der inzwischen gestiegenen Preise.

Es scheint also wirklich, daß alles besser geworden ist und daß es weiter noch besser sein wird. Aber bei näherer Betrachtung liegen die Dinge doch wesentlich anders. Es steht fest und das wird auch von amtlicher Seite nicht daß die Einkommensverhältnisse der breiten bestritten­Bevölkerungsschichten, von den Konjunkturhyänen abge­sehen, in Deutschland wenig gestiegen sind. Nach den frü­heren Mitteilungen des gleichen Instituts für Konjunktur­forschung ist das Einkommen der Angestellten, Arbeiter und Beamten seit dem zweiten Quartal 1933, d. h. seit Beginn der sogenannten ,, Arbeitsschlacht" von 6490 Millionen auf 6802 Millionen im ersten Quartal 1934, also um rund 5 Prozent gestiegen. Das ist wirklich ein sehr mageres Ergebnis, wenn man bedenkt, daß in der genannten Zeit angeblich 2,5 Mil­lionen Menschen mehr in den Produktionsprozeß einbezogen wurden. Es steht also fest, daß das Gesamteinkommen der arbeitenden Bevölkerung durch die niedrig gehaltenen Löhne trot, der Erhöhung der Zahl der Beschäftigten um zweiein­halb Millionen, fast unverändert geblieben ist.

A Es fragt sich, wie konnte unter diesen Umständen eine derartige Belebung des Einzelhandelsgeschäftes erfolgen, insbesondere, wenn man in Betracht zieht, daß schon das Weihnachtsgeschäft sehr lebhaft verlief, und daß die Preise gestiegen sind. Das Institut für Konjunkturforschung sagt selbst in seinem Bericht: ,, Eine Zunahme des Einkommens ist die Voraussetzung dafür, daß Verbrauch und Einzelhan­delsumsätze wachsen können... Diesmal wurden dagegen den

Die Missernte

Zielen der Reichsregierung entsprechend die Gehälter und Löhne bisher nicht erhöht."( Es ist im übrigen sehr bemer­kenswert, daß manchmal den amtlichen Stellen, wie das hier der Fall ist, versehentlich die Wahrheit entschlüpft, indem nämlich das Konjunkturinstitut unumwunden zugibt, daß die sogenannte Arbeitsschlacht sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung vollzieht, deren Lebensstandard absichtlich niedrig gehalten wird.)

Saarbrücken ,

Dürre, wie sie sonst ein zivilisiertes Land ohne spürbaren Rückgang der Volks ernährung leicht überwindet. Schuld sind vielmehr die gegenwärtigen Machthaber, die das deutsche Volksvermögen, für das Brot und Fett hätte gekauft wer­den können, für Granaten und Kriegsmateria lien, für unproduktive Reklame- Arbeitsschlachten und für das Luxusleben der braunen Bonzen haben draufgehen lassen. Von ihnen ist Rechenschaft zu fordern! Julius Civilis

Man steht also vor einem Rätsel: Das Einkommen der Zeichen der Wirtschaftspanik

Breiten Bevölkerungsschichten ist ganz unbedeutend gestie­gen, pro Kopf der arbeitenden Bevölkerung sogar gefallen, und dennoch fortgesetzten Wachsen der Einzelhandesumsätze! Die Erklärung ist indessen einfach. Der wohlhabende Teil der Bevölkerung, die Unternehmer, die Agrarier und die herrschende Parteiclique begann, insbesondere seit Februar Angstkäufe vorzunehmen. Diese Leute schreien zwar laut ,, Heil Hitler ", sie suchen aber ihr wirkliches Heil in den rechtzeitigen Eindeckungen mit Fertigwaren. Diese Tatsache wird nicht nur durch die Mitteilungen bestätigt, die jeweilig aus Deutschland gelangen, sondern auch durch die Einzel­handelsstatistik.

Eine alte kaufmännische Erfahrung im Textilgeschäft lehrt, daß in Zeiten einer normalen sich organisch entwickelnden Belebung des Geschäfts sich zunächst die Frauen eindecken, dann die Kinder und zuletzt die Männer. Wenn man aber der Statistik des Konjunkturforschungsinstituts nachgeht, so erfahren wir, daß bei den Fachgeschäften für Damen- und Mädchenkleidung die Umsätze in den ersten vier Jahren des Jahres 1934, trots der inzwischen erfolgten Preiserhöhung, nur um 9,5 Prozent gestiegen sind, dagegen die Umsätze bei den Fachgeschäften für Herren- und Knabenkleidung in der gleichen Zeit um 27,4 Prozent. Angesichts dieser Angstver­

Die Essener ,, National- Zeitung", die in den letzten Tagen mehrfach von Preisrevolution" und, Angstpsychose mit Uebereindeckung" sprach, sieht sich gezwungen, in ihrer neuesten Nummer zu gestehen: ,, Wir sind heute so weit, daß auf Grund der unverantwortlichen Gerüchtemacherei, die auch von ausländischen Quellen und Blättern genährt wird, sei es, daß man die Mark in ihrem Bestande als gefährdet hinstellt oder eine kurz bevorstehende Rohstoffsperre an die Wand malt, schon wieder sogenannte Hamsterkäufe vorgenommen werden. Vornehmlich handelt es sich dabei um die Tuch­warenbranche..." Aber auch auf dem Gebiete der Reisen­wirtschaft wird von einer zu erwartenden Preiserhöhung" und von einer gleichzeitig erheblichen Qualitätsminderung" gesprochen ,,, weil dem Gummi aus Rohstoffmangel demnächst Sägemehl beigemischt werden müßte". Es muß eine wahre Panik herrschen, wenn Telegramme wie das folgende in Deutschland bereits zum Einkauf auffordern: ,, Gummiring­kartell hat 1. Juni Abschlüsse bei bisherigem Preis und Qualität gesperrt. Wir halten euch aber bisherigen Preis und Qualität bei sofortiger Bestellung noch aufrecht. Freund­schaftlicher Rat, mit Eindeckung nicht zu zögern."

käufe ist diese Tatsache durchaus verständlich. Bei der großen Deutsche Bauernnot

Verbreitung von Kunstseide in der Damenmode, die aus in­ländischen Rohstoffen hergestellt wird, erscheinen derartige Augstkäufe bei Frauen nur teilweise erforderlich, umso mehr als auch der Wandel der Mode bei Trauerkleidung eine größere Rolle spielt. Herrenkleidung besteht dagegen aus reinen Wollstoffen, die man gegenüber den minderwerti­geren Kunstwollerzeugnissen bevorzugt. Da die deutsche Be­völkerung unter dem Eindruck der verfehlten Außenhandels­politik der nationalsozialistischen Regierung eine bedeutende Einschränkung der Wolleinfuhr befürchtet, so werden eben Herrenwollstoffe auf Vorrat gekauft. Aus diesen Angst­käufen heraus erklärt sich auch die Tatsache, daß beispiels­weise die Umsätze sich in Nahrungs- und Genußmittel keines­wegs belebt haben, wie dies das Konjunkturinstitut ausdrück­lich feststellt. Wäre die Steigerung der Einzelhandelsumsätze der Ausdruck eines beginnenden Wohlstandes, dann wäre. auch hier eine Umsatzbelebung eingetreten, umso mehr, als doch angeblich 2,5 Millionen Arbeitslose Beschäftigung ge­funden haben sollen.

Diese Hamsterkäufe, diese Eindeckungen auf Vorrat, sind ein Zeichen der ungesunden Entwicklung, die in sich Ge­fahren birgt und bald zu Rückschlägen führen wird. Es ist eben ein großer Unterschied, ob die wachsenden Einzelhan­delsumsätze auf Grund von Angstkäufen, auf Grund man­gelnden Vertrauens der Bevölkerung zum neuen System, oder ob sie auf Grund eines steigenden Wohlstandes der Be­völkerung erfolgen. Auf diesen wesentlichen Unterschied, der auf die jetzige Scheinkonjunktur im deutschen Einzel­handel ein ganz anderes Licht wirft, hat selbstverständlich das gleichgeschaltete Institut für Konjunkturforschung, ob­wohl dies seine Pflicht wäre, nicht hingewiesen.

Goebbels und Gott- Granaten statt Brot- Die Kohlrübe taucht wieder auf!

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In Deutschland droht Mißernte. Zwar hat Goebbels in sei­ner oberschlesischen Rede mit keckem Mund sich gebrüstet, daß der liebe Gott den Nazis sichtbar beistehe, während er die früheren Zentrumsregierungen im Stich gelassen habe. Aber es scheint, daß der liebe Gott sich einstweilen den An­weisungen der Goebbels und Hitler noch nicht fügen will: Dürre hat weite Landstriche des ,, dritten Reiches" heim­gesucht. Man soll mit dem lieben Gott überhaupt in der Politik vorsichtig umgehen. Wir erinnern uns, daß im Kriegs­jahr 1916 der damalige Reichskanzler Bethmann Hollweg vor dem Reichstag erklärte:" Unter Gottes sichtlichem Segen reift eine herrliche Ernte auf unseren Feldern", und dann kam der berüchtigte Kohlrübenwinter. Reichliche Regenfälle können zwar noch, falls sie einsetzen, einen Teil dessen gut machen, was der trocken- heiße Vor­sommer verdorben hat wir hoffen im Interesse des armen Volkes, daß es geschehe aber selbst eine Mittel­ernte ist nicht mehr zu erzielen. Der erste Grasschnitt hat auf den ausgedörrten Wiesen fast nichts er­geben, zahlreiche Bauern verkaufen ihr Vieh aus Sorge vor Futtermangel. Die Kartoffeln sind klein geblie­ben, das Kraut steht streckenweise nur wenige Zentimeter hoch. Getreide steht dünn und wird notreif. So ungefähr lauten die Berichte aus verschiedenen Teilen Deutschlands . Unter normalen Verhältnisen gäbe das alles keinen Grund zu übertriebenen Besorgnissen. Gewiß ist eine Miẞernte nie­mals ein volkswirtschaftlich erfreuliches Ereignis. Aber seit­dem es einen Welthandel gibt, war es sonst immer möglich, den Ausfall eines einzelnen Landes aus den Vor­räten des Weltmarktes zu decken natürlich im Austausch gegen andere Waren.

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Das geht aber nur, wenn ein Land an den Welthandel an­geschlossen, nicht jedoch, wenn es von ihm abgesperrt ist. Im blockierten Deutschland des Weltkrieges wurde die Mißernte von 1916 sofort zur echten Hungersnot.

Das heutige Deutschland Hitlers hat sich durch die wahn­witzige Autarkie- Politik selbst blockiert. Es besitt nichts womit es Lebensmittel vom Ausland in größerem Umfang an kaufen kann. Der Gold- und Devisenschats der Reichsbank ist verwirtschaftet, schon stockt aus Mangel

an Zahlungsmöglichkeit die Einfuhr der Industrierohstoffe. Der Zahlungsbankrott an das Ausland ist öffentlich von Schacht verkündet, schwere handelspolitische Abwehrmaß­nahmen der betroffenen Gläubigerstaaten wie Zwangs­clearing u. dgl. drohen. Es ist anzunehmen, daß ein großer Teil der Zinsen, die Deutschland sich zu zahlen weigert, von den Gläubigern zwangsmäßig einbehalten wird.

Nun stelle man sich vor, was es in solcher Lage bedeutet, wenn Deutschland infolge Miẞernte sich gezwungen sieht, für Hunderte von Millionen Lebens­Die mittel zusätzlich vom Ausland einzukaufen. deutsche Regierung hat zwar, das steht fest, im Zuge ihrer Rüstungsmaßnahmen auch gewisse Getreidevorräte auf­gespeichert. Wieviel sie jetzt davon hergeben wird, wo zwar schon die Blockade Deutschlands , aber ohne Krieg, eingesetzt hat, bleibt abzuwarten. Doch selbst wenn die braunen Militaristen angesichts der gegenwärtigen, drin­gendsten Not dieses Stück ihrer Zukunftspläne opfern, s0 ist damit die Ernährungsfrage bei weitem noch nicht gelöst. Die deutsche Vieh- und Geflügelwirtschaft, schoninnor­malen Zeiten zum großen Teil auf ausländische einen furchtbaren Futtermittel angewiesen, muß Rückschlag erleiden, wenn sie keine vermehrte aus­ländische Zufuhr erhält, gerade angesichts der ganz mise­rablen Futtermittel- und Heuernte. Nach vorübergehender Fleischfülle infolge von Notschlachtungen drohen dann Milch-, Butter- und Eiermangel, anschließend auch Fleisch­und Fettmangel. Die Einfuhr ausländischer Fettstoffe( man erinnere sich der furchtbaren fettlosen Zeit des Weltkrieges) wird dann gebieterische Notwendigkeit. Aber auch sie erfor­dert den Besitz von ausländischen Zahlungsmitteln! Hinzu kommt noch das katastrophale Zurück­bleiben der Kartoffeln, wogegen jetzt schon amt­

Fast alle Schlachtviehmärkte sind mit Rindern, Kälbern und vielfach auch mit Schafen weit über Bedarf be­schickt. Das reichliche Angebot hatte zur Folge, daß die Ver­käufer auf fast allen Märkten Verluste hinnehmen mußten. Die ungeheure Trockenheit dieses Jahres hat eine schlechte Futterernte zur Folge gehabt. Infolgedessen sehen sich die Bauern gezwungen, Vieh abzustoßen. Diese Notlage wird von gewissenlosen Viehaufkäufern benutzt, um die an sich schon niedrigen Viehpreise noch weiter zu drücken.

Der Landesbauernführer von Württemberg hat folgenden Aufruf erlassen:

Wie der Verlauf der Viehmärkte in den letzten Tagen zeigt, dauern die Angstverkäufe von Vieh weiter an. Es be­steht deshalb erneut Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Verschleuderung von Vieh trotz der andauernden Trocken­heit sinnlos geworden ist. Es schweben zur Zeit Verhand­lungen mit den zuständigen Stellen, um eine Entlastung der Viehmärkte herbeizuführen. Außerdem ist in allernächster Zeit mit einer Reglung der Vieh- und Schweinepreise zu

rechnen.

Die Württembergische Forstdirektion hat bereits eine Zu­sage hinsichtlich der Abgabe von Waldgras und Waldstreu erreicht, so daß auf diese Weise zu einer Erleichterung der Viehhaltung beigetragen wird. Es besteht deshalb keine Ver­anlassung, das Vieh im jetzigen Augenblick in Massen zu Ver­Iustpreisen abzustoßen.

Ernteaussichten

Der jetzt vorliegende Bericht über die Gesamtvorräte am 31. Mai zeigt, daß Deutschland 1,8 Millionen Tonnen gegen­über 1,075 Millionen Tonnen am gleichen Tage des Vor­jahres an Weizenvorräten und 1,68 Millionen gegenüber 1,38 Millionen Tonnen Roggen besitzt. Den Mangel an Futtermitteln will man durch vermehrten Anbau von Hülsenfrüchten überwinden, die als Ersatzmittel für aus­ländisches Kraftfutter verwendet werden sollen.

Man kanns auch so sagen

Der Wirtschaftsdienst"( 24) schreibt: ,, Der Verrechnungs. verkehr mit den Ländern, mit denen sogenannte Schweden­abkommen bestehen, ist ab 9. Juni vorübergehend gesperrt worden, weil sich bei der Benutzung der Sonderkonten Miẞ­ bräuche ergeben haben, deren Abstellung in Verhandlungen mit den betreffenden Vertragsstaaten bereits vorbereitet wird. In den letzten Wochen haben sich die Markeinzahlungen auf diesen Konten stark gehäuft; infolge des Verkaufs dieser Markbeträge durch die ausländischen Notenbanken erlitt die Reichsmark im Ausland eine Abschwächung."

Juden müssen ruiniert werden

( ZTA.) Laut ,, Nürnberger Zeitung" erklärte Gaupropa­gandaleiter Holt in einer Versammlung der Warenhaus-, Angestellten zum Thema ,, Der Jude im Warenhaus": Ober­stes Gesetz der Regierung ist die Sorge für den deutschen Menschen. Der Warenhaus- Jude aber solle, wenn sein Um­satz zurückgegangen sei, eben das früher verdiente Geld zusetzen. Es wird nie geduldet werden, daß der Jude aus Profitgier arisches Personal entläßt. Selbst der Versuch dazu würde als ein Boykott an dem Werk Hitlers geahndet wer­den. Der Kampf in Franken gegen die Juden werde nie auf­hören, bis der letzte Jude das Land verlassen hat.

,, Fränkische Tageszeitung", Nürnberg , berichtet: ,, Wie uns die Gauleitung des NS.- Hago mitteilt, bezieht eine Reihe Nürnberger und Fürther Zigarrengeschäfte immer noch Zigarren von jüdischen Lieferanten. Die NS.- Hago ist an die betreffenden Zigarrengeschäfte herangetreten, um diesem Uebelstand abzuhelfen... Falls die Ermahnungen der NS.­Hago gegenüber den betreffenden Firmen nicht fruchten sollen, würden wir uns veranlaßt sehen, Namen zu nennen."

lich der verstärkte Anbau von Kohlrüben empfohlen Will Rußland deutsche Waren?

wird. Kohlrüben

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das Wort hat einen eigenen Klang. Für

den Deutschen , der den Krieg miterlebt hat, bedeutet die Kohlrübe der Inbegriff der Unterernährung und des langsamen Verhungerns.

Das deutsche Volk geht zweifellos schweren Hungertagen entgegen. Schuld daran ist aber nicht die Natur, nicht eine

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Der Wirtschaftsdienst"( 24) schreibt: Das Blatt des russischen Volkskommissars der Schwerindustrie ,, Sa indu­strialisaziu" bekundet seit längerer Zeit erstmalig wieder Interesse an einer Ausweitung des deutsch - russischen Waren­verkehrs und macht bereits positive Vorschläge für Methode und Finanzierung."

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